Tag 1823 – 5 Jahre.

Pippis Geburtstag und der Bloggeburtstag fallen ja aus Gründen immer nahezu zusammen, das ist sehr praktisch, den Bloggeburtstag würde ich nämlich sonst vergessen. Heia, 5 Jahre Rabensalat, auf die nächsten 5, Zwinkermiley.

Fünf Jahre Pippi ist ein sehr viel einschneidenderes Ding. Fünf Jahre mit zwei Kindern, fünf Jahre zu viert, fünf Jahre mit der kleinen Rübennasenmaus. Das Kind, das immer schon seinen eigenen Kopf hatte, den bis heute hat und hoffentlich für immer behält. Eigenwillig, durchsetzungsstark, stur (naaaawww wie der Papa). Für uns Eltern ist das nach wie vor nicht immer ausschließlich schön, aber trotzdem darf und soll Pippi bitte einfach immer genau so bleiben. Mit Ecken und Kanten. Vielleicht wird sie mal Chefin von irgendwas großem. Vielleicht auch Politikerin. Oder ein gefeierter Bühnenstar, Talent ist da, Spaß daran sich zu präsentieren auch. Wie ich sie aber kenne, macht sie irgendwann einfach genau was sie will, egal ob wir oder sonst irgendwer das gut finden.

Das ist alles schon sehr ok so. Ich hab diese Maus furchtbar lieb. Abends das Einschlafen läuft oft so: Pippi verkündet, dass sie müde ist und macht es sich auf irgendeinem Schoß, dem Sofa oder den Gartenstühlen gemütlich. Man hat dann etwa zwei Minuten, sie noch mal hoch zu bekommen um ihr einen Schlafanzug anzuziehen und die Zähne zu putzen, ansonsten schläft sie ein, wo sie grade ist. Sie ist ja müde und will schlafen, hat sie ja gesagt. Wenn wir sie normal ins Bett bringen, liest einer von uns vor und bleibt oft neben ihr sitzen, bis sie schläft, das sind bei ihr meistens nur fünf Minuten. Bevor ich mich rausschleiche, bugsiere ich sie meistens noch mal etwas mittiger aufs Bett, damit sie nicht rausfällt. Dabei schnarcht sie meistens noch mal auf, richtig laut, sehr prinzessinnenhaft. Pippi kann auch unglaublich laut rülpsen. In rosa Gewändern mit Glitzerkrönchen *RÜÜÜÜÜÜLPS*: es ist so niedlich, dass wir oft nur gekünstelt streng gucken können, aber innerlich lachen. Überhaupt ist Pippi gleichzeitig, wie ich immer gehofft hatte, dass meine feministisch erzogene Tochter ja wohl bitte nicht wird – nämlich komplett auf rosa Glitzereinhornfeenkram eingeschossen, Prinzessin hier, Mama spielen da, immer schick sein, immer schminken, Bikini muss sein und fast immer ein Kleid – und dann zieht sie aber unter dem Kleid eine Jogginghose an und schmeißt sich mit der kompletten Prinzessinnen-Montur in den Dreck und ich glaube auch nicht, dass sie sich im Kindergarten viel von irgendwem gefallen lässt. Im Zweifel rülpst sie sie halt alle in Grund und Boden.

Ausnehmend klug und überaus hübsch und all das ist Pippi natürlich auch, aber das würde jetzt unglaubwürdig, würde ich das auch noch ausführen.

Pippi halt. Einzigartig. Schon fünf. Erst fünf. Endlich fünf.

<345!

Tag 1500 – Dankbar.

Für dieses kleine Blog. 1500 Tage sind eine lange Zeit um was täglich zu tun, ich klopfe mir da mal kurz auf die Schulter… so. Viel erlebt habe ich auch dadurch, viele Freunde*Innen gewonnen*, manche auch wieder verloren.

Aber vor allem war das Schreiben und waren Sie alle, die das gelesen haben, mir eine Stütze, als es mir echt schlecht ging. Dafür allein bin ich so dankbar, dass gar keine Worte für da sind, in meinem Kopf jedenfalls nicht.

Danke, Blögchen, fürs geduldige Aushalten all der Belanglosigkeit und der Rotze und der Müdigkeit. Danke fürs Festhalten all der guten Zeiten und wunderbaren Tage. Danke fürs Dasein und fürs Netz-sein.

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*Feinde*Innen würd ich so nicht sagen, das wär zu hart, aber ich weiß, auf welche Bloggertreffen ich wohl eher nicht gehen würde und wem ich, sollte man sich zufällig irgendwo treffen, eher aus dem Weg gehen würde und dass das ganz sicher auf Gegenseitigkeit beruht.

Tag 1460 – Nix zu Geburtstag.

Da mache ich die WordPress-App auf um den Tag mit einem „wir haben nix gemacht außer rumschlunzen und Winterklamotten abholen, bitte gehen Sie weiter…“ abzuschließen, da sagt mir WordPress, ich habe das Blog wohl seit nunmehr vier Jahren. Und nur an einem Tag nichts geschrieben! Wow. Zwanghaft kann was.

Andererseits: für rührseliges Lobhudeln auf was mir das Bloggen alles gebracht hat, bin ich grad viel zu müde. Und auch heute nicht in der Stimmung. Insofern schließe ich mit einer Vertröstung auf bessere Gemütslagen, das ist auch schön, weil Sie das ja auch alle schon kennen, das hat hier ja gewissermaßen Tradition.