Tag 1325 – Alle wieder da.

Herr Rabe ist wieder da. Wir haben ihn vorhin vom Bahnhof abgeholt, alle drei, die zwei Pappnasen* und ich.

Die Kinder und ich sind eigentlich ganz gut miteinander ausgekommen. Wenn sie müssen, machen sie wirklich gut mit, das hätte ich ja nie gedacht, aber es klappte heute morgen echt wie am Schnürchen und sogar fast ohne Streit**. Michel hat das Zwiebelprinzip echt verinnerlicht***.

Herr Rabe hat vom Flughafen allerdings Gin mitgebracht und einen hab ich auf meinen Sodbrennigen Magen getrunken, das war aus mehreren Gründen ne doofe Idee und jetzt wird der Beitrag wieder eher kurz, das ist besser als wirr.

Dienstag geht’s los mit Sport-Hort. Wir sind alle aufgeregt und müssen dann morgen wohl mal richtiges Sportzeug für Michel kaufen.

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*Die Kinder hatten sich Pappnasen gebaut, bevor wir Herrn Rabe abholten. Das war sehr niedlich, eh schon und dass Pippi mitsamt Pappnase auf und giftgrünen Regenhandschuhen auf dem Weg zum Bahnhof einschlief noch mal mehr.

**Wenn man „MAMA! PIPPI ZIEHT WIEDER DEN SCHLÜPFER VON GESTERN AN!!!“ mal außen vor lässt.

***vier T-Shirts hatte er heut übereinander an.

Tag 1318 – Fertig.

Fertig inspiziert. Für dieses Mal. Sehr interessant, lehrreich, aber im positiven Sinne. Musste mir zwischendurch mal kurz auf die Zunge beißen, als wir beim Thema Validierung bestimmter Autoklavenlasten drüber stolperten, dass eine Last noch nicht validiert ist, weil Tests fehlen, die in-House nicht gemacht werden konnten, wir daraufhin nach der SOP und den Schulungsprotokollen fragten, denn das muss den Mitarbeiter*Innen ja mitgeteilt sein, dass man dieses Programm mit dieser Last nicht fahren darf und es hieß nur „natürlich“ und drei Minuten später lag alles auf dem Tisch und war vorbildlich dokumentiert. Natürlich war es das, die machen da nicht so Murks, die machen überhaupt nix, ohne vorher wirklich gründlich drüber nachzudenken was zu tun ist und wie man es am allerallerallersinnvollsten angeht. Auf die Zunge beißen musste ich, um nicht loszulachen, es stellte sich in den letzten Tagen immer mal wieder ein „Was mache ich hier überhaupt?“- Gefühl ein.

Trotzdem schlaucht natürlich das Inspizieren. Eine Woche. Uff. Als Herr Rabe mir schrieb, er säße mit seinen Kollegen in einer Bar und trinke Bier, ob ich nicht auch vorbei kommen wolle, sagte ich einfach ja, mein Kopf war eh Pudding.

Dann nach Hause, noch was richtiges kochen, hahaha, es wurde Tiefkühlpizza, weil aus Gründen halt. Beim Essen machten die Kinder Fotos von allem, woher sie das nur haben.

Smiiiiil, Mama!

Smiiiiil, Papa!

Smiiiiil, Apfel, Smiiiiil, Glas!

Tag 1306 – Vierunddreißig.

Neulich bingten [guckten sehr schnell hintereinander weg alle verfügbaren Folgen] Herr Rabe und ich die Serie „Russian Doll“ auf Netflix. Da gerät an ihrem 36. Geburtstag die Protagonistin Nadia in einen Zeitloop, sie stirbt an diesem Tag und fängt dann wieder auf der Party an. Immer wieder. Einmal sagt jemand: „Das ist ein besonderer Geburtstag für dich, jetzt bist du älter als deine Mutter jemals war!“

Mit 34 bin ich nun älter als mein Vater jemals wurde.

Damit zu etwas positivem: ich bin gar nicht tot es war ein sehr schöner, unspektakulärer und ruhiger Geburtstag. Ich habe viele Gratulationen bekommen und mich über jede einzelne sehr gefreut, ich würde von meiner Familie reich beschenkt und durfte ausschlafen. So darf das sein. Große Party dann mal wann anders.

Was für ein Geburtstagswetter!

Frühstück! Mit Geschenken!

Buchstabenkunst.

Ein Vulkan, der Herzwolken ausspuckt. Ach Michel, du kleiner Herzmensch du.

Herr Rabe hat gestern noch Tischdeko besorgt.

Spaziergang in der Sonne, mit Sonnenbrille und Sonnencreme und hach! (Pippi schlief im Wagen, leider nur kurz, sie war nämlich vorher und nachher ziemlich nölig.)

Kuchen. So lecker! Und die Schoko ist ganz knusprig!

Wir zocken Mario Cart. Genau genommen zocken die Kinder und ich muss immer übernehmen, wenn Sie sich hoffnungslos festgefahren haben. Ich leide ein wenig unter den unterirdischen Mario Cart-Skills meiner Nachkommen. Da geht noch was.

Nun gehe ich ins Bett, mit 34. Den Tag unspektakulär beenden.

Tag 1299 – Schnee…matsch.

Nach einer zu kurzen Nacht zu Neuschnee aufgewacht. Und zu Waffeln und gekochten Eiern und Kaffee. Wir müssen Little B. samt Midimonsieur und RB wohl leider hier behalten, die sind nämlich allesamt super Baristas. Jedenfalls, der neue Schnee musste genutzt werden, auch bei 2 Grad Plus. Michel hatte keine Lust und blieb mit Herrn Rabe zu Hause, während die restlichen fünf auf der Suche nach einem anständigen Rodelhügel bis zur Schule liefen und, naja, scheiterten wäre zu viel, aber so richtig geglückt ist es uns auch nicht. Es war aber zu goldig, wie der Midimonsieur Pippi auf dem Schlitten zog und beide im Garten von Leuten* jauchzend im nassen Schnee rodelten.

Auf dem Schulhof wurden dann noch diverse „Enten“ gebaut.

Ich hab’s auch nicht gleich erkannt. Eigentlich gar nicht.

Gesammelte Werke.

Schneerabe.

Leider war es nach zwei Stunden wirklich sehr matschig und nicht mehr schön, weder zu rodeln noch zu ziehen, noch um was draus zu bauen oder auch nur draußen zu sein. Also gingen wir zurück. Wo Pippi an Little B. gekuschelt auf dem Sofa einschlief und die Jungs sich am Tablet gaga spielten, beides ohne Bilder. Abends gab es noch mal leckeres Essen und überdrehte Kinder allerorten, die aber immerhin nun zu zwei Dritteln schlafen.

Update: alle schlafen. Hurra.

Ein sehr schöner Tag. Morgen fährt der Besuch schon wieder nach Hause, das prangere ich an, das geht so nicht. Meh.

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Recap gestern: wir haben den Zug nach Oslo genommen. Netterweise waren Schienenarbeiten und der Zug nahm den „langen“ Weg nach Oslo, so waren wir 50 statt 35 Minuten unterwegs. Gnah, aber halt nicht zu ändern. Nach kurzer Diesigkeit kam in Oslo die Sonne raus und dann spazierten wir erst vom Schloss zum Theater zum Stortinget zum Bahnhof zur Oper, dann auf der Oper herum, wo Pippi keinen Bock drauf hatte und Herr Rabe mit ihr den Bock unten aussaß, dann fuhren wir noch zum Vigelandsparken und spazierten da herum und ich war wirklich beeindruckt von den Skulpturen dort, so schöne Motive und sehr lebendig dargestellt, aber nicht übermäßig detailreich. Einfach schön, fand ich. Bis zum Tor zum Monolithen, das eine ziemliche ’36-Olympia-Ästhetik hatte, und nach Googlen stellte sich auch heraus, dass Vigeland nicht nur permanent neue Affären und Beziehungen zu 17-Jährigen Frauen hatte, nein, er fand die Nazis auch eigentlich ganz dufte. Daran am blödesten fand ich eigentlich, dass letzteres weder der deutsche noch der norwegische Wikipediaartikel erwähnenswert fanden, lediglich der englische. Auseinandersetzung mit Geschichte und Einordnung von Kunst in historischen Kontext sieht anders aus. Die Skulpturen finde ich trotzdem schön, vor allem die, die nicht nur stramme junge Männer abbilden.

Danach waren die Kinder platt, verständlich, ich eigentlich auch, aber zu Hause wollte gekocht werden und dann die Kinder ins Bett gesteckt und dann stand der Erwachsenen-Spaß-Teil des Tages an, nämlich ein privates Gin-Tasting von meinem ganz frisch auserkorenen Lieblings-Schnaps-Händler. Wenn Sie mal nach Offenbach kommen und eine gute Spirituose von jemandem mit Ahnung erwerben möchten, dann hätte ich da einen heißen Tipp. Jedenfalls, zurück zum Gin-Tasting. Ich dachte ja, bis ich bei Little B. war, ich möge gar keinen Gin. Es stellte sich da schon raus, dass das nicht ganz stimmte. Seit gestern weiß ich: ich mag nicht jeden Gin gleich gern, und vor allem mag ich wirklich überhaupt gar kein Tonic Water. Auch nicht 1:1 mit einem wirklich leckeren Gin gemischt. Ich wäre, wenn die Legende stimmt, die englischen Soldaten in Indien hätten damals Gin ins Tonic gekippt, was sie als Malariaprophylaxe nehmen sollten, weil das Tonic sonst nicht trinkbar war, halt leider an Malaria gestorben.

Ich lernte jedenfalls echt viel über Gin und auch meinen eigenen Geschmack noch mal besser kennen. Mein Favorit aus dem Bild war übrigens der Gin Ger (halt schon speziell), danach der h2b, der sich in der schwarzen Flasche mit dem blauen Deckel verbirgt, den es bisher nur in der Bretagne und auch nur in großen Flaschen gibt und der deshalb getarnt ist. Wie bei Whiskey weiß ich jetzt auch, dass ein leckerer Gin durchaus gut bei Raumtemperatur ohne alles trinkbar ist und ich habe auch festgestellt, dass ich nach fünfeinhalb (Einhalb wegen des abgebrochenen Tonic-Water-Misch-Versuchs) plus einem für den Genuss Probiergins ordentlich beduselt bin und am nächsten Morgen super früh nicht mehr schlafen kann, aber immerhin keine Kopfschmerzen kriege. Es war jedenfalls insgesamt ein wunderbarer Tag und Abend und ich danke dem RB und Little B. für alles und überhaupt hach, viel Liebe, ich habe sehr gerne Besuch.

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*Wissen wir nur, weil der Gartenbesitzer zufällig vorbei kam. War auch kein Problem, sie wollen nur nicht 10 rodelnde Kinder im Garten. Und naja, ist halt auch doof irgendwie, schon generell, nen steilen Hang als Garten zu haben und dann ist es noch der einzige rodelbare Hügel der Neubausiedlung…

Tag 1297 – Volles Haus.

Schon wieder Besuch! Wir vermissen Familie Wunnibar noch und denken bei jedem Blick auf Rauchmelder an K1 und bei unserer Treppe an K2, da kam heute schon Little B. samt Midimonsieur und Freund an. Allerdings nach (auf deren Seite) echt wenig Schlaf, weshalb wir jetzt „schon“ in den Federn liegen. Mir kommt das entgegen, ich bin überaus platt, Herr Rabe auch, allen dürfte eine Mütze Schlaf mehr heute Nacht gut tun. Schön war, dass sich Michel, den wir besser auf Besuch vorbereitet hatten als beim letzten Mal, gar nicht in einen Dinosaurier verwandeln musste, sondern ganz einfach direkt mit dem Midimonsieur spielte. Süß die zwei. Und ich freue mich schon super auf neunjährige Kinder, die scheinen mir recht umgänglich zu sein (N=1).

Tag 1291 – Kluk!

Im nächsten Leben gehe ich früh ins Bett, aber morgen stehe ich um 06:15 auf, juchheißa. Das war komplett selbst verschuldet durch verquatscht III. Was soll man auch machen, wenn man so netten Besuch hat?

Das war ein echt tolles Wochenende, ich mag das Internet, wenn es mir so tolle Menschen anspült. So viele interessante Gespräche hab ich seit langem nicht mehr in so kurzer Zeit geführt und die Kinder der Familie Wunnibar sind einfach zum Fressen goldig. Alle beide.

Morgen gehe ich um neun ins Bett (hahaha), aber vielleicht schaffe ich’s vorher noch über den Anleitungstag zu schreiben und über unseren Besuch im Kinderkunstmuseum. Bis dahin muss diese kleine Impression reichen:

Tag 1289 – Verquatscht.

Also, die Frau Wunnibar, die hat schon eine sehr tolle Familie, mit sehr sehr putzigen Kindern! Eins schläft total entspannt in Pippis Bett, während Pippi und Michel auf der Matratze auf dem Boden schlafen, das andere – das finde ich noch viel faszinierender – schläft seit neun Uhr mit nur einem Maunzer zwischendurch alleine im Gästebett. Überhaupt ein entspanntes Baby, fröhlich, neugierig und willensstark, aber dabei nicht so diffus, wie Babies ja durchaus auch oft sind. Es mag Stromkabel, das ist natürlich eine kleine Herausforderung, bei uns ist ja nichts mehr entsprechend gesichert. Aber drei Erwachsene werden schon für drei Tage aufpassen können, dass ein Baby keine Kabel ankaut. (Full disclosure: Babies sind toll, ich liebe Babies, es war auch toll, selbst welche zu haben, aber noch viel toller als das alles ist es, dass sie jetzt keine Babies mehr sind!) Die großen Kinder haben schon zusammen Laden gespielt und ein bisschen Mist gemacht, nämlich heimlich das iPad, das zur Bedienung des Lego-Roboters mit ins Kinderzimmer gewandert war, zum Mausclips gucken benutzt. Läuft also. Ich hab eine total positive Geschichte über Kindersklaven als Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen und gucke das nächste Mal genauer worum es geht, bevor ich lese. Aber alle Kinder schlafen und wir Erwachsenen haben uns im Anschluss bei Wasser und Schokolade ordentlich verquatscht. Wenn morgen wirklich um fünf Kinder wach sind, wird das ein langer Tag.

Tag 1278 – 4.29.

Heute gelernt: einen 4.29 kann man immer machen, wenn einem sonst nix einfällt.

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Michel erzählte heute morgen, seine Klassenkameradin, nennen wir sie mal frei erfunden Lise, könne Spagat. In jede Richtung. Erwachsene können nicht so gut Spagat, weil die Beine länger sind und dann ist der Abstand so groß. Er kann auch keinen Spagat. (Ich fügte an dieser Stelle an, dass ich auch mal Spagat konnte, auch als ich schon erwachsen war und er das auch nur üben müsste, dann könne er das auch irgendwann.) Aber die Lise, die kann das, die geht nämlich zum Turnen.

Und beim Turnen, ne Mama, da nimmt man auch ab.

Der Satz hat mich wütend und traurig und alles gleichzeitig gemacht und ich habe Michel dazu erst mal ein paar Takte gesagt, nämlich

  • Dass man Sport nicht macht um abzunehmen, sondern zu allererst mal weil’s Spaß macht und dann vielleicht irgendwann weil man davon fitter wird
  • Dicke Leute können viel Sport machen und sehr fit sein und sich pudelwohl fühlen
  • Schlanke Leute machen umgekehrt auch nicht alle Sport und sind vielleicht ganz und gar nicht fit oder gesund
  • Und überhaupt und ganz wichtig: SECHSJÄHRIGE SOLLTEN SICH ÜBERHAUPT NOCH KEINEN KOPF UMS ABNEHMEN MACHEN
  • Herrschaftszeiten. Das wird ein schöner nächster Elternabend. Da freue ich mich jetzt genauso drauf, wie auf den im Kindergarten, wo ich mal anmerken werde, dass Leuten, die beim Abliefern und Abholen vorm Kindergarten das Auto einfach laufen lassen, offenbar an der Zukunft ihrer Kinder nicht so viel gelegen ist, jedenfalls an keiner auf einem Planeten mit halbwegs in-Ordnung-em Klima.
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  • Heute zum ersten Mal im nicht-mehr-ganz-Dunkeln das Haus verlassen, um 07:03 wurde der Himmel im Osten schon blau. Auch im noch-nicht-ganz-Dunkeln nach Hause gekommen. Wäre nicht der Zug hoffnungslos verspätet gewesen (ich habe von Schreibtisch zu Couch 1 Stunde 50 Minuten gebraucht), wäre es noch heller gewesen und das tut dem Gemüt außerordentlich gut sage ich Ihnen. Das schafft keine Vitamin-D-Tablette, was länger werdende Tage mit mir machen. Noch 5 Wochen ca. und dann ist es endlich wieder länger hell als dunkel (und ja, der Tag der Tag-und-Nacht-Gleiche ist überall gleich, dieses Jahr am 20. März). Hach!
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  • Das mit dem total verspäteten Zug war aber doof, denn ich musste erst sehr lange warten, dann fuhr der Zug auf einem anderen Gleis, was ich aber erst raffte, als er auf dem anderen Gleis einfuhr und dann musste ich sehr schnell sprinten (was ich hasse und normalerweise tue ich mir würdeloses Rennen zum ÖPNV nicht an, aber ich hatte ja schon ewig gewartet) und dann war natürlich in Eidsvoll auch kein Bus zu kriegen und ich musste vom Bahnhof aus nach Hause laufen. Letzteres war noch am wenigsten schlimm, dachte ich erst, aber mein Uterus meinte dann ab der Hälfte des Wegs, er hätte nun genug und krampfte sich um die Spirale und das war dann sehr unangenehm. Zu Hause plumpste ich auch nur noch aufs Sofa und schlief recht bald bei Mickey Mouse ein.

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    Pippi kuschelte sich beim Fernsehen an mich und als ich wieder wach wurde konstatierte, ich sei sehr weich und würde gut riechen. Das ist doch mal ein schönes Kompliment.

    Tag 1261 – Nicht viel Neues.

    Die Inspektion wurde heute abgeschlossen. Es lief wie ich erwartet hatte. Der Hersteller hatte heute früh noch ein paar Knochen von gestern poliert und heute vormittag ging es so weiter. Mir wurde sehr geduldig der nicht ganz unkomplizierte Batch Release Prozess erklärt, ganz ohne dass ich das Gefühl hatte, die halten mich für doof. Natürlich bin ich noch nicht so weit, wie meine Kollegin mit der dienstältesten QP über „Ne, haha, DAS muss ja nicht von einer QP gemacht werden, DAS kann ja auch QC!“ zu witzeln, aber ich lerne ja noch. Das wird schon noch. Dann muss ich nur noch drauf bauen, dass mich die zu 95% deutlich älteren Menschen allein wegen meiner Funktion ernst nehmen, das wird spannend, wenn ich dann nicht mehr nur „Observatør“ bin. Aber das dann zu seiner Zeit. Ich fand es lief so fürs erste Mal überraschend gut, mal schauen, was die nächsten so bringen.

    Weil die aber da immer so fleißig ihre Knochen poliert haben, fiel das Abschlussgespräch sehr kurz und friedlich aus, wir haben unsere wenigen Fleischfitzel präsentiert, über die gab es auch keine Diskussion. Ausdrucken, unterschreiben, bis in drei Jahren das Labor erweitert ist dann, hyggelig å hilse. Alle fuhren zufrieden auf ihre Hütten, ich fuhr in die Hauptstadt, kaufte Tofu, gepresste Kokosfaser fürs Terrarium und Wein für morgen abend*, traf Herrn Rabe und Pippi, die kleine Rotznase und dann fuhren wir zurück aufs Dorf und lösten den Babysitter, der Michel abgeholt hatte, ab.

    Fernsehabend mit Star Trek: Discovery, ach, die erste Folge der 2. Staffel fand ich noch sehr gut, die 2. jetzt… eher Mittel. Sehr oldschool Star Trek, eine (wie es scheint) abgeschlossene Geschichte in einer Folge bin ich gar nicht mehr gewohnt. Mhmhmh.

    Jetzt platt. Ich gehe mal lieber ins Bett. Und träume von Validierungsdokumentation, erklärt auf norwegisch, in Dialekt.

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    *Ich hab die Nachbarinnen eingeladen. Und dann panikartig Weingläser gekauft. Wünschen Sie mir Glück und ein paar Social Skills.