Tag 2575 – Bettzeit.

Furchtbar müde, wäre fast bei Michel im Bett eingeschlafen. Wir haben den einen Besuch verabschiedet und neuen Besuch (M. und H. aus Trondheim) in Empfang genommen, dazwischen war ich mit Michel mal eben bei Ikea. Und ja, ich habe da recht kurzentschlossen eine neue Matratze gekauft, für nicht so viel Geld wie bei dem doofen anderen Laden, dafür mit waschbarem Bezug. In Pippis Zimmer liegt jetzt statt der Klappsofamatratze (die auch ziemlich dreckig ist und man kann den Bezug nicht waschen) unsere alte, aber nur bis in 3-4 Wochen Ausziehbetten für die Kinderbetten geliefert werden, dann kann nämlich Pippis Hochbett zu einem normal hohen Bett umgebaut werden, das hatte sie sich gewünscht, und trotzdem kann jedes Kind Übernachtungsbesuch haben UND zwei Schubladen unter dem Bett haben. Die Entscheidung für das ziemlich teure Modulsystem für das Hochbett vor vielen (6?) Jahren war eine sehr gute, da kann man wie Lego ewig weiter dran rum bauen.

Wir liegen auf der neuen Matratze, die nicht stinkt und bisher sehr bequem ist. Es ist auch keine Kuhle mehr in der Mitte, jetzt müssen wir nur noch gucken, ob unsere „fast 40“-Wehwehchen dadurch nun magisch verschwinden.

Tag 2574 – Campingplatz Rabe.

Herr Rabe und ich haben das Haus für uns ganz allein! Wheeeeeee!

Das kam so: seit gestern Abend ist Herr Rabes Cousine K. mitsamt Familie und gemietetem Wohnmobil hier. Pippi fand natürlich das Wohnmobil unglaublich interessant und dann ist auch noch das K2 der Cousine ca. gleich alt, hurra hurra, hat sich Pippi gleich mal zum Übernachten im Wohnmobil eingeladen.

Dann kam noch Michels Kumpel E. vorbei, der Michel schon sehr vermisst hatte und die zwei beschlossen, im Zelt schlafen zu wollen. Jetzt ist da also ein Wohnmobil auf dem Parkplatz und ein Zelt auf dem Rasen daneben und unsere Kinder sind verteilt auf diese externen Schlafmöglichkeiten. Sehr spontan, aber durchaus in Ordnung so.

Mein restlicher Urlaub gestaltet sich derweil so, dass ich, aus Frust über eine nur so naja-e ausprobierte Matratze sehr spontan neue Handtücher (im Angebot) gekauft habe. Keine zerstoßenen Ecken mehr. Dafür weiterhin die halb durchgelegene Matratze. Entweder fahre ich morgen spontan zu Ikea, um die dortigen Möglichkeiten abzuchecken, oder ich bestelle eine, die ich zwar 100 Tage probeliegen kann, aber nicht im Laden ausprobieren konnte, weil „sorry, nur online“. Nicht dass ich mir einbilden würde, ein Mal im Laden drauf liegen würde ausreichen, um einen umfassenden Eindruck zu bekommen, aber wenigstens zum Ausschluss von „Urrrrgh nee geht gar nicht!!!“ sollte es reichen. Hrmpf.

Bitte keine Matratzentipps, es sei denn, Sie haben auch grad *in Norwegen* eine Matratze gekauft. Was in Deutschland gut in Tests abschneidet, ist hier nicht erhältlich. Ich habe das überprüft. Mehrfach.

Tag 2573 – Gubblox der Spülmaschinengubbel.

Unsere Spülmaschine macht in letzter Zeit immer mal wieder nicht richtig sauber. Da ist dann nach dem Spülen so ein fettiger Film auf allem Plastik. Das ist ganz schön eklig. Gestern kam erschwerend hinzu, dass ich die Spülmaschine im Glauben, die Putzhilfe käme am nächsten Tag und würde sie zumindest öffnen, vorm Urlaub noch angestellt hatte. Aber dann kam die Putzhilfe ja gar nicht und die Spülmaschine stand zwar sauber aber auch dicht geschlossen (also innen feucht) drei Wochen herum. Während es warm war. Das sind gute Voraussetzungen für mikrobielles Wachstum und aus dem vorher schon vorhandenen Siff in Ritzen, Rädchen und sonstigem (der dafür sorgte, dass es manchmal nicht sauber wurde) wurde Gubblox der Spülmaschinengubbel. Er grüßte freundlich („Gubblox! Gubblox!“) als ich die Maschine öffnete. Interessante Farben auch. Äh ja.

Das klingt jetzt, als wären wir siffig, das sind wir aber gar nicht. Ich mache wirklich regelmäßig das Spülmaschinensieb sauber und wische gründlich über die Dichtung um die Klappe und dachte bisher, damit sei es getan. Und ich wette, viele von Ihnen machen auch nicht wesentlich mehr. Deshalb hier ein wohlgemeinter Rat: so eine Spülmaschine hat erstaunlich viele Ritzen und Löchlein und Laufschienen und auch Dichtungen. Und eine sollte da wohl sauber machen, BEVOR Gubblox grüßt. So richtig sauber machen, nicht nur ne Tablette reinschmeißen und leer laufen lassen. Bei unserem Modell kann man fast alles aus- und auseinanderbauen. Allein das Spülmaschinensieb besteht bei uns zum Beispiel aus drei Teilen und an eines von denen kommt man schlecht ran, solange das noch zusammengebaut ist. Und genau da bildet sich dann der Gubbel. Oder wussten Sie, dass man die Klappe vom Klarspülerfach abmachen kann, oder dass sich unter der Dichtung vom Spülmittellfach auch Siff ablagert? Ich schätze, das kann ich allerdings jetzt natürlich nicht belegen, dass das viel weniger eklig ist, wenn man das etwas öfter sauber macht als, sagen wir mal so rein hypothetisch, alle 4 Jahre*.

Ich plane, das in Zukunft eher so jährlich zu machen. Also alles abbauen und einzeln gründlich schrubben. Das Spülmaschinensieb wird in Zukunft jedes Mal auseinander gebaut, wenn es eh sauber gemacht wird. Und die Gummilippe UNTEN an der Klappe würde ich vielleicht so alle 6 Monate** so gut es geht reinigen. Die Klappe kann man nämlich nicht einfach abbauen und an diese Lippe, die man ja auch nicht sieht, kommt man deshalb echt schlecht ran. Da kam aber heute einiges zum Vorschein, ich erspare Ihnen Details.

Es gibt kein Vorher-Foto von Gubblox. Aber ein Nachher-Foto von der blitzsauberen, shiny Spülmaschine:

Bling bling.

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*Unter der Annahme, dass die Vorbesitzerin des Hauses die Spülmaschine ähnlich grundgereinigt hat, bevor wir das Haus übernommen haben. Was, btw., exakt 4 Jahre her ist.

**Wir brauchen langsam so was wie einen Jahresplaner für selten(er) anfallende Haushaltstätigkeiten.

Tag 2572 – Zu Hause.

Ja, hmm, hier ist es ja am schönsten, jadajada. ich freue mich auch auf bzw. über gewisse Dinge – einen anständigen Mülleimer in der Küche, die Wallbox, die Kaffeemaschine, mein großes Kopfkissen, unser breites Bett, unsere noch breitere Bettdecke, Steckdosen neben dem Bett. Aber im Urlaub war’s halt schöner. Meh.

Was auch schöner war: noch nicht zu wissen, dass unsere Putzhilfe im Laufe des Nachmittags wutentbrannt hinschmeißen würde, weil sie das extra rausgelegte Geld (für 4 mal putzen, weil es ja nicht ihr Problem ist, dass wir 3 Wochen weg sind, es war abgesprochen, dass sie in der Zeit 1 Mal kommt, wann sie will) nicht gesehen hat. Braucht kein Mensch sowas. Statt in ein sauberes Heim zurück zu kommen, müssen wir morgen also putzen.

Ebenfalls schöner war, noch nicht zu befürchten, dass die Schneckenmango eingegangen sein könnte. Mal gucken, ob sie sich noch berappelt, sie ist ja eigentlich erstaunlich robust und hatte zwischendurch auch schon mal nur ein Blatt. Die wasserdurstigen Avocados hingegen haben alle problemlos überlebt. Es ist seltsam mit den Pflanzen.

Tag 2571 – Ich möchte aber gar nicht.

Ob wir das nun wollen oder nicht, morgen ist Abreise. Es sieht schon alles sehr nach Abreise aus. Die Schränke sind leer, der Kühlschrank ist ziemlich leer, es wird besprochen, was hier bleibt (der Föhn, die Badvorleger) und niemand streitet sich um das Knoblauchsalz. Die Kinder wurden noch mal gereinigt und es sieht so aus, als würden wir mit nur einer Tüte Dreckwäsche nach Hause fahren (plus der dreckigen Bettwäsche, die ja morgen noch abgezogen werden muss).

Ich möchte das alles nicht, ich möchte eigentlich in Embryonalstellung auf dem Boden liegen oder mich ABER!!! brüllend an den Kamin kleben, weil ich weiter Urlaub haben will, ist grad so schön, nur noch ein paar Tage, ok?

Aber das mache ich natürlich alles nicht, sondern habe gepackt. Zwischendurch mit Laune zum was Anzünden, weil siehe oben.

Erwachsen sein stinkt manchmal.

Tag 2570 – Noch ein Mal Strand.

Bei bestem Wetter (nicht zu kalt, nicht zu warm, nicht zu windig, reichlich Sonne) sind wir heute noch mal alle an den Strand gegangen. Zusammen. Das war sehr schön.

Abends hatte uns (ebenfalls alle) Herr Rabes Familie zum Grillen eingeladen und das war auch sehr schön.

Ich werde ganz wehmütig, wenn ich daran denke, dass wir morgen packen und übermorgen fahren. Das ist alles falsch.

Meh.

Tag 2569 – Das Ende ist nah.

Das Urlaubsende. Aber darüber reden wir nicht, wir ignorieren das, dann geht es vielleicht von selbst weg.

Heute waren wir im Aalborg Zoo, das war sehr schön, ich hab aber nur blöde Fotos mit Spiegelungen überall außer von total exotischen Entenküken.

Ok, ich habe auch noch ein wildes Meerschwein:

Nawwww-Pavianmutter mit Pavianbaby:

Und die sich derweil konstant prügelnden Paviankinder:

Nawwwww. Wie unsere.

Aus Gründen war ich fast die ganze Zeit mit Michel alleine unterwegs, was sehr schön war.

Ebenfalls sehr schön war, wie sich die Kinder fünf Meter hinter dem Ausgang und nach zwei Minuten Zusammensein schon wieder in den Haaren hatten, ich sagte: „Müsst ihr euch eigentlich direkt wieder streiten?“ und die Kinder gleichzeitig inbrünstig „JA!“ antworteten. Immerhin da waren sie einig. Geschwisterplüsch!!!

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[WeiterhinhatteicheinenZwischenfallmitderHaustürdaistjetzteinGlaskaputthupsi. Peinlich und ein bisschen Aua, aber nichts, das sich nicht mit Kinderpflastern dekorativ und adäquat versorgen ließe. Hauptsächlich peinlich ohne Ende. Es war ein unbeherrschter Schlag gegen die Scheibe und dann war da ein Loch, als hätte ich voll mit nem Baseballschläger ausgeholt. Hupsi.]

Tag 2568 – Wasserratten.

Alle vier Kinder hier gehen gerne Schwimmen. Sie tun dann unterschiedliche Dinge, Michel hüpft eine Million mal vom 1-Meter-Brett, Pippi und Frau Wunnibars K1 tauchen nach Ringen, Pippi rutscht auch gern mal, Frau Wunnibars K1 kann schon richtig schwimmen, K2 hat Spaß am Herumpaddeln mit Schwimmflügeln und dem Kinderbecken. Zwischendurch ein Mal Schwimmbadpommes in die Kinder gefüllt und weiter geht’s.

Ach, schön war das. Nachdem ich den (komplett unvorhersehbaren, ähähähäm) Schock verdaut hatte, dass in so einem Schwimmbad sehr viele Menschen und viele Kinder in einer stark hallenden Umgebung sind, ging es auch bei mir halbwegs. Drei Erwachsene sind allerdings zur Betreuung von 4 Kindern (davon 2 Nichtschwimmern) wirklich komfortabel, da kann ich mir kurz leisten, mich geistig etwas zurückzuziehen und die Ohren zu schließen.

Nach dem Schwimmen waren alle rechtschaffen im Eimer, klein wie groß. So ist das eben. Die Kinder waren dann aber happy mit Bildschirmen bis zum Abendessen, um das sich die Männer maßgeblich kümmerten. Ich hab davon nicht so viel mitbekommen, ich habe Geige gespielt und kam erst aus dem Zimmer, als es schon gut roch. Eineinhalb Stunden üben (ca. 20 Minuten davon sind mein festes Warm-Up) wirken wie eine Reinigung für Schwimmbad-gestresste Nerven und Gehörgänge. Hach.

Bisher kann ich Urlaub zu vielen uneingeschränkt* empfehlen.

*Es sei denn man ist echt totale Eremitin, dann vielleicht nicht.

Tag 2567 – Wall-E?

Heute hat es bis zum frühen Nachmittag wie aus Eimern gegossen, deshalb haben wir sehr ausgiebig nichts getan. Das Resultat waren mehrere fertig gebaute und angefangene Legosets:

Sie wurde noch fertig. Ehrlich.

Leider war ein Teil des Resultats auch eine miefige Wohnung und mieflaunige Kinder und Erwachsene. Erstere waren, als es dann endlich nicht mehr regnete, nur unter großen Mühen davon zu überzeugen, das Haus zu verlassen, und bei Michel war exakt an der Türschwelle auch Schluss, aber immerhin war er eine Stunde draußen und ohne Bildschirm. Pippi bekam ich mit der Aussicht auf Eis und dem Versprechen, sie im Zweifel auch zu tragen, zum Spielplatz am Campingplatz gelockt und da angekommen war dann auch alles gut, auch für die anderen Kinder. Die Mädels hatten Spaß und hinterher sehr dreckige Füße. Alle waren einen Teil der überschüssigen Energie losgeworden, selbst Michel, der sich allein im Garten des Ferienhauses abgedampft hatte.

Als die Kinder im Bett waren, spielten wir Erwachsenen noch eine Runde Erwachsenen-Kartenspiele. Jetzt sind wir gegenseitig voll im Bilde über unseren Scheißhumor, der Zweck des Urlaubs ist also erfüllt.

Es war dann doch ein schöner Tag, wenn auch faul.

Tag 2566 – Ruhig angehen.

Familie Wunnibar hat heute ihren Legoland-Ausflug nachgeholt und wir waren also allein. Nicht ganz allein, weil gestern Teile meiner Schwiegerfamilie angereist sind, die 5 km von hier ein Ferienhaus gemietet haben. Aber immerhin so allein, dass wir lange geschlafen haben und *hust* keine Alibi-Schlafanzughose fürs Frühstück angezogen haben.

Nach dem Frühstück fuhren wir zu besagtem Ferienhaus in 5 km Entfernung, eigentlich, um die Kinder abzuliefern, uneigentlich brauchte Michel etwas Überredung und Pippi erst noch Hilfe dabei, das Batteriefach an ihrer Seifenblasenmaschine zu öffnen. Das hat nämlich vier kleine Schräubchen, die tief versenkt in dem Plastikdeckel sind. Die Schrauben loszudrehen war leider mit diversen Multitools nicht machbar, weil zu spitz, schief, dick… aber am Ende schaffte ich es mit einer Bastelschere und Geduld. In your face, fake Schweizer Taschenmesser.

Nachdem die Kinder aber doch bereit waren, mit „Oma“ (Tante) und Opa in den Ort zu fahren und einzukaufen, fuhren wir zurück zu unserem Ferienhaus, um da zu… putzen. So romantisch. Aber jetzt ist es aufgeräumt und sauber. Kurz.

(Es ist hier allerdings, dafür dass hier 8 Menschen auf 120 qm „wohnen“, von denen 4 ungefähr gar nicht freiwillig aufräumen, durchgängig sowohl überraschend aufgeräumt als auch überraschend sauber.)

Den Rest der kinderfreien Zeit („Oma“ und Opa waren mit den Kindern Eis essen gegangen) nutzten wir zur Körperpflege und dazu, den Whirlpool auch mal auszuprobieren. Fazit: ist nice so mal im Urlaub, aber zu Hause bade ich lieber mit Schaum statt mit Chlortabletten, dafür nehme ich gerne in Kauf, dass meine Badewanne nicht blubbert.

Als wir die Kinder zurück hatten, schleuste Herr Rabe sie ebenfalls durch das Körperpflegeprogramm, während ich einkaufte, danach gingen wir spontan Burger im Ort essen und trafen auch da die Schwiegerfamilie.

Danach Bett (Pippi) und Rumhängen und dann Bett (Michel) und Rumhängen (wir).

Ein gelungener Tag.