Tag 586 – Sonntag: war. 

Schlecht geschlafen, früh aufgestanden, eine schöne Stunde mit Pippi gehabt, gefrühstückt. Danach war der Akku komplett leer und ich schlief mitten im schlimmsten Geschwistergezänk einfach ein. Herr Rabe war etwas angepisst von meiner, ähhhh, Unpässlichkeit. Verständlich, war er doch eine komplette Woche mit den Rübennasen alleine und hatte auf etwas Zeit für sich gehofft. Nach dem Mittag kippte mein Akkustand und abends war ich dann topfit. Supi. Nix mit früh ins Bett. Dann total super Idee: meine Mutter anrufen, um Ostern abzuklären. Ich sags mal so: gut, dass Herr Rabe vorsorglich schon mal Schnaps Whiskey/Whisky organisiert hatte. 

Jetzt liege ich im Bett und morgen früh um fünf* klingelt der Wecker und ich hoffe der Whiskey wirkt und katapultiert mich gleich in den Tiefschlaf. Falls nicht gibt’s morgen erst viel Kaffee und am Abend eine original amerikanische OTC-Schlaftablette. 

* ja, eine Stunde eher als sonst. Nächstes Wochenende ist nämlich Zeitumstellung, da mach ich’s doch lieber jetzt einmal richtig und bin dann damit durch. 

Tag 585 – Wieder zu Hause. 

Es war eine lange Tour mit dezenter Tor- in Oslo. Zu Hause musste ich dann erst mal gründlich ausmisten und umräumen um Platz für meine Neuankömmlinge zu schaffen. Und natürlich die Kinder sehr viel knuddeln und lieb haben und jetzt werde ich hoffentlich einfach ganz schnell und gut einschlafen. Müde genug bin ich auf jeden Fall. 

Vor nem Dreiviertel Jahr noch besaß ich genau 3 Nagellacke. Und einen Unterlack und Schnelltrockentropfen.

Tag 582 – Platt.

Mein Tag heute:

  1. Verkatert am Anfang. Böser, böser Wein.
  2. Morgensession ausfallen gelassen, wegen Kater und weil ich doch noch mal das Manuskript durchgehen wollte, auf dem mein Poster basiert.
  3. Mittag, danach gingen alle Whale watching. Ich nicht.
  4. Ich ging spazieren. Zweieinhalb Stunden. In der Sonne. Als ich losging, schien die Sonne nicht. Es war zwar schön, aber etwas zu schön und jetzt hat meine DNA-Reparatur-Maschinerie an Nacken und Dekolleté ein bisschen damit zu tun, ein paar UV-induzierte Interstrand-Crosslinks zu beseitigen. Außerdem verlief ich mich mehrfach.
  5. Postersession. Anstrengende Postersession ist anstrengend. Zweieinhalb Stunden lang Menschen mit völlig unterschiedlichen Graden des Vorwissens die Methoden und Resultate erklären. Immer wieder von vorne. Highlight: der Typ, der direkt sagte „Oh, that has never been shown before, right?“. Lowlight: der unglaublich arrogant und mürrisch rüberkommende deutsche Postdoc mit irre guten Karriereaussichten und all den Artikeln, die ich dauernd überall zitiere (bisher, vielleicht demnächst nicht mehr). Der sich doof stellte. Arsch. Insgesamt gute Diskussionen gehabt, aber halt anstrengend. Dumme Idee auch, nach meinem 9 km-Marsch (laut App) direkt in die High Heels zu steigen.
  6. Direkt von der Postersession zum Abendessen, direkt vom Abendessen zur Abendsession, jetzt noch knapp zwei Stunden Vorträge, dann Bett.

Windig war’s auch, deshalb kein Nebel \o/.

    Tag 580 – So war übrigens die Anreise.

    Ich kämpfe noch ein wenig gegen den Jetlag an und übe kräftig das Tippen auf dem neuen iPad, bzw. auf dessen Tastatur. Da bietet sich doch an, mal über die Anreise hier zu schreiben.

    In der Nacht von Freitag auf Samstag schlief ich praktisch gar nicht. Warum auch, auf so nem 11-stündigen Flug kann man doch prima schlafen. Immerhin war es so kein großes Problem um 4:30 Uhr aufzustehen. Um viertel vor sechs gab ich Herrn Rabe einen dicken und den Kindern je einen vorsichtigen Kuss und machte mich pünktlich auf den Weg: mit meinem völlig überdimensionierten Koffer, meinem Handgepäcksrucksack und meiner Posterrolle. Ohne Mütze und Handschuhe und in meinen sommerlichen Turnschuhen wahr ich zwar deutlich zu kalt angezogen, aber der Bus kam tatsächlich recht schnell und außerdem stand ich so unter Strom, dass ich kaum fror. 

    Die erste große Herausforderung war das Aufgeben des Gepäcks am Flughafen. Der Automat weigerte sich, einen Gepäckaufkleber auszudrucken, also musste ich an den Schalter. Da war aber irgendein technischer Defekt, es stapelten sich schon die Koffer vor dem Schalter, weil die Bänder irgendwie nicht gingen und natürlich standen neben den Koffern diverse Rentner*Innen, die vor lauter Mistrauen in Technik und Personal wohl am liebsten ihr Gepäck persönlich ins Flugzeug getragen hätten. Hinter mir schnaufte eine Frau ungeduldig in meinen Nacken und schickte ihren Mann (der gar nicht mitreisen sollte) herum. „Frag mal da nach! Los, jetzt frag mal, was da los ist!“ Nach ca. 15 Minuten allgemeiner Ratlosigkeit sprangen aber alle Bänder wieder an und alles wurde gut. Sicherheitskontrolle und so war alles unspektakulär, ich kaufte mir eine Handcreme im Duty Free Shop und einen Kaffee, einen Smoothie und eine Banane am Kiosk und wartete aufs Boarding.

    Auch der erste Flug nach Stockholm verlief im Grunde ereignislos, sieht man mal von der lächerlich kleinen Maschine und meine proportional zur Flugzeit ansteigende Nervosität ab. Schließlich hatte ich zwischen Landung und erneutem Start genau 40 Minuten zum Umsteigen. Von den 40 Minuten gingen 20 dafür drauf, in einen Flughafenbus zu steigen, auf die anderen Passagiere zu warten, langsam verrückt zu werden, „Aaaaaaaaahhhhhhhhhh!“ zu twittern und über den Flughafen kutschiert zu werden. Kaum angehalten, sprang ich aus dem Bus, rannte ins Terminal, die Treppen hoch, guckte auf den Bildschirm und las: LAX, Last Call. Sprintete durch die Passkontrolle, sprintete zum letzten Gate im Terminal, kam als letzte Passagierin und komplett durchgeschwitzt und mit den Nerven runter am Gate an, bekam aus einem unerfindlichen Grund einen Smoothie in die Hand gedrückt und boardete als Letzte. Wenn ich schlechter zu Fuß wäre, wäre ich vielleicht zu spät gekommen. Fazit: 40 Minuten zum Umsteigen in Arlanda reicht eigentlich nicht. Vor allem nicht wenn man eigentlich total dringend aufs Klo muss. 

    Das Flugzeug nach LAX war sehr groß, ich saß ganz hinten am letzten Fensterplatz, neben mir ein junger, gutaussehender Norweger, der hirnentleerten, sexistischen Kram aus dem Bordunterhaltungsprogramm ansah. Das Essen war qualitativ mäßig und quantitativ gerade ausreichend. Es war sehr sehr laut und ich war Herrn Rabe unheimlich dankbar, weil er mir seine Active Noise Cancelling Kopfhörer geliehen hatte. (Habe ich je darüber gelästert, dass die Dinger absurd teuer sind? Wenn ja: Ich nehme alles zurück, die sind Gold wert!) Ein bisschen schlief ich, ich las die Hunger Games fertig, spielte Super Mario Land 2 auf meinem GameBoy (ja, einem alten Teil, ohne Displaybeleuchtung und Farben. Ich kann noch alles außer den Spielstand abspeichern), guckte die letzten drei Folgen von Black Mirror, die ich mir bei Netflix herunter geladen hatte (die Bienen! Huiuiui). Langweilte mich, konnte nicht mehr schlafen, guckte aus dem Fenster, langweilte mich noch mehr, las ein bisschen und dann waren wir auch schon da.

    Dann standen wir erstmal 45 Minuten auf dem Rollfeld herum, weil unser Gate belegt war.

    Dann stand ich 15 Minuten an der automatischen Passkontrolle an. Die dann wegen irgendwas mit meinen Fingerabdrücken nicht funktionierte.

    Dann stand ich 30 Minuten an der Border Control an. („Are you here to do business?“ – „I’m going to a conference.“ – „Conference about what?“ – „RNA Editing.“ – „RNA What? What is RNA?“ – „Erm, a part of our genome?“ – „???“ – „Genes?“ – „What is your profession?“ – „I’m a… biologist.“ – „OK then, have a nice trip, welcome to the USA.“)

    Und schlussendlich stand ich geschlagene 30 Minuten in der Schlange an, die einfach nur aus dem Flughafen heraus führt.

    Inzwischen war es 14:20 und rechtzeitig zum Beginn der Konferenz um 15:30 in Ventura sein, konnte ich mir abschminken. Insofern war es auch nicht mehr weiter schlimm, dass wir natürlich auf dem Weg aus L.A. heraus im Stau standen. Apropos Abschminken: Ich erwog, einfach drauf zu scheißen und nach meiner (wann auch immer stattfindenden) Ankunft erst zu duschen und dann zu den Konferierenden zu stoßen. Je später es aber wurde, so wahrscheinlicher wurde es auch, dass ich wohl erst kurz vor der Poster-Session ankommen würde. Irgendwann zog ich seufzend mein Notfall-Päckchen aus dem Rucksack und schminkte mich notdürftig, davon ausgehend, dass ich mich wenigstens noch schnell würde umziehen können würde.

    Als ich ankam, war mein Zimmer noch nicht fertig. Blöd, so musste ich in meinen Reiseklamotten mein Poster repräsentieren. Als ich mich für die Konferenz registrierte, erklärte mir der Mann da (Brian? Ryan?) den ca. 15 Meter langen Weg in den Konferenzraum. Ich musste zwei mal nachfragen, mein Gehirn war ganz einfach da schon nicht mehr erreichbar. Aus und schlafen gegangen. Oder ausgewandert. Trotzdem fand ich irgendwie den Weg in den Konferenzraum, hörte mir noch die Diskussion zum Eröffnungsvortrag an, hängte mein Poster auf und stellte mich daneben. Erklärte mein Poster zwei mal, aß (irgendwas) zu Abend, bekam endlich ein Zimmer, zog mich fix um und setzte mich in die Abendsession. 

    Nach fünf Vorträgen war ich absolut gar gekocht, konnte mich kaum noch auf den Beinen geschweige denn wach halten und war unendlich froh, als ich endlich, endlich duschen konnte. Sauber und ungeföhnt fiel ich in das überdimensionierte, aber unheimlich bequeme Bett wie ein Stein und schlief tatsächlich bis 04:20, und dann nochmal bis 06:30. (Dass der Jet-Lag damit noch nicht ausgestanden war, sieht man an den gestrigen Ausfällen. Und auch heute bin ich noch nicht wieder komplett fit.)

    Tag 568 – Klarkomm-Update. 

    Ich komme weiterhin klar, aber es ist anstrendend. Alles kommt mir anstrengend vor. Am Besten geht noch Laborarbeit, da brauche ich nämlich mein Gehirn nicht (klingt jetzt für Sie womöglich komisch, aber für mich ist das allermeiste davon wie Autofahren: man blinkt und bremst und kuppelt und macht Scheibenwischer an und aus, da denkt man ja auch nicht mehr drüber nach). Hirnarbeit aber zieht sich wie Kaugummi weil meine Konzentration einfach noch echt schlecht ist. Heute zum Beispiel hatte mich mein Chef gebeten, meine Versuchsplanung mal zu verschriftlichen, und damit meinte er (leider) kein Gekrakel auf Papier. Ich brauchte zweieinhalb Stunden für ein Flowchart und eine grobe Seite Erklärungen dazu. Musste immerimmerimmer wieder die gleichen Sachen nachgucken. Musste mich sehr zusammenreißen, nicht doch nochmal die Grundlagen zu checken, vielleicht habe ich ja was übersehen, nicht bedacht, falsch erinnert. 

    Insgesamt bin ich grade sehr froh, dass ich vermutlich bis Ende nächster Woche meine Zeit im Labor verbringen darf. Und dann geht’s los in die USA. (Das zu organisieren fällt mir lustiger Weise gar nicht schwer, ich habe mein Poster jetzt hier, ich habe Visitenkarten, ich überlege noch, Handouts vom Poster zu machen (vermutlich nicht, Geheimhaltung wird ja nicht grad einfacher, wenn man den Leuten das Geheimzuhaltende auf Papier gedruckt mitgibt), ich habe mir ein iPad Pro zum Abholen im Laden bestellt, habe dabei wunderschöne Schuhe gesehen, ich weiß jetzt grob, wo es Make-Up von welchen Marken zu kaufen gibt, ich habe beim Hotel angefragt, ob die für mich Päckchen annehmen würden, falls ich was bestellen würde… kurz gesagt: läuft!) Und danach mal sehen, da mache ich mir jetzt jedenfalls noch keinen Kopp drum. 

    Tag 561 – Platt. 

    Auch heute kam ich klar. 

    Wesentlich dazu beigetragen hat wohl, dass ich zu Fuß zur Arbeit und wieder zurück ging, jeweils so etwa 30 Minuten. Danach ist der Kopf schön leer, das ist sowohl für halbwegs konzentriertes Arbeiten als auch für einen entspannten Feierabend hilfreich. 

    Das Poster wird langsam. Bei ShareLaTeX gibt es inzwischen unheimlich viele Vorlagen für alles, was man in LaTeX* machen kann (also alles außer Kaffee kochen). So auch mehrere Poster-Vorlagen. Hurra! Nach stundenlanger ein bisschen Bastelei mit den Corporate Farben der Uni (NTNU-blau ist CMYK 100,75,0,5, falls Sie das auch so brennend interessiert, wie mich) hatte ich ein Design, dann bastelte ich die Abbildungen hinein und dann soweit meine Konzentration reichte noch Text dazu. Der Rest (hauptsächlich bei drei Abbildungen das „blablablabla hier muss Text hin blablabla“ durch echten Text ersetzen und die Einleitung noch mal umschreiben, die gefällt mir noch nicht) ist morgen gut machbar. 

    Ich merke, dass es nicht so der Knüller ist, 7,5 Stunden lang auf einen Punkt ca. 40 cm vor meinem Gesicht zu starren. Es fühlt sich an, als hätte ich einen Krampf in den Augenmuskeln. Sehr unangenehm und leider auch Kopfschmerz-induzierend. Außerdem bin ich nach einem kompletten Arbeitstag auch echt platt und möchte eigentlich nur noch ins Bett. Genau das mache ich deshalb jetzt auch: ins Bett gehen. 

    *kleine Anekdote zum Thema „Ich lasse mir nicht helfen und schon gar nicht von Herrn Rabe“: nachdem ich meine Bachelorarbeit noch in Word schrieb und deswegen am Tag vor der Abgabe fast einen Nervenzusammenbruch hatte, lag mir Herr Rabe in den Ohren mit LaTeX und dass ich das doch lernen solle. Ich sagte immer „hmmhmmm, jaja…“. Als ich dann, ein Jahr später, in meinem Stockholmer Wohnheimszimmerchen saß und einen Projektbericht schreiben sollte, brachte ich es mir selbst bei. Herrn Rabe erzählte ich nichts davon. Kein Wort. Erst Monate später, bei einem anderen Bericht, ließ ich nebenbei fallen, dass ich noch überlege, ob ich dafür mal eine KOMA-Klasse** ausprobieren solle. Hähä. 

    ** Schwer zu erklären. Eher für Bücher. Variabler als normale LaTeX-Dokument-Klassen. Aber auch ungleich komplizierter, weil es eben mehr Optionen gibt. Schlussendlich schrieb ich bisher nur meine Masterarbeit und einen 15-seitigen Essay zum wenig erbaulichen Thema „cancer (stem) cell dormancy“ mit KOMA-Klassen. 

    Tag 555 – Schnaps!

    Ich ging heute 20.000 Schritte, sagt mein Handy. Einen Teil davon ging ich nicht ganz freiwillig, weil ich mich mit dem Bus verfahren habe und dann von City Lade nach Sirkus Shopping lief und dann noch ein Stückchen weiter am rosa Fitnessstudio vorbei zur Bushaltestelle. Um dann festzustellen, dass ich den Rest auch noch hätte gehen können, das war dann auch nur noch ein Kilometer oder so, aber egal. 

    Jedenfalls lief ich dann von Rotvoll (Erinnerungen an den Waldorf-Kindergarten wurden wach, eieiei) nach Ringve (verrückt: den Teil des Ladestien bin ich das letzte Mal gegangen, als Pippi grade ein paar Wochen (3! 3 Wochen! Wahnsinn.) alt war. Mit Kinderwagen und Laufrad und leicht durchhängendem Beckenboden), da wollte ich eigentlich im Sponhuset einen Kaffee trinken, das hatte aber zu also lief ich aus Frust einfach weiter bis nach Korsvika (57 Treppen), ging am Lade Torget beim Narvesen Kaffee holen und dann nach Hause. Fast 13 km sagt das Handy, aber da ist ja auch noch zwei Mal der Weg zum Kindergarten* und zurück dabei. 

    Gelöst habe ich dabei null meiner Probleme. Aber wenigstens bin ich jetzt müde und ausgepowert. Das hilft gegen das Gedankenkarussell. 






    *Beide Kinder gingen heute wieder in die KiTa. Nachdem Pippi gestern eigentlich schon wieder recht fit war, nur sehr viel schlief, wollten wir die Nacht und den Morgen abwarten und dann entscheiden, ob ich einen weiteren Tag mit Kind Gewinne oder nicht . Heute früh war sie dann, bis auf eine ordentliche Rotznase, wie immer, schaufelte sich das Frühstück rein als gäbe es kein Morgen, schleifte ihren Rucksack zur Tür, zog sich selbst die Stiefel an und war bereit. Wäre Michel mal so kooperativ! Trotzdem rechnete ich fest damit, dass die KiTa irgendwann anriefe, ich solle sie abholen kommen. Tat sie aber nicht und als ich mich diesbezüglich safe fühlte, marschierte ich los. 

    Tag 551: Kurzmeldung.

    Ich bin zu 80% genervt. Deshalb nur ganz kurze Statusmeldung. 

    Wochenende mit Kindern ist viel anstrengender, als die Woche, wenn man selbst zu Hause, die Kinder aber im Kindergarten sind. Egal wie niedlich die kleinen Speckengelchen und Quatsch-Zwerge sind. 

    Wenn dann auch noch beide Eltern ab sieben Uhr morgens genervt sind, weil beide Kinder nach einer Kacknacht wach sind und eins brüllt und das andere erst nörgelt und dann singt (während das andere weiterbrüllt, versteht sich), dann wird der Samstag schon mal eher unentspannt. Und da hilft auch keine Abmachung, dass der eine Samstags liegen bleiben kann, der andere Sonntags: in so einer kleinen Wohnung durch Türen die nicht mal richtig schließen, hört man jedes Wort. Also erst recht Kindergeschrei. Herr Rabe kann das noch halbwegs ausblenden, in dem er sich auf sein hörendes Ohr legt. Ich höre aber auf beiden Ohren sehr gut. Und hab dann halt schon vor dem Aufstehen keine Lust mehr, mich in diese Kakophonie zu begeben. 

    So war unser Samstag. Genervt.