Tag 502 – Frohe Weihnachten!

Heute Abend nicht viele Worte, ich wünsche Ihnen allen einfach frohe Weihnachten und genieße unseren rundum wunderbaren Abend weiter.

Kamin, Rexto Plexto, Weihnachtsbaum, Kerzen, Wein. Alles Perfekt.


Jede Menge Essen. Und alles so lecker. Omnomnomnom. Ich platze immer noch.


Meine Tante hat uns ein Bild von Pippi gemalt. Das ist so schön und ich freue mich so so doll!

Tag 501 – Top vorbereitet…

…wären wir, wäre Heiligabend übermorgen. Aber immerhin ist es fast gar nicht unsere Schuld, sondern die der blöden Hippe an der Fleischtheke, die unser extra vorbestelltes Krustenbraten-Stück derart zermetzelte, dass ein Alternativplan hermusste. Ehrlich, die Norweger können dann am Ende eben doch wieder nur Ribbe. Apropos Ribbe: wie oft ich in den letzten Wochen den Satz gehört habe „Ich mag eigentlich gar keine Ribbe, aber mein Mann/meine Frau/meine Mutter/die Tradition (!) will es so…“. Haben die alle keine Eier? Also mal ehrlich. Ich esse doch als erwachsener Mensch nicht an Heiligabend irgendein Zeug, das mir nicht schmeckt! Geschweige denn, dass ich es zubereite! Ach so: Ribbe ist, wie der Name vermuten lassen mag, Schweinerippe, am Stück und mit Schwarte gebraten. Meistens ist es unheimlich viel Fett und unheimlich wenig Fleisch, als ‚Soße‘ dient das beim Braten ausgelassene Fett (echt wahr und ja, börgs.) und die Schwarte ist auch meistens ganz schwammig und eklig und gar nicht knusprig. Alternativ gibt es in norwegischen Haushalten Pinnekjøtt, das ist echt lecker und wir werden das am 1. Weihnachtsfeiertag essen. Das ist gepökeltes Lamm, dass dann gewässert und anschließend über Birkenstäbchen lange gedünstet wird. Klingt komisch, ist aber lecker. Diese Zweiteilung Ribbe/Pinnekjøtt ist so deutlich, dass die Kassierer der Rema-1000-Supermarktkette dieses Jahr zur Adventszeit Pullis hatten mit „Team Ribbe“ Bzw. „Team Pinnekjøtt“ -Muster. Selbstironie mag ich ja. 

Hupsi, abgeschweift. 

Also jedenfalls gibt es morgen bei uns Pulled Pork, mit selbstgemachter Barbecue-Soße aus selbstgemachtem Ketchup. Ich habe noch nie Ketchup selbst gemacht. Es ist auch wirklich nicht schwer, aber es dauert. Ewig. Slow Food und so. Er ist auch wirklich lecker (das nächste mal lasse ich die Paprika weg, eine Paprika auf zweieinhalb Kilo Tomaten und man schmeckt die so raus, meine Güte! Aber für Barbecue-Soße passt das ja.) aber am Ende verzögerte das und die Brühe, die eigentlich zusammen mit dem Braten im Ofen quasi entstehen sollte, eben unseren Zeitplan. Und das Marinieren des Bratens. Und überhaupt alles. Aber immerhin: die Geschenke für die Kinder und der Staubsaugerroboter sind seit gerade verpackt, der Ketchup hat eine Ketchupartige Konsistenz, der Rotkohl ist fertig und lecker und die Kartoffeln für Klöße vorgekocht. Sie sagen jetzt: Rotkohl und Klöße zu Pulled Pork? Und ich sage: mein innerer Monk verkraftet mehr als eine kurzfristige Änderung am Menüplan nicht. Fertig. 

Tag 111 – Schnaps? Schnaps!

Wochenende ohne Bilder. Fertig.

Heute waren wir bei einem Weihnachtsmarkt im angrenzenden Hippie-Viertel. Ich mag das da sehr, bin ja auch ein kleines bisschen selber Hippie. Jedenfalls trafen wir des Kindes neue Hausärztin da und kauften für jeden von uns eine neue Mütze von ihr, deren Erlös an eine in Syrien arbeitende Hilfsorganisation geht. Dann kaufte ich noch zwei Fensterweihnachtssterne mit Glitzer und bunt, einen für mich und einen für meine Mutter als Weihnachtskleinigkeit. Dann wollten wir alle, immer noch gesundheitlich etwas angeschlagen, nach Hause.

Abends dann mit meiner Mutter geskypt. Wir wünschen uns nichts zu Weihnachten, wir haben alles was wir brauchen und noch viel, viel mehr, und so sagten wir ihr, sie könne das Geld, was sie sonst für Geschenke für uns ausgeben würde, spenden, das fänden wir schön. Sie sagte „Och nö, das find ich doof.“ Und faselte zwei Sätze später, dass sie ja sooo ne gute Idee für uns hätte und ich ahne was es sein wird und mich gruselts jetzt schon. Eigentlich gruselts mich schon vor der ganzen Weihnachtszeit, sie fängt schon wieder an, mich zu verplanen, ungefragt, und das kann ich absolut nicht ab. Zumal ich mich doch arg frage, inwiefern ich, ja immerhin mit zwei Kindern im Schlepptau und vermutlich ohne Auto, dabei helfen soll, einen Weihnachtsbaum zu kaufen…


 

Ich muss lernen, aber mindestens ein Kind will dauernd was von mir und mein kümmerliches bisschen Selbstbeherrschung geht gerade dafür drauf, hier nicht sämtliche meiner Mitbewohner unter 1 m Körpergröße anzuschreien. Aber verdammt noch mal, ich muss doch lernen!!! Langsam werde ich etwas verzweifelt.