Tag 242 – Spielplatzbegegnungen. Korfu Tag 12

Ich würde so gerne schlafen. Aber beide Kinder waren bzw. sind total drüber. Gnääähhh…

Von vorne: wir waren in Kassiopi heute. Das ist eine sehr hübsche sehr kleine Stadt ein paar Kilometer östlich von hier. Mit einem Reiseführer-Lieblingsmotiv-Hafen mit ganz klarem Wasser und Fischerbooten, einer lustigen kleinen Kirche und einer alten verfallenen Festung. Wirklich sehr hübsch und idyllisch alles.

Nach der Besichtigungsrunde holten wir etwas Gebäck und setzten uns auf eine. Spielplatz, wo wir innerhalb einer halben Stunde drei völlig unterschiedliche Elterntypen beobachten durften (alles Briten):

– Mann mit „Don’t remove from the bar“-T-Shirt in pink, Frau mit Bikini und Strickjacke  drüber (es waren vielleicht 18 Grad), die Beine blaugefroren. Ließen ihren ca. vierjährigen Sohn (Muskelshirt und Plastiksandalen) einfach machen, Sohn machte auch. Mutti ging zum Rauchen ans hinterste Ende des Spielplatzes. Ich hörte das Gespräch mit „What’s in that bag?“ – „It’s the trash, honey. Not the presents.“ – „Did we really just dump the presents?“ – „Yapp.“ Waren aufmerksam, wenn nötig, aber eben etwas prollig. Verzogen sich als die nächsten kamen:

– Adrette Kinder (das Mädchen hieß Poppy, das finde ich einen sehr schönen Namen für eine ca. Vierjährige, aber ob ich mit 40 so heißen wollen würde?), sauber und hübsch gekleidet, Mädel (ca. 4) mit Blümchenkleid und weißen Socken in Lackschuhen, Junge (ca. 7) in gelber Regenjacke und Stoffhose, beide sehr ordentlich gekämmt. Eltern: müde, aber sehr aufmerksam, beide Mitte/Ende 40. Mutti helikopterte ziemlich um die kleine Poppy herum, Vati schaukelte mit dem Sohn und summte dabei mit ihm „In der Halle des Bergkönigs“ aus der Per-Gynt-Suite. Bildungsbürgertum at it’s best. Als die gingen kamen dann noch

– Alfie (ca. 8) und seine Mutti, sowie ein Kind (ca. 7), das exakt aussah wie Rupert Grint im ersten Harry-Potter-Film. Alfie war zugegebenermaßen etwas wild, nahm aber recht gut Rücksicht auf Michel. Alfies Mutter hingegen brüllte dem armen Kind am laufenden Band Ermahnungen hinterher, „not so fast!“, „be careful!“, „don’t spin him! He doesn’t like it!“. „He“ war Michel, dem es nie schnell und wild genug gehen kann. Aber obwohl wir ihr das sagten, hörte sie nicht auf, Alfie anzuranzen. Als Michel dann auch noch vom Karussell fiel weil er zu viel darauf herumgehampelt hatte, fühlte Mutti sich natürlich bestätigt. Ich möchte nicht Alfie sein.

Nach Kaffeestop und Meltdown von Michel auf offener Straße, weil wir ihm keine Schokoostereier kaufen wollten (Ostern ist hier erst in drei Wochen), inklusive Schreien und auf den Boden schmeißen ging es nach Hause. Michel sang Pippi „Bæ, Bæ, lille lamm“ vor, damit sie einschlafen konnte, was sie dann auch tat. Damit sie im Sitz einfach noch ein bisschen weiter schlafen konnte, ging ich mit Michel Orangen und Zitronen pflücken. Mit dabei: die riesigste Zitrone der Welt.

Das ganz rechts und ganz links sind Zitronen.

Weil Pippi dann immer noch schlief, fuhren wir zum Supermarkt. Ich fuhr das erste Mal unseren Mietwagen, das ging ganz gut. Der Rest vom Ausflug war Käse: wir verloren Michels Rennauto und Pippi brüllte auf der Rückfahrt wieder wie am Spieß.

Zum Abendessen in der Taverne, ganz um die Ecke die hat jetzt auf. Da kocht die 1,50 große Mamma mit weißem Häubchen auf, Schwiegertochter richtet an, Sohn serviert, Enkeltochter war auch da, aber es war nicht so viel los, als dass ich ihre Rolle hätte ausmachen können. Das Essen war sehr lecker, der Hausgemachte Feta besonders, mjammijammi. Herr Rabe probierte dann noch hausgemachten Kumquatschnaps, ich nippte auch mal: kann man trinken. Sehr gut sogar. Pippi schmierte derweil alles mit Kartoffel voll (und schmiss gekochte Kartoffel auf den Teppichfußboden) und Michel guckte Mausclips, während er seine Kartoffeln aß. Damit wir in Frieden essen konnten. Ja, so Eltern sind wir nämlich manchmal. Gut, dass die Griechen so super Kinderfreundlich sind, sonst wär mir das alles sehr peinlich gewesen. Als Tipp erhielten wir vom Wirt noch zum Abschied, beim nächsten mal einfach morgens anzurufen, wenn wir was spezielles abends essen wollen, dann machen die das. Kein Problem. Ich mag die Griechen.

Wieder zu Hause rief Herr Rabe seine Mutter an, um zum Geburtstag zu gratulieren. Dann ging das Internet wieder nicht und Mausclips eben auch nicht. Meltdown 2 vom völlig übermüdeten Michel. Mich überrascht es ja nach wie vor, wie lange übermüdete Kinder zum Einschlafen brauchen. Ich musste (nach quasi-hysterischem Anfall, weil das Rennauto ja weg ist) drei Geschichten erfinden (vom kleinen Bär, der in den Wald ging und fast nicht wieder zurück fand, vom kleinen Tyrannosaurus Rex, der Vegetarier wurde, und vom Pferd, das keine Freunde hatte) und dann noch Singen. Unterbrochen vom Schluchzen den Kindes, dem Stellen wie da wo das Pferd und das Auto sich gegenseitig klagen, keine Freunde zu haben, zu spannend waren. (Wenn Ihnen das jetzt auch zu spannend ist: das Pferd und das Auto sind dann sofort ganz dicke Freunde geworden und hatten sich furchtbar doll lieb.)

Dann brüllte Pippi noch eine Weile rum. Warum auch immer. Fieber hat sie keines mehr. Stillen wollte sie nicht. War müde, wollte aber auf keine der althergebrachten Arten einschlafen. Am Ende schlief sie im Bett liegend meine Hand festhaltend beim Weinen ein. Komische Sache. Mal sehen, was das so gibt.

Ach ja: sie hat heute an zwei Händen festgehalten eineinhalb Schritte gemacht. Vielleicht ist es das. Neuer Entwicklungsschub. Meh. Ich dachte, ich könnte vorher vielleicht wenigstens eine Nacht einigermaßen schlafen.

Tag 201 – Wochenende fast ohne Bilder

… Aber trotzdem schön. Gestern hatte Michel Spielbesuch, dann Stoffladen, dann IKEA, wo wir es tatsächlich geschafft haben, außer zwei Spülbürsten nur Dinge zu kaufen, die auf der Liste standen (neuer Topf weil kaputt, neues Sieb weil kaputt, Batterien, Box für zu kleine Babysachen PUNKT), dann Supermarkt und Restgedön besorgt, im Kackwetter (gestern war hier April, echt. Regen, Sonne, Regen, Schnee, Sonne, Schnee, Sonne, Hagel, Schnee…) nach Hause, da Lachs in leider unscharfer Chilibutter und Kartoffeln bereitet, Lego mit Michel (er hat einen Traktor gebaut! Ganz alleine!), gegessen, Michel ins Bett gesteckt, Wein, gegammelt, Bett. 

Heute dann relativ gemütlich gefrühstückt, ausgiebige Körperpflege bei allen, Stoff zuschneiden, Maus und dann ein Ausflug zu einem Café, die Sonntags ein Kuchenbuffet anbieten, quasi All-you-can-eat mit Kaffee und Kuchen. Da waren wir ewig nicht, das ist aber immer sehr nett und lecker da. Nach anderthalb Stücken Schokokuchen hatte vor allem Michel bomben Laune und hopste in ziemlich viele Schneematschpfützen. Wir namen wegen schönem Wetter einen Umweg durch die historische Altstadt, Pippi schlief im Kinderwagen fast die ganze Zeit und war dann zu Hause so ausgeruht, dass sie (nach dreimaligem Windelbefüllen) anfing, sich an der Stufe zum Bad hochzuziehen. Das ist dann wohl das nächste große Ding: stehen. 

Bei Michel hab ich mich noch über Stoppersocken in Größe 17 gewundert.

Herr Rabe bereitete uns köstliche Pizza, ich versuchte, aus meiner Nähanleitung schlau zu werden, Michel malte (selbst!!1!) ganz tolle Sachen: eine Rakete, eine weitere Rakete für Opa, in die ich dann noch uns alle reinmalen musste und die außerdem mit diversen Eulenaufklebern verziert wurde, eine große Schlange mit Augen, ein Boot mit Rettungsring und einen nicht-gruseligen Geist für mich, den ich mal als seinen ersten Kopffüßler werte (Zwei Arme, Kopf, Körper und sogar Augen. Ich bin so stolz!)

 

„Hier vorne so draufehaut, Mama, damit fest zubleibt!“

 
  
Dann musste ich unbedingt Michel auf einen Zettel schreiben, dass er Käse auf die Pizza machen muss, woraufhin er vom Zettel „ablesend“ den Käse auf die Pizza machte, es war zum schreien, wie er vor sich hinmurmelte „Steht da Käääse draufmachen… Sooooo… Viel Käääääse! Steht da aufgeschrieben!“ Und dabei immer wieder stirnrunzelnd auf  den Zettel guckte, so wie ich sonst auf meine Rezepte. Beim Essen hatten wir dann den gleichen Spaß mit einem Lied: er behauptete er könne Happy Birthday nicht mehr, wir müssen das Lied aufschreiben! Herr Rabe kritzelte also den Titel und ein paar Noten auf Michels Zettel, und dann sang uns Michel vom Blatt, welches er konsequent falsch herum hielt, Happy Birthday vor. Pippi verdrückte dabei ungerührt eine Dreiviertel Babypizza (Kindertellergroß, nur Teig, Tomatenmatsche und Käse) und hatte wahnsinnigen Spaß an Michels Quatschmacherei und dem Essen.

Nach dem Essen fielen beide Kinder ins Bett (Pippi ins sogenannte „Doppelte Fresskoma“, man kann schließlich hinter so ner Pizza noch ne komplette Stillmahlzeit hinterherschieben) und ich konnte endlich anfangen, zu nähen. Ich nähe mir einen magentafarbenen Feincord-Minirock, ich habe seit Ewigkeiten einen himbeerfarbenen, der aber langsam echt kaputt ist, da muss Ersatz her und letzte Woche hab ich ein auf 5 Kronen reduziertes Schnittmuster gekauft, da konnte ich nicht widerstehen.  Und nach allerlei Gefriemel mit dem Reißverschluss und einer verbogenen Nadel (Hupsi) ist der vordere Teil jetzt auch fertig. Mit Taschen und allem. Fotos gibt’s demnächst. 

Jetzt Bett. Und nicht drüber Nachdenken, wie schnell grade alles geht und wie schnell die eben noch kleinen und hilflosen Babys plötzlich Raketen malende Kinder sind. 

Papartikel – Mit Michel allein zu Haus

Warum?

Michel, ca. jede zweite Äußerung

Meine liebe Frau Rabe ist in Oslo und Michel liegt schon längst selig schlafend im Bett. Eine gute Gelegenheit um hier auch mal ein bisschen zu bloggen, nicht wahr?

Beginnen möchte ich gestern Nachmittag am Kindergarten, dort habe ich wie an allene anderen Tagen auch Michel abgeholt. Er war wohl die letzte Stunde etwas müde und weinerlich gewesen, aber als ich Eintrat war alles gut. Also Michel eingepackt, auf dem Kindersitz festgeschnallt und ab nach Hause geradelt. Zu Hause im Flur dann folgendes Gespräch:

Wo Mama is?

Mama ist doch heute morgen nach Olso gefahren.

Warum?

Um dort A. zu besuchen.

Ich auch A. besuchen! Weißt du?

Ja, das kann ich gut verstehen, aber das ist ganz schön weit weg.

Warum?

So verlaufen zur Zeit die meisten Unterhaltungen mit Michel.

Der Rest vom gestrigen Tag verging mit Essen vorbereiten (Michel schaute solange Sendung mit der Maus). Er freute sich sehr, dass es Nudeln gab und nahm mindestens 4 mal nach. Da er schon seit dem Kindergarten doch sehr matt war, überraschte es mich auch nicht, als er um halb sieben direkt zustimmte ins Bett zu gehen. Dort schlief er auch zügig ein. So verbrachte ich den Rest des Abends dann hauptsächlich auf der Couch vorm Kaminofen. Bis Michel um kurz nach 10 schlaftrunken aus seinem Zimmer torkelte und verlangte im großen Bett weiter zu schlafen. Also zog auch ich mir fix einen Schlafi an und ging schlafen.


Der heutige morgen verlief eigentlich ganz gut. Ich konnte in Ruhe duschen und Frühstück machen und dann Michel aufwecken. Er brauchte etwas Zeit um richtig wach zu werden, aß dann aber fröhlich mit mir zusammen Frühstücksgrøt. Danach noch schnell anziehen, Zähneputzen und fix mit dem Rad zum Kindergarten gefahren. Danach auf zur Arbeit. Dort war es wie meistens unspektakulär. Bis um viertel vor zwei Frau Rabe mich anrief um mich zu informieren, dass sich der Kindergarten bei ihr gemeldet hätte – Michel sei irgendwie sehr traurig, klage diffus über Bauchschmerzen, aber hätte weder Fieber noch sonstiges. Also rief ich den Kindergarten an und wurde gebeten Michel heute doch bitte eher abzuholen.

Also programmierte ich ein bisschen weiter – quasi noch den Gedankengang zu Ende gebracht – und meldet mich dann bei meiner stellvertretenden Team-Leiterin ab. (Mein Teamleiter war heute selber wegen krankem Kind zu Hause geblieben.) Jedenfalls wie immer kein Problem und so war ich dann um kurz nach halb drei am Kindergarten.

Michel ging es eigentlich ganz gut, so ganz dringend wollte er dann doch nicht nach Hause und machte beim Verabschieden und Anziehen noch ordentlich Quatsch (die kleine Rübennase :D). Die Kindergarten-Lehrer sagten, er wäre zwischen durch immer wieder sehr traurig gewesen. Sie wüssten auch nicht so richtig wieso.

Auf dem Rückweg fuhren wir einen kleinen Schlenker zu einer Tankstelle, denn ich brauchte mal wieder etwas mehr Luft auf meinen Reifen. Dort also Michel vom Kindersitz genommen und mit ihm die Reifen wieder befüllt. Das ging super zusammen.

Zu Hause angekommen sagte Michel er habe Bauchschmerzen und ich solle ihn doch bitte die Treppe hochtragen. Allerdings trage ich ihn schon länger nicht mehr die Treppe hoch (es sei denn er schläft) und redete ihm also gut zu, doch bitte selber zu gehen. Nachdem er die ersten 5 Stufen die ganze Zeit vor sich hin gejammert hatte, schlug sagte ich ihm vor ruhig langsam zu gehen, wir hätten ja Zeit, am besten wäre er ginge in Zeitlupe. Das war jedenfalls der richtige Schalter, denn die Miene hellte sich sofort auf und es war für Michel gar kein Problem mehr die Treppe hochzugehen.

Den Rest vom Tag haben wir dann Zug gebaut, Duplo aufgebaut und wieder kaputt gemacht, Holz in den Keller geräumt und etwas in die Wohnung geholt, den Kaminofen angefeuert. Dann hat Michel noch gebadet. Dabei spielte sich folgendes ab:

Michel dreht sich in seiner kleinen Badewanne (Stokke Flexi Bath) auf den Bauch und reckt mir sein Hinterteil entgegen – „Papa. Papa, schau her!“ – und macht sich einen Whirlpool. Ich so: „Super! Hast Du gepupst?“ Woraufhin Michel stolz und breit grinste und noch ergänzte, dass es auch ordentlich stinke. Zum Glück hielt ich mich außerhalb der Duschkabine auf.

Im Anschluss hat Michel dann mal wieder Sendung mit der Maus geschaut während ich Essen gekocht habe. Jetzt, wo Frau Rabe mal nicht da ist, lohnt es sich halbwegs Sachen zu kochen, die sie nicht mag. Zum Beispiel Senfsoße. Jamm-jamm. Michel behauptete zwar, er habe großen Hunger, aß dann aber doch nur zwei kleine Soja-Würstchen (extra für ihn gemacht, weil er beim letzten Mal schon die Fischstäbchen nicht wollte) und ließ den Kartoffelbrei links liegen. Danach ging es dann zügig Zähne putzen und ab ins Bett.


Mein Fazit bis hierhin: Michel und ich kommen alleine gut zusammen aus. Er fragt zwar öfters, wo denn Mama sei und wann wir sie denn abholen kämen, aber traurig oder so scheint er deswegen nicht. Läuft also ganz gut.

Was die Bauchschmerzen betrifft, so glaube ich dass er ab und zu etwas Bauchkneifen hat. Jedenfalls war er heute nach dem Kindergarten zwei mal ordentlich auf dem Klo und seitdem hat Bauchschmerzen nicht mehr erwähnt. Scheint also nichts schlimmes zu sein. Puh!


Gerade bemerke ich, dass ja auch irgendwie Bergfest ist, anderthalb Tage ohne Frau Rabe und Pippi habe ich schon rum, anderthalb muss ich noch. Jetzt werde ich noch Wäsche aufhängen, den Rest vom Kartoffelbrei für mein Lunch morgen eintuppern und dann zügig ins Bett gehen. Morgen ist ja 12 von 12, mal gucken was ich da mache. Bis dahin, gute Nacht!

Tag 160 – Heia Kindergarten!

Der ElternRat der Villa Schaukelpferd tagt mal wieder und diesmal geht es um das Thema Fremdbetreuung: Ja oder Nein (und wenn ja, dann wie)? Das Thema brannte mir eh schon ein paar Tage unter den Nägeln, nachdem ich einige Blogartikel  zum Thema gelesen hatte. Also schreibe ich jetzt tatsächlich darüber (fast hätte mein Inneres „du kannst auch einfach mal die Fresse halten“ gewonnen, aber wenn ich quasi nach meiner Meinung gefragt werde…).

Zuerst nochmal: mein Motto ist ja immer „Leben und leben lassen“. Jede*r soll bitte für sich den Weg finden, der sie/ihn glücklich macht. Ich will hier nicht meine Lösung als Nonplusultra für alle Familien hinstellen, ich denke auch nicht schlecht über Leute, die die Dinge anders handhaben als wir. Anders herum reagiere ich aber auch allergisch darauf, wenn andere mir ihre Sichtweise aufdrücken wollen, ohne dafür andere Argumente zu haben als „bei uns funktionierts aber und gefällt uns so“. Das erstmal als Disclaimer. 

Ein Grund, weshalb wir nach Skandinavien gezogen sind, ist ja die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit hier. Das erste Mal war ich mit dem Thema konfrontiert, als ich meinem damaligen Chef von meiner Schwangerschaft berichtet habe:

Ich: „Chef, ich bin schwanger.“

Chef: „Super, herzlichen Glückwunsch! [blabla, Kinder sind so toll, braselfasel] Und, wie viele Jahre wolltest du wegbleiben?“

Ich: „Ähhhh, ich hatte an sieben Monate* gedacht…“

Ich hatte mir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht so viele Gedanken drum gemacht, ob eine mehrjährige Kinderauszeit für mich in Frage käme. Ich dachte nach dem Gespräch ca. drei Sekunden darüber nach und alles in mir schrie „Nein! Bloß nicht!“ . Man muss dazu vielleicht sagen, dass meine Mutter sehr plötzlich alleinerziehend wurde. Mein Vater war vom einen Tag auf den anderen weg (lies: tot) aber alle seine Schulden waren noch da. Wenn ich eins von meiner Mutter eingetrichtert bekommen habe, dann war es „Mach Dich nicht von einem Mann abhängig!“. Deshalb war es für mich klar: wenn die Zeit der staatlichen finanziellen Unterstützung zu Ende ist, gehe ich auch wieder arbeiten. Alles andere würde mich mindestens nervös, wahrscheinlich eher verrückt machen. Jeder sogenannte Versorger kann ganz plötzlich weg sein, da muss ich in der Lage sein, mich (und meine Kinder) zu versorgen. Schon der Gedanke daran, dass ich komplett von der Arbeitskraft und auch dem Wohlwollen meines Mannes abhängig wäre, verursacht mir körperliches Unbehagen. Ich habe tatsächlich großen Respekt vor Menschen, die so auf ihren Partner und das Schicksal vertrauen können, dass sie sich wirklich fallen lassen können, auch und gerade finanziell. 

Nach mehreren Jahren Pause stelle ich mir einen beruflichen Wiedereinstieg zumindest holpriger vor, als nach ein paar Monaten. Zumindest in Deutschland. Ich verfolge zwar keine großen Karriereambitionen, aber mein Job sollte uns eben im Notfall auch ohne anderweitige Unterstützung durchbringen. Dafür muss ich nur einen solchen Job auch finden oder schon haben und vor dem altbekannten „Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf…“ hätte ich ebenfalls ziemliche Angst. 

Wir stellen also fest, meine Gründe, zu arbeiten und das Kind betreuen zu lassen sind total egoistisch und ich habe gar nicht ans Kind gedacht. Vielleicht hätte ich mal besser dieses Finanztrauma aufarbeiten sollen, dann könnte ich ohne Panik** zu Hause bleiben. Oder? Zumal ich ja jetzt im Moment wieder in Elternzeit bin und den Großen auch aus der Kita hätte nehmen können, das würde die Haushaltskasse um gut 300 € im Monat entlasten und unseren Tagesplan entzerren. Warum also „schicke“ ich das Kind trotzdem in die „Fremdbetreuung“? Nun, zum einen finde ich das ein unsägliches Wort, denn niemals würde ich mein Kind irgendwelchen Fremden überlassen. Ich kenne die Betreuer aus dem Kindergarten, ich mag die meisten gerne, und was viel wichtiger ist, das Kind mag die auch sehr gerne und geht ausgesprochen gerne in den Kindergarten und fühlt sich bei den Betreuern sicher und geborgen (ich nehme das zumindest an, sprachlich ist es noch nicht ganz so weit, aber dass es 1. da genauso ist wie zu Hause, sich also nicht zurücknimmt und 2. gerne seine heiß geliebte kleine Schwester mitnehmen will, spricht für mich dafür). Es ist also keine Fremdbetreuung, sondern eben Betreuung. Das englische Daycare finde ich sehr viel besser, da wertneutraler. Zum anderen bin ich eben „nur“ die Mama. Ich bin keine ausgebildete oder sogar studierte Pädagogin. Ich bin nicht drei Männer und drei Frauen gleichzeitig. Ich bin nicht zweiundwanzig andere Kinder zwischen 1 und 6 Jahre. Ich finde basteln doof. Malen auch. Ich mag nicht bei jedem Wetter raus. Mein norwegisch ist zwar gut, aber nicht gut genug um es als zweite Muttersprache zu vermitteln (ne, die Migranten, die zu Hause nicht die Landessprache sprechen und sich gar nicht integrieren und so). Und ich habe ein Baby, das Aufmerksamkeit braucht und dem ich diese exklusive Mama-Zeit auch nicht vorenthalten möchte. Ich bin überzeugt, dass mein Kind sich mit mir zu Hause langweilen würde. Vielleicht nicht nach einer Woche, aber nach einem Monat sicher. (Ich fange hier nicht an von Entwicklungsfortschritten zu erzählen, denn ich habe ja keinen Vergleich. Vielleicht hätte sich das Kind exakt so entwickelt auch ohne Kindergarten. Da glaube ich nur an Studien und grade bin ich zu faul, welche zu suchen.) Da ich im Moment nicht arbeiten muss, gönnen wir uns den Luxus, morgens herumtrödeln zu können, wenn das Kind das möchte. Das Kind kann dann länger schlafen oder wir kuscheln noch oder das Kind schmeißt sich auf dem Weg in jeden einzelnen Schneehaufen. Aber in den Kindergarten geht es schon. Und das gern. 

Ich bin die beste Mama für mein Kind, das ganz sicher. Es wird (hoffentlich) die Werte, die ich und sein Vater ihm vorleben, weiter tragen. Ich würde mir aber nicht anmaßen wollen, zu sagen, ich alleine könnte mein Kind erziehen. Nur bei mir hätte es es gut. Zu einem guten Kindergarten gehört für mich sympathisches und empatisches Personal, das echtes Interesse an meinem Kind hat und das eine Bindung zu ihm eingehen will. Eine Tagesbetreuung sollte  das Kind eben nicht nur 8 Stunden lang verwahren, sauber und satt halten, sondern wirklich betreuen, begleiten und beachten. Wenn diese Rahmenbedingungen gegeben sind, und das sind sie bei uns, finde ich Kindergarten super. Ja, auch schon ab 1***. Ja. Heia, Kindergarten!

* 7 Monate, weil wir uns die 14 Monate Elternzeit gerecht aufteilen wollten bzw. aufgeteilt haben. 

** Naja, nicht ganz ohne Panik. Ich könnte ja immer noch Angst haben vor Altersarmut und Co. In Diesem Video ist das in witzig gezeigt. 

*** Heute beantragt. Das Baby ist dann 1 Jahr und ein bisschen, wenns klappt mit dem selben Kindergarten, in den auch das Kind geht. 

Tag 145 – Bielefeld Tag 22 – Beikost, ick hör dir trapsen

Wir waren heute nochmal bei Flavius und Brutus. Das war soooo schön, obwohl alle Kinder irgendwie etwas drüber waren, dabei und auch danach. Aber neue nette Leute hier kennenlernen macht es nicht einfacher, bald wieder ins trübe und kontaktarme Trondheim zu fahren. Seufz. (Btw: Monstro hat noch einen neuen Fan: Herr Rabe war ziemlich arg begeistert und jetzt hab ich ein bisschen Angst, dass er demnächst einen Hundewelpen anschleppt…)


Das Baby geht so ab dieser Tage. Nicht nur, dass es während der letzten drei Wochen einfach mal aus fast allen mitgeschleppten Klamotten rausgewachsen ist. Es rollt jetzt auch richtig rum, manchmal jedenfalls, wenn ihm der Untergrundhärtegrad zusagt. Dann aber exzessiv: Rücken-Bauch-Rücken-Bauch-Rücken-Seite… Außerdem hat es heute, wahrscheinlich angespornt durch Kind, Flavius und Brutus, die fröhlich auf die Regale kraxelten, angefangen sich in den Vierfüßlerstand zu drücken und dann mit dem Po nach vorne und hinten zu rocken. Das Rückwärts-rutschen hat es nebenbei perfektioniert, auch das Propellern auf der Stelle beherrscht es seit ca. einer Woche. Alle Hunde des Yoga klappen ja eh. Fast will ich dem Baby zurufen: Ey, lass das, du bist erst fünfeinhalb Monate! Da krabbelt man noch nicht! Was für mich aber noch etwas schwerer zu verdauen ist, als dass das Baby vielleicht demnächst noch mobiler sein wird: Es will definitiv langsam was anderes essen als immer nur Muttermilch. Man kann mit Baby auf dem Schoß kaum noch essen, weil es ständig die Hände im Essen hat. Es greift nach allem, was wir uns in den Mund schieben. Jeder Happen wird genau verfolgt. Krümel, die auf dem Boden gefunden werden, werden glücklich schmatzend verzehrt. Das Größte für das Baby ist es, wenn wir ihm während unseres Essens ein Stück Maiswaffel in die Hand drücken, die ist in Nanosekundenschnelle im Mund und wird frenetisch belutscht. Alternativ kann man sich einen Babyhändefreien Teller auch dadurch erkaufen, dass man dem Baby einen Teelöffel gibt, den es in den Mund schieben kann. Tja. In Norwegen werden wir wohl mal die Broschüre über Babyessen im ersten Lebensjahr herauskramen, lesen, lachen, verbrennen und dann doch machen, was wir wollen und wie wir das für richtig halten. Trotzdem bin ich etwas wehmütig, wenn ich so deutlich sehe, wie rasant das Baby sich entwickelt. Seufz. Und dass, wo ich das Stillen grade so gut und praktisch und kuschelig finde. Andererseits sind es ja auch nur noch vier Monate bis das Baby tagsüber mit Herrn Rabe allein sein wird. Und da es Flaschen bisher komplett ablehnt, wäre es schon gut, wenn es bis dahin innerhalb dieser acht, neun Stunden ernährungsmäßig von mir unabhängig wäre. Ach ja. Sie werden so schnell groß…


Apropos schnell groß: Das Kind hat seine Zeit bei Oma in vollen Zügen genossen und hat auch gut geschlafen, wenn auch erst um elf.

 

 

 

Tag 138 – Weihnachten in Tweets.

Meh. WordPress hat das hier einfach gelöscht. Es war schön und lustig, aber es ganz rekonstruieren schaff ich wohl nicht mehr. Tja, den Rest kann ich wohl vergessen. (Ich weiß noch: Schwiegermutter und Opi haben dauernd Mundharmonika gespielt. Und bei den Schwiegereltern wurde die ätzende Rolf Zuckowski-CD rausgeholt.)

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Galerie

12 von 12 im November

Zwölfter des Monats, mit Fotos den Tag dokumentieren. Finde ich gut, habe ich wieder gemacht. Bitte schön:

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Das zieh ich an, das zieh ich an, damit man mich nicht übersehen kann. (Und ich nicht friere)

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Fahrrad-Parkplatz/Sauna. Ratet mal, wem das Rad mit Kindersitz gehört.

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Guten Morgen liebe Orga-ToDo-Liste.

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Quark macht stark. :D

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Lunch: Für den Vegetarier gibt’s nur Kartoffel heute.

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Heute wurde ein neues Hipster-Café hier im Haus eröffnet.

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Vorhin am Kindergarten. Nachdem wir fast den Schirm vergessen hätten.

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Das Kind behauptet ich müsse es die Treppe hochtragen, weil es nichts sieht.

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Habe vegane Tomaten-Quiche gemacht. Muss aber noch warten, weil ich bring jetzt das Kind ins Bett.

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Der kleine blaue Elefant hat das Kind dann doch endlich in den Schlaf gedudelt.

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Ich komm nicht weiter :( Erstmal Schluss für heute…

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Gute-Nacht-Kakao. Mit ’nem Milchschäumer gerührt.

Diesmal war übrigens Frau Rabe schneller mit ihrem Beitrag fertig. Noch viel mehr 12 von 12 findet man bei Draußen nur Kännchen. Da werde ich mich jetzt auch noch verlinken. :)

Was machte ich eigentlich so den ganzen Tag

Hier schreibt Herr Rabe, denn gestern Abend schrieb Frau Rabe heute sei WMDEDGT. Da musste ich erstmal nachfragen, was das denn bedeute. Habe dann gelernt, dass wohl immer am 5. des Monats Leute aufschreiben was sie den ganzen Tag so machen. Wieso ausgerechnet am 5.? Ich habe keine Ahnung.

Finde ich aber eine gute Idee, also hier kommt

Mein Tag

Um 6:00 Uhr klingelte mein Wecker. Nach drei mal auf Snooze drücken stand ich auf und ging gegen 6:30 Uhr ins Bad. Beim Duschen und Rasieren hörte ich 1Live-Comedy Podcasts. Ich mag ja den 1Live Babo-Bus. Beim Rasieren habe ich einen Schnäutzer stehen gelassen, ist ja Movemeber. Mal gucken ob ich das dieses Jahr wieder komplett durchziehe.

Um 7:05 Uhr schonmal Frühstücks-Grøt in die Mikrowelle gestellt. Während es warm wurde schnell angezogen. Gerade hatte ich mir die Frühstücksschale vollgelöffelt, da steht plötzlich um 7:11 Uhr das Kind vor mir und meldet Kuschelbedarf an. Wurde wohl wach vom eifrigen Mikrowellen-Piepsen, dass das Frühstück fertig sei. Also schnell noch eine weitere Schale geholt und das Kind auf meinem Schoß mit-frühstücken lassen. Jedenfalls die erste Ladung. Dann schnell die Schale des Kinds wieder aufgefüllt und im Schlafzimmer nach Frau Rabe geschaut. Diese konnte nicht aufstehen, wurde von Bettdecke und dem Baby im Bett festgehalten.

Um 7:22 Uhr dann doch losgefahren, obwohl das Kind lautstark im Hintergrund protestierte. Eingestempelt bei der Arbeit um 7:35 Uhr und um 7:44 Uhr den ersten Kaffee geholt.

Nach einem erfolgreichem deploy to production gönnte ich mir um 9:20 Uhr Frühstück Nummer zwei: Habe heute Vanille-Jogurt mit Apfelstückchen und 4-Kornmüsli probiert. Sehr lecker, könnte ich glatt jeden Tag essen wenn es nicht so teuer wäre. (Hier muss ich erwähnen, dass meine Firma erst letzte Woche in ein neues Gebäude mit angeschlossener Kantine umgezogen ist.) Um 9:40 Uhr dann auch Kaffee Nummer zwei geholt.

Zum Lunch ging ich um 11:40 Uhr. Es gab Dorsch mit Kartoffeln, gegrilltem Maiskolben und Salat. Anschließend noch eine Runde Lunch-Darts mit drei anderen Kollegen gespielt. War nett.

Um 12:27 Uhr gab es Kaffee Nummer drei und im Anschluss wieder die Arbeit aufgenommen. Wurde allerdings um 12:40 Uhr Dart-Tournament-Match gefordert. Habe ich leider mit 1:2 verloren. Dann weitergearbeitet. Um 14:25 Uhr eine große Hot Chocolate Deluxe statt Kaffee genommen. Dann noch schnell einen Bugfix gemacht und deployed. Dadurch erst um 15:15 Uhr von der Arbeit losgekommen.

Eigentlich wollte ich heute schon viel eher Schluss gemacht haben, denn es wurde gratis Fahrradbeleuchtung verteilt, vom Norwegischen Fahrradverband. Angekündigt war die Aktion von 15 bis 17 Uhr. Aber so stand ich erst um 15:30 Uhr in der Schlange fürs gratis Licht an. Als ich schon überlegte, ob ich es überhaupt pünktlich zum Kindergarten schaffe, kam um 15:55 Uhr die Meldung alle Lichter seien verteilt worden. Man könne es nächste Woche nochmals probieren. Zum Trost gab es ein Reflex-Armband.

Also schell zum Kindergarten geradelt und das Kind aufgeladen. Es hatte natürlich sofort mein neues Reflex-Armband entdeckt und in Beschlag genommen. Da das Kind Hunger hatte ließ es sich überzeugen schnell nach Hause zu fahren.

Um 16:30 Uhr kamen wir zu Hause an und begannen mit dem Treppenaufstieg. Es ist zur Zeit so, dass das Kind von mir fordert es die Treppe hochzutragen. Da es aber meistens ziemlich dreckig aus dem Kindergarten wiederkommt (und auch noch ordentlich schwer ist) habe ich eigentlich keine Lust. Manchmal lasse ich mich trotzdem breitschlagen. Und manchmal geht das Kind selber die Treppe, meckert dabei aber die ganze Zeit und bleibt auch gerne mal auf den Stufen liegen. Heute war selber laufen angesagt. Also kamen wir zwei Stockwerke später  erst um 16:36 Uhr in der Wohnung an. Dort roch es sehr, sehr lecker, denn Frau Rabe buk. :)

Nachdem ich das Kind kurz aufs Klo begleitet hatte, begann ich um 16:42 Uhr das Abendessen zu zubereiten. Es stand Kürbissuppe auf dem Plan. Also den Kürbis schälen. Und dann schneiden. Ebenso Zwiebeln, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Ingwer. Dabei ständig ein Auge auf das in der Küche rumturnende Kind, welches kontinuierlich nachfragt was das denn sei, was man dort habe. Und natürlich zwischendurch nochmals mit dem Kind aufs Klo gehen. Und mit dem Kind zusammen Lauchzwiebeln schneiden. Mit dem großen Messer. Zuvor hatte es den Bund Lauchzwiebeln schon zum Blumenstrauß deklariert hatte und stolz Frau Rabe unter die Nase gehalten.

Dann noch Pilze anschmoren, schon mal was abwaschen, mit dem Baby reden, die Suppe pürieren, abschmecken und schließlich war um 18:15 Uhr Essenszeit. Endlich. Jedoch hatte das Kind schon Bonbons und Kekse (es nennt die Cracker Kekse) gefuttert und wohl keinen Hunger mehr. Oder war schon zu müde um Hunger zu haben. Jedenfalls wollte es lieber malen statt essen. Wäre auch nicht das Problem, jedoch forderte es, dass Frau Rabe oder ich malen, statt selbst zu malen. Das Kind behauptete steif und fest, es könne nicht selber malen und nölte lautstark rum. Frau Rabe wurde es schließlich zu viel und sie verließ mit dem Baby die Bildfläche um in Ruhe stillen zu können.

Um ca. 18:35 Uhr habe ich dann das Kind ins Bad komplimentiert, ihm die Zähne geputzt und den Schlafi angezogen. Mittlerweile hatte auch das Baby fertig getrunken und Frau Rabe kam mit dem Baby ins Bad dazu um sich fürs Ballett umzuziehen. Um 18:42 Uhr kletterte das Kind dann in sein Bett. Ich schnallte mir das Baby in die Manduca und gab Frau Rabe einen Abschiedskuss. Dann begann dem Kind aus „dem Feuerwehrbuch“ vorzulesen während ich von einem Bein auf das andere und wieder zurück wippte, um das Baby zu beruhigen. Um 18:57 Uhr waren beide Kinder eingeschlafen.

Dann räumte ich schnell die Rømme in den Kühlschrank, legte den Deckel auf den Suppentopf, holte mir einige Stücke Schokolade, schenke mir einen Ledaig ein und setzte mich um 19:06 mit Computer und zwei Büchern bewaffnet aufs Sofa.

Um 19:25 begann ich diesen Artikel zu schreiben. Gegen ca. 20 Uhr begann jedoch plötzlich das Baby im Schlaf zu weinen. Also befreite ich es aus der Manduca, schuckelte es und gab ihm meinen Finger zum nuckeln, bis es sich wieder beruhigt hatte. Gegen 20:30 hatte ich dann beide Hände wieder für mich.

Eben, so gegen 20:45 ist Frau Rabe vom Ballett nach Hause gekommen und direkt unter die Dusche verschwunden. Währenddessen konnte ich hier die letzten Zeilen verfassen. Dauerte ja schon eine Weile, meine heutigen Erlebnisse auszuformulieren. Werde ich mit der Zeit wohl schneller falls ich mehr blogge? Oder sollte ich nebenher nicht so viel surfen? :)

Jetzt ist es jedenfalls 21 Uhr. Ich nehme an, dass das Baby gleich erstmal was essen muss und dann Frau Rabe auch noch ihren Tag verbloggt. Vielleicht das Baby dann ja auf mir weiterschlafen und ich komme noch dazu eins meiner Bücher zu lesen? Und mein stolzer Plan ist es um 22 Uhr selber ins Bett zu gehen und zu schlafen. Mal schauen, ob das was wird.

Update: Es ist jetzt 22:50, ich bin noch nicht im Bett, aber so gut wie. Lesen war nicht mehr drin, denn das Baby hat seit 21:30 Uhr eine sehr wache Phase. Ich habe zweimal die Windel gewechselt, einige interessante Gespräche mit dem Baby geführt, es vom Bauch wieder auf den Rücken gedreht und Hilfestellung am Trapez gegeben. Jetzt ist es müde und meckerig (und hat wahrscheinlich schon wieder Hunger) und wir gehen nun endlich ins Bett. Gute Nacht!

12 von 12 Zusammenfassung

Heute ist ein 12. des Monats. Frau Rabe hatte mich animiert bei #12von12 mitzumachen. Hier das Ergebnis:

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Auf dem Weg.

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Die wohl nördlichste Nichtlustig Tasse der Welt?

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Anstehen an der Mikrowelle.

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Lunch-Darts.

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Das Kind hat sich nen Foto gewünscht. „Hier! Papa, auch Foto! Hier!“

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Zu Besuch bei Oma und Opa im Hotel. Zielsicher greift das Kind was Gesundes. :D

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Die Zucchini werfen – äh wenden wie ein Profi. Und mit der anderen Hand fotografieren XD

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Heute KzH statt Montags-CageBall. Naja…

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Tee.

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Ein Hoch auf die Großeltern, dass sie uns mit Schokolade versorgen!

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Habe kurz überlegt noch einen Whiskey zu trinken um ein weiteres Motiv zu erhalten, mich dann aber doch für die Zahnbürste entschieden.

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Und so beende ich meinen Tag mit zwei bezaubernden Mädels im Bett. Gute Nacht.

Hat Spaß gemacht. Nächsten Monat wieder. :)