Tag 153 – Noch mehr Liebster-Awardse

Soooo, es ist Zeit, ein paar Stöckchen abzuarbeiten, bevor die sich hier wie im Micado stapeln… Derdiedas Blog wurde für den Liebster-Award nominiert und das inzwischen schon zweimal, nämlich einmal vor *hust* fünf Wochen und einmal jetzt letztens.

Erstmal zu den Formalitäten. Die Regeln des Awards lauten wie folgt:

  • Danke der Person, die dich für den Liebster-Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  • Beantworte alle 11 Fragen, die dir der Blogger stellt, der dich nominiert hat.
  • Nominiere 5 – 11 weitere Blogger für den Liebster-Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Artikel über den Liebster-Award.
  • Informiere die von dir nominierten Blogger über deinen Artikel.

Der/die aufmerksame Leser*in wird bemerken, dass da seit dem letzten Mal das Einfügen des Awardes selbst weggefallen ist, ich hab da letztes Mal echt Zeit drauf verwendet, einen hübschen zu finden, deshalb füge ich den jetzt trotzdem ein, ha. Liebster-Award1

Und dann mache ich mal weiter, nach dem First-Come-First-Served-Prinzip.

Die Muddi (deren Name im Impressum steht, aber manche sind da ja eigen mit, ich zum Beispiel, deshalb schreib ich den jetzt mal hier nicht hin) hat den Liebster-Award von ihrem Blog Nochnemuddi.wordpress.com an mich weitergegeben. Dafür bedanke ich mich sehr und fühle mich immer noch sehr geehrt und außerdem entschuldige ich mich dafür, dass das so ewig gedauert hat, busy Mama hier halt.

Dann mal ran an den Speck.

1. Welche Serie beschreibt deinen Alltag am besten?

Phew. Ähh… So eine langweilige Serie gibts nicht, glaube ich. Ich meine, ich habe meine Bridget Jones-Momente (keine Serie, ich weiß), ein Teil ist ein bisschen Hanna Horvath-mäßig (also Girls), vielleicht bin ich inzwischen auch wie Loreley Gilmore, alle minus die Männerprobleme… Aber im Grunde ist mein Alltag: Aufstehen, Kaffee, Baby oder Arbeiten, Kaffee, Kaffee, Familie, manchmal Sport, Essen, Bett, Repeat. Wenns ne Serie gäbe, die das zeigt, würde ich sie wegen fehlendem Spannungsbogen wohl eher nicht gucken.

2. Bier oder Prosecco?

Bier.

3. Erstes Reiseziel mit Kind?

Für ein Wochenende zum Nürburgring, als das Kind ein paar Monate alt war und der Herr Rabe ähhh… 29? wurde und ich ihm eine Fahrt in einem alten Porsche über den Nürburgring geschenkt hatte. Übernachtet haben wir in einer etwas weirden Pension in der Eifel.

4. Letztes Reiseziel ohne Kind?

Schwanger nach Mexico. Das war toll, wenn auch grenzwertig warm und sonnig (ich habe seeehhhr sonnenempfindliche Haut und in der Schwangerschaft noch mal schlimmer als eh schon…). Unschwanger nach Schweden in die Nähe von Årjäng, in das klitzekleine Häuschen der Eltern einer Freundin, mitten im Wald. Ohne Internet. Wir haben Pilze gesammelt und gegessen und leben noch, insofern wars gut.

5. Das coolste am Muddi-Sein?

Die Kinder :)

6. Der schlimmste Tag als Muddi?

Hmm… Vielleicht der Tag, als mir klar wurde, dass ich eine Schilddrüsenkrankheit habe, wegen dem Stress vermutlich (der wiederum vermutlich durchs Kind nicht unwesentlich mit beeinflusst wurde) und das das heißt, dass ich mir eine weitere Schwangerschaft lieber erstmal für eine Weile aus dem Kopf schlagen sollte. Das war ziemlich übel: Kinderwunsch und das Gefühl, dem Kinderstress mit einem schon nicht gewachsen zu sein gleichzeitig.

7. Was bedeutet Vereinbarkeit für dich?

Sich nicht entschuldigen zu müssen, dafür dass ich Kinder habe und diese selbstverständlich an erster Stelle in meinem Leben stehen.

8. Hattest du schon Regretting-Motherhood-Momente? 

Najee… Also nicht wirklich. Klar ärgere ich mich mal, zum Beispiel, dass ich wegen Im-neunten-Monat-schwanger-sein nicht auf ein Festival konnte letztes Jahr wo soooo viele ganz tolle Bands gespielt haben (als ich mit dem Kind im sechsten Monat schwanger war, hab ich das übrigens noch gemacht und es war supersuper toll). Mit kranken Kindern zu Hause rumhängen und Cars in Dauerschleife gucken ist auch nicht grad der Oberknüller für mich. Aber im Großen und Ganzen sind die Kinder das allerallerbeste, was mir passiert ist.

9. Welche Musik läuft an einem guten Tag?

Oha, ich höre extrem viel und vielseitige Musik. Je nachdem, auf welche Art der Tag gut ist, kann das Offspring sein, Die Ärzte, Peter Fox, Chopin, Schubert, Deichkind, Alt-J, Alligatoah, System of a Down oderoderoder. Ich bin auch immer offen für Neues :)

10. Was liest du bei anderen Blogs am liebsten?

Kommt drauf an. Wenn ich gezielt was suche (zum Beispiel „Breifreie Beikost“) dann richtige Artikel, die möglichst ausgewogen und umfassend über das informieren, was ich wissen will. Täglich lese ich Alltagskram von anderen Tagebuchbloggern und finde das gut, mit der Zeit hat man ein bisschen das Gefühl, man kennt die Leute, die da schreiben, selbst wenn man sie noch nie getroffen hat. Und dann gibt es ein paar sehr wenige Blogs, bei denen ich alles toll finde, was die schreiben, und wenn die ihren morgendlichen Toilettengang verbloggen würden, kriegten die das sicher auch noch so lustig und/oder berührend hin, dass ich das gut fände (Andrea Harmonika, I’m lookin‘ at you! [Ähhhh, also nur als Beispiel, nich dass jetzt gleich wer weint! Wer weint: Du bist auch sehr lustig *köpfchentätschel*])

11. Was machst du an einem freien Tag ohne Kind?

Ausschlafen!!1! Zwei Zentimeter dick Nutella aufs Brötchen schmieren. Nach dem Frühstück wieder ins Bett gehen, mit Herrn Rabe und einem guten Buch oder Film. Herumdösen. Pizza bestellen oder schön wäre auch mal Grillen, ohne Angst zu haben, dass gleich ein Kind in den Grill stolpert. Ein Bierchen zum Essen trinken oder auch zwei. Früh ins Bett gehen (ja, echt. So müde bin ich.).

Und dann hat auch noch der Herr Paul einen Liebster-Award an mich weitergereicht, was nicht einer gewissen Ironie entbehrt, weil er meinen beim letzten Mal abgelehnt hat. Und wegen keine Zeit und muss auch mal Schlafen hab ich die Beantwortung von Herr Pauls Fragen einfach an Herrn Rabe wegdelegiert. Haha. Also bitte: Bühne frei für Herrn Rabe!

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Vielen Dank für die Delegation. Frau Rabe habe ich nämlich die Ohren voll genölt von meinem Vorhaben erzählt dieses Jahr mehr zu bloggen. Also dann mal ran :)

1. Welches Lied hören Sie momentan am liebsten?

Puh, direkt zu Anfang so eine schwere Frage. Eine Ohrwurm habe ich gerade von einem Norwegischen Kinder-Quatsch-Lied: Bukkene Bruse. Das Kind fordert sehr oft, dass wir es zusammen singen. Ansonsten höre ich zur Zeit am häufigsten das relative neue Album „Musik ist keine Lösung“ von Alligatoah. Ich bin eher so der Album-Typ, deswegen hab ich meistens ein momentanes Lieblings-Album statt eines Lieblings-Lieds.

2. Ziehen Sie sich nach der Arbeit um (raus aus den Jeans, rein in die bequemen Jogger)?

Ja. Allein schon um den Pulli und Hose am nächsten Tag nochmal tragen zu können ohne, dass da Babyschnodder oder Kinderpatschhände Flecken gemacht haben. Wobei ich eher Stoffhose und Wollpulli gegen Jeans und Schlumpf eintausche :)

3. Zu welcher Uhrzeit würden Sie am liebsten arbeiten?

Nachmittags und dann nochmal Nachts. Leider geht das nicht, denn dann hat der Kindergarten nicht auf und auch meine Kollegen sind dann schon zu Hause. Also versuche ich immer früh aufzustehen und auch morgens produktiv zu sein. Nach dem ersten Kaffee im Büro geht’s dann irgendwann.

4. Wieviel Stunden pro Tag/ Woche/ Monat würden Sie gern arbeiten?

Ich arbeite zur Zeit 7,5 Stunden, 5 Tage die Woche. Die halbe Stunde Mittagspause ist da noch nicht drin und wird nicht bezahlt, muss aber gemacht werden. Also jeden Tag 8 Stunden. Damit bin ich eigentlich ganz zufrieden. Ich würde trotzdem mal gerne den schwedischen 6 Stunden Tag ausprobieren und mich dabei auch gerne objektiv beurteilen lassen, ob ich trotz weniger Zeit das gleiche Pensum schaffe. Alternativ hätte ich gerne einen Tag pro Monat frei um Kram zu erledigen. Also mal in Ruhe Klamotten kaufen gehen oder private Erwachsenen-Dinge regeln (Finanzen, etc.), die ich jetzt halt immer Abends mache, wenn ich schon müde bin.

5. Wie sieht ein gelungender Tag für Sie aus?

Morgens nicht vom Wecker geweckt werden (vom Kind geweckt werden ist ok). Dann gemeinsames, ausgiebiges Frühstück mit frischen Brötchen von Frau Rabe. Nichts vorhaben und dann mit der Familie irgendwohin fahren wo wir was zusammen machen können. Am liebsten an einen See, dort spielen und schwimmen und abschließend grillen. Auf dem Rückweg schlafen die Kinder ein und müssen nur noch ins Bett getragen werden. Anschließen mit Frau Rabe auf dem Sofa kuscheln, Bier trinken, Chips futtern und einen Film schauen.

6. Was würden Sie mit Ihrer Zeit anfangen, wenn Ihr Lebensunterhalt gesichert wäre?

Ich würde gerne wieder mehr Musik machen. Und trotzdem Software entwickeln. Vielleicht für einen guten Zweck.

7. Was halten Sie von einem bedingungslosen Grundeinkommen?

Finde ich eine interessante Idee und werde gespannt beobachten, wie sich das in Finnland entwickelt.

8. Wie besiegen Sie Ihren inneren Schweinehund?

ToDo-Listen schreiben. Frau Rabe bitten mir zu sagen, welche Dinge ich als nächstes machen soll :)

9. Wie kaufen Sie ein? Einmal groß für mehrere Tage oder jeden Tag eine Kleinigkeit?

Meistens groß für mehrere Tage. Dann muss man sich nur einmal hinsetzten, einen Essenplan aufschreiben und anschließend alles besorgen. So haben wir mehr Zeit füreinander und müssen nicht gegen Tag mit leerem Magen uns ausdenken, was wir denn kochen sollen.

10. ÖPNV oder Auto?

Fahrrad, zur Zeit jedenfalls um zwischen Kindergarten, Job und zu Hause hin und her zu fahren. Ansonsten gerne ÖPNV, zum einkaufen dann aber doch das Auto.

11. Hören Sie Podcasts und wenn ja, welche?

Ein paar, zur Zeit hauptsächlich Radio-Sendungen aus der Heimat. Zum Beispiel 1LIVE Klubbing, diverse 1LIVE Comedy Podcasts (Babo-Bus!), den ARD Radio Tatort oder Sendungen aus dem WDR-Hörspielspeicher.
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Nun zu dem Teil, wo wir die Regeln brechen.

Das Nominieren anderer Blogs fällt uns irgendwie sehr schwer, irgendwie hatte ja jeder schon mehrere Awards und da das ganze ja ein Schneeballsystem ist, ist das auch logisch, und irgendwer muss das Ganze ja mal aufhalten, sonst gibt’s ne Lawine. Und wir sind diese Spielverderberärsche. Tja. Sorrynotsorry. Und wo keine Nominierten, da auch keine Fragen, gell?

Tag 152 – Total verrückt!

Hallo, ich bins mal wieder, das Baby!

Heute ist was total verrücktes passiert. Die Großen und der Halbgroße setzen sich ja immer hin und haben dann bunte Sachen auf so flachen Dingern vor sich und die bunten Sachen stecken sie dann in den Mund. Ich finde das sehr interessant, das sieht lustig aus und als würde es Spaß machen, sich die Sachen in den Mund zu stecken. Ich hab auch schon öfter versucht, an die Sachen dranzukommen, aber die haben mich nie gelassen oder mir nur andere Sachen gegeben. Die fand ich auch schon gut, meistens war es so gelbes Zeug, das ist erst ganz trocken und knisterig und wird dann irgendwann ganz klebrig. In letzter Zeit gabs auch öfter mal so weißes Zeug, das hat Mama oder Papa aus ihrem Dings rausgemacht und dann so gerollt und mir gegeben, das war voll lecker. Meine Mama sagt, hier kann ich das Essen, weil sie das hier selber macht und da nur ganz wenig Salz drin is. Keine Ahnung, was sie mit hier meint, oder mit Salz, is mir auch egal, es war jedenfalls oberlecker. Aber heute ist dann das echt abgefahrene passiert. Als die da die flachen Dinger hingestellt haben, haben die mir, bevor die mich hingesetzt haben, so nen Teil angezogen, das war noch viel zu groß und die Ärmel mussten sie umkrempeln. Und dann haben die mich in meinen Stuhl gesetzt, der war auch ganz anders plötzlich und dann STAND DA FÜR MICH AUCH SO EIN FLACHES DING MIT WAS DRAUF! Das waren so orange Stäbchen, ziemlich glitschig und schwer zu packen, aber Hey, das geht schon alles wenn man will und ich wollte das unbedingt. Und das war der O-ber-ham-mer! So was leckeres war noch nie in meinem Mund, glaube ich. Und die Stäbchen waren so weich, ich musste nur ein ganz bisschen mit der Zunge drücken, dann ging was ab und das konnte ich dann ein bisschen kauen. Ok, erst hab ich versucht, an den Dingern zu saugen, das war ziemlich doof, da musste ich würgen. Und einmal hab ich viel zu viel mit der Zunge abgemacht, das musste ich dann auch wieder ausspucken und ordentlich husten, als das zu weit reingerutscht ist. Aber insgesamt wars voll geil. Ich war komplett aus dem Häuschen und wollte das so gerne rauslassen und hab dann erstmal ganz ordentlich das flache Ding verdroschen. Da ist auch was von den orangen Dingern bei kaputt gegangen, aber das konnte ich dann hinterher vom Rand von dem flachen Ding ablutschen, das ging fast noch besser als mit der Hand. Vom flachen Ding geht übrigens nichts ab und schmecken tut das auch nach gar nix. Aber die orangenen Dinger kann ich echt empfehlen. Voll super. Aber nich zu dolle drücken, dann gehen die kaputt. 

  
Danach gabs erstmal ne extragroße Portion Milch von meiner Mama. Das war auch nötig, nach der Aufregung! 

Mal sehen, ob ich heute gut schlafen kann, das war ja mal ein total verrückter Tag, oder?

Liebe Grüße und bis bald –

Das Baby

Tag 151 – Dies und das und Kinderkram

Heute wieder kaum Bilder gemacht, deshalb entschieden, kein Wochenende in Bildern mitzumachen. Ha. Dafür gibt’s heute ein paar Bilder mehr (und morgen vielleicht auch, mal sehen). 

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Heute morgen dachte ich kurz, dass ich verbluten müsste. Es gibt ja Frauen, die sich über ihre Periode freuen, weil das so reinigend ist und zeigt, dass alles funktioniert, wies soll. Ich gehöre nicht dazu. 

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Die To-Do-Liste für dieses Wochenende ist utopisch lang, aber immerhin haben wir fast alles zumindest angefangen. Als erstes stand da: Babysachen sortieren, Kiste vom Dachboden holen (wir vermissen diverse Dinge, vielleicht waren die aber auch kaputt, man weiß es einfach nicht mehr). Hier spielt das Riesenbaby mit dem Zettel, der die Größenangabe des Inhalts der Kiste darstellt. In der Kiste mit 6-9 Monate waren die vermissten Dinge nämlich nicht drin.

 

(Der Strampler ist in Größe „6Months“ und eigentlich schon zu klein. Genauso wie die Hälfte der Sachen, die dem Kind mit 7 Monaten gut passten.)

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Das Kind beschwert sich seit einiger Zeit, dass der Gurt seines Reboarder-Kindersitzes sein „Pillerlamm“ einklemmt. Deshalb haben wir heute recht kurzfristig beschlossen, dass es Zeit für einen neuen Kindersitz ist. Ich hatte da schon mal vor einem Dreiviertel Jahr (als wir den Reboarder für drölfzig tausend Kronen kauften) was vorbereitet:

  Und jetzt ist das Kind stolzer Besitzer eines neuen Kindersitzes, den es nur noch in zwei Farben (raten Sie mal) gab, dafür aber wegen dieser Farben reduziert war. Und das Kind wählte die Farbe… *trommelwirbel*… Rosa. Die eigentlich Lila/Auberginig/Himbeer ist mit Rosa Kopfstütze. Schon schick, bis auf das rosa, ich hätte ja den blauen genommen, aber es ist ja seine Entscheidung. Herr Rabe war nur froh, dass das jetzt der „letzte“ Kindersitz ist, den wir kaufen, danach gibt’s ein Kissen, wenns das dann überhaupt noch braucht. Dafür wird es den Sitz hoffentlich lange haben. Und das Baby kann dann jetzt in den Reboarder, der geht nämlich ab Geburt.  
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Herr Rabe hat sich ein neues iPhone gekauft heute und dann ging noch was schief mit der SIM-Karte, was etwas Chaos war wegen schließender Läden, aber jetzt geht alles und er ist sehr glücklich. Man muss dazu sagen, dass sein altes iPhone 4S jetzt auch schon lange Jahre auf dem Buckel hatte und ich keinen Menschen kenne, der so sorgsam mit seinen Devices umgeht, wie Herr Rabe, insofern wars verdient. 

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Telefonat mit dem Kind:

Kind (Wohnzimmer): *Ringring* Mama?

Ich (Küche): Ja, hallo, Kind? Was gibt’s denn?

Kind: Guten Tag.

Ich: Hallo!

Kind: Wollte Sagen, du vorbei kommen!

Ich: Hmm, willst nicht lieber du zu mir kommen? Ich hab was leckeres gekocht.

Kind: Will keinen Kuchen.

Ich: Ok, es gibt ja auch keinen Kuchen, es gibt Lasagne.

Kind: Tschühüüüss! *geht spielen*

Ich: *sehe verwirrt mein imaginäres Telefon an und lege auf*

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Das Baby ist zu groß für die Babyschale am TrippTrapp:

  
Morgen wird das Babydings vom Dachboden gesucht und das neue Kissen installiert, der Tisch war leider ausverkauft heute und wird später besorgt, Dünsteinsatz haben wir auch seit heute, EBook über breifreie Beikost ist runtergeladen: es kann losgehen mit selber essen. *Hier wehmütigen Seufzer einfügen*

Tag 150 – Tage wie dieser

Ich beneide ja Frauen, die nach einer Schwangerschaft erstmal 10 Monate oder so ihre Tage nicht bekommen. Ich beneide auch Frauen, die kein PMS haben. Und Frauen, die nicht jeden Monat direkt einmal Migräne oder zumindest ordentliche Kopfschmerzen kriegen, die beneide ich besonders. 

Und weil alles, was ich heute schreiben würde (draußen sind -15 Grad, das Baby nölt rum, das Kind nervt uns zu Tode mit seinem „Klaaaarte ikke!!!“-Geheule, 25h Stoffwindeln und der Po ist schon wieder rot, der Babyernährungsratgeber empfiehlt Hähnchenleber und hab ich schon erwähnt, dass -15 Grad sind?) in einen Rant ausarten würde wegen besagtem PMS, belasse Ichs mal dabei und trinke lieber einen Kakao. 

Warum kriegen Männer keine Periode (und jetzt kommen Sie mir nicht mit zyklischen Hormonschwankungen, die verhalten sich doch zum weiblichen Zyklus wie das Frühlingslüftchen zum Orkan!)? Ich prangere das an.

Tag 149 – Rückreise

Tja Hmm, die Rückreise war eigentlich so smooth, dass man kaum was drüber schreiben kann. Vielleicht, dass Herr Rabe und ich beschlossen haben, dass für derartige Aktionen zwei große Koffer besser sind, als ein großer, ein mittlerer (der aber eh heut seine letzte Reise angetreten hat weil Reißverschluss kaputt) und ein kleiner (den wir aber auf jeden Fall behalten, der geht nämlich als Handgepäck durch). Oder dass ich mich wirklich frage, wer sich überlegt hat, dass es die Gepäckwagen in Schönefeld draußen vorm Bahnhof gibt und man erst mit dem Geraffel durch den kompletten Bahnhof muss, wo auch gefühlt kilometerlange Menschenschlangen vor den Ticketautomaten stehen. Oder dass das Kind nachweislich im Stehen schlafen kann.

 
  

Was allerdings bemerkenswert ist, ist wie kalt unsere Wohnung ist. Nicht nur die Luft, auch Sofa, Stühle, Wände im Bad, alles was man aus Schränken nimmt, einfach alles ist kalt. Wie gut, dass der supertolle Herr Rabe vor seiner Abreise noch Holz im Ofen aufgeschichtet hatte, sodass wir heute nur das Feuerzeug reinhalten mussten und zwei Minuten später war der Kamin an. Seitdem bullert der Ofen auch durch, und ich sitze direkt davor und wünsche mir einen Dönerspieß, damit ich gleichmäßig rundum warm werde. 

Tag 147 – Bielefeld Tag 24 – WMDEDGT Januar 16

Wie an jedem 5. des Monats will Frau Brüllen von uns wissen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

(Ich kann kaum noch die Augen offen halten, erwarten Sie also bloß nicht zu viel…)

Los gings um 06:30. Da stellte ich versehentlich den einen Wecker direkt aus, statt zu snoozen. Gut dass 4 Minuten später der zweite Wecker ordnungsgemäß losging, den snoozte ich dann bis kurz nach sieben vor mich hin, während das Baby noch schnell frühstückte. Dann pirschte ich mich aus dem Bett, machte mir ganz schnell einen Kaffee, wusch noch schneller meine Haare (Nachteil an kurzen Haaren: man kann vorm Waschen nicht unter Leute morgens), putzte unnötiger Weise meine Zähne und zog mich an. Um 07:32 verließ ich das Haus. Um 07:33 war ich zurück, um irgendwas zu holen, mit dem ich das Aufo freikratzen konnte. Ich fand bloß eine Kehrschaufel und hoffte auf das Beste. Die dicke Eisschicht auf den Scheiben ließ sich glücklicherweise sehr gut in großen Schollen ablösen und um 07:42 fuhr ich los. Um 07:58 parkte ich und war um Punkt 08:00 beim Zahnarzt. Ins Zahnreinigungssprechzimmer konnte ich direkt durchgehen und es wurde direkt losgelegt – mit Zahnsteinentfernung. Mein Einwand, da sei doch gestern noch keiner gewesen, wurde überhört und munter drauflosgekratzt. Dann die Sandstrahlung der Zahnzwischenräume und dann Polieren. Das Speichelsaugdings war die meiste Zeit (meiner Meinung nach) zu stark eingestellt (falls man das regulieren kann), oder die Helferin war sehr ungeschickt, jedenfalls saugte es sich ständig an meiner Wange oder Zunge fest. Spaßig. Als es endlich vorbei war, besah ich mir mein jetzt erst Recht blutendes Zahnfleisch und war wenig begeistert. Auch von der Rechnung über 88,20€ nicht so ganz. Hoffen wir, dass es wenigstens langfristig mehr bringt, als dauernd überall Reste von der Sandstrahlpampe zu finden. 

Wieder zu Hause nochmal zu den schlafenden Kindern und dem Handydaddelnden Herrn Rabe ins Bett gelegt und ebenfalls Handygedaddelt. 

Danach Frühstück mit Megahunger und leichtem Zeitdruck, da Herr Rabe zum Frisör musste. Der Kühlschrank lichtet sich langsam. 

Als Herr Rabe losgefahren war mit Kind und Baby erst Buch an- und dann Sendung mit der Maus geguckt, das Baby dabei für ein kurzes Nickerchen in den Schlaf gestillt, was neuerdings klappt. Meine beste Freundin sagte für heute Abend ab, weil sie wegen des Schnees in Norddeutschland  bei ihrem Freund hängenblieb. Dafür wird sie wohl morgen kommen. Besten Freund angerufen, wie wir das mit dem Auto machen (er braucht es morgen, wir brauchen es nicht mehr, eigentlich perfekt, aber mit den Kindern logistisch herausfordernd). Als Herr Rabe wieder da war, rief der dann meine Mutter an, ob sie heute Nachmittag/Abend Babysitten kann, damit wir Erwachsenenkleidung shoppen können. 

Dann mit dem Kind in die Wanne gegangen: den zu Weihnachten bekommenen Badeschaum aufbrauchen. Badeschaum ist das Tollste der ganzen Welt. Ich will jetzt nur noch mit Badeschaum Baden. Wir bauten einen Schaum-Schneemann, diverse Elefanten, machten uns Nashornhörner und Elefantenrüssel und hatten jede Menge Spaß. Eigentlich sollte ich danach noch mit dem Baby Baden, aber Herr Rabe war mit selbigem verschollen (ich nahm an, eingeschlafen) also beendete ich das Baden als der Schaum alle, wir sauber und mir kalt war. Als ich das Kind und mich gerade fertig eingecremt und angezogen hatte, kam Herr Rabe mit dem frisch erwachten Baby. Weil ich ja schon fertig war, musste dann er mit dem Baby Baden, mit 300mL Muttermilch im Badewasser, weil die wegmusste. Das Baby fand das Baden ganz cool diesmal und ließ sich danach von mir willig einölen. Das war sehr schön, mal ohne Geschrei. Und nach dem Baden konnte ich ihm auch mal die Fußnägel schneiden, bevor die im Kreis rumwachsen. 

Dann gab es ein Häppchen Reste für alle und dann kam auch schon Oma und Herr Rabe, das Baby und ich machten uns leicht verspätet auf den Weg. 

In der Stadt ging Herr Rabe Whiskey kaufen und ich schon mal in einen meiner Lieblingsläden. Nach dem Durchforsten des ganzen Ladens hatte ich zwei Stücke gefunden, die beide von Herrn Rabe und dem Baby abgenickt wurden. Die kaufte ich dann auch (und freue mich immer noch). 

Danach gingen wir zum BodyShop, Tagescreme kaufen (die ist in Norwegen irgendwie immer ausverkauft) und Pommes essen. Also nicht beim BodyShop, sondern gegenüber. Dann wollte Herr Rabe unbedingt noch nach Jeans gucken, ich besorgte in der Zeit noch etwas Reiseproviant. Herr Rabe fand und kaufte eine Jeans, dann eilten wir zurück zum Auto und fuhren zum besten Freund. Da mussten wir natürlich noch schnell mit hoch, die Pause nutzte das Baby zum Turbostillen, wir hingen allerdings schon etwas durch, also verabschiedeten wir uns von A. Und I.,  fuhren schnell wieder und nahmen M. Mit. 

Die Rückfahrt war bestimmt durch das Meckerbaby, das an jeder roten Ampel in Geheul ausbrach. 

Auf dem Weg noch schnell getankt, dabei kamen drei komplette Löschzüge mit Tatütata und Blaulicht an uns vorbei. Da hat wohl was ordentlich gebrannt. M. nahm dann sein vollgetanktes aber ungesaugtes Auto wieder mit nach Hause und wir verabschiedeten uns mindestens bis zum Sommer. Schnüff. 

Schnell Resteessen gemacht: Pellkartoffeln, 6 Fischstäbchen, 2 kleine Wiener (vegetarisch) und 1 Spiegelei. Das Kind hatte schon Maiswaffel mit Nutella gegessen (Danke, Oma…) und sprang auf Zucker wild herum und wollte dementsprechend auch nur das Ei essen. Nach dem Essen ging es dann für das Kind direkt ins Bett, beim Vorlesen („Trollbuch!!!“) wäre ich schon fast eingeschlafen, nach dem Singen bin ich dann tatsächlich kurz weggenickert aber rechtzeitig zum Tag aufschreiben wieder wach geworden. 

Irgendwie alles sehr schnell schnell heute. Morgen Packen. Mag nicht…

Tag 146 – Bielefeld Tag 23 – Schreeeeemaaaamm!

Gemischte-Gefühle-Tag heute.

Was blöd war:

  • Zahnarzttermin um 09:00 Uhr morgens
  • Den Termin muss ich selber bezahlen
  • wegen plötzlichem Schneefall (ca. 2 cm, nahezu überall schon längst weggetaut) verloren ca. 80 % der Autofahrer ihr Autofahrt-Selbstbewusstsein und krochen in Zeitlupe durch die Gegend
  • Ultra langsame Familie, dadurch nicht mehr geschafft, shoppen zu gehen (für die Kinder haben wir ja alles, da dachte ich mir, ich könnte vielleicht noch was für mich kaufen. Tja, nee.)
  • Meine Brille wird es wohl nicht mehr rechtzeitig hierherschaffen
  • Nicht mit meiner Mutter telefoniert, also nichts abgemacht wegen Babysitten damit wir Koffer packen können ohne dass uns das Kind die ganze Zeit in die selbigen springt
  • Ultra krasser Heultobschreianfall vom Kind, weil Schneemänner im Auto schmelzen würden und sein 15cm-Schneemännchen deshalb im Park bleiben musste. Nach 10 Minuten unartikuliertem Gebrüll und Gekreisch wenigstens mal den Grund der Sorge dem Kind aus der Nase gezogen: „Schreemamm *schluchzschluchz* ga-ha-hanz doll *schnief* Hunger hat!!!“. Hm ja. Was sagt man da?
  • Blöde Webseite vom norwegischen Mobilfunkanbieter ist blöd (und eines Tages werde ich Javascript anzünden)
  • Blöde Webseite vom Trondheimer Busticketverkauf ist auch blöd
  • Wie kann man eigentlich zweimal im Jahr aufs Neue vergessen, wie man als Doktorand den Semesterbeitrag bezahlt?

Was gut war:

  • Meine Zähne sind soweit völlig ok, die dunklen Punkte sind hart und solange nicht gefährlich, das Zahnfleisch ist gereizt, das wird morgen bei einer Zahnreinigung (hoffentlich) ursächlich bekämpft, aber die Zähne sind supidupi, nich mal Zahnstein
  • Der Termin kostet 23,63 €, was ungefähr 1/5 dessen ist, was ich dafür in Norwegen berappen müsste
  • Auch dass das Kind mit den Zähnen knirscht ist nicht weiter schlimm und auch sehr häufig bei Kleinkindern
  • Herr Rabe hat einen Mauskalender gekauft
  • Ganz liebe Leute besucht, die ich sehr lieb habe weil sie so lieb sind (und die ich auch sehr doll vermissen werde)
  • Ein Bild von zwei badenden Kleinkindern bekommen, die scheinbar sehr viel Spaß mit sehr buntem Badegedöns haben
  • Irgendwie doch geschafft, sowohl Handydatenpaket als auch Busticket zu kaufen
  • Mail an den Studentenservice geschrieben, dass ich eine Rechnung für den Semesterbeitrag brauche (dabei einfach die vom letzten Mal (31.07.15) kopiert)
  • Beim Nachschauen wie das noch mal ging mit dem Semesterbeitrag gesehen, dass ich den Statistikkurs bestanden habe (hier Fanfaren einfügen) (Gesehen hatte ich das schon früher, aber in der Weihnachtshektik glatt verdrängt)

Ich würde sagen, es hält sich die Waage. Gefühlsmäßig auch. Hmtja. Und morgen können Sie sich dann auf WMDEDGT freuen: Wie ich um 08:00 Uhr eine Zahnreinigung bekomme. Leben am Limit.

Tag 145 – Bielefeld Tag 22 – Beikost, ick hör dir trapsen

Wir waren heute nochmal bei Flavius und Brutus. Das war soooo schön, obwohl alle Kinder irgendwie etwas drüber waren, dabei und auch danach. Aber neue nette Leute hier kennenlernen macht es nicht einfacher, bald wieder ins trübe und kontaktarme Trondheim zu fahren. Seufz. (Btw: Monstro hat noch einen neuen Fan: Herr Rabe war ziemlich arg begeistert und jetzt hab ich ein bisschen Angst, dass er demnächst einen Hundewelpen anschleppt…)


Das Baby geht so ab dieser Tage. Nicht nur, dass es während der letzten drei Wochen einfach mal aus fast allen mitgeschleppten Klamotten rausgewachsen ist. Es rollt jetzt auch richtig rum, manchmal jedenfalls, wenn ihm der Untergrundhärtegrad zusagt. Dann aber exzessiv: Rücken-Bauch-Rücken-Bauch-Rücken-Seite… Außerdem hat es heute, wahrscheinlich angespornt durch Kind, Flavius und Brutus, die fröhlich auf die Regale kraxelten, angefangen sich in den Vierfüßlerstand zu drücken und dann mit dem Po nach vorne und hinten zu rocken. Das Rückwärts-rutschen hat es nebenbei perfektioniert, auch das Propellern auf der Stelle beherrscht es seit ca. einer Woche. Alle Hunde des Yoga klappen ja eh. Fast will ich dem Baby zurufen: Ey, lass das, du bist erst fünfeinhalb Monate! Da krabbelt man noch nicht! Was für mich aber noch etwas schwerer zu verdauen ist, als dass das Baby vielleicht demnächst noch mobiler sein wird: Es will definitiv langsam was anderes essen als immer nur Muttermilch. Man kann mit Baby auf dem Schoß kaum noch essen, weil es ständig die Hände im Essen hat. Es greift nach allem, was wir uns in den Mund schieben. Jeder Happen wird genau verfolgt. Krümel, die auf dem Boden gefunden werden, werden glücklich schmatzend verzehrt. Das Größte für das Baby ist es, wenn wir ihm während unseres Essens ein Stück Maiswaffel in die Hand drücken, die ist in Nanosekundenschnelle im Mund und wird frenetisch belutscht. Alternativ kann man sich einen Babyhändefreien Teller auch dadurch erkaufen, dass man dem Baby einen Teelöffel gibt, den es in den Mund schieben kann. Tja. In Norwegen werden wir wohl mal die Broschüre über Babyessen im ersten Lebensjahr herauskramen, lesen, lachen, verbrennen und dann doch machen, was wir wollen und wie wir das für richtig halten. Trotzdem bin ich etwas wehmütig, wenn ich so deutlich sehe, wie rasant das Baby sich entwickelt. Seufz. Und dass, wo ich das Stillen grade so gut und praktisch und kuschelig finde. Andererseits sind es ja auch nur noch vier Monate bis das Baby tagsüber mit Herrn Rabe allein sein wird. Und da es Flaschen bisher komplett ablehnt, wäre es schon gut, wenn es bis dahin innerhalb dieser acht, neun Stunden ernährungsmäßig von mir unabhängig wäre. Ach ja. Sie werden so schnell groß…


Apropos schnell groß: Das Kind hat seine Zeit bei Oma in vollen Zügen genossen und hat auch gut geschlafen, wenn auch erst um elf.