Tag 980 – Council of Kopfschmerzen.

Heute blieb, nach meinem Wutgeheul von gestern, Herr Rabe zu Hause und betreute Pippi, damit ich lernen konnte. Bis auf zwei Stunden, da ging er zu Meetings, aber da schlief Pippi auch eh. Ich lernte. Und lernte. Und lernte. Mein Stift war leer, aber ich habe Nachschub. Ich kann jetzt ungefähr erklären, was die 7 Institutionen der EU machen, wie sie gebildet werden und für den legislativen Teil: wie EU-Gesetze gemacht (entworfen und verabschiedet) werden. Mit sowas hab ich mich ungelogen seit der Schule nicht beschäftigt und, hmm, wie soll ich sagen… das hatte Gründe. Ich finde das alles unheimlich kompliziert, First Reading, Second Reading, trialogue Blabla, conciliation Dings… meine Herren. Naturwissenschaftlerin durch und durch, ist ja auch gut so, vermutlich gehe ich da grad auch ein paar Kilometer zu weit in die Tiefe, aber dieser Test ist mir schon wirklich wichtig.

Nun ja. Am Ende (etwa bei „How to make the Commission of the EU resign“) schwirrte mein Kopf nicht nur, der schmerzte richtig und das ging dann über den Abend auch nicht weg. Ich brauche wohl mal ein Päuschen und vor allem eine Nacht Schlaf. Aber hey, wenn mich wer fragt, weshalb Malta 6 Sitze im Parlament hat, Deutschland aber, mit einer ca. 200 mal so großen Bevölkerung, „nur“ 96: könnte ich immerhin grob erklären. Oder zumindest schlau klingende Stichworte in den Raum rufen.

Uffz. Jetzt ins Bett.

___

Auto-Lobhudelei: Selbstdisziplin geht auch wieder.

Tag 972 – Easy Peasy.

Heute morgen fiel mir mein halbvolles Kaffeeglas runter und zerschellte auf dem Boden. Ich stand also in einer Kaffeepfütze voller Scherben. Hinter mir die neugierigen Kinder. Alle auf Socken, natürlich. Das gab ein paar ordentliche Flüche am frühen Morgen.

Aber, Überraschung: nach einem wütenden Workout sah alles schon viel besser aus. Ich setzte mich also frisch geduscht und mit frischem Kaffee an den Tisch und arbeitete systematisch die ersten zwei Kapitel des einen Buches durch. Marschierte dann im Stechschritt zum Kindergarten, Elterngespräch. Marschierte zurück. Lernte. Fuhr zum Staples und kaufte ratzfatz zwei Ordner, einen Gelroller* und eine Rolle Paketklebeband, auf dass wir Pakete nicht mehr mit Gaffatape zukleben müssen. Fuhr zurück, holte die Kinder ab. Ließ mich von Michel breitschlagen, H. zu kontaktieren, ob er zu uns kommen mag**. Machte zu Hause schnellschnell was ungesundes zu Essen (Pommes mit „Fiskekake“ also so ner Art Fischfrikadellen), das sich die Kinder aber begeistert und in Massen reinschaufelten. H. kam und die Kinder spielten sehr schön und leider ohne Pippi, die mir dementsprechend am Bein hing. Michel und H. wollten unbedingt Mario Kart spielen, ich machte Aufräumen zur Bedingung und so schnell war noch nie aufgeräumt. Dann brach ich mir tierisch einen beim Einrichten der Controller ab, kriegte es aber doch irgendwie hin. Pippi bekam den Controller der Play-Station (war ja aus) und war sehr glücklich damit. Dann spielten die Jungs Mario Kart um die letzten Plätze, während H.s Mutter (inzwischen zum Abholen eingetroffen) und ich kaum an uns halten konnten, denen nicht die Controller aus der Hand zu reißen und zu zeigen, wie das richtig geht.

Dann zwei Kinder ins Bett bugsiert. Michel überzeugt, in seinem Bett eingemummelt zu warten, bis Pippi eingeschlafen ist, dann käme ich zu ihm. Schon bevor Pippi schlief, hörte ich ihn schnarchen. Pippi schlief auch fix ein und ich ging wieder an die Lernsachen. Ich weiß jetzt grob, wie die Agentur, bei der ich mich beworben hab, organisiert ist, welche Organe an welche delegieren, welche Befugnisse die überhaupt haben und wer das echte Sagen hat (die Europäische Kommission). Puh.

Jetztist der Kopf voll und Zeit fürs Bett.

___

Auto-Lobhudelei: trotz schlechten Start nen guten Tag und viel Spaß beim Lernen gehabt.

___

*Skandal: mein ~ 10 Jahre alter Eppendorf-Pipettenkuli schreibt nur noch so mittelgut und ich muss ziemlich doll aufdrücken, das bescherte mir schon nach 30 Minuten Schmerzen. Mein guter Kuli! Schnüff.

**Irgendwie dachte ich, dienstags hätte der eh Taek-Won-Do und die Anfrage somit ungefährlich. Tjanun, so kann man sich täuschen.

Tag 954 – So war’s (ohne Gnihihi).

Nun, also so war das gestern alles. In Langform.

Erstmal: ich habe geschlafen wie ein Stein. Ich habe nicht mitbekommen, dass Michel wohl nachts noch herumgetigert ist und auch nicht, das Pippi in unser Bett kam. Als der Wecker um sechs klingelte, war ich aber sofort wach. Und mein Kopf tat immernoch weh. Und in meinem Kopf sofort wieder Gedanken. Ahhhh! Ich stand also auf, nahm eine Ibuprofen und eine komplette Betablockertablette (sonst nehme ich ja eine halbe und auch erst nachmittags, aber man kann ja mal ne Nebenwirkung gezielt ausnutzen, wenn man abschätzen kann, wie stark die ausfallen wird. Der Arzt hat mir übrigens 1,5 Tabletten als Tagesdosis verschrieben, aber das befördert mich direkt in den Tiefschlaf.) und dann… machte ich erstmal Sport. Eigentlich war es ja eh noch viel zu früh für alles. Also Sport. Mechanisch alles mitgemacht, 35 Minuten, dann Duschen, Hautpflege, Kaffee, nicht denken, nicht denken, nicht denken. Schminken, nicht denken, Anziehen, Kaffee trinken, nicht denken. Irgendwann war es viertel nach acht, ich räumte meinen Kram zusammen, die Kinder waren auch wach, ebenso die Schwägerin, ich schaffte es sogar mit etwas Mühe einen Smoothie als Frühstück runterzuwürgen. Ich packte noch meine Schuhe ein und machte mich mit dem Bus auf zur Arbeit.

Um neun traf ich mich da mit meiner Freundin A., die sich für Kaffee und Ablenkung angeboten hatte. Das war super. Ich traf noch mit meinem Kaffee in der Hand die Opponenten vor dem Hörsaal, machte ein bisschen pseudo-entspannten Smalltalk (während ich an diesem Punkt am liebsten irgendwo in Ruhe hyperventiliert hätte und dann war es auch schon Zeit, den Laptop anzuschließen. Das machte ich, ich bekam auch noch einen Laserpointer von der Administratorin, der lief auch (zum Pointen jedenfalls, mit dem Mac wollte der auch nicht kooperieren), dann kam das Komitee herein und ich schüttelte nochmal offiziell alle Hände. Ich hatte noch Zeit fürs Klo und schaute im Spiegel in ein wohlgeschminktes Gesicht, dem man weder den flauen Magen noch die bohrenden Kopfschmerzen ansah. Gut. Also, naja, so mittelgut. Wieder im Hörsaal nahm ich eine weitere Ibuprofen und dann wurde ich in den Vorbereitungsraum gebeten. Da muss ich sagen, es fühlte sich an als würde ich zum Schafott geführt. Im Vorbereitungsraum sagte uns der Acting Dean dann, in welcher Reihenfolge wir in den Raum und aus dem Raum rausgehen müssen, wer wo sitzen soll und so weiter. Ich balancierte auf der äußersten Kante des Stuhls und hörte mich Witzchen reißen, nach außen voll locker und entspannt, Innen eher so „Ich kotz gleich vor Aufregung hier ins Waschbecken“. Ich sah ein paar Leute ins Gebäude gehen. Dann war es Zeit. Um 10:12 gingen wir runter. Der Komiteevorsitzende – Asbjørn, ein Opamäßiger, netter Typ, der das so ca. Alle drei Monate durchexerziert – sprach beruhigende Dinge, ich erinnere mich nur an „die meisten finden es hinterher eigentlich ganz schön“. Ich war mit der Kontrolle meines Magens beschäftigt und damit, auf meinen Schuhen nicht umzuknicken oder die Treppe runterzufallen. Vor der Tür wurde mir dann mitgeteilt, dass ich das Mikro über die Ohren machen müsse, wegen Dings, und meine Proteste von wegen Unbequem wurden einfach überhört. Das Mikro kam über die Ohren und die Brille obendrauf, die saß dann schief, aber tjanun. Um exakt 10:15 ging unsere kleine Prozession (Dean, 1. Opponent, 2. Opponent, Komiteevorsitzender, ich) dann in den Hörsaal, alle aufstehen, alle hinsetzen, alle auf die vorher angewiesenen Plätze. Der Hörsaal war jetzt relativ voll. Waahhh. Der Dean sagte seine magischen Formeln auf und dann hörte ich „R. Rabe? Please.“

Trial lecture. Das lief wie mehrmals geprobt. Im Prinzip jedenfalls. Mit mehr Aufregung. Und mit dem Bioinformatikprof in der fünften Reihe, der dauernd einschlief. Ich finde mich ja sachlich gut und korrekt, aber nicht sehr unterhaltsam, auch nicht sehr frei gesprochen sondern eher vorgelesen, aber, hey, egal. Genau 40 Minuten und 12 Sekunden redete ich.

Applaus.

Zwei Fragen von den Opponenten, die ich schon wieder vergessen habe. Alle marschieren aus dem Raum. Menschen kommen raus und umarmen mich und sagen Sachen wie „one down, one to go“ und „Good Job“. Mein Chef lobt die gute Zusammenfassung des Themas und die PI die Übersichtlichkeit der Folien und dann gehen wir Mittagessen. Ich stehe ein paar Meter neben mir. Was gab es zu Essen? Ich weiß es, ah doch: Penne Arrabiata. Mein Kopf hämmert. Mein Hals tut weh. Es soll jetzt schnell vorbei sein bitte.

Wieder im Hörsaal. Irgendein Mist ist damit dem Laptop passiert, ich sehe nur den sich drehenden Ball. Ich werde panisch und Herr Rabe übernimmt, ich muss wieder aufs Klo, und auch der Lippenstift will nach dem Essen dann doch mal gefixt werden. Der erste Opponent kommt und will seine Präsentation auf den Hörsaalrechner laden, das geht natürlich nur mit einem Zugang, also meldet sich die Administatorin eben an. Ich bin geflasht von der Tatsache, dass der ne Präsentation gemacht hat. Wow. Als die Präsentation auf dem Computer ist, gehen wir wieder raus und warten auf den Rest des Komitees. Jetzt geht es also um die Wurst. Der Dean kommt im Harry Potter Umhang. Zu meiner Defense. Ernsthaft, meine Defense. Wie verrückt ist das denn? („Sehr verrückt!“ antwortet mir mein schmerzender Schädel.)

Ich halte also auch den zweiten Vortrag. Es gehen Dinge schief. Bei einer Folie bei der ein Übergang von einem Bild aufs nächste sein sollte, geht das erste nicht weg. Bei einem Bild fehlt ein Teil. Ich gehe verhältnismäßig souverän damit um, nach außen jedenfalls, kein Beinbruch. Und hyperventilieren bringt jetzt auch nichts. Nach ziemlich genau 30 Minuten ist es vorbei. Ich atme. Applaus.

___

Opponent 1 stellt Fragen. Gute Fragen. Die erste ist so simpel, dass sie mich fast aus der Bahn wirft, aber er – Vollprofi halt – stellt mich direkt zurück aufs Gleis und ab da diskutieren wir recht angeregt über die Thesis, die Paper und andere Paper, die vor kurzem herauskamen. Ich bilde mir ein, nicht die einfältigsten Antworten der Welt gegeben zu haben. Nach 45 Minuten ist es vorbei und wir machen eine kurze Pause.

___

Ich nehme ein Triptan. Das hat ja alles keinen Zweck.

___

Opponentin 2: fragt auch Fragen. Andere, aber auch gute Fragen. Während der 1. Opponent eher auf Demethylation herumgeritten ist, stellt sie Fragen nach den Effekten. Krankheiten. Funktionen. Auch sie fragt „Was glaubst du, wie das und das geregelt ist.“. Sie fragt aber auch, welches Experiment ich gerne noch in den Manuskripten gehabt hätte. Und was mein Plan ist. („Get a job?“ brachte zumindest Leute zum Lachen.). Irgendwann zwischendurch merke ich, wie mein Kreislauf wegsackt, weil das Triptan wirkt. Ich bleibe aber trotzdem stehen.

___

Fertig. Gibt es Fragen aus dem Auditorium? (Hint: ich war noch nie bei einer Defense, bei der es eine gegeben hätte.)

Meine Schwägerin hat eine. Nämlich ob sowas in der Art auch eine Rolle bei oxidativem Stress spielen würde. Ja, natürlich. Oxidative Stress ist noch häufiger als alkylierender und macht auch Mutationen. Genau wie für alkyldamage haben wir für oxidierte Basen auch Reperaturpathways.

___

Alle sind fertig. Applaus. „The committee will inform the Dean of the faculty about the outcome“. Ich will meinen Laptop abbauen, aber mir wird bedeutet, dass wir wieder ausmarschieren sollen. Wir gehen aus dem Raum.

Als erstes gratuliert mir der Acting Dean. Frau Doktor Rabe, sagt er. Gratulerer. Dann das Commitee. Ich sei ja ganz ruhig gewesen (haahahahahahaha). Super gemacht. Leute kommen aus dem Raum. Drücken mich. „Good Job!“ „You did very well!“ „Kjæmpebra jobba!“ sagen sie. Nach fünf Umarmungen könnte ich vor Erleichterung auch einfach losheulen.

Dr. Rabe.

Ist jetzt halt echt so.

(Und Feier und so verbloggen mache ich morgen, wenn mir nicht mehr die Augen zufallen.)

Tag 946 – Hungrig ins Bett.

Das werde ich vielleicht bereuen, wenn ich dann nicht schlafen kann. Das Problem ist ein hausgemachtes. Ich bin ja einigermaßen zwanghaft. Deshalb konnte ich heute Abend trotz Muskelkater von gestern keine fünfte gerade sein lassen und musste um meines Seelenfriedens willen Sport machen. (Heute waren Arme dran, die waren auch vom Po- und Beinmuskelkater gänzlich unbeeindruckt). Jedenfalls war es nach dem Gehopse und einer Dusche schon ziemlich spät. Das wiederum lag einerseits an spät schlafenden Kindern und andererseits daran, dass ich etwas Zeit dabei vertrödelt hatte, mich über die schwammigen Aussagen dieser NASA-Zwillingsstudie aufzuregen. Wie dem auch sei, ich bin ja einigermaßen zwanghaft. Und musste deshalb wenigstens noch den Futterstoff zuschneiden.

Gut dass ich auch so zwanghaft bin, mich selbst ins Bett zu schicken und nicht noch ganz schnell die Kanten zu versäubern. Nur für Essen hab ich keine Zeit mehr jetzt. Und die Zähne hab ich auch schon geputzt.

___

Auto-Lobhudelei: ich überzeuge mich fast erfolgreich davon, dass das schon irgendwie hinhauen wird mit der Disputation.

Tag 938 – Hamamblabla.

Mein Tag war etwa so:

  • Alleine in der leeren Wohnung hocken und der Wand meinen Vortrag erzählen. Lief bescheiden. War viel zu lang. Ich kürzte.
  • Irgendwann losgeeist und etwas zu spät aufgebrochen zum Hamam. Natürlich hinter einem auf 45 km/h gedrosselten Hutzelauto festgeklemmt, das grad mal 40 fuhr. Mörderisch gestresst beim Hamam angekommen. Das hatte mir Herr Rabe übrigens zu Weihnachten geschenkt und ich hatte es bisher nicht geschafft, den Gutschein einzulösen. Achtsamkeit und so. Jaja.
  • Hamam. Geiler scheiß. Ich wurde von vorne bis hinten gepampert, gewaschen, gepeelt*, massiert, meine Haare wurden gewaschen und mein Gesicht bekam eine Maske, ich kriegte dauernd Obat und Wasser gereicht… Hach. Wirklich wunderbar.
  • Dann fuhr ich zurück und machte mich wieder an den Vortrag. Dieses Mal schreibe ich alles aus. Alles. Sogar „Hallo“.
  • Die Kinder kommen mit Herrn Rabe und sind unzufrieden und müde und ich muss arbeiten und Herr Rabe kocht, alles eskaliert und schon ist meine tiefenentspanntheit hin:
  • Viele, viele Bügelperlen wieder einsammeln.
  • Essen, Michel ins Bett bringen**, wieder Vortrag.
  • Jetzt. Müde. Aber mit dem Vortrag fertig, fast rechtzeitig, bevor ich morgen um 08:15 das Thema für die Probevorlesung bekomme.

___

Auto-Lobhudelei: Fertig mit Ausschreiben.

___

*Hier wahlweise „abrasives Peeling“-Geschimpfe oder „waaaas, da kriegt man irgendwelche Hautpflege einfach draufgeklatscht?!?“ vorstellen und dann verkneifen. Ich hab vermutlich 1 kg Haut dagelassen, das Peeling schien also bitter nötig gewesen zu sein.

** Der will momentan immer, dass ich ihm sein „Speziallied“ vorsinge, dass ich mir ausgedacht habe, als er ein Baby war, ich singe das aber nicht vor, wenn Herr Rabe in Hörweite ist, das ist mir irgendwie peinlich. Heute Abend ging das aber, weil Pippi noch länger zum Essen brauchte.

Tag 934 – Samstagsdinge.

  • Mit den Kindern um viertel vor acht aufgestanden. Jajaja, Ihre waren/sind immer schon um fünf wach, für mich ist vor acht am Wochenende unangenehm früh.
  • Brötchen gebacken.
  • Gesportelt.
  • Geduscht.
  • Sonnencreme ausprobiert. Und endlich mal nicht das Gefühl gehabt, mit ein bisschen Gewürzsalz könnte man auch ein sehr bleiches Brathähnchen aus mir machen, vong Fettigkeit in Gesicht her.
  • Herrn Rabe vom Flughafen abgeholt mit sehr hibbeligem Michel, der mich auf der ganzen Fahrt „Mama weißt du was? BlablablablablaraketenblablaweltraumblablavulkanblablablablabladinosaurierausgestorbenblablablaPippiisteingeschlafenblablablablabla…“ zuschwafelte.
  • Michel zu seinem Kumpel gebracht.
  • Wäsche, Küche, diesdas.
  • Bolognesesauße und keine Spaghetti gemacht, weil nicht mehr genug Spaghetti da waren (wie konnte das passieren?!?). Dafür Fussilinudeln.
  • Gegessen.
  • Wocheneinkauf.
  • Michel abgeholt.
  • Stoff an Stoff gesteckt.
  • Mit Herrn Rabe geschnackt.
  • Jetzt nochmal Pippi einschlafbegleitet.
  • Auch jetzt: sehr müde.

Tag 932 – Schnipsel.

Habe Michel bei der Schule angemeldet, auf die er vermutlich nie gehen wird. Was für ein Scheißgefühl. Mit Fünftklässlerchor und allem. Wie stolz Michel war. Ich wollte mich am liebsten unsichtbar machen.

___

Dadurch heute nicht so viel gearbeitet, wie ich wollte. Vortrag ist jetzt so halbfertig. Geht schon, aber da ich meiner Kollegin versprochen habe, am Montag fertig zu sein, muss ich eventuell am Wochenende ran.

___

Die Bluse wird so schön. Ich bin begeistert. Kirschen. So seriös *hust*. Und wenn man einmal kapiert hat, wie das alles geht mit den Belägen und Manschetten und so ist es auch nicht übermäßig schwierig.

___

Michels unangenehmen Kumpel nach dem Kindergarten mit nach Hause genommen, nachdem mich die Jungs breitgequatscht hatten. Hmmnaja. Ich hab dann ein Loblied auf den Hygienespüler gesungen, nachdem Michels Handschuh vor der Tür im gelben Schnee landete und es erst der Kumpel, dann Michel und dann keiner von beiden gewesen sein wollte. Und so ging es im Grunde dann auch weiter. Anstrengendes Kind.

___

Selbes Kind hat aber auch für den Lacher des Tages gesorgt, als es erzählt hat (während die Mama daneben stand): „Weißt du was? Meine Mama wäre fast ins Gefängnis gekommen! Weil sie einen Strafzettel bekommen hat! Die fährt nämlich wie eine Sau!“ (Ja, 75 in ner 50er Zone ist „wie eine Sau“ und ja, sie wäre tatsächlich fast ins Gefängnis gekommen, weil sie nämlich den Strafzettel nicht bezahlen konnte. Ihr Vater hat ihr dann aber das Geld geliehen. Das klärte sich also alles auf, herzlich gelacht habe ich aber trotzdem – über das peinlich berührte Gesicht der Mutter.)

___

Die Haut an meinen Händen findet das Wetter grad ultimativ kacke. Obwohl ich schon dauernd Handcreme draufmache, ist die ganz arg rissig und trocken und rau und rot und tut auch weh. Aber ich sitze halt auch den ganzen Tag im Klimaanlagenbüro, unterbrochen durch Ausflüge in -15 Grad. Es ist so kalt, dass ich sogar das Fenster zulasse, weil ich sonst unter meiner Winterbettdecke friere. Von morgens aus dem Bett kommen und direkt tiefgefrieren mal ganz zu schweigen.

___

Pippi ist momentan ziemlich anstrengend. Zuckersüß, aber auch unfassbar bockig, aus Prinzip, wie es scheint. Ich sage x, sie sagt Nein. Und das meint sie dann auch. Ich sage viel x. Anstrengend. Dazu kommt, dass sie scheinbar Albträume hat, jedenfalls schläft sie die ersten 2-3 Stunden sehr schlecht, schreckt oft hoch, weint im Schlaf und so weiter. Anstrengend. Alles Anstrengend.

___

Zum Umfallen müde gerade.

___

Auto-Lobhudelei: Bluse und Vortrag werden glaube ich richtig gut.