Tag 1342 – Alna.

Michel hat heute statt Hort-Ferienbetreuung seinen Freund besucht, das war wohl sehr schön, wir bekamen nur leider ein ziemlich aufgekratzes Kind zurück, das war für uns nicht ganz so schön. Aber „wir haben Michel so gern zu Besuch, der verbreitet immer gute Laune und die Jungs spielen so schön zusammen“ hört man ja doch gern. Pippi und ich nutzten den Tag für drei Dinge:

  1. Werkzeug zurückfahren (habe die Miete für das Handschleifgerät zurückbekommen, obwohl sich herausstellte, dass wir einfach das falsche Schleifpapier hatten [aber die Typenbezeichnung auf dem Schleifpapier war die für das Gerät, das sahen auch die zwei Verkäuferinnen so] und auch den unbenutzten Beutel für das große Schleifgerät haben sie zurückgenommen)
  2. Gartencenter in Jessheim, das angeblich Holunder hat (völlig eskaliert. Habe jetzt ein neues Lieblingsgartencenter und ganz viele Tausendschön und Kräuter und Blümkes und wasweißich. Pippi hat Stiefmütterchen und Primeln ausgesucht. Holunder gibt es auch, sogar mehrere Sorten, aber der war noch nicht ausgepackt. Ich habe etwas gekauft, das aussieht wie ein Topf voll Erde, aber angeblich Rhabarber ist und Herr Rabe und ich müssen die Obstbaumdiskussion noch mal aufnehmen. Jedenfalls: bestes Gartencenter.)
  3. Terrasse streichen, Farbton „Alna“ (während Pippi im Auto schlief. Mit Sonnenhut, damit ich mir nicht den Nacken verbrenne. Ich habe genau einen der zwei Eimer für die erste Schicht gebraucht, ich glaube aber, eine zweite Schicht wird nicht ganz so viel verbrauchen, weil das Holz nicht mehr so enorm viel Farbe aufsaugt. Morgen zweite Runde, falls ich mich noch bewegen kann. Ich wage es zu bezweifeln.)

Für einen ersten Ferientag ganz schön voll.

(Ach ja: Erde hab ich auch noch organisiert, erst hieß es, sie käme dann nächsten Dienstag, das sei der erste mögliche Termin, dann riefen sie aber direkt wieder an, es sei ein Termin am Mittwoch freigeworden. Mittwoch dann also große Primelpflanzung Erdverteilung.)

Jetzt möchte ich eigentlich nur noch duschen und dann ins Bett plumpsen. Und dann bitte nicht aufwachen und Notre Dame ist komplett ausgebrannt, auch wenn ich das von den Bildern her befürchte.

Tag 1329 – Ohrwurm.

Wir sind ein müder Haufen hier. Allesamt haben wir die Sommerzeitumstellung nicht besonders gut verkraftet. Dann hab ich mir heute auch noch die Schulter/den Nacken fies verkrampft und jetzt fühle ich mich wie hundert Jahre alt. Aber ohne aus Fenstern steigen.

___

Apropos Alter: heute den 50. einer Kollegin gefeiert, die ich auf, also, naja, hüstel, wie sag ich’s, dass sie dann wohl neulich noch 49 war kann ich kaum glauben. Ich hatte eher angenommen, dass sie an den Wochenenden ihre Enkel hütet, als dass tatsächlich ihre zwei Kinder noch zu Hause wohnen. Vielleicht sind meine Kolleg*Innen doch alle gar nicht so alt wie ich annahm. Sondern wirken nur so.

___

Seit Tagen einen Ohrwurm vom Anfang eines Gedichts, das ich als Kind mal auswendig konnte.

Herr Soundso, aus Irgendwo,

Der hatte einen Traum.

Er träumte nachts um zehn nach zwo

Von einem Bleistiftbaum.

Der trug nicht weniger als drei…

…unddreißig Riesenstifte Blei.

Google sagt, das sei eigentlich ein Buch von Frantz Wittkamp. Ich hatte das in einem „Jahrbuch für Kinder“. Im Traum stieg er auf sein Plumeau und flog damit von Irgendwo geradewegs nach Tokyo.

___

Mit 20 Jahren Verspätung kriegt mich die Musik von Linkin Park. Mit Wucht. Ich liebe Spotify.

___

„Michel, wie war’s beim Sport-Hort?“

„Gut.“

Na dann.

Tag 1319 – Zu viel.

Zu viel Zeug gekauft.

Zu viel nachgedacht.

Zu viel in Ecken des Internets gelesen, die ich nicht betreten sollte. Stichwort Klimawandelleugner, Stichwort Wirdmanjawohlnochsagendürfen, Stichwort AlleMoslemssindTerroristen, Stichwort DieFlüchtlingenehmenunsallesweg.

Daraufhin noch mehr zu viel nachgedacht. Und trotzdem unüberlegt getwittert und schwupps, sind alle beleidigt, die gar nicht gemeint sind. Gleich zweimal.

Zu wenig Erde gehabt um alle zu viel gekauften Setzlinge gut unterzubringen.

Zu viel wach.

Zu viele Sorgen. Ums Große und ums Kleine.

Tag 1318 – Fertig.

Fertig inspiziert. Für dieses Mal. Sehr interessant, lehrreich, aber im positiven Sinne. Musste mir zwischendurch mal kurz auf die Zunge beißen, als wir beim Thema Validierung bestimmter Autoklavenlasten drüber stolperten, dass eine Last noch nicht validiert ist, weil Tests fehlen, die in-House nicht gemacht werden konnten, wir daraufhin nach der SOP und den Schulungsprotokollen fragten, denn das muss den Mitarbeiter*Innen ja mitgeteilt sein, dass man dieses Programm mit dieser Last nicht fahren darf und es hieß nur „natürlich“ und drei Minuten später lag alles auf dem Tisch und war vorbildlich dokumentiert. Natürlich war es das, die machen da nicht so Murks, die machen überhaupt nix, ohne vorher wirklich gründlich drüber nachzudenken was zu tun ist und wie man es am allerallerallersinnvollsten angeht. Auf die Zunge beißen musste ich, um nicht loszulachen, es stellte sich in den letzten Tagen immer mal wieder ein „Was mache ich hier überhaupt?“- Gefühl ein.

Trotzdem schlaucht natürlich das Inspizieren. Eine Woche. Uff. Als Herr Rabe mir schrieb, er säße mit seinen Kollegen in einer Bar und trinke Bier, ob ich nicht auch vorbei kommen wolle, sagte ich einfach ja, mein Kopf war eh Pudding.

Dann nach Hause, noch was richtiges kochen, hahaha, es wurde Tiefkühlpizza, weil aus Gründen halt. Beim Essen machten die Kinder Fotos von allem, woher sie das nur haben.

Smiiiiil, Mama!

Smiiiiil, Papa!

Smiiiiil, Apfel, Smiiiiil, Glas!

Tag 1315 – Arbeiten im Schlafanzug.

Heute also das erste mal mit richtig richtigem Umziehen inspiziert. Das geht so:

  • bis auf die Unterwäsche ausziehen
  • Einen Schlafanzug* anziehen
  • Saubere Socken anziehen und über den Schlafanzug ziehen
  • Darüber eine Jogginghose** und einen Kittel anziehen
  • Haarnetz
  • Saubere Schuhe
  • Und natürlich Schmuck ab, Schminke ab, Hände waschen

Dann ist man fertig um in die Vorräume (!) der Produktion zu gehen. Je näher man dann an kritische Arbeiten kommt, muss man dann wieder Jogginghose und Kittel ausziehen und so eine Art Onesie über den Schlafanzug ziehen, mit oder ohne komplett geschlossene Kapuze, Mundschutz, Handschuhe, Gesichtsschirm, you name it. Und Hände waschen, waschen, waschen, die ganze Zeit. (Dafür schafft es dieser Hersteller mit beeindruckend wenig Händedesinfektion auszukommen.)

Blöd halt, wenn man dann in die Umkleide zurückkommt und die Dame, die die eigenen Anziehsachen im Spind eingeschlossen hat, ist mitsamt Code unauffindbar. Dann muss man nämlich in diesem schicken Dress – Schlafanzug, Jogginghose, Kittel – Mittag essen. In der Kantine. Hurra.

Ansonsten: ziemlich platt. Herr Rabe scheint auch bei den Kindern eingeschlafen zu sein, I might just call it a day.

___

* nicht wirklich, aber es sieht so aus.

** auch nicht wirklich, aber es sieht auch so aus.

Tag 1312 – Hoffentlich hilft‘s.

Bei den Kindern eingeschlafen, erst wach geworden als Herr Rabe nach einer mittleren Odyssee wieder zu Hause war und sich wunderte, wo seine Familie ist. Dann auch erst die drülfzig Nachrichten gelesen, die er geschrieben hatte. Hups.

Mit ein bisschen mehr Glück als heute komme ich dann morgen früh auf elf Stunden Schlaf, das reißt vielleicht ein bisschen was raus.

Tag 1311 – Ich möchte das nicht!

Immer müde sein. Also abends. Beim Bloggen einschlafen. Beim Fernsehen einschlafen. Beim Kinder ins Bett bringen einschlafen.

Vor allem ist hier auf dem Blog nix los, dabei sind die Tage voll, voller, am vollsten, heute allein vier Dinge die berichtenswert wären, aber nee, mir fällt beim Tippen das Handy aus der Hand aufs Gesicht, so müde.

Jetzt also weder A- noch B-Mensch. Morgens nicht aus dem Bett kommen *und* abends um neun aus den Latschen kippen.

Hoffentlich kommt bald mal der Frühling und zaubert das weg.

Tag 1310 – Warnix.

Ein paar Stichpunkte zum Tag:

  • Arzttermin im Krankenhaus wurde spontan abgesagt. Voll schön. Vor allem weil mir die Arbeitszeit trotzdem bis auf eine Stunde flöten ging, immerhin war ich um acht noch zu Hause, ich sollte ja um viertel vor zehn im Krankenhaus sein. Ich könnte mich immernoch aufregen. Zumal ich noch nicht weiß, wann ich stattdessen antanzen darf.
    Mein Arbeitsrechner, auf dem gestern zeitweise gar nix ging, worauf ich ziemlich angepisst den Support anrief, würde über Nacht wundergeheilt. Die Frau vom Support war’s jedenfalls nicht, sagt sie.
    Heute den halben Tag die Hausaufgabe für den Lead Auditor-Kurs runtergetippt den anderen halben Tag die Inspektion nächste Woche geplant. Mein Plan ist, die Hausaufgabe morgen vor halb elf abzuschicken, dadurch hätte ich nicht nur ein, nein gleich zwei Wochenenden ohne schlechtes Gewissen, das wäre schon sehr schön.
    Allerdings durch letzteres erst spät zu Hause gewesen, da schlief Pippi schon. Michel bastelte mit Herrn Rabe an einem magischen Friedens-Konfettipanzer:
  • Jetzt ist Pippi natürlich wach und hungrig, aber ich falle gleich um. Tjanun.

    Tag Dings, äh, 1307?

    Liebe alle,

    Viel zu müde für 12 von 12 oder sonst irgendwas. Gegen Mittag eingesehen, dass ich ums Triptan nicht drumrum komme, genommen, jetzt immer noch Watte im und um den Schädel und einfach so, so, so müde. So müde. Müdemüde. Muss schlafen.

    Sind eh nur acht Bilder bisher und die sind auch doof, so.

    Müde.

    Nachti.