Tag 1269 – Supermus.

Michel hat uns heute sein Malheft aus dem Hort gezeigt. Es ist sehr niedlich alles. Ich glaube, hier hat er unser Haus gemalt:

Es ist nämlich so: unser Garten ist halb rund und neben dem Haus (Check), vorm Haus steht direkt eine Straßenlaterne (Check) und unsere Fenster haben Kreuze drin (Check).

Dann gibt es wohl neues von Supermus:

Man erkennt es am Cape. Vielleicht ist es auch ein Meerschweinchen oder ein Igel, auf jeden Fall mit Cape also ein Superheld.

Noch ein paar Bilder von unserem Essen heute, einfach weil es so lecker war und ich, die ich nur alle Jubeljahre Fleisch zubereite und für jeden Pups erst im Internet nach Rezepten suchen muss, das doch ganz gut hingekriegt hab. (Vegetarier*Innen können nach den Maiskolben aufhören zu lesen.)

Das kann ich noch ohne Rezept. Sous-vide Maiskolben (klingt viel besser als „waren in so ner Vakuumverpackung und da drauf stand ‚vor dem Servieren 3-5 Minuten in kochendes Wasser legen, dann aufschneiden‘, also hab ich das so gemacht“) und Butterkartoffeln.

Sabber, Sabber

Medium-Rare. Für’s nächste mal (in fünf Jahren dann) hier die Mischung aus verschiedenen Tipps aus dem Internet

  • Backofen vorheizen, 150 Grad, dazu auch schon einen Teller reinstellen
  • Fleisch wirklich heiß anbraten, 1 Minute pro Seite. Fettspritzerschutz nicht vergessen
  • Mit Zange umdrehen
  • Soeben angebratene Seite mit Salz und Pfeffer würzen
  • Wenn beide Seiten angebraten und gewürzt sind: in den Ofen auf den Teller. 5 Minuten ca.
  • Draufdrücken: sollte etwa so fest sein wie die Nasenspitze
  • Fertig. Achtung: heißer Teller sieht aus wie kälter Teller.

Omnomnom. Das war wirklich sehr lecker. Und so simpel.

Tag 1008 – Glitzer drauf.

Nachdem ich mich ja eigentlich nur Schminke, wenn es mir gut geht, habe ich in den letzten Tagen die Konditionierung so gut es ging genutzt und mich geschminkt, um mich besser zu fühlen. Ging so halbwegs. Weil Glitzer aber ja bekanntlich gegen alles hilft, habe ich mir heute im Sonderangebot diverse Glitzerschminkdinge gekauft. Und Rasierklingen für 1/3 des Geldes, was ich dafür in Norwegen bezahlen müsste.

Auch gut hier: sehr viel gutes Essen. Für nicht gerade billig, dafür guten Rotwein dazu (gestern) oder auch für, für norwegische Verhältnisse, spottbillig und gutem Bier dazu (heute und vorgestern). Das macht zwar nicht alles gut, aber schon etwas besser.

Jetzt ins Bett. Müdemüdemüde. Augenringe bis zum Kinn. Und das im Urlaub.

Ach so, bevor ich’s vergesse: Kommentare, die ganz offensichtlich nur dazu gedacht sind, mich zu verletzen, schalte ich nicht frei. Wenn mir jemand auf die Türschwelle kackt, putze ich das ja auch weg, nicht wahr? Das können Sie jetzt total fies finden und „Zensur!“ rufen, das ist ihr gutes Recht, genauso wie hier einfach nicht zu lesen. In diesem Sinne – bussi.

Tag 501 – Top vorbereitet…

…wären wir, wäre Heiligabend übermorgen. Aber immerhin ist es fast gar nicht unsere Schuld, sondern die der blöden Hippe an der Fleischtheke, die unser extra vorbestelltes Krustenbraten-Stück derart zermetzelte, dass ein Alternativplan hermusste. Ehrlich, die Norweger können dann am Ende eben doch wieder nur Ribbe. Apropos Ribbe: wie oft ich in den letzten Wochen den Satz gehört habe „Ich mag eigentlich gar keine Ribbe, aber mein Mann/meine Frau/meine Mutter/die Tradition (!) will es so…“. Haben die alle keine Eier? Also mal ehrlich. Ich esse doch als erwachsener Mensch nicht an Heiligabend irgendein Zeug, das mir nicht schmeckt! Geschweige denn, dass ich es zubereite! Ach so: Ribbe ist, wie der Name vermuten lassen mag, Schweinerippe, am Stück und mit Schwarte gebraten. Meistens ist es unheimlich viel Fett und unheimlich wenig Fleisch, als ‚Soße‘ dient das beim Braten ausgelassene Fett (echt wahr und ja, börgs.) und die Schwarte ist auch meistens ganz schwammig und eklig und gar nicht knusprig. Alternativ gibt es in norwegischen Haushalten Pinnekjøtt, das ist echt lecker und wir werden das am 1. Weihnachtsfeiertag essen. Das ist gepökeltes Lamm, dass dann gewässert und anschließend über Birkenstäbchen lange gedünstet wird. Klingt komisch, ist aber lecker. Diese Zweiteilung Ribbe/Pinnekjøtt ist so deutlich, dass die Kassierer der Rema-1000-Supermarktkette dieses Jahr zur Adventszeit Pullis hatten mit „Team Ribbe“ Bzw. „Team Pinnekjøtt“ -Muster. Selbstironie mag ich ja. 

Hupsi, abgeschweift. 

Also jedenfalls gibt es morgen bei uns Pulled Pork, mit selbstgemachter Barbecue-Soße aus selbstgemachtem Ketchup. Ich habe noch nie Ketchup selbst gemacht. Es ist auch wirklich nicht schwer, aber es dauert. Ewig. Slow Food und so. Er ist auch wirklich lecker (das nächste mal lasse ich die Paprika weg, eine Paprika auf zweieinhalb Kilo Tomaten und man schmeckt die so raus, meine Güte! Aber für Barbecue-Soße passt das ja.) aber am Ende verzögerte das und die Brühe, die eigentlich zusammen mit dem Braten im Ofen quasi entstehen sollte, eben unseren Zeitplan. Und das Marinieren des Bratens. Und überhaupt alles. Aber immerhin: die Geschenke für die Kinder und der Staubsaugerroboter sind seit gerade verpackt, der Ketchup hat eine Ketchupartige Konsistenz, der Rotkohl ist fertig und lecker und die Kartoffeln für Klöße vorgekocht. Sie sagen jetzt: Rotkohl und Klöße zu Pulled Pork? Und ich sage: mein innerer Monk verkraftet mehr als eine kurzfristige Änderung am Menüplan nicht. Fertig.