Tag 63 – Don’t turn around

Anleitung zum Babysein, 2. Übung: Wie man sich nicht auf den Bauch dreht

  1. In Rückenlage beide Beine anwinkeln und rhythmisch hin und her schwingen. Den Kopf dabei in die jeweils andere Richtung bewegen und laut „gäääähäääähäää“ singen.
  2. Aus der Rückenlage beide Fersen und den Schultergürtel fest in den Untergrund stemmen. Hüfte leicht anheben. Rhythmisch wiederholen, dabei wegen der Anstrengung sehr bald zu meckern anfangen.
  3. In Rückenlage eine Hand mit den Augen fixeren. Jetzt die Hand in Schulterhöhe auf der Liegeunterlage immer weiter vom Körper wegschieben. Den Kopf auf die Seite drehen. Vor Aufregung alle anderen Körperteile vergessen. In dieser Position (Arm ausgestreckt, Hand zur Faust geballt, Kopf zur Seite, die Hand anstarren) möglichst lange verharren.
  4. Ähnlich wie 3. Abwandlung: Zweiter Arm und Schulter bewegen sich mit dem Kopf in Richtung der angestarrten Hand. Hüfte und Beine aber in jedem Fall unbeweglich liegen lassen.
  5. Ähnlich wie 4. Abwandlung: Hüfte in gleiche Richtung wie Kopf drehen. Beine anwinkeln. Vor Schreck aus dieser so erreichten Seitenlage sofort wieder zurückrollen und nach Betreuungspersonal Ausschau halten.
  6. Ähnlich wie 5. Abwandlung: Nicht zurückrollen sondern entschlossen weiterarbeiten. Hierzu den Kopf weiter drehen, das Gesicht in die Unterlage bohren. Beine rhythmisch strecken und wieder anziehen. Dabei nörgeln.
  7. Ebenfalls Ähnlich wie 5. Abwandlung: Nicht zurückrollen. Gesicht in Unterlage bohren, Hüfte langsam weiter in Richtung des ausgestreckten, unteren Armes rollen. Den unteren Arm langsam ausgestreckt zum Körper ziehen, bis er einen Wall am Bauch bildet. Auf dem Arm liegen bleiben und lautstark das Betreuungspersonal alarmieren.

Heute #12von12 gemacht. Ging ganz gut. Besser als #wib auf jeden Fall.


Wollte ein Update auf El Kapitän machen. Davor wollte ich aber erstmal ein Backup machen, diese Meldung „Kein Backup seit drölfzig Tagen“ klang irgendwie zunehmend vorwurfsvoll in letzter Zeit. Backup dauerte lange. Dann nicht mehr genug Platz auf der Festplatte. Erst Kram evakuieren (externe Festplatte hing ja noch dran). Dann Download des Updates: dauerte ewig lang, das Baby ist derweil auf meinem Schoß weggepennt, aber das war auch klar nach der ganzen Turnerei vorher. Dann irgendwann endlich fertig, nur noch anhaken, auf welcher Festplatte denn installiert werden soll. Ja, natürlich auf der Mac-Festplatte, jaja. Nee geht aber nicht, weil Filevault gerade Daten verschlüsselt. Aber das tut es seit, ungelogen, Monaten und ich glaube es hat sich aufgehängt oder so, der Balken wird jedenfalls auch nicht voller. Voll angepisst aufgegeben. Heute Nacht darf das Macbook dann man anbleiben, vielleicht hilfts ja was. Sonst weiß ich auch nicht.


Wollte Statistikkurs-Hausaufgaben machen. Habe aber die falsche Ausgabe vom Buch (Hardcover statt Paperback), die Nummerierung der Aufgaben ist da anders. Bin außerdem zu geizig, mir für 97,98 € das richtige Buch zu kaufen. Also Dozenten ne mail geschrieben, ob er die Nummerierung in meiner Ausgabe weiß. Bisher keine Antwort.


Muss eigentlich heute um Mitternacht die Bahntickets für den Weihnachtsurlaub buchen. Hahaha. Haha.

Tag 45

Anleitung zum Babysein, 1. Übung: Faust in den Mund

  • Hand zur Faust ballen, auf Hüfthöhe halten.
  • Hand mit den Augen fixieren. Während der Übung die Hand NIEMALS aus den Augen lassen, sie könnte sich in Luft auflösen! Nicht blinzeln!
  • Arm mit ruckartigen Bewegungen langsam Richtung Kopf bringen.
  • Wenn die Hand auf Schulterhöhe angelangt ist, kurz verharren um die Hand in Sicherheit zu wiegen. Jetzt ist es besonders wichtig, dass die Hand weiter im Blick behalten wird. Auch wenn man dann schielen muss!
  • Blitzschnell die Hand in Richtung Mund bewegen.
  • Sollte der Mund getroffen worden sein, sofort mit dem Lutschen und Saugen beginnen.
  • Wurde statt des Mundes das Auge, die Stirn oder die Wange getroffen, Hand zurück zur Schulter bewegen und von dort neu beginnen.
  • Sonderfall: Wurde statt des Mundes das Ohr getroffen, kurz aber kräftig daran ziehen. Dann meckern, weil man am Ohr gezogen wurde.
  • Sollte der Mund den Kontakt zur Hand verlieren, von vorn beginnen.
  • Nach ca. vier Wiederholungen Gemecker einleiten, weil das Spiel doof wird.

Das Baby hat seine Rotvirus-Impfung bekommen und fand es gut. War ja auch keine Spritze sondern Schluckimpfung die wohl sehr süß schmeckt. Während ich noch mit der Schwester darüber sprach, wieso es in Norwegen oder Deutschland eigentlich keine Impfungen als Nasenspray gibt, kackte sich das Baby astrein ein. Innerhalb von drei Nanosekunden ab Gebrumm war es dann auch schon hinten aus der Plastikwindel herausgekrochen und hatte Body und Hose senfgelb durchtränkt. Toll. Sonstige Impffolgen bisher: großer Hunger und seitdem schläft es eigentlich die ganze Zeit…


Heute war wieder Ballett. Unsere Gruppe hat sich selektiert auf die Leistungsstarken und mich. Hmm ja, also mit einer etwas anderen Perspektive bin ich dann wohl doch nicht soooo gut. Hust. Eigentlich tanze ich gerne in Gruppen, die etwas über meinem Niveau liegen, weil ich den Anreiz brauche um besser zu werden. Aber als der Trainer dann fragte, wer von uns denn Fouette-Pirouetten könne, weil die so schön in das Stück passen würden, musste ich dann doch ein bisschen hysterisch lachen. Für alle, die nicht wissen was das ist: Fouette. In Black Swan übt Natalie Portman die vor dem Spiegel zu Hause und reißt sich derbe den Zehennagel ein. Schade Gut dass wir zu Hause nicht so einen Spiegel  haben, sonst müsste ich die jetzt echt üben. Muhahaha.


Ich kann kein Französisch. Also sprechen, Sie Ferkel. Immer wenn ich beim Ballett bin und noch schlimmer, wenn ich drüber schreiben will, fällt es mir wieder auf. Ich hab in der Schule Latein gelernt, weil meine Mutter sich seinerzeit nicht gegen meine Großeltern durchsetzen konnte. Was eine Verschwendung an Lebenszeit. Französisch klingt so schön und irgendwann wenn ich mal total viel Zeit hab, lerne ich Französisch. Und nein, es wird mir nicht leichter fallen, weil ich ja schon Latein kann und man dann ja andere romanische Sprachen und blablablabla. Denn, Überraschung, ich kann kein Latein. Ich kann noch so Wörter sagen, wie „Ablativ“ und „Nominativus cum Infitivum“, bin mir aber schon gar nicht mehr sicher ob die Endungen bei letzterem jetzt richtig sind. Und da ich auch kein Bedürfnis verspüre, mich jemals mit dem Papst zu unterhalten, ist das ja auch nicht schlimm. Aber kein Französisch können ist schon blöd.


Herr Rabe hat tatsächlich was geschrieben. Aber es ist noch ein Draft. Teaser :)