Der Tag hat halt nur 24 Stunden. Das Projekt ist nur zu 95% fertig und zu 0% tragbar, weil ich keinen Reißverschluss mehr hatte und weil das ein zusammengesetztes Teil (aus einem verlängerten Hosen- und einem verkürzten Oberteilschnitt) ist, konnte ich auch bis zum Schluss höchstens raten, wie lang ein Reißverschluss sein muss. 60 cm.
Die Hosenbeine sind inzwischen auch gesäumt. Es fehlt nur noch der Reißverschluss.
Ich denke, damit ich damit auch selbst aufs Klo gehen kann, wird es kein nahtverdeckter Reißverschluss. Irgendwas mit einem ausreichend großen Zipper, den ich hinterm Rücken selbst finde. Vielleicht finde ich ja sogar was verzierendes.
Das war schön und man verlernt das auch nicht so schnell. Leider lernt man auch nichts dazu. Aber! Es ist mir das erste mal gelungen, vernünftige Armlöcher zu nähen. Yeah!
Der Tag hat halt nur 24 Stunden. Das Projekt ist nur zu 95% fertig und zu 0% tragbar, weil ich keinen Reißverschluss mehr hatte und weil das ein zusammengesetztes Teil (aus einem verlängerten Hosen- und einem verkürzten Oberteilschnitt) ist, konnte ich auch bis zum Schluss höchstens raten, wie lang ein Reißverschluss sein muss. 60 cm.
Die Hosenbeine sind inzwischen auch gesäumt. Es fehlt nur noch der Reißverschluss.
Ich denke, damit ich damit auch selbst aufs Klo gehen kann, wird es kein nahtverdeckter Reißverschluss. Irgendwas mit einem ausreichend großen Zipper, den ich hinterm Rücken selbst finde. Vielleicht finde ich ja sogar was verzierendes.
Das war schön und man verlernt das auch nicht so schnell. Leider lernt man auch nichts dazu. Aber! Es ist mir das erste mal gelungen, vernünftige Armlöcher zu nähen. Yeah!
Michel hatte heute keinen Sport-Hort, sondern eine Ferienaktivität des Handarbeitsvereins. Das war anfangs wegen Rabeninterner Kommunikationsschwierigkeiten etwas holprig, aber er ist dann doch da geblieben mit der Aussicht auf Schnitzen. Und siehe da: er fand es super gut und noch besser als das Schnitzen war das Nähen. Er hat sich einen Turnbeutel gemacht, in seinen Lieblingsfarben. (Turnbeutel war vorgegeben, Stoff durften sie aussuchen, Kordel wurde selbst geflochten.) Weitere Ausbeute: diverse Lesezeichen, ein geschnitzter Zauberstab und ein gestickter Smiley.
Ich habe derweil die Küche aufgeräumt und tatsächlich die Füße hochgelegt, weil diese Kommunikationsschwierigkeiten mich ein paar zu viele Nerven gekostet hatten. Nachmittags habe ich einen Ausflug zur Miljøstation gemacht, Müll wegbringen. Es hatte sich schon wieder einiges angesammelt und da wir uns endlich committed haben, am Samstag Pippis Geburtstag vorzufeiern*, dachte ich, es sei gut, dann hier nicht noch jede Menge große Pappkartons und Styroporverpackungszeugs unterm Carport herumfliegen zu haben.
___
*brillante Ideen für 500
*der Aberglaube stark in mir ist, aber Vorfeiern ist in Norwegen total normal und da denkt sich außer uns bekloppten Deutschen keine*r was bei
Eigentlich war heute ein super Wochenendtag, an dem alle machten, was sie gerne machen: Pippi war bei ihrer Freundin M., Michel und Herr Rabe waren Pokémon fangen und ich war alleine. Das nutzte ich, um endlich mal wieder zu nähen und die Nähmaschine meiner Omi auszuprobieren. Die ist, hmmja, vielleicht muss ich noch üben, aber sie zieht gerne mit dem Unterfaden Schlaufen und das nervt dann halt schon irgendwann. Vielleicht liegt es auch am Garn, wer weiß. Meine Singer nimmt ja quasi jedes Garn, gerne auch das billige von Stoff&Stil, aber ich habe gehört, dass viele Nähmaschinen da wählerischer sind. Was aber immerhin geklappt hat, war, mein letztes Jahr zugeschnittenes Projekt fertig zu nähen, sodass ich jetzt immerhin keine angefangenen Projekte mehr herumliegen habe. Dafür habe ich jetzt einen sommerlichen Jumpsuit mit einigermaßen gewagtem Ausschnitt, aber nur einigermaßen und ein Top drunter dürfte das schon zu meiner Beruhigung richten.
(Fotos morgen.)
Was allerdings herunterfiel beim Nähen: Sport und Geige. Immerhin die Vibratoübung habe ich noch gemacht, ansonsten beschränkte sich das Üben heute auf mentales Training, also Musik hören.
Ich würd echt gern weniger Schlaf und Ruhe brauchen, wenn ich 20 Stunden am Tag Zeit hätte, würd ich viel mehr schaffen, insbesondere auch Dinge, die mir Spaß machen und gut tun.
Meine Nähecke ist fertig und ich bin heute seicht eingestiegen mit einer Schlafanzughose aus dem Rest grauen Bettwäscheflanell. An die Hosenbeine müssen noch Gummizüge, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden, sie ist flauschig und warm und bequem und die Gummizüge sind morgen schnell gemacht. Heute muss ich schlafen.
Hier schneit es übrigens seit vorgestern sehr viel, also wirklich viel, ich schätze, es sind noch mal 30-40 cm dazu gekommen. Morgen und Freitag soll es dann sehr, sehr viel regnen, obendrauf auf den Schnee, bei 3-4 Grad. Freitag dann auch Sturm und danach wieder Minusgrade, in einer Woche wieder -11. Wir werden hier also vermutlich einfach glasiert. Da fällt das Social distancing auch extra leicht, wenn man sich vor der Haustür den Hals bricht.
(Bin übrigens heute zum ersten Mal in diesem Winter hingefallen. Ich will sofort den Knirscheschnee zurück.)
Die Kinder haben einen schrecklichen Ohrwurm angeschleppt. Total Late to the party haben wir letztes Jahr um Frühjahr den Hype verpasst, aber macht ja nix. Das Lied heißt „Raske Briller“ (Schnelle Brille, FRAGEN SIE MICH DOCH NICHT WARUM) und ist eine Parodie auf die norwegische Afterski-„Kultur“. Hier sehen Sie im Video anschaulich dargestellt, worum es dabei geht: https://youtu.be/TN7G3H2YUOc. Wenn Sie raske briller googeln und die Bilder ansehen, erfahren Sie, was eine schnelle Brille ist. Es ist alles sehr seltsam und das Lied geht einfach niemals mehr aus meinem Kopf.
Related: Michel hat seit heute früh raske briller, weil wir beim Augenarzt waren und vergessen hatten, eine Sonnenbrille von zu Hause mitzunehmen. Mit Pupillen groß wie Untertassen beschwerte sich Michel, dass er nicht mehr Handy spielen konnte und das schummrige Novemberlicht zu hell sei. Aber immerhin ist jetzt auch Michel komplett untersucht und vermessen, mit dem Ergebnis: das Kind schielt (dafuq, seit wann das???) und ist weitsichtig. Er bekommt eine Brille gegen die Weitsichtigkeit und da das Schielen nicht weiter auffällt, sondern „nur“ anstrengend für ihn ist, hoffen wir, dass die Brille das schon etwas einfacher macht. In seinem Alter würde man da glaube ich auch nichts mehr abkleben, sondern eher mit Spezialbrillen arbeiten, aber wie gesagt, man sieht gar nichts davon. Also so im Alltag. Mit Atropintropfen sieht man sehr deutlich, dass das eine Auge nach innen kippt, weil er dann entspannt, er kann ja eh kaum sehen.
Tjanun, ab bald also zwei Kinder mit Brille, gleich mal ne Bank ausrauben.
Raske briller.
Mit der Brille kann man aber prima Blödsinn machen.
Ich habe übrigens mein frisch genähtes Kleid an, das wirklich kuschelig ist, wie Bettwäsche halt. Es ist ein Bollec von Schnittquelle. Ein eigentlich nicht schwieriges Schnittmuster, was nicht heißt, dass man da nicht trotzdem einiges verkacken kann. Ich suhle mich einfach noch ein wenig im Stolz, dass alle Nähte aufeinandertreffen, da wo sie es sollen.
Kleine Anmerkung: Schnittquelle-Schnittmuster haben für mich immer zu lange und dafür aber auch zu enge Ärmel. Memo to self: Ärmel etwas kürzen und deutlich weiter lassen, und eventuell die Armkugel etwas flacher machen (oder üben. Üben wäre wohl besser. Oder mit den Fältchen leben. Oder halt üben). Über der Brust am Ärmelansatz kann auch je ein cm raus. Und die übliche Rockseitenbegradigung, eine will ja nicht aussehen wie Marie Antoinette.
Man kann sich auch einfach so hinstellen, dass man von den Problemstellen möglichst wenig sieht.
Ich hab keine Bilder gemacht, aber heute in bester Gesellschaft einen Rock genäht. Ich sag mal so: er wäre fertig, hätte ich nicht die Idee gehabt, ihn auch noch zu füttern, unnötiger und im Schnittmuster unvorhergesehener Weise. So murkste ich herum, machte Fehler, trennte wieder auf, machte keine Fehler mehr aber das Ergebnis gefiel mir trotzdem nicht und schnitt/ riss das Futter wieder ab. Es war kein teurer Futterstoff, ich habe auch noch was, und der innere Bund ist noch nicht verstürzt – noch kann ich mich also noch mal umentscheiden und doch noch ein Futter einnähen. Aber ich glaube, ich mache einfach den inneren Bund noch fertig (per Hand, oh the joys) und calle it ein sehr erfolgreiches und vor allem sehr schönes Nähwochenende.
Ich habe gelernt, dass es sinnvoll ist, den richtigen Nähfuß zu nehmen, und wie das vor 10 Jahren in der Nähbloggerinnenbubble war und ich glaube, da habe ich nichts verpasst.
Mir hat das Wochenende wieder mehr Lust aufs Nähen gemacht, das ist auch sehr schön.
Dieses Wochenende haben wir uns mit ein paar Frauen aus dem Internet(TM) zu einem Nähwochenende verabredet. Die Runde trifft sich sonst zum Telewein auf Zoom, jetzt treffen wir uns halt zum Nähen auf Zoom. Abends kann man ja durchaus auch ein Glas Wein dazu trinken, wenn man nichts allzu kompliziertes nähen will. Jedenfalls war ich ein bisschen aufgeregt, aber für das erste mal Nähen in Gesellschaft* ist via Zoom und in einer Gruppe, die ich eh schon kenne, sehr günstig. Und so saßen wir heute an 6 Orten vor mehr als 6 Nähmaschinen und tratschten manchmal und nähten meistens nur so vor uns hin und das war alles sehr entspannt und sehr entspannend. Ich habe ein Kleid genäht, das zeige ich gegebenenfalls morgen, wenn ich Fotos gemacht habe. Immerhin bin ich komplett fertig geworden, also zur Abwechslung kein Projekt, das jetzt zu 80% fertig wochenlang herumliegt.
Morgen geht es weiter, ich habe 2 fertig ausgeschnittene Projekte zur Auswahl, mal gucken was mich dann spontan mehr reizt.
___
*Ich kann ja eigentlich gar nicht nähen. Ich mache das nur trotzdem und deshalb trenne ich auch so viel wieder auf, weil ich irgendwelche Böcke schieße. Heute habe ich gelernt, dass auch andere, die viel besser nähen können als ich, Blödsinn in Nahtform produzieren. Beruhigend.
Ein weiterer Tag im sauberen Zuhause. Jetzt auch wieder mit ordentlichen Blumenbeeten. Es hat den ganzen Tag die Sonne geschienen und war dabei nicht allzu heiß, ich war fast den ganzen Tag draußen und es war herrlich. Jetzt kann es von mir aus morgen schütten wie angekündigt.
Ich habe tatsächlich Kirschen gepflückt, allerdings nicht so viele wie ich gerne gepflückt hätte, weil ich nur an die untersten Äste kam (und man auf den einen Baum, der noch komplett voll hing und vermutlich hängt, auch nicht drauf klettern kann, wenn man keiner Klimmzüge mächtig ist, was ich nicht bin). Die Hälfte habe ich gleich gegessen, ein paar habe ich noch für morgen.
Meine kleine Kirschpflück-Fahrradtour beendete ich mit dem Kauf einer Flasche Wein und Parmesan, um mir abends Risotto kochen zu können.
Das machte ich auch und bin immer noch ein bisschen im Risottokoma. Ich kann nicht mehr für eine Person kochen, weshalb ich gleich für morgen mitgekocht habe, aber es ist trotzdem ziemlich viel. Aber halt auch lecker, also yolo.
Abends habe ich dann endlich den Rock fertig genäht. Es fehlte noch der Reißverschluss und weil ich ein Volltrottel bin, musste ich auch Knopf und Schlaufe tauschen. Auf den letzten Metern (beim Fädeln der Schlaufe) habe ich dann auch noch meine Nähnadel verloren, die ist jetzt irgendwo, im Sofa, im Teppich, in meinem Pulli oder im Rock. Bin gespannt, wann ich sie mit meinem Po finde. Handnähen ist echt nicht ohne.
Ich konnte leider keine vernünftigen Bilder machen, aber die Länge ist perfekt, die Falten fallen schön und ich hab nur zwei Fehler eingebaut, die man dank des Bindebandes nicht sieht. Danke, Omi, für das Bindeband.
Vielleicht kriege ich es morgen mit dem Selbstauslöser hin, bessere Fotos zu machen. Jetzt ist der Rock erst mal in der Waschmaschine, um die Kreidemarkierungen wegzuwaschen. Dann noch bügeln und fertig.
Während des Nähens habe ich das Finale der aktuellen Staffel RuPauls Drag Race geguckt, was quasi Skype-Edition war wegen Lockdown in den USA. Abgefahren. Finde auch spannend, dass RuPaul sich nicht in Drag begeben hat für die Home-Folgen. Die Gewinnerin überraschte mich allerdings, nachdem ich bei den Performances von einer anderen den Blick kaum abwenden konnte.
Da das mit dem Reißverschluss eine umfassendere Geschichte war (lies: ich bin mit der Hand wirklich langsam), guckte ich danach noch den Eurovision-Film auf Netflix (The Story of Fire Saga) und dachte die meiste Zeit so etwa „what am I seeing???“ aber wer eine kurzweilige, etwas abgedrehte, reichlich alberne und Eurovisions-selbstironische Unterhaltung für ca. 2 Stunden sucht, ist damit gut beraten.
Ebenfalls beim Nähen konnte ich die Rangordnungskämpfe der Meerschweinchen belauschen und beobachten. Eieiei. Da werden die Köpfe hochgerissen und die Zähne gezeigt und geschnattert was das Zeug hält und zwar, so wie es grad aussieht, jeder gegen jeden. Bisswunden habe ich noch keine gesehen, aber ich werde morgen beim Meerschwein-TÜV ein extra Auge darauf haben.
Herr Rabe versorgt mich mit Fotos der Kinder, die scheinen viel Spaß zu haben. Hach, es freut mich, dass ich nicht die einzige bin, die eine gute Zeit hat.
Morgen ist Winterfest. Yeah, socializing mit den Kollegen. Werde als Eiskönigin gehen, damit niemand mit mir redet. Habe einen halben Schönheitssalon eingepackt und damit ich nicht erfriere und weil ich wieder in das Kleid passe (Schilddrüse? Spirale raus? Sport? Ist ja eigentlich egal.) das Outfit von meiner Doktorfeier endlich vervollständigt.
Dann kann’s morgen ja losgehen.
(Besonders stolz bin ich darauf, dass die Jacke, bis ich den Reißverschluss angenäht hab, komplett wendest war, mit überall unsichtbaren Nähten. Hat ein paar Anläufe gebraucht, war im Muster auch nicht vorgesehen [überhaupt war kein Futter vorgesehen, das finde ich ja immer etwas seltsam] aber hat dann doch noch echt gut geklappt.)