Tag 1124 – Unverfängliches Kuchenrezept.

Wir sind jetzt vollständig Norwegisiert. Ich habe nämlich die Fußböden mit Grønnsåpe (zu Deutsch: Schmierseife) gewischt* und ohne jemals in einer norwegischen Jugendherberge gewesen zu sein, weiß ich, dass es bei uns jetzt riecht wie in einer norwegischen Jugendherberge. Und weil ich mal auf einer Disputation den besten Apfelkuchen der ganzen Welt gegessen habe, wollte ich aus unseren neulich neben der Schule gepflückten Äpfeln auch einen solchen Kuchen backen. So kam ich durch googeln zu Omas Apfelkuchen, und das Rezept übersetze ich hier mal für Sie. Es war schon ganz nah dran an dem besten Apfelkuchen der ganzen Welt, das nächste Mal würde ich wohl einen Esslöffel von der Apfelsaft-Zucker-Zimt-Matsche aus der Tüte in den Teig rühren, das dürfte den etwas flachen Geschmack des Teiges beleben. Und vielleicht ein fitzelchen Zitronenschale.

Aber hier das Rezept:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

  • 4 säuerliche Äpfel (unsere waren so klein, dass ich 6 genommen habe) schälen, entkernen und in schmale Schnitze schneiden, mit
  • 5 Esslöffeln Zucker und
  • 2 Esslöffeln Zimt in eine Plastiktüte geben und gut schütteln
  • 200 g weiche Butter und
  • 200 g Zucker schaumig schlagen, dann nach und nach
  • 4 Eier unterrühren.
  • (Vor dem Mehl würde ich dann wohl einen Löffel vom Apfel-Zimt-Schlonz unterrühren.)

    • 170 g Mehl mit
    • 1 Teelöffel Backpulver und in Abweichung vom Rezept
    • 1 Prise Salz mischen und über die Buttermischung sieben, dann unterheben und mischen.

    Eine Springform mit ca. 24 cm Durchmesser fetten und (wenn man mag und dran glaubt, dass es gegen anbacken hilft) mit irgendwas ausstreuen. Die Hälfte des Teiges in die Form geben und verteilen. Dann die Hälfte der Apfelschnitze mit der schmalen Seite nach unten in den Teig drücken. Darauf die zweite Hälfte des Teiges verteilen und in diese wiederum die zweite Hälfte der Äpfel drücken.

    • 2 Esslöffel Hagelzucker darüber streuen (das habe ich vergessen)
  • Etwa 50 Minuten in der (gefühlten) Mitte des Ofens backen.
  • Lauwarm mit Schlagsahne servieren.
  • Schon wirklich sehr lecker.
  • ___
  • *Hinterher hab ich dann gelernt, dass man das AUF GAR KEINEN FALL MACHEN SOLL!!1elf! Hups.
  • 4 Gedanken zu “Tag 1124 – Unverfängliches Kuchenrezept.

    1. Franziska schreibt:

      Guten Morgen, Frau Rabe,

      ich habe Hunger, auch, wenn es etwas anders lief, als Sie dachten. Die Photos sagen „Hunger!“…

      Meine Koch- und Backversuche von 14 – 25 waren genau SO! Und meine Eltern haben es gegessen und Ex’ens Freunde auch. Meine 2 gröbsten Fehler aller Zeiten!!
      1. Mit 14 zu glauben, das man Nudeln in der Mikrowelle kochen kann. Meine Mutter hatte dann netterweise die Porzellanschüssel bereinigt/ eingeweicht und ausgekratzt.Es war zu wenig Wasser drin. 2. Vor 4 Jahren (ich bin 37), habe ich den Schwarzen Pfeffer mit Zimt verwechselt beim Tomatnesauceaufpeppen. Passiert. Das Ergebnis war SEHR interessant, auch dann. Dafür habe ich endlich gelernt, wie man in der Pfanne tunesisches Fladenbrot macht und Kaisernatron dabei ordentlich einsetzt.Und Essig.
      Man lernt nie aus.

      Lach!

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    2. Sunni schreibt:

      Hahaha, den Geruch kann man sich vorstellen. Das dürfte sowas wie die „Bru Säbe“ in Dänemark sein, die sich trefflich zum Entfernen von dämlichen Flecken aus Klamotten eignet(also vor der Waschmaschine damit unter Druck einstreichen). Und Kuchen…den werden wir probieren. Da hab ich schon sooo viele Federn gelassen und Zeugs in den Müll gekratzt, da lassen mich kleine Fehlversuche jetzt völlig kalt. Sieht oberlecker aus! Ihnen eine Woche ohne Tobsuchtsanfall gegen den Chipsmann!Wann wäre denn das 1. Gehalt fällig? Jetzt irgendwann, oder? Ich bemühe mich jetzt immer zu denken „Wenn du dich ärgerst, kommt es auf dasselbe raus, wie wenn du dich nicht ärgerst!“ Braucht etwas Übung, im Leben und im Internet, aber klappt irgendwann. Herzliche Grüße!

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    3. Liebe Frau Rabe,
      lange schon, fast von Beginn an, lese ich ganz leise hier mit, dabei hab ich mich damals schon sehr über das Zimtschneckenrezept gefreut und es gleich umgesetzt.
      Nun also der Apfelkuchen, und was soll ich sagen: einer der besten Apfelkuchen, die ich je gebacken und gegessen habe (und das waren viele).

      Besten Dank fürs Übersetzen und Teilen des Rezepts, und für Sie privat, beruflich und gesundheitlich alles Gute wünscht Ihnen
      Melli aus Würzburg

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    Ich freue mich über jeden Kommentar, außer er ist blöd, dann nicht. Außerdem ist jetzt wohl der richtige Zeitpunkt, um Ihnen mitzuteilen, dass WordPress bei jedem Kommentar eine mail an mich schickt, in der die Mailadresse, die Sie angegeben haben und auch ihre IP-Adresse stehen. Müssen Sie halt selbst wissen, ob Sie mir vertrauen, dass ich diese mails von meinen Devices alle sofort lösche, und ob Sie damit leben können, dass WordPress diese Daten auch speichert (damit Sie nämlich beim nächsten Mal hier einfacher kommentieren können).

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