Tag 1427 – Ferientag 6 und Tschüss, Besuch.

Heute war der erste Tag von Michels viertägigen Ferienspielen und gleichzeitig Abreisetag für meinen Bruder. Die Ferienspiele sind eine „Balanceschule“ mit Parcouring, Trapez- und Seilartisterie und Balance/Koordination. Oder wie Michel sagt „wir haben Aufwärmen gemacht und Stretching und ein Mädchen [die eine Trainerin, die dem Mädchenalter auch schon gut entwachsen sein dürfte] kann gefährliche Sachen an einem Seil machen, das von der Decke baumelt, sonst weiß ich auch nicht mehr“. War wohl aber gut. Was auch immer sie da taten.

Pippi ist ein wenig überdreht ohne Michel. Das werden spaßige 3 Tage noch.

Michels Uhr fiel gestern am See auf die Steine und das Uhrglas brach. Die Reparatur des Glases wird mehr kosten als eine neue Uhr und ca. drei Wochen dauern, weil Ferien sind. Trotzdem machen wir das und kaufen nicht einfach eine neue Uhr, denn ich kriege bei der Wegwerfeinstellung der Gesellschaft in Anbetracht der Müllberge auf fernöstlichen Inseln echt zu viel und hoffe, Michel lernt so mehr draus. Dass das Geld für die Reparatur oder halt eine neue Uhr von seinem Sparkonto kommt, kriegt er ja so noch nicht mit, das Konto ist für ihn ganz abstrakt. Drei Wochen ohne die neue Uhr sind da eindrücklicher.

Projekt „Kinder schlafen alleine ein“ läuft heute eher mäßig. Seit gestern sitze ich nicht mehr neben dem Bett sondern 2 Meter weiter am Kinderschreibtisch. Pippi findet das total kacke und boykottiert das Einschlafen. Durst, Pipi, Nase läuft, Spieluhr, Kuscheltier, dies, das, jenes. Bloß nicht einschlafen. Hoffentlich ist das jetzt nur ein kurzes Aufbäumen gegen diese schier unmenschliche Behandlung durch uns, jeden Abend diskutiere ich nicht mit so einem laufenden Meter herum. Davon abgesehen: 10 Minuten mit dem Kind kuscheln vs 60 Minuten mit dem Kind diskutieren und es immer wieder ins Bett schicken – wenn es so bliebe sähe ich da null Vorteil.

Außerdem ist mein Bruder heute nach Hause gefahren und ich bin ein bisschen traurig. Das war eine schöne Woche. Schnüff.

Tag 1397 – Samstag mit Irrwegen.

Alles in allem ein schöner Tag, trotz seltsamen Abstecher mittendrin. Ich lasse mir das nicht kaputt machen. So.

Chronologisch gesehen hab ich erst gründlich geduscht und dann Kraut aus dem Blumenbeet entfernt, das ich da nicht unbedingt haben will. An anderen Stellen im Garten darf das gern wachsen, aber meinen Blümchen müssen auch ein paar Nährstoffe bleiben. Dabei viele Walderdbeeren freigelegt und mich sehr gefreut. Die dürfen da ruhig wachsen, auch im Blumenbeet. Vor allem weil die Hummeln da voll drauf (haha) fliegen.

Herr Rabe hatte heute eine gute Idee: in das Hofladen-Restaurant gehen, das immer nur von Juni bis August auf hat. Das war einfach unheimlich lecker. Die Kinder benahmen sich so lala, ich glaube, wir müssen mit denen mehr in Restaurants gehen, um das zu üben.

Mit Blumen.

Die Kinder hatten Kindermenü – der Hühnchenburger wurde nach der Bestellung zu Pai (Quiche) geändert und ich war zugegebenermaßen skeptisch, aber die Kinder hungrig und auch nix anderes auf der Karte, was vielleicht besser gepasst hätte, also Augen zu und den Kindern Pai vorgesetzt, mit reichlich Salat und lila (Johannisbeer?-)Soße. Und dann geschah ein Wunder: Michel aß alles ratzeputz auf. Nur die Kirschtomaten aus dem Salat, die gab er Herr Rabe aber er hat ernsthaft gefragt, warum wir nicht nach dem Rezept für die Pai und die Soße fragen, denn das sei ja sooooo lecker. Ich traute meinen Augen und Ohren kaum.

Wir nahmen dann von da noch Kuchen mit, wie gesagt, die Kinder waren so mittel vorzeigbar, aber halleloo, was für Kuchen.

Passionsfrucht mit Glitzer.

Alter, was war das lecker. !!!

Das war zwar teuer, aber ich bin sicher, da waren wir nicht zum letzten Mal.

Tjoa, und dann hatte ich die brilliante Idee, nach Oslo zum Stoffladen zu fahren, um Bündchenstoff oder festen Jersey zu kaufen für ein Projekt, das ich morgen angehen möchte. Michel wollte gern mit und weil der sonst nur mault, dass ihm langweilig ist, fand ich das eine durchaus gute Idee. Also fuhr Herr Rabe uns zum Zug und wir dann weiter nach Oslo. Um dann vor einem verschlossenen Stoffladen zu stehen, weil Pfingsten, da kann man ja schon mal am Tag vorher in der Hauptstadt nachmittags um vier die Bürgersteige hochklappen. (Meine Fresse.)

Es war ohne Witz sogar nicht möglich, ein Eis woanders als bei 7Eleven zu bekommen. In OSLO. (Meine Fresse.)

Nunja, mit Eis in der Hand fuhren wir also einfach wieder zurück. Nur das nichts daran einfach war, weil wieder an den Gleisen gewerkelt wird und wir beim Flughafen aussteigen und mit dem Bus weiter fahren mussten. Michel machte das noch nervöser als mich, der Bus fuhr dann auch erst nach zwanzig Minuten warten überhaupt mal los und das war alles sehr chaotisch, das Kind hibbelig wie 10 Sack Flöhe und generell alles überaus nervig. Der ganze Heimweg dauerte dann auch einfach mal statt 36 Minuten Zugfahrt 25 Minuten Zugfahrt, 20 Minuten Warten und 25 Minuten Busfahrt. (Meine Fresse.)

Kinder ins Bett bekommen war recht schwierig, gelang dann aber doch irgendwann und dann guckten Herr Rabe und ich noch das Finale der 11. Staffel RuPauls Drag Race. Nun ist eine neue Queen gekrönt und yeeeesssssss das war Hammer! Hach!

Tag 1389 – Radieschen-Overkill.

Also, falls Sie eine Dreijährige zu Hause haben, die mit großer Begeisterung und einer sehr kleinen pinken Gießkanne Blumen und Beete gießt, dann Glückwunsch, denn das ist schon wirklich sehr sehr putzig. Aber dann trotzdem an dieser Stelle ein Tipp: zeigen Sie dieser Dreijährigen lieber nicht, dass die Radieschen ganz einfach aus der Erde zu ziehen sind, es sei denn, Sie wollen sehr viele zum Teil noch eher murmelgroße Radieschen essen. (Ok, es bleibt niedlich. „Die auch, Mama? Hmmm, das ist lecker, komm abwaschen.“)

Morgen dann also neue Radieschen aussähen. Und Möhrensamen kaufen, unsere sind offenbar zu alt.

Ansonsten heute den Tag gut rumgebracht, ein Brot gebacken, mit Pippi draußen gewesen, als wir Michel bei seinem Freund ablieferten, Pippi zu einem Mittagsschlaf überredet (sie scheint auf dem Weg der Besserung zu sein, denn sie wollte nicht schlafen, zum ersten Mal seit Ende letzter Woche) und dann ein bisschen gearbeitet, echt nur ein bisschen aber nun ist der Kopf frei fürs Wochenende. Die Eltern von Michels Freund haben ein Problem mit der Erdbeerbewässerung und ich überlegte kurz, ob ich Pippi und ihre pinke Minigießkanne wohl vermieten könnte, aber Kinderarbeit ist ja verboten, sowas aber auch.

Die Erdbeeren der Freunde haben nicht nur ein Bewässerungsproblem sondern haben auch ein Hagelproblem gehabt, die Freunde fürchten, die erste Runde Erdbeeren könnte komplett deformiert werden, weil die Blüten und Fruchtansätze zerschlagen wurden. Hier sieht es weiterhin mitteltraurig aus, einiges überlebt vielleicht, einiges ziemlich sicher nicht, Rhabarber und Radieschen müssen halt jetzt schon mal gegessen werden, zumindest die besonders stark geschädigten Pflanzen/-teile. Die Stockrosen aus dem Gartencenter haben irgendwas, Pilz oder so, eklig. [Kurz gegoogelt: Malvenrost. Awesome.] Leider waren die teuer und jetzt weiß ich auch nicht. Vielleicht Chemiekeule.

Jetzt möchte ich noch mit Herrn Rabe „Dead to me“ weiterschauen, das trifft zufällig thematisch auch ein major Internet-Thema heute, das mich auch beschäftigt, für das ich aber noch keine richtigen Worte finde, also vielleicht später, oder auch nie, meist braucht es bei dieser Art Themen nicht auch noch meine Meinung in dem Wust aus Gebrüll und Betroffenheit.

Tag 1381 – Vierter Tag geschafft!

Heute sogar gekocht! Ich bin Supermom. Natürlich haben die Kinder es nicht gemocht, obwohl ich die Tomatensuppe sogar gesiebt habe, damit bloß keine Stückchen oder gar Kräuter drin sind.

So Supermom bin ich übrigens nicht. Pippi ist doch ziemlich erkältet.

Das Apfelbäumchen blüht! Ich bin entzückt!

(Der Rasen sieht auf dem Bild schlimmer aus als in echt, wirklich!)

Ich finde so super, dass der Bauer, dem das Feld sozusagen rechts von diesem Bildausschnitt gehört, da drumrum einen recht breiten (schätze 3-4 Meter, ich bin aber auch echt schlecht im Entfernungen und Grössen schätzen) Streifen einfach wuchern lässt. Momentan wächst da sehr viel Löwenzahn, aber auch anderes sprießt und so ist inzwischen ein kniehohes Gestrüpp entstanden, in dem sich hoffentlich von Krabbelkäfer bis Igel alles wohlfühlt, das aus den Kiesbedeckten „Gärten“ der Nachbarschaft geflohen ist.

Morgen kommt Herr Rabe nach Hause, es wird auch Zeit. Ich bin sehr müde. Ich wünschte ja, ich würde so ne Woche Alltag mit den Kindern easy peasy erledigen aber nein. Es geht, aber nur mit Hängen und Würgen und zu wenig Schlaf für alle und zu viel Fernsehen für manche.

Im Werk das erste Mal eine Inspektion selbst angekündigt, also ganz allein (und direkt erstmal vergessen, meine Kollegin zu CC-en, Hups…) von meiner E-Mail-Adresse. Huiui. Da werd ich dann auch das erste mal nicht Observatør sein. Huiuiuiui. Hoffen wir, dass es so weiter geht, mehr Verantwortung macht gleich mehr Spaß.

Jetzt brauch ich nur noch ne Eingebung, ob Michel ab Sommer wirklich jeden Nachmittag zum Sport-Hort gehen soll (und wir dann keine Morgenbetreuung mehr hätten und er seine Freunde nicht mehr im Hort sähe, aber wir auch deutlich weniger Gebühren zahlen würden als jetzt). Über Nacht wär gut.

Tag 1376 – Duhs poäh.

Ohje ohje so spät schon. Erwartungsgemäß begann mein Tag mit Restalkohol und dem damit verbundenen Unvermögen, weiter zu schlafen. Ich döste dann aber doch noch eine Runde und am Ende waren wir dann doch alle spät dran. Wir hatten nämlich einen Termin zur Probefahrt, aber dafür wollten wir nicht allzu viele Kinder mitnehmen, deshalb brachten wir Michel zu B., der war auch noch müde von gestern, alles also wie geplant. So konnten die Jungs zusammen abhängen, Pippi konnte im Auto schlafen und ich wenigstens noch ein bisschen ausnüchtern.

Die Probefahrt war dann interessant, mal sehen, ob es tatsächlich dieses Auto wird. Pippi sagte zu mir auf mein Gemecker ob allzu fixer Beschleunigung: „Mama, du kannst das rote Auto nehmen. Papa und ich nehmen das hier und fahren schnell!“

Auf dem Rückweg bei der Pflanzschule vorbei und endlich! habe ich Holunder. Noch nicht eingepflanzt aber immerhin.

Der Rest des Tages ging müde drauf, wir machten den müden und ungehaltenen Kindern einen Film an und ich döste derweil ein bisschen. Danach gab es Pizza und dann Eurovision Song Contest mit Michel, der nicht rechtzeitig einschlafen wollte. Jetzt schläft er, aber vorher beteuerte er noch mal, dass er „die Serie mit den Männern die sich anziehen wie Frauen“ mag (RuPauls Drag Race) und Rock Musik auch. Dann hat er die Länder in seinem Tieratlas nachgeschlagen und mir Knöpfe an die Backe gelabert, dass da diese und jene Tiere wohnen und guck, das ist gar kein Gisch, was ist das, Mama? Das ist das Monster von Loch Ness. Ist das ein Dinosaurier? Ja, vielleicht, du Spatz, ich möchte das wirklich gern sehen!

Und jetzt sieht es nach den Jury-Votes so aus, als würden welche gewinnen, die ich ultimativ kacke fand. Seltsame Veranstaltung.

Tag 1373 – Rasenflaum und Sommergeruch.

Off topic: das ist ja wohl ne Zahl zum davor gruseln. Mir als bekennender Geradzahlfreundin rollen sich dabei die Fußnägel nach oben. Ist das eine Primzahl? Ja, oder? Irgs.

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Ich hab die Arschkarte weggearbeitet. Es war schlimm und stumpfsinnig aber hell yeah, ich bin fertig und habe das gut gemacht. Sogar einen halben Tag eher als geplant. Da kann ich mich ab morgen wieder dem Aufbau meines theoretischen Wissens widmen.

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Der Rasen sprießt, der Briefkasten ist umgehangen (dass ich das noch erleben darf!) und das Blumenbeet blüht komplett. Das ganze Blumenbeet? Nein, die Kugelprimeln sehen unglücklich aus und ich weiß nicht, warum. Der Rest der Blumen macht sich aber sehr gut, das Kastenbeet steht nun auch und bald können da diverse Pflanzenkinder einziehen.

Wenn ich jetzt noch wüsste, was Gurki hat.

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Beide Kinder, aber besonders Pippi, kamen heute dreckig und sommerduftend nach Hause. Dieser ganz spezielle Geruch nach… wahrscheinlich einfach Dreck und Sonnencreme, romantisiert halt Sonne, Wind und wildes Toben, der ist schon ganz speziell. Falls Sie sich fragen, ob der einen Namen hat: natürlich. Seit heute. Sogar zwei.

Ich mag den Sommer.
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Heute schon war alles viel besser als gestern. Wahrscheinlich waren das gestern also nur Hormone. Hormone sind doch echt doof.

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Heute auf dem Rückweg von der Arbeit hörte ich ein wenig (laut) Montreal auf Spotify. Die habe ich mit Herrn Rabe zusammen vor gefühlten 100 ca. 8 Jahren mal auf irgendeinem Festival gesehen und da waren die so lala, jedenfalls nicht so toll, dass ich mir ein Album hätte kaufen wollen. Aber so vom Band als Datei kann man das gut anhören (wenn man melodischen Lärm mag).

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Sonst war nix, nein sonst war nix, sonst war nix, sonst war nix (Peter Licht).

Tag 1351 – Nicht viel los.

  • Homeoffice war genau so langweilig wie vermutet
  • Pippis Arzttermin war ok. Es wurde ihr Blut abgenommen, ohne Emla-Pflaster vorher, dementsprechend trägt sie immer noch stolz ihr Pflaster und erzählt jedem und jeder wie doll das weh getan hat
    Elterngespräch im Kindergarten war auch ok. Pippi ist recht weit mit allem und sozial total umgänglich. Voll schön dass sie zu Hause dann die Diktatorin raushängen lässt. Ach ja, meine kleine Maus. Ab Sommer dann in der „Bärenhöhle“, bei den großen Kindern. Zum Abschluss malte Pippi noch lauter Vögel auf die Rückseite des Gesprächsprotokolls. Die Vögel sehen aus wie Kartoffeln in die man rechts und links nen dünnes Stöckchen gesteckt hat, aber MEIN BABY MALT WUNDERHÜBSCHE VÖGEL!!!
    Mit Michel Blumen gegossen
    Babypflanzen umgetopft
    Größere Pflanzen ins Beet und ins Gewächshaus umgesiedelt
    Tomati und Gurki gedüngt und beschnitten. Ich glaube, beide kommen mit der Erde in der sie sind nicht gut klar. Um zu vermeiden, dass sie viel Energie in Früchte stecken, habe ich vorerst alle Blüten und Fruchtansätze entfernt. Gurki ließ außerdem ein paar Blätter, die an den Rändern schon ganz Papier-ig durchscheinend waren. Die eine auf volle Snackgurken-Größe herangewachsene Gurke teilte ich mir mit den Kindern, die war sehr lecker
    Michel Hosen gekauft. Dieses Kind kriegt alles so schnell kaputt. Aber immerhin war Wollunterwäschr auf die Hälfte runtergesetzt, also habe ich zugeschlagen und nächsten Winter haben wir dann schon mal einen guten Grundstock. Außerdem spontan zwei weitere Chinos für mich gekauft, identische, und genau die gleiche habe ich auch schon, aber nun war sie auf 120 Kronen reduziert. Diese Hosen sind super: sehen hinreichend spießig aus um als Business durchzugehen, sind aber so geschnitten, dass sie fast cool aussehen. Darüber hinaus sind sie sehr bequem sowohl zum Sitzen als auch zum drin herum laufen. Jetzt hab ich drei und damit wäre der Signature-Look wohl besiegelt
    Abends Shawarma von Shawarma King, das war lecker aber nun hab ich Sodbrennen. Ich lern’s auch nicht mehr

Tag 1313 – Nachgeholt und vorgeholt.

Am Freitag:

  • Personalgespräch gehabt, Routine in der Probezeit. War ganz gut, meine Chefin ist mehr als zufrieden mit meinem Vorankommen im Einarbeitungsplan (ACH!), ich konnte loswerden, was man machen könnte, um Leuten den Start noch ein wenig mehr zu erleichtern, was ich mir für die nächsten drei Monate wünsche und wie ich das angehen will und wo ich mit den Ohren geschlackert habe.
  • Die Aufgabe für den Lead Auditor-Kurs abgegeben, was weg ist ist weg und ich wollte den Kopf freihaben weil
  • Apropos mit den Ohren schlackern: ich freu mich ja schon, dass ich eine ganz eigene SOP schreiben darf, hatte mich auch schon ein wenig gewundert, dass das Tool, dessen Benutzung ich beschreiben soll, noch gar nicht existiert und surprise: das Tool soll ich auch erstellen. Also irgendwie. Zur Not in Excel*. Weil aber alle anderen zur Zeit noch viel mehr mit den Ohren schlackern als ich und ich ja bis (festhalten!) Ostern Zeit hab, geht das alles voll klar. Muhahaha. Schlacker.
  • Schlackerdischlacker: nachdem mich meine Chefin morgens noch gefragt hatte, wann ich denn Auditor sein könnte (1-2 Monate dachte ich so, dann auch direkt Lead, weil aus Gründen halt) fragte ich am Nachmittag meine Kollegen, ob ich bei der Inspektion nächste Woche eigentlich ganz selbst Themengebiete bearbeiten sollte. Sie guckten sich seltsam an, sodass ich fragte, ob ich kurz rausgehen soll, dann lachten sie und dann durfte ich mir ein paar Rosinen aussuchen. So schnell ist man halt zum Auditor befördert**.

Kein Wunder dass ich müde bin.

Samstag:

  • Herr Rabe war auf einem Treffen, um eine Konferenz im Herbst zu organisieren. Den ganzen Tag. Ich war also mit den Kindern alleine.
  • Pippi war auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Einem 4. Geburtstag und der Zwillingsbruder des Geburtstagskinds geht in die andere KiTa-Gruppe, weshalb quasi der ganze Kindergarten eingeladen war. Pippi machte allerdings im Vorfeld nur Scheiß, sodass wir viel (!) zu spät zu Hause loskamen, dann noch ein Geschenk besorgen mussten (es wurde so ein Glitzer-Glubschaugen-Tier, Pippi hat’s ausgesucht und das Geburtstagskind hatte auch direkt Glitzer-Herzchenaugen, insofern immerhin ein Erfolg) und 20 Minuten zu spät kamen. Vielleicht lags daran, aber die folgenden 1,5 Stunden redete kaum jemand mit mir. Ich hatte ja noch die Hoffnung gehabt, dass ich Pippi einfach dalassen kann und mit Michel zur Bibliothek fahre, aber alle anderen Eltern aus Pippis Gruppe waren auch da und dann bin ich sicher nicht die, die ihr Kind ablädt und „Tschöhö!“ in den Raum ruft, bevor sie jubelnd von dannen zieht. Dafür hatte ich halt Michel dabei, der dann den Doppel-4. Geburtstag rockte. Zwischendurch verwandelte er sich kurz in einen brüllenden Dino, worauf ich ihn in die Küche zog und er sofort sagte, es sei zu laut und die kleinen Kinder so wild. Ach ja, I feel you, Michel. Nach kurzem Kuscheln ging es dann aber wieder und er musste kein Dino mehr sein. Nach dem Geburtstag hatte ich jedenfalls zwei Zuckerselige Kinder im Auto, die dringend mal ein Päuschen brauchten und so fuhr ich mit ihnen nach Jessheim.
  • Weil ich möglicherweise am Dienstag meine Piercings aus den Ohren nehmen muss, aber Montag die Piercer in Oslo alle nur bis 18 Uhr offen haben, musste ein Plan her. Der Plan war, die Piercings vorsorglich entfernen zu lassen und zu fragen, wo ich Werkzeug herbekomme, um das in Zukunft selbst zu machen. Dann sagte der Piercer aber, das könne ich auch alles selbst machen, also auch das initiale Entfernen und was ich dafür bräuchte. Danach hatte ich ein ärgerliches Fehlberatungserlebnis im Baumarkt mit einem Typen, der zwar keine Ahnung hatte, aber mir meine Aussage, was ich bräuchte, trotzdem nicht abkaufte. Naja. Nachdem der weg war, kaufte ich was ich brauchte.
  • Pippi schlief die ganze Zeit über im Auto. Wie ein Stein. Sehr niedlich. Dafür gab es dann natürlich Gehampel beim ins Bett bringen, bis ich (vor ihr) und einschlief.

Heute:

  • Sehr viel gebacken***
  • Gebügelt
  • Wäsche gewaschen, aufgehängt, zusammengelegt, verräumt
  • Körperpflege
  • Nägel lackiert
  • Sämtliche Outfits für die nächste Woche herausgesucht
  • Etwas gearbeitet****
  • Jetzt viel zu spät ins Bett.

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* klar kann ich sowas in Excel erstellen, aber das muss ich ja dann auch validieren (Inspektør for life!) und hui. Ostern ist ja gefühlt auch schon sehr bald.

** ich muss allerdings alles noch viel genauer aufschreiben als eh schon, weil ich als Observatør angekündigt bin, das heißt, ein anderer Inspektør muss die Verantwortung übernehmen, dass ich das alles ordentlich durchgegangen bin. Machen die natürlich nicht, wenn ich mit halbgaren Unterlagen ankomme.

*** mehr dazu morgen, mit Fotos

**** jaja, aber ich brauche die Checklisten eben morgen

Tag 1284 – Ein paar lose Enden.

Discovery. Die neue Staffel kriegt mich nicht ganz so wie die erste. Mal sehen, ob das noch wird. Spezifische Kritikpunkte (mit verklausulierten aber schon halt Spoilern):

  • Die zuletzt ausgestrahlte Folge war mir zu schnulzig
  • Die davor auch
  • Die davor war komplett absurd
  • Figuren kommen und verschwinden erklärungslos (die neue Technikerin, eine Figur, so nerdy und eigen, dass man sie so wunderbar ins Team integrieren könnte, aber sie ist halt mal sehr präsent da und dann komplett weg. Ist die Schauspielerin zwischendrin in den Urlaub gefahren? Haben die Drehbuchautor*Innen nicht miteinander geredet? Sowas ist doch Käse.)
  • „Security Consultant“. Und diese ganze Weltraum-Rowdy-Truppe.
  • Das enorme Plothole „das Mycelium wird uns sofort angreifen, wir haben nur eine Stunde, danach sind wir alle tot und das Schiff aufgelöst!“, wie es gestopft wurde „ach ja, äh, wenn wir hier durch rein gehen, ist es eigentlich safe!“, plus dass der Dings da angeblich monatelang überlebt haben soll, wo doch Kontakt zum Myzel ihn direkt hätte auflösen müssen. Aber klar, er hat sich ja mit Rinde bedeckt. Natürlich.

So. Weiterhin mag ich die verschiedenen Frauenfiguren. Vor allem Philippa Georgiou, selbst in dieser Weltraum-Rowdy-Truppe.

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Die Hort-Sache. Tja, neulich redete ich mit dem Hort-Chef und das lief wie erwartet schlecht. Er konnte mir keine Hoffnung machen, dass sich zeitnah irgendwas an der Qualität der Betreuung ändert. Des Weiteren verwies er an die Lokalpolitiker, auch für die Möglichkeit, nur den Morgen-Hort zu nutzen und dafür nicht 2000 Kronen im Monat zu zahlen, diese Möglichkeit ist nämlich nicht existent und das kommt halt „von oben“, machste nix, Pech gehabt. Nachdem die Nachbardamen aber gesagt haben, dass sie ihre Kinder ab dem Sommer auch im Sport-Hort anmelden werden und wir die Morgenstunden dann schon irgendwie abgedeckt bekämen, haben wir Michel nun kurzentschlossen doch beim Sport-Hort angemeldet, ab 1.4.* und drei Tage die Woche. Gleichzeitig reduzieren wir den normalen Hort auf 50%, entsprechend 15 Stunden pro Woche, nämlich jeden Tag eine Stunde morgens plus zwei Nachmittage. Diese Lösung kostet uns etwa 1000 Kronen pro Monat mehr, das kriegen wir hin. Und ab 1.8. dann eben nur noch Sport-Hort, 5 Tage die Woche und die Morgenstunden teilen wir uns unter sechs Erwachsenen auf, das muss ja irgendwie gehen. Spannend wird dann noch, wie wir es mit einem Auto lösen, vier Kinder und zwei Erwachsene zu verteilen. Aber auch das wird hinhauen. Hab ich jetzt beschlossen.

(Mit der Lokalpolitik werde ich trotzdem noch mal reden. Die müssten ja auch ein Interesse dran haben, dass Kinder wenigstens einen kleinen Teil der Betreuung nutzen und Eltern dafür bezahlen. Aber man muss vielleicht noch mal sehr deutlich sagen, dass 2000 Kronen für ~20 Stunden tatsächlich genutzte Betreuung pro Monat einfach nicht drin sind, die Alternative zu einem sinnvolleren Tarif ist also halt dass meins und andere Kinder gar nicht mehr angemeldet sind, das bedeutet weniger Geld für die Kommune und wegen weniger angemeldeten Kindern weniger Personal für die restlichen Kinder im Hort.)

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Die Milben kamen letzte Woche, es waren tagsüber -8 Grad, ich nehme an, sie waren alle tot gefroren. Ich habe keine einzige lebende Milbe gesehen, aber vielleicht sind die ja auch ganz klein, wer weiß. Jedenfalls flogen heute wieder ganz viele Erdmücken hier rum und ich habe dann wieder die Erde getauscht und die restlichen toten Milben drin verteilt. Ich hab so die Schnauze voll von diesen kack Mücken. Und die Schnecken glaube ich auch, sobald fliegende Mücken (und nicht nur Larven in der Erde) da sind, werden sie inaktiv. Die Mücken sind aber auch dumm wie Mücken halt und fliegen den Schnecken gegen die Augen und kriechen vielleicht auch in die Atemlöcher, da würde ich mich als Schnecke auch eingraben und nicht mehr rauskommen.

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Pippi ist wieder fiebrig und hat geschwollene Lymphknoten am Hals, sonst aber nichts. Ich bete zu allen höheren Mächten, an die ich nicht glaube, dass das nicht heißt, dass die Mandelentfernung das PFAPA nicht besiegt hat. Ebenfalls bete ich, dass mir das in der Probezeit nicht irgendwie angekreidet wird.

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Das Regal habe ich, nachdem es letzte Woche endlich die richtigen Dübel bekommen hat, heute eingeräumt. Es stehen nun hauptsächlich Bücher drin, weil wir kaum Dekogegenstände haben, die ich mir heute noch in mein Wohnzimmer stellen würde. Das sind halt alles Dinge, die wir mit Anfang 20 angeschafft haben, als wir zusammenzogen, zum Teil waren die auch schon in unseren KinderZimmern vorhanden, aus denen wir damals auszogen. Ingesamt seit langem nicht mehr mein Geschmack. Habe dann lange drüber nachgedacht, was denn mein Deko-Geschmack sein könnte und naja, vielleicht sind Bücher halt auch eine ausreichende Deko. Mir fiel jedenfalls nichts ein, dass ich mir ins Regal stellen würde. Ich hatte neulich schon das Problem mit Bildern an der Wand: mein Geschmack ist da eigen, es muss was sein, das ich mir gut angucken kann, aber das meine Aufmerksamkeit nicht komplett frisst. Schon manche Landschaftsbilder waren mir da zu viel, alles mit Menschen drauf eh, Tiere, hmm, Wellen, Sinnsprüche, Ballettschuhe und so weiter genauso wenig wie TigerLöweElefantenPanther oder chomglänzende Retro-Motorräder. Wenn die Bilderrahmen für die schon längst angekommenen Plakate mit Abbildungen von blauen Blumen auch da sind, zeige ich Ihnen mal die und Sie sagen mir dann, was die Dekogegenständliche Entsprechung zu blauen Blumen ist, ja?

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Mit dem Mantel habe ich immer noch nicht weiter gemacht. Nachdem ich gestern unvorsichtiger Weise gesagt habe, ich möchte gern am Wochenende nähen, musste ich heute für und mit Michel einen Lemming nähen. Danach Hausarbeit, Regal, Erde, krankes Kind, Zack, Tag um.

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*das war möglicherweise verfrüht, weil ich „1 Monat Kündigungsfrist“ so interpretiert habe, dass ich jetzt zum Ende des nächsten Monats kündigen kann. Aber dann hieß es plötzlich „Änderung wirksam ab 2 Monate, beginnend am 1. des Monats nach der Änderung“. Aber da war’s mir dann zu schade um die Nerven, echt mal, sind dann auch nur noch mal 1000 Kronen mehr für den einen Monat, da rege ich mich nun nicht drüber auf.

Tag 1282 – Logisch!

Herr Rabe sagt, diese ganze Mycelium-Sache bei Discovery sei voll unlogisch. Ich sage, Warp ist mindestens genauso unlogisch. So.

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Die Kinder gingen natürlich heute als Hasen! Pippi Mit aufgemalter Hasen-Nase, Schnurrhaaren und Hasenzähnen, Michel mit im Hort selbst gebastelter Maske, beide mit gestern gekauften grauen Outfits und gestern gebauten Puschelschwänzen. Kinder glücklich, alle glücklich.

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Müde, müde, müde. Und Frühlingsneid.