Tag 891 – Nichts getan, nichts zu sagen.

Ein Kleid habe ich fertig genäht und ich sage es mal so:

– ich werde nie wieder das Kontrollquadrat nicht nachmessen

– ich werde nie wieder Taschen aufnähen, bevor das Ding ansonsten fertig ist, schon mal gar nicht mit einem Dreifach-Stich

– ich werde vielleicht nie wieder was anderes als Salat essen, damit ich weiter in das Kleid passe, das eigentlich „lässig und bequem“ hätte sein sollen

– meine Laune war schon mal besser

Sonst war nix. Langlauf ist wegen Magen-Darm im Haus meiner Kollegin ausgefallen. Hurra für Salat.

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Auto-Lobhudelei: mich von dem Satz „Ich dachte, Sie wären eh in der Gegend, wieso jetzt Reiserechnungen?“ nicht komplett aus der Fassung bringen lassen und das „Arschgesicht“ nur gedacht.

Tag 785 – Nix zu sagen.

Ach, war halt alles wie immer, ne? Hirnarbeit schlaucht ziemlich.

Guten Text gelesen über „Seinen Doktor machen“, der ist aber auf Norwegisch. Aber ein paar von Ihnen können das ja vielleicht. Also Å fullføre en doktorgrad. (Anmerkung: dieses „ohne Geld weiterarbeiten“… it‘s a thing. Ich frage mich wirklich, wie die das alle machen. Haben die solche Unsummen an Erspartem? Oder nehmen die dafür Kredite auf, in der Annahme dass ja nach der Promotion das große Geld wartet? Mein Erspartes reicht für drei Monate Leben hier ODER einen Umzug quer durch Europa.)

Hier noch nachgereicht ein Bild vom neuen Kleid:

Tag 784 – Sonntagswerk.

In der Reihenfolge der Fertigstellung:

Brötchen: zum ersten Mal seit lange den Teig zu weich gemacht, dafür dann auch übergar gebacken. Optisch deshalb kein Meisterwerk (kaum Ofentrieb, nicht gerissen, manche sind etwas unförmig vom Transport auf den Schieber), geschmacklich höchstwahrscheinlich wie immer, ich baue drauf, dass wenigstens das Innenleben wegen des weichen Teigs besonders wattig ist.

Jogginghose passend zur letze Woche genähten Jacke. Nicht zu weit, nachdem ich 6cm Weite rausgenommen habe.

Missgelauntes Kind.

Weste: meine Omi hatte mir ja zu Pippis Geburtstag Stoff geschickt. Jetzt habe ich endlich mal was draus gemacht. Nämlich eine Weste, sehr simpler Schnitt, abgenommen von einer Weste, die sie zum 1. Geburtstag bekommen hatte und die anfangs als Kleid funktionierte.

Überaus gut gelauntes Kind (das sich nicht blogfreundlich fotografieren lässt, ‚selbst schuld’, sagt die Rabenmutter.).

Brot 1: super! Omnomnom.

Kleid für mich: sehr schön, Bilder gibt’s morgen. Etwas verwundert über 1,5 cm Nahtzugabe im Schnittmuster. Und 4 cm Saumzugabe. Das waren sehr, sehr lange Ärmel!

„Ballkleid“. Endlich ist es fertig. Nach nur einem Dreiviertel Jahr habe ich mich wieder ran getraut. Mein Geheimtipp an alle, die wie ich an Nikki-Stoff zu verzweifeln drohen: Französische Nähte. Macht viel Arbeit, aber funktioniert immerhin. Das Kleid ist trotzdem nicht so richtig hübsch, aber Pippi gefällts (und der Name kommt von ihr, weil sie meint, die Punkte sind Bälle).

Brot 2: im Ofen vergessen (Hupsi, das ist mir ja überhaupt noch nie passiert). Insgesamt ca. 15 Minuten zu lange gebacken, vermutlich nicht schlimm. Hier offenbart sich ein weiterer Vorteil meines Backsteins: da ich den Ofen nach dem Anbacken komplett ausschalte, kann das Brot bei sowas wenigstens nicht schwarz werden.

Und dann sogar noch Haare gefärbt und Fingernägel abgefeilt. Ich weiß nicht warum, aber beides wächst momentan wie Unkraut. Was ja an sich schön ist, ich beschwere mich auch gar nicht.

Jetzt halbwegs bereit für die neue Woche.

Tag 722 – Schlabberbuksen ftw. 

Ich war gestern und heute (während Pippi, die irgendwie mal wieder merkwürdig krank ist, Mittagsschlaf machte) an der Nähmaschine produktiv. Neu in meinem Schrank sind jetzt: ein T-Shirt (Schnittmuster Shelly, immer wieder gut) und zwei Hosen, nämlich eine, die ich mit einem Ausverkauf-Stoff mal ausprobieren wollte, nach einem Schnittmuster, das es dann nur in Größe 42 gab und das ich aber eh ändern wollte und dann halt auch noch wesentlich enger machte und eine andere, weil ich seit Jahren nach einer Leinenhose suche und keine finde, die mir gefällt. Auch mit geändertem Schnittmuster (das, wenn ich es so genäht hätte, wie es vorgesehen war, komplett beschissen gesessen hätte). 

Ich bin in sofern total zufrieden, weil die zwei Hosen alles haben, was ich will: sie sind bequem, sie haben Taschen (die an der Blümchenhose sind mir noch zu klein, aber hey, besser kleine Taschen als gar keine!), man kann die Beine hochbinden und sie sind nicht beige oder mit neonfarbenem Zickzackmuster versehen. 

(Ja, ich trage sowas unironisch im Alltag.)

Was man nicht sieht: die Hosenbeine haben unten einen Kordelzug.


Taschendetail, weil ich so stolz bin, dass sich das Türkis vom Bündchen im Karomuster wiederholt.




Das sieht nur so aus, als wär das Halsbündchen ganz ungleichmäßig, ’schwör!

Ich erzähle Ihnen auch gerne mal, wie ich zum Nähen kam, aber das dann an einem anderen Tag, wenn hier nicht noch ein aufgekratztes, eigentlich halbkrankes Kind rumturnt. 

Tag 720 – Allein Daheim Tag 6. 

Wissen Sie noch, der Prototyp?

Heute habe ich mir mal die Zeit genommen, die seit Monaten fertig zugeschnittenen Teile für das eigentliche Stück zusammenzusetzen. Und dann habe ich mir fast den Arm ausgerissen und diverse Wirbel verrenkt, um Fotos davon zu machen. Hat nur so mittel geklappt, damit müssen Sie jetzt leben. 

Ich bin jedenfalls sehr zufrieden. Herbst kann kommen. 

Selfie-Arm. Ach wäre mein Arm doch ein biiiiischen länger.

Locker aus der Hüfte.


Selbstauslöser.

Tag 656 – Selbermachtag. 

Endlich kann ich Ihnen die neu genähten Sachen zeigen! Und damit es sich auch lohnt, hab ich heute noch schnell ein zweites Sommerkleid genäht und ein Brot gebacken. 

Fangen wir mit dem Brot an. Ich hatte ja letzte Woche den Plan gemacht, das Sauerteigtütenrezept nochmal mit einer größeren Menge Sauerteig auszuprobieren. Das war eine sehr gute Idee, denn heraus kam ein optisch ansprechendes, außen knuspriges, innen fluffiges Brot, das vor allem sehr lecker schmeckt. Yeah! Hier also das Rezept:

  • 300 g Roggenvollkornsauerteig (145 g grobes Roggenvollkornmehl, 145 g Wasser, 15 g Roggenanstellgut*, ca. 16 h gereift bei Raumtemperatur)
  • 130 g feines Weizenvollkornmehl
  • 600 g Weizenmehl
  • 380-400 g Wasser
  • 10 g Hefe
  • 1,5 Esslöffel Olivenöl
  • 2,5 Teelöffel Salz
  • 1 großzügigen Löffel Honig

Das alles ca. 10 Minuten in der Knetmaschine zu einem recht weichen Teig kneten, die letzten 50 mL Wasser nach Gusto, Knetfertigkeiten und verwendetem Vollkornmehl schlückchenweise zugeben. Teigruhe abgedeckt 1 h bei Raumtemperatur. Dann wirken und formen, in Weizenvollkornmehl wälzen und mit dem Schluss nach oben 1 h zur Gare stellen**. Auf einen Schieber stürzen, Einschneiden (nicht so tief, wie ich das gemacht habe!) und mit reichlich Dampf im gut vorgeheizten Backofen bei 270 Grad 15 Minuten anbacken. Schwaden gut ablassen und 45 Minuten weiterbacken (bei, hmm, 180 Grad, es sei denn, Sie haben auch einen Lavaton Backstein). Fertig. 

Yeah, Bildunterschriften gehen wieder. Hier also das Brot. Ich hab es zu tief eingeschnitten, das ist mir auch schon länger nicht passiert. Also so 2 cm müssten eigentlich reichen!

Omnomnomnom!

 

Soviel zum Backen, jetzt zum Nähen. Neulich hatte ich schon mal ein Ella von pattydoo mal als Shirt genäht, zum Ausprobieren. Daraufhin hab ich das Schnittmuster dann doch noch mal enger gemacht und die etwas komischen Schulterwubbels verschwinden auch, wenn man Vorder- und Rückenteil aus irgendeinem nicht ganz nachzuvollziehenden Grund falsch zusammennäht *hust*.

Könnte man mal bügeln.


Heute kam dann das echte Kleid dran. Wie gesagt, irgendwas lief schief, deshalb ist das Oberteil nicht so ganz wie geplant, aber trotzdem hübsch. Die Ärmel, die ich ja eigentlich auch dreiviertellang machen wollte, aber dann nicht genug Stoff hatte, ließ ich letztlich „einfach“ ganz weg (die Gänsefüßchen, weil mir das viele viele Flüche beschert hat und mit einer Seite bin ich eigentlich auch noch nicht ganz zufrieden). 

Ich mag die Farbe (dunkles Petrol) und den Rock. Viskosejersey ist zwar ne Pest beim Zuschneiden, aber fällt einfach unheimlich schön.



Und dann hatte ich ja letztens auch noch aus dem vermutlich verfluchten Stoff, der aus Gründen für Ella nicht gereicht hätte, ein Lucille-Kleid gemacht. Da hab ich mal Blindsäume ausprobiert – ein Experiment, das ich eher nicht zu wiederholen gedenke. 

Ich mag ja Komplementärfarben.


Jetzt muss halt nur noch Sommer werden. 

*es geht sicher auch ein anderes Anstellgut. Zum Beispiel eins aus der Tüte ;)

**Ich stell es meist erst 30 Minuten bei ca. 40 Grad in den Ofen und dann während der Ofen vorheizt halt in der Küche. 

Tag 644 – Prototyp. 

Ich habe ein Fast-Lieblingsshirt. Es ist sehr hübsch, es passt mir gut und es steht mir gut. Aber es taugt nur fast zum Lieblingsshirt, denn es ist aus irgendeinem komischen Synthetik-Stoff, in dem ich immer viel schwitze (tue ich eh, egal in was, aber, und das ist viel schlimmer:) und der den Geruch leider auch extrem schnell annimmt. Ich rieche also schnell schwitzig da drin und das stört mich immens (Wahrscheinlich ein Hyperhidrosis-Trauma aus der Teeniezeit), vermutlich nimmt das außer mir gar keiner wahr, aber ich halt und darauf kommts ja an. Jedenfalls wollte ich mir ein ähnliches Shirt aus einem Baumwoll- oder Baumwollgemisch-Stoff nähen. Diesmal war ich aber kluk etwas schlauer und nähte nicht gleich wild drauflos, sondern bastelte erstmal was aus einem Stoff, bei dem ein wahrscheinliches eventuelles Versagen Improvisieren an kniffligen Stellen nicht so schade um den Stoff wäre. War gut so, denn 1. war unter der Achsel noch viel zu viel Stoff und 2. bietet der simpel anmutende Kragen einige Fallstricke, den hätte ich mal lieber erst feststeppen sollen, so musste ich eben Murksen Improvisieren. Auch weil der Stoff natürlich nicht halb so weich fällt, wie beim Original, und der Kragen deshalb viel steifer ist, der müsste dann wohl viel kleiner sein, damit er nicht wie bei der Herzkönigin aus Alice im Wunderland absteht. Naja. Ein Prototyp eben. 

(Ist auch nicht gerade meine Farbe.)

Tag 635 – Katzen! Pinguine! Schafe!

Ich habe Binge-genäht. 

Dieses Bild ist hier nur, damit es in der Beitragsvorschau erscheint.


Das kam so: Michel und Herr Rabe wachten beide relativ krank auf und ein Sofatag wurde schnell beschlossen. Ich hatte gestern abend noch mein Shirt vom Freitag zerschnitten und den „Schnitt“ abgenommen (die Gänsefüßchen sind da, weil das wirklich so simpel ist, dass die Hälfte von Ihnen vermutlich gleich lacht). Naja, die Familie hing also eh rum, Brot hatte ich keins zu backen, also: Nähmaschine raus. 

Das „Schnittmuster“. Einzige Schwierigkeit: die asymmetrischen Ärmel. Wobei ich mich ja auch oft frage, was schwieriger ist: ein ganzes Teil rundum sauber ausschneiden oder den Stoff exakt glatt im Bruch auslegen und dann zuschneiden. Letzteres dauert bei mir jedenfalls immer sehr lange und – siehe Muster – es geht auch oft etwas schief.


Das Shirt ist wirklich ganz schnell gemacht. Ganz ganz schnell. Und irgendwann lerne ich auch noch, die Muster grade hinzubekommen. Bis dahin muss meine Umwelt mit leicht schiefen Mustern leben. 

Cat-content!


Jupp, mein Kreuz *ist* so breit. Das, liebe Kinder, passiert, wenn man in früher Adoleszenz unter entsprechendem körpereigenen Hormoneinfluss sehr viel schwimmt.

 

Der dunkelgraue Jersey ist so dünn und weich, dass er sich etwas zickig nähte. Aber nix Wildes. Man sieht es ein bisschen an den Ärmeln, was ich meine: obwohl ich (ich schwöre!) nicht am Stoff gezogen habe, sieht die Naht etwas gestaucht aus. Auf meiner Wunschliste ist für irgendwann später, wenn wir mal voll viel Geld haben und auch entsprechend viel Platz: eine Overlocknähmaschine und für deutlich zeitnaher: eine Zwillingsnadel. 

Michel hat übrigens beim Nähen geholfen. Er hat den Fadenvernähknopf am Anfang und Ende jeder Naht gedrückt, Unterfaden aufgespult und Stecknadeln gereicht und wieder angenommen. Der Preis für seine Hilfe war, dass er auch etwas genäht haben wollte. Also habe ich ein Kinder-T-Shirt genäht, für das er sich (mit leichter Unterstützung) den Stoff selbst ausgesucht hat. Den „Schnitt“ habe ich fix von einem gut passenden T-Shirt in Größe 110 abgepaust. Polarn o‘ Pyret fällt immer recht groß aus… 


Jetzt können Michel und ich im Partnerlook gehen! Zweimal! (Und der lila Stoff ist immer noch nicht ganz alle, herrje.)

Michel machte dann noch einen späten Mittagsschlaf, er ist also wirklich krank, der arme Zwerg. Ich nutzte die Zeit für noch ein Shirt für mich, diesmal mit Schafen und blau. 


Im Vergleich zum grauen Oberteil habe ich den Rücken oben ca. drei cm schmaler gemacht. So ist der Halsausschnitt nicht so groß und es steht auch hinten nichts mehr ab.


Doch, ich bin zufrieden mit mir. Das hat mir wieder richtig Spaß gemacht. Als nächstes dann vermutlich ein Kleid. 

Tag 499 – Jaaaaa! Ach nee doch nicht. 

Ich war heute bei einer Disputation, eine Bekannte von mir disputierte über metabolic changes, treatment response and breast cancer heterogeneity. Oder so. Also verstanden hab ich echt nicht viel, aber eins mitgenommen: zu krass vorbereitet ist auch nicht gut. Wenn der ganze Vortrag wirkt, wie vom Band abgespult, man mit trockenen Informationen zugeballert wird, selbst die Trinkpausen nach dem zweiten mal vorhersehbar sind, tja, also, dann finde ich zumindest das nicht mehr gut. Man muss es damit ja nicht übertreiben, aber man kann auch ein bisschen unterhalten. Vermutlich ist das die hohe Kunst des Vortragens: nicht roboterhaft, aber auch nicht clownsmäßig zu wirken. Oder wie es mir vermutlich gehen wird: hypernervöses Eichhörnchen auf Speed. Mit einem Gesicht rot wie eine Supernova. Und hektischen Flecken im Dekolleté. Yeah! (Doch Hosenanzug…)

Tja, aber wenigstens hatte ich viel Zeit zum Stricken. Und deshalb kann ich mit großer Freude verkünden: Ich bin fertig! (Bilder zeige ich trotzdem erst, wenn es angekommen ist, ok?) Und weiblich dann ja endlich fertig war, dachte ich, ach, nähste noch kurz das Nikki-Kleid für Pippi fertig, der Stoff ist ja schon ausgeschnitten und der Schnitt denkbar simpel, das sollte fix gehen. 

Pustekuchen. 

Nikki geht ja mal gar nicht. Was für ein, sorry, Arsch-Stoff. Nach ner halben Stunde hatte ich einen Ärmel dran und den anderen halb, aber mit ner festgenähten Falte und als ich die auftrennen wollte, piekte ich ein Loch in den Ärmel. Grandios. Nach der Auftrennerfahrung sparte ich mir das dann auch, schnitt den Ärmel komplett ab (inklusive der schiefen Naht, gut dass Kinder eh nicht so Figurnahe Dinge tragen, vielleicht fällt es gar nicht so auf) und verschob einen neuen Versuch auf morgen. 

Und wenns nicht klappt, kriegt sie halt nen Jersey-Kleid. Das kann ich wenigstens. 

Rotze. 

Tag 465 – Re-entering productivity mode.

Es geht tatsächlich aufwärts mit meiner Gesundheit, wenn auch nur in kleinen Schritten. Aber immerhin habe ich heute wieder ein paar Sachen geschafft* und sogar einen Ausflug gemacht! Tadaaaa! Gut, danach war ich ziemlich fertig, aber immerhin erst danach!

Mein Ausflug führte mich zu einem Nähladen in der Stadt. Dem sehr hilfsbereiten Mann da zeigte ich die am Samstag gekauften Billig-Maschinennadeln und fragte, ob die zu meiner Maschine passen würden. Andernfalls, das sagte ich gleich, würde ich gerne bei ihm passende Nadeln kaufen. „Jaja, die können Sie nehmen!“ sagte der Mann. Er erklärte mir auf Nachfrage auch, wo der Unterschied zwischen Billig-Nadeln und Markenware ist (der Stahl und die Verarbeitung) und nannte mir einen Preis, der erschreckend nah an dem der ‚Billig‘-Nadeln war. Vor lauter Dankbarkeit über die Nicht-Abzocke (und weil drei einfach zu wenige sind) kaufte ich fünf Unterfadenspulen und bezahlte bis auf 10 Øre (gibt ja keine Øre-Münzen, wäre also eh aufgerundet worden) den gleichen Preis wie für eine Packung Nadeln. Und ab jetzt weiß ich, wo ich Kram für meine Nähmaschine bekomme. 

Zu Hause sprang ich direkt ins Auto, weil es doch schon etwas spät geworden war und fuhr direkt in die Vorhölle zu einem großen Spielzeugladen mit vielen komischen Apostrophs im Namen. Das heißt, erst stand ich ein bisschen im Stau herum, weil Feierabendverkehr. Aber so konnte ich wenigstens den Sonnenuntergang bewundern (um 15:15 Uhr). Im Spielzeugladen ging ich direkt in die Lego-Ecke und studierte auf dem Weg dorthin den Fußboden, um mich auf dem Weg nicht unnötig über irgendwas aufzuregen. Ich erwarb ein Duplo-Set (Zahlenzug) und ein Lego-Set (Creators 3in1 Dschungel-Tiere), das wird die diesjährige Adventskalender-Füllung. Seit gestern brennt mein Twitter weil sich die Muttis die Köpfe drüber einschlagen, ob man Adventskalender selber basteln kann/darf/soll und – wenn man sich dann zu irgendwas entschieden hat – ob man drüber reden/twittern/Bloggen/Pinterest-en darf. Ich vertrete wie immer die Meinung Macht-doch-was-ihr-wollt-Hauptsache-ihr-nervt-mich-nicht-und-lasst-mich-auch-machen. Die Kinder kriegen Adventskalender ohne Schoki (gibt eh genug Kekse und Süßkram in der Adventszeit), ohne billigen Plastikspielzeugkram (der dann rumfliegt und mich irre macht) ohne pädagogisch wertvolle „Gemeinsame Aktivitäten“-Gutscheine, und auch nicht wirklich richtig selbstgemacht. Die beiden heute gekauften Sets werden aufgeteilt in Butterbrotstütchen verpackt, Zahl drauf gemalt, aufgehängt, fertig. Zack, die Bohne, wie Frau Lohfink damals gerne sagte. 

Danach heizte ich etwas gestresst zum Kindergarten, der Stau hatte meinen eh straffen Zeitplan kaputt gemacht. Kinder hab ich abgeholt und dann sogar gekocht! 

(Dann war ich echt fertig.)

Als Tagesabschluss hab ich mich dann endlich an das enger machen des Pullis gemacht. Hier das Ergebnis. 

Yeah! Ich sehe nicht mehr aus wie ein braunes Baiser!

Gefühlt stand ich da total entspannt.

Das Nacken-Design-Detail.

Mit dem Pulli bin ich jetzt sehr zufrieden. 

Außerdem führe ich seit Uhrzeiten mal wieder einen Sauerteig nach modifizierter 3-Stufen-Führung. Mein sonst leicht hyperaktiver (und immer nur nach Detmolder 1-Stufen-Führung geführter) Roggensauer treibt nämlich irgendwie gar nicht mehr und riecht auch für meinen Geschmack etwas sehr stark nach Apfelessig. Jetzt teilt er sich den recht kühlen Platz im Flur mit den Austernpilzkulturen. Morgen backe ich dann ein Paderborner, das ist ein guter Test, ob sich der Teig erholt hat. 

*Es ist nicht so, als hätte ich gar nichts gemacht in den letzten Tagen. Ich hatte zum Beispiel Pippi zu Hause und musste mit ihr sehr lange Mittagsschlaf halten. Und außerdem stricke ich was, da kann ich aber aus Gründen hier nicht näher drauf eingehen und auch keine Bilder zeigen. Gedulden Sie sich ein bisschen, irgendwann zeig ich das hier, ich bin nämlich total stolz auf mich, das wird ganz schön!