Tag 1500 – Dankbar.

Für dieses kleine Blog. 1500 Tage sind eine lange Zeit um was täglich zu tun, ich klopfe mir da mal kurz auf die Schulter… so. Viel erlebt habe ich auch dadurch, viele Freunde*Innen gewonnen*, manche auch wieder verloren.

Aber vor allem war das Schreiben und waren Sie alle, die das gelesen haben, mir eine Stütze, als es mir echt schlecht ging. Dafür allein bin ich so dankbar, dass gar keine Worte für da sind, in meinem Kopf jedenfalls nicht.

Danke, Blögchen, fürs geduldige Aushalten all der Belanglosigkeit und der Rotze und der Müdigkeit. Danke fürs Festhalten all der guten Zeiten und wunderbaren Tage. Danke fürs Dasein und fürs Netz-sein.

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*Feinde*Innen würd ich so nicht sagen, das wär zu hart, aber ich weiß, auf welche Bloggertreffen ich wohl eher nicht gehen würde und wem ich, sollte man sich zufällig irgendwo treffen, eher aus dem Weg gehen würde und dass das ganz sicher auf Gegenseitigkeit beruht.

Tag 1499 – Vielleicht morgen.

Morgen früh habe ich eigentlich gar nichts zu arbeiten im Zug, vielleicht schreibe ich da mal drüber dass sich hier alles grad deutlich entspannt, zwar ganz langsam, aber halt im Endergebnis übers letzte Jahr schon deutlich spürbar.

Und warum mache ich das nicht heute schon? Weil ich altersweise bin erfahrungsgemäß seit zwanzig Minuten schlafen müsste, um morgen gut aus dem Bett zu kommen.

Große (hier RIESIGE Luftkommata vorstellen) Kinder sind schon toll.

Tag 1498 – Effizienz.

Also es ist ja so, wenn man mehr schaffen will als in einen handelsüblichen Tag passt, muss man klug schachteln und gut planen und Schlaf streichen. Ich mache alles gleichzeitig. Kaffee kochen und Frühstück für die Kinder machen. Zug fahren und arbeiten und wenn das Netz wieder zu schlecht wird kann ich nebenher sogar twittern. Kochen, Rote Beete ernten (fürs kochen), Waschmaschine anwerfen (blame it on the Rote Beete), Spülmaschine ausräumen, Müll rausbringen, spülen, Tisch decken. Kind ins Bett bringen und Meetingtermine annehmen. Kartoffeln kochen, Sport machen, Waschmaschine Nummer 2, diesmal mit Entfärber, anwerfen (merke: die türkise Hoodie-Jacke färbt auch nach mehrmaligem Waschen noch GANZ EXTREM ab). Kartoffeln pellen und Herrn Rabe unterhalten. Duschen, Abschminken, Zähne putzen.

Geht alles.

An manchen Tagen. An vielen fühlt es sich alles unschaffbar viel an, aber es werden mehr, an denen das geht und ich trotzdem zu einer okayen Zeit im Bett bin.

Hurra für diese Tage!

Tag 14,95€ – Wissen Sie was?

Ich mag nicht. Wir sind heute – statt ausschlafen – mit viel Mühe um halb neun aus dem Bett gekrochen (und bitte – kommen Sie mir nicht mit „Das ist doch ausschlafen!“. Das ist ja, wie vieles, sehr individuell. Mein Ausschlafen geht mindestens bis um zehn.), haben gefrühstückt und sind dann losgefahren, die Kinder abzuholen. Und dann gleich weiter, zum Kinder-Leichtathletik-Tag an der Schule ein bisschen den Fluss rauf. Das war ganz lustig, aber danach war weiter Action und ich bin nicht mehr 20 und geärgert hab ich mich dann auch noch gegen Abend darüber dass es schon wieder spät ist und dunkel und ich war den ganzen Tag bis auf Einkaufen (und das zählt nur halb) noch gar nicht alleine, jedenfalls ist meine Lust zu schreiben auf einem Ganztags-tief. Ich will eigentlich nur ins Bett und dann halt bis zehn schlafen.

Vielleicht mache ich das einfach.

Tag 1493 – Überraschung.

12von12, Sie kennen das Spiel, kommt dann morgen. Nicht überraschend.

Viel zu spät im Bett. Nicht überraschend.

Herr Rabe ist immer noch unterwegs. Überraschend. (Ich hoffe er hat auf dem Schirm, wann der letzte Zug fährt.)

(Ich kann doch so schlecht schlafen, wenn ich weiß, dass er noch kommt. Weil es könnte ja auch ein Einbrecher sein, besser nicht allzu tief schlafen, vielleicht muss ich die Kinder spontan vor wilden Bären beschützen, die ins Haus einbrechen…! Jajaja, das ist total albern. Aber ich schlafe dann halt schlecht.)

Tag 1491 – Glück und noch mehr Glück und überhaupt.

Heute habe ich was zurückgeben wollen und das hat so halb geklappt, aber im positives Sinne. Aber fangen wir vorne an:

Gestern als ich Pippi abholte, kratzte sie sich die ganze Zeit am Kopf und sagte, es jucke so. Meine Alarmglocken sprangen alle gleichzeitig an. Die Betreuerin versuchte mich noch zu beruhigen, das sei bestimmt nur Sand, aber was, wenn nicht? Und die (einzige) Apotheke schließt doch um fünf! Also düste ich wie der Blitz zur Apotheke und kaufte „das grüne“ Läusemittel, weil ich mich noch dunkel dran erinnerte, dass eine Kollegin vor ca. 5 Jahren gesagt hat, das grüne sei das einzig wahre. Pippi kratzte sich weiterhin und kündigte aber schon mal vorsorglich an, auf gar keinen Fall baden zu wollen. Ich freute mich schon auf die Wutanfälle, machte die Hypnosemaschine an und holte den Läusekamm. Zehn sehr gründliche Minuten später war Pippis Haar seidig wie nie, aber den Grund des Juckens hatte ich nicht gefunden. Da waren keine Läuse, kein Sand, nur ein kleiner Pickel, mit ein bisschen Phantasie ein Mückenstich? Naja, dachte ich, so Läusemittel kann man ja immer gut im Schrank haben, das erspart einer beim nächsten Mal die hektische Fahrt zur Apotheke. Beim Kinder bettfertig machen teilte ich Herrn Rabe mit, dass ich das Läusemittel nun in den Schrank räumen würde. „Ist da ein Verfallsdatum dran?“ meinte der und ich noch so „Ach, das ist bestimmt ewig haltbar!“ und dann stand da der 22.09.2019. also… nächste Woche. Sollte ich jetzt drauf hoffen, dass irgendein Kind sich innerhalb von 10 Tagen Läuse einfängt? Sicher nicht. Aber so richtig ne Chance, ein im Grunde völlig okayes Produkt zurückzugeben, sah ich auch nicht.

Heute also wieder vom Kindergarten direkt zur Apotheke, weil die halt auch heute um fünf schloss. Gesagt, dass ich das gar nicht bräuchte (was ja gut sei), aber das leider so bald abläuft, dass ich das auch nicht wirklich zu Hause einlagern will.

Und Überraschung! Gar kein Problem, gut dass Sie das sagen, das hätten wir gar nicht verkaufen dürfen*, entschuldigen Sie vielmals, falls Sie wollen, können Sie die Packung auch mitnehmen, falls in den nächsten 10 Tagen… höhöhö. Jedenfalls hatte ich danach mein Geld zurück und die Packung auch immer noch in meiner Tüte.

Danach gingen Pippi und ich noch in den Supermarkt und es gibt jetzt wieder norwegische Äpfel, ich habe also die strenge Pilzdiät (heute gab es Nudeln mit Schafporling-Sauße) mit Äpfeln erweitert. Ich bin sehr glücklich heute.

Dann hab ich noch ein Kind mit Schneckenbildern glücklich gemacht. Hach, hach.

Und im Terrarium ein Gelege gefunden und entfernt, sowie einen Mangokern wiedergefunden, den ich den Schnecken vor Wochen mal zum Abnagen ins Terrarium gelegt hatte und der nun austreibt. Aus Ratlosigkeit erst mal wieder ins Terrarium gesteckt, morgen pflanze ich den mal ein.

Apropos morgen: Homeoffice! Das heißt, ich kann 1 Stunde länger schlafen, weil Schminken und Pendeln ausfällt.

So, jetzt beziehe ich die Herbst-Bettdecke und dann gehe ich bei offenem Fenster schlafen. Ohne Diskussion, weil Herr Rabe heute und morgen nicht da ist. Das ist natürlich schlimm, aber der Teil mit der Fenster-Diskussion, der ist nicht sooo dramatisch.

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*Erste Erscheinungen von Berufserkrankung: ich dachte nur trocken: Ihr habt grad ne Abweichungsbehandlung gewonnen. Root Cause Analysis incoming.

Tag 1490 – Lecker essen.

Von meinem Mittagessen gibt es leider keine Bilder, dabei war das in bester Gesellschaft: die A., meine Ex-Bürokollegin und PhD-Leidensgenossin aus Trondheim, ist nämlich wegen der Perspektivlosigkeit in Trondheim nach Oslo gezogen und wir waren zusammen Essen. Hach, das war toll.

Und dann Abendessen mit Mix aus Bauernhofkommunenzutat und „Gold des Waldes“.

Omnomnomnom.

Bei solchen Gerichten wundert mich ja noch nicht mal, dass die Kinder sie nicht mögen. Wobei sich Pippi gestern das Pilzrisotto ganz gut reingespachtelt hat. Aber wenn ich warte, bis die Kinder sowas mögen oder aus dem Haus sind, weine ich um all die Gelegenheiten, wo es Grünkohl mit Pilzen und Kernen auf Brot hätte geben können und da ist ja auch keiner mit geholfen.

Tag 1489 – Alle Jahre wieder…

Pilztour!

Heute aus verschiedenen Gründen nur Pippi und ich. Ich war ein bisschen aufgeregt, weil Pippi zur Zeit generell recht anstrengend drauf ist und es auch nicht gerade ideale Bedingungen waren – es war sehr nass. Sehr sehr nass. Aber hey, besser als letztes Jahr, da war es so trocken, dass halt kaum Pilze da waren.

Und dann war es richtig toll. Pippi hatte riesen Spaß, hat super viele Pilze, Tannenzapfen, Blaubeeren und Preißelbeeren gefunden, hat die ganze Zeit erzählt und gesungen und noch mehr erzählt, kann jetzt ein neues deutsches Wort: „Geschafft!“, ist in Matsch versunken und ins Wasser gefallen und es gab gar kein Theater, kurzum: das war super.

Ich habe auch das ein oder andere im Wald gelassen, hinterher ein paar falsche Pfifferlinge aus dem Haufe sortiert und das erste mal einen Täubling-Test gemacht, indem ich ein Stück gekaut habe. Es schmeckte nicht scharf oder bitter, sondern nach gar nix, also essbar, wohl sogar ein Fleischroter Speisetäubling. Nur halt eher so in der Farbe von gebratenem Fleisch (oben links unter den Tannenzapfen).

Die Butterpilze zu häuten war eine eklige, schleimige Angelegenheit, aber das Ergebnis, ein erstklassiges Waldpilzrisotto, die Mühe allemal wert.

Morgen gibts dann was mit Pfifferlingen und dann sind die Schafsröhrlinge dran. Davon hab ich schon 2/3 im Wald gelassen, an einer Stelle war damit alles voll.

Geisterfinger. Die hab ich aber auch da gelassen.