Wir haben eine Entscheidung getroffen, basiert auf Annahmen und dem, was wir über die geltenden Reisebedingungen rausfinden konnten. Wir rechnen erstmal damit, dass wir fahren. Wir können theoretisch bis 5 Minuten vor Abreise noch umbuchen. Falls Norwegen auf die Liste der Hochrisikogebiete oder der Virusvariantengebiete gesetzt wird, reisen wir nicht. (Ich sage jetzt mal nicht, was ich darüber denke, dass Norwegen auf keiner dieser Listen steht, aber der ironisch zu lesende Titel gibt gewisse Hinweise.) Wenn Norwegen, während wir in Deutschland sind, zum Virusvariantengebiet erklärt wird, haben wir einen Tag, um auszureisen. Natürlich machen wir alle nötigen Tests, wobei scheinbar zur Zeit gar keine (???) nötig sind, wenn man von hier aus nach Deutschland reist. Wie gesagt, ich sage nicht, was ich davon halte.
Das wird ein riskantes Unterfangen, aber alles abblasen ist auch kacke. Man kann es nur falsch machen.
P.S. Bürokratendeutsch amüsiert mich immer mehr. Hier wird viel Wert auf verständliche Sprache gelegt, gerade in Behördenkommunikation. Wir kriegen Kurse in sowas. Norwegische Gesetzestexte halte ich für interessierte Laien für (im Großen und Ganzen – nicht mal Gesetzestexte sind immer eindeutige oder auch nur fehlerfrei, das weiß ich… zufällig) verständlich. Es ist ja ein wesentlicher Teil meines Jobs, sowas zu lesen. Gelegentlich stöhne ich über EU-Regelwerk, weil das schon so viel ätzender zu lesen ist (vor allem überaus ermüdend). Und dann lese ich Bandwurmsätze auf deutschen Webseiten, versuche, aus der Coronaschutzverordnung des Landes NRW schlau zu werden oder auch nur rauszufinden, was und wo denn diese Virusvariantengebiete sind und wundere mich doch sehr. Offenbar möchte in deutschen Behörden und Instituten (looking at you, RKI) niemand verstanden werden.
Nicht, dass ich selber nicht Fan von langen und verworrenen Sätzen wäre, aber auf meiner Webseite versucht ja auch hoffentlich keine*r, irgendwelche wichtigen Informationen nachzuschlagen. Falls doch: sorry, das Lektorat ist 2015 Zigaretten holen gegangen.

