Tag 1750 – Schnell Bloggen.

Mein Akku ist gleich leer, deshalb Stichpunkte:

  • Arbeit heute viele Meetings aber immerhin produktiv. Eine meiner Arsch-vom-Dienst-Aufgaben ist bald wohl endlich beendet.
  • Pünktlich um drei den Stift fallen gelassen und dank der zwei Stunden gestern Abend trotzdem eine Überstunde aufgeschrieben. Bin bald am Ziel für 5 Wochen Sommerferien.
  • Pippi ging nach dem Kindergarten mit zu einem Kindergartenfreund (I.), was spontan entschieden wurde. Ich rief also den Kindergarten an und erklärte kurz den Betreuer, dass Pippi heute mit I. mit geht und dann telefonierte ich mit Pippi und erklärte ihr dasselbe und das war sehr niedlich. Wie so kleine Kinder halt telefonieren und was sie einer dann dringend alles noch sagen müssen („Mama? Ich spiele mit Barbies!“).
  • Während Michel bei der Kulturschule war, konnte ich ganz in Ruhe einkaufen, das war echt schön. Es gab auch reduzierten Ostersüßkram – weil das Kaninchen Urlaub hat.
  • Nachdem ich Michel wieder eingesammelt hatte und bevor ich Pippi abholte, haben wir Muffin verärgert die Krallen geschnitten und ihn ein bisschen mehr an uns gewöhnt. Er saß auch kurz auf Michels Schoß und das machte Michel sehr froh. Hach, hach. Die Haut sieht noch schlimm aus, aber ich bilde mir ein, dass das Fell schon nicht mehr ganz so stumpf ist und insgesamt kratzt sich Muffin auch weniger.
  • Nach dem fiesen Rausnehmen und beschauen lassen gab es ein paar Troststängel Oregano. Der, und der Estragon, werden uns dieses Jahr möglicherweise über den Kopf wachsen, insofern ist das schon sehr gut, dass Muffin das so gern frisst. Seit ich ihn heute etwas länger auf dem Schoß hatte, weiß ich auch, dass er unter dem ganzen Fell ziemlich dünn ist, insofern: immer mal rein mit dem Futter.
  • Ich werde zunehmend wütend auf Muffins ehemalige Besitzer. Das arme Tier.
Schnurpsknurpszrrrkps…
  • Am Abend habe ich dann noch die Klo-Ecken gesäubert und direkt mal Einstreu nachbestellt. Eieiei, da geht ja ganz schön was durch.
  • Auch am Abend musste ich noch ein Mal los und eine neue Backofenlampe kaufen. Ich oute mich mal: dieses Reinstecken von Halogenlampen in diese Keramik(?)Fassungen, dieses knirschende Gefühl, finde ich absolut furchtbar. Ab-so-lut. Schon der Gedanke daran macht mir grade wieder Gänsehaut.
  • Jetzt husch, husch ins Bett. Es wird Zeit. (Ich wollte heute früh ins Bett, hat super geklappt ganz offenbar.)

Tag 1749 – Prokrastinations-Folgen.

Hättehätte Fahrradkette aber es wäre echt gut gewesen, hätte ich mir meine Arbeit in den letzten Wochen sinnvoller eingeteilt. So war irgendwie Murks, ich hab nämlich nicht alles geschafft, weil dann, wie immer, noch dringende Dinge rein kamen, die sofort bearbeitet werden wollten und die alten (und langweiligen) Leichen wurden noch weiter rausgeschoben und, ach, ach. Heute habe ich dann einen Mammut-Arbeitstag gehabt, unschön, aber jetzt bin ich immerhin zu 80% fertig, eine Aufgabe ist hinten runter gefallen, eine ist halt jetzt eher noch so Dreiviertel fertig und ein viertel schön, aber immerhin.

Jetzt aber fix ins Bett, in 9 Stunden ist schon wieder ein Meeting (das ich leiten muss, seufzi).

Tag 1748 – Für die Tonne.

Da heute keine Müllabfuhr kam, kommt sie wohl morgen.

Morgen kommt auch eine Warmkompost-Tonne.

Ansonsten war der Tag reichlich bescheiden, bis abends Twitterkneipe war, das war sehr schön (wie immer). Das klingt albern, aber das ist schon ein Teil meiner neuen Normalität geworden und ich hoffe, dass sich etwas davon wirklich nach der Pandemie bewahren lässt. Ich mag die alle da sehr gern.

Jetzt Familienbett, Pippi ist seit einer Dreiviertel Stunde wach, kann nicht wieder einschlafen und liegt jetzt bei uns im Bett. Pippi ist ja gar kein Baby mehr, fällt mir dabei auf, die ist ja gar nicht mehr winzig klein. Na sowas aber auch.

Tag 1747 – Wutschwein.

Muffin musste heute zwei schlimme Dinge erdulden. Zuerst waren wir bei der Tierärztin. Die hat versucht, per Klebestreifen und Schabe-Probe zu sehen, weshalb sich das arme Schwein blutig kratzt, sah aber nichts. Es gab trotzdem eine Dosis Spot-On gegen Milben (und sonstige Parasiten, wenn ich das richtig verstanden hab) und jetzt schauen wir mal, ob es besser wird. Armer Muffin. Gefühlt hat er sich gleich viel weniger gekratzt, aber das kann auch der Stress sein, eingefangen werden, dann Auto fahren, dann drei mal aus de Transportbox gefischt werden… puh. Armer Muffin.

Und weil das alles noch nicht reichte, sagte die Tierärztin, wir sollen den Käfig reinigen, damit eventuell da rumkriechende Milben entfernt werden. Weil ich zwischen Pest und Cholera (nochmal aus dem Käfig fischen und raussetzen, um ihn dann wieder einzufangen und zurück zu setzen vs in der Box lassen und um ihn rum putzen) wählen musste, konnte ich nur verlieren und so war es dann auch. Muffin war absolut nicht amused über meine Putzaktion (um ihn rum) und kam danach erstmal eine Weile gar nicht mehr unter seinem Strohhaufen hervor. Als er dann kam, holte er sich ein Stück Möhre und zerrte es sofort wieder unter seinen Strohhaufen. Ich schwöre aber, vorher sagte er noch ganz leise „ihr könnt mich alle mal“.

Wir werden schon wieder Freunde werden, Muffin und ich. Wenn mir wer so nen beschissenen Tag bescheren würde, wäre ich auch angepisst. All die schönen Köttel. Einfach weg. Buhuhu.

Tag 1746 – Ein Beitrag mit theoretisch vielen Fotos.

Denn Herr Rabe hat heute viel mehr Fotos gemacht als ich, aber Herr Rabe trinkt jetzt Whisky mit dem Nachbarn und irgendwie kommen die geteilten Fotos nicht bei mir an. Ich kann sie ja später noch hochladen.

Wir haben nämlich heute einen Ausflug zu unserem Anteilsbauernhof gemacht und das war frühlingshaft schön. Hachzihachzihachz. Ganz viele Lämmer gibt es zur Zeit, Babypflanzen überall und die zwei glücklichen Schweine. Alles so grün, so schön, ich kriege richtig Frühlingsgefühle.

Babyschaf!

Drei Lämmer werden mit der Flasche zugefüttert, weil die Mamas sich nicht so für sie interessieren. Michel und Pippi durften dabei sein und waren sehr angetan.

Studentische Hilfskräfte bei der coronabedingt etwas anderen Praxisarbeit.

Ich musste mich sehr zusammenreißen, nicht ein Lamm oder zwei mitgehen zu lassen, die sind so niiieeeeedlich!

Eier gab es aber leider nicht, alle ausverkauft. Jetzt bekommen wir sie morgen oder übermorgen nach Hause geliefert, je nachdem wie fleißig die Hühner sind und wann die Bäuerin bei uns vorbei fährt. Ist auch ok, so dringend brauchen wir keine Eier.

Jetzt sitze ich neben der Meerschweinkiste und höre meinem eigenen kleinen Lamm Meerschwein dabei zu, wie es sich wie die Raupe Nimmersatt durch einen riesigen Heuhaufen frisst und mag das alles grad sehr.

Tag 1745 – Schlonz.

Fühle mich wie ein extrem fauler Mensch heute, eigentlich schon gar kein Mensch mehr sondern eher ein Schlonz. Ich war einkaufen und das war’s auch schon. Ich habe mich sehr über das Internet (Twitter. Nur Twitter) gewundert, oder eher nicht gewundert weil das ist ja alles nichts Neues ist, dass man Kritik an bestimmten Leuten nicht anbringen kann, ohne als HateSiffMob abgestempelt zu werden.

Ansonsten habe ich mich ein bisschen weiter mit Muffin angefreundet. Er wird immer mutiger und frisst jetzt auch woanders als gut versteckt unter seiner Brücke. Er erschreckt sich auch nicht mehr vor meiner Stimme.

Es hat geregnet (das war mit ein Grund für die Faulheit) und jetzt ist draußen alles ganz wunderbar grün und die Regentonne ist fast voll. Endlich richtig ergiebiger Regen, davon gab es in den letzten Wochen wirklich deutlich zu wenig. Drei mal hat es sogar gedonnert. Hach! Ich mag Gewitter.

Sonst war halt wirklich nichts.

Tag 1744 – Schöntag.

Bis auf eine sehr (!) vermackelte Felge war es ein ganz wunderbarer Tag bei A. und A. und M.M. in der Hauptstadt. Mit Kaffee, Eis und zwei kleinen Mädchen, die gleich ein Herz und ein Dickkopf waren. Erwachsenengesprächen. Lauter Musik auf dem Rückweg (und eingeschlafenem Kind). Hach, hach.

Abends Twitterkneipe, ein einzelner Quietscher von Muffin und viel zu spät ins Bett.

Dann nicht schlafen können und dem Regen zuhören.

Hach, hach.