Tag 709 – Tja. 

Wir müssen wohl nach Basel ziehen. 

  1. Wir haben jetzt einen Wickelfisch. Wo sonst soll ich den benutzen?*
  2. Ich hab vergessen, Frau Brüllen den extra mitgereisten (und beide Tage mitgeschleppten) Lidschatten zu geben. 
  3. Michel ist schwer beeindruckt von Little L. 
  4. Ich bin schwer beeindruckt von Offline-Vikingpedia Little Q.
  5. Herr Rabe und der Hübsche können dann Ihr Fotografie-Fachsimpeln vertiefen. 
  6. Das allerwichtigste: Pippi ist heute mit Frau Brüllen ohne uns Eltern aus dem Restaurant gegangen, wir konnten so aufessen und sie (also Pippi. Frau Brüllen auch, aber die quietschte dann doch nicht ganz so laut) hatte augenscheinlich Mordsspaß. DAS GAB ES NOCH NIE!!!

Bester Moment: Erwachsenenunterhaltung „Blablabla Chemtrails blabla.“ Little Q.: „Was sind denn Chemtrails?!?“ Frau Brüllen, mit ohne Pokerface: „Ach, es gibt so Leute, die meinen, die Kondensstreifen von Flugzeugen wären irgendwas, was da versprüht wird, mit dem unsere Gedanken kontrolliert werden sollen…“ Little Q., auch kein Pokerface: „??? Bwwaaaahahahaha!“

Sieht so aus, als hätten wir da jetzt Freunde. Echte, greifbare, Real-Life Freunde. (Verrückt, dieses Internet.)

Anbei noch die einzigen paar Fotos, die ich heute gemacht habe. Herr Rabe hat sicher mehr, aber die müssen eben in Trondheim dann erst von der Kamera auf den Computer und dann machen wir hier Dia-Abend. 

Bergen von oben. Ich war so froh, überhaupt an der Bahn zu sein, dass das Adrenalin eh schon auf Maximum war und ich die Fahrt in einer sehr vollen Glasbahn einen steilen Hang hoch quasi entspannt durchstand.

Steintürmchen-Buddies. (So schön, wie unsere Kinder da im Wald aus Gefundenem ein Spiel erschaffen, nicht wahr? Gestern spielten sie noch mit einer Nasenspray-Verpackung und Alufolie.)

Suchbild mit Norwegischer Waldkatze.


*neineinein, die gehen NUR im Rhein und auch NUR in Basel, alles andere will ich auch nicht hören!

P.S. Augen-Update: es wird. Gestern war’s schlimm, sowohl optisch als auch schmerzmäßig, heute schon besser, jetzt ist es halt ein deutlich fühl- und sichtbarer Pickel innen am Lid. Ich bin mir nicht sicher, ob’s das Antibiotikum ist, das wirkt, oder einfach die Zeit, aber die Augenklappe wird vielleicht doch nicht nötig.

Tag 708 – Die Sache mit dem Gin. 

Einstmals, ich lebte in einer 9er-WG, nachdem das mit meinem Ex und dem Zusammenleben so toll geklappt hatte, dass er dann eben mein Ex wurde. Die WG-Zeit war eine tolle, der ich manchmal noch ein bisschen hinterherheule, unter anderem, weil man mit so vielen Leuten in wirklich engen Kontakt kam, die man sonst kaum getroffen hätte. Das war manchmal anstrengend („Wessen Topf ist das hier? Von Hubi? Aber der ist seit ner Woche im Urlaub…?“), manchmal skurril (eine Mitbewohnerin hatte Kinder-Rheuma und kochte sich einmal pro Woche so einen Sud aus irgendwelchen Chinesischen Heilpilzen, das stank total abartig, aber sie schwor drauf), oft aber lehrreich. Ich lernte zum Beispiel da erst richtig kochen. Vor allem vegetarisch kochen. Ich lernte, dass auch Soziolog*Innen/Psycholog*Innen/Fotodesigner*Innen/Geschichtswissenschaftler*Innen/Informatiker*Innen und so weiter normale Menschen sind, die jedenfalls nicht per se irgendwie merkwürdig sind, im Einzelfall natürlich schon, aber das trifft besonders auch auf Biotechnolog*Innen zu. Die besten Parties ergaben sich – wie so oft in WGs – spontan in der Küche, wo dann jeder aus seinem Zimmer irgendwelchen Alkohol herzauberte und wir tranken und rauchten (ach ja, genau: ich lernte da auch Zigaretten drehen) und quatschten und manchmal gingen wir danach noch weg. 

An einem dieser Abende holte eine meiner Mitbewohnerinnen, ich nenne sie mal Julia, weil gefühlt 30% der Frauen meines Alters Julia heißen, ich könnte sie auch Stefanie oder Melanie nennen, aber egal, ich schweife ab, sie holte jedenfalls Gin. Billigen, aus dem Aldi, schätze ich, wir lebten ja quasi alle von BAFöG. Dazu Tonic und die partyerprobten Plastikbecher. Eis hatten wir keins. Und ich sag mal so: IGITT. Wie kann man sowas trinken? Bah. (Kurz darauf trank ich dieselbe Kombi nochmal bei der Besten Freundin und kam zu dem gleichen Schluss.)

Fast forward 10 Jahre, letzte Woche bei Little B. Sie fragt, ob ich einen Gin möchte, ich sage, wahrheisgemäß, dass ich noch nie Gin getrunken hätte, den ich gemocht hätte, aber ich hätte wohl bisher auch nur schlechten Gin getrunken. (Wenn ich nur Burbon kennen würde, wäre ich wohl auch der festen Überzeugung, ich möge keinen Whisk(e)y.) So kam ich zu einem Probierportiönchen Bielefelder Gin und fand es… sehr lecker! Pur, einfach so. (Es kam nicht zu mehr wegen… keine Ahnung, zu viel geredet und zu müde?) Aber, so sagt zumindest Little B., der Bielefelder Gin ist auch etwas speziell, und ich würde mich jetzt nicht als Gin-Kennerin bezeichnen, weil ich einmal einen lecker fand. Deshalb war ich heute von der beeindruckenden Gin-Karte bei Royal Burger dezent überfordert und bestellte mir etwas hilflos einen Gimlet. (Da ist auch Little B. dran Schuld, so als Instagram-Influencerin.) Und der war auch sehr lecker. Sehr lecker!

(Ach so, ja, genau. Wir haben heute Familie Brüllen getroffen. Und eigentlich könnten Sie einfach Frau Brüllens Beitrag nehmen und die Namen umdrehen, jedenfalls ab „Akvariet“, aus unserer Sicht war’s nämlich genauso. Inklusive „Vielleicht sind die doch doof oder die Kinder finden uns blöd“-Angst, die sich als absolut unberechtigt herausstellte. Irgendwie schade, das Pippi um halb acht dafür sorgte, dass wir doch lieber das Restaurant verließen, ich hätte gerne noch einen Gin getrunken. Pur, vielleicht mit gefriergetrocknetem Rotz mit Kernen Maracuja-Fleisch.)

Pic of the day.

Tag 707 – Karl Dall grüßt aus Bergen!

Wir sind in Bergen angekommen, unsere Air-BnB-Unterkunft (die ich statt des doppelt so teuren und alle-in-einem-Zimmer-Hotels buchte, nachdem ich rausgefunden hatte, dass man für den Parkplatz so oder so das Gleiche zahlen muss) ist sehr fein und hat einen Jacuzi, den die Kinder schon ausprobiert haben, die Erwachsenen aber noch nicht. Das noch nicht lag hauptsächlich an gründlich verkorkster Abendplanung, weil ich fast zwei Stunden bei der legevakt, also der Notfallpraxis für Wochenenden/spät abends/Urlauber ohne eigenen Hausarzt vor Ort verbrachte. Gestern Abend erwachte ich nämlich nochmal mit einem ordentlich schmerzenden Auge. Inspektion ergab eine Schwellung am Augenlid. Ich hoffte auf Wunderheilung über Nacht, was natürlich nicht passierte: heute früh war es noch viel schlimmer. Ich erblickte auch sowas wie ein Bläschen am Lidrand und dachte an Augenherpes, woher auch immer ich den hätte haben sollen, aber es sind ja fast alle Menschen eh Herpesinfiziert, wasweißich. Über den Tag würde es erst ein minibisschen besser und ich schöpfte Hoffnung, die ich aber gegen Abend dann doch fahren lassen musste. Ich rief bei der legevakt an und man sagte mir, ich solle ruhig kommen. Das tat ich dann auch. Und dann wartete ich. Und wartete. Und wartete. Nach eineinhalb Stunden wurde ich ins Behandlungszimmer gebeten. Da wurde dann Fieber gemessen (warum auch immer) und ich wartete nochmal. Dann trat er endlich ein: der missgelaunteste Arzt aller Zeiten. Aber egal. Ein Arzt. Er rupfte unsanft an meinem Auge herum, fragte, ob ich Kontaktlinsen benutze (nein, die Brille trage ich aus Spaß!) und diagnostizierte nach 30 Sekunden: Lidentzündung. Man könne den Entzündungsherd nicht sehen, leider, sonst könnte man ihn aufstechen. So müsse ich jetzt halt antibiotische Salbe benutzen, dreimal täglich, vorsichtshalber auch aufs Lid. Dann sagte er noch was von Hände und Gesicht waschen, mit lauwarmem Wasser (warum Gesicht? Keine Ahnung) und verschwand, um mein Rezept auszustellen. Darauf wartete ich dann nochmal 10 Minuten, mit Hunger und schmerzendem Auge und sinkender Laune. Dann kam er wieder – das Rezept sei online, gute Besserung – ich bezahlte und ging. Bzw. fuhr, denn ich musste ja das Rezept an der Notapotheke einlösen. Die wir erstmal nicht fanden und dann kann man da auch gar nicht parken und überhaupt. Bergen machte sich heute echt nicht beliebt. 

Jetzt hab ich also Salbe, nach deren Auftragen ich nichts mehr sehe, ein weiterhin geschwollenes und schmerzendes Auge und googeln ergab, dass Lidentzündungen abseits von Gerstenkörnern (verstopften und entzündeten Drüsen, meist am Lidrand) häufig chronisch sind. Relativ verzweifelt suchte ich doch nochmal nach einer halbwegs Gerstenkornmäßigen Erscheinung und wurde fündig: innen unterm Oberlid, einen halben Zentimeter vom Lidrand sitzt das Scheißteil. Und sieht nicht aus, als würde es demnächst mal aufgehen. 

Jetzt kann ich mir bis morgen überlegen, was ich aus dieser Information mache: Salbe *aufs* Augenlid erscheint mir wenig sinnvoll, als würde die die komplette Haut plus das quasi komplette Augenlid durchdringen um dann da an die Entzündung zu kommen. Haha. Auch nicht schminken muss ich noch überdenken. Aussehen wie Karl Dall ist schlimm genug mit Schminke, ohne ist es… vergiss es! Ich geh so nicht unter Leute! Und schon gar nicht treffe ich Leute, die nicht mal Kaffee im Hotel trinken, ohne sich vorher geschminkt zu haben Frau Brüllen! Und was soll es bringen: die Entzündung sitzt nicht am Rand, wird also von Make-Up nicht sonderlich beeinträchtigt. Sie ist auch nicht „offen“, es suppen also auch keine Bakterien herum und verseuchen mein Make-up. Ich habe ein Ersatz-Maskarabürstchen, das ich auswaschen kann, und auch Schminkpinsel kann man waschen (und seit kurzem tue ich das auch regelmäßig), dann halt vielleicht lieber nach jedem Gebrauch und echt nur einmal damit ins Töpfchen. 


Kacke, ey. Ich hab mich selten so hässlich gefühlt. 

Tag 706 – Nynorskland. 

Heute wird’s etwas fotolastig. Da müssen Sie jetzt durch. Ich mache das (der Übersichtlichkeit halber) mal chronologisch und fange auf unserem Campingplatz von gestern an. 

Überaus hübsch am Fluss gelegen.

Und mit „Naturbad“. Auf dem Rückweg sind wir nochmal eine Nacht hier und die Wettervorhersage sagt, da soll es richtig sonnig sein, dann können wir hier baden.


Heute fuhren wir gegen Mittag recht entspannt los, mit einer Gesamtfahrzeit von dreieinhalb Stunden vor uns. Und tatsächlich waren wir so entspannt, dass wir hier und da einfach Sightseeing machten, statt stumpf geradeaus zum Ziel zu fahren. Das war schlau, so doll ist nämlich der jetzige Campingplatz nicht.

Erstes „Oh, schau mal!“ war ein kleinerer Wasserfall. 

Ein wenig windig war’s…

… und laut auch.

Aber schön.

Andere Seite.


Dann fuhren wir weiter und kurz vor einem laaaangen Tunnel ging es rechts ab zum „Trollstigen“. Und Herr Rabe so „Das ist eins DER norwegischen Sights, komm, da fahren wir jetzt hin!“. Und so waren wir dann „am höchsten Fjordaussichtspunkt Norwegens (von einer Straße aus)“. Das war, äh, hoch. Ja. UPDATE: Herr Rabe sagte grade, das war noch gar nicht der Trollstigen, sondern bloß Dalsnibba. Nicht, dass Sie am Ende herkommen und dann merken, dass Sie für den Trollstigen noch mal 40 km oder so fahren müssen. 

Hui. Da unten ist Geiranger.

Lauter kleine Steinhaufen…

Und Miniblümchen gab’s auch. Beeindruckend: die trotzen nicht nur dem Wind und dem Wetter da oben, sondern auch einer Menge trampelnden Touristen.

„Bleib mal stehen, ich wollte ein Foto von dir machen!“ Sagte ich zu Michel, woraufhin er sich so hinstellte.

Kurz stand ich versehentlich auf diesem Gitter.

Gitter von unten. Hahahahahaha. Ha.

Noch ein bisschen mehr Ausblick.

Und noch mehr.


Dann fuhren wir durch ca. Drölfzigtausend Tunnel. Die waren alle komplett schwarz innendrin und mit so funzeligen Lämpchen ausgestattet. Voll schön für Leute mit latenter Panik in langen Schläuchen unter ABERWITZIG VIELEN TONNEN VON GESTEIN. Aber es ist wider Erwarten nichts über uns eingekracht und so konnten wir noch ein bisschen mehr Aublick fotografieren.

Ausblick mit hübscher Spiegelung.


Gegen sechs (nach einem kurzen Einkauf) kamen wir dann auf unserem heutigen Campingplatz an und… naja. Es ist halt alles auf Nynorsk hier. Bekloppte Norweger. Zwei offizielle Sprachen.

Der Campingplatz hier hat zwar kein so tolles Badebecken, aber immerhin einen großen Spielplatz, auf dem ich auch nur bei der Hälfte einem Viertel der Spielgeräten etwas Angst habe, sie könnten spontan das zeitliche segnen, während eins meiner Kinder damit oder darauf spielt. 

Pippi lässt hüpfen.

Und auch hier wieder: Fluss.

Tag 705 – Grüße aus in der Nähe von Jotunheimen!

Es sah zwar heute lange nicht so wirklich aus, als würden wir fahren, aber dann haben wir es doch geschafft. Mit Hängen und uns gegenseitig fast Erwürgen. Aber geschafft. 

Nun sind wir ja noch nie* im Sommer durch Norwegen gefahren. Immer nur im Winter, Herbst oder Frühjahr. Und im Sommer, also, es ist schon schön hier. Es ist wundervoll. Der reinste Naturporno überall. Morgen mache ich mehr Fotos, versprochen, da haben wir auch mehr Zeit und „müssen“ nicht spätestens um Dings irgendwo sein. Heute müssen Sie sich mit aus-dem-Auto-Fotografiertem begnügen. 


Elchkuh mit Baby I

Elchkuh mit Baby II



Kurzer Schockmoment heute: wie ich so die Campingplatzbuchungen nochmal per Mail gegencheckte und der für Dienstag Abend geplante Stop mir mit „bis Mittwoch dann!“ antwortete. Aber er hatte sich einfach vertan. Nicht ich. Puh. 

(P.S. Wir sind packmäßig übrigens die Antithese zu Frau Brüllen. Ich habe heute Früh und Mittag alles gepackt, spontan und gen Ende Dinge vor mich hinmurmelnd wie „Salz, Duschgel, Ladekabel“. Bisher ist uns zwar nichts aufgefallen, das wir vergessen haben, aber ich wär echt gerne einmal (wieder) so organisiert. Vor den Kindern ging das irgendwie immer noch alles, seit den Kindern… eher nicht so.)

(P.P.S. das mit dem heutigen Gegenchecken ist halt auch wieder so ein Ding. Das hätte man ja vielleicht auch schon vor nem Monat machen können und vermutlich auch sollen.)

*Einmal, es muss ca. 1997 gewesen sein, habe ich mit meiner Familie Urlaub in Norwegen gemacht. Da waren wir wandern im Jotunheimen. Meine Erinnerung ist nur eine: es gab sehr viele Berge. Überall. Ich hätte hinterher Stein und Bein geschworen, dass Norwegen nur aus Bergen besteht.)

Tag 704 – Wieder da, fast wieder weg und ZZZzzzZZZ…

Wir sind wieder in Trondheim. Es ist sehr kalt. Außerdem sind wir alle ziemlich müde (wovon bloß?) und statt noch tausend Tonnen Kram zu packen für den morgen beginnenden Trip gen Bergen, und auch statt jetzt noch umfangreich zu bloggen, geht’s ohne Umweg ins Bett. Hier noch ein Impressiönchen aus dem Flugzeug. Beide Kinder waren da eingeschlafen und ich versuchte Go-Go-Gadgetto-Arm mäßig, beide mit aufs Foto zu kriegen. Klappte so… naja. Aber mehr gaben meine Arme einfach nicht her. 

 Tag 703 – #12von12 im Juli ’17

Häh? Der hat hier alles gelöscht… Gnäh. 

Also. Sie kennen das ja: es ist (war) der 12., also gibt’s 12 Bilder, (deren Bildunterschriften ich morgen nachreiche,) wenn ich 5 Stunden geschlafen habe) die bei Draußen nur Kännchen gesammelt werden. 

K2 schläft noch, K1 darf Mausclips gucken. #1von12 von #12von12

Sie isst wieder! \o/ #2von12 von #12von12

„Elefant!“ #3von12 von #12von12

Was Mutti so macht, wenn ein Kind schläft und eins mit der Gastgeberin einkaufen ist. #4von12 von #12von12

Gnihihi. #5von12 von #12von12

In die Gepäckplanung war „was, wenn das eigentlich lauffreudige Kind krank wird?“ nicht mit einbezogen. (Immerhin kriege ich so ne gratis Kopfmassage.) #6von12 von #12von12

K1 staubt weiter Sachen ab. #7von12 von #12von12

Hier gibt es so viele tolle Bücher! #8von12 von #12von12

K2 hat Nudeln gegessen. Mit Keffat. Auf meinem Schoß. #9von12 von #12von12

Projekt: Ins Bett bringen. #10von12 von #12von12

Kurzes Päuschen, dann weiter packen. #11von12 von #12von12

Hastiges Bettgehselfie. #12von12 von #12von12


Nachti. Morgen Heimreise. 

Tag 702 – „Für Papa, damit der weiß, was wir gemacht haben.“

Das sind die Hochhäuser, das zweite von rechts ist der „Stift“. Unten die klitzekleinen Leute und Autos.


Rest* bei Little B., der allerbesten Gastgeberin und Fremdenführerin und Kindträgerin, die man sich vorstellen kann. 

Hui. Aber lecker. Aber: Hui!


*Update verdächtig warmes Kind: tja. Krank halt. Fieber, etwas Husten, der sich wenn dann aber fies anhört. Überaus unleidlich, wenn das Fieber grade wieder besonders fies ist. Ließ sich mehr oder weniger schlafend durch Frankfurt tragen, was mir vermutlich noch Muskelkater bescheren wird. 

Tag 701 – Wauwia, wahhh!

Wir trafen heute – nach einem sehr ruhigen Morgen mit viel Herumgehänge und Duplo und Büchern und Pinguinlatschen (die Michel vom Midimonsieur übernimmt und so getauft hat) und latent nörgeliger Pippi – Freundin C. mitsamt Familie im Senckenbergmuseum. Und weil der Herr Rabe mir ja aufgetragen hat, viele Fotos zu machen, habe ich… zwei, auf denen nicht meine oder C.s Kinder frontal drauf sind. Tjanun. Es war jedenfalls wirklich super. 

Pinguinlatschen. Der dazugehörige Schnorchel mit Taucherbrille wurde heute Abend schon in der Badewanne ausprobiert.

Leider wurden wir dann um fünf schon fast aus dem Museum gekehrt und Pippi baute auch immer mehr ab. Die schlief dann sich verdächtig heiß anfühlend beim Essen auf meinem Schoß ein, kippte nach einem zweistündigen Nickerchen einen Becher Milch auf die Couch* und jetzt sitze ich hier schon geraume Zeit neben dem sich weiterhin verdächtig heiß anfühlenden Kind und es kann nicht einschlafen. Weggehen darf ich aber auch nicht. Aber das trübt meine total entspannte Grundstimmung jetzt auch nicht, genauso wenig wie Arbeitsemails mit „Äh, das muss Frau Rabe machen, aber die ist nicht da, schlümmschlümmschlümm…“-Inhalt. 

Doch, genau richtig gewesen, herzukommen. Auch wenn es sich vor ner Woche noch komplett bekloppt und vollständig unmöglich anfühlte. 

*Auch noch mit Ansage, aber nicht von ihr. 

Tag 699 – Alles ganz wunderbar.

Also, falls Sie mal vor der Frage stehen, ob Sie mal ein paar Hundert Kilometer durch die Gegend fliegen wollen, noch dazu mit Kindern im Schlepptau, um Leute zu treffen, die Sie noch nie zuvor in echt getroffen haben und nur aus diesem Internet kennen: machen Sie das mal ruhig. Es könnte ganz wunderbar werden, die Kinder könnten ein Herz und eine Seele mit den besuchten Kindern sein, vielleicht gehen Sie sogar bei Affenhitze in ein Strand-Fluss-Freibad und sehen das große Kind für die Dauer des Aufenthalts fast nie mehr und das kleine Kind ist so unglaublich niedlich, dass Sie’s die ganze Zeit knutschen wollen. Vielleicht stecken Sie abends dann die vier Sonnencreme- und Sandpanierten Kinder alle in die Wanne, wo die eine Überschwemmung anrichten und nur mit geballter Niedlichkeit damit durchkommen. Vielleicht gibt es danach Nudeln für alle mit Soße für Manche und Sekt für Die Auserwählten. Vielleicht sitzen Sie, wenn Sie es geschafft haben, die müden Kinder ins Bett zu verfrachten, abends noch lange auf dem Balkon, trinken Sekt und reden mit der „Internetbekanntschaft“ so wie das, was Sie eben sind: Freunde, die sich zu selten sehen.