Tag 3931 und 3932 – Soooo…

Ich bin offen gestanden etwas platt. Gestern habe ich nach der Inspektion im Hotel noch etwas weiter gearbeitet, danach bin ich noch mal zum Schwimmbad gegangen und eine viertel Stunde geschwommen (dann tat mein Nacken weh, weil ich ja keine Schwimmbrille dabei hatte) und dann habe ich noch eine sehr lange Weile im Meerwasser-Hot Tub rumgehangen. Den hatte ich Dienstag nämlich vergessen/übersprungen, weil der auch immer so voll war.

Heute endete die Inspektion dann um viertel vor vier. Und es ging auch alles glatt. Nur wollten die Isländerinnen gerne sofort nach Hause. Also verabschiedeten wir uns und ich entschied mich, noch ein paar Mitbringsel zu besorgen und dann in so ein richtiges Lagunen-Spa zu fahren. Die Mitbringsel wurden Lava-Gedöns und das obligatorische Schnapsglas (genau genommen ist es ein Mini-Kelch) für Pippi.

Das Spa war dann… interessant. Ich wollte mit dem Bus hin fahren, lief dann aber die halbe Strecke zu Fuß, weil ich den Anschlussbus verpasst hatte und keinen Bock hatte, zwanzig Minuten doof rum zu warten. Und am Ende war ich in einem äußerst unsexy Industriegebiet und dachte schon, ich hätte mich verlaufen, aber dann war da tatsächlich dieses Spa: https://www.skylagoon.com

Ich habe keine Kamera mit rein genommen, weil WIESO SOLLTE MAN DAS DENN BITTE TUN??? Gut, andere Leute hatten da überhaupt keine Hemmungen. Aber von vorn: man musste duschen, aber nicht nackt. Da war mir klar, dass das eine Touristenfalle ist. Man MUSSTE dann nach der Dusche durch die Lagune schwimmen, um zur Sauna (dem Ritual, das ich gebucht hatte) zu kommen. Das war aber wirklich ganz schön, und auch sehr schön gemacht, eine Lagune in den Stein gehauen. 38 Grad warmes Wasser, vielleicht 1,40 m tief, und mit einer „Infiniti-Pool“- Kante und vielen Sitzmöglichkeiten. Und einer Bar (!!!) im Wasser. Da musste man dann hinwaten.

Aber erst mal war das Ritual angesagt, und das war wirklich nett, aber ein bisschen gimmicky. Es begann mit Tauchbecken (brrrrr) und danach Sauna. Die Sauna mit Panorama war toll! Und es gab zwei verschiedene, eine für laute Leute und die, die gerne Fotos machen wollten. Und eine für die, die schweigend aus dem Panoramafenster glotzen wollten, so wie ich.

Nach der Sauna kam… keine Dusche, sondern kalter Nieselregen aus Düsen. Das war total angenehm, hätte ich nicht gedacht. Da stand man dann einfach ne Weile rum und ließ sich wortwörtlich berieseln.

Dann gab’s nen Salz-Peeling, ausgehändigt von nem richtig ätzenden amerikanischen Typ, der die ganze Zeit indirekt laut kundtat, wie scheiße er seinen Job findet. Ansonsten hat er die andere Angestellte gemobbt. UN. AN. GE. NEHM.

Nach dem Salzpeeling ins Dampfbad und von da unter die Dusche und das Zeug abwaschen. Und das war’s dann auch. Ein bisschen enttäuschend, Ehrlich gesagt, bis auf die Sauna, war das ziemlich überteuert, dafür dass man 70% davon für 1/10 des Preises im normalen Schwimmbad kriegt. Aber was eine neue Erfahrung war: ich habe mir dann ganz dekadent ein bier gekauft. Eines mit Alkohol drin. Und dann saß ich da in der warmen Lagune und trank ein kaltes Bier und sinnierte vor mich hin. Das war wirklich, wirklich schön. Gut, es wäre ohne die ganzen lauten Amerikaner (Touristen) vielleicht netter gewesen. Aber auch so sehr schön, wirklich. Ein bisschen Touristenfalle eben, aber kann man mal machen. Muss man nicht. Kann man.

Und wenn nicht:

Dann eben ins Alljahres-Freibad und da in weniger fancy Hot Tubs rumhängen, aber dafür mit Einheimischen.

Tag 3929 und 3930 – Mehr Spaziergänge.

Gestern:

Hurra, Socken.

Übrigens ist alles hier sehr teuer. Wer denkt, Norwegen sei teuer, kann mal nach Island fahren, da ruckelt sich einiges an Relation zurecht.

Was aber recht billig war, war, was ich danach gemacht habe, nämlich in ein öffentliches Schwimmbad gehen. Ich wusste ungefähr nichts darüber, außer dem, was mal in der Sendung mit der Maus war: dass da ALLE hingehen. Ständig. Mir waren von den Einheimischen Hot Tubs versprochen worden und Hot Tubs habe ich bekommen. Aber was für welche! In verschiedenen Temperaturen, 38, 40, 42, 44 Grad und einer in Meerwasser. Das ganze Ding war letztendlich ein (großes) Freibad, das komplett auf angenehme Temperaturen aufgewärmt war und dann eben Hot Tubs und ein richtig großes Becken mit 38 Grad, in dem man gemütlich abhängen konnte. Dampfbad gab es auch, war aber immer voll. Brauchte ich aber auch nicht. Ich pendelte nur zwischen den verschiedenen Hot Tubs hin und her und spazierte ein bisschen in der 11 Grad warmen Luft rum, um mich mal abzukühlen. In den Hot Tubs guckte ich Leute an und war einfach sehr zufrieden mit allem. Faszinierend, was so ein Babybecken für Erwachsene (und Sonnenschein!) mit einer macht. Und ja: da gehen ALLE hin. Junge, alte, alle Körperformen, Leute, die aussehen, wie Klischee Wikinger*innen, Leute, die andere Sprachen untereinander sprechen. Wie im norwegischen Schwimmbad muss man erst mal nackt duschen, aber anders als im norwegischen Schwimmbad gibt es in der Dusche Spender mit Duschgel und man muss sich auch in der Dusche und bevor man zurück in die Garderobe geht, abtrocknen. Was sehr angenehm war, dadurch war die Garderobe nämlich trocken. Insgesamt war das einfach rundum eine tolle Erfahrung und ich hab richtig die Seele baumeln lassen.

Heute (bei immer noch bestem Wetter, ich bin wirklich ein kleines Glücksschweinchen hier!) bin ich nach der Inspektion an den nordwestlichen Zipfel von Reykjavik gefahren, und bin da ein bisschen rumgelaufen. Da ist ein Leuchtturm, zu dem man aber nicht kommt, und ansonsten ist da hauptsächlich nix und Möwen. Aber wenn man sich umdreht, ist da ein äußerst beliebtes Restaurant. Dort hatte mir die isländische Kollegin netter Weise einen Tisch reserviert (obwohl es eigentlich ausgebucht war) und ich hatte wirklich leckeres Abendessen. Dazu habe ich mich ein bisschen in isländisches, alkoholfreiesarmes Bier verguckt, das ist super lecker. Auch heute hatte ich wieder einen sehr schönen Tag. Vermutlich werde ich jetzt dann auch (verdient) wie ein Stein schlafen.

Schwarzer Sandstrand. Mit den Schuhen oute ich mich direkt als Norwegerin (und als ausgesprochene nicht-Outdoor-Deutsche).

Im Hotel ist mir dann fast die Badewanne übergelaufen, hoppla, aber ich wollte so gerne meine müden Muskeln ein bisschen durchwärmen.

Tag 3928 – Spaziergang.

Hier schließen alle Läden um 18 Uhr, selbst die, die laut Google Maps bis 19 Uhr offen haben. Ich habe deshalb jetzt meine Socken mit Seife im Waschbecken gewaschen. Aber einen schönen Spaziergang habe ich gemacht.

Wie man sieht ist super Wetter. Ich bin einfach so drauf los und hatte mir gar nichts vorher angeguckt. Morgen gehe ich vielleicht schwimmen. Mal gucken. Es ist wirklich sehr schön hier.

Tag 3924 – 3927 – Hipp Hipp Hurra!

Happy 17. Mai allen! Gedenken wir heute einmal kurz den Kindern, die um halb neun in Uniform zum Marschieren angetreten sind, und den Eltern, die um halb neun in Festkleidung zum Lompe-Pølsepapier-Stapeln angetreten sind.

Spaß beiseite, wir hatten einen okayen 17. Mai. Ich habe mal wieder das Wetter falsch eingeschätzt (kalt, bewölkt, was es auch tatsächlich war) und jetzt Sonnenbrand im Nacken. Wir haben wegen Pølsepapier-Stapeln die Kinder leider nicht marschieren gesehen, bis auf ganz zum Schluss, als sie an der Schule wieder ankamen. Aber der Korps hat wirklich gut gespielt! Hut ab. Danach hat Pippi noch getanzt und das mit den anderen Mädels aus ihrer Gruppe echt toll gemacht.

Herr Rabe hatte die Weitsicht, mich zu fragen, ob ich nen Badeanzug eingepackt habe. Hatte ich nicht, also habe ich den Plan, nach der Schulveranstaltung direkt zum Bahnhof zu fahren, modifiziert, und bin noch mal kurz zu Hause vorbei. Ohne Badeanzug auf Island sein wäre wirklich total dämlich.

Fast so dämlich wie ohne (frische) Socken, aber danach hat Herr Rabe nicht gefragt. Naja. Ich habe zwei Paar Sportsocken dabei, die gehen für morgen, und dann muss ich morgen Nachmittag eben irgendwo Socken besorgen.

Gestern haben wir ESC geschaut, das war auch schön, aber ich bin dann vor der Punktevergabe ins Bett gegangen, wir mussten ja heute früh raus. Finde die Siegerin und das Lied (und vor allem die Choreographie!) aber super.

Freitag habe ich heimliche Dinge getan, die waren auch gut, aber ich bin noch nicht bereit, die groß breit zu treten.

Donnerstag haben wir nicht viel gemacht. Alle waren irgendwie müde und geschafft und haben viel rumgehangen.

Und jetzt bin ich für eine Inspektion auf Island. Ich bin sehr gespannt, wie das wird.

Hier ein Foto von albernem, aber sehr norwegischem, Haarschmuck.

Tag 3921 – 3923 – Vielen Dank!

… für den ungefragten Tipp, zur Show von Alok zu gehen. Wir hatten einen sehr schönen Abend. Wir haben gelacht, viel, und am Ende habe ich ein Tränchen oder zwei verdrückt. Jetzt bin ich ein bisschen nachdenklich. Ich hab nicht so viele Worte dafür, das muss man sich schon selbst angucken. Hier der Link: https://alokvmenon.com

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Bei der Arbeit sind alle so bekloppt, dass ich wirklich grad Lust habe, alles hinzuwerfen. Wirklich. Vielleicht ist es auch nur die Gemütslage. Aber wie eine Organisation gleichzeitig ständig KI schreien kann und wir müssen ganz ganz viel mit KI machen und GLEICHZEITIG bei einem konkreten, vorliegenden Case, wo ÖFFENTLICH ZUGÄNGLICHE DOKUMENTE VERGLICHEN WERDEN SOLLEN, sagt, dafür könne man keine (Bezahlversion-)KI genehmigen, das ist mir vollkommen schleierhaft. Und wie jemand, der noch nicht mal verstanden hat, dass man dafür nicht viel mehr als nen effing Browser braucht, DEN MAN EH HAT, eine „KI-Inspektorin“ einstellen konnte, auch. SPEZIELL nachdem yours truly ja drülf mal gesagt hatte, dass sie gerne auf Computerdinge im weiteren Sinne spezialisiert werden will. Das werde ich auch einfach nie vergessen und schon gar nicht vergeben.

Das erreicht nicht mal mehr ein „stets bemüht“. Das ist alles einfach glatt durchgefallen.

Tag 3900 – 3902 – Dies und das.

Die einzige „vollwertige“ GMP-Inspektorin bei der Arbeit zu sein ist ja auch nur so mittel. Aus Gründen gehe ich auch beiden Chefinnen aus dem Weg. Aus anderen Gründen habe ich auch bis auf Montag die ganze Woche Homeoffice (und Montag hatte ich nach der Arbeit auch wieder Migräne, das ist echt fast jeden Montag so und sehr ätzend) und aus wieder anderen Gründen habe ich diese Woche eine recht ruhige Woche. Verdient, wie ich finde. Trotzdem landet halt jeder GMP-Scheiß bei mir, und dann schreibe ich wahlweise freundliche oder genervte oder schwammige mails zurück. Je nachdem, was für eine Kategorie Anfrage gekommen ist. Und das mache ich ganz alleine und ohne KI. Ha.

Michels Kieferorthopäde meint, Michel braucht doch noch eine lose Spange. Das kostet… sehr viel Geld. Und das, obwohl wir nur einen Eigenanteil zahlen, weil durch den tiefen Überbiss eine medizinische Notwendigkeit besteht. Ein paar Tage nach Brille aussuchen finde ich das weniger amüsant als eh schon. Kinder sind echt teuer. Und wenn man denen schlechte Zahnstellungsgene und schlechte Augengene mitgegeben hat, umso mehr.

Mit Grieg geht es vorwärts. Überraschender Weise ist das gar nicht so schlimm, das hört sich nur schlimm an und sieht schlimm aus. Vielleicht überschätze ich mich auch total, aber das geht echt überraschend gut klar.

Hier ist ein bisschen Freizeitstress, muss ich zugeben. Am Wochenende sind die Tanzvorstellungen, das heißt, die regulären Kurse sind dann erst mal vorbei, das dürfte einiges entzerren. Da hat man dann auch Zeit, Michel eine feste Spange in den Oberkiefer kleben zu lassen und nebenher ein paar hausgemachte Drogen zu verkaufen um das finanzieren zu können.

Tag 3890 und 3891 – Party Party Party!

Ich sollte wahrscheinlich dringend schlafen, aber ich muss wenigstens erzählen, DASS ich gestern auf dieser Jobfeier war. Das Thema war „wähl ein Jahrzehnt“ und nachdem ich diverses durchprobiert hatte, landete ich bei einem von meiner Omi geerbten Kleid aus den 60ern. Nun habe ich ja die Frisur, die ich habe, die gibt nicht soooo viele klassische 60s-Stylingmöglichkeiten her, aber mit ein bisschen Recherche fand ich Edie Sedgewick, eine recht tragische Figur, die jung nach einem intensiven Leben starb. Aber sie hatte kurze Haare und ein sehr prägnantes Make-Up, das aber nicht komplett drüber in manchen Aspekten war (wie z.B. das von Twiggy, die sich wohl drei Paar falsche Wimpern übereinander geklebt hat. Ich besitze nur zwei paar falsche Wimpern). Also habe ich morgens schon meine Haare mit Gel in eine Seitenscheitel-runder-Hinterkopf-Geschichte geklebt und mir nach der Arbeit ein 60s-New York-it-Girl-Make-up aufgemalt. Nein, ich hab leider kein Foto gemacht. Ausgeprägter Lidstrich, dahinter ein „Streifen“ Weiß, bis zur Lidfalte, wo ein schmaler aber deutlicher Streifen in grünschwarz mit einem Wing nach außen war. Unterm Auge schwarzer Kajal, um den Hündchenaugen-Effekt zu verstärken. Dazu falsche Wimpern (1 Paar) und ein altrosa matter Lippenstift.

Und damit war ich dann komplett drüber. Ich hatte vergessen, wie lahm bürokratisch meine Kollegys zum Großteil sind. Also, ja, manche hatten sich immerhin in irgendwelche Jahrzehnt-Fummel geworfen (überraschend viele schlimme Jogginganzüge aus den 80ern), aber mit Make-up spielt irgendwie niemand. Schade eigentlich.

Das Fest war dann nett, aber furchtbar laut und sehr sehr anstrengend für mich. Es gab gutes Essen, aber mit nur wenigen vegetarischen Optionen (ich hab mir sagen lassen, dass die Fleischgerichte alle super waren). Immerhin gab es zwei Getränkebons pro Person, das ist ungewohnt großzügig vom Werk. Dieses Mal hab ich vom Weißwein auch keine Kopfschmerzen bekommen.

Um zehn begab ich mich auf die Heimreise und um viertel nach elf war ich endlich erlöst von zwei Plagen: dem Kleid (meine Omi war schmaler als ich, zumindest in Schultern und Oberweite, die hob halt auch keine Gewichte, ne?) und der rechten Kontaktlinse. Wegen Astigmatismus nur auf dem rechten Auge habe ich unterschiedliche Kontaktlinsen für links und rechts, und die rechte wird immer schneller „zäh“ als die linke. Ich konnte den halben Heimweg kaum noch was sehen und Augentropfen halfen auch nicht, aber im Zug, wo ich mir nicht mal die Hände vorher waschen kann, wollte ich die Linsen auch nicht rausfummeln. Also dann zu Hause, und das war SO SCHÖN.

Danach bin ich nach einer Dusche einfach ins Bett geplumpst und habe elf Stunden geschlafen.

Fazit: Ich bin stolz auf mich, dass ich das durchgezogen hab, dass ich socialized hab, und dass ich mir nicht vor lauter Scham das Make-up wieder abgewaschen hab. Sollen sie halt denken, dass ich gerne mal aussehe wie ein Clown, weil es das tatsächlich manchmal auch trifft. Make-up macht mir nach wie vor einfach Spaß.

Heute haben wir nicht so viel gemacht. Michel und ich haben neue Fahrradhelme gekauft und im Anschluss habe ich meine Haare schneiden lassen, damit ich wieder ordentlich aussehe. Danach habe ich sie dann oben blondiert, damit ich wieder unordentlich aussehe. Morgen kommt dann Farbe drauf.

Tag 3887 – 3889 – Zurück im Werk.

Da sind alle bekloppt, was niemanden mehr überraschen dürfte. Vielleicht sind es auch weiterhin meine Hormone, die Nerven, jedenfalls gehen mir ALLE kolossal auf den Geist. Heute hatte ich Homeoffice, das hat geholfen.

Ansonsten passiert aber auch irgendwie Nix. Michel hat heute einen Friseurtermin verpennt, zu dem er alleine hingehen wollte/sollte. Ich war joggen und hasse das immer noch. Außerdem hab ich Zeug rausgesucht, um morgen nach der Arbeit zum „Winterfest“ mit besagter Arbeit zu gehen. Aufgrund von Laune habe ich die Entscheidung, ob ich da hin gehe, ewig vor mir her geschoben, aber jetzt hab ich ein Kleid und Schminke rausgelegt und es wird schon irgendwie werden. Ich kann ja auch um acht nach Hause gehen.

Gestern Burlesque und vorgestern Ballett: mir tun furchtbar die Füße weh. Also nicht so zu viel gelaufen weh, sondern mehr so eigentlich sollte man zum Arzt damit weh. Links ist am schlimmsten. Letztes Jahr war’s rechts. Aber der Arzt sagt dann auch nur „ja dann machen Sie eben nicht so*!“ und das kommt gar nicht in die Tüte, yolo, und in zwei Wochen ist Show. Also vom Ballett.

Machen Sie das nicht nach, ne? Aber ich bin groß und kann selber entscheiden, wann ich zum Arzt gehe. Generell bin ich groß und kann Dinge selbst entscheiden, das musste ich aber auch bei der Arbeit erst mal wieder klarstellen. Was mit ein Grund ist, weshalb die mich alle so nerven.

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*alles, wo unter Belastung die Zehen angewinkelt werden, also jedes Relevé und generell das Tragen von und Herumlaufen in hochhackigen Schuhen. Gefühlt sind aber alle Schuhe irgendwie falsch. Und ohne Schuhe ist auch falsch. Tja. Den Kindern würde ich an dieser Stelle Amputation vorschlagen.

Tag 3875 – 3877 – Hoppalalalala.

Eine Verkettung unglücklicher Umstände führt dazu, dass ich in drei Stunden schon wieder aufstehen muss, aber jetzt gerade knallwach bin. Das ist ungünstig, aber nicht wirklich zu ändern.

Ich habe die ganze nächste Woche frei. Gestern habe ich einiges an Zeugs weggearbeitet und kann jetzt auch guten Gewissens frei haben. Es war tatsächlich ganz nett, mal endlich die Dinge wegzuschaffen, die seit Monaten für ein schlechtes Gewissen sorgen. Die Inbox ist fast auf Null (unbearbeitete Dinge lasse ich da bewusst liegen, das waren dann gestern aber auch nur noch zwei) und die To-Do-Liste hat keine überfälligen Punkte mehr.

Ansonsten habe ich ein zweiwöchiges Sportprogramm angefangen, das (zusammen mit Zirkeltraining und Ballett und Burlesque und und und) dafür sorgt, dass ich ständig Muskelkater habe. Aber das ist ein viel angenehmerer Schmerz als Rücken-Schulter-Knie und was eine sonst so an Zipperlein bekommt, wenn sie den Sport schleifen lässt. Lediglich meine Füße sind von jeder Form von Training bisher schmerztechnisch unbeeindruckt. Außer Burlesque, das beeindruckt sie wegen der High Heels schon, aber in die falsche Richtung.