Das muss Ihnen für heute genügen: wir sind gut zu Hause angekommen, es war eine sehr anstrengende weil lange und frühe Rückreise, alle waren bzw. sind sehr müde, die Minderjährigen schlafen schon und die Fühlt-sich-wie-80-Fraktion wird es ihnen bald nachtun. Morgen nehmen wir spontan Urlaub weil einfach nichts mehr geht. Also, bis morgen dann.
Müde
Tag 432 – Partyraben. Bielefeld Tag 3
Ausführlicher Bericht ist angefangen, aber grade fallen mir die Augen zu, die Kinder schnarchen hier auch so niedlich rum, kurz: müde, bis bald.
Tag 428 – Geburtstagszeug gibt’s später.
Ich bin zum Umfallen müde. Wirklich. Nix geht mehr. So viel schon mal: wir hatten einen schönen Tag, allesamt. Herzlichen Glückwunsch, kleiner Murch! <3
Tag 427 – Wie krass ist das denn?
Vor Monaten sagten hier Menschen, ich solle doch den Montag nach Portugal frei nehmen, damit ich Zeit hätte, Michels Geburtstag vorzubereiten. Hätte ich mal auf Sie da draußen gehört! Stattdessen war ich natürlich heute arbeiten, machte natürlich jede Menge Zeug und zwei Überstunden, um dann schon total gerädert hier noch Kuchen zu backen, zu dekorieren und Herrn Rabe für seine Einpackkünste zu bewundern.
Tja, und jetzt wird morgen mein Baby schon vier, ich kann es selbst kaum glauben, aber es ist wohl so. Vor vier Jahren um diese Zeit wartete ich immer noch auf irgendein Zeichen, dass es bald losgehen würde, es passierte aber einfach nix und ich fürchtete mich schon ein bisschen vor dem Frauenarzttermin am nächsten Morgen um acht, bei 41+0, weil ich nicht wirklich scharf auf eine Einleitung war. Tja, und dann war Michel plötzlich doch noch vor acht da, also rief Herr Rabe erst seine Eltern, dann meine Mutter und dann den Frauenarzt an und dann stießen wir mit der Besten auf das alles an, den ganzen verrückten Scheiß, der in den letzten paar Stunden passiert war, ich legte Michel das erste Mal an, er saugte direkt und sie sagte zu mir: Jetzt kriegst du so richtige Muttinippel.
Damit hatte sie Recht.
Und damit, was sie zwischen zwei Presswehen zu mir sagte, auch.
Gleich bist du Mama! Wie krass ist das denn?
Tag 425 – Kater.
Ähm ja. Das mit dem nicht so viel trinken hat nicht ganz so gut geklappt. Kurzzusammenfassung: die Trauung war sehr schön, das Essen größtenteils super, die Gespräche so hmm, alles war Bombe durchgeplant, die Party war trotz echt nicht so guter Musik echt gut.
Ich fischte das Handy eines der Armykanadier aus einem Tümpel, da war viel Moos involviert und ich muss jetzt mein Kleid waschen. Aus einem nicht mehr ganz vollständig zu rekonstruierenden Grund sind meine Schuhe gebadet in Wein, ich habe Sonnenbrand vom verkaterten Rumschimmeln heute, eine Blase auf dem großen Zeh vom Tanzen und bin nach vier Stunden „Schlaf“ letzte Nacht unendlich müde. Und zufrieden. Und müde. Morgen um sechs geht mein Flug.
Tag 412 – Titeldummie.
In meinem Kopf heute nur konfuses.
Nächste Woche fahre ich schon nach Portugal. Das ist ziemlich verrückt.
Der Chef besprach mit jemand anderem die Ergebnisse von meinem Experiment. Niemand sprach mit mir. Der Chef sagte „Ich muss nachdenken.“ und schloss die Tür zu seinem Büro hinter sich. Das macht er sonst nie.
Die GEZ-Scheiße ist immer noch nicht vorbei. Es lässt einen schier verzweifeln, obwohl das alles über nen Anwalt läuft. Trotzdem: zum dritten Mal die Ummeldebestätigung aus September ’13 scannen, weil die jetzt behaupten, ich sei „laut Ihrer Unterlagen“ ja mindestens bis April ’15 beitragspflichtig, ist überaus nervtötend. (Ich auch übrigens völlig alleine. Herr Rabe wurde noch gar nicht mit 7000 €- Nachforderungen beglückt. WARUUUUUM???)
Nach einer Odysee der Nachbarschaftskommunikation über Nachrichten-Gruppen habe ich endlich Feuerholz bestellt. Es wird nächste Woche geliefert. Der Holzmann (nicht der vom letzten Jahr!) will wissen, ob er noch mehr liefern soll. Meine Motivation, das gerade so geschlossene Fass wieder aufzumachen und zu fragen, ob wer noch mehr Holz haben will, geht gegen null.
Ich wollte für Herrn Rabe was ganz tolles zu Weihnachten nach Deutschland bestellen, also so dass wir das jetzt im Oktober mitnehmen können, und das gibt es (noch?) nicht.
Michel hat übernächste Woche schon Geburtstag. Aaaahhhh!!! (Noch kein Geschenk besorgt, er soll nen Schwimmkurs kriegen, aber man kann sich noch nicht anmelden, Partyplanung hab ich so halb wegdelegiert an M., deren Sohn und bester Kumpel von Michel die Woche drauf 5 wird, wir wollen eventuell zusammen feiern, die Gäste wären wohl eh zu 90% redundant und Norweger haben absolut kein Problem mit Vorfeiern.)
Michel sorgt sich immer noch über Kampfflugzeuge und ob wir im Falle einer Flucht wohl Spielzeug und alle (!) unsere Bücher mitnehmen könnten.
Pippi mag nicht einschlafen im Moment, ich glaube sie weiß selbst nicht so ganz, was sie will, mal will sie raus aus der Trage, dann will sie wieder auf den Arm, dann Trage, aber bitte mit Mama in den Hals kneifen, dann schlägt sie mich plötzlich oder dreht meinen Kopf weg, dann schlingt sie wieder ihre Ärmchen um meinen Hals und zieht mich ganz nah ran: das ist alles sehr wirr. Das geht dann so zwanzig Minuten, dann schläft sie doch ein und dann erstmal wie ein Stein.
Ich habe gestern mein Fahrrad repariert. Das Hinterrad hatte sich nach vorne geruckelt, ich nehme an eine ungute Kombi aus Anhänger und Kopfsteinpflaster ist schuld. Gestern war ich dann doch etwas panisch und ließ das Rad zu Hause, fuhr mit dem Bus zur Arbeit und ging zu Fuß zurück. Reparierte unter Einsatz aller meiner Muttisport-gestählten Muskeln das Rad und fuhr heute mit gutem Gewissen und festem Reifen wieder Fahrrad.
Ich machte Pizza und wollte zwischendurch alles hinschmeißen. Kack Teig, einen Tacken zu klebrig, dann hings am Schieber fest, Käse auf meinem schönen Backstein. Hrmpf. Aber lecker. Sogar Michel aß ein Stück eines Stücks weißer Pizza mit Lachs, gegrillter Zucchini und frischem Rosmarin. Ich konnte meinen Augen kaum glauben.
So müde, dass mir die Augen zufallen. Gute Nacht!
Tag 406 – Energieloch.
Ich bin eine Eule. Ich finde das an sich auch nicht schlimm, nur leider hat der Kindergarten nur bis 16:30 auf, davor müssen 8 h Arbeit erledigt sein, deshalb muss ich völlig gegen meinen Biorhythmus (und den meiner Kinder) mitten in der Nacht aufstehen, die Kinder wecken und sie zum Kindergarten bringen. Das bezahle ich doppelt und dreifach teuer: morgens komme ich kaum aus den Federn. Dann bin ich sehr langsam, sodass das morgendliche Fertigmachen ewig lang dauert (dauert es wirklich, das ist nicht nur Gerede. So an die zwei Stunden von Weckerklingeln bis Haus verlassen.). Bis ich bei der Arbeit bin bin ich dank frischer Luft und so doch meist wach und arbeite dann auch effektiv: bis etwa 14:00 Uhr. Da ist das erste kleine Loch, das wird konsequent mit Kaffee gestopft und dann geht’s noch mal für zwei Stunden. Dann muss ich ja eh nach Hause (meistens jedenfalls) oder die Kinder abholen, nochmal Bewegung und frische Luft lassen mich dann bis ca. 18:00 Uhr ganz gut durchhalten und dann kommt das richtig große Energieloch. Um 19:30 bin ich soweit, dass ich im Stehen oder vermutlich auch im Gehen (oder Pippi in den Schlaf schaukeln) augenblicklich einzuschlafen drohe. Ich gehe aber fast nie dann schon ins Bett, wegen Me-Time und To-Do-Liste und vermutlich noch drei bis vier Anglizismen, die mir grad aber nicht einfallen. (Einzige Ausnahme sind die (vielen) Male, in denen ich bei einem der Kinder mit einschlafe. Und da bin ich hinterher immer grantig, weil ich da unbequem liege/sitze/hänge und mir nach so nem Nickerchen dann alles weh tut und außerdem: die Anglizismen.) Und um 20:30 drehe ich dann nochmal auf, bis gegen 23:00 Uhr. Vor halb zwölf schlafe ich fast nie und jeden Tag um sechs bereue ich es wieder.
Es wäre so schön, wenn Gleitzeit echte Gleitzeit wäre. Ich glaube ich könnte total gut konzentriert von ca. 11:00 Uhr an acht Stunden arbeiten (mit Essenspausen halt, Sie wissen was ich meine). Wenn ich erst um neun Uhr aufstehen muss, reicht mir auch eine Stunde locker um mich fertig zu machen (und wegen besserem Nervenkostüm geht dann auch mit den Kindern alles besser und schneller), und wenn ich um Mitternacht im Bett war, reicht der Schlaf immernoch mehr als dicke aus. Ach ja, ach ja. Es wäre so schön…
Tag 405 – Gnääääääähhhh.
Erwarten Sie heute bloß keinen Content. Der Tag war ein Brei aus krankem/nicht-krankem Kind (Die Fiebermesspolitik. Sie erinnern sich? Heute probierten wir es, nach nicht mal 10 Minuten bei der Arbeit klingelte mein Telefon: 38,1. Als wir zu Hause ankamen waren es 37,9, ja ich weiß, das ist erhöhte Temperatur, aber Pippi war quietschfidel, futterte die ganze Zeit, spielte und lief (!) herum, sie wirkte auf mich einfach nicht krank. Aber Fieber ist Fieber. Seufz.) nach Nacht mit kaum Schlaf weil eben jenes Kind auf mir drauf lag und mir in den Hals kniff. Da war ich doch froh um die halbe Stunde Mittagsschlaf, die mir nach Arbeitsemails beantworten und was essen noch blieb.
Für die Twitter-Problematik habe ich eine nicht ganz befriedigende Lösung gefunden, da sind jetzt alle Interaktionen mit Leuten, denen ich nicht folge, stumm. Dadurch verpasse ich bestimmt auch interessante Dinge, aber vor allem muss ich mir nicht zum 1000sten mal anhören, dass das Kleid doch schön ist und überhaupt, da sind Neuronen drauf, das weiß ich ja sicher nicht. Ich schätze mal ne Woche, dann regt sich das Internet über was anderes auf und ich kann die Benachrichtigungen wieder anschalten.
Apropos aufregen: ich regte mich ja mal über die Phrase „Erziehung ist Gewalt“ auf. Sehr sogar. Dazu hat jetzt die Ökohippierabenmutter einen wie ich finde ganz tollen Text geschrieben, dafür noch mal viel Liebe! (Und das sagt hier eine, die sich geschworen hatte, ganz sicher nie mehr irgendwas von so Unerzogen-Vögeln zu lesen.) UPDATE: ich wurde darauf hingewiesen, dass manche wirklich wirklich überhaupt gar nix zu Unerzogen lesen wollen und dass ich nicht ganz klar gemacht hab, dass der verlinkte Text davon handelt. Also: TRIGGERWARNUNG! Unerzogen! TRIGGERWARNUNG!
Tag 363 – Schlaf.
Bin erst bei Michel, dann bei Pippi im Bett einfeschlafen. Ich bin so müde, ich schlafe auch auf 1,40 m. Jetzt großes Bett, schlafe einfach weiter. Nachti, Welt.
Tag 346 – Geschafft.
Heute so:
06:45 Pippi ist wach. Nicht schlimm, der Zeitplan für heute ist eng getaktet.
07:15 Brühstück überbrüht, Pippi gewickelt und angezogen, selbst auf dem Klo gewesen. Pippi ist nörgelig.
07:45 Pippi ist wieder eingeschlafen – auf mir. Wir kuscheln und ich lese dabei meinen Feedreader leer.
08:15 Ich bringe Pippi wieder ins Bett.
08:20 Während ich Brotzutaten abwiege, kommt Michel angelaufen. Danach meine Schwägerin. Ich wiege und knete und so.
09:00 Frühstück ist fertig, Michel hat Kohldampf, Herr Rabe und Pippi müssen erst noch geweckt werden.
09:10 alle sind endlich beim Frühstück. Alle außer mir: ich muss das Brot wirken und Brötchenzutaten abwiegen (eng getaktet!)
10:00 Mit dem Frühstück fertig. Brot einschießen. Zwischendurch den Brötchenteig immer mal wieder kneten.
11:00 Brot ist fertig.
11:30 Brötchen wirken und formen. Platenkuchenteig ansetzen. Ich fange an die Familie aus dem Haus zu beschleunigen.
11:50 ENDLICH sind alle weg. Ich räume auf.
12:30 Brötchen Ladung eins einschießen. Mit zunehmender Hektik aufräumen und saugen. Frei rumfliegendes Gedöns, ca. 12 Paar Schuhe von mir und die gefühlten tausend Kramboxen von Herrn Rabe werden ins Schlafzimmer geworfen und die Tür zugenagelt.
12:50 Brötchen fertig. Platenkuchenteig irgendwie aufs Backblech kriegen. Sehr viel Fluchen. Unschöne Haar-Staubschicht vom Waschbecken grob abwischen. Zwischendurch ruft Herr Rabe an und will Sachen wissen. Ich würge ihn ab.
12:55 Brötchen Ladung zwei einschießen. Weiter hektisch aufräumen.
13:00 Im Affenzahn unordentlich die Beine rasieren. In noch größerem Affenzahn duschen.
13:15 Brötchen fertig. Haare Föhnen, Gesicht einkremen, huschhusch MakeUp drauf. Mein Kleid hat einen Fleck (Schnodder? Sabber?) auf der Schulter. Plan-B-Kleid überwerfen.
13:20 Herr Rabe und Pippi sind wieder da. Pippi schläft. Herr Rabe tut Dinge.
13:25 Herr Rabe beginnt, die Geburtstagskrone für Pippi zu basteln. Ich drücke Dellen in den Platenkuchenteig, verteile dann Unmengen Butter drauf, bedecke alles mit (wie sich später herausstellen wird zu wenig) Zucker und Mandelblättchen.
13:35 Platenkuchen in den Ofen schmeißen. Es klingelt. Es sind nicht Michel und die Schwägerin, leider, sondern meine Kollegin A. mit 2-Jähriger Tochter.
13:45 Mit Kollegin unterhalten und derweil blind Haarwachs in die Haare schmieren. Es klingelt wieder: Michel und Schwägerin.
13:55 Michel dazu überredet, die Joggingbuchse gegen eine lochfreie Jeans einzutauschen. Platenkuchen fertig. Ist etwas zu braun geworden, sieht aber sehr lecker aus. Obendrauf wird ein Becher Schlagsahne verteilt, das zischt schön in den kleinen brutzelnden Butterseen. Pippi wird wach und von Herrn Rabe ins Geburtstagskleid umgezogen.
14:05 Ich mache Kaffee und es klingelt. Die letzten Gäste. Puhhhhh.
14:30 Alle haben Kaffee und scheinen zufrieden. Ich schneide die Brownies und den Platenkuchen, packe alles auf Teller, die Kinder (3, 2 und 2 x 1) nehmen glücklich die Bude auseinander.
14:40 Singen, Kaffee, Kuchen. Reden. Geschenke auspacken. Schön.
16:00 Die beiden einjährigen sind nölig und müde. Pippi möchte stillen. Die letzten Gäste gehen nach Hause.
16:20 Familie Rabe kollabiert geschlossen auf dem Sofa. Pippi stillt und döst dabei ein bisschen rum. Wir gucken Shaun das Schaf auf Netflix. Die Schwägerin schläft ein. Ich beantworte Geburtstagsglückwünsche.
17:00 Huch, so spät schon? Wir beenden das Fernsehen. Herr Rabe räumt ein bisschen auf, ich wickle Pippi, Michel geht nochmal aufs Klo.
17:50 alle sind wieder abmarschbereit.
18:05 Ankunft im Restaurant. Essen. Musik aus Lautsprechern, fordernde, hungrige Pippi, laute Gespräche am Tisch hinter uns, Gespräche an unserem Tisch: mein System meldet Reizüberflutung.
18:25 Vorspeise. Und Bier. Ab da geht’s. Das Essen ist sehr lecker. Pippi tunkt ihren Zeigefinger in meine Soße und leckt ihn dann ab. Das ist sehr niedlich. Michel schläft fast auf der Bank ein.
19:50 Das Essen ist vorbei und wir gehen nach Hause. Auf dem Weg lese ich meine WordPress Nachrichten und seufze innerlich etwas auf.
20:10 Pippi ist im Schlafi und hat Zähne geputzt, ich gehe mit ihr ins Schlafzimmer. Sie schläft nach 5 Minuten Stillen wie ein Stein. Ich beantworte Blog-Kommentar-Kommentare. Dann fange ich an, den Eintrag von heute zu schreiben.
20:45 Michel, im Schlafi, Zähnegeputzt und Vorgelesen kommt ins Bett.
21:00 Jetzt. Michel hampelt und erzählt immer noch. Wo nimmt er diese Energie her? Ich könnte auf der Stelle einschlafen.


