Tag 1561 – Autschn.

Nun ja, also das mit dem raus und rein der Piercings in den Ohren war nicht so durchdacht. Bei manchen Herstellern ist das ja verboten, weil Schmuck, und ich nehme sie dann echt lieber vorher kontrolliert raus als bei der Inspektion doof aus der Wäsche zu gucken weil kein Werkzeug zur Hand ist. Raus geht ja bei Klemmkugelringen noch verhältnismäßig einfach: Ring mit so einer falschrum übersetzten Zange aufspreizen, Kugel vom Boden aufsammeln, fertig. Rein ist… naja. Schon eher Fummelei. Ring aufspreizen, Kugel reinsetzen, das klingt einfach, ist es aber nicht. Schon mal gar nicht da wo wenig Platz ist. Und an meinem einen Ohr ist wegen der Platzierung und der geringen Größe des Piercings echt wenig Platz.

Also ging ich heute mit eingesetztem, offenem Ring und der vermaledeiten Kugel in einer Plastiktüte zum nächstbesten Piercingstudio und bat um Rat. Ich bekam Rat, der allerdings den Kauf* eines neuen Rings mit einer anderen Schließmechanik ohne eingeklemmte Kugel beinhaltete. Und weil der neue Ring 0,2 mm mehr Durchmesser hat als der alte, musste erst das Loch ein wenig erweitert werden (tat nicht weh) und nun habe ich einen 0,2 mm dickeren Ring drin als vorher und das tut überraschend doll weh.

Oder vielleicht war es auch nicht so klug, den vorher drei Wochen lang auf Faulheit draußen zu lassen.

Wie dem auch sei – nun kann der neue Ring mindestens bis übernächste Woche drin bleiben, dann ist eine Inspektion mit potentiellem Schmuckverbot und direkt im Anschluss muss ich zum MR um Bilder von meinem Nacken machen zu lassen, da bin ich trotz aller Chirurgenstahl-Beteuerungen eh zu feige um Piercings drin zu lassen. Da werde ich also das versprochene „das geht viel leichter auf und zu!“ Mal testen.

Das wird dann auch das erste mal, seit ich es Pfingsten 2003** habe stechen lassen, dass ich mein Zungenpiercing rausnehme. Mal sehen ob ich ohne noch sprechen kann. Und ob die Mär wahr ist, dass das innerhalb von einem Tag zuwächst***.

___

*Ich überlege grade, wann ich das letzte mal Piercingschmuck gekauft habe. Das dürfte so 12-14 Jahre her sein. Dann kann man ja doch mal 299 Kronen investieren.

**das ist gar nicht erst fünf Jahre her

***da glaube ich nicht dran, sofern man nicht grad ne akute Entzündung hat. Dann könnte ich mir vorstellen, dass es so schnell so zuschwillt, dass es sich anfühlt wie zugewachsen und dass das lokal aktive Immunsystem eine rasche Wundheilung besorgt. Aber wir werden sehen. Schlimm wäre es nicht, mein Alter und meine angestrebte Seriosität in Betracht ziehend.

Tag 1560 – Was wollt ihr denn noch?

Achtung, Rant über Sex.

Als Gute Eltern(TM) hat man natürlich ein Familienbett. Anders kann man nicht stillen, und stillen muss man. In diesem Familienbett schlafen Babies mit Schlafsack in einem eigenen Bereich, sonst ist das zu gefährlich. Aber immer nah an der Mutter, versteht sich, das Stillen! Väter erdrücken ja ihre Kinder gern mal, da also nicht. Neben Geschwisterkindern dürfen Babies auch keinesfalls liegen, die sind schlimmer als Väter, quasi kleine Berserker im ja ach so kuschligen Familienbett.

Das Familienbett wird natürlich bedürfnisorientiert aufgelöst, dabei sind die Bedürfnisse der Eltern aber grundsätzlich den Bedürfnissen der Kinder unterlegen. Weil es Kinder sind und weil alles andere eine Ausnutzung der Machtposition der Eltern ist, sorry, Eltern, aber warum habt ihr denn dann Kinder gekriegt?

Als Gute Feministin(TM) und in einer Gesunden Paarbeziehung(TM) lebend hat man natürlich weiterhin Sex, nicht zu viel und nicht zu wenig. Zu viel und zu wenig orientiert sich an einem diffusen Gefühl, das man durch zu viel Fernsehen und tief sitzende vage Erinnerungen an „Liebe, Sex und Zärtlichkeit“ aus der Bravo 1998 bekommt. Besonders als Gute Feministin(TM) habe ich natürlich genau den Sex, den ich haben will, wobei was ich will natürlich niemals vom Patriarchat und der Bravo 1998 gefärbt ist, da stehen wir ja heute drüber, nicht wahr? Ich habe also den Sex, den ich will, mit wem ich will, und wann ich will. Ok, nicht mit wem ich will, also jedenfalls nur wenn das zufällig der Ehemann ist, so als Gute Monogame Ehefrau(TM) und in einer Christlichen Wertegemeinschaft(TM) aufgewachsen.

Als Gute Eltern(TM) hat man aber natürlich keinen Sex im Bett, denn da schlafen ja die Kinder.

Als Gute Nachbarn(TM) hat man auch keinen Sex auf dem Küchentisch oder Sofa.

Als Gute Nachbarn(TM) und! Gute Eltern(TM) hat man natürlich niemals Sex, der irgendein Geräusch verursacht. Wo kommen wir da denn hin!

Aber natürlich eine Gesunde Paarbeziehung(TM), das muss schon sein, Sex ist ein Beziehungskleber, wer keine Lust mehr aufeinander hat hat schon verloren, dann kann man sich gleich trennen, man ist doch dann eh nur noch gute Freunde ohne benefits.

Und die Kinder, die sollen auch möglichst unverklemmt aufwachsen. Heteronormativität auflösen, jede*r Erwachsene darf mit jeder*m Erwachsenen eine Beziehung haben und Sex natürlich auch, wir sind da als Gesellschaft ja jetzt tolerant, es ist schließlich 2019!

Also alle dürfen mit allen alles solange es konsensuell und legal ist und keine Nachbarn belästigt und wir feiern das als emanzipatorischen Akt!

…und dann wird man Eltern.

___

Lasst doch einfach die Leute in Frieden.

Tag 1559 – Schrecklich erwachsen.

Neulich sagte unsere Finanzfrau aus Deutschland, beim jährlichen „Check-Up“, wir sollten mal wieder ein ausführlichere Gespräch führen, nach Hauskauf und mit wahrscheinlichem Verbleib in Norwegen sei das mal ratsam. Bis dahin solle ich mal ein paar Dinge herausfinden, nämlich was in Norwegen passiert, wenn

  • man arbeitslos wird
  • man krank wird
  • man krank bleibt oder sonstwie einer nicht mehr arbeiten kann
  • einer stirbt
  • wir uns trennen

Erquickliche Themen also.

Gott sei Dank habe ich über Twitter jemanden kennen gelernt, die das norwegische Sozialsystem sehr gut kennt. Und die wohnt gar nicht mal so weit von uns entfernt! Also hatten wir heute äußerst netten Kaffeebesuch und jetzt sind wir ein bisschen schlauer, was in welchen Fällen passiert. (Was ich zum Beispiel nicht wusste: wir müssten im Zweifel in Deutschland nach deutschem Recht geschieden werden, die „Kinderverteilung“ würde aber norwegische Behörden involvieren. Alles sehr interessant, solange es hypothetisch bleibt.) Ausgang des Gespräches war, dass ich erstmal recht beruhigt bin. Allein dass wir uns mit diesen Themen befassen ist ja schon was, was nicht viele machen, dann haben wir auch unsere deutschen Altersvorsorge-Verträge und diverse Versicherungen noch, damit sind wir schon besser abgesichert als ein Großteil der Norweger und, was am Wichtigsten ist: abgesehen von Arbeitslosigkeit* lässt einen der norwegische Staat nicht hängen. Bei Arbeitsunfähigkeit, längerer Krankheit, Pflegezeiten usw. ist das soziale Netz da und hält.

Und wenn man jetzt genau hinhört, kann man hören, wie mir diverse Steine vom Herzen fallen.

Vielen Dank, liebes Eplefrøken!

___

*Da ist man ja quasi selbst schuld dran**.

**NICHT! Aber es ist die einzige Erklärung, die mir für die deutlich schlechtere Behandlung von Arbeitslosen gegenüber Kranken einfällt.

Tag 1557 – Zu müde zum Aufregen.

Heute Morgen haute ich was raus, auf das ich eine Reihe Replys from hell erwartete und auch bekam, nämlich, dass ich die Kinder aus dem Bett haben will. Es ist mein Bett, sie sind keine Babies mehr und weiter werde ich das auch nicht rechtfertigen. Irgendwann war ich heute sauer wie ein kleines Kind, weil manchen Leuten einfach nicht auffällt, wann „Aber ehrlich, wenn du eine weitere Decke kaufst und das Bett von Wand zu Wand verbreiterst, ist das eigentlich total gemütlich!“ beim Gegenüber nur noch Wut hervorruft. Tipp: Eskalierende Großschreibung ist ein Hinweis. Das war nicht cool von mir (im wahrsten Sinne des Wortes) und eigentlich diese Art Reaktion ja sogar erwartet (s.o.), weil es einfach immer so läuft bei Elterndiskussionen.

Hmpf.

Aber eigentlich will ich mich jetzt echt nicht mehr aufregen, weil ich nach einem sehr netten Abend im RL, einem vollen Arbeitstag und der einfach mal total beschissenen Nacht so hundemüde bin, dass mir die Augen zufallen.

Vielleicht schließe ich das Schlafzimmer einfach ab und schlafe mit extra dichten Ohropax, damit ich das Schaben an der Tür nicht so höre*.

___

*SCHERZ! Muss wohl dabei stehen.

Tag 1556 – Ahhhhhhhhh!

Ich werd in nur einem Jahr, drei Wochen und vier Tagen auf ein Konzert gehen, von der besten Band der Welt! Ahhhhhhhhh! Und das alles nur dank Little B.! Ahhhhhhhhhh!

(Ansonsten heute so: dolles Gefühl von alle irre, quasi nichts geschafft wegen lauter Zeitfresseraufgaben und Physiotherapie mitten drin. Da aber sehr angenehm* massiert worden und danach wieder ein wenig in Wärmekissen eingepackt herumgelegen. Zurück zur Arbeit und da weiterhin alle irre.)

Ahhhhhhhhhh! Ich freu mich soooooo doll! Hach, hach!

___

*Massage durch Physiotherapeut*Innen ist meist ja nicht sehr angenehm sondern eher so aua. Aber hinterher** ist es besser.

**bis morgen dann, wenn ich von der Massage sicher wieder Muskelkater habe.

Tag 1554 – Keine Bilder.

Ganz ehrlich, mein Tag war so langweilig, ich weiß nicht, wovon ich 12 Bilder hätte machen sollen. Ich bin früh aufgestanden (nachdem ich die letzte Stunde in Pippis Bett geschlafen hatte, weil sich in unserem Bett die Kinder auf mir zu stapeln versuchten), habe Frühstück für die Kinder und Kaffee für die Erwachsenen gemacht, habe mich angezogen, gewaschen und geschminkt, habe Kinder halb aus dem Bad mit Frühstück versorgt und nahezu ohne Motzen mit nur 7 Minuten Verspätung samt Herrn Rabe aus dem Haus bekommen (ok, Herr Rabe hat da auch zu beigetragen) und dann die Meute mitsamt all ihren Schlitten an/in ihren Betreuungseinrichtungen abgeliefert. Herrn Rabe habe ich am Zug rausgelassen. Weil die Züge zu vollen Stunde immer (!) auf den entgegenkommenden Zug warten, der ebenfalls zur vollen Stunde ankommt, habe ich den Zug um 8 noch bekommen, obwohl ich erst um 07:59 einen Parkplatz gefunden hatte. Juhu!

Dann Arbeit, da habe ich zwei Dinge getan, eine war mir wichtig und hat unerfreuliches zutage gefördert, eine war meiner Teamchefin wichtig und hat ebenfalls unerfreuliches zutage gefördert. Über beides kann ich leider nicht genauer schreiben.

Abends im Dunkeln und im Schnee und in der Kälte nach Hause gekommen, ich bin wirklich noch nicht so weit wieder für ein paar Monate draußen nur weißbraungrau zu sehen. Sowohl morgens als auch nachmittags daran gedacht, dass wir vielleicht bald alle ewige Sommerzeit kriegen, wenn die skandinavischen Länder nicht an einem Strang ziehen und das verhindern. Um acht Uhr morgens dämmerte es gerade so, um halb vier, als ich mir ein(ein?) Scone(s?) holte, schon wieder – wo doch immer das Argument ist, man könne noch so lange raus wenn die Uhrzeit zu der die Sonne untergeht, später heißt. Ewige Sommerzeit hieße für uns zur schlimmsten Zeit um 10:20 Sonnenaufgang und Untergang trotzdem um 16:10. Trondheim: 11-15:30. Sonnenaufgang nach 10 Uhr kann niemand ernsthaft wollen. Umgekehrt fände ich gar nicht so schlecht, wenn die Kinder im Juni nicht um 21:30 aus dem Fenster gucken würden und behaupten, Schlafenszeit könne ja noch gar nicht sein, es sei ja noch hell – selbiges gilt für meinen eigenen Biorhythmus, der unsinnig findet, im Hellen ins Bett zu gehen. Aber ich harre da der Dinge, die da kommen, mehr als hoffen, dass auf die Wissenschaft* gehört wird, zumindest hier oben im Norden, kann man ja nicht.

Abends die Kinder ins Bett gebracht. Peppa Pig vorgelesen. Herr Rabe war bei der Sitzung des Räumvereins und stellte fest, dass effektive Meetings in anderen Leben eine eher untergeordnete Rolle spielen. Sowas halt. Alltag halt.

Insgesamt aber kein Tag für 12 Bilder.

___

*ja, Tagesspiegel ist nicht Pubmed. Aber darin finden sich Links für die interessierte Weiterleserin und ansprechend und verständlich aufbereitet ist es auch.

Tag 1553 – Besserer Alltag.

Zurück im Büro. Am Schreibtisch, mit der Maus in der linken Hand (nach wie vor trotz eher bescheidener Wirkung). Aber: ohne Kolleg*Innen, die sind nämlich alle auf verschiedenen internationalen Dingen und das heißt: keine Meetings. Was für ein unglaublicher Luxus das ist! Ich schaffe mal richtig was! Heute habe ich fast einen ganzen Report geschrieben, an einem einzigen Arbeitstag! Es ist fast wie Homeoffice, nur ohne Jogginghose mit Kaffeevollautomat und ohne rufende Waschmaschine und mit einem Fitnessraum im Keller. Den habe ich heute mal wegen dollem Aua in der Schulter für mein übliches Training benutzt (mit Hanteln) und das war sehr gut für die Schulter aber auch nicht so schlau, denn irgendwas war heute komisch. Ob ich zu wenig gegessen hatte (eigentlich ganz normal halt) oder ob das Spirale ziehen am Donnerstag noch so nachwirkt, wer weiß das schon, jedenfalls war es alles irgendwie anstrengender als sonst und mein Kreislauf nicht auf der Höhe. Als ich zwischendurch mal kurz dachte, irgendwer hätte am Radio rumgespielt und es leiser gemacht, dauerte es ein paar Sekunden, bis mein träges Hirn schnallte, dass das Radio völlig ok ist, meine Ohren aber nicht, bzw. die wohl auch, aber dass mein Körper im Begriff war, die nicht-kritischen Systeme runterzufahren, ich also gleich aus den Latschen kippen würde. Aber auch mit der Info „Kreislaufproblem!“ machte mein Hirn in dem Moment nicht viel, sondern veranlasste nur, ruhig stehen zu bleiben, die Hanteln festhaltend, bis das Gehör wieder da war. Dann endlich kam ein Signal an, dass ich die Hanteln weglegen und mich hinsetzen sollte und vielleicht was trinken. Das machte ich auch brav alles und der nette Mann den ich vom Radiopharmakateam kenne, fragte ob alles ok sei und da ging es auch schon wieder. Das ganze Erlebnis war jedenfalls eher unangenehm (auch wenn es sich jetzt lustig anhört) und ich werde in Zukunft zu schätzen wissen, da unten beim Training nicht allein zu sein. „Frau fällt in Ohnmacht und bricht sich mit Hantel den Fuß, wird drei Tage später von Ratten angenagt gefunden“ muss ja nicht unbedingt in der Zeitung stehen.

Tag 1552 – Tag des Ekelgubbels.

Es gibt so Ecken in Haushalten, da sollte man wohl öfter hingucken, tut es aber aus Gründen nicht. Also wir jedenfalls. Obwohl wir vermutlich schon viel öfter gucken als viele andere, aber trotzdem ist es jedes Mal echt richtig schlimm eklig. Die Ecken sind (meiner Meinung nach und bestimmt keine vollständige Auflistung):

  • Das Spülmaschinensieb
  • Das Dichtungsgummi der Spülmaschine
  • Das Flusensieb der Waschmaschine
  • Das Dichtungsgummi der Waschmaschine
  • Der Duschabfluss (und zwar nicht der „oben“, sondern der danach, wo all die durchgeflutschten Haare sich drin sammeln)
  • Generell Abflüsse

In der alten Wohnung hatte ich auch immer ein Grauen davor, die Filter der Dunstabzugshaube zu reinigen, weil das beim Einzug so eine widerliche Geschichte war, aber siehe da, wenn man das alle halbe Jahr mal macht, ist das gar nicht schlimm, das hat es also von der Liste runter geschafft.

Heute hat mich aber der Rappel gepackt und die Dusche und die Waschmaschine sind nun erledigt. Die Dusche… herrje. Ich weiß ja, dass das ganz menschliche Dinge sind, die sich da ablagern. Hauptsächlich vermutlich Hautschuppen, Haare und Seifenreste. Aber dass das so ein ekliger Schlonz werden muss, der sich auch kaum entfernen lässt (weil FETT), ist schon etwas abstoßend. Hier hilft (zum Merken fürs nächste mal) alles in einen Eimer mit Wasser und Kloreiniger stellen und einweichen lassen. Und dann halt schrubben, schrubben, schrubben. Blärgs. Spülbürste hinterher wegwerfen.

Dagegen war das Flusensieb der Waschmaschine ein Spaziergang. Ich hab sogar 10 Kronen drin gefunden, die jetzt aber Michel gehören. Allerdings war die Türdichtung da voller Schmier, der sich gefühlt durch Wischen nur verteilte, aber nicht entfernen ließ. Ich wischte alles Grobe weg, googelte kurz und warf dann 2 Spülmaschinentabs in die Trommel und ließ das 95 Grad-Programm laufen. Das benutzen wir sonst nie (wozu auch). Das half tatsächlich, die Dichtung ist wieder gubbelfrei.

Zusammen mit einem größeren Einsatz im Kinderkleiderschrank und in allen unseren „andere Saison/noch zu groß“-Kisten war das ein haushaltsmäßig produktives Wochenende. Morgen wird eine weitere Tüte Kinderkleidung an die befreundete Familie übergeben, die haben nämlich eine Tochter in Michels Alter, die zwar eher klein ist aber keine Kleider mehr anziehen will (von da kommen also viele Sachen für Pippi) und einen Sohn der ein Jahr jünger ist als Pippi und auch recht klein, alles was Pippi nicht mehr passt (außer Kleider) geht also an die. So haben wir einen lustigen Kleidungskreislauf und sind auch alle cool damit, dass das was nicht passt oder gewollt ist halt anderweitig weitergegeben wird. Wie Kleiderkreisel nur ohne Geld.

Und dann war da noch der Picasso-T-Rex, den Pippi immer wieder neu zusammengebaut hat: und der winzige Rosenkohl, den Pippi eifrig aus seinen Hüllen freigelegt hat:

Und jetzt Augen zu, damit es wenigstens noch sechs Stunden Schlaf werden.