Tag 185 – #12von12 Februar ’16 ‚Samfassung

Ein ungemein fauler und doch ganz toller Tag.

Ein kleiner Speckmurch kriecht da rum und hat fast nix an. Schmacht…


Erstmal Frühstück. Danach schlief Pippi bei ihrem Frühstück ein.

In fremden Küchen Kaffee suchen. Immer wieder ein Abenteuer.

Und sie schlief, und schlief, und schlief…


Ich bin so neidisch auf diese Badewanne und wäre gerne baden gegangen, aber mit Pippi, der Meckermaus, war das heute nicht drin:

Erst mal Duschen. Meh.

Es schneite ein bisschen, deshalb die schrumpelige Regenpelle auf den Kinderwagen gemacht. Pippi fands toll.


Pizza mit Babybauch:


Pippi hatte sich zwischenzeitlich in eine missliche Lage gebracht, weil sie aus dem Sitzen nicht wieder von selbst rauskam. Da kann man schon mal sauer werden:


Die fertige Pizza. Lecker wars.


Heute klappte das mit der Katze und Pippi schon besser. Die Katze wird aber nicht gern am Ohr gezogen, deshalb wurde das Experiment dann doch irgendwann durch die Katze beendet.

Katzen-Baby-Zusammenführung.

Pippi hat heute kurzerhand das Feature „Krabbeln“ freigeschaltet und ich bin fast geplatzt vor Stolz. Mein kleines Baby ist jetzt ein Krabbelmäuschen. Hachz.

Sie KRABBELT! (Direkt aufs Katzenfutter zu.)

Da hat sich wohl jemand etwas Freiheit verschafft:


Morgen muss ich wirklich fies früh aufstehen, damit ich um 08:02 Uhr meinen Zug zu Michel und Herrn Rabe erwische:

Meh.

Mehr 12von12 und was das überhaupt soll gibt’s wie immer beim Kännchen-Blog.

Tag 184 – Nur ganz kurz

Nach einer Dauerstillennacht ein gemütliches Frühstück genossen und dann in die Stadt gefahren um Freundin N. zu treffen. Treffen mit Freundin N. gehören zu der Kategorie Dinge, deren Vorhaben man erst nach erfolgreichem Abschluss bekanntgibt, weil wegen Murphy und so. Das Treffen hat aber stattgefunden, war sehr schön und ich musste mal wieder etwas wehmütig feststellen, dass auch N. zu den Menschen gehört, die ich viel zu selten sehe. 

Danach nahtloser Übergang zu Abend verbringen mit M. und E. und unserer Gastgeberin A. Leckeres Brot und Guacamole und eine Lieferung mit verrückten Skiern und einer kleinen Pappbox, die von Pippi zum interessantesten Ding EVER auserkoren wurde, inklusive. Sie war so begeistert, dass sie tatsächlich 2 wackelige, aber eindeutig als solche erkennbare (A. hat es auch gesehen und bestätigt, es ist also nicht nur das rosarot unterlaufene Mutterauge, dass Dinge sieht!) Krabbelschritte machte. Hach ja. 

M. brachte uns dann nach Hause, leider begleitet vom Schreikonzert einer aus irgend einem Grund sehr missgestimmten Pippi. 

Jetzt Bett. 

Morgen mal gucken. Erstmal sehen, wie die Nacht wohl wird…

Papartikel – Mit Michel allein zu Haus

Warum?

Michel, ca. jede zweite Äußerung

Meine liebe Frau Rabe ist in Oslo und Michel liegt schon längst selig schlafend im Bett. Eine gute Gelegenheit um hier auch mal ein bisschen zu bloggen, nicht wahr?

Beginnen möchte ich gestern Nachmittag am Kindergarten, dort habe ich wie an allene anderen Tagen auch Michel abgeholt. Er war wohl die letzte Stunde etwas müde und weinerlich gewesen, aber als ich Eintrat war alles gut. Also Michel eingepackt, auf dem Kindersitz festgeschnallt und ab nach Hause geradelt. Zu Hause im Flur dann folgendes Gespräch:

Wo Mama is?

Mama ist doch heute morgen nach Olso gefahren.

Warum?

Um dort A. zu besuchen.

Ich auch A. besuchen! Weißt du?

Ja, das kann ich gut verstehen, aber das ist ganz schön weit weg.

Warum?

So verlaufen zur Zeit die meisten Unterhaltungen mit Michel.

Der Rest vom gestrigen Tag verging mit Essen vorbereiten (Michel schaute solange Sendung mit der Maus). Er freute sich sehr, dass es Nudeln gab und nahm mindestens 4 mal nach. Da er schon seit dem Kindergarten doch sehr matt war, überraschte es mich auch nicht, als er um halb sieben direkt zustimmte ins Bett zu gehen. Dort schlief er auch zügig ein. So verbrachte ich den Rest des Abends dann hauptsächlich auf der Couch vorm Kaminofen. Bis Michel um kurz nach 10 schlaftrunken aus seinem Zimmer torkelte und verlangte im großen Bett weiter zu schlafen. Also zog auch ich mir fix einen Schlafi an und ging schlafen.


Der heutige morgen verlief eigentlich ganz gut. Ich konnte in Ruhe duschen und Frühstück machen und dann Michel aufwecken. Er brauchte etwas Zeit um richtig wach zu werden, aß dann aber fröhlich mit mir zusammen Frühstücksgrøt. Danach noch schnell anziehen, Zähneputzen und fix mit dem Rad zum Kindergarten gefahren. Danach auf zur Arbeit. Dort war es wie meistens unspektakulär. Bis um viertel vor zwei Frau Rabe mich anrief um mich zu informieren, dass sich der Kindergarten bei ihr gemeldet hätte – Michel sei irgendwie sehr traurig, klage diffus über Bauchschmerzen, aber hätte weder Fieber noch sonstiges. Also rief ich den Kindergarten an und wurde gebeten Michel heute doch bitte eher abzuholen.

Also programmierte ich ein bisschen weiter – quasi noch den Gedankengang zu Ende gebracht – und meldet mich dann bei meiner stellvertretenden Team-Leiterin ab. (Mein Teamleiter war heute selber wegen krankem Kind zu Hause geblieben.) Jedenfalls wie immer kein Problem und so war ich dann um kurz nach halb drei am Kindergarten.

Michel ging es eigentlich ganz gut, so ganz dringend wollte er dann doch nicht nach Hause und machte beim Verabschieden und Anziehen noch ordentlich Quatsch (die kleine Rübennase :D). Die Kindergarten-Lehrer sagten, er wäre zwischen durch immer wieder sehr traurig gewesen. Sie wüssten auch nicht so richtig wieso.

Auf dem Rückweg fuhren wir einen kleinen Schlenker zu einer Tankstelle, denn ich brauchte mal wieder etwas mehr Luft auf meinen Reifen. Dort also Michel vom Kindersitz genommen und mit ihm die Reifen wieder befüllt. Das ging super zusammen.

Zu Hause angekommen sagte Michel er habe Bauchschmerzen und ich solle ihn doch bitte die Treppe hochtragen. Allerdings trage ich ihn schon länger nicht mehr die Treppe hoch (es sei denn er schläft) und redete ihm also gut zu, doch bitte selber zu gehen. Nachdem er die ersten 5 Stufen die ganze Zeit vor sich hin gejammert hatte, schlug sagte ich ihm vor ruhig langsam zu gehen, wir hätten ja Zeit, am besten wäre er ginge in Zeitlupe. Das war jedenfalls der richtige Schalter, denn die Miene hellte sich sofort auf und es war für Michel gar kein Problem mehr die Treppe hochzugehen.

Den Rest vom Tag haben wir dann Zug gebaut, Duplo aufgebaut und wieder kaputt gemacht, Holz in den Keller geräumt und etwas in die Wohnung geholt, den Kaminofen angefeuert. Dann hat Michel noch gebadet. Dabei spielte sich folgendes ab:

Michel dreht sich in seiner kleinen Badewanne (Stokke Flexi Bath) auf den Bauch und reckt mir sein Hinterteil entgegen – „Papa. Papa, schau her!“ – und macht sich einen Whirlpool. Ich so: „Super! Hast Du gepupst?“ Woraufhin Michel stolz und breit grinste und noch ergänzte, dass es auch ordentlich stinke. Zum Glück hielt ich mich außerhalb der Duschkabine auf.

Im Anschluss hat Michel dann mal wieder Sendung mit der Maus geschaut während ich Essen gekocht habe. Jetzt, wo Frau Rabe mal nicht da ist, lohnt es sich halbwegs Sachen zu kochen, die sie nicht mag. Zum Beispiel Senfsoße. Jamm-jamm. Michel behauptete zwar, er habe großen Hunger, aß dann aber doch nur zwei kleine Soja-Würstchen (extra für ihn gemacht, weil er beim letzten Mal schon die Fischstäbchen nicht wollte) und ließ den Kartoffelbrei links liegen. Danach ging es dann zügig Zähne putzen und ab ins Bett.


Mein Fazit bis hierhin: Michel und ich kommen alleine gut zusammen aus. Er fragt zwar öfters, wo denn Mama sei und wann wir sie denn abholen kämen, aber traurig oder so scheint er deswegen nicht. Läuft also ganz gut.

Was die Bauchschmerzen betrifft, so glaube ich dass er ab und zu etwas Bauchkneifen hat. Jedenfalls war er heute nach dem Kindergarten zwei mal ordentlich auf dem Klo und seitdem hat Bauchschmerzen nicht mehr erwähnt. Scheint also nichts schlimmes zu sein. Puh!


Gerade bemerke ich, dass ja auch irgendwie Bergfest ist, anderthalb Tage ohne Frau Rabe und Pippi habe ich schon rum, anderthalb muss ich noch. Jetzt werde ich noch Wäsche aufhängen, den Rest vom Kartoffelbrei für mein Lunch morgen eintuppern und dann zügig ins Bett gehen. Morgen ist ja 12 von 12, mal gucken was ich da mache. Bis dahin, gute Nacht!

Tag 183.2 – Oslo mal wieder

Kurzmeldung: wir sind bei A. und A. angekommen, kurz waren wir in Hamar gestrandet wegen irgendwas mit Eis, aber mit einer Stunde Verspätung gings dann doch weiter. Pippi war sehr sehr froh, endlich auf dem Boden spielen zu dürfen, ich war froh über ein sauberes Klo, dass ich sogar alleine benutzen durfte. Pippi interessierte sich dann von meinem Arm aus sehr für die Katze und die Katze für Pippi, also legte ich Pippi vorsichtig vor der Katze auf den Boden, die beiden beäugten sich doch dann bewegte sich die Katze und Pippi brach in markerschütterndes Geheul aus, was wiederum die Katze zu Tode erschreckte. Das probieren wir morgen vielleicht nochmal etwas vorsichtiger. 

Tag 183 – Stöckchen!

Ich sitze gerade im Zug auf dem Weg nach Oslo und werde wohl nicht soooo viel Zeit haben um heute Abend zu bloggen. Aber da Pippi eingeschlafen ist, dachte ich mir, ich könnte ja mal das Stöckchen abarbeiten, das mir die liebe Fledermama schon vor einer Weile zugespielt hat. Einmal um den Globus ist es geflogen und ich hab es tatsächlich gefangen, dabei bin ich im Fangen echt mindestens genauso schlecht wie die Fledermama selbst von sich behauptet. Jetzt ist es gewissermaßen gut abgelagert und bereit, verarbeitet zu werden.

1. Was ist deine Geheimwaffe bei Erkältungen? 

Nasenspray. Ich neige aber sehr zur Nasenspraysucht, deshalb nehme ich das nur zum Schlafen. Aber ich finde, wenn man atmen kann (und nicht nur durch den irgendwann ja auch staubtrockenen Mund) fühlt man sich gleich viel gesünder und frischer. Zudem bilde ich mir ein, dass Stirn- und Nebenhöhlen sich dann nicht so zusetzen, was wiederum etwaige Kopfschmerzen milder ausfallen lässt.
2. Reis oder Nudeln? 

Nudeln. Reis ist ok, aber Nudeln find ich richtig gut. Ich könnte auch fünf mal die Woche Nudeln essen und mache das nur nicht, weil das dann vielleicht doch etwas einseitig wäre.
3. Wie trinkst du deinen Kaffee? 

Mit Milch und etwas Zucker. Wenn es keine Milch gibt, dann schwarz ohne alles. Meistens trinke ich aber Espresso als Kaffee Latte oder Cappuccino. Mit etwas Zucker. Und im Moment leider meistens auch nur lauwarm bis kalt.
4. Popcorn: Süß oder salzig? 

Süß! (Welcher Perversling hat denn salziges Popcorn erfunden bitte?) Ich hab sogar eine Narbe auf meinem rechten Mittelfinger: Da hab ich süßes Popcorn gemacht und der flüssige, karamellisierende Zucker ist mir auf die Hand gespritzt. Das ist jetzt achteinhalb Jahre her und genauso lange kenne ich Herrn Rabe schon :)
5. Wann warst du das letzte Mal in der Kirche? 

Puh, äh, das muss im Sommer 2013 gewesen sein, da waren wir auf einer Hochzeit. Freunde von uns – er Atheist, sie (damals angehende) Diakonisse, das war der längste Gottesdienst meines Lebens. Sie hat alles organisiert und einfach mal ALLE Register gezogen, die die katholische Kirche da hergibt. ZWEIEINHALB STUNDEN!!! Meine Güte, war ich froh, als Michel (damals 10 Monate) nach einer Stunde anfing herumzuquäken und ich mit ihm rausgehen musste… Mit Kirche hab ichs eh nicht so, mit katholischer schon gar nicht und das war einfach zu viel des Guten.
6. Was ist dein Lieblingsobst? 

Oh, das ist schwierig. Eigentlich gibt es kaum Obst, das ich nicht mag. Dafür bin ich wählerisch, was die Beschaffenheit angeht: Birnen dürfen nicht matschig sein. Bananen müssen fast noch grün sein. Äpfel müssen sauer sein. Erdbeeren süß. Pflaumen müssen Zwetschgen sein. Aprikosen dürfen auf gar keinen Fall mehlig sein. Mangos dürfen nicht nach Seife schmecken und nicht zu glibschig sein. Und so weiter und so fort. Herr Rabe ist schon sehr vorsichtig geworden, was das Besorgen von Obst für mich angeht.
7. Wenn du tun und lassen könntest, was du wolltest – wie sähe dein Schlafrythmus aus? 

Ich würde lange schlafen, vermutlich so von Mitternacht bis 10:00 Uhr. Ich brauche viel Schlaf und bin eher eine Eule, leider ist das gesellschaftlich nicht so wirklich akzeptiert und mit Kindern eh gar nicht möglich. Ich freu mich schon drauf, wenn ich in Rente gehe, dann schlafe ich wahrscheinlich erstmal für die letzten 40 Jahre nach.
8. Welche Superkraft hättest du gerne und warum? 

Da hab ich mir noch nie Gedanken drum gemacht… Beamen/Apparieren können wäre total praktisch, allerdings sehe ich da die Gefahr, dass ich nur noch mehr machen würde, ohne die entschleunigenden Zwangspausen durch Wegzeiten. Eigentlich wünsche ich mir manchmal eher ganz menschliche Eigenschaften, die mir irgendwie nicht mitgegeben wurden: Pause machen ohne schlechtes Gewissen, nicht immer jede Äußerung die ich aufschnappe persönlich nehmen oder auf mich beziehen, mehr Geduld im Umgang mit anderen.
9. Welche Staffel von American Horror Story findest du am besten? Alternativ, falls du AHS noch nicht geschaut hast: Warum hast du AHS noch nicht gesehen?! ;) 

Ähem. Was genau ist das? Ist das echt Horror? Dann kann ich das leider nicht gucken, weil ich danach ewig nicht schlafe dank blühender Phantasie.
10. Wo würdest du am liebsten leben und warum? 

Da sag ichs doch mit Die Ärzte: „Ach Schweden ist das schönste Land der Welt… Da wo am Strand die Palmen stehn, da möcht ich jetzt spazieren gehn, weil mir mein Schweden ziemlich gut gefällt.“ Genau genommen in Stockholm, denn das ist eine wunderwunderwunderschöne Stadt in genau der richtigen Größe, am Wasser, mit viel Grün und Kultur und LEBEN. Und Vereinbarkeit und Gleichberechtigung.
11. Wo würdest du gerne mal Urlaub machen und warum?

Wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind würde ich gerne mit Herrn Rabe auf irgend eine kitschige weißer-Sandstrand-blaues-Wasser-Insel in der Karibik düsen und da nochmal heiraten. Nackt. Am Strand. Nur wir. Ok, vielleicht dürfen die Kinder doch auch mit. Mal sehen. Davor werden jedenfalls wohl noch viele Familienurlaube auf dem Bauernhof und dem Campingplatz und der Ferienhütte liegen…

 

Soooo, das wars schon! Da ich aber immer noch meine, dass dieses Stöckchengedön und Awards und was weiß ich im Moment überhand nehmen, höre ich an dieser Stelle auch einfach ganz auf. Keine neuen Fragen (mir fällt im Moment sowieso nur eine ein: Werde ich jemals wieder nicht müde sein? und die ist wohl etwas zu egozentriert.), keine Nominierungen, ich lasse das Stöckchen einfach hier liegen, dann wandert es irgendwann in Michels Stocksammlung und wird eine Angel und dann eine Peitsche und dann ein Piratensäbel und dann eine Bürste und dann…

Tag 182 – Pffffft

Morgen geht’s los nach Oslo und ich hab alles geschafft, was ich vorher geschafft haben wollte. Das heißt: ich hab die Mullwindeln auf den Dachboden gebracht und das Stillkissen auch (das ich eh nur zum Schlafen in der Schwangerschaft benutzt hab, nie zum Stillen), hab den Buggyaufsatz des Kinderwagens mit runtergebracht, hab das „Soft-Kissen“ abgemacht und das als Vorlage für Löcher im Schaffell benutzt, hab Löcher in das Schaffell geschnitten, damit man da die Gurte durchziehen kann, hab die vorgefertigten Löcher im Winterschlafsack (in Deutschland heißt das bloß Fußsack, aber der geht bis übern Kopf, also Schlafsack passt besser. Auf deutsch heißt das übrigens Wagensack.) größer geschnitten und dann den ganzen Quatsch wieder zusammengepuzzelt, also Buggyteil, Kissen, Schaffell, Sack, die Gurte durch alles gezogen und dann Pippi zur Probe reingesetzt. Die fands scheiße, könnte aber auch daran gelegen haben, dass sie müde und hungrig war, weil wir morgens schon bei der 6-Monate-Untersuchung Teil 2 gewesen waren und sie der Gesundheitsschwester natürlich einen vorturnen musste, die alte Angeberin. Also schön: zur Spielzeugkiste gerobbt, reingeschlinst, das Ding umgeschmissen, alles rausgeräumt und besabbert, dann hingesetzt und mit einem Spielzeugtelefon gespielt. Die Helsesøster war beeindruckt. Und Pippi hinterher total fertig. Nach der Kinderwagenaktion haben wir dann eine laaaaaange Sofapause gemacht, danach gings wieder mit ihrer Laune. Abends dann einkaufen, kochen, essen (mit müdem und weinerlichen Michel). Dann Packen, Brote vorschmieren und duschen. Jetzt fehlt nur noch das Übliche: Pippis Schlafi und „Zahnbürste“, mein Handy + Ladegerät, Computer + Ladegerät, Badezimmergedöns, Essen. 

Und jetzt ist aus mir die Luft irgendwie raus. Pfffft. Jetzt merke ich die Müdigkeit wieder. 

Tag 181 – Tauwetter

Ich war heute zu Fuß mit Kinderwagen beim Kindergarten, beim Sport, im Supermarkt und beim Ballett. Angesichts der Tatsache, dass es teilweise  zur Zeit wirklich spiegelglatt ist, finde ich das viel. Die Krönung war auf dem Weg zum Sport: ich muss von der Bushaltestelle aus die E6 überqueren. Also muss ich hoch, über die Brücke, und wieder runter. Leider sah der Weg vom Bus hoch auf die Brücke so aus: 

  
Da wos zwischendurch nicht glatt aussieht: das täuscht, da ist das Eis nur komplett durchsichtig. Ohne das blöde Geländer wäre ich da ungelogen nicht hochgekommen. So habe ich mit der linken Hand den Kinderwagen krampfhaft festgehalten und geschoben und mich mit der rechten am Geländer quasi hochgezogen. Entsprechend tut mir jetzt alles weh, so krampfig war das zu Fuß gehen heute. Das gepaart mit Pippi, die komplett durch den Wind war nachdem sie letzte Nacht schlecht geschlafen hat (ich nehme an, die zwei Kinder unserer Freunde haben sie nachhaltig etwas gestresst) und heute früh sich dann auch noch das erste Mal hingesetzt hat (noch sehr wackelig und mit beiden Armen vorne abstützend, aber eindeutig hingesetzt) und ich bin echt bedient. 

Hoffentlich wird das alles besser wenn wir Mittwoch bis Samstag in Oslo sind. Hihihi. Ich hab nämlich Zugtickets gekauft. Hihihi. Ich freu mich total. Das wird super. Hihihi. Muss nur noch überlegen, ob ich den Kinderwagen vorher noch umbaue: nachdem ich nämlich meiner Freundin gestern gesagt habe, dass Pippi natürlich noch nicht im Buggyteil sitzt, wollte sie heute auf gar keinen Fall flach im Kinderwagen liegen. Aber das sollte das kleinste Problem sein. Erstmal freue ich mich auf Oslo. Hihihi. 

Tag 180 – Wochenende in Bildern 06./07. Februar ’16

Wooohooo, endlich mal wieder ein Wochenende in Bildern! Kommen Sie, schauen Sie, hier gibt es, ähhh, gar nicht mal so viel zu sehen.

Sehr viele weitere Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Geborgen Wachsen.

Los ging es Samstag viel zu früh mit weinerlichem „Huuuuunger!“-Geheul, weil Michel genau weiß, dass das bei uns zieht.

Huuuunger! Ein halbes halbes Brötchen später: Bin fertig, Mama.

 

Nein, kein Zombie-Panda. Das ist der kleine Maulwurf. Am Ende der letzten Sendung mit der Maus wurde Ralf so geschminkt und ich musste das dann auch machen – „Wie im Fernseher, Mama!“ Ich finds so ok. Mehr Übung und ein etwas weniger zappeliges Kind wäre sicherlich hilfreich.

 

Der halb fertige Maulwurf sprang mir zwischenzeitlich auf den Kopf und hinterließ Spuren.

 

Kids in a box.  

 

Sachen einkaufen. Der Schnuller ist nur Deko. Dass Mickey Mouse nur einen Schlüpfer anhat, konnten wir mangels passender Hosen leider nicht ändern, sehr zu Michels Ärgernis.

 

Danach erst mal Käsekuchen backen (nach Twitter-Umfragen-Ergebnis, ohne Boden und für Herrn Rabe auch zur Hälfte ohne Rosinen) und natürlich essen. Pippi kriegt noch keinen Käsekuchen, findet ihre Reiswaffeln aber auch ganz in Ordnung.

Nach dem späten Kaffee hat aber keiner mehr so richtig Bock auf kochen. Deshalb gibt es Reste, Brot und Salat. Michel isst fast das komplette Glas Gurken leer (die guten deutschen, die es nur im Supermarkt am Krankenhaus gibt und die fast 6 € pro Glas kosten…). Pippi isst genüsslich etwas Brot mit Butter.

Pippi Schlafi hat auch nur deshalb keine Füße, weil ich mich an diesen bezaubernden Speckfüßchen nicht sattsehen kann. (Und ja, da liegen jede Menge Krümel und ein Babyspielzeug unter dem Tisch.)

Neue Brötchen gebacken. Zweite Fuhre in der Gare vergessen: Dann werden sie etwas *hust* größer (siehe rechtes Brötchen im Vergleich zum linken Brötchen).

 

Was anderen ihre Graupen sind uns unsere Spülschwämme.

 

Sonntagsmorgenfrühstück. Michel hortet an seinem Platz schon mal die Dinge, die er zu essen gedenkt. Pippi bekommt ein Flugzeug zum Frühstück.

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Nach dem Frühstück und etwas Gammeln und Aufräumen und der Sendung mit der Maus kommt unsere Babysitterin, um Michel eine Weile zu bespaßen. Hier Angelt er vom Bett aus in seinem nahezu unverschämt großen Zimmer.

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Zum Putzen habe ich Pippi das erste Mal auf den Rücken geschnallt. Mit Erfolg, wies scheint. Die Wahl eines Hoodies war zu diesem Zweck aber eher ungünstig. Und das ist übrigens DIE Jogginghose.

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Michel ist vom Spielplatz wieder da, die Babysitterin muss nach Hause und wir sind noch nicht ganz fertig mit Putzen. Aber ist ja kein Problem, wenn man so hilfsbereite Kinder hat.

Ja, auch Putzeimer sind ein ganz toller Robb-Anreiz.

Abendaktion: Der Sohn von Freunden ist 5 geworden und wir wurden zum Resteessen nach dem Kindergeburtstag eingeladen. Michel ist total begeistert vom tollen Zug und den Tonnen von Lego. Die Kinder der Freunde sind begeistert von Pippi, die wiederum ist nicht ganz so begeistert davon, von einer 7-jährigen herumgeschleppt zu werden und ich bin da auch nicht so richtig entspannt. Deshalb gibts auch nur das eine Bild.

Dann ging es unter Protest wieder nach Hause. Übermüdete Kleinkinder sind doch was schönes. Nicht.

Jeder ein schlafendes Kind die Treppe hochgeschleppt und in Betten beziehungsweise Kinderwagenoberteile verteilt (das ist der einzige Ort, außer an mir dran, an dem Pippi schläft), Bier/alkoholfreies Bier organisiert, Füße hochgelegt. Füße wieder runter genommen, noch fix die Wollsachen von Michel gestopft (wie schafft der es bloß immer, überall Löcher reinzubekommen?), Wollwäsche angeschmissen, Herr Rabe entkalkt die Kaffeemaschine, das Wochenende wird verbloggt und dann aber mal alle Mann: Ab ins Bett.

 

Tag 179 – Pass mal auf!

Heute allerhand gemacht. Dank wachem Michel um sieben, der um viertel vor acht dann auch erfolgreich Pippi wachgelabert und -gewühlt hatte, war ja auch genug Zeit. Soviel zum „Hurra, Wochenende, endlich mal schlafen“-Plan. Trotzdem die Hälfte vergessen: Michel braucht neue wasserfeste und trotzdem warme Handschuhe, denn seine haben Löcher an den Nähten und das wars dann mit der Wasserfestigkeit. Haben wir im Laden aber mangels Liste nicht nach geguckt. Nun gut, dann habe ich nächste Woche eine Aufgabe. Falls ich nicht spontan nach Oslo fahre. Das muss ich gleich mal sehen, ob es da eine Möglichkeit gäbe. 

Wir essen ja sehr sehr wenig Fleisch, weil wir Massentierhaltung und den extrem unverantwortlichen Einsatz von Antibiotika in der Tiermast nicht unterstützen wollen. Deswegen haben wir dem Kindergarten erzählt, wir seien Vegetarier und möchten nicht, dass Michel Wurst etc. isst. Der Kindergarten sagte: ok. Ich hegte aber schon länger den Verdacht, dass die das nicht ganz so eng sehen, denn woher sonst soll er wissen, was Salami und was Fleischwurst ist, wenn wir im Supermarkt sind. Wir kaufen das nicht, aber er sagte neulich „Æ liker også salami!“ (Ich mag auch Salami). Nun ja, heute dann beim Essen folgendes Gespräch:

Michel: „Das denn, Mama?“

Ich: „Makrell, Michel, das Gleiche wie aus der Tube, nur eben aus ner Dose.“

Michel: „Kindergarten også (auch) Makrell.“

Ich: „Hmhm. Und was gibt’s sonst noch so zum Essen im Kindergarten?“

Michel: „Wurst.“

Ich: „Wurst?“

Michel: „Hmhm.“

Herr Rabe: „Oder meinst du ost (sprich: ust, Käse)?“

Michel: „Nein, Wurst. Pølse.“

Oookeeeyyyy. Soviel dazu. Nun kann ich ja super gut verstehen, dass da beim Essen ein gewisser Gruppendruck herrscht und dass der Kindergarten sicher nicht riskieren wird, dass ein Kind sich ausgeschlossen fühlt, weil es bestimmte Sachen nicht essen darf. Aber wenigstens hätten sie uns das sagen können. Und wir werden dann wohl mit Michel ein „Wurst wird aus Tieren gemacht“-Gespräch führen in der Hoffnung, dass er etwas besser versteht, wieso wir keine Wurst kaufen. Und ja, er kriegt auch zu Hause manchmal Pølse: aus Tofu. 

Das Gespräch war aber noch nicht zu Ende, es gab noch eine Fortsetzung. Kinder erzählen ja oft auch Quatsch, deshalb wollte ich ihn noch ein bisschen mehr aushorchen, um herauszufinden, ob er das jetzt nur so sagt, weil ihm nix besseres einfällt.

Ich: „Und wenn ihr Obst esst, was isst du da?“

Michel: „???“

Ich: „Ihr esst doch immer Fruktmåltid, was suchst du dir da denn aus?“

Michel: „Banan.“

Ich: „Ah.“

Michel: „Og (und) kiwi.“

Ich: „?“

Michel: „Banaaaaan, og kiwi, og epple… og appelsin. Æ liker alle deler (Ich mag alle Teile). *zählt an seinen Fingern ab* epple… Appelsin… Kiwi… Og banaaaaan!“

Ich: *schmilzt ein bisschen, weil er so unheimlich niedlich ist*

Michel: „Pass ma auf! *hebt seinen Po einseitig an* Kommta Pups! *pupst lautstark*“

Danach lag ich fast unter dem Tisch vor Lachen, was natürlich jede Maßregelung à la Wenn-dus-doch-vorher-merkst-dann-geh-doch-zum-Pupsen-bitte-woanders-hin völlig ad absurdum geführt hätte, weshalb ich sie mir dann auch einfach sparte. Dieses Kind ey. 

Meine Omi ist am Mittwoch 84 geworden, ich hab auch am Mittwoch schon versucht anzurufen, da war aber niemand da, denn, so erfuhr ich heute, sie waren Essen und es zog sich extrem und die Portionen waren so klein und überhaupt, wie kann man denn aus einem Pilz ein Hauptgericht für fünf Personen machen? Dann erzählte sie mir noch von ihren gesundheitlichen Malessen, wie ältere Leute das ja gerne mal so tun und es war dann doch ganz interessant, weil: sie hat eine Makula-Degeneration und ihr wurde ein Medikament gespritzt (ins Auge! Iiihhhhhh!!!), das eigentlich gegen bestimmte Krebsarten wirken soll. Ich weiß gefühlt alles über dieses Medikament, weil haha, damals irgendwann, als ich fest in der Firma angestellt wurde, sollte ich ein eigenes kleines Forschungsprojekt kriegen, damit ich mit meinem Masterabschluss nicht allzu unterfordert wäre (außerdem hatte keiner richtig Bock auf das Projekt, aber es gab irgendwelche Fördergelder dafür, also nehmen wir die Neue, die wär als TA eh überqualifiziert). Mein Teil des Projekts war, das Medikament so sauber zu kriegen, dass man es (theoretisch) Menschen spritzen könnte. Oder vielleicht erstmal Mäusen. Das hab ich auch hinbekommen, die anderen Projektpartner waren leider zum Großteil nicht so erfolgreich, deshalb liegt das vermutlich immer noch in irgendwelchen Schubladen und gammelt da rum, meine schöne Arbeit… Naja egal, jedenfalls war damals der Stand der Dinge: Augenärzte hatten wie auch immer herausgefunden, dass das Medikament super gegen eben Makuladegeneration wirkt. Aber man darf ja nicht einfach irgendwas, was gegen X zugelassen ist, gegen Y verwenden. Es gibt für solche Fälle ein abgekürztes Zulassungsverfahren, man muss ja zum Beispiel nicht nochmal neu nachweisen, dass man davon nicht tot umfällt. Das Ganze nennt sich Off-Label-Use und die Firma, die das Mittel gegen X (eben diese bestimmten Krebsarten in bestimmten Stadien) zugelassen bekommen hatte, steckte grade mitten in diesem zweiten Zulassungsverfahren. Das ist offensichtlich inzwischen durch. Was man nicht alles am Telefon von Omi erfährt.