Michel wurde heute zum ersten mal von einem KiTa-Kumpel direkt nach der KiTa mit nach Hause genommen. Das war für uns alle sehr aufregend. Für mich weil er so schnell groß wird und bestimmt ist es in anderen Familien cooler, fremde Eltern schimpfen tendenziell nicht so viel mit einem wie die eigenen, ich weiß das noch. Also vermutlich wird er bald ausziehen wollen, wenn er erstmal raus hat, wie viel cooler es in anderen Familien ist. Für Michel war es auch aufregend, weil erstes Mal und total cool mal nicht die eigenen Eltern und den Kumpel hat er auch sehr gerne und der hat sicher auch total tolle Spielsachen. Was mich beruhigt hat: die Eltern des Kumpels, die mir eh immer schon recht entspannt erschienen, waren ganz gelassen und brachten Michel sogar zurück (die wohnen in einem anderen Stadtteil, der Sohn geht zu der KiTa, weil es so eine supertolle KiTa ist und der Papa an der Schule nebenan arbeitet). Michel kam rotwangig-glücklich zurück, hatte einen Ketchup-Rand um den Mund und erzählte ganz aufgeregt, der Kumpel, der hat gar kein eigenes Zimmer, der schläft bei seinem Papa und seiner Mama. Und eine Katze haben die auch und die hat er gestreichelt und die hat ihn umarmt. Was auch immer das heißt. Auf jeden Fall eine rundum positive Erfahrung für alle. Das nächste Mal dann bestimmt auch ohne, dass ich ab halb sieben alle 30 Sekunden aufs Handy gucke, wie spät es ist und vielleicht hat der andere Papa ja geschrieben, dass sie da sind und Michel im Auto eingeschlafen ist.
Sie werden so schnell groß
Tag 327 – Schlafen wie ein Baby, wer will das schon?
Pippi ist vom Wochenende total geschafft. Gestern waren wir auf einem ersten Geburtstag und da fiel der Mittagsschlaf bis auf 5 Minuten im Auto für sie aus. Als wir dann nach Hause fuhren, schlief sie natürlich wie ein Stein ein und wir mussten sie zum Abendessen wecken, was sie uns ziemlich übel nahm. Die Nacht war dann furchtbar. Dauergestille vom Feinsten. Das heißt, sie stillt ja nicht mehr richtig, und das Dauergenuckel habe ich auch scheinbar erfolgreich unterbunden. Also nuckelt sie kurz, ich docke sie ab, sie rollt sich weg und schläft weiter. Aber letzte Nacht wollte sie halt jede Stunde (oder öfter?) kurz Nuckeln. Vielleicht lag es auch dran, dass sie, scheinbar angepisst, weil ich auch das Kneifen und Kratzen nicht möchte, nach ausgiebigem Stillen dann erst noch herumlabern und zappeln wollte, bevor sie ohne Brust einschlief. Neben mir, einfach so. Vielleicht war das noch zu viel Neues. Jedenfalls war sie heute auch einfach k.o. und machte zwei Stunden Mittagsschlaf auf Herr Rabe. Danach war sie den ganzen Nachmittag wach, ohne das sonst übliche zweite Schläfchen.
Ich glaube langsam, dass sie sich auf den Kindergartenrythmus vorbereitet. Ein ausgedehnter Mittagsschlaf, ansonsten Spielen, Quatsch machen, Sachen lernen. Abends dann nach dem Essen direkt ins Koma fallen.
Mir solls recht sein. Solange ich irgendwann auch mal wieder etwas Schlaf am Stück kriege.
Tag 279 – Schauen Sie mal!

Mein kleiner Zwerg. Setzt sich zum ersten Mal auf ein Fahrrad, lässt sich Anschwung geben und flitzt davon. Ich bin so stolz. Ehrlich.
(Der war doch auch eben noch so klein! Wann ist denn aus meinem kleinen Speckbaby, das beim Essen dauernd eingeschlafen ist, ein Fahrrad fahrendes Kleinkind geworden? Ey, der hat schon Schuhgröße 27!)