Tag 1589 – Endlich Urlaub.

Heute noch einen langen Arbeitstag mit einer sehr merkwürdigen Weihnachtsfeier (es gab Salat! Ich meine – Salat! So weihnachtlich.) hinter mich gebracht, und nun ist Urlaub. Zweieinhalb Wochen. Computer ist im Werk geblieben, ich bin sehr stolz auf mich. Arbeitsplatz ist ja eh immer aufgeräumt und dass nicht nur weil der Direktor vom Werk das mit dem Free seating durch die Hintertür einführen will ausprobiert.

Ich bin urlaubsreif hoch drei aber habe erstaunlich gut durchgehalten, finde ich.

Und jetzt Bett, Schlaf nach- und vorholen.

Tag 1584 – Keine Bilder.

Ich hab vergessen, dass der 12. ist und man ja 12 Bilder hätte machen können. Tjanun.

Heute so müde wie gestern. Hoffentlich kommt mein Körper bald mit dem neuen Medikament besser zurecht, sonst muss ich wohl wechseln. Heute Mittag bin ich spontan schon um eins in den Fitnessraum gegangen, statt wie geplant nach der Arbeit, weil ich mich nicht konzentrieren konnte. Aber das kann ich ja nun nicht jeden Tag machen. Jeden Tag um halb sieben auf dem Sofa einschlafen ist auch keine Lösung.

Hoffentlich schlafen heute wenigstens die Kinder durch.

Hoffentlich hilft das Medikament wenigstens.

Tag 1583 – Nachti.

Die letzte Nacht war zu kurz und zu scheiße oder vielleicht ist es ne Nebenwirkung von einem neuen Medikament, jedenfalls war ich heute den ganzen Tag zu nichts zu gebrauchen, bin bei Michel eingeschlafen und würde jetzt gerne einfach weiterschlafen, allerdings ist mir jetzt zu warm, Michel hustet und ist wach geworden, als ich aufstand, jetzt nölt er und ich sehe schon eine neue Scheiß-Nacht auf mich zukommen.

Mal schauen wie lange das noch so weitergeht ohne dass ich den Verstand verliere.

Tag 1574 – Vom Versuch, bettschwer zu werden.

Ich liege im Bett und denke, ich schaffe es nicht mehr, heute noch meine zwei Mäntel, von denen wir Sonntag endlich Bilder gemacht haben, zu zeigen. Weil das etwas mehr Mühe erfordert als hier einfach was hinzutippern. Andererseits bin ich gar nicht müde. Ich war müde, dann ging ich duschen um danach ins Bett zu gehen und jetzt bin ich nicht mehr müde. Aber das mit den Mänteln ist mir trotzdem zu riskant.

Ich liege also im Bett und trinke Kakao. Bestimmt muss ich wieder nachts aufs Klo, ich habe mir über den Abend verteilt nämlich noch eine Kanne Tee reingeschraubt. Ich scheine diese seltsame Erkältung zu haben, die zur Zeit umgeht, bei der man sich zwei Wochen lang täglich fühlt wie „wenn das nur noch nen Tucken schlimmer wird, bleibe ich morgen echt zu Hause“ aber am nächsten Tag geht’s einem halt wie immer nur halbschlecht. Bei mir kommen dann nachmittags Gliederschmerzen dazu. Nur müde bin ich nur wie üblich, also morgens, aber abends nicht. Möge der Kakao es richten.

Früher™️ trank ich gerne Kakao mit Amaretto. Der besorgt immerhin die Bettschwere zuverlässig. Ich mag auch Amaretto, aber ich liebe ja auch Marzipan. Vielleicht bin ich morgen nett und bringe meinen Kollegen Marzipankartoffeln zum probieren mit. Aber wahrscheinlich gibt’s nur Halsbonbons, wegen der halben Erkältung. Vom Amaretto bin ich aus Kosten- und Alkoholismusgründen weg. Sie können sich nicht vorstellen, wie viel Angst ich habe, von was abhängig zu werden.

Aus diesem Grund scheue ich mich auch nach wie vor, Schlaftabletten zu nehmen. Nur im äußersten Nervositätsnotfall nehme ich die und obwohl der Arzt gesagt hat, bis zu ner Woche kann man die ruhig nehmen, mache ich nach spätestens zwei Tagen Pause. Und weil ich ja immer erst so spät im Bett bin und früh raus muss und man aber laut Packungsbeilage nach Einnahme 6-7 Stunden für Schlaf einplanen sollte, lohnt das oft dann auch eh nicht mehr. Nur schlafen kann ich vom Nicht-Nehmen halt dann trotzdem nicht.

In der Zeit die das Getippe hier gekostet hat, hätte ich auch was zu den Mänteln schreiben können, oder irgendwas hübsches zuschneiden. Aber dafür merke ich, dass die Lider schwerer und das Blinzeln häufiger wird.

Und morgen schreibe ich über die Mäntel. Am besten gleich morgens aus dem Zug.

Tag 1565 – Kacktag.

Den ganzen Tag in einer Spirale aus unzufrieden und kaputt und nichts gebacken kriegen und dann noch unzufriedener sein gesteckt.

Beste Leistung des Tages: mit Michel ein echt dämliches Brettspiel gespielt. Mich geärgert, dass in diesem Spiel – das sehr (SEHR!) amerikanisch ist, sowohl Deutschland als auch Japan als dunkel und bedrohlich (und Deutschland auch noch in so ner Schriftart, die es mir kalt den Rücken runter laufen lässt) dargestellt sind. Kotzi, Amis, ehrlich mal. In einem Kinderspiel.

Völlig unrelated zu dem Spiel mit Michel über den Holocaust gesprochen. Und über Fremdenhass heute. Ich hoffe, Michel hat was mitgenommen aus dem Gespräch. Wir hatten ja schon mal ein Gespräch über die Mauer, in dem ich sehr eindringlich wurde, weil ich es nicht ertrage, wenn er so Sachen sagt wie „dann hätte ich die gehauen! Oder denen einen Witz erzählt und wenn die lachen, dann wär ich weggelaufen! Oder ich hätte mich verkleidet wie die!“ und ich hoffe jetzt, er kriegt keine Albträume von „…dann hätten die dich erschossen.“

Ich glaube, Michel möchte nicht mehr alleine mit mir zu Hause bleiben. Mama sagt dauernd gruselige Sachen.

Tag 1563 – Einer dieser Tage …

… an denen ich abends nachgucken muss, welche Zahl wohl dran ist, weil mein Hirn nicht mehr will, auch keine einfachen Sachen wie zählen.

Seit 21:45 Uhr bin ich wieder zu Hause. Hier ist es ja doch am Schönsten. Auch wenn so ne Nacht allein in einem großen Hotelbett schon auch was für sich hat. Ab und an.

Mein Ohr tut nicht mehr so doll weh. Ich vermute, es hat geholfen, dass ich es gestern Abend (ich konnte tagsüber schon nicht mehr lächeln, ohne dass es im Ohr zog) mit heißem Wasser gründlich ausgespült habe. Jedenfalls war es danach zwar warm aber schon viel besser. Und die Nacht auf dem weichen Hotelkissen hat ihr übriges getan. Puh.

Morgen wieder Physiotherapie. Passt mir eigentlich zeitlich gar nicht in den Kram aber was will man machen.

Jetzt Bett. In 6 Stunden und 9-36 Minuten klingelt der Schlafphasenwecker.

Tag 1551 – Schlaf.

Ich schlafe unter der Woche zu wenig, das ist nichts Neues, und am Wochenende tendenziell zu viel, das ist auch nichts Neues. Ich bin immer müde, immer immer immer. Wenn ich zu lange irgendwo sitze und nichts zu tun habe, bei dem man mindestens die Augen aufhalten muss (und manchmal sogar dann), schlafe ich ein. Abends die Kinder ins Bett bringen birgt immer das Risiko, dabei einzuschlafen, was weniger ein Problem wäre, wenn ich da dann einfach schlafen könnte. Aber ich bin ja vollständig bekleidet, meistens voll geschminkt und diese Betten sind auch nicht soooo breit, sodass es schnell unbequem wird und ich aufwache. Dann bin ich super grummelig, weil ich doch nur schlafen will. Spätestens nachdem ich mich abgeschminkt habe, bin ich aber knallwach und habe große Probleme, wieder einzuschlafen, deshalb halte ich mich bei dem verfluchten Einschlafbegleiten (noch mal: warum haben wir das überhaupt angefangen???) krampfhaft wach. Oft dauert das aber und die Augen sind so furchtbar schwer und ich will doch nur schlafen, nur 5 Minuten, ehrlich, dann stehe ich sofort auf.

Heute dauert es zum Beispiel. Michel kann nicht schlafen. Die Typos häufen sich. Ich sollte aufstehen. Dringend. Aber Michel schläft nicht.

Nur 5 Minuten.

Ehrlich.