Tag 295 – Bssbss, klipplipp

Weitere E-Fahrrad-Recherchen. Ich schwanke zwischen „Ey scheiß was drauf, ich kaufe jetzt das billigste, das ich finden  kann!“ und „Ey scheiß was drauf, ich kauf mir jetzt das Kreidler Vitality Sechspunktdingens, dann ist das Sparkonto eben leer danach!“. Es gibt auch noch die Option ein irgendwie unseriös anmutendes Internetangebot zumindest mal näher zu betrachten. Meine Kollegin K., 1,50 m groß, Inderin und beim Verhandeln sicher aggressiv wie ein Terrier, hat das getan und ist super zufrieden. Morgen werde ich ihres mal Probe fahren. 

Kollegin L. hat einen Fahrradanhänger, den sie verkaufen will. Voll praktisch, dass die zwei Kinder hat, die jeweils ein halbes und zwei Jahre älter sind als Michel. Sie spricht mal mit ihrem Mann wegen eines Preises. 

Um mich schon mal aufs Geld ausgeben vorzubereiten, war ich beim Frisör. Den haben so ungefähr alle meiner Kolleginnen (die auch echt schöne Frisuren haben) empfohlen. Und hachja, doch, also der war wirklich toll. Hach. Frisur ist auch supi gut geworden, dabei hab ich nur gesagt „Um die Ohren muss es kurz, der Nacken auch ganz kurz, nicht (!!!) über den Wirbel stylen, ich will nicht Muttimäßig aussehen und nicht älter als ich tatsächlich bin.“. Jetzt bin ich etwas aufgehellt, aber nicht so extrem wie früher, die Seiten und Hinten ist es ordentlich kurz, oben drauf etwas zackig wuschelig. Morgen mal selbst stylen, das ist ja bekanntlich der Härtetest und dann mehr Fotos machen, bisher habe ich nämlich nur dieses (das, zugegebener Maßen, irgendwie unspektakulär aussieht). 


So zufrieden war ich schon sehr lange nicht mehr nach einem Friseurtermin. Kann aber auch am ausgegebenen Geld liegen, das war nämlich echt mal viel und das gibt ja ein Hochgefühl, was Psychologen Ihnen sicher auch erklären können, ich aber nicht. Ich bin sozusagen nur Betroffene. Hochgefühl-betroffen. 

(Unlustiger Fun-Fact: seit der Schilddrüsensache gucke ich immer extra kritisch auf Fotos auf meine Augen. Da bin ich Hypochonder geworden. Aber ja, so sehe ich eben aus, das ist für mich keine ungewöhnlich große Lidspaltenöffnung. Und dann muss ich immer an den Schilddrüsen-Comic von The awkward yeti denken und dann geht’s wieder. Chrchrchr.)

Tag 256 – Es geht dem Ende zu. Korfu Tag 26

Am Dienstag fahren wir nach Hause. Das bedarf einiger Vorbereitung. Vor allem mentaler. Seit heute sagen wir, also Herr Rabe und ich, deshalb Sachen auf, auf die wir uns zu Hause freuen. Zum Beispiel haben wir da

  • Die Espressomaschine
  • Die Spülmaschine
  • Ähhh
  • Hups, wars das schon?
  • Nee, ähh, Sparschäler
  • Die Knoblauchpresse
  • Wäsche nach Farben getrennt waschen
  • Waschlappen zur Babyreinigung nach dem Essen
  • Vernünftige Kindersitze im Auto
  • Ja, das wars dann aber auch
  • Ach nee, das wichtigste: VERLÄSSLICH FUNKTIONIERENDES INTERNET

Weiterhin planen wir Dinge, damit wir nicht in ein schwarzes Loch des Nichtstuns fallen. Nämlich: eine Wartepflanze für Michel einpflanzen (Danke, Sendung mit der Maus!), zum Arzt gehen (ich), Schneckenplanung (ich), Oslo-Kurztrip-Planung (Herr Rabe). Und dann muss ich ja auch schon arbeiten. Das bedarf auch einiger Vorbereitung. Vor allem auf Pippis Seite. Da steht zum Beispiel „Sieben Stunden ohne Brust auskommen“ und „Bei Papa einschlafen“ auf der ToDo-Liste. Muhahaha. 

(Ein bisschen gehört auch zum Frisör gehen zu meiner Arbeitsvorbereitung. Das mache ich Montag. Weil ich nämlich nicht zu dem Frisör mit den Wachtürmen wollte, war ich heute im hippen Männer-Friseursalon und habe gefragt, ob sie mir was empfehlen können. Und bekam einen Termin für Montag im Partnersalon, der auch Frauen frisiert. Es wird mit Farbe (ja!) 37€ kosten, also nicht mal die Hälfte von dem was ich in Norwegen nur für den Schnitt ausgeben würde. Jiiiiehaaaaa.)