Tag 825 – Ufffffffffzzzzz.

Endlich Winterreifen am Auto. Das war eine ziemliche Odyssee.

Auch endlich den Assessment-Test gemacht. War… interessant. 9 von 12 Logikaufgaben waren super einfach, der Rest super hart und für mich in der Kürze der Zeit* unlösbar. Ist aber ok so, denke ich, mal im Ernst: eine Firma die mich wegen falsch zugeordneter Zahlen-Buchstaben-Blöcke nicht möchte, hat den Schuss nicht gehört und auch einfach Pech gehabt. Die anderen drei Tests – der Persönlichkeits-, der Arbeitseinstellungs- unsere E-Mail-Test waren soweit ok. Immerhin wissen die jetzt, was mir bei meiner Arbeit wichtig ist (Die Menschen und der Umgang untereinander) und was nicht so (Geld), dass ich meine Entscheidungen rational und gerne auf Basis von Zahlen treffe, dass ich in Wettbewerben zwar über mich hinauswachse und unbedingt gewinnen will, sie aber trotzdem (genau deshalb) nicht mag und vermeide und so weiter und so fort.

Und dann auch so ein endlich: Der eine Artikel ist jetzt draußen. Einen Veröffentlichten muss ich ja haben, um disputieren zu können. Und überhaupt sollte man ja öfter mal bei Nature lesen.

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* war schon vorher angekündigt, dass man vermutlich nicht alle schaffen würde und ganz konsequent habe ich nach maximal einer Minute auch die Fragen übersprungen, wenn ich sie bis dahin nicht gelöste hatte. Meist würde länger draufstarren ja eigentlich auch nichts bringen.

Tag 824 – A beautiful mind.

Jetzt habe ich so viele Mustererkennungstests geübt, dass ich schon Muster sehe, wo gar keine sind. Herrje. Aber gut, dass ich das geübt habe, die ersten Versuche waren nämlich total daneben, wenn man gar keine Ahnung hat, worauf man achten muss, sind 60 Sekunden pro Aufgabe eben schnell rum. Und ich habe ja den Eindruck, dass diese ganze komische Assessment-Industrie darauf baut, dass die Leute das bis zum Erbrechen üben. Und ich glaube auch, dass die kostenlosen Online-Tests mit Absicht Ultra hart sind, damit man schlecht abschneidet, Panik kriegt und das 49£-Premium-Monatspaket mit ALLEN (hier Geblinke wie in den frühen 2000ern vorstellen) Tests kauft und durchspielt.

Aus Witz hab ich dann noch nen Persönlichkeitstest zu 75% gemacht, bis er abstürzte, und auch da hab ich glaube ich schon das System durchschaut (grobe Fragen zur Selbsteinschätzung, ziemlich persönlich zum Teil, insgesamt so… 30 vielleicht, die dann aber jeweils gut durchgerüttelt und umformuliert und mal aus der anderen Richtung gefragt immer und immer wieder gestellt werden, vermutlich um die Consistency der Antworten zu überprüfen. Ein bisschen wie im Krimi: den Verdächtigen den Tathergang mit allen Details immer und immer wieder beschreiben lassen, um zu gucken, ob irgendwas geändert wird.) so doof kann ich also gar nicht sein.

Oder da waren gar keine Muster.

Vielleicht wiederholen sich die Fragen ja doch nicht?!?

Oha.

Ich geh jetzt Gesichter in meinen Zellen finden. Wie damals an der Rauhfasertapete.

(Aus der Reihe: Präsentationen, die ich nicht hielt, weil alle schnell wieder aus dem Meeting wollten. Tjanun. Dann nächste Woche.)