Wir haben heute zum letzten Mal ein Kind aus dem Kindergarten abgeholt. Was für ein Glück wir mit diesem Kindergarten hatten, und auch mit dem Trondheimer Kindergarten. So liebevolle Erzieher*Innen, mit vielen verschiedenen Hintergründen und Persönlichkeiten. So viele andere Kinder, mit all dem, was die wiederum mitbringen. Ich glaube, Pippi ist jetzt wirklich gut gerüstet für die Schule, und ich bin sicher, dass sie „ihren“ Kindergarten ganz überwiegend positiv erlebt hat und in Erinnerung behalten wird. Wie sie sich entwickelt hätte, wenn sie nie zum Kindergarten gegangen wäre, kann man natürlich nicht wissen, insofern ist das eigentlich unlauter, zu sagen, dass der Kindergarten diese Schulreife maßgeblich erreicht hat. Dann sage ich das einfach nicht, hehe.
Ein kleines Tränchen musste ich aber schon verdrücken, als die kleine Maus, die eben noch in Winteranzügen in Größe 86 versank, da aus dem Kindergarten herausradelte, in einem Affenzahn Rennen um den Platz mit ihren Zwillingskumpels veranstaltend. So groß schon!
Und jetzt sind erst mal vier Wochen Ferien für ALLE hier im Haus. Uff. Es wird auch Zeit.
Meine beiden Geldkarten, in der laufenden Waschmaschine.
Das kam so:
Es begann damit, dass ich gestern die verbleibenden Schilddrüsentabletten zählte und feststellte, dass ich noch vor dem Wochenende neue bräuchte. Das stand also heute auf dem Plan. Dann sagte Herr Rabe, ich solle doch dann gleich im Nille (ein Krams- und Dekoladen) nach Piñata und co. für den Kindergeburtstag gucken. Dann schaute ich in den Spiegel und ärgerte mich über die Haare im Nacken und um die Ohren, die machten, was sie wollten, weil sie schon wieder viel zu lang geworden waren.
Kramsläden (nicht nur Nille, aber auch), bezahlbarer Drop-In-Friseur und Apotheke auf einem Haufen gibt es in Jessheim, also fuhr ich da hin. Kaufte Partyausstattung und ging dann zum 15-Minuten-Friseur. (Btw war ich eine von sehr wenigen, die noch Maske trägt, ist ja jetzt nur noch empfohlen, nicht mehr Pflicht. Ich glaub langsam, ich bin die einzige im ganzen Land, die wirklich keinen Bock auf die Delta-Welle hat.). Dann hatte ich natürlich Haarfutzel überall und musste zu Hause erst mal duschen. Die Hose hatte ich schon ein paar Tage angehabt, die Waschmaschine war grad leer und ich wusste, dass oben eine Maschine 40 Grad hell wartete, also zog ich die Hose aus und stopfte sie direkt in die Waschmaschine, bevor ich duschen ging. Nach der Dusche packte ich die restliche Ladung 40 Grad hell dazu und stellte die Maschine an.
10 Minuten später hatte ich trockene Lippen und suchte meinen Lippenpflegestift. Vergeblich. Zuletzt war der in meiner Hosentasche gewesen. In der Hose, die ich eben in die Waschmaschine… Oha. Da waren doch auch noch mehr Sachen drin! Kurz suchte ich panisch die Autoschlüssel, aber da hatte ich Glück, die lagen da, wo sie liegen sollten. Meine Bankkarten allerdings nicht.
Tja, sieht Bild oben.
Mit frisch gewaschenen Karten war ich dann abends noch im Supermarkt, sehr viel Eis am Stiel für den Kindergarten morgen kaufen, und ich war etwas aufgeregt, aber zumindest der Chip bei der silbernen Karte geht noch (den Rest konnte ich nicht ausprobieren, aber man braucht hier auch nur den Chip, nie den Magnetstreifen). Uff, ey. Morgen dann die goldene Karte probieren und hoffen, dass auch die meinen waschbezogenen Übereifer überlebt hat.
Michel hatte heute keinen Sport-Hort, sondern eine Ferienaktivität des Handarbeitsvereins. Das war anfangs wegen Rabeninterner Kommunikationsschwierigkeiten etwas holprig, aber er ist dann doch da geblieben mit der Aussicht auf Schnitzen. Und siehe da: er fand es super gut und noch besser als das Schnitzen war das Nähen. Er hat sich einen Turnbeutel gemacht, in seinen Lieblingsfarben. (Turnbeutel war vorgegeben, Stoff durften sie aussuchen, Kordel wurde selbst geflochten.) Weitere Ausbeute: diverse Lesezeichen, ein geschnitzter Zauberstab und ein gestickter Smiley.
Ich habe derweil die Küche aufgeräumt und tatsächlich die Füße hochgelegt, weil diese Kommunikationsschwierigkeiten mich ein paar zu viele Nerven gekostet hatten. Nachmittags habe ich einen Ausflug zur Miljøstation gemacht, Müll wegbringen. Es hatte sich schon wieder einiges angesammelt und da wir uns endlich committed haben, am Samstag Pippis Geburtstag vorzufeiern*, dachte ich, es sei gut, dann hier nicht noch jede Menge große Pappkartons und Styroporverpackungszeugs unterm Carport herumfliegen zu haben.
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*brillante Ideen für 500
*der Aberglaube stark in mir ist, aber Vorfeiern ist in Norwegen total normal und da denkt sich außer uns bekloppten Deutschen keine*r was bei
Wieder so Wetterveralberung, angekündigtes Gewitter und dann kamen so fünf Tropfen runter. Immerhin ist es jetzt windig, da wird die stickige Luft weggeblasen.
Heute habe ich das Wohnzimmer aufgeräumt statt zu entspannen bevor ich die Füße wenigstens ein wenig hochgelegt habe.
Außerdem war ich mal wieder mit einem Meerschwein bei der Tierärztin, diesmal allerdings mit Marshmallow. Hin sind wir wegen geschwollener Zitzen, raus kamen wir mit einer genommenen Probe aus einer neu entdeckten Beule. Das Schwein bekommt jedenfalls ein Sternchen ins Heft geklebt, es hat keinen Mucks gemacht (hat wahrscheinlich drauf gebaut, so unsichtbar wie möglich zu werden).
Ich habe zwar eine lange To-Do-Liste (sehr lang), aber auch eineinhalb kleinere Projekte nur für mich, aber erzählen tue ich das erst wenn es geklappt hat, hähä. Das eine ist bisher… huff! Das andere (halbe) schon besser.
Ja, also ich hab ja Urlaub, ne? Dementsprechend habe ich heute lange geschlafen, im Bett Kaffee getrunken und ein Buch auf der Terrasse gelesen.
Nicht.
Ich hatte um neun einen Termin zur Blutabnahme, war um viertel nach neun im Baumarkt, habe den noch bewölkten Himmel zum Unkraut jäten genutzt und dann zum Fenster putzen. Jetzt kann man zwar wieder rein und raus gucken, aber das mit dem Urlaub machen, das muss ich noch üben, scheint mir.
Ich möchte dafür weder Lob noch Mitleid. Es ist eine reine Feststellung, dass ich immer erst mal irgendwas „arbeiten“ muss, bevor ich was „zum Vergnügen“ machen „darf“. All das kommt rein aus mir, niemand steht mit der Peitsche hinter mir, ich höre nicht mal irgendeine konkrete Stimme in meinem Kopf oder sehe einen konkreten tadelnden Blick. Nichts. Einfach ganz tief verwurzelte, von allen Seiten schon immer vorgelebte, protestantische Arbeitsethik. Plus Frausein, vermutlich, Frauen haben ja auch sonntags nicht frei, wer macht denn dann den Braten. Und ein Tacken Zwanghaftigkeit kommt bei mir auch noch dazu, ja.
Wie gesagt. Ich übe das noch. Die Fenster sind ja jetzt auch geputzt.
Lavendel und Stockrosen haben den Winter nicht überlebt. Beide Lavendel und alle drei Stockrosen. Ich weiß auch nicht, was da passiert ist, es war eigentlich nicht ungewöhnlich kalt und auch nicht ungewöhnlich lange kalt. Aber da kommt nix mehr, das habe ich inzwischen eingesehen. Ein paar neue Stockrosen (haben sich selbst ausgesät, das war ja eh der Plan, eine neue invasive Art einzuschleppen) kommen, aber die sind ja dieses Jahr noch sehr klein und blühen frühestens im nächsten Jahr. Sonnenblumen sprießen im Hochbeet wieder sehr viele, dieses Jahr habe ich gar nicht erst welche drinnen angezogen, die draußen gekeimten sind wesentlich robuster.
Der Rhabarber wurde von zwei übereifrigen kleinen Mädchen niedergemetzelt. Wäre halb so schlimm, wenn sie ihn wenigstens auch gegessen hätten, aber nein, sie haben ihn nur bis auf einen Stängel abgerissen und dann erst das erste Stück probiert, und dann den Rest der Stängel und Blätter im Garten verteilt.
Der Holunder blüht wie verrückt und wächst hauptsächlich in die Breite.
Diese Zierdistel oder was das da rechts im Bild ist, ist extrem ausbreitungsfreudig. Hübsch, aber wird vermutlich irgendwann die Weltherrschaft übernehmen. Ich rupfe ständig überall Ausläufer davon raus, die aber wirklich überall aufploppen. Die Pflanze kam mit dem Haus, genau wie die sehr hübschen Pfingstrosen und allerlei anderes Zeug, das komplett tot war, als wir einzogen.
Leider leben am Holunder auch sehr viele eklige schwarze Blattläuse (?), bäh. Die leben auch an vielen der Disteln, die überall wachsen und die wiederum die Meerschweinchen sehr gerne fressen, aber beim Pflücken muss man echt aufpassen, dass die nicht zuhauf bewohnt sind. Die Viecher will ich definitiv nicht im Haus haben, und ich bezweifle, dass die Meerschweinchen von so viel extra Protein sonderlich angetan wären.
Apropos bewohnt, an den Erdbeeren wohnen leider irgendwelche kleinen Käferchen. Die Pflanzen sehen gar nicht gut aus (sind zerfressen, ich dachte erst an Schnecken, aber da sind keine, können auch kaum da hin kommen und die Kräuter direkt daneben sind auch alle völlig unbehelligt. Außerdem habe ich eine Horde winziger Käferchen/Spinnentiere? [viele Beine] gesehen), und die Früchte werden nicht rot, bevor sie aufgefressen sind. meh.
Aber egal. Morgen werden ein paar Holunderblüten geerntet, wenn ich welche finde, die halbwegs Blattlausfrei sind. Danach kümmere ich mich um das unerwünschte Getier und kaufe neuen Lavendel.
Es wurde mir Gewitter versprochen angekündigt, so richtig mit Blitzen und Wasser von oben. Es zog sich zum Nachmittag hin auch zu, aus warm wurde schwülwarm und aus Kopfschmerzen wurde Migräne (und ein Apothekenbesuch, weil keine Triptane mehr im Haus waren). Nach dem Abendessen auf der Terrasse packte ich alles wieder zügig zusammen und brachte es ins Haus, weil ich damit rechnete, dass es bestimmt gleich sofort losgehen würde. Tat es aber nicht. Bisher war nix Gewitter und auch kein Wasser, nur alles Unangenehme, was ein drohendes Gewitter mit sich bringt (in meinem Fall: Migräne, Kreislauf und von Gewittertierchen bekrabbelt werden). Die Pflanzen draußen lechzen weiter, aber das fühlt sich in so einer Situation ja auch albern an, extra Wasser auf die Beete zu kippen.
Das ist ein wenig unbefriedigend. Wie niesen müssen, aber nicht können.
Auf dem Sofa eingedöst, leider von zwei nervigen Fliegen belästigt worden. Jetzt doch lieber im Bett (mit geputzten Zähnen und abgeschminkt), aber einfach sehr müde.
Einen entspannten Arbeitstag hinter mich gebracht, jetzt fertig und bereit für Urlaub. (Ok, Freitag arbeite ich ein bisschen, aber echt nur ein bisschen und ich möchte da nicht reingeredet bekommen, danke.)
Heute Abend hätte ich deshalb gerne ein Bier aus dem Norden in Regenbogendesigndose auf der Terrasse getrunken, wegen Kopfschmerzen (natürlich, ist ja jetzt Urlaub) wurden es aber nur YouTube-Videos im Bett. Tjanun. Es wird schon noch genug Entspannung geben, bis auf kurz Freitag sieht mich die Arbeit erst im August wieder.