Tag 1733 – Ach, ach.

Ach, Zwergi. Erst Gemotze am Morgen, unausstehliche Laune, beim Abliefern an der Schule klingelt es während wir noch etwa 10 m vom Tor entfernt sind und ich werde fast von dir vor Wut über das „zu spät kommen“ (14,5 Minuten bevor der Unterricht los geht) geschlagen. Kein Abschied, dafür ein Anruf der Schule um halb zwölf, dir sei übel. Ich hole also ein überraschend fröhliches und gesprächiges Kind ab, das von Schwindel erzählt und von „nur ein bisschen Gurke gegessen“. Das gesprächige Kind ist mir lieber als das wütende Motzkind vom Morgen. Ich helfe dir, deinen Hund für die Schule fertig zu nähen, du isst ein Brot und eine komplette Paprika zum Mittag, die Eisen-Brausetablette magst du aber nicht. Ich muss arbeiten, deshalb habe ich keine Zeit und keine Energie, dich vom iPad-gucken abzuhalten. Mittagsschlaf fände ich ja besser. Abends darfst du Minecraft spielen, denn da muss Herr Rabe nicht mehr an seinem Computer arbeiten. Ausmachen ist aber nicht so beliebt und du wirst wieder wütend und es gibt Geschrei und Herr Rabe ist sauer und du tobst und weinst und isst alleine am Wohnzimmer-Esstisch. Es ist alles etwas besser mit Essen im Bauch aber Herr Rabe ist noch sauer und du tobst und weinst wieder u d dann soll ich weggehen und dann doch nicht und dann kuscheln und dann ist alles wieder gut. Beim ins Bett bringen sagst du, dein Bein tut weh, ich sage, du wächst vielleicht, du alberst herum dass du dann ganz schief wirst, wenn nur das eine Bein wächst. Dann bringe ich dich ins Bett, in dem viel zu kleinen Schlafanzug, du kuschelst dich an dein Riesenkuscheltier und an mich und dann schläfst du ein und schnaufst und riechst und siehst aus wie als du ganz klein warst.

Da wächst wohl wer und es ist grad so manches schief, nicht nur das Bein.

Tag 1731 – Übersprungshandlungen.

Es ist etwas aufregend mit dem neuen Auto. Oder nein, jain, es ist nicht aufregend, aber ich bin aufgeregt deswegen. Immerhin hab ich das letzte mal ein Auto vor ca. 7 Jahren gekauft.

Heute morgen habe ich Herrn Rabe meinen Namensvorschlag unterbreitet und er musste erst lachen und dann wollte er wissen, ob ich mir das selbst ausgedacht habe (selbstverständlich!). Wir nennen es jetzt auch so. Carona. Weil wir einen fiesen Humor haben.

Das war Übersprungshandlung 1, der Name. Da am Wochenende die meisten Versicherungen und Banken hier nicht arbeiten, war an der Versicherungs- und Bankenfront (vermeintlich) nichts zu tun also ging ich über zu Übersprungshandlung 2: Kleinscheiß-Zubehör bestellen. Herr Rabe war dagegen, auch gleich Fußmatten zu bestellen, sonst hätte ich das auch direkt gemacht. Jetzt kommen erst mal Schlüsseldingse aus Silikon*, ein Induktions-Handyladedings und ein Dings, in das man die Box am 230V-Kabel hängt (nachdem man das Dings an der Wand angeschraubt hat), damit das Kabel nicht in der Steckdose „hängt“. Wir werden zwar auch eine 400V-Ladebox bekommen, aber da muss erst der Elektriker für kommen und der wiederum muss vermutlich erst ein weiteres Mal beantragen, dass wir mehr Strom kriegen, weil alles was mit der Badewanne (wir erinnern uns) zusammen hängt, wegen… Dings verzögert wurde. Jedenfalls darf an der 230V-Steckdose das Auto natürlich geladen werden, aber das Kabel darf nicht am Stecker ziehen wegen Brandgefahr. Ergo: Plastikteil.

Das habe ich also alles bestellt und dann rief doch noch unsere Hausbank an um über die Versicherung zu sprechen und dann war ich ein wenig enttäuscht über den aufgerufenen Preis. Also, ja, mir ist schon klar, dass so ein neues Auto ein bisschen teurer zu versichern ist als ein 16 Jahre alter Prius. Und ich bin ja was das angeht echt eine Schisserin und nehme dann lieber die Superduperkasko mit allem und scharf als dass mir in drei Monaten wer reinfährt und die Versicherung mit den Achseln zuckt und sagt, tscha, doof, musste wohl gucken, ob du nochmal so ein gutes Angebot findest. Dass das alles teurer ist als ne Teilkasko weiß ich. Aber so viel teurer? Deutlich und auch nach allen Rabatten noch über den Preisen, die ich mir in 5 Minuten von anderen Gesellschaften zusammengegoogelt hatte? Puh, puh. Also suchte ich als Übersprungshandlung 3 noch mal nach den Versicherungen, die wir über unsere Arbeitnehmerunion bekommen können und siehe da: nochmal günstiger als die günstigste klassische** Versicherung, die ich so zusammengegoogelt hatte. Weil der Mengenrabatt für die anderen Versicherungen in der Hausbank wegfällt, wenn ich das Auto nicht mehr da versichert habe, guckte ich bei der günstigen Versicherung auch noch nach Hausversicherung (auch günstiger) und nach Hausratsversicherung und da sagte das System, ich möge bitte anrufen und das machte ich dann auch. Die Frau dort war sehr nett, obwohl kurz vor Feierabend war, gratulierte mir erst routiniert zum Autokauf und dann nach Eingabe des Nummernschildes (da bekommt man dann Marke, Modell und Erstregistrierung angezeigt) gratulierte sie nochmal sehr herzlich, so ein schönes Auto, welche Farbe denn, ihr Neffe hat das in weiß, ja, wirklich ein richtiges Traumauto. Jedenfalls war die Frau wirklich sehr nett, nicht so schleimig, wie das vielleicht jetzt klingt und wir haben jetzt alle Versicherungen dort. Schwupps. Und sparen, im Vergleich zur Hausbank, 5500 Kronen im Jahr, weil wirklich jede Versicherung dank der Arbeitnehmerunion dort günstiger ist.

Diese Arbeitnehmerunion ist ne praktische Sache, muss ich sagen.

Montag wird Carona zum Tesladoktor gefahren und der wird dann hoffentlich seine Magie tun um das Batterie-Problem zu beheben. Vor Mittwoch können wir sie eh nicht umregistrieren***, weil ab dann erst die Versicherung läuft (frühestens, wir haben abgemacht, dass ich Bescheid gebe, wenn es sich noch weiter verzögert). Das werden aufregende Tage.

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*die Tesla-Schlüssel sehen ja aus wie so kleine Spielzeugautos, sind wirklich sehr hübsch aaaaaaber sie haben keinen Schlüsselring. Seltsam.

**es gibt noch die hauseigene Versicherung des Tesla Owners Club, die ist nochmal 2500 Kronen günstiger im Jahr, aber die operieren nicht mit dem normalen Schadensfreiheitssystem sondern verdoppeln einfach nach jedem Schaden die Selbstbeteiligung. Mir ist das suspekt.

***das ist hier inzwischen auch alles online. Ich werde berichten. Die Nummernschilder, sofern nicht personalisiert, bleiben jedenfalls dran. Es ist alles sehr aufregend.

Tag 1730 – Bämm.

Wir haben heute ein Auto gekauft. Einfach so. Es war ein wirklich gutes Angebot, und es ist rot. Es hat sieben Sitze. Es fährt von selbst und es ist erst ein Jahr alt und überhaupt, es ist rot!

Wir sind jetzt Mitglied im Tesla Owners Club Norwegen und in der norwegischen Elektroautovereinigung.

Ich muss noch ein bisschen atmen, plötzlich ist man noch mal um ein Stück Schulden reicher. Ein bisschen fühle ich mich auch wie eine Corona-Profiteurin, weil grad echt viele dieser Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind, deren Besitzer*innen sich die Rate nicht mehr leisten können. Dann kann man ein Schnäppchen machen (ok, bei den Größenordnungen von Schnäppchen zu reden ist absurd).

Jetzt noch Finanzierung und Versicherung klar machen (Versicherungspreise lassen mich grade ein bisschen mit den Ohren schlackern) und dann können wir es nächste Woche holen.

Hat noch keinen Namen.

Ja, die Frunk-Haube steht ein bisschen auf. Weil da drunter die 12V-Batterie ist, die Licht und Einbruchsicherung und so versorgt. Der Händler hat die aus Versehen tiefenentladen und da ging sie kaputt. Da hat er sie getauscht. Der Händler ist keine zertifizierte Tesla-Werkstatt und deshalb weigert sich das Auto jetzt, zu fahren. Ich stelle mir das so vor wie wenn man in den HP-Drucker ne billige Patrone steckt.

Ja, das bedeutet, wir haben ein Auto gekauft, ohne es Probe zu fahren.

Aber dafür ist es halt rot!

(Keine Sorge. Wir haben in den Vertrag reinschreiben lassen, dass der Service, der laut des Autos tausend blinkenden Anzeigen durchgeführt werden soll, noch gemacht wird und dass alle Fehlermeldungen behoben werden müssen. Geld ist noch keins geflossen und das Auto hat noch vier Jahre volle Garantie. Aber ja, ein bisschen irre ist das schon, ein Auto anzugucken und vom Fleck weg zu kaufen. Würde ja sagen „typisch wir“ aber das sind eher so die seltenen Ausreißer in unserem spießigen und geordneten Kleinstadt-Leben. Ein bisschen fühlt es sich an, wie als wir damals den Bulli gekauft haben. Nur dass wir in dem immerhin einmal um den Block getuckert sind, bevor wir ihn mitnahmen. Hachja.)

Tag 1729 – Heiße Phase.

Der Autokauf nähert sich seiner Abschließung. Heute haben wir eines angeguckt, mehr angeguckt, probegefahren und dann haben wir Pippi damit abgeholt und dann hat das Auto getanzt und jetzt will Pippi es haben. Kein Problem, liebes Kind, wir verschulden uns doch gerne noch mehr für dich!

Jedenfalls hab ich dann heute auch noch für morgen früh ein Meeting abgeblasen und wir gucken uns ein weiteres an, das wäre das bessere Angebot in einer Farbe, die mir besser gefällt, ich suche den Haken, mal gucken, ob wir ihn morgen finden.

Und dann kaufen wir ein Auto, das von außen schon groß ist, von innen aber noch viel größer und es muss sich nie mehr wer zwischen die Kindersitze quetschen, wenn mal mehr als wir vier fahren. (Und es hat mehr Computerschnickschnack als alle Computer hier im Haus zusammen und japp, das finde ich super.)

Ein wenig damit im Zusammenhang steht: die norwegische Wirtschaft ist am Arsch. Heute wurde der Leitzins auf 0 gesenkt. Ab 25.5. wird dann auch unser Kreditzins fürs Haus gesenkt – zum 3. mal in 2 Monaten. Vermutlich muss ich, als Staatsbedienstete, schon froh sein, wenn mir bei der nächsten zentralen Gehaltsverhandlungsrunde, die schon wegen Covid19 verschoben wurde, nicht der Lohn gekürzt wird.

Die aktuellen Zahlen lassen sehr hoffen. Auf vieles. Aber die Wirtschaft wird brauchen, um sich von Covid19 zu erholen. Trotz Ölfonds und allem. Auch wenn wir hier jetzt auch wieder aufmachen, langsam und hoffentlich sicher.

Ich hoffe, alles was wir in den letzten zwei Monaten gelernt haben, reicht, um eine zweite Welle zu verhindern. Dass das Testen und das Tracen und das konsequente in-Quarantäne- Stecken reicht.

Ich hoffe, wir können ab Herbst wieder Inspektionen durchführen.

Ich hoffe, wir kommen ohne Babysitterfamilie zurecht, bis es einen Impfstoff oder eine wirklich gute Behandlung gibt. Ich baue auf zweiteres, ehrlich gesagt. Bauchgefühl, kein Insiderwissen. Irgendwas, das eine Infektion im Keim erstickt (ungleich Impfung). Sowas wie die Behandlungen gegen HIV. Aber auch das wird dauern.

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Was ganz anderes: das bekommt morgen Michels Corontänefreund zum Geburtstag:

Und das ist Michels:

Das hat sich Michel quasi komplett selbst ausgedacht, weil jetzt wieder Kulturschule ist (in Mini-Gruppen und draußen) und die Lehrerin die einfache Version davon hatte: eine kleine Gemüsedose (hier: Mais) gefüllt mit was klapperndem (hier: getrocknete Erbsen) und einem aufgeklebtem Deckel (hier: Hut/Caps). Michel hat erfunden, Herr Rabe hat umgesetzt. Die sind ein tolles Team und ich hab die alle sehr lieb.

(Nicht dass Sie denken, Pippi käme hier nicht mehr vor: die arme Maus hat dank ständiger Händewascherei so trockene Hände, dass es aussieht wie Neurodermitishaut. Ist es nicht und es juckt auch nicht, aber es sieht wirklich schlimm aus und fühlt sich auch schlimm an und weil das alles gereizt ist, ist es auch sonnenempfindlich und das ist wegen Covid19 auch schlecht, weil die ja dauernd Draußenlegionäre sind. Arme, arme Maus.)

Tag 1727/1728 – Geburtstagstag.

Gestern, kurz rekapituliert:

Um kurz nach fünf stand Michel vor meinem Bett und um kurz nach halb sechs beschloss ich in Michels Bett, dass ich offenbar nicht noch mal einschlafen werde. Dabei war ich hundemüde. Aber so ist das in dieser Pandemie, andere machen täglich Yoga und lernen ne Fremdsprache, wieder andere drehen total am Aluhut und tanzen gegen simpelste Hygienemaßnahmen an, ich kann hauptsächlich schlecht schlafen, das aber sehr gut. Mit verquollenen Augen (vom wenigen Schlaf) quälte ich mich aus dem Bett und machte einen schnellen Spaziergang, 45 Minuten bei 5 Grad, frisch aber immerhin erfrischend. Und hinter der Sonnenbrille, die es jetzt auch morgens schon braucht, sieht ja auch keiner, wie zerknautscht ich morgens aussehe. Der Tag plätscherte dann so dahin, ich machte Kleinscheiß bei der Arbeit und sabberte danach Autos im Internet an. Vielleicht guckte ich auch noch Videos auf YouTube, wie aufgedrehte Amerikaner Autos vergleichen. Vielleicht habe ich auch in einem Autoforum Fragen gestellt. Das mit dem Auto wird jedenfalls konkret. Vielleicht bekommt mir die Pandemie nicht. Abends dann Twitter-Kneipe mit Dalgona Kaffee in der Friday afternoon-Version. Sehr lecker, aber von der Konsistenz her eher gewöhnungsbedürftig. Kann mir das auch gut mit kalt aufgeschäumter Milch vorstellen. Macht auf jeden Fall SEHR wach. Und dann kommt man schlecht ins Bett. Und kann dann nicht schlafen. Und repeat.

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Heute Herr Rabes Geburtstagstag. Tusch und Konfetti! Er bekommt von mir den ersten Termin außerhalb seiner normalen Arbeitszeit, den ich vor eineinhalb Wochen bei einem Friseur abmachen konnte: nächsten Mittwoch. Und ein paar Bügelperlensechsecke und ein -herz von Pippi, das ich gestern Abend noch bügeln musste, woraufhin ich heute morgen von Pippi umarmt wurde und sie mir zuflüsterte (!) „Danke, dass du das noch gebügelt hast!“. Die Rübennase. Hachz.

Ich brachte dann heute früh die Kinder weg und buk zum Kaffee-nach-dem-Mittagessen einen schwedischen Kladdkaka mit leicht abgewandeltem Rezept, was gut geklappt hat;

  • 4 Eiweiß steif schlagen und dann 2 dL Zucker einrieseln lassen
  • 200 g Butter und 200 g dunkle Schokolade schmelzen (aber nicht zu warm werden lassen!)
  • Butter-Schoko-Suppe und die 4 Eigelb in die Eiweißmasse rühren
  • 2,5 dL Mehl und 1 TL Backpulver über die Ei-Schoko-Fettpampe sieben und unterheben
  • In eine nach Gusto vorbehandelte Springform geben
  • 15 min bei 200 Grad im wie durch Zauberhand gut vorgeheizten Backofen backen.

Der Kuchen ist innen drin jetzt nicht durch. Nicht mal annähernd. Und das muss so. Man isst den Kuchen noch lauwarm und dann zerläuft er. Dazu Schlagsahne oder Vanilleeis. Angst vor Salmonellen oder Kalorien sollte man halt nicht haben.

Kann ich nicht täglich essen, ist manchmal aber geil. Und heute mit Herrn Rabe war es fast ein bisschen wie in dem kleinen Café am Stortorget in Stockholm.

Happy Birthday, Herr Rabe <3

Tag 1726 – Achtung, Achtung.

Heute beim Spaziergang* an den überall grad wie verrückt wuchernden und blühenden Buschwindröschen erfreut.

Überhaupt, hach, Frühling! Eine meiner Kolleginnen nimmt mir sogar ein paar Ringelblumen ab, jedenfalls *falls* wir uns mal wieder sehen. Dann hat die auch was von meinem Frühling und vor allem hat sie dann im Sommer viele hübsche Blümel.

Jedenfalls habe ich Buschwindröschen gegoogelt, warum weiß ich gar nicht so recht, wahrscheinlich wollte ich nur wissen, ob die hier invasiv sind oder so, und dann bämm: „Alle Pflanzenteile sind giftig.“

Jetzt wissen Sie das auch. So klein und niedlich und so gemein.

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Herr Rabe hatte seinen ersten Arbeitstag im neuen Job. Herr Rabe ist jetzt Consultant und in seinem ersten Projekt direkt erst mal systemrelevant. Trotzdem arbeitet Herr Rabe von zu Hause aus, was für alle Beteiligten ungewohnt ist aber schon gehen wird. Muss ja.

Abends hat Herr Rabe dann versucht, von seinem alten Arbeitsrechner (der ja dem ehemaligen Arbeitgeber gehört und demnächst zurückgegeben werden muss) all die Aufkleber abzukriegen, die er da drauf geklebt hatte. Wozu so eine Flasche Billigvodka, die im Schrank versauert, alles gut ist.

Man kann damit auch gut den zum dritten Mal runtergefallenen Bronzer (Make-up) pressen. Generell gut, Hochprozentiges niederer Qualität im Haus zu haben.

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Sonst war nix.

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* Espressobohnen kaufen. Zu Fuß. (Kalt war’s.)

Tag 1725 – 18 Eiweiß.

Ich präsentiere hier unsere Lösung für 18 Eiweiß. Die ersten ca. 6 wanderten in einen Schneekuchen mit Haselnüssen, weil nicht mehr genug Walnüsse da waren. Sehr lecker, nicht zu süß, sehr zu empfehlen. Einziges Problem: wegen Gier nicht rechtzeitig ein Foto gemacht.

Schneekuchen ohne Eigelb.

Heute wanderte der Rest der Eiweiße (ca. 12) in einen Angel Food Cake, nach einer Mischung aus Rezepten, aber das Internet ist voll von Rezepten dazu, wenn man Googleaffin ist. Das war eine aufregende Sache, unter anderem weil meine Ringkuchenform wohl kaputt ist.

Hängend auskühlen. Man sieht es nicht, aber er balanciert auf dem inneren Ring.
Sieht vielversprechend aus.
Innenansicht, beim Schneiden leicht zusammengedrückt.

Also das ist mal ein etwas anderer Kuchen. Hauptsächlich süß und ich glaube, ich weiß jetzt, aus was Löffelbisquit ist. Es schmeckt fast genau wie Löffelbisquit, hat aber eine ganz andere Konsistenz, nämlich eher fluffig, ein bisschen klebrig und im Mund ein bisschen gummimäßig. Kann man machen, aber man sollte süß schon mögen, es ist halt quasi Baisers mit ein bisschen Mehl.

Während der Angel Food Cake gemacht und gebacken wird, kann man eins a Haartönung einwirken lassen. Hallo, Lilac. Passt auch super zu Pippis Krönchen!

Prinzessinnenselfie.

Apropos Pippi: die hat sich heute früh, aus akuten Entzugserscheinungen heraus, erstmal eine „Schwitz“ (Switch) gebastelt. Mit Yoshi.

Das war das lange Wochenende. Gleich noch einen letzten Pulli aufhängen, der eine extra Runde mit Entfärber brauchte, nachdem ein Kleid ein wenig abgefärbt hatte, dann die Kindersachen zusammen suchen und dann ab ins Bett, damit der Morgen morgen nicht ganz so schlimm wird.

Tag 1724 – Hausmütterchen.

Ich habe, nicht nur gefühlt, den ganzen Tag mit dieser sogenannten Care-Arbeit verbracht. Frühstück machen, Kuchen backen, Wäsche waschen, Einkaufen, Abendbrot machen. Zwischendurch zwei Spülmaschinen ausräumen, zwei mal die Küche saugen, zwei Maschinen Handtücher und co. aus dem Trockner zusammenlegen. Das klingt jetzt lustig, aber ich habe nicht übel Lust, jetzt einen kleineren Briefkasten in die Luft zu jagen. Kann auch sein, dass letzteres an der thematisch passenden Unterhaltung zum Abend liegt.

Ein sehr guter Film, sehr zu empfehlen, für die (meist jungen) „Also ich hab ja noch NIE Benachteiligung erfahren!“-Frauen und die „Aber Frauen können doch alles werden!“-Männer und vor allem für alle „Aber gesetzlich gesehen herrscht doch Gleichberechtigung“. Grad mal hundert Jahre alt sind unsere Rechte. Manche bestehen weiterhin nur auf dem Papier – die sind im Zweifel als erstes wieder weg.

Heute war wirklich kein guter Equal-Care-Tag. Das wird hoffentlich schnell wieder besser.