Die LAN-Party war ein voller Erfolg, denke ich, es ging sehr friedlich zu und die „ES LAAAAAAGGT!!!“-Rufe hielten sich in Grenzen. Es gab außerdem sehr viel Pizza, viel zu viel, könnte man sagen, denn jetzt ist ziemlich viel Pizzateig in unserem Gefrierschrank. Wir müssen auch erst mal keine Pizzasoße mehr machen, so ca. bis 2025. Worum ich mir allerdings keine Sorgen mache, dass es weg kommt, sind Möhren, Paprika und Käse. Krümelkäse geht ja zu ca. allem und macht alles auch besser. Und kalorienreicher, aber vor allem besser.
Nächstes mal weniger Pizzateig, viel weniger Pizzasoße und dafür wesentlich mehr Snackgurken. Diese Mini-Salatgurken gingen weg wie nichts.
(Leider war der Tag eingerahmt von doofen Dingen. Ich habe mir schon wieder in den Finger genäht, dieses Mal mit Blut und einer abgebrochenen Nadel. Abends habe ich aus Gründen neue Dichtungen für den Badewannenstöpsel bestellt. Aber beides sind andere Geschichten.)
Unsexy Shopping allerdings. Ich habe eingekauft für die LAN-Party morgen, die der Schulelternrat für die Schüler*Innen der 5.-7. Klassen ausrichtet. Ich bin für‘s Essen zuständig, es gibt Pizza. Pizza machen kann ich, theoretisch, praktisch kann ich doch sowas nicht für 20 12-Jährige! Wahrscheinlich haben wir von allem viel zu viel oder viel zu wenig, ich möchte heulen, das wird bestimmt ein Disaster.
Warum melde ich mich immer wieder zu solchen Aktionen freiwillig? Ich hab doch auch so schon genug zu tun.
Michel hat sich neulich im Stoffladen in den Kopf gesetzt, ein Kuschelkissen aus extrem flauschigem Kunstleder in hellblau haben zu wollen. Dass es Kunstleder ist, war Herrn Rabe gar nicht klar, und der war mit Michel im Stoffladen und ließ sich breitschlagen. Zum Glück habe ich allerdings Ledernadeln geerbt, weshalb das kein Drama war. Was niemandem klar war, war dass das Zeug an den Schnittkanten höllisch fusselt. Aber Michel ist ein guter Staubsaugerhalter. Trotz sofortigen Versäuberns musste er den Staubsaugerrüssel quasi vor meine Nase halten, damit ich nicht jede Menge winziger Plastikfussel einatmete. Einige kamen aber doch in Hals und Nase an und kratzen seitdem da rum. Das ganze Gefussel stresste mich so sehr, dass ich mir in die linke Zeigefingerkuppe nähte und nur dank der dicken Hornhaut vom Geige spielen an der Fingerspitze kein Blutbad veranstaltete. Jetzt ist da eine Kerbe in der Hornhaut, aber sonst nichts. Es hat nicht mal geblutet, gerade so. Gelernt habe ich: die Ledernadeln sind scharf. Kunstleder mit Flausch fusselt absurd. Weil Flausch auf Flausch auch rutscht, kann Michel das nicht selbst. Michel sollte nicht in Stoffläden gelassen werden. Und wenn ich Lungenkrebs kriege, weiß ich wenigstens, warum.
Der Stoffrest wohnt jedenfalls erst mal in einer zugeknoteten Plastiktüte.
Michel ist sehr happy mit seinem Kissen. immerhin etwas.
Ich bin bescheinigt klug, ich kann das auf mehrere Arten belegen, aber wenn ich mal frei habe, bleibe ich viel zu lange wach und versacke vor dem Fernseher. Das ist nicht sehr klug. Aber jetzt ist die Staffel leer geguckt und Dr. Shaun Murphy ist wieder ein surgical resident. Da sind wir ja alle froh.
Inspektion erledigt, ich denke, alle Beteiligten können zufrieden mit sich sein.
Ich bin auch wieder zu Hause, habe zwar letzte Nacht besser geschlafen, aber mich trotzdem heute sehr gefreut, dass ich hier Wärmekissen und Voltaren habe. Geige spielen ging überraschend gut, scheinbar brauche ich da nicht den Teil vom Nacken, der weh tut.
Herr Rabe hat übrigens Gefrierschulter, frei übersetzt (Frozen Shoulder). Das dauert, geht aber wieder weg. Heute gab es eine Cortisonspritze direkt ins Gelenk.
Ich habe furchtbar schlecht und zu kurz geschlafen und wachte mit Nackenschmerzen aus der Hölle auf. Dann inspizierte ich und morgen werde ich wieder inspizieren und ich hoffe sehr doll darauf, dass ich diese Nacht besser schlafe und mein Nacken morgen bitte bitte wieder in Ordnung ist. Ich verspreche auch hoch und heilig, mich morgen Nachmittag vom Auto aus um eine neue Matratze zu kümmern. Ehrlich wahr. (Bin Beifahrerin, keine Sorge.)
Der Tag hat halt nur 24 Stunden. Das Projekt ist nur zu 95% fertig und zu 0% tragbar, weil ich keinen Reißverschluss mehr hatte und weil das ein zusammengesetztes Teil (aus einem verlängerten Hosen- und einem verkürzten Oberteilschnitt) ist, konnte ich auch bis zum Schluss höchstens raten, wie lang ein Reißverschluss sein muss. 60 cm.
Die Hosenbeine sind inzwischen auch gesäumt. Es fehlt nur noch der Reißverschluss.
Ich denke, damit ich damit auch selbst aufs Klo gehen kann, wird es kein nahtverdeckter Reißverschluss. Irgendwas mit einem ausreichend großen Zipper, den ich hinterm Rücken selbst finde. Vielleicht finde ich ja sogar was verzierendes.
Das war schön und man verlernt das auch nicht so schnell. Leider lernt man auch nichts dazu. Aber! Es ist mir das erste mal gelungen, vernünftige Armlöcher zu nähen. Yeah!
Der Tag hat halt nur 24 Stunden. Das Projekt ist nur zu 95% fertig und zu 0% tragbar, weil ich keinen Reißverschluss mehr hatte und weil das ein zusammengesetztes Teil (aus einem verlängerten Hosen- und einem verkürzten Oberteilschnitt) ist, konnte ich auch bis zum Schluss höchstens raten, wie lang ein Reißverschluss sein muss. 60 cm.
Die Hosenbeine sind inzwischen auch gesäumt. Es fehlt nur noch der Reißverschluss.
Ich denke, damit ich damit auch selbst aufs Klo gehen kann, wird es kein nahtverdeckter Reißverschluss. Irgendwas mit einem ausreichend großen Zipper, den ich hinterm Rücken selbst finde. Vielleicht finde ich ja sogar was verzierendes.
Das war schön und man verlernt das auch nicht so schnell. Leider lernt man auch nichts dazu. Aber! Es ist mir das erste mal gelungen, vernünftige Armlöcher zu nähen. Yeah!
Hier war heute großes Kinderdrama, es ist eine kaputte Brille involviert und ein aggressiver Vater (nicht Herr Rabe, der ist nur gewalttätig gegenüber virtuellen Figuren, die in der PlayStation wohnen) und ein Kind, das einem nur leid tun kann. Die ganze Geschichte war mittendrin einfach nur wtf, im Nachhinein ist sie traurig. Immerhin rückt es das Weltbild, wie man selbst im Vergleich zu anderen Eltern wohl so abschneidet, wieder ein wenig zurecht. Und das ganz ohne Twitter…
Ansonsten habe ich heute eine leicht seltsame Einladung bekommen, und jetzt kann ich mir bis Dienstag überlegen, ob ich mich und die Kinder nächste Woche Sonntag aufbrezeln möchte, um dann in Oslo zu schwören, dass ich mich an die Gesetze halten werde.
Programm für die Einbürgerungszeremonie.
Nachdem ich neulich schon meinen deutschen Pass an die Botschaft geschickt habe*, samt Brief in astreinstem Bürokratendeutsch, einfach weil ich’s kann und mag, wäre das dann wohl der letzte Schritt der Einbürgerung.
Seit langem mal wieder Stoff zugeschnitten und ich glaube, ich hab dann doch beim Muster einen Denkfehler gemacht. Merke, erst schneiden, dann Freitagabendbier. Aber ich habe mir neulich auch so schöne neue Stoffe gekauft, ich möchte da wieder mehr reinkommen.
Punkte!
Meine Freundin M. (formerly known as Nähmutter) hat nämlich Stoffe designt, und der schönste war nach zwei Tagen schon ausverkauft, weshalb ich schnell den zweit- und drittschönsten gekauft habe.
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*Wenn man durch den Erwerb einer anderen Staatsbürgerschaft, ohne dass zuvor eine Beibehaltungsgenehmigung erteilt wurde, die deutsche Staatsbürgerschaft verliert, muss man das der passausstellenden Behörde anzeigen. Diese kann die ausgestellten Passdokumente einziehen. In meinem Fall bedeutete das, dass ich die Botschaft angerufen habe, die mich bat, den Pass, den Personalausweis und einen formlosen Brief in dem ich anzeige, nun nicht mehr deutsch zu sein, einfach an sie zu schicken. Das Tat ich, nur der Brief wurde eben eher förmlich.
Ich wollte früh ins Bett gehen, bin dann aber in ein Wikipedia-Loch gefallen. Hoppla.
Ich wollte früh ins Bett gehen, weil ich müde bin und Kopfschmerzen habe und dadurch auch Laune habe und überhaupt.
Es war einfach ein langer Tag und dezent doof noch dazu. Teilweise auch gut.
Vielleicht bin ich auch nur wieder mal frustriert, dass mein Tag nur 24 Stunden hat, von denen ich 1/3 eigentlich schlafen sollte, um klar zu kommen, maximal 1/3 arbeiten sollte und in den Rest soll irgendwie der Rest des Lebens passen, aber es ist so viel zu tun. Was mache ich am Ende? Wikipedia lesen. Spitze. So sinnvoll.