Tag 1905 – Abweichender Biorhythmus.

Unsere Kernarbeitszeit ist zwar zur Zeit aufgehoben, Arbeit nach 21:00 Uhr wird trotzdem nicht akzeptiert. Könnte ich mich immer wieder drüber aufregen, dass die Arbeit dann still und heimlich nicht gezählt wird, wenn man sie zu der Zeit einträgt, zu der man sie erledigt hat. Es sei denn, es sind „echte“ Überstunden, die werden gezählt. Es ist alles sehr seltsam. Jedenfalls habe ich eben erst den Computer zugemacht, aber die knappen zwei Stunden am späten Abend im Zeiterfassungssystem eben am Morgen an meinen Arbeitstag drangebapscht, jetzt sieht es aus, als wäre ich um acht am Schreibtisch gewesen und nicht erst um viertel vor zehn.

Man könnte jetzt sagen, so what, ich arbeite halt lieber spät und schlafe lange, aber das bekomme ich noch nicht gut hin. Ich fühle mich den halben Tag schuldig, dass ich spät anfange und schlecht aus dem Quark komme, bis dann nach dem Mittagessen so langsam meine produktive Zeit anfängt. Meinen Höhepunkt habe ich so gegen 16 Uhr – also pünktlich zum eigentlichen Feierabend.

Das ist Käse, aber mir fällt auch keine Lösung dafür ein, außer älter werden – meine Eulen-Kollegen ohne oder mit älteren Kindern scheinen nicht so das Problem zu haben, mehr ihrem Biorhythmus entsprechend zu arbeiten.

(Noch ein Monat bis wenigstens die Uhrzeit wieder normal ist.)

Tag 1892 – Laune.

Schlechte Laune. Wir waren heute wieder back im zwei-Kinder-zu-Hause-zwei-Jobs-Game, weil beide Kinder leicht verkühlt sind. Michel geht aber morgen wieder zur Schule, der hat quasi nichts. Pippi klingt eindeutig verschnoddert, ist (und war) aber fieberfrei und fit und könnte laut der offiziellen Regelung eigentlich auch wieder in den Kindergarten, aber um anderen Eltern und vor allem den Kindergartenangestellten den Scheiß zu ersparen, selbst mildeste Symptome erst mal zu Hause beobachten zu müssen, bleibt die morgen noch hier.

Daran liegt meine Laune aber nicht. Ich kann es gar nicht mal an was konkretem festmachen, es ist einfach so. Ich gehe jetzt wohl besser einfach (endlich) schlafen.

Tag 1848 – Fertig!

Erste On-site-Inspektion seit Corona ist überstanden. Ich bin echt fertig, in jeder Hinsicht. Ich komme mir auch wieder ein bisschen dumm vor und frage mich, ob das Gefühl wohl je weggeht. Vier Tage lang konstanter Input zu X verschiedenen Themen, danach ist mein Kopf nur noch Watte.

Gelegen kam da die Stunde HipHop am Abend, auch wenn das für mich gerne anspruchsvoller sein dürfte, tut es gut, rumzuzappeln. Außerdem sehe ich dem Trainer gern zu, denn dem macht das alles sichtlich viel Spaß. Ich mag Leute, die die Musik anmachen und unwillkürlich lächeln müssen.

Was ich nicht verstehe, sind Leute in Tanzkursen, die sich zur Musik erst bewegen, wenn die Choreografie losgeht.

Ich schnipse immer noch beim Tanzen. Da habe ich kaum Kontrolle drüber und das geht wohl auch nicht mehr weg.

Morgen Büro. Uff, uff. Meine Motivation, Menschen zu treffen, ist ungefähr bei minus 20.

Tag 1836 – Irgendwas ist komisch.

Huch, ich hab fast vergessen, zu bloggen! Ich liege schon im Bett und hatte schon das Einschlafgeräusch an, aber irgendwas war noch komisch. Jetzt weiß ich’s.

Möglicherweise liegt das Vergessen daran, dass ich den halben Abend schon am Handy gedaddelt habe. Ich hatte seit dem 13. März kein Harry Potter Wizards Unite mehr gespielt, einfach gar nicht, aber vor knapp zwei Wochen habe ich wieder angefangen und jetzt ist grad so ein Event, bei dem man… halt besondere Sachen machen kann. Und weil ich eh auch heute noch schlechte Laune und ein Bedürfnis nach Realitätsflucht hatte…

Vorm Daddeln habe ich ein Stretching-„Workout“ für Rückengesundheit gemacht und das hat sehr gut getan, trotz heftigem Muskelkater im ganzen Oberkörper. Oder gerade weil – die geschundenen Muskeln mal gründlich lang ziehen war ein schöner, entspannender Schmerz.

Die Meerschweinchen haben heute versehentlich ihren ersten (soweit ich weiß jedenfalls) richtigen Regenguss erlebt. Das Gewitter kam so unerwartet und schnell während wir beim Einkaufen waren, dass keine Chance bestand, nach Hause zu fahren und die Schweinchen schnell ins Haus zu schaffen. Die Schweinchen sind aber immerhin so klug, dass sie sich alle unter die regendichteren Unterschlüpfe gekauert und einfach abgewartet haben. Jetzt müssen wir nur hoffen, dass sich keins erkältet hat. Aber sie waren nicht sonderlich nass, als wir nach Hause kamen und sie rein holten, das lässt in dieser Hinsicht hoffen.

Das war aber auch ein Guss. Kaum 10 Minuten in der Dauer aber so heftig, dass ich im Auto kaum noch was sah und mich auf die Sensoren verlassend um die Kurve tastete. Uff.