Tag 1933 – (sehr) müde.

Also die Inspektion, die ganz anders geplant war, haben der Kollege und ich heute gut hinter uns gebracht. Die Firma natürlich auch. Zur Abwechslung war es auch mal ganz ok, in einer sehr sehr kleinen Firma, in einem Tag durch und um viertel vor fünf dort raus zu sein.

Trotzdem bin ich sehr urlaubsreif. Vielleicht nehme ich mir übernächste Woche einen Tag frei (dann wird bestimmt ein Kind krank, lieber nicht zu laut drüber nachdenken).

Müde bin ich auch, sehr sogar. Zeit für Licht aus. Morgen Report schreiben. Zwei Reports schreiben. Und tausend andere Dinge. Eieiei.

Tag 1927 – Prokrastinationsfrust und so weiter.

Ich hätte mir für heute frei nehmen sollen, das wäre klug gewesen. So hab ich ewig für wenig Produktives gebraucht und einen unnötigen Email-Streit mit einem Kollegen vom Zaun gebrochen. Scheiß Corona, scheiß Brexit.

Es ist auch eh wieder that time of the month. Scheiß Hormone.

Lichtblick ist die Umstellung auf NORMALZeit in der Nacht auf Sonntag. Ich weiß, es gibt Leute, die haben gute Gründe, die Herbst-Umstellung zu hassen, die können sich ja damit trösten, dass die NORMALZeit nur 5 Monate lang ist, wahrscheinlich weil sich die Erde im Winter schneller um die Sonne dreht als im Sommer oder so. Ich will auch niemandes Gründe für den Vorzug der Sommerzeit klein reden. Ich finde halt die NORMALZeit besser, aus, das hypothetisiere ich jetzt mal, ebenso validen Gründen.

Nun ja. Ich höre jetzt auf mit dem Zähneknirschen. Herr Rabe schnauft schon und gegen Müdigkeit hilft wohl auch bei Eulen nur Schlaf.

Tag 1923 – Zu langer Tag.

Heute haben wir beide in unseren respektiven Büros gearbeitet, da sind wir mit unserem Auto hingefahren. Zurück bin ich dann mit dem Leihwagen der Woche(TM) gefahren, der ungeplant nur sehr wenig Batterieladung hatte, als ich los fuhr und dann stand ich noch im Stau. Lange.

Zu Hause ging ich direkt in die Küche und machte Essen, nach dem Essen: vorbereiten für morgen (Brotdosen usw) und dann noch mal Arbeit. Entsprechend fertig bin ich jetzt.

Tag 1912 – Nicht wirklich weniger müde.

Wirklich einfach platt wie ein Brötchen. Aber mit Bloc Party-Ohrwurm.

Manchmal vermisse ich es, 22 und relativ sorglos zu sein. Sehr.

Wenn ich jetzt auf nem Mittwoch Abend in die Disco gehen und bis 3 Uhr feiern würde, wäre ich vermutlich anschließend drei Tage lang im Eimer.

Ich finde Inspektionen rund um Oslo langsam echt doof. Dann lieber irgendwo anders sein und im Hotel übernachten, aber nicht noch täglich stundenlang Auto fahren. Abgesehen von der Gelegenheit, sehr laut Musik zu hören, finde ich am Konzept „mit dem Auto zur Arbeit“ bisher nichts ansprechend.

Tag 1910 – Uffzi.

Wie ich immer wieder vergesse, dass Inspektionen ganz schön anstrengend sind. Jøss, wie man auf Norwegisch sagt. Dabei natürlich auch spannend, keine Frage, und ich lerne wieder ganz viel und bin gleichzeitig ein bisschen in meinem Element, was das Produkt angeht, auf das ich mich fokussiere.

Aber abends ist dann eben nicht mehr so viel los mit mir. Essen, Bett. Dem verschnupften Meerschwein seine Dosis Antibiotikum verabreicht und geduscht habe ich auch noch, aber jetzt fallen meine Augen auch schon fast zu.

Seltsamstes Kompliment: ich sähe gar nicht aus wie eine Inspektørin. Wegen der Haarfarbe, die sei „stilig“. Vielleicht muss ich doch endlich mal so einen Inspektørausweis bekommen.

Bester Tipp: Regenjacke mitnehmen wegen langem Weg auf dem Gelände. Danke, Kollegin! Es hat nämlich den ganzen Tag geregnet und wird das wohl den Rest der Woche weiter tun.

Schnellste Gesundung: Pippi. Wegen gestern war sie heute noch zu Hause, aber topfit ohne Halsschmerzen. Morgen geht sie wieder in den Kindergarten.