Tag 1277 – In den Pfützen schwimmt Benzin…

Na, Ohrwurm? Sorry, es geht ja aber einfach nicht an, dass ich damit den Tag über alleine rumlaufe.

Nachdem ich mit einer Freundin nämlich per WhatsApp über Nagellacke konferierte, hatte ich unbändige Lust, meine Fingernägel im Farbton Benzinpfütze zu lackieren. Und tadaa:

Das ist Deborah Lippmann „Wicked Game“ auf Essie „Liquorice“. Wicked Game ist ein Lila-Grüner Duochrome, sprich, je nach Licht sehen meine Fingernägel nun Metallic-Lila oder Metallic-Grün aus und ich bin sehr begeistert. Hach, hach.

Was war sonst noch? Wetter. Nachdem es seit Wochen durchgehend Minusgrade hatte und Wasser wenn überhaupt, in der letzten Woche aber massiv, gefroren vom Himmel kam, hat es gestern viel und heute ein wenig bei knapp über null Grad geregnet. Das heißt, man kann aus dem Schnee endlich mal was machen. Wenn man schon nicht Ski fahren kann… Zum Beispiel ein richtiges Iglu bauen.

Das hat Herr Rabe mit den Kindern gemacht, ich war in der Zeit in der Küche mit Brot, Hefezopf und danach dann Abendessen (Reis mit Dal und Naan, hatten wir lange nicht und ich frage mich warum. Wahrscheinlich weil ich in der Schwangerschaft mit Pippi kein Curry und alles was in die Richtung ging mochte und wir seither generell wenig Curryartiges machen.) beschäftigt. Ganz in Ruhe. Das war auch mal sehr schön.

Nicht so ganz schön: mein Handy erkannte irgendwann heute mein Gesicht nicht mehr, ich dachte, es könnte dann eine gute Idee sein, das Betriebssystemupdate, das seit Tagen nervt, zu machen. Blöd dabei: ich weiß meine PIN nicht. Die liegt, da sie nicht hier ist, höchstwahrscheinlich bei der Arbeit. Da liegt sie natürlich gut. Nicht. Meh. Aber immerhin wird mein Gesicht wieder erkannt.

Tag 1202 – Wie ich mal über ein paar Schatten sprang.

Ich habe heute zwei Dinge getan, die ich nicht oft tue. Heute morgen habe ich kurzerhand eine Mutter, die ich neulich mal auf der Straße traf, die außerdem Elternvertreterin in Michels Klasse ist und deren kleineres Kind in Pippis neuer KiTa-Gruppe ist, angeschrieben, ob sie nicht Lust auf einen Kaffee hätte, ich hätte eh einen Friseurtermin im Ort. Und dann war ich bei eben jenem Friseurtermin, neue Friseurin ausprobieren, eine Lehrling, von der ich im Vorfeld nicht wusste, dass die noch nicht soooo lange Lehrling ist, nämlich seit etwa vier Monaten. Und ich bin da ganz ruhig sitzen geblieben, eine halbe Stunde länger, als im Worst Case von mir veranschlagt war, habe ganz viele seltsame Zwischenstufen einer Frisur auf meinem Kopf kommen und gehen gesehen, wir hatten seeeehr viel Zeit, Millimeterweise pirschte sich die Lehrling an die von mir gewünschte Haarlänge (halt eher -kürze) heran und ich bin nicht irgendwann rausgerannt und hab geschrien „jetzt ist aber echt mal gut hier!“ Ich habe den Ratschlag der Chefin „Einen femininen Schnitt kriegst du hin, wenn du hier am Gesicht das so fedrig ausdünnst und ins Gesicht ziehst.“ einfach mit „nein, das möchte ich nicht, keine Federn, einfach kurz, ganz kurz!“ abgeschmettert und irgendwann lerne ich noch mal die Ausdrücke für „flott“ und „pfiffig“ auf Norwegisch um klipp und klar* sagen zu können, dass ich das auf gar keinen Fall will. Es wurde dann hinterher schon noch ok, sonst wäre ich nicht gegangen, bis dann die Lehrling ihre Rundbürste auspackte um mir die Haare über meinen Wirbel zu föhnen. Warum??? Ich sehe dann aus als hätte ich mir den Hinterkopf toupiert, wie in den 90ern. Yierks. Nun ja. Dafür habe ich auch nur die Hälfte bezahlt und die Lehrling weiß jetzt, dass ich die Maschine meine, wenn ich Maschine sage. Und keine Federn, bittedanke.

Der Kaffee mit der Mutter war dann ausgesprochen nett und wir haben uns ganz ordentlich verquatscht. Sie ist Schneiderin und Designerin, schreibt Nähbücher und gibt Nähkurse. Und das nicht so ein bisschen als Hobby, sondern sie lebt davon. Dabei aber herrlich entspannt und ich glaube ich habe oft genug gesagt, dass ich nur so hobbymäßig nähe, null kreativ bin und vor allem das alles nur durchs Machen gelernt hab, dass ich keine Angst haben brauche, mich mit Problemen oder bei Ratschlagsbedarf an sie zu wenden. Ich habe auch direkt von meinem Mantelprojekt erzählt und dass ich da schon gern ein Mantelfutter drin hätte und sie meinte, das sei gar nicht schwer, es gäbe zwar ein paar Kniffe, aber wenn man die verstanden hätte, wäre es ganz einfach. Und das könnten wir gerne mal an einem Abend machen, dafür brauche ich nicht zum Nähkurs kommen. (So nen Mantel näht man ja auch nicht an einem Tag. Aber vielleicht lache ich mir ja noch mal so ein beklopptes Projekt wie das blaue Kleid an, dafür wär so ein Kurs sinnvoll gewesen. Oder ich lasse mir mal wirklich zeigen, wie man Schnitte anpasst. Oder so.) Jedenfalls war es wirklich ein sehr schöner und unerwartet ausgedehnter Kaffee und ich hab am Ende sogar zugegeben, dass das für mich ein Riesen Schritt war, mich einfach so zu verabreden, weil Westfale und dann unter Norwegern, uiuiui, alles kompliziert.

(Danach war ich im überraschend gut sortierten Strick- und Nähladen im Ort und da haben die nicht nur (dünnen) Vadmel, sondern auch drülfzig Sorten Bänder und Kordeln und Tralala, ich hab jetzt also alles beisammen, was ich für das Kleid brauche und morgen geht’s los. Sollte schnell gehen, ist ja nicht besonders kompliziert.)

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Lippenstifte von Colour Pop. Uff. Also in Kurz, weil es schon wieder so spät ist**: Ich habe

  • Blotted lips: alle super.
  • Matte Lippie Stix: Alle super. Halten Bombe. Sind nicht so matt, wie der Name vermuten lässt.
  • Einen X-tra Matte Lippie Stix: super, schon sehr sehr matt. Würde vermutlich auch drei Tage halten.
  • Einen Ultra Matte Lip: Superst. Hätte nie gedacht, dass ich matte Lippenfarbe überhaupt mögen würde, aber der ist der Hammer. Ich habe halt nur den einen, Top8, ich glaube der ist aus dem Programm genommen worden. Deshalb weiß ich nicht, ob ich damit das gleiche Problem hätte, wie mit den
  • Ultra Satin Lip. Ich habe… neun glaube ich und die Qualität ist durchwachsen. Erst sehen die alle gut aus. Dann gibt es aber deutliche Unterschiede. Je dunkler, desto weniger gut halten sie. Das ist immer noch kein Vergleich zu allen anderen Lippenstiften, die ich sonst so habe und die man nach jedem Kaffee nachziehen muss, aber man wird ja verwöhnt. Denn alles was pink, rot, Himbeere… ist, hält bei mir ewig. Auch ohne Nachziehen. Und dann habe ich noch zwei nude-Töne und die sind nix. Bei mir werden die nach ner Zeit ganz seltsam ledrig und stumpf und sehen dann wirklich nicht mehr schön aus. Das kann dann nur Gloss optisch retten, aber dann klebt’s halt wieder.

Zu beachten gäbe es vielleicht noch: bei mir sehen am Bildschirm grundsätzlich alle Farben dunkler und weniger pink aus, als sie dann tatsächlich sind. Die Lipliner finde ich nicht gut, mir sind davon schon ein paar trocken geworden und dann bröselt die Mine weg. Der Primer ist gut und den benutze ich immer, schon allein weil man dann die Farbe besser auch wieder runter kriegt.

Meine Lieblingsfarbe ist nach wie vor Lyin‘ King, dicht gefolgt von Bossy. Aber das ist ja sehr Geschmackssache.

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*Klipp und klar wäre so ein super witziger Friseursalonname, den verstehen dann aber nur so Deutschnorweger, weil klipp = Schnitt und klar = fertig. Hihi.

**Projekt Lerche wird wieder verstärkt voran getrieben. Heute früh habe ich es mal mit Sonnengrüßen probiert. Waren halt eher so Tageslichtlampengrüße, aber vielleicht kann das ein gutes Mittel werden, mich morgens fit aber nicht ausgepowert zu kriegen.

Tag 923 – Alltagsmakeup in 10 Minuten.

Ich muss wieder an meine Nähmaschine. Ich bin besessen.

Aber weil ich auf Twitter heut drauf kam und ich auch schon öfter bei Youtuber*Innen gedacht habe „Jo, Alltagsmakeup und ungekürzt dauert das sicher ne Dreiviertel Stunde…“ habe ich heute mal wieder ein Bjuti-Video gemacht. Das ist nicht geschnitten, ich habe es mir noch nicht mal noch mal angeguckt und ehrlich gesagt habe ich geschummelt und hinterher noch Highlighter draufgemacht, da war die Kamera aber schon aus und ich hab das dann blind gemacht und jetzt leuchte ich bis zum Mond, juchhei. Auf jeden Fall kann man sich das hier ansehen. Für meine Verhältnisse sehr wenig Glitzer, aber so Glitzer-Explosionen finden ja viele im Alltag eher nicht so tragbar.

Tag 886 – Chill mal.

Heute quasi nix gemacht. Und das, vor dem mir am meisten graute: mit Pippi (aka. the Motzmaus aka. Trotzkind aka Die-Stur-Wie-Ein-Stier-Ist) alleine den Wocheneinkauf machen, war dann ganz entspannt und lustig. Tja, aber so hat man halt nix zu schreiben… Ist das jetzt schlimm, frage ich mich, müsste ich mehr schreiben, laufen mir die Leser*Innen sonst davon? Ist es Zeit für Nacktbilder oder wenigstens Bjutivideos? Elternsex im Familienbett, aber erst wenn alle geimpft sind?

Und dann denke ich: nee. Das ist ja hier mein Tagebuch, an manchen Tagen passiert nichts bahnbrechendes und manchmal (heute) sind das sogar die besten Tage von allen.

Und ein Durchbruch ist mir heute ja doch gelungen: ich habe endlich eine perfekt zu mir passende Foundation(-farbe) gefunden. Also, genau genommen, zu meiner wirklich unfassbar hellen, blaustichig-rosanen, fast durchsichtigen Winterhaut. Es ist – Überraschung! – die hellste Nuance. Badumm, Tss, wer hätte es gedacht. Die Verkäuferin jedenfalls nicht, die meinte schon zu der eine Stufe dunkleren (und dann auch noch mit gelben Untertönen, herrje, damit sehe ich wirklich wie ein Gouda aus), die sei vermutlich noch zu hell. Aber so sieht man jetzt keinen Unterschied mehr zum Dekolleté/ den Schultern und so soll es ja sein. Und aus jux und dollerei habe ich mir dann einfach mal ein samstägliches Gemütlichkeits Make-Up gemacht, mit dem ich auch im Supermarkt kaum auffiel.

(Get the party startet.)

Jetzt noch blaue Haare und die dann wieder in ne Frisur.

Auch im Bild, aber schlecht zu erkennen: mein einer neu genähter Pulli. Über den (und andere neue Teile) werde ich noch mal gesondert schreiben.

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Auto-Lobhudelei: gechillt, Herrn Rabe eine Sache mitgeteilt, die mich an unserem Zusammenleben grad stört* und relativ wenig die Kinder angemeckert.

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*Es gibt in unserer Beziehung zwei Arten, wie Konflikte ausgetragen werden: entweder, es schwelt ewig und beide meinen, der andere könnte ja mal was merken und dann kommen ab und an mal schnippische Kommentare und passiv aggressives Verhalten und dann hat man ja ein bisschen Dampf abgelassen und es schwelt wieder ewig und wenn sie nicht gestorben sind, dann zicken sie sich noch heute an; oder, das passiert wesentlich seltener, es ist so wichtig, dass es aus einem von uns (ok, mir) sofort Vulkanartig herausbricht, es wird sich angebrüllt, mit Türen geknallt und geheult und dann redet man drüber und findet eine Lösung und dann ist es das gewesen. Aus meiner Herkunftsfamilie kenne ich eigentlich nur letzteres, Herr Rabe aber nur ersteres. Ich versuchte heute morgen einen neuen Ausweg aus der ersten Variante zu finden, ohne irgendwann Weg 2 einzuschlagen.

Tag 882 – Lilashampoo ist kein Spielzeug!

Heute Nachmittag, nachdem ich heute früh mal nachgehakt hatte, kam mein bestelltes Lilashampoo an. Ich hatte ja bei einem Versender für Beauty-Krams bestellt, da bin ich dann, wie eigentlich immer, den Bewertungen gefolgt. Und das hier sollte sehr gut gelbtöne neutralisieren, deshalb kaufte ich es. Und probierte es eben aus. Und ich sag mal so: ALTAAAAAAA!!!

Hier die Flasche*:

Vorher gülden:

Mittendrin**, nachdem ich versucht hatte, mir die Hände wieder sauber zu schrubben, die komplett lila geworden waren, weil ich gedacht hatte, aaaaach, Shampoo, was soll das schon tun???

Nachher:

Und hier noch die Ecke, an der ich nicht so gründlich mit dem Auftragen war, weil ich ja auch dachte, aaaach, Shampoo, WAS SOLL SCHON PASSIEREN???

Hell, yeah. Blau kann kommen.

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*Selbst gekauft, keine Werbung.

**Das Internet hat gesagt, man kann das ruhig ne Stunde drauflassen. Ich wollte 30 Minuten ausprobieren, aber dann wurde Pippi wach und es wurden doch 40. Jedenfalls ist das Internet schuld.

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Auto-Lobhudelei: mich dazu gezwungen, zwei Bewerbungen zu schreiben.

Tag 803 – Erste und letzte Male. (Bjuti-Content)

War ja klar, dass das heute irgendwie schwierig werden würde, mit krankem Kind* und dem fiesen Versuch. Entsprechend sitze ich jetzt gerade bei der Arbeit und mache Sachen zum letzten Mal. Was ja auch irgendwie super ist. Zum Beispiel habe ich heute zum letzten Mal Zellen transfektiert und ich habe, weil ich keine „lebenden“ (also welche, die ich noch weiter führen muss) Zellen mehr habe eben jede Menge Medienreste weggeworfen. Und gestern um diese Zeit habe ich zum letzten Mal die große Ethanolflasche aufgefüllt. Jippie!

Und weil ich ja Zeit hatte heute, hab ich aus Jux und Dollerei die Serum-Foundation von The Ordinary ausprobiert. Es war… interessant (hier der Link—>). Und jetzt, nachdem das alles seit sieben Stunden drauf ist, ist mein Fazit: naja. Die trockenen Stellen sind immernoch trocken, dafür hat sich meine Nase und Stirn astrein durch die Foundation (und das Puder) gefettet. Gut, dass die nicht so teuer war. (Aber ich hab ja noch ne Farbe und nen anderen (feuchteren, vielleicht hilft das ja) Primer zum Probieren.

Jetzt noch 5 Minuten arbeiten und dann Feierabend. Bis Mitternacht, dann wieder hier. Und dann um halb neun morgen früh wieder. Und DANN, morgen Abend um halb neun, werde ich zum letzten Mal Zellen ernten.

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*es ist Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Badumm-Tsss.