Nach nervenaufreibendem Tag beim Fernsehen auf dem Sofa eingeschlafen. Es ist ein Trauerspiel mit mir hier.
Müde
Tag 1521 – Keine Form.
„Pippi hat keine Form!“ rief mir ein Kind entgegen, als ich, viel früher als sonst, nach einem dieser berühmten Anrufe, im Kindergarten war. Und tatsächlich – Pippi war nicht in Form. Zwar auch nicht richtig mega schlimm doll krank, aber müde und nölig und hatte auch etwas Temperatur. Auf dem Weg nach Hause meinte sie dann, sie wolle auf dem Sofa schlafen, „mit Maulio Pony“. So konnte ich immerhin fertig arbeiten aber eigentlich hatte ich mir den Nachmittag anders vorgestellt. Dass Herr Rabe dann auch noch viel später als gedacht (also wirklich viel später, so knapp drei Stunden später) nach Hause kam, ich keinen Sport geschafft habe, viel zu wenig schlafe und ein Loch in meiner Strumpfhose ist, brachte das Fass so weit zum Überlaufen, dass ich zwischenzeitlich beide Kinder aus der Küche werfen musste um mal kurz durchzuatmen* und mir einzureden, dass das mit dem Kuchen bestimmt noch hinhaut. Ist ja auch noch ewig hin bis zu Michels Geburtstag, quasi eine ganze Stunde. Kein Problem.
Ich könnte einfach vor Überforderung heulen, vor Schmerzen auch. Alles entgleitet mir. Ich hab auch keine Form, glaube ich.
*aus. Laut.
Tag 1513 – Ein gesunder Lachs ist ein glücklicher Lachs.
Ja, wir machen auch Veterinär.
Weil aber mein Job ja nicht zum Erzählen einlädt, hier zwei Bilder, eins versprochen, eins beim Mini-Sightseeing zwischen Inspektion und weiter arbeiten im Hotel aufgenommen. 

Zum Umfallen müde nun. Aber das ist auch in Ordnung so und darf so sein.
Tag 1504 – Grüße aus dem hohen Norden.
Absolut bescheiden geschlafen. Warum möchten Kinder immer ihre Beine auf eine*n drauflegen? 
Dafür hab ich mich heute wahrlich wacker geschlagen. Ich war fast pünktlich aus dem Haus und mit einem kleinen Rollkoffer-Hochhackige-Stiefeletten-Sprint habe ich noch den Bus erwischt. Der Zug von Lillehammer nach Oslo war 3 Minuten zu spät, den habe ich also auch noch bekommen. Dann stand ich überraschend lange am Bag-Drop-Off-Label-Print-Automaten, dann überraschend lange in der Sicherheitskontrollenschlange, dann überraschend lange in der Kaffeebarschlange und dann war das Gate in Terminal B und da muss man ein Stückchen weiter hinlaufen als zu A und als ich dann am Gate ankam, hatte das Boarding grad begonnen und meine Kollegin sah sich schon leicht hektisch nach mir um. Ich war aber weiterhin hundemüde tiefenentspannt und boardete so vor mich hin, als ich plötzlich einen Krümel im Mund hatte, der sich anfühlte wie ein Sandkorn und der eine Miniecke meines rechten oberen Schneidezahns war. Super. Aber nicht zu ändern. Ich inspizierte mit meiner Handykamera den Zahn auf weitere Schäden, fand aber keine und beschloss dann, dass es nicht so schlimm ist. Passiert.
Im Flugzeug dann auch entspannt und gegen die Müdigkeit zum Zeitvertreib die Präsentation so weit überarbeitet, dass jetzt alle Schriften einheitlich groß sind und Überschrift und Fußzeile immer an der selben Stelle. Eigentlich PowerPoint 101 aber die Präsentation ist ja quasi geerbt und vorher „natürlich gewachsen“, sprich, etwa 5 verschiedene Leute haben hier und da dran rumgepfuscht gearbeitet. Aber jetzt ist alles hübsch und wenn meine Kollegen lieb bitte sagen, leg ich meine Version sogar auf den Server, da bin ich ja nicht so.
Dann Inspektion. So ein schöner Dialekt hier. Love it. Ansonsten – neuer Hersteller, neue Seltsamkeiten. Love that one too.
Abends dann unverantwortlich viel Knoblauch gegessen, sorry Mitmenschen morgen. Aber lecker war’s und voll im Tagessatz. Hotel auch sehr schön, alles ganz neu, das ist schon cool, und ich hab mega viele und dicke Kissen, zu viele sogar, dass ich das noch mal sage. Dabei hab ich sogar meinen Teddy vergessen.
Leider Nacken-Schulterschmerzen aus der Hölle. Deshalb abends erst 35 Minuten bei kurz-vor-laufen-Geschwindigkeit (und mit mitgebrachten Sportschuhen) auf dem Laufband gegangen, dann noch 15 Minuten Krafttraining für Schultern, Arme und Bauch. Seither schmerzfrei, aber ich kann jetzt echt nicht täglich eine Stunde Sport einschieben damit mein Schmerzlevel unter Ich-beiß-gleich-wen kommt. Das kann’s echt alles nicht sein.
Aber echt ein guter Tag, so insgesamt. Trotz müde und aua.
Tag 1499 – Vielleicht morgen.
Morgen früh habe ich eigentlich gar nichts zu arbeiten im Zug, vielleicht schreibe ich da mal drüber dass sich hier alles grad deutlich entspannt, zwar ganz langsam, aber halt im Endergebnis übers letzte Jahr schon deutlich spürbar.
Und warum mache ich das nicht heute schon? Weil ich altersweise bin erfahrungsgemäß seit zwanzig Minuten schlafen müsste, um morgen gut aus dem Bett zu kommen.
Große (hier RIESIGE Luftkommata vorstellen) Kinder sind schon toll.
Tag 1496 – Nix zu sagen, nix zu erzählen.
Ich bin ein wenig schreibmüde. Der ganze Elan von vor vier, aber auch vor zwei Jahren noch ist weg. Alles kommt mir belanglos vor. Mich macht das traurig aber ich weiß auch nicht so ganz was ich dagegen machen könnte.
Tag 14,95€ – Wissen Sie was?
Ich mag nicht. Wir sind heute – statt ausschlafen – mit viel Mühe um halb neun aus dem Bett gekrochen (und bitte – kommen Sie mir nicht mit „Das ist doch ausschlafen!“. Das ist ja, wie vieles, sehr individuell. Mein Ausschlafen geht mindestens bis um zehn.), haben gefrühstückt und sind dann losgefahren, die Kinder abzuholen. Und dann gleich weiter, zum Kinder-Leichtathletik-Tag an der Schule ein bisschen den Fluss rauf. Das war ganz lustig, aber danach war weiter Action und ich bin nicht mehr 20 und geärgert hab ich mich dann auch noch gegen Abend darüber dass es schon wieder spät ist und dunkel und ich war den ganzen Tag bis auf Einkaufen (und das zählt nur halb) noch gar nicht alleine, jedenfalls ist meine Lust zu schreiben auf einem Ganztags-tief. Ich will eigentlich nur ins Bett und dann halt bis zehn schlafen.
Vielleicht mache ich das einfach.
Tag 1494 – Viel zu müde für alles.
Alles gut, nur Damenabend mit den Nachbarinnen und jetzt ist es halt schon nach eins, mimimi.
(Und Alkohol war auch involviert, da sollte ich auch nicht mehr große Reden schwingen.)
Tag 1493 – Überraschung.
12von12, Sie kennen das Spiel, kommt dann morgen. Nicht überraschend.
Viel zu spät im Bett. Nicht überraschend.
Herr Rabe ist immer noch unterwegs. Überraschend. (Ich hoffe er hat auf dem Schirm, wann der letzte Zug fährt.)

(Ich kann doch so schlecht schlafen, wenn ich weiß, dass er noch kommt. Weil es könnte ja auch ein Einbrecher sein, besser nicht allzu tief schlafen, vielleicht muss ich die Kinder spontan vor wilden Bären beschützen, die ins Haus einbrechen…! Jajaja, das ist total albern. Aber ich schlafe dann halt schlecht.)
Tag 1488 – Schläfriger Samstag.
Heute ausgeschlafen, sehr gründlich, das war schön. Dann den Tag irgendwie zum Großteil mit im Nachhinein nicht mehr nachzuvollziehenden Tätigkeiten verdödelt, Ernten, Einkaufen und nach 30 Minuten Autofahrt solche Schmerzen in der Schulter, dass auf dem Rückweg Herr Rabe fahren musste, ich motzend das Auto ausgeräumt habe (während der Rest der Familie herumstand), wütend Salbe auf die Schulter geschmiert habe und wütend ins Bett gegangen bin. Bei Michel entschuldigt, der irgendwann kam, weil ich ihn so angeranzt hatte (beide Kinder waren heute wieder im „ICH WILL JETZT SOFORT, MAMA, WIESO SPRINGST DU NICHT SOFORT???“-Modus und das kombiniert mit Schmerzen geht bei mir nicht so gut. Michel ist ein sehr empathischer kleiner Zwerg und lieg mir seine Eule, die Herr Rabe in der Mikrowelle warm machte. Michel kam dann mit der Eule, streichelte meine Schulter („tut das weh, wenn ich das anfasse?“) und sagte, er hoffe, dass es mir bald wieder gut ginge. Hach, hach, ich hab schon tolle Kinder.
Dann bin ich halt auf dem Wärmekissen eingeschlafen.
Hoffentlich hilft’s, gegen was auch immer.