Tag 1472 – Ein Hoch auf die Pharmaindustrie!

Nicht nur sorgt sie indirekt für Brot auf unserem Tisch, nein, sie hat COX-Hemmer hervorgebracht. COX-Hemmer sind nichtsteroidale Analgetika und ich hänge vielleicht zu viel mit Pharmazeut*Innen ab, merke ich gerade. Jedenfalls, die meisten von Ihnen kennen bestimmt den Geruch dieser geligen Sportsalbe, so ein bisschen alkoholisch…? Es erinnert mich direkt an früher, als ich noch Leistungssport machte und mir dauernd die Oberschenkeladduktoren zerrte oder meine Brustwirbel in der Trainingspause im Sommer herausflogen. Hach. Eigentlich hab ich das gar nicht vermisst, aber die gute Nachricht ist: die Salbe wirkt, ich bin grad nahezu schmerzfrei und solange ich mich bewege oder den Arm senkrecht nach oben strecke, hab ich auch Gefühl im Daumen.

Trotzdem muss da was passieren, jaja, schon klar, ich hab ja auch nen Termin beim Arzt aber sowas dauert halt immer.

Arbeit heute: ein wenig über jemanden geärgert, mit dem Terminabsprache eher eine Herausforderung ist und nun müssen eventuell Flüge und Hotels umgebucht werden, weil es wohl schwer ist rechtzeitig mitzuteilen, dass eine wichtige Person halt ab mittwochs mittags leider nicht da ist. Let the Kalendertetris begin… again. Meh.

Kinder heute: Michel hatte seine erste Stunde bei der Kulturschule, da werden Musik und bildende Kunst den Kindern nähergebracht. Das macht er mit seinem besten Freund und ich glaube, das wird gut, auch wenn er das heute „kindisch“ fand, weil „Rhythmus, Rhythmus, Rhythmus, ich will Gitarre spielen!“ Tja, gut dass er zwei Eltern hat, die ihm glaubhaft machen konnten, dass Rhythmus aber nun mal die absolute Grundlage für jede Art von Musik ist und man das halt üben muss, Rhythmus zu halten. Also, ich sage das, ich bin da bestimmt auch glaubhaft, aber das gehört ja zu den Dingen, die ich irgendwie immer schon konnte. Aber seit den entgeisterten Blicken in der Tanzgruppe, die meinem Ausruf „Aber hört ihr denn nicht die Triolen???“ folgten, sage ich sowas nicht mehr laut. Also seit ca. 20 Jahren.

Ich bin schon sehr gespannt, ob Michel am Ende ein Instrument spielen will und wenn ja, welches. Gitarre wär schon ok, aber da indoktriniere ich natürlich nur ein bisschen, nämlich weg von Schlagzeug und TrompetePosauneTuba nicht.

Tag 1469 – Montagsmüde.

Ich bin eigentlich fertig fürs Bett, in jeder Hinsicht, aber ich muss noch alle 5 Minuten wieder ins Kinderzimmer gehen, da zwei halbwache Kinder vorfinden und den Elefanten wieder anmachen. Die Kinder haben nämlich heute wieder Mittagsschlaf gemacht, das war Mittags nötig, weil sie, wie Freitag schon, um sieben im Zug sitzen mussten um – diesmal mit Herrn Rabe, der diesmal eine Mail geschrieben hatte – zur Botschaft zu gehen. Und Hurra, hurra, es hat geklappt, Michel hat jetzt einen neuen Pass. Mit Unterschrift. Es ist so niedlich! Ich hachze schon den ganzen Tag über das Bild von dem Pass mit dem neuen Foto (Herr Rabe in klein aber mit meinem Kinn, meiner Haarfarbe und meiner Augenform) und dieser Kinderunterschrift. Hachz!

Ansonsten… nicht viel los. Bei der Arbeit sind jetzt fast alle wieder da, das heißt es sind auch wieder Meetings. Ich bin keine Meeting-Person. Dann habe ich auch noch drülfzig Einladungen zu „Einheits-Meetings“ bekommen, dabei fängt in zwei Wochen meine neue „Einheits-Chefin“ an, ich komme in eine neue Einheit und diese ganzen Meetings sind hinfällig. Diese Einheits-Meetings sind eh so… mittelmäßig informativ meiner Meinung nach, aber bestimmt wenigstens ein bisschen spannender, wenn die Einheit ganz neu zusammengesetzt ist. Für kurz.

[Kinder-Update: 1 down, 1 to go]

Den wunderschönen Inspektionsplan, den wir im Juni noch zusammengepuzzelt haben, haben wir heute direkt erst mal wieder über den Haufen geschmissen. Jetzt kann Herr Rabe zu seinem Überraschungsdings und ich muss einen Arzttermin ein zweites Mal verschieben. Juhu.

[Kinder-Update: beide schlafen glaube ich…? Nein. Status unverändert.]

Ab morgen dann also ein Zweitklässler ohne Morgenhort in der Familie. Mal sehen, wie das wird.

[Kann das Kind nicht bitte einfach schlafen? Ich bin so müde.]

Tag 1467 – Hachzi.

Eigentlich wollte ich heute darüber schreiben, dass und unter welchen Bedingungen und warum ich durchaus für kinderfreie Räume zu haben wäre, aber dann kam was dazwischen und jetzt muss ich halt kuscheln.

Dieses Kind. Raubt mir den letzten Nerv und ist dabei doch so putzig. Ganz weich ist sie auch und riesig groß, gar nix Babyhaftes mehr. Im letzten Jahr hat sich da so viel getan. Heute stritt sie mit Michel, da wäre meiner Norwegischlehrerin das Herz aufgegangen, wie wundervoll sie das R schlagen kann. Hachz, hachz.

Tag 1452 – Einhornkacke.

Rote Beete zum Abendessen führt bei uns zu Gesprächen, die sind… naja, sehen Sie selbst:

Ich: „… man kriegt davon rotes Pipi.“

Pippi: „Meine Kacke ist auch rosa!“

Ich: „Ja. Und riecht nach Einhorn.“*

Michel: „Es gibt keine Einhörner! … Und rosa Kacke auch nicht.“

Pippi: „Wir können die anmalen! Da müssen wir nur den Pinsel gut auswaschen.“

Halten wir fest: eins meiner Kinder ist sehr direkt und ein wenig klugscheißerisch veranlagt, das andere ist sehr kreativ und reinlich. Beruhigend.

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*Jaja, Kinder verstehen keine Ironie. Deshalb trainieren wir sie ja auch unermüdlich darin.

Tag 1450 – Erpressung.

Wir haben ein Video von Michel, das haben wir geloopt und jetzt können wir ihn damit erpressen, wenn er nicht gehorcht, machen wir ein gif aus ihm. So.

Es ist sehr schön, wenn man Kinder hat, die gern albern tanzen. Zum Beispiel Michel in der Küche oder auch Pippi nackt im Schwimmbad vorm bodentiefen Spiegel in der Umkleide – sehr zur Belustigung aller anwesenden Damen.

Schwimmbadtest Nes Svømmehall – ok. Klein, aber ein nettes Plansch- und Spielbecken, ein Kleinkindbecken und eine Rutsche und erfreulich wenig Chlor. Keine roten Augen! Und ordentlich Salz auf den Pommes, wie es sich gehört.

Pippi wollte im Schwimmbad unbedingt noch ein Eis. Wir vertrösteten sie auf zu Hause, weil Herr Rabe dringend nach Hause musste um einen Call anzunehmen („Urlaub“). Großes Geheul: „Aber ich schlafe ja im Auto ein!“ Es ging erst, als wir versprachen, sie zu Hause aufzuwecken, damit sie das Eis nicht verpasst. Dieses Kind, ey. Zu Hause wollte ich sie aufs Sofa legen, da klappte sie die Augen auf: „Kann ich Eis?“ Dieses Kind, ey!

(Kurz über die Umweltbilanz von so Blödsinn wie Hallenbädern nachgedacht. Gedanken ganz schnell ganz weit weggeschoben. Twitter deshalb auch kaum benutzbar für mich zur Zeit. Alles zu viel, zu bedrohlich, zu ausweglos, zu lähmend. Ich weiß, lalala wird uns nicht weiterbringen, aber, lähmend, usw. Kann nicht mal drüber nachdenken, dann möchte ich die Zeit zurückdrehen, niemals Kinder bekommen haben, das alles nicht sehen müssen, nicht sein. Hilft keinem, also lalala.)

Tag 1444 – Schnipsel.

Hitzewelle. Ich mag es. Es sind knapp 30 Grad, man läuft gerade so noch nicht dauernd gegen Hitzewände und Eis schmeckt doppelt so gut. Ich weiß, bei Ihnen sind 1000 Grad mehr und alles ist schlimm, aber die zwei Wochen im Jahr, nach fünf Jahren Sommer-Abstinenz in Trondheim, die möchte ich ohne Stöhnen genießen.

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Arbeit weiterhin mühsam.

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Ich habe so schlimm juckende Mückenstiche an der Wade meines rechten Beines, ich möchte mein Bein abnagen damit es aufhört. Was bin ich froh, dass wir direkt bei uns zu Hause eher wenig Mücken haben. Dafür halt beim Babysitter zu Hause, wo wir vorgestern gegrillt haben. Heute Peak Juckreiz. Nur mit absoluter Willensanstrengung geschafft, nicht alles aufzukratzen. Jemand(TM) war so gut, mir ein Bite Away zu bestellen, mit ein bisschen Glück kann ich das Montag nach Norwegen importieren.

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Die Sandalen, die ich mir gekauft habe, sind super. Nach zwei Tagen eine Druckstelle, die sich eventuell zu einer Blase entwickelt hätte, hätte ich nicht was draufgeklebt (weil ich’s lieber nicht riskieren wollte). Sonst nichts! Keilabsätze for the Bequemlichkeitswin!

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Kein Murren. Nur eine Feststellung. Im Schlafzimmer ist es sehr warm.

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Michel ist so groß geworden. Wann ist das passiert? Also sowohl körperlich als auch geistig. Hammer. Ein richtig großes Kind.

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Ich hätte den Sport in den letzten Monaten nicht so schleifen lassen sollen. Heute beim Anprobieren mehrerer Kleider aus meinem Schrank festgestellt, dass sich wohl ein paar Kilolein an meiner Hüfte angesammelt haben. Jetzt habe ich in den Kleidern halt ein unschönes Presswurstgefühl. Wenn ich mich nicht traue, mich mit einem Kleid zu setzen, ist es zu eng, fertig. Jetzt muss ich mich entscheiden: abnehmen, Kleider weggeben oder umnähen. Wahrscheinlich wird es ein bisschen von allem.

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Haare changieren jetzt Richtung blau. Die Farbe sieht nach jedem Waschen anders aus. Faszinierend.

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Morgens müde, abends wach. Die alte Leier.

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Internet ist grad mal wieder nicht so meins.

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Ich glaube, diese Hormonspirale wird meine einzige bleiben. Ich will es nicht total verteufeln, aber begeistert bin ich auch nicht.

Tag 1441 – Vier Jahre Rübennase 2.

Hach, du kleine Binzesse. Du kleine Rübennase. Du wunderbares, starkes, eigensinniges Mausemädchen. Jetzt vor 4 Jahren ließ ich mich in der Geburtsbadewanne nieder, das war kurz schön. Dass das schon und erst vier Jahre her ist ist ja auch irgendwie beides gar nicht zu glauben. Seither hat sich alles in unserem Leben dreimal auf den Kopf und wieder zurück gestellt, so wie das eben ist mit deiner Mama, da wird’s nicht langweilig. Wir waren zusammen beim Muttisport, in diversen Urlauben, wir waren viel, viel krank auf dem Sofa, in Wartezimmern und am Ende im Krankenhaus. Davon erzählst du immer noch. Langsam kommt das mit der Zweisprachigkeit, nachdem das ja bisher alles nur norwegisch war mit einzelnen Worten als Einschlag. „Jeg skal kinnergarten.“ Dein Akzent im Deutschen ist noch deutlicher als bei Michel, aber ganz ganz niedlich. Mit Michel verbindet dich echte Geschwisterliebe, das ist für uns Eltern oft arrrrgh und genauso oft hachz. Du und Michel seid sehr unterschiedlich, wo Michel eher vorsichtig ist, bist du sofort dabei, du hast gern Leute um dich und findest sofort Freunde an jeder Bushaltestelle. Du singst und tanzt und spielst auf jedem Instrument, was Dir in die Finger gerät, dabei bist du schon sehr musikalisch, finde ich so ganz unvoreingenommen. Du machst gern eine Show und weißt ganz genau, wie du dich in Szene setzen kannst, damit alle Erwachsenen dahinschmelzen. Du bist so putzig, dass ich ganz oft Angst habe, jemand könnte dich ernsthaft mitnehmen. Dann denke ich wieder, die würden dich ja schnell zurück bringen, wenn du dein volles Temperament auspackst, wenn du deinen Willen nicht kriegst mutierst du nämlich ganz schnell vom Mogwai zum Gremlin. Ich mag, dass du so dickköpfig bist, lediglich an der Kommunikation („Ich WILL DAS!!!“) müssen wir noch arbeiten, sowie an der Einsicht, dass gewisse Dinge nicht verhandelbar und nicht von dreivierjährigen bestimmbar sind. Du wirst hoffentlich mal Chefin von irgendwas, weil hoffentlich (hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich) niemand dir diese selbstsichere Grundhaltung jemals wegnimmt. Ich werd dafür kämpfen, dass du nicht bossy bist, du bist der Boss. Egal, wie oft ich über deinen Dickschädel ächze: Mama steht hinter dir und feuert dich an, du kleine Einhornkönigin.

(Jetzt vor vier Jahren schon seit 9 Minuten außerbauchig.)

Tag 1424 – Etwas bissig.

Ich weiß nicht, ob es der Koller ist, den ich gestern verspürte, ob es überhaupt ein Koller ist, aber ich bin im Moment grad ungnädig. Hätte ich nicht so eine ausgeprägte Impulskontrolle*, würde ich wohl noch viel öfter rumranzen, vor allem in den „Sozialen“ Medien. Gefühlt nur Idioten da. Seize the day, während die Arktis brennt, immerhin hat man keinen Krebs. Noch nicht. (Wie gesagt. Bissig, ungnädig, negativ, schlecht gelaunt, jedenfalls kann ich mich grad selbst kaum ernst nehmen, tun Sie das besser auch nicht.)

Michel hat eine neue Uhr, nachdem bei der alten das Armband kaputt und das Uhrglas zerkratzt war. Die Uhr hat er sich selbst ausgesucht, im Internet. Es gab ein paar Vorgaben, vor allem den Preis betreffend, aber im Grunde hab ich ihn machen lassen und am Ende haben wir die ausgesuchte zur Ansicht in den örtlichen Juwelier bestellt. Heute abgeholt, nach Check ob die um seine dünnen Handgelenkchen denn überhaupt passt. Tut sie und sie ist richtig cool und bestimmt gewöhne ich mich schnell an die begeisterten Ausrufe von der Autorückbank: „MAMA! Es ist zwei Uhr!!!“.

Auch Michel: kennen Sie noch Kirby, das kleine Bubble-Viech auf dem Game-Boy? Kirby kann Luft einsaugen und dann fliegen, aber auch Gegner einsaugen und runterschlucken um Special Features zu bekommen oder ausspucken um andere Gegner abzuschießen. Jedenfalls macht Michel beim Spielen das Saugen jedesmal mit, es ist zum Knutschen. Huiiib. Huiiiiib! Und dann bläst er die Backen auf, wie Kirby, wenn er fliegt. Unbewusst das alles. Ich platze vor Hachzigkeit noch irgendwann.

Am Nachmittag die Schneckenerde getauscht, das war nötig. Mein Bruder denkt jetzt, Schnecken wären sehr aufwändige Tiere, dabei hatte ich das nur schon eine Weile nicht gemacht und dementsprechend mit der Reinigung des Terrariums (festgetrockneter Schneckenschleim…) gut zu tun. Jedenfalls haben die Schnecken nun wieder zwei Farne, die auch lebendig aussehen und feiern das sehr indem sie sie anfressen. Anstatt des Radieschengrüns, das ihr Futter sein sollte. Tjanun.

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*Nicht, dass Sie denken, das sei was tolles. Wie immer wär ein Mittelding gut.

Tag 1420 – Erster richtiger Ferientag.

Heute also das erste mal richtige echte Schulferien für Michel. Kein Hort, keine Ferienspiele*, nichts. Wow. Mir ist glaube ich das erste mal so richtig aufgegangen, wie groß Michel im letzten Jahr geworden ist. Von schüchternem Kindergartenkind zu… naja immer noch relativ schüchternem aber auch wilden und Neunmalklugen Grundschüler. Die Erwachsenenzähne wachsen, die Haare sind im Nacken gestern raspelkurz rasiert worden – von Herr Rabe, wie immer – und in Verbindung mit der Nackenbräune sieht der weiße Rand jetzt zwar etwas lustig aus, aber es macht ihn schon optisch größer. Natürlich ist er schlacksig wie eh und je, aber morgen wollen wir Sandalen kaufen, mal gucken, was uns da am unteren Ende des Körpers für Überraschungen erwarten. Die größeren Überraschungen erwarte ich da aber bei Pippi, die hat immer schon recht große Füße gehabt und da grad schon wieder alle Socken „aaaaaaltfor liten!“ (Vieeeeeel zu klein) werden, bin ich mal gespannt. Jedenfalls morgen also Ausflug in die große Stadt. Mit einem großen Kind und einem noch größeren Kind. Hach, ich freue mich. Ich hab schon tolle Kinder, meistens weiß ich das auch. Heute sind sie beide ohne Körperkontakt eingeschlafen, ich saß nur noch vor dem Bett, nicht mehr drin. Ich habe Hoffnung, dass wir nach den Ferien nicht mehr Einschlafbegleiten müssen.

Doch, war schön heute. Wirklich schön.

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*nächste Woche ist eine Art Ferienspiele für Michel, Montag bis Donnerstag, eine Artisten-/Parcouring-/Balanceschule. Das wird bestimmt spannend, Michel macht das mit seinem Freund und die beiden freuen sich schon sehr darauf.

Tag 1415 – Zum Haareraufen.

Hier sollte ein Text stehen über das Dasein als Pessimistin, als Miesepetra und als rufende Unke. Aber dann ging nach einem wirklich schönen Nachmittag mit Spielplatz und sehr dreckigen, glücklichen Kindern* irgendwie einiges schief und nun hab ich Migräne. Danke, Körper, hab’s verstanden und gehe jetzt einfach schlafen.

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*davon hat eines Sonnenbrand. Ich hatte es nicht geschafft, ihn heute morgen einzucremen, dann aber extra im Sport-Hort Bescheid gegeben, dass das Kind Un-Be-Dingt! Eingecremt werden muss! Bitte! Aber dann hatte das Kind „keinen Bock, was aus dem Rucksack zu holen“ und deshalb hat es nun eine rote Nase, rote Ohren und musste zu Hause erstmal ein paar Gläser Apfelschorle exen, denn der nicht ausreichende Bock hatte auch die Wasserflasche betroffen. Pädagogisch wertvoll wie eh und je habe ich den Sonnenbrand beim Eincremen mit After-Sun nach viel diffusem „Du musst dich eincremen, Sonnenbrand kann gefährlich sein!“ und logischerweise darauf folgenden „warum?“-Fragen mit „Weil, wenn das zu oft passiert, deine Haut kaputt geht ohne dass du es merkst. Und irgendwann viel später kannst du daran dann sogar sterben.“ kommentiert. Hoffentlich wirkt’s.