Tag 16:30 – Genug.

Um 16:30 Uhr wollte ich heute in den Trainingsraum gehen.

In echt ging ich um 16:45 meine Kollegin suchen, um ihr zu sagen, dass ich jetzt trainieren und dann nach Hause gehe und dann das offizielle Dokument, was sie noch durchschauen wollte, eben morgen von zu Hause aus schicke.

Die Kollegin war mit dem Kollegen in einer informellen Besprechung, der Kollege wollte dann auch noch was von mir, die Chefin kam dazu, plötzlich ging es um China und das Corona-Virus und was das für uns als Behörde heißt (jedenfalls keine Aussicht auf Däumchen drehen) und dann war es 17:30 und ich echt nicht mehr motiviert, dann noch zu trainieren.

Das Überstundenkonto schreit freut sich auf großzügige Sommerferien. Das andere, echte Überstundenkonto wird ja dieses Jahr nicht mehr gefüllt, wenn es sich vermeiden lässt, sondern eben alles ausbezahlt. Es sind so schon genug Stunden und dieses Jahr habe ich ja echten, bezahlten Urlaub, wie so eine Erwachsene.

Um das zu feiern, nehme ich morgen direkt mal einen dieser Urlaubstage und gucke mal, wie sich das anfühlt. Der Kindergarten hat nämlich zu. Pippi und ich werden meine neue Brille abholen und dann zu Herrn Rabe in die Hauptstadt fahren und mit ihm Mittag essen. Und dann machen wir noch ein bisschen Gurkenmaske und lackieren die Fußnägel und was Mädels(TM) noch so machen, wenn sie unter sich sind. Hochoffizielle Briefe verschicken. Sowas halt.

Tag 1624 – Freitag halt.

Nawww, das ist ja mal eine schöne Zahl.

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Morgens Blut abgeben. Der Stoffwechsel will ja kontrolliert sein. (Seufz. Hört halt nie auf.)

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Weil ich ein Schlaufuchs bin bin ich einfach direkt zum Arzt gefahren, als ich die Kinder abgeliefert hatte und habe gesagt, ich sei halt schon da. Statt um halb neun dann Blut abgenommen zu kriegen saß ich um halb neun bereits im Zug.

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Arbeit, Arbeit. Habe doofe Arbeit mit ganz leicht weniger doofer Arbeit wegprokrastiniert. War nur so mittelmäßig klug, weil die doofe Arbeit dann Montag gemacht werden muss.

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Gestern habe ich mein Mittagessen „verloren“. Morgens im Zug angekommen war ich sicher, es in der Küche stehen gelassen zu haben. Abends war es aber nicht in der Küche und die Putzfrau hatte es augenscheinlich auch nicht weggeräumt. Das kam mir sehr seltsam vor. Heute fand ich mein Mittagessen von gestern ganz unten in meinem Sportbeutel, den ich gestern bei der Arbeit gelassen habe, weil ich gestern noch Muskelkater hatte und deshalb spontan doch nicht trainierte. Aber so schlimm war es alles nicht, ich habe dann eben heute mein Mittagessen von gestern gegessen, nachdem ich sehr kritisch daran gerochen habe.

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Heute nach der Arbeit noch trainiert. Uff, uff. Aber die Schulter soll eben bitte halbwegs schmerzfrei bleiben.

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Nach dem Training und einer Dusche ein Geburtstagsgeschenk für den Kindergartenfreund von Pippi besorgt, bei dem sie morgen eingeladen ist. Das Ding ist – ich bin zwanghaft und wenig flexibel in meinen Plänen und als Laden 1 das nicht hatte, was ich haben wollte, lief ich einmal planlos ums Regal und statt dann im Laden der großen Spielzeugkette nebenan zu gucken, ging ich 10 Minuten durch die Stadt zur anderen Filiale der Kette, wo ich ursprünglich auch gewesen war. Manchmal lächle ich über mich selbst. Aber ich habe jetzt das geplante Geschenk.

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Mit Herrn Rabe die zweite Staffel von Zumbos Just Desserts zu Ende geschaut. Ich bin über die gewinnende Person ein wenig überrascht, hoffe aber, dass die zweitplatzierte Person bei Zumbo einen Job kriegt. Das sind so moderne Märchen, die ich mir ausdenke.

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Und wenn sie nicht gestorben sind, dann träumen sie noch heute von Kuchen.

Tag 1616 und Tag 1617 – Vergessen und verpeilt.

Mal gucken, ob ich dieses Mal dran denke, nen Titel reinzuschreiben, bevor ich abschicke.

Jedenfalls: gestern habe ich das Bloggen vergessen. Es war bis dahin ein langer Tag gewesen und dann hatte ich das Bloggen spät abends fehlerhaft als bereits abgehakt abgespeichert.

Gestern:

Kurs für neue Angestellte. Habe außer seltsamer Seltsamkeiten zu Kündigungsfristen nichts (!) neues erfahren.

Ich war sehr mutig und hab am Ende des Kurses gefragt, ob wer sein Halstuch nicht braucht, damit sich zu Hause die Kinder nicht über dem einen Halstuch zerfleischen. Hätte dann etwa sechs Halstücher haben können.

Danach gab es Pizza, das war ganz nett, danach arbeitete ich noch ein bisschen (das ist halt auch blöd, wenn man schon so lange da ist: die andere Arbeit bleibt so lange liegen) und dann machte ich Sport. Bisher bin ich recht diszipliniert mit dem Sport dieses Jahr.

Weil Herr Rabe Zugchaos meldete, war es nicht schlimm, dass ich in der Apotheke recht lange auf eine Impfung warten musste. Ich bin jetzt endlich gegen Grippe geimpft. Das war denkbar einfach, übers Internet bestellt und in der Apotheke gesetzt, fertig. Die Apothekerin war sehr vorsichtig und nett und danach kam dann auch ein Zug, der halt 35 Minuten Verspätung oder so hatte. Quasi alles super.

Trotzdem wachte ich heute mit derben Kopfschmerzen und dickem Arm auf und wenn ich nicht meinen Computer bei der Arbeit vergessen hätte, wäre ich wohl einfach im Bett geblieben. So schleppte ich mich eher schlecht als recht durch den Tag, verschickte einen Haufen Dokumente und Zeug und abends socializte ich tapfer beim Hausfest mit dem Zoll. Das klingt jetzt alles schlimm und wäre sicher schöner gewesen, wäre ich nicht so schrecklich müde und kopfschmerzig gewesen, aber eigentlich war es ganz nett.

Und ich nehme jetzt wirklich immer meinen Computer mit nach Hause. Sicher ist sicher.

Tag 1564 – Bisschen kurz.

…meine Zündschnur heute.

Gefühlt den ganzen Tag nur Augen gerollt. Gestern auch schon. Und vorgestern. Ich sollte das mit dem Twitter wirklich einfach lassen, wenn ich Phasen habe, in denen ich

  • Geschwurbel
  • Verschwörungstheorien
  • Sich widersprechende Aussagen von ein und derselben Person
  • Unsachlichkeit
  • Fehlinformation
  • Völlige Unfähigkeit einiger, über ihren Tellerrand zu schauen

wirklich nicht ertragen kann. Manchmal geht das besser, aber im Moment hab ich wieder mal eine Phase wo ich mir eine Welt voller Roboter wünsche. Ich stelle mir Kommunikation mit Maschinen überaus angenehm vor.

Im echten Leben auch nicht besser, bei der Arbeit alle irre und keiner hört irgendwo zu.

Kleine Anekdote, woran sich mein Kopf momentan wieder sehr aufhängt: wir haben einen Evaluierungsfragebogen bekommen, ob wir unsere bescheuerte Stillarbeitszeit behalten wollen. Und dann fragen die da: „Hast du durch die Stillarbeitszeit am Morgen mehr Konzentrationszeit bekommen?“ Und sie meinen: wurdest du weniger zu Meetings eingeladen, haben weniger Leute im Büro laut gesprochen oder geflüstert, warst du mehr ungestört? Aber das schreiben sie nicht und im Moment muss ich wieder Energie drauf verwenden, drüber nachzudenken, was sie meinen, aber nicht schreiben. (Am Ende habe ich mich trotzdem dazu entschieden, die Frage zu beantworten, so wie sie da steht, nämlich mit „Nein, ich kann mich nämlich eh morgens nicht gut konzentrieren und könnte da viel besser Meetings haben.“)

Oft geht das besser, dann ist auch die Zündschnur länger, das macht nämlich müde, dieses Reininterpretieren in Ungesagtes.

Vielleicht bin ich auch einfach urlaubsreif.

Dreieinhalb Wochen noch.

Aber die Kinder haben mich heute zum Lachen gebracht. Michel hat wieder einen Winkezahn und Pippi hat sich im Kindergarten einen Smiley mit Ohren auf den nackten Bauch gemalt. Die sind schon super, die zwei.

Tag 1556 – Ahhhhhhhhh!

Ich werd in nur einem Jahr, drei Wochen und vier Tagen auf ein Konzert gehen, von der besten Band der Welt! Ahhhhhhhhh! Und das alles nur dank Little B.! Ahhhhhhhhhh!

(Ansonsten heute so: dolles Gefühl von alle irre, quasi nichts geschafft wegen lauter Zeitfresseraufgaben und Physiotherapie mitten drin. Da aber sehr angenehm* massiert worden und danach wieder ein wenig in Wärmekissen eingepackt herumgelegen. Zurück zur Arbeit und da weiterhin alle irre.)

Ahhhhhhhhhh! Ich freu mich soooooo doll! Hach, hach!

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*Massage durch Physiotherapeut*Innen ist meist ja nicht sehr angenehm sondern eher so aua. Aber hinterher** ist es besser.

**bis morgen dann, wenn ich von der Massage sicher wieder Muskelkater habe.

Tag 1554 – Keine Bilder.

Ganz ehrlich, mein Tag war so langweilig, ich weiß nicht, wovon ich 12 Bilder hätte machen sollen. Ich bin früh aufgestanden (nachdem ich die letzte Stunde in Pippis Bett geschlafen hatte, weil sich in unserem Bett die Kinder auf mir zu stapeln versuchten), habe Frühstück für die Kinder und Kaffee für die Erwachsenen gemacht, habe mich angezogen, gewaschen und geschminkt, habe Kinder halb aus dem Bad mit Frühstück versorgt und nahezu ohne Motzen mit nur 7 Minuten Verspätung samt Herrn Rabe aus dem Haus bekommen (ok, Herr Rabe hat da auch zu beigetragen) und dann die Meute mitsamt all ihren Schlitten an/in ihren Betreuungseinrichtungen abgeliefert. Herrn Rabe habe ich am Zug rausgelassen. Weil die Züge zu vollen Stunde immer (!) auf den entgegenkommenden Zug warten, der ebenfalls zur vollen Stunde ankommt, habe ich den Zug um 8 noch bekommen, obwohl ich erst um 07:59 einen Parkplatz gefunden hatte. Juhu!

Dann Arbeit, da habe ich zwei Dinge getan, eine war mir wichtig und hat unerfreuliches zutage gefördert, eine war meiner Teamchefin wichtig und hat ebenfalls unerfreuliches zutage gefördert. Über beides kann ich leider nicht genauer schreiben.

Abends im Dunkeln und im Schnee und in der Kälte nach Hause gekommen, ich bin wirklich noch nicht so weit wieder für ein paar Monate draußen nur weißbraungrau zu sehen. Sowohl morgens als auch nachmittags daran gedacht, dass wir vielleicht bald alle ewige Sommerzeit kriegen, wenn die skandinavischen Länder nicht an einem Strang ziehen und das verhindern. Um acht Uhr morgens dämmerte es gerade so, um halb vier, als ich mir ein(ein?) Scone(s?) holte, schon wieder – wo doch immer das Argument ist, man könne noch so lange raus wenn die Uhrzeit zu der die Sonne untergeht, später heißt. Ewige Sommerzeit hieße für uns zur schlimmsten Zeit um 10:20 Sonnenaufgang und Untergang trotzdem um 16:10. Trondheim: 11-15:30. Sonnenaufgang nach 10 Uhr kann niemand ernsthaft wollen. Umgekehrt fände ich gar nicht so schlecht, wenn die Kinder im Juni nicht um 21:30 aus dem Fenster gucken würden und behaupten, Schlafenszeit könne ja noch gar nicht sein, es sei ja noch hell – selbiges gilt für meinen eigenen Biorhythmus, der unsinnig findet, im Hellen ins Bett zu gehen. Aber ich harre da der Dinge, die da kommen, mehr als hoffen, dass auf die Wissenschaft* gehört wird, zumindest hier oben im Norden, kann man ja nicht.

Abends die Kinder ins Bett gebracht. Peppa Pig vorgelesen. Herr Rabe war bei der Sitzung des Räumvereins und stellte fest, dass effektive Meetings in anderen Leben eine eher untergeordnete Rolle spielen. Sowas halt. Alltag halt.

Insgesamt aber kein Tag für 12 Bilder.

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*ja, Tagesspiegel ist nicht Pubmed. Aber darin finden sich Links für die interessierte Weiterleserin und ansprechend und verständlich aufbereitet ist es auch.

Tag 1553 – Besserer Alltag.

Zurück im Büro. Am Schreibtisch, mit der Maus in der linken Hand (nach wie vor trotz eher bescheidener Wirkung). Aber: ohne Kolleg*Innen, die sind nämlich alle auf verschiedenen internationalen Dingen und das heißt: keine Meetings. Was für ein unglaublicher Luxus das ist! Ich schaffe mal richtig was! Heute habe ich fast einen ganzen Report geschrieben, an einem einzigen Arbeitstag! Es ist fast wie Homeoffice, nur ohne Jogginghose mit Kaffeevollautomat und ohne rufende Waschmaschine und mit einem Fitnessraum im Keller. Den habe ich heute mal wegen dollem Aua in der Schulter für mein übliches Training benutzt (mit Hanteln) und das war sehr gut für die Schulter aber auch nicht so schlau, denn irgendwas war heute komisch. Ob ich zu wenig gegessen hatte (eigentlich ganz normal halt) oder ob das Spirale ziehen am Donnerstag noch so nachwirkt, wer weiß das schon, jedenfalls war es alles irgendwie anstrengender als sonst und mein Kreislauf nicht auf der Höhe. Als ich zwischendurch mal kurz dachte, irgendwer hätte am Radio rumgespielt und es leiser gemacht, dauerte es ein paar Sekunden, bis mein träges Hirn schnallte, dass das Radio völlig ok ist, meine Ohren aber nicht, bzw. die wohl auch, aber dass mein Körper im Begriff war, die nicht-kritischen Systeme runterzufahren, ich also gleich aus den Latschen kippen würde. Aber auch mit der Info „Kreislaufproblem!“ machte mein Hirn in dem Moment nicht viel, sondern veranlasste nur, ruhig stehen zu bleiben, die Hanteln festhaltend, bis das Gehör wieder da war. Dann endlich kam ein Signal an, dass ich die Hanteln weglegen und mich hinsetzen sollte und vielleicht was trinken. Das machte ich auch brav alles und der nette Mann den ich vom Radiopharmakateam kenne, fragte ob alles ok sei und da ging es auch schon wieder. Das ganze Erlebnis war jedenfalls eher unangenehm (auch wenn es sich jetzt lustig anhört) und ich werde in Zukunft zu schätzen wissen, da unten beim Training nicht allein zu sein. „Frau fällt in Ohnmacht und bricht sich mit Hantel den Fuß, wird drei Tage später von Ratten angenagt gefunden“ muss ja nicht unbedingt in der Zeitung stehen.

Tag 1548 – Kurzer Abstecher.

War heute im Büro. Gefühlt das erste mal seit zweieinhalb Wochen (letzte Woche Montag zählt nicht so ganz). Lustig da. Leider viel zu viele Leute die „nur mal kurz“ was von einer wollen und am Ende hat man irgendwie nur 1/3 von dem geschafft was man hätte schaffen wollen und sollen. Tjanun, ne? Wird alles schön aufgeschrieben, ich sammle das jetzt in einer Tabelle mit dem Titel „Zeitfresser“. Alles, was nicht in meiner Stellenbeschreibung stand, ich aber trotzdem machen muss. Und glauben Sie mir, das ist nicht wenig und ein so bunter Strauß an Problemstellungen, dass ich hin und her gerissen bin zwischen Jauchzen wegen Abwechslung und Herausforderungen und Weinen wegen Ahnungslosigkeit und Überforderung. Ich sammle das, weil ich meine Arbeitsbelastung sichtbar machen möchte, bevor es wieder heißt „und in welchen Gruppen möchtest du sonst noch beitragen?“. Because ain’t nobody got time for that. Außerdem kann man mit so ner Übersicht eventuelle neue Stellenbeschreibungen besser machen und hat genauere Zahlen zur Hand wenn es um die Einstellung neuer allwissender Inspektøre geht.

Genug des Gemeckers. Morgen Homeoffice mit Arzttermin, etwas länger schlafen und ich hege Hoffnung wenigstens noch schnell im Einkaufscenter eine neue Handyhülle besorgen zu können, wenn ich schon mal da bin. Meine hat nämlich, wie in so nem Werbevideo für Fahrradhelme, einen Sturz sehr effektiv abgewehrt, ist aber dabei selbst kaputt gegangen. Nach 10 Monaten, der Geiz, die Umwelt, alles schreit aber immer noch besser als eventuell ein neues Handy zu brauchen, weil es doof auf die Kante gefallen ist.

Tag 1529 – Mehr Alltag.

Viel Kleinscheiß bei der Arbeit weggerödelt, bevor ich zwei Wochen lang quasi nicht im Büro sein werde. Leider hört der Kleinscheiß nie ganz auf und ich und meine Kollegin werden trotz all meiner Bemühungen eben weil wir jetzt zwei Wochen lang nicht da sind eine Frist reißen. Das stresst mich, lässt sich aber nicht (mehr) ändern, die Kollegin hat halt heute ihren eigenen Kleinscheiß gehabt.

Abends mit Michel zusammen auf dem Sofa eingeschlafen, wir wollten uns nur ganz kurz hinsetzen und Zack… aber nur für ca. 30 Minuten, dann war Pippi, die kleine Dreckspatz, mit Baden fertig.

Apropos baden. Die Tage der Kinderklappbadewanne sind gezählt, sie hat einen Riss. Leider geht ja momentan jede Øre die übrig ist aufs Auto-Konto. Ich möchte immer noch so gerne eine Badewanne haben. Und einen Durchlauferhitzer. Und Starkstrom im Bad, für den Durchlauferhitzer. Und überhaupt.

Mit Herrn Rabe „Exit“ geguckt, also zwei Folgen, eine norwegische Serie über superreiche Banker. Das hatte uns die Babysittermama empfohlen, aber vor den ersten 5 Minuten gewarnt, die seien echt übel. Ich sag es mal so: die Norweger sind ja schon irgendwie putzig. Ernsthaft, Ja, also da bumsen zwei recht explizit und man sieht einen erigierten Penis. Huiuiuiuiui. Übel! Penis. Hihi. Die Serie ist auch… naja. Überzogen, dabei aber wenig lustig. Sorry, norwegisches Fernsehen.

Morgen „ausschlafen“. So wie man eben ausschlägt mit Kindern. Aber besser als um halb sechs vom Wecker geweckt werden allemal.

Tag 1526 – Kindkrankhomeoffice die 2.

Die guten Nachrichten vorweg: Michel geht es prima, nach einem weiteren halben Tag auf dem Sofa hopste er die zweite Tageshälfte rastlos darauf herum. Das muss ein komischer Kindervirus sein, der einen Tag Fieber und Abgeschlagenheit macht und das war’s dann auch. Aber besser so als drei Tage Fieber und dann noch zwei Wochen Schleimröchelhusten, was Kinder ja sonst auch gerne mal anschleppen. Jedenfalls freut sich Michel sehr auf die Schule und hat heute Abend „ssswei Sämuitsches“ gegessen „weil, Mama, morgen ist Schule und Sport und da muss ich Kraft haben und gestern hab ich ja auch nicht viel gegessen“. Ach, so große Kinder sind schon schön.

Ich freue mich auch auf Kindergarten Arbeit, in einem richtigen Büro, Hurra! Mein Skype-Meeting heute lief nämlich nur so lala, ich muss da mal eine kleine Schulung in online-Meeting-Tools anstoßen glaube ich. *Hüstel* nicht für mich *hüstel*. Dieses Homeoffice, selbst mit krankem Kind, muss ich weiter üben, es gefällt mir eigentlich gut, aber ich muss dann echt mein Handy weit weg legen und auch irgendwann das Ende finden. So habe ich die letzten zwei Tage halt mein normales Pensum durchgezogen, nur langsamer (das Handy). Und dann abends noch Guidelines im Bett lesen oder Spezifikationen am Küchentisch bis die Augen schon ganz klein werden – das ist nix. Das ist bestimmt auch total ungesund. Aber ich mag halt auch nicht morgens um neun unvorbereitet zum Meeting, ob on- oder offline, erscheinen und all die anderen Dinge müssen ja auch erledigt werden. Immerhin habe ich mir angewöhnt, Aufgaben, die mir so zugeworfen werden und die ich nicht sofort (also wirklich SOFORT) erledigen kann, in Outlook zu speichern. So habe ich den Überblick und habe (hoffentlich) am Ende des Tages eine hübsche Liste erledigten Kleinscheißes und kann mir auf die Schulter klopfen.

(Und weil ich halt ich bin, setze ich mich mit Fristen selbst unter Druck. Es ist schwierig in meinem Kopf.)

Aber ich sag Ihnen auch mal was: ich liebe diesen Job. Auch nach neuneinhalb Monaten noch. (Bin ich eigentlich inzwischen fertig eingearbeitet? Njaaaa. Inzwischen bin ich in der Phase angekommen, wo man denkt, man sei nie „fertig“ eingearbeitet, weil immer noch wie Karl aus der Kiste irgendwas neues springt.)