Tag 923 – Alltagsmakeup in 10 Minuten.

Ich muss wieder an meine Nähmaschine. Ich bin besessen.

Aber weil ich auf Twitter heut drauf kam und ich auch schon öfter bei Youtuber*Innen gedacht habe „Jo, Alltagsmakeup und ungekürzt dauert das sicher ne Dreiviertel Stunde…“ habe ich heute mal wieder ein Bjuti-Video gemacht. Das ist nicht geschnitten, ich habe es mir noch nicht mal noch mal angeguckt und ehrlich gesagt habe ich geschummelt und hinterher noch Highlighter draufgemacht, da war die Kamera aber schon aus und ich hab das dann blind gemacht und jetzt leuchte ich bis zum Mond, juchhei. Auf jeden Fall kann man sich das hier ansehen. Für meine Verhältnisse sehr wenig Glitzer, aber so Glitzer-Explosionen finden ja viele im Alltag eher nicht so tragbar.

Tag 886 – Chill mal.

Heute quasi nix gemacht. Und das, vor dem mir am meisten graute: mit Pippi (aka. the Motzmaus aka. Trotzkind aka Die-Stur-Wie-Ein-Stier-Ist) alleine den Wocheneinkauf machen, war dann ganz entspannt und lustig. Tja, aber so hat man halt nix zu schreiben… Ist das jetzt schlimm, frage ich mich, müsste ich mehr schreiben, laufen mir die Leser*Innen sonst davon? Ist es Zeit für Nacktbilder oder wenigstens Bjutivideos? Elternsex im Familienbett, aber erst wenn alle geimpft sind?

Und dann denke ich: nee. Das ist ja hier mein Tagebuch, an manchen Tagen passiert nichts bahnbrechendes und manchmal (heute) sind das sogar die besten Tage von allen.

Und ein Durchbruch ist mir heute ja doch gelungen: ich habe endlich eine perfekt zu mir passende Foundation(-farbe) gefunden. Also, genau genommen, zu meiner wirklich unfassbar hellen, blaustichig-rosanen, fast durchsichtigen Winterhaut. Es ist – Überraschung! – die hellste Nuance. Badumm, Tss, wer hätte es gedacht. Die Verkäuferin jedenfalls nicht, die meinte schon zu der eine Stufe dunkleren (und dann auch noch mit gelben Untertönen, herrje, damit sehe ich wirklich wie ein Gouda aus), die sei vermutlich noch zu hell. Aber so sieht man jetzt keinen Unterschied mehr zum Dekolleté/ den Schultern und so soll es ja sein. Und aus jux und dollerei habe ich mir dann einfach mal ein samstägliches Gemütlichkeits Make-Up gemacht, mit dem ich auch im Supermarkt kaum auffiel.

(Get the party startet.)

Jetzt noch blaue Haare und die dann wieder in ne Frisur.

Auch im Bild, aber schlecht zu erkennen: mein einer neu genähter Pulli. Über den (und andere neue Teile) werde ich noch mal gesondert schreiben.

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Auto-Lobhudelei: gechillt, Herrn Rabe eine Sache mitgeteilt, die mich an unserem Zusammenleben grad stört* und relativ wenig die Kinder angemeckert.

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*Es gibt in unserer Beziehung zwei Arten, wie Konflikte ausgetragen werden: entweder, es schwelt ewig und beide meinen, der andere könnte ja mal was merken und dann kommen ab und an mal schnippische Kommentare und passiv aggressives Verhalten und dann hat man ja ein bisschen Dampf abgelassen und es schwelt wieder ewig und wenn sie nicht gestorben sind, dann zicken sie sich noch heute an; oder, das passiert wesentlich seltener, es ist so wichtig, dass es aus einem von uns (ok, mir) sofort Vulkanartig herausbricht, es wird sich angebrüllt, mit Türen geknallt und geheult und dann redet man drüber und findet eine Lösung und dann ist es das gewesen. Aus meiner Herkunftsfamilie kenne ich eigentlich nur letzteres, Herr Rabe aber nur ersteres. Ich versuchte heute morgen einen neuen Ausweg aus der ersten Variante zu finden, ohne irgendwann Weg 2 einzuschlagen.

Tag 882 – Lilashampoo ist kein Spielzeug!

Heute Nachmittag, nachdem ich heute früh mal nachgehakt hatte, kam mein bestelltes Lilashampoo an. Ich hatte ja bei einem Versender für Beauty-Krams bestellt, da bin ich dann, wie eigentlich immer, den Bewertungen gefolgt. Und das hier sollte sehr gut gelbtöne neutralisieren, deshalb kaufte ich es. Und probierte es eben aus. Und ich sag mal so: ALTAAAAAAA!!!

Hier die Flasche*:

Vorher gülden:

Mittendrin**, nachdem ich versucht hatte, mir die Hände wieder sauber zu schrubben, die komplett lila geworden waren, weil ich gedacht hatte, aaaaach, Shampoo, was soll das schon tun???

Nachher:

Und hier noch die Ecke, an der ich nicht so gründlich mit dem Auftragen war, weil ich ja auch dachte, aaaach, Shampoo, WAS SOLL SCHON PASSIEREN???

Hell, yeah. Blau kann kommen.

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*Selbst gekauft, keine Werbung.

**Das Internet hat gesagt, man kann das ruhig ne Stunde drauflassen. Ich wollte 30 Minuten ausprobieren, aber dann wurde Pippi wach und es wurden doch 40. Jedenfalls ist das Internet schuld.

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Auto-Lobhudelei: mich dazu gezwungen, zwei Bewerbungen zu schreiben.

Tag 803 – Erste und letzte Male. (Bjuti-Content)

War ja klar, dass das heute irgendwie schwierig werden würde, mit krankem Kind* und dem fiesen Versuch. Entsprechend sitze ich jetzt gerade bei der Arbeit und mache Sachen zum letzten Mal. Was ja auch irgendwie super ist. Zum Beispiel habe ich heute zum letzten Mal Zellen transfektiert und ich habe, weil ich keine „lebenden“ (also welche, die ich noch weiter führen muss) Zellen mehr habe eben jede Menge Medienreste weggeworfen. Und gestern um diese Zeit habe ich zum letzten Mal die große Ethanolflasche aufgefüllt. Jippie!

Und weil ich ja Zeit hatte heute, hab ich aus Jux und Dollerei die Serum-Foundation von The Ordinary ausprobiert. Es war… interessant (hier der Link—>). Und jetzt, nachdem das alles seit sieben Stunden drauf ist, ist mein Fazit: naja. Die trockenen Stellen sind immernoch trocken, dafür hat sich meine Nase und Stirn astrein durch die Foundation (und das Puder) gefettet. Gut, dass die nicht so teuer war. (Aber ich hab ja noch ne Farbe und nen anderen (feuchteren, vielleicht hilft das ja) Primer zum Probieren.

Jetzt noch 5 Minuten arbeiten und dann Feierabend. Bis Mitternacht, dann wieder hier. Und dann um halb neun morgen früh wieder. Und DANN, morgen Abend um halb neun, werde ich zum letzten Mal Zellen ernten.

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*es ist Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Badumm-Tsss.