Tag 1503 – Bullerbü-Tag.

Wir hatten heute Besuch aus der Großstadt, von A. und MM und das war einfach ganz großartig toll. Bei wunderschönem Spätsommerwetter gab es Kaffee, Kuchen, quatschen* und einen Ausflug zum persönlichen Bullerbü, Tiere gucken und Kürbisse! <3

Das war einfach ein toller Tag.

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* ich bin nicht allein mit meinem Haareraufen, was die Schnarchnasigkeit der Norweger*Innen beim Umwelt- und Klimaschutz angeht. Man hat hier manchmal das Gefühl, die Norweger*Innen glauben, weil sie alle Tesla fahren, haben sie ihren Teil getan und können hemmungslos unfassbare Mengen Plastikmüll erzeugen, zweimal im Jahr ins Warme fliegen und jeden Tag Fleisch essen. Meh.

Tag 1502 – Bestimmt langweilig, aber…

… heute ist halt nicht so viel passiert. Wir waren in Jessheim, neue Jogginghosen und Leggins für die momentan wie Unkraut wachsenden Kinder kaufen (Pippi hat Hosengröße 110. HUNDERTZEHN!!!), das war wegen mangelnder Compliance seitens Pippi überaus anstrengend. So sehr, dass ich danach, als das Brot im Ofen und Herr Rabe und die Kinder Pizzateig kaufen waren beim „nur kurz in Ruhe auf dem Sofa sitzen“ sofort eingeschlafen bin. Danach tat aber meine Schulter noch mehr weh als eh schon und ich sah mich quasi gezwungen, einen schnellen Spaziergang zu machen. Danach tat es etwas weniger weh und die Pizza war fast fertig in der Mache. Grünkohl auf Pizza ist sehr lecker. Grünkohl ist eigentlich immer lecker.

Um wenigstens das Gefühl zu haben, was geschafft zu haben, habe ich dann abends meine 3 identischen Hosen und 5 Blusen, davon 3 im identischen Schnitt, gebügelt. Morgen früh packe ich dann für den (tatsächlich) hohen Norden. Bügeln ist weiterhin nicht mein Freund, aber solange ich keine Reinigung finde, die das zu einem vertretbaren Preis macht, muss ich damit wohl ab und an leben. (Disclaimer, Hinweis, das übliche: wenn Sie total gerne bügeln oder auch aus Prinzip gar nicht bügeln oder aus diversen Gründen seit 1997 Reinigungen boykottieren, ist das schön für Sie (oder auch nicht, kommt jetzt auf die Gründe für den Boykott an), hilft mir aber beim Bügeln nicht. Ich möchte gebügelte Chinos und Blusen anziehen.)

Tag 1501 – Trekkteori.

Ganz entspannten Abend mit Herrn Rabe auf dem Sofa verbracht, das war wirklich mal nötig. Wir werden jetzt so etwa zwei Tage lang nach Knoblauch riechen, aber was soll’s.

Heute bei der Arbeit nichts spezielles erlebt. Fast wäre meine Kollegin bei einem Lachanfall erstickt, aber das wäre ja nicht zulässig während der Stillarbeitszeit. Dabei hatte ich nur einen trockenen Kommentar zu einer Mail gemacht, die ganz ernsthaft mit YO! begann.

Außerdem war ich recht spontan bei einem Infomeeting über den neuen Rekrutierungsprozess und zu was da welche Tests eingesetzt werden. Ich bin jetzt guten Arbeitspsychologischen Tests gegenüber nicht mehr ganz so negativ eingestellt. Die HR-Dame, die vorher schon sehr viel mit solchen Tests gearbeitet und auch daran geforscht hat, hat das überzeugend genug verkauft und da reine Vorstellungsgespräche wohl wirklich nicht das Gelbe vom Ei sind (ein paar Stichpunkte, die ich nach einem Bier noch im Kopf habe: – extrovertierte Menschen wirken sympathischer als introvertierte – man mag, wer einer ähnlich ist – Diskriminierung auf allen vorstellbaren Ebenen) ist so ein halbwegs objektives Tool vernünftig angewendet sicher ganz nützlich. Die schlechte Nachricht, falls Ihnen solche Tests bevorstehen: die guten kann man nicht wirklich üben und (bis auf wen anders den Test machen lassen, was dämlich ist, weil das ganz fix auffliegt, wenn Test und Arbeitsverhalten dann nicht zusammen passen) auch kaum bescheißen. Die gute Nachricht: wenn der Test sagt, dass man gut zu dem Job passen könnte, passt der Job auch eher zu einer. (All das lässt natürlich das ANY WILL DO, GIB MIR EINFACH IRGENDEINE ARBEIT, BIIIITTEEEEEE!!!-Gefühl das längere Zeit Arbeitssuchende befällt völlig außer acht. Aber zumindest der HR-Dame heute war das sehr bewusst.) Fun fact: ich war eine der ersten, die im Werk überhaupt getestet wurde, weil sich „meine“ zuständige HR-Frau schon früher zertifiziert hatte als der Rest von HR.

Man lernt nie aus.

Tag 1500 – Dankbar.

Für dieses kleine Blog. 1500 Tage sind eine lange Zeit um was täglich zu tun, ich klopfe mir da mal kurz auf die Schulter… so. Viel erlebt habe ich auch dadurch, viele Freunde*Innen gewonnen*, manche auch wieder verloren.

Aber vor allem war das Schreiben und waren Sie alle, die das gelesen haben, mir eine Stütze, als es mir echt schlecht ging. Dafür allein bin ich so dankbar, dass gar keine Worte für da sind, in meinem Kopf jedenfalls nicht.

Danke, Blögchen, fürs geduldige Aushalten all der Belanglosigkeit und der Rotze und der Müdigkeit. Danke fürs Festhalten all der guten Zeiten und wunderbaren Tage. Danke fürs Dasein und fürs Netz-sein.

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*Feinde*Innen würd ich so nicht sagen, das wär zu hart, aber ich weiß, auf welche Bloggertreffen ich wohl eher nicht gehen würde und wem ich, sollte man sich zufällig irgendwo treffen, eher aus dem Weg gehen würde und dass das ganz sicher auf Gegenseitigkeit beruht.

Tag 1499 – Vielleicht morgen.

Morgen früh habe ich eigentlich gar nichts zu arbeiten im Zug, vielleicht schreibe ich da mal drüber dass sich hier alles grad deutlich entspannt, zwar ganz langsam, aber halt im Endergebnis übers letzte Jahr schon deutlich spürbar.

Und warum mache ich das nicht heute schon? Weil ich altersweise bin erfahrungsgemäß seit zwanzig Minuten schlafen müsste, um morgen gut aus dem Bett zu kommen.

Große (hier RIESIGE Luftkommata vorstellen) Kinder sind schon toll.

Tag 1498 – Effizienz.

Also es ist ja so, wenn man mehr schaffen will als in einen handelsüblichen Tag passt, muss man klug schachteln und gut planen und Schlaf streichen. Ich mache alles gleichzeitig. Kaffee kochen und Frühstück für die Kinder machen. Zug fahren und arbeiten und wenn das Netz wieder zu schlecht wird kann ich nebenher sogar twittern. Kochen, Rote Beete ernten (fürs kochen), Waschmaschine anwerfen (blame it on the Rote Beete), Spülmaschine ausräumen, Müll rausbringen, spülen, Tisch decken. Kind ins Bett bringen und Meetingtermine annehmen. Kartoffeln kochen, Sport machen, Waschmaschine Nummer 2, diesmal mit Entfärber, anwerfen (merke: die türkise Hoodie-Jacke färbt auch nach mehrmaligem Waschen noch GANZ EXTREM ab). Kartoffeln pellen und Herrn Rabe unterhalten. Duschen, Abschminken, Zähne putzen.

Geht alles.

An manchen Tagen. An vielen fühlt es sich alles unschaffbar viel an, aber es werden mehr, an denen das geht und ich trotzdem zu einer okayen Zeit im Bett bin.

Hurra für diese Tage!

Tag 1497 – Nachgereicht: #12von12 im September ’19.

Mal sehen, wie weit ich komme. Ich bin nicht so ganz ausgelastet heute, ich hatte nämlich erstens gestern Abend und dann noch heute morgen die Schmerztablette vergessen und deshalb Schulter-/Nacken-/Allesschmerzen dass ich kurz davor war, meinen Arm abzunagen, und zweitens hatte Michel nach dem Hort heute direkt Besuch bis zur Bettzeit, dann war Bettbringen und dann habe ich mit meiner Mutter telefoniert, bis es zu spät war für Sport. Andererseits – jetzt bin ich halt wach, weil unausgelastet.

Aber dann kann ich ja wenigstens endlich die 12von12-Bilder hochladen. Oder damit anfangen und halt mal schauen, wie weit ich komme. [Update: geschafft! Hurra!]

12von12 ist, wie immer, am 16. Ach nee, am 12., da macht man 12 Bilder und Caro von Draußen nur Kännchen sammelt diese Bildersammlungen.

Das erste Bild von Donnerstag ist, wie die Kinder im Schlaf miteinander kuscheln. Es ist das schönste Bild, das ich vom ganzen Tag, ach, vom ganzen Monat hab, aber wenn man Bilder von schlafenden Kindern im Internet zeigt, verfolgen einen Datenschutzmuttis auf ewig mit Fackeln und Mistgabeln, das kann niemand wollen.

Morgens, halb sieben, im Hause Rabe. #1von12 von #12von12

Ich rödle und rödle und rödle und habe die Kinder und mich tatsächlich um 07:16 aus dem Haus und Michel bei den Nachbarn abgeladen, Pippi um 07:22 im Kindergarten und renne selbst um 07:28 zum Zug. Uff.

Zwei vor halb acht, das kleine Kind ist im Kindergarten abgeliefert, das große Kind fährt mit den Nachbarn zur Schule. Erste Male für mich: ein grüner Zug! #2von12 von #12von12

Der Morgen war fünf Minuten zu kurz. Die Augen müssen noch fertig geschminkt werden. Ja, ich bin so eine, die sich im Zug schminkt. #3von12 von #12von12

Das geht erstaunlich super. Normalerweise mache ich das auf dem Zugklo – das ist morgens auch noch sehr sauber.

(Ich schminke mich nicht täglich im Zug. Aber wenn die Zeit knapp ist, dann schon.)

Fertig! 🤡 #4von12 von #12von12

Der Zug ist auch trödelig, aber um zwanzig nach acht bin ich am Werk Room.

Guten Morgen, Werk. #5von12 von #12von12

Dann ist Arbeit, Arbeit. Keine richtigen Meetings stehen an, dafür aber „Drop-in“ bei unseren Tekna-Vertretern. Tekna ist super. Anbefales!

So eine Art #wazifubo: ich warte darauf, dass mir (hoffentlich) erklärt wird, wie die Gehaltsverhandlungen meiner Berufsgenossenschaft/-vereinigung? Tekna halt, mit dem Staat funktionieren. #6von12 von #12von12

Danach bin ich tatsächlich ein gutes Stück schlauer. Aber das jetzt hier zu erklären, wäre zu kompliziert.

Dann weiter Arbeit, Arbeit. Ich bin immer noch für die Kinder allein zuständig und muss um kurz nach drei wieder gehen

Wenn man dem Kind versprochen hat, Bulle mitzubringen, „wie Papa“, dann macht man das. Völlig uneigennützig natürlich. *hust* #7von12 von #12von12

Michel hat sich das gewünscht, das hat sich donnerstags bei uns so eingebürgert, zum Musikschultag.

Aber erst mal die Kinder abholen.

„MAMAAAAAA! L. HAT MIR DIE HAARE GESCHNITTEN!“ Und die Erzieherin überreichte mir diese Tüte. Jetzt zeigt das kleine Kind sämtlichen Menschen, die ihr begegnen, diese Tüte. Ich kann nicht mehr 😂 #8von12 von #12von12

Deutlich mehr Haare hat sie tatsächlich nicht gelassen. Ein Schnurpsel fehlt am Hinterkopf, einer am Pony. Was schlimmer ist: in ihren Haaren klebt auch irgendeine blaue Farbe und irgendwas ekliges, schmieriges. Dass sie allen die wilde Geschichte erzählt, dass L. ihre Haare geschnitten hat, ist aber sehr niedlich. Des weiteren muss ich einen winzigen Kotzefleck „bewundern“, wo sich eine andere L. übergeben hat. Es waren Finger im Hals involviert und KEINE Viren. Wurde mir zugesichert.

Musikschule verläuft ereignislos. Pippi und ich warten im Vorraum. Meine Batterie leert sich, in alter Handytradition, binnen dieser Stunde von 40 auf 5%. Jetzt noch kochen erscheint mir so verlockend wie Kotzeflecken anschauen.

Gibt so Tage, da gibt‘s zum Glück die Kühltheke, die Abendessen vom Lieblingsapotheker bereit hält. #9von12 von #12von12

Nach der Pizza müssen beide Kinder grundgereinigt werden. Pippi hat Ekelzeug im Haar und Michel Dreckränder an den Füßen und zu lange Fingernägel. So will ich die nicht bei der Babysitterfamilie übernachten lassen.

Morgen übernachten die Kinder bei der Babysitterfamilie. Der Große hat seine Köfferchen ganz akkurat selbst gepackt. Die Kleine musste dringend noch baden und ich hoffe jetzt, dass ich nichts vergessen habe. #10von12 von #12von12

Die Kinder sind im Bett, Herr Rabe immer noch unterwegs. Ich habe das Frühstück und Brotdosen vorbereitet.

Wenigstens sind die Brotdosen heute schnell gemacht. #Supermutter #Bentodings #11von12 von #12von12

Und dann ist es auch Zeit für mich, ins Bett zu gehen, wo ich dann nicht schlafen kann, aber Tjanun. Herr Rabe kommt gegen eins, da schlafe ich dann tatsächlich schon.

Fünf Minuten Sit-ups und moderates Schulter-Nacken-Training noch. Dann ist der Tag rum. #12von12 von #12von12

(Ich muss mich wieder von dem Druck der elektronischen Fußfessel lossagen. Das nimmt seltsame Züge an.)

Tag 14,95€ – Wissen Sie was?

Ich mag nicht. Wir sind heute – statt ausschlafen – mit viel Mühe um halb neun aus dem Bett gekrochen (und bitte – kommen Sie mir nicht mit „Das ist doch ausschlafen!“. Das ist ja, wie vieles, sehr individuell. Mein Ausschlafen geht mindestens bis um zehn.), haben gefrühstückt und sind dann losgefahren, die Kinder abzuholen. Und dann gleich weiter, zum Kinder-Leichtathletik-Tag an der Schule ein bisschen den Fluss rauf. Das war ganz lustig, aber danach war weiter Action und ich bin nicht mehr 20 und geärgert hab ich mich dann auch noch gegen Abend darüber dass es schon wieder spät ist und dunkel und ich war den ganzen Tag bis auf Einkaufen (und das zählt nur halb) noch gar nicht alleine, jedenfalls ist meine Lust zu schreiben auf einem Ganztags-tief. Ich will eigentlich nur ins Bett und dann halt bis zehn schlafen.

Vielleicht mache ich das einfach.