Tag 278 – WmDedgT Mai ’16

Das wird ein kurzes WmDedgT (Was machst Du eigentlich den ganzen Tag) diesen Monat, weil wir den halben Tag im Auto gesessen haben und da naturgemäß nicht so ganz viel passiert. Aber na gut, immerhin ging der Tag früh los, nämlich um kurz vor sieben, als Michel meinte, ausgeschlafen zu haben und sukzessive die Familie weckte. Die Laune bei allen war entsprechend mies, interessanterweise auch bei Michel. Hrmpf. Aber egal, es war ja genug zu tun. Ich stand also auf, wickelte Pippi, stopfte ihren Body und Schlafanzug aus Gründen direkt in die Wäsche und schmiss 60 Grad-Wäsche an. Machte den Backofen und die Kaffeemaschine an. Machte aus einem Apfel Apfelmus. Kochte einen Brühkaffee und rührte auf dem Herd Backkakao rein. Backte Brötchen auf. Deckte den Tisch. Hrmpfte lautstark in der Gegend rum und bewegte Herrn Rabe so dazu, Kaffee zu machen. Vergaß die Brötchen im Ofen. Holte irgendwann sehr knusprige und schick gebräunte Brötchen aus dem Ofen. 

Dann gabs Frühstück. 

Nach dem Frühstück gingen die Kinder Baden und ich backte einen Schokokuchen als Geburtstagskuchen für Herrn Rabe (deshalb das Apfelmus und die Kaffeekakaomansche). Als die Kinder fertig waren und mit Herrn Rabe Maus guckten und der Kuchen im Ofen war, ging ich ins Bad und machte Grundreinigung mit meinem Körper. Pünktlich mit dem Kuchen zusammen war ich fertig. Zog mich an und fing an, Sachen für den Oslotrip zusammenzusammeln. Pippi war zu diesem Zeitpunkt schon sehr nörgelig weil müde. Herr Rabe versuchte erfolglos, sie zum Schlafen ins Bett zu legen. Ich schnallte sie mir auf den Rücken, da schlief sie schnell ein. Dafür hatte ich jetzt Pippi auf dem Rücken. Und Michel zwischen meinen Beinen rumwuseln. Ich hängte die Wäsche auf und schmiss neue (Windeln) an, mit zweimal Time-Save. Zu diesem Zeitpunkt wollten wir eigentlich losgefahren sein. 

Herr Rabe ging duschen. Ich machte nochmal Bananenmuffins, allerdings hatten wir keine Eier, also nahm ich Stärke (etwas zuviel, nämlich 1/4 Tasse pro Ei) und weil wir auch noch Sojamilch hatten, ersetzte ich die Milch auch noch und machte die Muffins vegan. Sind auch sehr lecker geworden (nur eben etwas zu viel Stärke). 

Herr Rabe rödelte im Bad, ich rotierte in der Küche. Dann packte Herr Rabe ein Geschenk ein, schmierte Brötchen für uns und malte mit Michel drölfzig Bilder, ich rotierte weiter in der Küche und packte unsere Sachen. Pippi wachte auf und rödelte mit. Irgendwann waren wir tatsächlich mit allem fertig und verließen die Wohnung – 2 Stunden später als eigentlich angedacht. 

Wir mussten nur noch kurz tanken. Pippi brüllte schon. Ich fragte Herrn Rabe, ob wir den Bügel für einen eventuellen Umbau des Kindersitzes dabei hätten. Nö. Wir fuhren zurück und holten ihn. 

Heimdal, ein Vorort von Trondheim. Pippi brüllte wie am Spieß. Wir hielten an, ich stillte, Pippi hatte aber keinen Hunger sondern hampelte nur an der Brust rum und wollte einfach nicht im Kindersitz sitzen. Zumal sie sich mit dem Fangkissen kaum bewegen kann. Wir sind eine halbe Stunde gefahren. 

Eine halbe Stunde später irgendwo an einem Rastplatz hielten wir an und bauten den Kindersitz um. Irgendwas muss doch gegen dieses infernalische Gebrüll helfen. 

Fünf Minuten später schlief Pippi selig. 

Nochmal eine halbe Stunde später schlief auch Michel. 

Nochmal eine halbe Stunde später war Michel wieder wach und wollte kuscheln. Ja, kuscheln. Im Auto. 

Wir machten eine kurze Pause um das iPad  aus dem Kofferraum zu holen. Pippi wurde wach und hatte Hunger, diesmal aber in echt. Sie trinkt ordentlich was weg und entdeckt dann die Butterkekse. 
Zehn Minuten später. Pippi ist mit einem Butterkeks auf der Brust und vielen Krümeln um sich rum wieder eingeschlafen. Michel guckte Sendung mit dem Elefanten auf dem iPad. Geruhsames Fahren. 

Nach etwa der Hälfte der 600 km ein längeres Päuschen mit Pinkeln (ibah, so Raststättenplumsklos…) und Schaukeln und Beine vertreten. Dabei auch Fahrertausch. 

Zehn Minuten später: endlich mal eine Tankstelle. Das heißt Kaffee!

280 km vor Ziel wurde Pippi wach. 

100 km vor Ziel waren alle Ablenkungsmanöver ausgeschöpft. Pippi brüllte wie am Spieß. 

50 km vor dem Ziel. Michel brüllte jetzt auch, weil er kuscheln will. Meine Laune ist komplett im Keller. 

30 km vor dem Ziel endlich!!! Eine Raststätte. Herr Rabe setzte sich hinten zwischen die Kinder. 

20 km vor dem Ziel: Pippi schlief endlich wieder ein. 

Dann war da noch eine verpasste Ausfahrt, aber um 21:20 Uhr waren wir trotzdem da. 

Der AirBnB-Vermieter ist weird. Aber macht gutes Brot. Und überhaupt: er macht uns um halb zehn noch Abendbrot! Die Zimmer sind schön und sauber. Pippi darf mit dem Schlüssel des Vermieters spielen. Sie ist total fröhlich. Michel ist total müde. 

Bettzeit. Jetzt. Alle haben Zähne geputzt und liegen jetzt. Ich freue mich schon wie Bolle drauf, gleich nicht mehr krampfhaft die Augen aufhalten zu müssen. 
(Was WMDEDGT genau ist und noch viel mehr davon gibt es wie immer bei Frau Brüllen.)

Tag 238 – WMDEDGT Urlaubs Special April ’16. Korfu Tag 8

Frau Brüllen will wie an jedem 05. des Monats von uns wissen, was wir den ganzen Tag machen. So sei es denn. 

Um sieben klingelte mein Wecker. Ich stellte ihn auf acht. Sieben schien mir nach einer Nacht, in der ich mehrmals von Michels Gliedmaßen bzw. deren hartem Aufprall in meinem Gesicht geweckt wurde, doch etwas zu ambitioniert. 

Um acht klingelte mein Wecker. Hätte ich gar nicht gebraucht, weil um 07:56 Uhr (ca.) Pippi Hunger hatte. Ich stillte, las meinen Feedreader leer und stand dann auf. Katzenwäsche und rein in die Laufklamotten. 

Laufen. Es gibt Leute, die finden das richtig gut. Ich konzentriere mich vorerst noch aufs nicht verrecken. Heute lief ich dieselbe Runde wie beim letzten Mal und dann noch ein Stückchen weiter bis zum am weitesten entfernten Zitronenbaum. Da sprang ich frisch und dynamisch *hust* an einen Ast, zog ihn runter und pflückte die Zitrone des Tages. Dann lief ich zurück zum Ferienhaus, öffnete die Tür und erschreckte mich fast zu Tode vor Herrn Rabe, der mitten in der Wohnung stand. Offenbar war Pippi direkt als ich weg war wachgeworden und hatte erstmal gekackt. Tjanun. 

Ich atmete etwas vor mich hin und hoffte, nicht allzu Dampflockmäßig rüberzukommen. Setzte mich aufs Sofa und wartete auf Frühstück. Irgendwann stand auch Michel in der Tür und dann musste ich mit ihm erstmal die neu gekauften Trinkflaschen mit der neu gekauften Flaschenbürste spülen. Danach gab es Frühstück. Pippi wollte nichts essen, Michel auch nicht, stattdessen meckerte Pippi und Michel auch. Herr Rabe und ich versuchten zu essen. Es klappte mäßig. 

Dann Tisch abräumen, spülen, etc. Stillen und dann endlich duschen. Mit ausgiebiger Körperpflege und allem. Und Spinne über dem Spiegel. Mich gruselte es ein bisschen, ich setzte aber einfach meine Brille nicht auf und ignorierte den verschwommenen schwarzen Fleck nach Kräften. Dann wollte Herr Rabe duschen. Während er sich rasierte, kackte Pippi nochmal, strengte sich aber dabei so sehr an, dass Ihre Birne komplett rot anlief und dann weinte sie bitterlich. Offensichtlich ist Sand essen der Verdauung nicht gerade förderlich. Also massierte ich ihren dicken Bauch ein bisschen im Kreis, was sie zuerst hinnahm und dann genoss. Ich zog sie an und wartete dann mit Michel darauf, dass Herr Rabe fertig werden würde mit seiner Rasur, damit Michel mit ihm duschen könnte. 

Stattdessen kam die Vermieterin und brachte uns frische Handtücher und Bettwäsche. 

Als Herr Rabe und Michel und überhaupt alle frisch geduscht waren kackte Pippi tatsächlich noch mal – und weinte wieder. Kein Wunder, wenn man sich fünf Tage Zeit lässt, drückts irgendwann. Aber die arme Maus kennt das ja noch nicht und brüllte deshalb einfach los, als sie merkte, dass es wieder etwas schwerer gehen würde. Wir müssen diese Sandesserei unterbinden. Aber wenigstens hatte sie danach etwas Appetit und wir teilten uns einen griechischen Joghurt mit frisch gepresster Orange und Bananenscheiben drin. 

Dann zog ich die Betten ab und sammelte die gebrauchten Handtücher ein. Das wanderte nach draußen. Herr Rabe und ich machten einen Einkaufszettel. Noch schnell eine Maschine Wäsche gestartet und dann gings mit alle Mann los zum Einkaufen. 

Pippi schlief, von der Verdauung erschöpft, im Auto direkt ein, wachte aber am Supermarkt wieder auf. Zuerst kauften wir zwei Doraden, die wir später grillen wollten, dann den Rest in zwei verschiedenen Supermärkten, begleitet vom ständigen „Ich will dies, ich will das…“-Gebrüll von Michel. Pädagogisch wertvoll und auch total uneigennützig versprachen wir ihm, nach dem Einkaufen zur Eisdiele zu fahren, wenn er etwas weniger Terror schieben würde

Auf dem Weg räumte ich noch schnell die Einkäufe in den Kühlschrank, Pippi schlief schon wieder und so blieb die Familie im Auto sitzen. Dann Eisdiele. Moahhhhh, so leckeres Eis! Ich liebe ja Joghurteis, die hatten alleine vier (oder fünf?) Sorten Joghurteis. Plus drölfzig andere. Und geeisten Cappuccino. Leider vergaßen sie den für Herrn Rabe und das war seiner heute eh schlechten Laune nicht gerade zuträglich. Ich hatte die schlafende Pippi auf dem Arm, war also auch etwas eingeschränkt in der Michel-Betreuung und dann landete noch ein Glas Wasser auf Herr Rabes Schoß und die Laune war ganz hin. Als Pippi aufwachte, ging ich mit ihr zu Michel auf den kleinen Spielplatz neben der Eisdiele und sie schaukelte das erste Mal in ihren Leben. Sie war schwer begeistert. Schaukelte und schaukelte und sah Michel beim Rutschen zu und schaukelte. Und lachte eigentlich die ganze Zeit. Das war sehr schön. Ich weiß jetzt auch, dass Spiderman total cool ist, weil er seitwärts rutschen kann. Also so wie Michel. Voll cool. Herr Rabe reagierte sich an seinem Handy etwas ab. 

Wieder zu Hause begab ich mich in die Küche, um Reissalat zum Abendessen zu machen. Und dann um den ganzen Grillkram vorzubereiten. Herr Rabe und Michel machten Feuer am Grill auf der Poolterasse an. Pippi ölte zwischen meinen Füßen rum, wollte dann auf den Arm und ich brachte sie auch zu Herrn Rabe, weil ich einarmig nicht schnippeln kann. Am Pool war sie dann total zufrieden, zog sich an den Liegen hoch und haute darauf herum, krabbelte rum und versuchte Ameisen zu fangen. Ich machte derweil Reissalat für eine zwölfköpfige Familie (Hupsi) und schleppte Geschirr und Essen und Getränke und Gedöns nach oben. 

Das mit dem Grill dauerte ewig und Michel wollte unbedingt Baden. Im Pool. Um sieben. Herr Rabe ging tapfer mit ihm rein. Es war ein Bild für die Götter. Zu gerne *hust* wäre ich ja auch reingegangen, aber ich bin *hust, hust* weiblich verhindert.  Zu schade. 

Irgendwann gab es endlich essen. War ok. Aber Fisch machen wir das nächste Mal doch lieber wieder im Ofen oder der Pfanne. Und Reissalat gibt es morgen zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. Eigentlich war es auch schon zu kalt zum draußen essen, als dann auch noch Mücken kamen, gingen wir mit den letzten Happen rein. Da Pippi schon wieder auf meinem Arm schlief, las ich Michel was auf dem Sofa vor, dann kam Herr Rabe und putzte ihm die Zähne und steckte ihn ins Bett. Ich schrieb währenddessen schon mal den Tag auf, döste kurz ein, wachte wieder auf, machte mich bettfertig und liege jetzt tippend im Bett. Gleich werde ich noch ein bisschen in meinem Jo Nesbø-Buch lesen („Schneemann“, ich lese die Harry Hole Bücher nicht der Reihe nach, das hat sich so ergeben, ist aber auch besser so weil ich sonst wohl die Spannung nicht ertragen könnte) und dann schlafen. Ohne Wecker. 

Tag 207 – WMDEDGT März ’16

  • 7:00 Zehen Größe 25 kriechen in meine Unterhose
  • 7:30 Michel singt
  • 7:45 Herr Rabe steht mit Michel auf
  • Weiterdösen
  • Frühstück
  • Malen mit Michel (Drachen)
  • Michel ist weinerlich, kann keinen Schnee malen
  • Einkaufsliste machen
  • Alle duschen nach und nach
  • Spielen mit Duplo, Michel ist weinerlich
  • Einkaufen, Michel springt herum und ist überdreht
  • Wieder zu Hause, Michel ist bockig ohne Ende
  • KAFFEEDURST!
  • Aufbruch zum Café
  • Michel bekommt Tobsuchtsanfall 
  • Herr Rabe und Michel bleiben zu Hause
  • Spaziergang in die Altstadt
  • Kaffee
  • Pippi braucht frische Windel
  • Uhhhh, und einen neuen Body (Ihhbah!) 
  • Pippi brüllt wie auf der Streckbank
  • Stillen im Schaufenster des Cafés
  • Pippi danach das Kleid wieder anziehen, im Café, Menschen gucken, Pippi brüllt
  • Rückweg, Nieselregen
  • Wieder zu Hause, Pippi schläft, Michel ist fröhlich
  • Michel guckt Tiba (Geflüchtetes Mädchen aus der Sendung mit der Maus)
  • Die beste Freundin und ich kochen (Heilbutt mit Basilikumpesto und Käsecreme überbacken, dazu Blumenkohl und Salat)
  • Essen (mjammijammijammi), dazu ein halbes Gläschen Weißwein
  • Herr Rabe bringt Michel ins Bett
  • Pippi und ihren Essplatz säubern (ihhhh fühlt sich kalter Blumenkohl eklig an!)
  • Sofa
  • Salzstangen, Pistazien und Cola 
  • Akute Müdigkeitszustände
  • Drei Runden „Einfach genial!“ (Tolles Spiel mit blödem Titel), jeder gewinnt ein Mal
  • Oh f*ck, schon nach 12?
  • Ab ins Bett

Weitere (ausführlichere) WMDEDGTs und was das eigentlich ist finden Sie wie immer bei Frau Brüllen

Tag 178 – WMDEDGT Februar ’16

Die hoch verehrte Frau Brüllen ruft ja an jedem 5. des Monats zum Tagebuchbloggen auf. Dann wollen wir mal, ne?

Der Tag begann um 6:30 Uhr. Nicht. Denn ich drückte ziemlich lange auf der Snooze-Taste herum. Und bewunderte die Schnuffelkinder neben und auf mir. Wie sie so schnarchen und sich auf mich wälzen und im Schlaf schmatzen. Wenn ich eh wach bin, finde ich das sehr sehr sehr niedlich. Wenn Sie mich damit wecken, nicht. Aber egal, weiter im Text. Irgendwann sind wir dann doch alle aufgestanden, nachdem ich Michel eine Weile am Fuß gekitzelt hatte. Michel schnell seine Grøt warmgemacht: „Ich will Brot frühstücken, Mama!“ Ok, Brot muss ich ja eh schmieren für die Brotdose. Ist dann auch Wurscht, ob ich eine Scheibe mehr schmiere. Also Michel sein Brot gemacht, Brot für die Brotdose gemacht, selbst eine Scheibe gegessen, Gurke geschnitten und Blaubeeren abgewaschen, Wasserflasche neu befüllt, Kindergartenrucksack fertig. Pippi gewickelt und angezogen, mich angezogen, Michel und mir die Zähne geputzt, Michel angezogen. Blick aus dem Fenster: Schnee festgetrampelt, möglicherweise möglich mit dem Kinderwagen zu fahren. Im unteren Rücken nachgefühlt: das wäre in jedem Fall ratsam, mal nicht Pippi rumzuschleppen. Also Pippi in das Kinderwagenoberteil, Michel in seinen Anzug (+Handschuhe+Mütze+Stiefel) gestopft, Pippi die Treppe runtergeschleppt (meine Fresse, ist die schwer inzwischen), Kinderwagen zusammengebastelt, Michel aufs Kiddyboard, los gings. War ne komplett doofe Idee. Der Schnee war teils ziemlich matschig, sodass ich mich mit dem Kiddyboard dauernd festfuhr. Und teils war der Weg wegen des drunterliegenden Eises wie eine Buckelpiste: arme Pippi, die hätte ich auch genauso gut auf ne Rüttelplatte legen können. Nun ja, wir kamen irgendwann beim Kindergarten an, Pippi durfte sich ein bisschen mit Kindergärtnerin E. Unterhalten während ich Michel die obersten zwei Schichten abpellte, E. wurde von Michel über die neueste Entwicklung von Pippis Augenproblematik informiert („Schlimm aussieht, gestern. Ich liten Baby wart, auch Augen schlimm aussieht. Groß gewachsen jetzt, nich schlimm aussieht! Heute nich Joghurt-dag.“), E. verstand kein Wort, amüsierte sich aber königlich. Dann bekamen Pippi und ich noch je einen dicken Schmatzer und durften dann wieder nach Hause. Trotz Buckelpiste schlief Pippi auf den letzten fünf Metern ein und ich schleppte sie in den 3. Stock. Parkte sie im kühlen Schlafzimmer und machte mir erstmal ein Müsli und einen Kaffee. Dann machte ich mich ans Beantworten der vielen lieben Kommentare zu meinem Frust-Post von gestern und druckte meinen Änderungsvertrag aus, den musste ich nämlich heute abgeben. Geändert wurde die Dauer, wegen der Elternzeit und ein paar Krankheitstagen im ersten Schwangerschaftstrimester (Ich war 30% krank geschrieben wegen „Herr Doktor, nach dem Essen schlafe ich am Computer ein, wenn im Labor nix zu tun ist.“) Als ich damit fertig war, wachte passend Pippi auf und wir gingen ins Bad, damit ich Duschen konnte. Das tat ich ausführlich und mit Eincremen und so hinterher, das steigert mein Wohlbefinden ungemein. Ich schminkte mich sogar und zog komplett frische und saubere Sachen an, die nicht sooo nach Mutti aussehen. Dann zog ich Pippi, die wieder mit den Duschpfützen gespielt hatte, komplett um und fuhr los zum Krankenhaus. Natürlich war „meine“ HR-Frau nicht mehr da und ich musste den Vertrag bei einer anderen abgeben, aber egal, Hauptsache da. 

  
Danach hatte ich noch etwas Zeit und holte mir einen Kaffee und ein Panini und picknickte vor der Bibliothek. Pippi war inzwischen in der Trage eingeschlafen. Um 13:00 Uhr war dann ein Treffen mit dem Dozenten des Statistikkurses und den anderen beiden Mitgliedernder „Referenzgruppe“ um den Kurs zu besprechen und Verbesserungsvorschläge anzubringen. Ich war halbwegs beruhigt, dass auch die anderen die Klausur überraschend schwer gefunden hatten und auch viele falsche Antworten dabei hatten. Unsere Verbesserungsvorschläge   wurden gut angenommen und alle waren recht zufrieden mit dem Meeting. Um viertel vor zwei waren wir fertig und ich machte mich auf den Weg zum Labsenter, wo eine Kollegin ab viertel nach zwei Kuchen anlässlich ihres 40. Geburtstags verteilen wollte. Kurz dem Chef Hallo gesagt, ein bisschen geschnackt (nein, Pippi schläft nicht durch, ja, Tage krieg ich rum, jaja, geht alles total schnell, ah so, neuer Student aus Österreich, und L.s Paper ist in Blood, ok, das ist sehr gut, ja.)  Kram in meinem Büro abgeladen und dann zum Kuchen in den Lunchroom. Da direkt Mütterschnackgruppe aufgemacht: ich, eine deren Baby eine Woche älter ist und die grade wieder 50% angefangen hat, meine Kollegin A., im 7. Monat schwanger und eine Kollegin, die zwei kleine Kinder hat und das letzte Jahr versucht hat, neben denen und nem Vollzeitjob bei HUNT (eine große Biobank) ihre Diss zu schreiben und jetzt zurück ist um ihre Diss zu schreiben. Dann Kuchen und allgemeine Bewunderung des niedlichen Babys und Singen und Schnacken. Im Büro noch fix gestillt und gewickelt und den neuen Österreicher kennengelernt, der mich prompt Siezte und mich damit etwas aus dem Konzept brachte. 

Auf dem Rückweg noch schnell Hirse eingekauft und Quark, denn vermutlich werde ich morgen Käsekuchen backen und es ist besser, wenn der Quark über Nacht abtropfen kann. Knapp zu Hause wollte Pippi dann gerne noch ein bisschen Stillen und schlief dabei ein, ich fädelte ein bisschen im Internet herum, bis Herr Rabe und Michel wieder da waren, die natürlich auch direkt Pippi weckten. Mit Herrn Rabe schnell die Wochenendplanung besprochen, das Nöckelbaby seinem Vater überlassen und das Abendessen zu kochen angefangen. Herr Rabe überlegte sich dann zwischenzeitlich, dass er noch Holz aus dem Keller holen wollte und drückte mir Pippi wieder in die Hand, weshalb ich das Kochen unterbrechen musste. Pippi wollte unterhalten werden, wie auch schon den ganzen Tag über. Nach gefühlten Stunden waren dann aber Herr Rabe und Michel wieder da und ich konnte weiter kochen. Nach weiteren gefühlten Stunden war das Abendessen fertig: mit Hirse gefüllte Paprika, dazu Reis und Tomatensoße, für Pippi gedünstete Paprikastreifen und Hirsepuffer. Alle außer Michel fanden es sehr lecker, aber der hatte auch schon seinen Grøtrest, Knäckebrot mit Käse, Eis und einen Joghurt gegessen. Nach dem Essen Bettfertigmachen für Michel, der wollte zuerst nicht (sondern Sendung mit dem Elefanten gucken), kam dann aber doch als Pirat verkleidet und Bad getapst. Dann der Eklat: beim Abmachen der Augenklappe ging das Band von der Augenklappe ab, und beim Versuch, es wieder festzumachen, riss ich die komplette Ecke vom Moosgummi ab. Michel rastete total aus und war nur zu beruhigen, nachdem ich ihm versprochen hatte, ihm eine neue Augenklappe zu basteln, wenn er im Bett sei. Danach erst konnte ich ihn fertig umziehen, aufs Klo  setzen, Zähne putzen und so weiter. Als er endlich im Bett lag, forderte er mich auf, zu gehen und die Augenklappe zu basteln. Ja klar, ich hatte ja nur gesagt, ich würde das machen, wenn er im Bett sei. Von Schlafen hatte ich nichts gesagt. Also dreimal nachgefragt, ob es denn wirklich ok sei, wenn ich rausginge und dann in Windeseile Moosgummi, Gummiband, Schere und Kuli zusammengesucht und anhand der alten eine neue Augenklappe gebastelt. Michel war zwischenzeitlich wider Erwarten nicht eingeschlafen, Pippi hatte sich allerdings ganz ordentlich in Rage geschrien, weil sie ebenfalls hundemüde war und gerne Einschlafstillen wollte, was Papa natürlich nicht bieten kann. Ich fragte Michel, ob ich Pippi kurz holen könnte, worauf er sofort in Tränen ausbrach. Er erklärte mir (ich übersetze das mal so), dass Papa ja bei Pippi sei und ich solle bei ihm bleiben und nicht weggehen. Also blieb ich. Im Endeffekt musste ich dann auch nur einmal händchenhaltend das Speziallied (selbstgedichtetes Schlaflied, das ich ihm vorsinge, seit er ein klitzekleines Baby war) vorsingen und dann war er eingeschlafen. Herr Rabe hatte Pippi mit einer Tacochipstüte bzw deren Geraschel halbwegs beruhigt, aber als sie mich sah, erinnerte sie sich direkt an ihren Ursprungsplan. Und seitdem, also seit ca. Anderthalb Stunden, sitze ich hier im Poäng-Stuhl mit der schlafenden Pippi, Herr Rabe hat mir Guacamole und Tacochips gebracht und ich schreibe den Tag auf. Gleich werde ich noch Vorteig für Brötchen ansetzen, den Quark ablaufen lassen und dann auch ins Bett gehen, heute war ein langer Tag. 

Mehr WMDEDGTs gibt es wie immer hier.

Tag 147 – Bielefeld Tag 24 – WMDEDGT Januar 16

Wie an jedem 5. des Monats will Frau Brüllen von uns wissen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

(Ich kann kaum noch die Augen offen halten, erwarten Sie also bloß nicht zu viel…)

Los gings um 06:30. Da stellte ich versehentlich den einen Wecker direkt aus, statt zu snoozen. Gut dass 4 Minuten später der zweite Wecker ordnungsgemäß losging, den snoozte ich dann bis kurz nach sieben vor mich hin, während das Baby noch schnell frühstückte. Dann pirschte ich mich aus dem Bett, machte mir ganz schnell einen Kaffee, wusch noch schneller meine Haare (Nachteil an kurzen Haaren: man kann vorm Waschen nicht unter Leute morgens), putzte unnötiger Weise meine Zähne und zog mich an. Um 07:32 verließ ich das Haus. Um 07:33 war ich zurück, um irgendwas zu holen, mit dem ich das Aufo freikratzen konnte. Ich fand bloß eine Kehrschaufel und hoffte auf das Beste. Die dicke Eisschicht auf den Scheiben ließ sich glücklicherweise sehr gut in großen Schollen ablösen und um 07:42 fuhr ich los. Um 07:58 parkte ich und war um Punkt 08:00 beim Zahnarzt. Ins Zahnreinigungssprechzimmer konnte ich direkt durchgehen und es wurde direkt losgelegt – mit Zahnsteinentfernung. Mein Einwand, da sei doch gestern noch keiner gewesen, wurde überhört und munter drauflosgekratzt. Dann die Sandstrahlung der Zahnzwischenräume und dann Polieren. Das Speichelsaugdings war die meiste Zeit (meiner Meinung nach) zu stark eingestellt (falls man das regulieren kann), oder die Helferin war sehr ungeschickt, jedenfalls saugte es sich ständig an meiner Wange oder Zunge fest. Spaßig. Als es endlich vorbei war, besah ich mir mein jetzt erst Recht blutendes Zahnfleisch und war wenig begeistert. Auch von der Rechnung über 88,20€ nicht so ganz. Hoffen wir, dass es wenigstens langfristig mehr bringt, als dauernd überall Reste von der Sandstrahlpampe zu finden. 

Wieder zu Hause nochmal zu den schlafenden Kindern und dem Handydaddelnden Herrn Rabe ins Bett gelegt und ebenfalls Handygedaddelt. 

Danach Frühstück mit Megahunger und leichtem Zeitdruck, da Herr Rabe zum Frisör musste. Der Kühlschrank lichtet sich langsam. 

Als Herr Rabe losgefahren war mit Kind und Baby erst Buch an- und dann Sendung mit der Maus geguckt, das Baby dabei für ein kurzes Nickerchen in den Schlaf gestillt, was neuerdings klappt. Meine beste Freundin sagte für heute Abend ab, weil sie wegen des Schnees in Norddeutschland  bei ihrem Freund hängenblieb. Dafür wird sie wohl morgen kommen. Besten Freund angerufen, wie wir das mit dem Auto machen (er braucht es morgen, wir brauchen es nicht mehr, eigentlich perfekt, aber mit den Kindern logistisch herausfordernd). Als Herr Rabe wieder da war, rief der dann meine Mutter an, ob sie heute Nachmittag/Abend Babysitten kann, damit wir Erwachsenenkleidung shoppen können. 

Dann mit dem Kind in die Wanne gegangen: den zu Weihnachten bekommenen Badeschaum aufbrauchen. Badeschaum ist das Tollste der ganzen Welt. Ich will jetzt nur noch mit Badeschaum Baden. Wir bauten einen Schaum-Schneemann, diverse Elefanten, machten uns Nashornhörner und Elefantenrüssel und hatten jede Menge Spaß. Eigentlich sollte ich danach noch mit dem Baby Baden, aber Herr Rabe war mit selbigem verschollen (ich nahm an, eingeschlafen) also beendete ich das Baden als der Schaum alle, wir sauber und mir kalt war. Als ich das Kind und mich gerade fertig eingecremt und angezogen hatte, kam Herr Rabe mit dem frisch erwachten Baby. Weil ich ja schon fertig war, musste dann er mit dem Baby Baden, mit 300mL Muttermilch im Badewasser, weil die wegmusste. Das Baby fand das Baden ganz cool diesmal und ließ sich danach von mir willig einölen. Das war sehr schön, mal ohne Geschrei. Und nach dem Baden konnte ich ihm auch mal die Fußnägel schneiden, bevor die im Kreis rumwachsen. 

Dann gab es ein Häppchen Reste für alle und dann kam auch schon Oma und Herr Rabe, das Baby und ich machten uns leicht verspätet auf den Weg. 

In der Stadt ging Herr Rabe Whiskey kaufen und ich schon mal in einen meiner Lieblingsläden. Nach dem Durchforsten des ganzen Ladens hatte ich zwei Stücke gefunden, die beide von Herrn Rabe und dem Baby abgenickt wurden. Die kaufte ich dann auch (und freue mich immer noch). 

Danach gingen wir zum BodyShop, Tagescreme kaufen (die ist in Norwegen irgendwie immer ausverkauft) und Pommes essen. Also nicht beim BodyShop, sondern gegenüber. Dann wollte Herr Rabe unbedingt noch nach Jeans gucken, ich besorgte in der Zeit noch etwas Reiseproviant. Herr Rabe fand und kaufte eine Jeans, dann eilten wir zurück zum Auto und fuhren zum besten Freund. Da mussten wir natürlich noch schnell mit hoch, die Pause nutzte das Baby zum Turbostillen, wir hingen allerdings schon etwas durch, also verabschiedeten wir uns von A. Und I.,  fuhren schnell wieder und nahmen M. Mit. 

Die Rückfahrt war bestimmt durch das Meckerbaby, das an jeder roten Ampel in Geheul ausbrach. 

Auf dem Weg noch schnell getankt, dabei kamen drei komplette Löschzüge mit Tatütata und Blaulicht an uns vorbei. Da hat wohl was ordentlich gebrannt. M. nahm dann sein vollgetanktes aber ungesaugtes Auto wieder mit nach Hause und wir verabschiedeten uns mindestens bis zum Sommer. Schnüff. 

Schnell Resteessen gemacht: Pellkartoffeln, 6 Fischstäbchen, 2 kleine Wiener (vegetarisch) und 1 Spiegelei. Das Kind hatte schon Maiswaffel mit Nutella gegessen (Danke, Oma…) und sprang auf Zucker wild herum und wollte dementsprechend auch nur das Ei essen. Nach dem Essen ging es dann für das Kind direkt ins Bett, beim Vorlesen („Trollbuch!!!“) wäre ich schon fast eingeschlafen, nach dem Singen bin ich dann tatsächlich kurz weggenickert aber rechtzeitig zum Tag aufschreiben wieder wach geworden. 

Irgendwie alles sehr schnell schnell heute. Morgen Packen. Mag nicht…

Tag 117 – WMDEDGT Dezember 2015

Heute ist wieder der 5. Dezember und d.h. Frau Brüllen möchte wieder von uns wissen was wir eigentlich den ganzen Tag so tun. Heute ist ja ein Samstag, deshalb entfällt der ganze Alltagskram wie in den Kindergarten bringen und so dafür ist unser Tag aber trotzdem ganz schön voll. 

Der Tag fing um 8:30 Uhr an als mich das Baby laut brüllend weckte. Es war allerdings durch nichts zu beruhigen und wurde relativ schnell vom genervten Herrn Rabe weggeschleppt. Ich kuschelte also noch ein bisschen mit dem Kind während Herr Rabe das Baby mit einer frischen Windel versorgte und zu bespaßen versuchte. Nach circa einer halben Stunde gab Herr Rabe aber alle Bespaßungsversuche auf und beschloss dass das Baby wohl Hunger haben müsse. Ich bekam also das immer noch brüllende Baby zurück. Es ließ sich aber weiterhin nicht durch Stillen beruhigen und so schaukelte ich es meckernd wieder in den Schlaf. Das Kind hatte das Gebrüll sehr schnell verscheucht und ich hörte Herrn Rabe und das Kind zusammen Frühstück machen, während ich bei Twitter rumhing. 

Nach einem ausführlichen gemeinsamen Frühstück setzte ich ein Kochstück und einige Kartoffeln für die heute zu backenden Brötchen an und ging dann duschen. Herr Rabe betreute derweil die Kinder was im speziellen so aussah, dass das Kind Mausclips auf dem iPad sehen durfte und das Baby wieder in den Schlaf geschuckelt auf dem Sofa schlief. Heute gönnte ich mir mal eine etwas ausführlichere Körperpflege (also mit Beine rasieren und so) und brachte mir danach aus dem Badezimmer direkt eine Maschine Wäsche zum Zusammenlegen mit. Die legte ich dann zusammen und scheuchte deinen Mann und Kinder auf um endlich das Haus zu verlassen. Herr Rabe und ich hatten nämlich abgemacht dass er mit den Kindern einkaufen gehen würde und ich würde in der Zwischenzeit wie der Teufel alles putzen was ich in der kurzen Zeit schaffen kann.

Als Mann und Kinder endlich die Tür hinter sich zugemacht hatten war es auch schon Zeit aus den gekochten Kartoffeln und Mehl einen Autolyseteig zu kneten was ziemlich schwer war (Ja, Sie lesen richtig, kein Wasser!). Danach gab es ein lecker Käsebrot für mich und dann machte ich mich daran das Badezimmer zu putzen. Dieses hatte es bitter nötig, unsere Babysitterin ist im Klausurenstress und konnte die letzten Wochen nicht kommen. Da wir ja immer mit Babysitterin putzen war das Putzen also lange nicht geschehen. Ich putzte also so vor mich hin und war gerade rechtzeitig fertig als die Familie zurück kam und das Kind natürlich sofort aufs Klo musste.

Das Kind spielte dann mit Herrn Rabe eine Weile Zug, das Baby hatte Hunger und war kuschelbedürftig und ich machte den Teig für die Brötchen fertig. Danach machte Herr Rabe sich für seine Weihnachtsfeier fertig und schmiss sich in seinen neuen dreiteiligen Anzug. Ich bewunderte das Resultat (ich stehe ja heimlich auf Männer in Anzügen) und machte mich dann daran das Kind davon abzuhalten Herrn Rabe hinterherzurennen. Nach einiger Heulerei (Paaaapaaaaa!!!) beruhigte sie das Kind einigermaßen bei der Aussicht noch Keksteig zu machen. Erst mussten wir aber mit seiner Spielküche Kekse backen die verdächtig nach Teilen des Maulwurfmemorys aussahen. Das inzwischen wieder meckernde Baby steckte ich in die Manduca und schaukelte es nach Kräften in den Schlaf während ich mit dem Kind Memorykekse backte. Dann war es an der Zeit die Brötchen zu kneten. Während ich knetete setzte das Kind das komplette Badezimmer (das frisch geputzte) und die halbe Küche unter Wasser. Es spielte Würstchen warm machen und Kartoffeln kochen und abgießen auf dem Küchenfußboden. Da ich aber durch die Brötchen und das Baby keine Kapazitäten mehr frei hatte verschob ich das Schimpfen auf nie. Wir putzten dann gemeinsam den Küchenfußboden und fingen an Keksteig zu machen. Das Kind war natürlich mit Feuereifer dabei und half mir beim Abwiegen und vor allem beim Umfüllen der Zutaten in die Rührschüssel (und es ging auch nur ein klitzekleines bisschen daneben). Es gab nur einen kleinen Disput darüber ob man einfach so Butter essen kann (ich bin der Meinung nein, das Kind sieht das etwas anders). Den Keksteig verfrachteten wir dann in den Kühlschrank, nicht ohne dass er vom Kind noch Mals mit einem Gesicht versehen worden war, und die Brötchen wurden in den Ofen geschoben. Dann „machte“ ich uns Abendessen, für mich gab es den Rest von gestern, das Kind wollte das nicht und wollte lieber Käsebrot mit Weihnachtskäse essen. Weihnachtskäse eine norwegische Spezialität die das Kind und Herr Rabe sehr mögen (ich nicht so). Das Essen zog sich dann ziemlich, das Baby wurde zwischendrin auch noch gestillt, und danach war es höchste Zeit fürs Bett.

Kind bettfertig bekommen und Baby wickeln stellte sich als Herausforderung heraus, aber irgendwann hatte ich dann doch beide in ihren Schlafanzügen. Dem Kind das Feuerwehrbuch vorgelesen und das Baby derweil ein bisschen nuckeln lassen damit es ruhig ist und das Kind gut einschlafen kann, noch zweimal Elefant dudeln lassen und dann war das Kind auch schon eingeschlafen. Seither diktiere ich der WordPress App diesen Artikel was tatsächlich überraschend gut funktioniert. Und jetzt werde ich mich auch mal Bett fertig machen bis auf Zähneputzen. Das mache ich lieber nachdem ich noch einen großen Kakao getrunken habe. Und vielleicht gucke ich noch den Borowski Tatort von letzter Woche.

Und was machen Sie so den ganzen Tag? Ich bin ja auch mal gespannt ob der Herr Rabe heute Nacht noch besoffen von seiner Weihnachtsfeier bloggt ;)

Tag 87 – WMDEDGT November 2015

Ein Tag, so langweilig wie kein zweiter jeder zweite Tag in letzter Zeit. Aber lesen Sie selbst:

Eltern wissen, der Tag kann nur so gut werden, wie die Nacht davor war. Meine Nacht war komplett beschissen. Kurz bevor ich gestern ins Bett gehen wollte, checkte ich nochmal das ohne Windel schlafende Kind: komplett nass. (Murphy und so, ich habs Ihnen ja gesagt. Also Kind umgezogen, Bett abgezogen, Kind in unser Bett verfrachtet, Bettwäsche ins Bad geworfen, hups, schon halb zwölf. Das Baby war dann ca. in stündlichen Intervallen wach und wollte Stillen. Dabei habe ich gefroren, die ganze Familie hatte Bettdecke, nur ich nicht. Zum Kotzen. So, das war meine Nacht.

Der Wecker klingelt um 06:30. Ich drücke dreimal auf Snooze und stelle dann den Wecker um auf 07:30. Um 07:05 wird das Kind vom Piepen der Mikrowelle wach. Mein Körper fühlt sich an, als wär er heute Nacht vom Bulldozer überfahren worden. In meinem Ohr piepts. Immerhin steht das Kind alleine auf (nach kurzem Protest) und kriegt vom noch anwesenden Herr Rabe Grøt serviert. Gegen zwanzig nach sieben muss Herr Rabe allerdings los. Das Kind findet das total scheiße, lässt sich aber immerhin im Bett durch kuscheln sehr schnell beruhigen. Dann stehen wir auf, ich ziehe irgendwas an, putze mir kurz die Zähne, wickel das Baby, überzeuge das Kind vom Vorteil von Kleidung (draußen sind 0 °C), putze ihm auch die Zähne und los gehts zum Kindergarten. Um 08:23 sind wir unterwegs. Oben höre ich noch das Bett nach mir rufen. Das Kind nimmt sein Kickboard für den Weg, das Baby ist im Kinderwagen. Nach fünf Metern ist das Baby eingeschlafen. Nach 400 Metern beschließt das Kind, dass das mit dem Kickboard fahren zu anstrengend ist. Ich schiebe den Kinderwagen und trage das Kickboard, das Kind geht in Zeitlupe zu Fuß. Die letzten 100 Meter fährt das Kind wieder selbst. Ich bringe es in den Kindergarten, kriege eine halbherzige Abschiedsumarmung und schiebe dann das Baby wieder nach Hause. Um 09:01 habe ich das schlafende Baby mitsamt Kinderwagenoberteil die Treppe hoch gewuchtet. Dann frühstücke ich Müsli mit Joghurt, keinen Kaffee, denn ich will ja wieder ins Bett. Schnell noch ein bisschen Twitter, dann die vollgepieselte Wäsche angestellt und um 09:45 rolle ich mich unter der Bettdecke ein. Haaaaahhhhhhhh…
Um 10 ist das Baby wach und hat Hunger. Es stillt und ich döse weiter vor mich hin, bis 10:45. Naja, immerhin noch ein bisschen ausgeruht.
Um 11:00 setze ich das Brühstück für das Brot an, das ich backen will. Dann mache ich mir einen Kaffee und dem Baby ne frische Windel, das ziehe ich ein bisschen in die Länge um den Babypo auszulüften (googeln Sie NIEMALS nach Windeldermatitis!). Das Baby darf dann noch ein bisschen auf seinem Spielteppich liegen. Es dreht sich rum, meckert irgendwann, ich drehe es zurück. Dieses Spiel spielen wir ca. 20 Minuten lang, dann ist es Zeit, mit dem Brotteig weiterzumachen. Alles abwiegen und zusammenkneten. Danach muss der Teig 45 Minuten ruhen. In der Zeit räume ich die Wäsche in den Trockner, behandle ein paar senfgelbe Flecken auf Babybodys mit Gallseife vor, starte eine weitere Maschine Wäsche und räume die Spülmaschine ein. Das Baby war bisher recht happy auf dem Spielteppich und im Hochstuhl, aber jetzt ist Schluss, es meckert rum und ich stecke es in die Trage. Mit Baby in der Trage wirke ich das Brot, stelle es zur Gare ins Bad, wiege wieder Mehl und Konsorten für Brötchen ab und mache Brötchenteig. Heize den Backofen vor und schaffe es noch, das Brot einzuschießen, bevor das Baby wach wird, weil es Hunger hat. Ich stille im Bett, in der Hoffnung dass das Baby dabei nochmal einschläft. Klappt natürlich nicht. Aber jetzt geht der Hochstuhl wieder. Das Brot ist fertig, ich hole es aus dem Ofen und wickle es in Geschirrtücher zum Auskühlen. Sieht lecker aus. Ich esse erstmal die Reste vom alten Brot auf. Während der Brötchenteig ruht, nehme ich Wäsche ab, lege sie zusammen und verteile sie und hänge die zweite Maschine Wäsche auf. Dann beziehe ich das Kinderbett. Das Baby liegt wieder auf dem Spielteppich und dreht sich drölfzig mal auf den Bauch. Ich wirke die Brötchen und unterhalte mich dabei mit dem überaus fröhlichen Baby. Merke dabei, dass ich die Brötchen inzwischen ohne gucken machen kann. Ich nutze die Zeit mit fröhlichem Baby und rasiere mir sehr schnell die Achseln, später ist ja Ballett und da finde ich das nicht so prall, wenn da so anderthalb-Wochen-Stoppeln sind. Ich rufe auch endlich bei meiner Lieblingsfriseurin an und mache einen Termin aus für den 21.12. Das ist zwar ein Montag, aber weil Weihnachten ist, arbeitet sie trotzdem. Dann kurze Verwirrung, Herr Rabe steht in einer sehr langen Schlange und eventuell muss ich das Kind abholen. Ich wickel das Baby und mache uns aufbruchsbereit. Rufe nochmal Herrn Rabe an, ob ich jetzt wirklich los soll. Er verneint, er fährt jetzt los. Gut. Ich lege das Baby auf den Spielteppich, aber es mag nicht mehr. Es trinkt ein bisschen, schläft dabei ein, wird aber wach, als ich versuche es wegzulegen. Ich stecke es wieder in die Trage. Da schläft es weiter.
Herr Rabe und das Kind kommen nach Hause gerade als ich die erste Fuhre Brötchen in den Ofen schieben will. Das Kind hat erstmal Hunger und isst die Reste vom Frühstück auf. Dann findet es ein paar Süßigkeiten und isst auch die auf. Herr Rabe macht sich an die Vorbereitung des Abendessens, ich backe die zwei Fuhren Brötchen, das Kind hat sich irgendwann zwischendurch nackt ausgezogen und hilft jetzt nackt beim Kochen mit. Das Baby ist aufgewacht und sitzt im Hochstuhl. Ich twittere ein bisschen und hätte sehr gerne fünf Minuten ohne Menschen um mich rum, aber stattdessen transferiere ich mit dem Kind Kürbis vom Schneidebrett in den Topf.
Das Abendessen klappt dann ganz grandios (nicht). Das Kind hat keinen Hunger mehr oder will zumindest keine Suppe essen. Akzeptiert aber auch nicht, dass wir essen wollen. Es will malen, beschwert sich aber sofort, dass es das nicht kann, wir sollen für es malen. Als ich sage, wir essen jetzt aber, heult es (ziemlich künstlich) los. Ich versuche grade das Baby zu stillen (es ist ja gleich Ballett und ich zwei Stunden nicht da…), aber das Baby ist zu abgelenkt vom Geheule des Kindes. Bevor ich einen Teller Kürbissuppe an die Wand schmeiße, verziehe ich mich mitsamt Baby ins Schlafzimmer und knalle die Tür hinter mir zu. Das Baby stillt, jetzt klappt das. Als Herr Rabe und das Kind ins Bad zockeln, um das Kind bettfertig zu machen, wage ich mich wieder aus dem Schlafzimmer, esse schnell den Rest meiner Suppe auf und mache mich dann fertig fürs Ballett. Meine Haare sind super fettig, aber was soll, ist ja Sport und keine Modenschau. Auf dem Weg aus der Haustür nehme ich noch Müll mit runter und die kaputten, zu kleinen Schuhe vom Kind, die ich ihm jeden Morgen ausreden muss. Die wandern jetzt auch in die Tonne. Dann stelle ich die Musik in meinen Kopfhörern auf sehr laut und nutze die fünf Minuten Fußweg zum Ballett um mein Gehirn von scherbelnden E-Gitarren freipusten zu lassen.
Beim Ballett komme ich erstaunlich gut mit und habe auch endlich mal keine Krämpfe in den Waden oder Füßen. Das ist schön. Überhaupt ist es so schön, mal kurz nur Erwachsene um sich zu haben…
Wieder zu Hause finde ich ein schlafendes Baby auf Herrn Rabes Bauch und nutze die Gelegenheit um sehr schnell zu duschen. Dabei fallen mir wieder drölfzigmillionen Haare aus. Bald sind keine mehr auf meinem Kopf. Ich mache mir Suppe warm und beginne zu bloggen, das Baby wird wach und hat Hunger, ich stille und esse dabei Suppe. Wie durch ein Wunder bekleckere ich das Baby nicht, dafür meinen Computer. Das Baby ist fertig mit Stillen und Herr Rabe übernimmt es wieder. Ich blogge und höre das Kind meckern. Es hat sich wieder ein bisschen eingepullert, nicht sehr viel, aber ich muss ihm trotzdem den Schlafi ausziehen und einen anderen anziehen und es dann in unser Bett verfrachten. Ich gehe zurück zum Tisch und blogge zu Ende und esse dabei ein klitzekleines bisschen Schokolade. Das ist jetzt.

Gleich werde ich noch die Brötchen und eine Hälfte des Brotes einfrieren und dann ab ins Bett.

Und was machen Sie so den ganzen Tag? Was andere machen, können Sie wie immer bei Frau Brüllen nachlesen. Es geht die Kunde, Herr Rabe habe auch etwas geschrieben ;)

Was machte ich eigentlich so den ganzen Tag

Hier schreibt Herr Rabe, denn gestern Abend schrieb Frau Rabe heute sei WMDEDGT. Da musste ich erstmal nachfragen, was das denn bedeute. Habe dann gelernt, dass wohl immer am 5. des Monats Leute aufschreiben was sie den ganzen Tag so machen. Wieso ausgerechnet am 5.? Ich habe keine Ahnung.

Finde ich aber eine gute Idee, also hier kommt

Mein Tag

Um 6:00 Uhr klingelte mein Wecker. Nach drei mal auf Snooze drücken stand ich auf und ging gegen 6:30 Uhr ins Bad. Beim Duschen und Rasieren hörte ich 1Live-Comedy Podcasts. Ich mag ja den 1Live Babo-Bus. Beim Rasieren habe ich einen Schnäutzer stehen gelassen, ist ja Movemeber. Mal gucken ob ich das dieses Jahr wieder komplett durchziehe.

Um 7:05 Uhr schonmal Frühstücks-Grøt in die Mikrowelle gestellt. Während es warm wurde schnell angezogen. Gerade hatte ich mir die Frühstücksschale vollgelöffelt, da steht plötzlich um 7:11 Uhr das Kind vor mir und meldet Kuschelbedarf an. Wurde wohl wach vom eifrigen Mikrowellen-Piepsen, dass das Frühstück fertig sei. Also schnell noch eine weitere Schale geholt und das Kind auf meinem Schoß mit-frühstücken lassen. Jedenfalls die erste Ladung. Dann schnell die Schale des Kinds wieder aufgefüllt und im Schlafzimmer nach Frau Rabe geschaut. Diese konnte nicht aufstehen, wurde von Bettdecke und dem Baby im Bett festgehalten.

Um 7:22 Uhr dann doch losgefahren, obwohl das Kind lautstark im Hintergrund protestierte. Eingestempelt bei der Arbeit um 7:35 Uhr und um 7:44 Uhr den ersten Kaffee geholt.

Nach einem erfolgreichem deploy to production gönnte ich mir um 9:20 Uhr Frühstück Nummer zwei: Habe heute Vanille-Jogurt mit Apfelstückchen und 4-Kornmüsli probiert. Sehr lecker, könnte ich glatt jeden Tag essen wenn es nicht so teuer wäre. (Hier muss ich erwähnen, dass meine Firma erst letzte Woche in ein neues Gebäude mit angeschlossener Kantine umgezogen ist.) Um 9:40 Uhr dann auch Kaffee Nummer zwei geholt.

Zum Lunch ging ich um 11:40 Uhr. Es gab Dorsch mit Kartoffeln, gegrilltem Maiskolben und Salat. Anschließend noch eine Runde Lunch-Darts mit drei anderen Kollegen gespielt. War nett.

Um 12:27 Uhr gab es Kaffee Nummer drei und im Anschluss wieder die Arbeit aufgenommen. Wurde allerdings um 12:40 Uhr Dart-Tournament-Match gefordert. Habe ich leider mit 1:2 verloren. Dann weitergearbeitet. Um 14:25 Uhr eine große Hot Chocolate Deluxe statt Kaffee genommen. Dann noch schnell einen Bugfix gemacht und deployed. Dadurch erst um 15:15 Uhr von der Arbeit losgekommen.

Eigentlich wollte ich heute schon viel eher Schluss gemacht haben, denn es wurde gratis Fahrradbeleuchtung verteilt, vom Norwegischen Fahrradverband. Angekündigt war die Aktion von 15 bis 17 Uhr. Aber so stand ich erst um 15:30 Uhr in der Schlange fürs gratis Licht an. Als ich schon überlegte, ob ich es überhaupt pünktlich zum Kindergarten schaffe, kam um 15:55 Uhr die Meldung alle Lichter seien verteilt worden. Man könne es nächste Woche nochmals probieren. Zum Trost gab es ein Reflex-Armband.

Also schell zum Kindergarten geradelt und das Kind aufgeladen. Es hatte natürlich sofort mein neues Reflex-Armband entdeckt und in Beschlag genommen. Da das Kind Hunger hatte ließ es sich überzeugen schnell nach Hause zu fahren.

Um 16:30 Uhr kamen wir zu Hause an und begannen mit dem Treppenaufstieg. Es ist zur Zeit so, dass das Kind von mir fordert es die Treppe hochzutragen. Da es aber meistens ziemlich dreckig aus dem Kindergarten wiederkommt (und auch noch ordentlich schwer ist) habe ich eigentlich keine Lust. Manchmal lasse ich mich trotzdem breitschlagen. Und manchmal geht das Kind selber die Treppe, meckert dabei aber die ganze Zeit und bleibt auch gerne mal auf den Stufen liegen. Heute war selber laufen angesagt. Also kamen wir zwei Stockwerke später  erst um 16:36 Uhr in der Wohnung an. Dort roch es sehr, sehr lecker, denn Frau Rabe buk. :)

Nachdem ich das Kind kurz aufs Klo begleitet hatte, begann ich um 16:42 Uhr das Abendessen zu zubereiten. Es stand Kürbissuppe auf dem Plan. Also den Kürbis schälen. Und dann schneiden. Ebenso Zwiebeln, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Ingwer. Dabei ständig ein Auge auf das in der Küche rumturnende Kind, welches kontinuierlich nachfragt was das denn sei, was man dort habe. Und natürlich zwischendurch nochmals mit dem Kind aufs Klo gehen. Und mit dem Kind zusammen Lauchzwiebeln schneiden. Mit dem großen Messer. Zuvor hatte es den Bund Lauchzwiebeln schon zum Blumenstrauß deklariert hatte und stolz Frau Rabe unter die Nase gehalten.

Dann noch Pilze anschmoren, schon mal was abwaschen, mit dem Baby reden, die Suppe pürieren, abschmecken und schließlich war um 18:15 Uhr Essenszeit. Endlich. Jedoch hatte das Kind schon Bonbons und Kekse (es nennt die Cracker Kekse) gefuttert und wohl keinen Hunger mehr. Oder war schon zu müde um Hunger zu haben. Jedenfalls wollte es lieber malen statt essen. Wäre auch nicht das Problem, jedoch forderte es, dass Frau Rabe oder ich malen, statt selbst zu malen. Das Kind behauptete steif und fest, es könne nicht selber malen und nölte lautstark rum. Frau Rabe wurde es schließlich zu viel und sie verließ mit dem Baby die Bildfläche um in Ruhe stillen zu können.

Um ca. 18:35 Uhr habe ich dann das Kind ins Bad komplimentiert, ihm die Zähne geputzt und den Schlafi angezogen. Mittlerweile hatte auch das Baby fertig getrunken und Frau Rabe kam mit dem Baby ins Bad dazu um sich fürs Ballett umzuziehen. Um 18:42 Uhr kletterte das Kind dann in sein Bett. Ich schnallte mir das Baby in die Manduca und gab Frau Rabe einen Abschiedskuss. Dann begann dem Kind aus „dem Feuerwehrbuch“ vorzulesen während ich von einem Bein auf das andere und wieder zurück wippte, um das Baby zu beruhigen. Um 18:57 Uhr waren beide Kinder eingeschlafen.

Dann räumte ich schnell die Rømme in den Kühlschrank, legte den Deckel auf den Suppentopf, holte mir einige Stücke Schokolade, schenke mir einen Ledaig ein und setzte mich um 19:06 mit Computer und zwei Büchern bewaffnet aufs Sofa.

Um 19:25 begann ich diesen Artikel zu schreiben. Gegen ca. 20 Uhr begann jedoch plötzlich das Baby im Schlaf zu weinen. Also befreite ich es aus der Manduca, schuckelte es und gab ihm meinen Finger zum nuckeln, bis es sich wieder beruhigt hatte. Gegen 20:30 hatte ich dann beide Hände wieder für mich.

Eben, so gegen 20:45 ist Frau Rabe vom Ballett nach Hause gekommen und direkt unter die Dusche verschwunden. Währenddessen konnte ich hier die letzten Zeilen verfassen. Dauerte ja schon eine Weile, meine heutigen Erlebnisse auszuformulieren. Werde ich mit der Zeit wohl schneller falls ich mehr blogge? Oder sollte ich nebenher nicht so viel surfen? :)

Jetzt ist es jedenfalls 21 Uhr. Ich nehme an, dass das Baby gleich erstmal was essen muss und dann Frau Rabe auch noch ihren Tag verbloggt. Vielleicht das Baby dann ja auf mir weiterschlafen und ich komme noch dazu eins meiner Bücher zu lesen? Und mein stolzer Plan ist es um 22 Uhr selber ins Bett zu gehen und zu schlafen. Mal schauen, ob das was wird.

Update: Es ist jetzt 22:50, ich bin noch nicht im Bett, aber so gut wie. Lesen war nicht mehr drin, denn das Baby hat seit 21:30 Uhr eine sehr wache Phase. Ich habe zweimal die Windel gewechselt, einige interessante Gespräche mit dem Baby geführt, es vom Bauch wieder auf den Rücken gedreht und Hilfestellung am Trapez gegeben. Jetzt ist es müde und meckerig (und hat wahrscheinlich schon wieder Hunger) und wir gehen nun endlich ins Bett. Gute Nacht!