Tag 1477 – Warm. Und au.

Ja, also Wärme hilft bei der Schulter ganz gut anscheinend. Heute jedenfalls war es sehr warm und in voller Schutzkleidungsmontur mit Helm und Sicherheitsschuhen und all dem neben kuschlig warmen Reaktoren stehen… naja. Meine Uhr dachte, ich würde trainieren.

Apropos au: was ja auch hilft auch gegen Schulterschmerzen ist Gehen. Schnelles gehen kann man, wenn man in einem Ort ist, den man nicht kennt und in dem man deshalb nicht unbedingt im Dunkeln herumlaufen will, auch auf einem Laufband im Hotel. Barfuß gehen ist gesund, sagen immer alle. Schnell barfuß gehen auf einem Laufband hat mir aber soeben die zweitschlimmsten* Blasen meines ganzen Lebens eingebracht und morgen muss ich wohl im Rollstuhl inspizieren.

Aber immerhin sind die Schulterschmerzen ganz ohne Medikamente grad fast weg. Nur der Daumen, der ist immer noch taub.

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*die schlimmsten waren, als ich als Kind mal barfuß sehr weit über sehr heißen Asphalt gelaufen bin. Aber das jetzt ist da gar nicht mal so weit entfernt von.

Tag 1476 – Muffelgrummel.

Die Schulter/der Daumen/inzwischen, seien wir mal ehrlich, der halbe obere Rücken plus Nacken macht derbe schlechte Laune auf Dauer. Ich kann nicht so ganz wie ich will, zudem ziehen die Schmerzen nach oben in den Kopf und das ist alles sehr ungünstig, denn morgen und übermorgen ist Inspektion. Heute habe ich gepackt, Reiseportiönchen von Shampoo, Haarwachs, Abschminkzeug etc. neu abgefüllt und beschlossen, meine Kollegin morgen zu schocken, indem ich einen Rock anziehe. Es sollen nämlich 28 Grad werden, da habe ich null Lust auf lange Hosen den ganzen Tag, aber es ist ja auch Inspektion und eher eine von der Bauarbeiterhelm-Sorte, also nix mit Röcken, Sicherheitsschuhe sind angesagt. Natürlich werde ich aus dem Grund eine Hose griffbereit haben, aber ich will gern meine Kollegin ein bisschen ärgern und bin auch mal gespannt, was die beim Hersteller machen oder sagen.

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Ich werd die Kinder vermissen.

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Heute vier Liter Wasser getrunken, aber im Leben nicht so viel auf dem Klo gewesen. Ich sehe aus, als wär ich im 5. Monat schwanger. Trägt auch nicht grad zum allgemeinen Wohlbefinden bei.

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Im Meeting heute gelernt: ich hab unsere seltsame Unternehmensstruktur immer noch nicht so richtig kapiert. Direkt danach eine Checkliste zum Thema „Grundsätzliches Qualitätsmanagement“ erstellt und da ist einer der allerersten Punkte „Verantwortungen müssen klar verteilt sein“. Hmmhmmhmm. (Bestimmt bin ich nur zu doof.)

Tag 1472 – Ein Hoch auf die Pharmaindustrie!

Nicht nur sorgt sie indirekt für Brot auf unserem Tisch, nein, sie hat COX-Hemmer hervorgebracht. COX-Hemmer sind nichtsteroidale Analgetika und ich hänge vielleicht zu viel mit Pharmazeut*Innen ab, merke ich gerade. Jedenfalls, die meisten von Ihnen kennen bestimmt den Geruch dieser geligen Sportsalbe, so ein bisschen alkoholisch…? Es erinnert mich direkt an früher, als ich noch Leistungssport machte und mir dauernd die Oberschenkeladduktoren zerrte oder meine Brustwirbel in der Trainingspause im Sommer herausflogen. Hach. Eigentlich hab ich das gar nicht vermisst, aber die gute Nachricht ist: die Salbe wirkt, ich bin grad nahezu schmerzfrei und solange ich mich bewege oder den Arm senkrecht nach oben strecke, hab ich auch Gefühl im Daumen.

Trotzdem muss da was passieren, jaja, schon klar, ich hab ja auch nen Termin beim Arzt aber sowas dauert halt immer.

Arbeit heute: ein wenig über jemanden geärgert, mit dem Terminabsprache eher eine Herausforderung ist und nun müssen eventuell Flüge und Hotels umgebucht werden, weil es wohl schwer ist rechtzeitig mitzuteilen, dass eine wichtige Person halt ab mittwochs mittags leider nicht da ist. Let the Kalendertetris begin… again. Meh.

Kinder heute: Michel hatte seine erste Stunde bei der Kulturschule, da werden Musik und bildende Kunst den Kindern nähergebracht. Das macht er mit seinem besten Freund und ich glaube, das wird gut, auch wenn er das heute „kindisch“ fand, weil „Rhythmus, Rhythmus, Rhythmus, ich will Gitarre spielen!“ Tja, gut dass er zwei Eltern hat, die ihm glaubhaft machen konnten, dass Rhythmus aber nun mal die absolute Grundlage für jede Art von Musik ist und man das halt üben muss, Rhythmus zu halten. Also, ich sage das, ich bin da bestimmt auch glaubhaft, aber das gehört ja zu den Dingen, die ich irgendwie immer schon konnte. Aber seit den entgeisterten Blicken in der Tanzgruppe, die meinem Ausruf „Aber hört ihr denn nicht die Triolen???“ folgten, sage ich sowas nicht mehr laut. Also seit ca. 20 Jahren.

Ich bin schon sehr gespannt, ob Michel am Ende ein Instrument spielen will und wenn ja, welches. Gitarre wär schon ok, aber da indoktriniere ich natürlich nur ein bisschen, nämlich weg von Schlagzeug und TrompetePosauneTuba nicht.

Tag 1469 – Montagsmüde.

Ich bin eigentlich fertig fürs Bett, in jeder Hinsicht, aber ich muss noch alle 5 Minuten wieder ins Kinderzimmer gehen, da zwei halbwache Kinder vorfinden und den Elefanten wieder anmachen. Die Kinder haben nämlich heute wieder Mittagsschlaf gemacht, das war Mittags nötig, weil sie, wie Freitag schon, um sieben im Zug sitzen mussten um – diesmal mit Herrn Rabe, der diesmal eine Mail geschrieben hatte – zur Botschaft zu gehen. Und Hurra, hurra, es hat geklappt, Michel hat jetzt einen neuen Pass. Mit Unterschrift. Es ist so niedlich! Ich hachze schon den ganzen Tag über das Bild von dem Pass mit dem neuen Foto (Herr Rabe in klein aber mit meinem Kinn, meiner Haarfarbe und meiner Augenform) und dieser Kinderunterschrift. Hachz!

Ansonsten… nicht viel los. Bei der Arbeit sind jetzt fast alle wieder da, das heißt es sind auch wieder Meetings. Ich bin keine Meeting-Person. Dann habe ich auch noch drülfzig Einladungen zu „Einheits-Meetings“ bekommen, dabei fängt in zwei Wochen meine neue „Einheits-Chefin“ an, ich komme in eine neue Einheit und diese ganzen Meetings sind hinfällig. Diese Einheits-Meetings sind eh so… mittelmäßig informativ meiner Meinung nach, aber bestimmt wenigstens ein bisschen spannender, wenn die Einheit ganz neu zusammengesetzt ist. Für kurz.

[Kinder-Update: 1 down, 1 to go]

Den wunderschönen Inspektionsplan, den wir im Juni noch zusammengepuzzelt haben, haben wir heute direkt erst mal wieder über den Haufen geschmissen. Jetzt kann Herr Rabe zu seinem Überraschungsdings und ich muss einen Arzttermin ein zweites Mal verschieben. Juhu.

[Kinder-Update: beide schlafen glaube ich…? Nein. Status unverändert.]

Ab morgen dann also ein Zweitklässler ohne Morgenhort in der Familie. Mal sehen, wie das wird.

[Kann das Kind nicht bitte einfach schlafen? Ich bin so müde.]

Tag 1457 – Schnell, schnell!

Mach Sport, haben sie gesagt, dann bist du schön ko und kannst gut schlafen, haben sie gesagt. Muhahaha, sagt mein Körper, wieso müde, wo ist die Party???

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Bei der Arbeit stellenweise ein leichtes Gefühl von alle irre, hui doof gelaufen und eieieiei das wird bestimmt teuer. Also alles nicht das Werk betreffend, sondern Leute, deren Mails ich lese. Die Betreuung der extra-Mailbox diese Woche ist schon hier und da amüsant, aufschlussreich und auch spannend. Murphy hätte auch seinen Spaß daran, glaube ich.

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Nix mehr. Muss wenigstens versuchen zu schlafen.

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Tag 1455 – Etwas holprig.

21:59 und im Bett! Hurra!

Ist auch nötig, denn heute lief alles etwas unrund an. Ich war um halb fünf wach, Pippi um fünf, Michel gar nicht und nach so wenig Schlaf ist meine Zündschnur morgens schon ultrakurz. Unrühmlich Michel angebrüllt, nachdem der mich anbrüllte, weil ich ihm auf Nachfrage gesagt hatte, dass das Wetter in den nächsten Tagen kälter werden soll. Michel will nicht, dass es kälter wird. TJANUN. Die Klimakatastrophe wird’s richten.

Bei der Arbeit diese Woche mal was anderes als sonst so und bisher finde ich das total interessant. Wir Inspektøre haben ja noch eine Zusatzfunktion als „Vikare“ für eine ganz andere Stelle in unseren Stellenbeschreibungen drin stehen und das mache ich diese Woche. Also vikarieren. Zwischendurch versuche ich noch das reguläre Tagwerk reinzuquetschen, davon habe ich aber heute nicht besonders viel geschafft. Voll motiviert habe ich dann meinen Rechner mit nach Hause genommen, um im Zug noch… oder zu Hause… aber so groß war die Motivation dann halt doch nicht.

Genau genommen war nach Kinder holen, Essen machen, essen und Pippi ins Bett bringen (immerhin problemlos, nach der kurzen Nacht schlief sie ein wie ein Stein) gar keine Motivation mehr für irgendwas da außer Netflix und Lakritz, aber ich bin dann tapfer noch mal los, Pizzateig kaufen. Habe das Fahrrad von Michel ins Auto gebastelt, das braucht er morgen beim Sport-Hort. Habe Plastikmüll rausgestellt, Tomatensauce für Pizza gekocht, Zucchinischeiben für Pizza gegrillt, die Brotdosen der Kinder geleert, das was die Schnecken davon mögen sowie diverse Zucchinienden an die Schnecken verfüttert, Pippis Brotdose (EINHORN!!!) gespült und geduscht. Und jetzt bin ich so platt, ich möchte mich keinen Zentimeter mehr bewegen.

Sport dann morgen.

Tag 1444 – Schnipsel.

Hitzewelle. Ich mag es. Es sind knapp 30 Grad, man läuft gerade so noch nicht dauernd gegen Hitzewände und Eis schmeckt doppelt so gut. Ich weiß, bei Ihnen sind 1000 Grad mehr und alles ist schlimm, aber die zwei Wochen im Jahr, nach fünf Jahren Sommer-Abstinenz in Trondheim, die möchte ich ohne Stöhnen genießen.

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Arbeit weiterhin mühsam.

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Ich habe so schlimm juckende Mückenstiche an der Wade meines rechten Beines, ich möchte mein Bein abnagen damit es aufhört. Was bin ich froh, dass wir direkt bei uns zu Hause eher wenig Mücken haben. Dafür halt beim Babysitter zu Hause, wo wir vorgestern gegrillt haben. Heute Peak Juckreiz. Nur mit absoluter Willensanstrengung geschafft, nicht alles aufzukratzen. Jemand(TM) war so gut, mir ein Bite Away zu bestellen, mit ein bisschen Glück kann ich das Montag nach Norwegen importieren.

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Die Sandalen, die ich mir gekauft habe, sind super. Nach zwei Tagen eine Druckstelle, die sich eventuell zu einer Blase entwickelt hätte, hätte ich nicht was draufgeklebt (weil ich’s lieber nicht riskieren wollte). Sonst nichts! Keilabsätze for the Bequemlichkeitswin!

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Kein Murren. Nur eine Feststellung. Im Schlafzimmer ist es sehr warm.

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Michel ist so groß geworden. Wann ist das passiert? Also sowohl körperlich als auch geistig. Hammer. Ein richtig großes Kind.

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Ich hätte den Sport in den letzten Monaten nicht so schleifen lassen sollen. Heute beim Anprobieren mehrerer Kleider aus meinem Schrank festgestellt, dass sich wohl ein paar Kilolein an meiner Hüfte angesammelt haben. Jetzt habe ich in den Kleidern halt ein unschönes Presswurstgefühl. Wenn ich mich nicht traue, mich mit einem Kleid zu setzen, ist es zu eng, fertig. Jetzt muss ich mich entscheiden: abnehmen, Kleider weggeben oder umnähen. Wahrscheinlich wird es ein bisschen von allem.

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Haare changieren jetzt Richtung blau. Die Farbe sieht nach jedem Waschen anders aus. Faszinierend.

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Morgens müde, abends wach. Die alte Leier.

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Internet ist grad mal wieder nicht so meins.

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Ich glaube, diese Hormonspirale wird meine einzige bleiben. Ich will es nicht total verteufeln, aber begeistert bin ich auch nicht.

Tag 1442 – Peak seriös.

Also meine Arbeit ist grad etwa so:

Computer

Computer

Computer

Wasser

Computer

Wasser

Computer

Klo

Computer

Mittagspause mit meinen beiden allerältesten Kollegen, Gespräche über Bärtierchen, Oper und Enkelkinder

Computer

Wasser

Gähn

Kaffee

Klo

Computer

Computer

Wasser

Computer

Computer

Klo

Nach Hause.

(Gibt spannenderes.)

Am Computer bastele ich an einem Report und nebenher an Übersichten, die mir hoffentlich in Zukunft das Reportschreiben erleichtern und außerdem was für die Gleichbehandlung tun. Jetzt grad hab ich die Zeit, ich hoffe sie ist klug investiert.

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Ansonsten: Haare.

Im Hintergrund das Werk.

Tag 1417 – Ferien!

Huff. Nachdem ich gestern tatsächlich grad so Abschminken noch geschafft hab (Zähneputzen aber nicht mehr) und heute den Wecker eine Stunde später als sonst stellte, hab ich dann doch noch mal genug Schlaf für den letzten Arbeitstag bekommen. Der war dann geprägt von Sachen fertig machen, wenigstens soweit, dass es weitergegeben werden kann. Dann habe ich sehr hart mit mir gerungen aber die Vernunft hat überwogen und der Computer ist deshalb im Werk geblieben. Ebenso sämtliche Ordner. Ok, ich hab mir noch ganz schnell auf dem Weg raus die Anleitung ausgedruckt, wie man von zu Hause aus ins Firmennetzwerk kommt, aber es ist ansonsten alles da geblieben und das ist schon ganz gut so. Ich hab den Urlaub bitter nötig (siehe gestern), ich laufe echt auf Reserveakku. Im nächsten halben Jahr wird der Oktober schlimm (schlimmschlimmschlimmschrecklich!), sonst geht es aber. Ich will ja auch fertig werden mit der Einarbeitung und Inspektionen selbständig leiten können, das passiert nicht ohne Arbeit. Der Plan sieht vor, bei soundso vielen Inspektionen erstmal Lead Inspector zu spielen, also im Prinzip alles zu machen von Kontaktaufnahme bis „wir schließen die Inspektion von unserer Seite ab“ alles zu übernehmen, aber eben mit Begleitung durch diejenige, die am Ende die Verantwortung trägt. Ich freue mich auf manche der geplanten Inspektionen, es ist viel interessantes dabei, vor manchem graut mir auch, aber nicht wegen der Hersteller sondern wegen der Orte an denen die sich befinden und den Transportmitteln, die wir dahin nehmen müssen. Ein Hoch auf die Pharmaindustrie und Tabletten gegen Reiseübelkeit, die als Nebenwirkung das Hirn ein wenig umnebeln, sodass mir die Größe des Flugzeugs oder die Breite der Brücke oder die Länge des Tunnels ein bisschen egaler sind.

Ich werde die Ferien gleich mit einer kleinen Radtour zum Inn zum Spell Energy sammeln zum Supermarkt und dann einem kleinen Kämpfchen im Fortress Bier auf der Couch einläuten. Hoffentlich werd ich nicht wieder von Mückenhorden angefallen, seit Montag Abend weiß ich, warum die Gegend hier Moor heißt.

Die Kinder haben nun auch frei und ich glaube das wird super. Michel ist so groß geworden im letzten Jahr und Pippi auch. Hach, die zwei. Das Planschbecken steht bereit, wir sind bereit für 26 Grad morgen. Brilliant event um 12 Uhr sagt das Internet.

Außerdem kommt morgen Besuch und ich bin aufgeregt. Aber dazu mehr, wenn der Besuch da ist.

Tag 1414 – Inspektørinnendasein…

Die letzte Inspektion vor meinem Urlaub ist zu Ende. Nun muss ich nur noch den Report bis Freitag Nachmittag schreiben und mit meiner Kollegin durchgehen (hier schallendes Lachen einfügen). Zum ersten Mal war ich richtige Inspektørin, hui, das war ein bisschen aufregend. Aber es hat bis zum Schluss, als ich meine Kollegin fragen musste, ob und wenn ja, wie, die erste Seite auch gestempelt werden muss, keiner gemerkt, Hurra! Ich mag den Job immer noch sehr. Er fühlt sich auch immer noch an wie ein Lottogewinn, nach dem letzten Jahr sowas cooles ist schon irgendwie verrückt. Kontrastreich jedenfalls.

Michel hatte heute „Fußball-Schule“, so eine Art Fußballorientierte Ferienspiele, organisiert vom Sport-Hort. Für die Kinder, die eh in den Sport-Hort gehen, kostet das nichts extra, aber es sind halt noch andere Kinder da und ich glaube unter anderem deshalb wollte Michel heute morgen seinen Nagellack schnell noch entfernt bekommen. Und nee: wenn das Kind rumdruckst, dass es den abhaben will und irgendwann mit der Sprache rausrückt, dass das beim Sport-Hort keiner sehen soll, zwinge ich ihn nicht, die brennende Patriarchatsflagge schwenkend mit lila Nagellack da hin zu gehen. Ich find schon cool genug, dass er das gegenüber seinen Freunden durchgezogen hat.

Pippi ist nun zur Eingewöhnung vor den Ferien in der „Bärenhöhle“ im Kindergarten, also bei den großen Kindern. Hier platzt also bald ein kleines Mädchen vor Stolz. Es ist sehr niedlich. Die „du bist doch schon groß! Die Bärenhöhle!“-Euphorie nutzen wir, um körperkontaktloses Einschlafen einzuführen. Vorlesen können wir ja im Bett, aber dann setzen wir uns davor und singen/summen. Pippi macht das ganz gut mit, Michel… nicht so. Aber der ist ja eh sehr Kuschel-bedürftig, das überrascht mich nicht, dass er von der Idee, alleine einzuschlafen, nicht so begeistert ist. Konsequenter Weise ist er die letzten zwei Abende in Pippis Bett eingeschlafen. Soll mir recht sein, wenn sie sich gegenseitig anschnarchen wollen, bitte.