Tag 1752 – Ich möchte nicht.

Der Tag war eigentlich sehr gut, ich habe viel im Garten gebuddelt, dann jedoch entdeckte Herr Rabe, dass die Kinder* sich sehr schön selbst beschäftigt hatten – mit Slime und dann wusch ich ziemlich viel Slime mit Essig und Spüli aus diversen Bettbezügen, -laken und Kuscheltieren, während Pippi einen epischen Kreischheulwutanfall** neben meinem Ohr abfeuerte, weil sie bei der Beseitigung des Chaos helfen sollte. Das hat alle Energie für den Rest der Woche des Tages aus mir rausgelaufen und ich mag nicht mal mehr bloggen, ich will nur ins Bett und meinem Leben vor den Kindern hinterherheulen.

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*Pippi und die Nachbarsmädchen

**inklusive wegrennen und den Nachbarsmädchen schluchzend erzählen, Mama und Papa hätten sie nicht mehr lieb*** und ließen sie nicht aufs Klo gehen****

***auch dieses Mal haben wir das hinterher wieder geklärt

****sie wollte unten aufs Klo, aber da war ich mit den Bettdecken beschäftigt und sagte, sie solle oben gehen, weil ich nicht obendrein auch noch angeschrien werden will, während ich ihren Scheiß beseitige, aber Pippi wollte nicht oben gehen sondern unten. Die Klos sind identisch.

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Tag 1750 – Schnell Bloggen.

Mein Akku ist gleich leer, deshalb Stichpunkte:

  • Arbeit heute viele Meetings aber immerhin produktiv. Eine meiner Arsch-vom-Dienst-Aufgaben ist bald wohl endlich beendet.
  • Pünktlich um drei den Stift fallen gelassen und dank der zwei Stunden gestern Abend trotzdem eine Überstunde aufgeschrieben. Bin bald am Ziel für 5 Wochen Sommerferien.
  • Pippi ging nach dem Kindergarten mit zu einem Kindergartenfreund (I.), was spontan entschieden wurde. Ich rief also den Kindergarten an und erklärte kurz den Betreuer, dass Pippi heute mit I. mit geht und dann telefonierte ich mit Pippi und erklärte ihr dasselbe und das war sehr niedlich. Wie so kleine Kinder halt telefonieren und was sie einer dann dringend alles noch sagen müssen („Mama? Ich spiele mit Barbies!“).
  • Während Michel bei der Kulturschule war, konnte ich ganz in Ruhe einkaufen, das war echt schön. Es gab auch reduzierten Ostersüßkram – weil das Kaninchen Urlaub hat.
  • Nachdem ich Michel wieder eingesammelt hatte und bevor ich Pippi abholte, haben wir Muffin verärgert die Krallen geschnitten und ihn ein bisschen mehr an uns gewöhnt. Er saß auch kurz auf Michels Schoß und das machte Michel sehr froh. Hach, hach. Die Haut sieht noch schlimm aus, aber ich bilde mir ein, dass das Fell schon nicht mehr ganz so stumpf ist und insgesamt kratzt sich Muffin auch weniger.
  • Nach dem fiesen Rausnehmen und beschauen lassen gab es ein paar Troststängel Oregano. Der, und der Estragon, werden uns dieses Jahr möglicherweise über den Kopf wachsen, insofern ist das schon sehr gut, dass Muffin das so gern frisst. Seit ich ihn heute etwas länger auf dem Schoß hatte, weiß ich auch, dass er unter dem ganzen Fell ziemlich dünn ist, insofern: immer mal rein mit dem Futter.
  • Ich werde zunehmend wütend auf Muffins ehemalige Besitzer. Das arme Tier.
Schnurpsknurpszrrrkps…
  • Am Abend habe ich dann noch die Klo-Ecken gesäubert und direkt mal Einstreu nachbestellt. Eieiei, da geht ja ganz schön was durch.
  • Auch am Abend musste ich noch ein Mal los und eine neue Backofenlampe kaufen. Ich oute mich mal: dieses Reinstecken von Halogenlampen in diese Keramik(?)Fassungen, dieses knirschende Gefühl, finde ich absolut furchtbar. Ab-so-lut. Schon der Gedanke daran macht mir grade wieder Gänsehaut.
  • Jetzt husch, husch ins Bett. Es wird Zeit. (Ich wollte heute früh ins Bett, hat super geklappt ganz offenbar.)

Tag 1749 – Prokrastinations-Folgen.

Hättehätte Fahrradkette aber es wäre echt gut gewesen, hätte ich mir meine Arbeit in den letzten Wochen sinnvoller eingeteilt. So war irgendwie Murks, ich hab nämlich nicht alles geschafft, weil dann, wie immer, noch dringende Dinge rein kamen, die sofort bearbeitet werden wollten und die alten (und langweiligen) Leichen wurden noch weiter rausgeschoben und, ach, ach. Heute habe ich dann einen Mammut-Arbeitstag gehabt, unschön, aber jetzt bin ich immerhin zu 80% fertig, eine Aufgabe ist hinten runter gefallen, eine ist halt jetzt eher noch so Dreiviertel fertig und ein viertel schön, aber immerhin.

Jetzt aber fix ins Bett, in 9 Stunden ist schon wieder ein Meeting (das ich leiten muss, seufzi).

Tag 1748 – Für die Tonne.

Da heute keine Müllabfuhr kam, kommt sie wohl morgen.

Morgen kommt auch eine Warmkompost-Tonne.

Ansonsten war der Tag reichlich bescheiden, bis abends Twitterkneipe war, das war sehr schön (wie immer). Das klingt albern, aber das ist schon ein Teil meiner neuen Normalität geworden und ich hoffe, dass sich etwas davon wirklich nach der Pandemie bewahren lässt. Ich mag die alle da sehr gern.

Jetzt Familienbett, Pippi ist seit einer Dreiviertel Stunde wach, kann nicht wieder einschlafen und liegt jetzt bei uns im Bett. Pippi ist ja gar kein Baby mehr, fällt mir dabei auf, die ist ja gar nicht mehr winzig klein. Na sowas aber auch.

Tag 1740 – Anfängerin.

Manchmal könnte man meinen, ich kenne mich erst seit vorgestern. Heute wachte ich nämlich nach 7,5 Stunden laut Schlaftracking-App durchschnittlich schlechtem Schlaf auf und fühlte mich wie verkatert. Ich bin gestern aber gefahren und hatte dementsprechend ein halbes Glas Champagner um zwei Uhr nachmittags. Diagnose Sozialkater. Nach so vielen Wochen mit nur wenigem und kurzen Kontakten, den einzigen längeren immer nur mit der einen Familie, war das gestern wohl einfach zu viel, so schön es war. Die Freuden des introvertiert-Seins. Den ganzen Tag war ich heute hundemüde und konnte mich kaum auf meine Arbeit konzentrieren. Gegen fünf konnte ich die Augen gar nicht mehr offen halten und legte mich „kurz“ hin um eineinhalb Stunden zu schlafen. Eieieiei.

Immerhin ging es danach etwas besser und ich konnte noch etwas arbeiten.

Ich wünsche mir sehr ein kleines Abstands-Sommergrillen mit den Kolleginnen und Kollegen, aber ich muss wohl dafür sorgen, dass wir das an einem Freitag machen oder mir den nächsten Tag frei nehmen. Wir erinnern uns ja alle noch an letztes Jahr, als ich es kaum nach Hause schaffte, so ausgepumpt war ich plötzlich. Nach all dem Corontäne-Tralala und dem gestrigen Tag schwant mir da übles.

(Jaja, erstmal muss ich es eh anleiern und dann wird es vielleicht auch heißen uiuiui können wir das nicht lieber online machen. Aber ich, Ähm, hust hust, vermisse die alle so. Wir könnten uns auf der Dachterrasse vom Werk treffen, da ist viel Platz und man ist draußen. Falls unsere Chefin nicht 15 Mann bei sich zu Besuch haben will (was ich sehr gut verstehen könnte, auch wenn man jetzt theoretisch wieder darf).)

Tag 1738 – Allem müde.

Es ist schwierig. Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu Social Media, das ist ja nichts Neues, das habe ich ja schon eine ganze Weile. Im Moment – also während der Covid19-Pandemie – ist es aber noch schlimmer als sonst. Ich vermute (da ich mich ja doch inzwischen auch ganz gut kenne), es ist einfach die Diskrepanz zwischen dem, was hier in Norwegen passiert, dem was norwegische Politiker*Innen entscheiden, den Argumenten, die sie liefern, und den Informationen die man über norwegische Medien kriegt, zu dem, was ich über Twitter, Radio und ein paar online-Newsseiten aus Deutschland mitbekomme. Mein Hirn schafft den Spagat nicht zwischen den Infektionszahlen hier, die niedrig und stetig fallend sind, trotz Öffnungen, die vor allem Familien mit kleineren Kindern entlastet haben, und den Aussagen aus Deutschland „die Datenlage ist zu dünn“. Ich komme da nicht hinterher und da hilft alles Blocken und Muten nichts, ich dürfte einfach nicht mehr hin, in dieses Twitter, dann könnte ich den täglichen Hirnspagat vielleicht vermeiden.

Wir sammeln Daten, und niemanden interessiert’s. Dänemark, Island, Norwegen, Schweden, alle melden „keine Ausbrüche in Kitas!“ und dass das an insgesamt niedrigen Infektionszahlen liegt kann man ja zumindest von Schweden nicht behaupten. Studien aus Frankreich, aus Australien, aus China sagen: Kinder stecken nur sehr selten überhaupt irgendwen an.

Und Deutschland so: die Datenlage ist zu dünn.

Sobald ich mich zu einer Diskussion hinreißen lasse, rege ich mich auf und verbringe viel zu viel Zeit damit und am Ende ist der Tag für schlechte Laune draufgegangen because someone was wrong on the internet.

Das ist doch kacke.

Hier, ein ernüchternder Text über unter anderem Großraumbüros.

Wohl mal wieder Zeit für eine Pause vom Internet. Gut, dass morgen Nationalfeiertag ist. Mit Abstand.

Tag 1737 – Arbeit, Arbeit, und die Freuden des Homeoffice.

Den Großteil des Tages habe ich mit Arbeit zugebracht, da eskaliert eine Sache weiter fröhlich vor sich hin und ich werde langsam ungeduldig und hoffe, man liest das nicht aus meinen Mails raus. Eine Unterbrechung bei all der Ärgerlichkeit gab es aber, nämlich ein Teammeeting und das per Skype, was eh dauernd schlechten Sound hat, wenn man gleichzeitig die eigene Kamera an hat. Die Chefin präsentierte und, naja, das ist vielleicht der größte Vorteil an diesen online-Meetings: man kann nebenher Sachen machen. Zum Beispiel emails schreiben (erfreulichere als zur Eskalationssache) und, naja, auch Fingernägel lackieren geht gut.

Außerdem ist im Homeoffice der Kaffee sehr viel besser als im Büro.

Ansonsten wäre aber socializing inzwischen mal wieder ne schöne Sache. Also so in echt mit den Kolleginnen und Kollegen. Mal gucken, wann wir das wieder dürfen. Wer hätte gedacht, dass mir das mal fehlt?

Abends fern-socializing in zwei Konstellationen, das ist so viel wert in dieser nach wie vor seltsamen Zeit.

Tag 1736 – A List.

Ich denke, Tesla Signature Red entspricht ziemlich genau Essie A List. Ich werde das morgen mal verifizieren.

Meine Fingernägel vertragen echt keinen Lack. Sie nehmen mir immer noch übel, dass ich sie zu Weihnachten drei mal hintereinander lackiert habe. Wie konnte ich es wagen. Ich würde ja gerne voll cool sagen, dass mir das egal ist, ist es aber nicht. Ich möchte auch ohne Lack Fingernägel haben, die halbwegs vorzeigbar sind. Und wirklich immerimmerimmer lackiert haben (weil die Nägel eben nackt nicht mehr ansehnlich sind) will ich auch nicht. Seufz.

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17. Mai-Planung verläuft schleppend. Seufz.

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Ich bin tierisch müde, weil ich bis vor einer halben Stunde gearbeitet habe. Jetzt bin ich nach der gestrigen Eskapade wieder einigermaßen im Soll. Aus Gründen habe ich aber die zuletzt verfassten Mails alle noch nicht abgeschickt, nicht dass ich morgen früh ausgeruht da drauf gucke und mich in Grund und Boden schäme. Seufz.

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Es ist noch gar nicht richtig dunkel. Es sind ja aber auch nur noch 5 Wochen bis Sommersonnenwende. Wenn es jetzt noch wieder wärmer würde, wäre alles super. (Die Eisheiligen sollen weggehen!)

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Ich habe die Kinder ins Bett gebracht und das ist grade so eine Sache: währenddessen ist es super nervig, Pippi steht gerne noch mal auf wegen HungerDurstKuscheltierfehlt und hampelt eh rum, Michel beschwert sich darüber und Friede Freude Eierkuchen ist anders. Aber wenn sie dann schläft und schnarcht und Michel schläft und schnauft und beide zucken beim Einschlafen genau wie ihr Vater, hach, dann geht mein Herz immer ganz weit auf und meine Augen werden ganz schwer.

Tag 1721 – Langweilig.

Wenn ich ja Langeweile genießen könnte, ne? Heute hatte ich 1,5 langweilige Meetings und dazwischen viel langweilige Doofaufgabe, die ich rausschiebe, bis der Zeitdruck die Motivationslosigkeit überwiegt.

Man könnte auch mal wieder Sport machen, hahahahaha.

Morgen. Morgen muss die langweilige Doofaufgabe fertig werden, möglichst bis mittags.

Pippi wollte ich heute morgen verkaufen, Michel heute Nachmittag. Pippi wegen Starrsinn, Michel wegen Hangryness. Pippi hat das von ihrem Vater geerbt, ganz sicher.

Wegen Yoshi zu spät ins Bett. Andererseits – who cares ob ich um acht oder um neun vorm Rechner sitze? Spoiler: Es wird eh neun, es muss ja noch wer die Kinder wegbringen.

Irgendwie war diese Woche bisher keine gute Absprachenwoche. Vielleicht kriegen wir das ja nächste Woche besser hin, ich hoffe es jedenfalls. Vielleicht bin ich auch erst mal zuständig, damit Herr Rabe in seinen neuen Job reinkommen kann. Wohl von zu Hause aus. Es sind verrückte Zeiten.