Tag 2372 – #healthy #supermom #mindfulness

Wir haben heute wieder das Instagram-Life gelived. Sowas von. Erst hab ich meinen #shoehaul ausgepackt und bin jetzt um ein paar Gesundheitslatschen von *ieker für den Sommer reicher. Die sind nicht sehr hübsch aber sehr bequem und ich kapituliere einfach vor meiner Hammerzehe, die in vielen weniger bequemen und dafür hübscheren Schuhen inzwischen beim Laufen weh tut. Das andere Paar Schuhe war leider zu klein, die wären ein schöner Ersatz für meine Winterschuhe, die Hallux-mäßig leider zu Foltergeräten mutiert sind. Ich schickte die zurück und bestellte nicht noch mal in einer Nummer größer, sondern kaufte ein anderes Modell der gleichen Marke eine Nummer größer gebraucht über Finn. #Nachhaltigkeit? Eher #Geiz, weil ich so fast 50% gespart habe, für Schuhe, die angeblich nur einen Nachmittag getragen wurden (und neu furchtbar teuer sind).

#Tierliebe #adoptdontshop ich wollte eigentlich dieses Wochenende ein Gebrauchtschweinchen abholen, das hat nun aber leider eine Lungenentzündung und kann erst mal nicht umziehen. Meh.

Pippi ist wieder top fit, hat aber den Tag vor diversen Endgeräten verbracht. #Karrieremutter #Vereinbarkeit Sie isst wieder und scheinbar hat sich auch niemand angesteckt, puh.

Als Michel nach Hause kam, brachte er einen Kumpel mit, was mit mir per SMS abgeklärt war. Ich hatte ihn nämlich weggedrückt, als er anrief, weil ich in einem Meeting saß #Supermom #Vereinbarkeit und wechselte stattdessen schnelle SMS „Kann N mitkommen?“ „Ja aber ihr könnt nicht hier oben rumtrampeln, ich hab ein Meeting“ „K“ heimlich unterm Tisch #MitarbeiterinDesJahres #Fokus #Supermom #Vereinbarkeit. Die Jungs saßen pädagogisch wertvoll ziemlich viel vor Super Smash Bros #SchauHin #DigitalDetox #UnserAlltagIstIhreKindheit

Irgendwann ist aber sogar mein Job vorbei und ich fuhr sehr schnell in den Supermarkt, wo ich (ich übertreibe nicht) Tiefkühlpizza, Eis am Stiel, Knoblauchsoße (für auf die Pizza) und zwei Dosen Bier kaufte. Wenn das nicht #healthy und #ausgewogen und #eatrealfood ist! Ich meine – 3 von 4 Pizzen waren vegetarisch! #BessereMenschen #MoralischÜberlegen

Nach dem Essen (irgendwie war noch ein weiteres Besuchskind aufgetaucht) wollte ich mir gerne beide Ohren amputieren, weil drei Jungs im Alter von 9 und 10 Jahren ein Energieniveau haben, das ich am Ende eines Tages nur mit großer Mühe aushalte #BoysWillBeBoys #FullHouse #ImmerLebenInDerBude. Ich zog mich deshalb in meine Gemächer zurück, um auf einer viersaitigen Holzkiste andere Arten von Lärm zu erzeugen #mindfulness #ZeitFürMich #OldestProdigyEver

Zum Abschluss des Tages wurde mir mal wieder von Pippi die Familienzugehörigkeit gekündigt, weil ich gesagt hatte, sie solle zum Zähne putzen das iPad ausmachen #Supermom #MotherDaughterLove.

Jetzt Bett, die Bettwäsche hat rote Punkte und ich trage weder Wollsocken noch einen oversized Pulli, sondern ein uraltes Männer-Tour-T-Shirt #Boyfriendlook von Blink182. Man muss sich ja die Street Cred bewahren. Nicht nur mit dem Strom schwimmen. Ne?

Tag 2372 – Wäsche waschen.

Pippi geht es wieder so halbwegs ok, sie hat abends auch wieder ein bisschen Haferbrei gegessen. Sie war aber den Tag über schlapp und hing rum, schlief sogar nachmittags noch mal ein. Und ich war heute müde (Herr Rabe vermutlich auch) und habe einige Maschinen Wäsche zwischen der Badewanne (wo man sie halt nachts so hinwirft), der Waschmaschine, dem Trockner und diversen Wäschekörben hin und her transferiert. Weiter bin ich noch nicht gekommen, man muss aber auch sagen, dass sich unsere 2,40 x 2,20 m Bettwäsche echt schlecht alleine zusammen legen lässt.

Jetzt Bett und hoffen, dass nicht bald der oder die nächste von uns dran ist.

Tag 2370 – Dies und das.

Draußen riecht es nach Frühling. Endlich. Ja, das ist sicher auch wieder irgendsoeine unromantische Sache wie sterbende Grashalme oder irgendwelche Bakterien, aber ich finde es schön. Heute habe ich auch die ersten Blümchen entdeckt (blåveis, äh, Leberblümchen) und ein paar grüne Grashalme an besonders sonnigen Ecken. Morgens musste ich noch Eis kratzen, nach der Arbeit war es zu warm für ne Jacke und das Auto auf Sauna erwärmt.

Ich habe immer ein bisschen Angst, dass ich eines Dienstags beim Tanzen sitze und versuche, meinen Fuß in ein Schläppchen in Größe 33 zu stecken.

Aufstehen heute war ziemlich brutal und ich überlegte kurz, doch spontan einfach Homeoffice zu machen, weil ich dann noch ne Stunde hätte liegen bleiben können. Hab ich dann aber doch nicht. Arbeit war erst zäh und wurde dann besser, immerhin. Aber ich beobachte wieder genauso volle Züge wie vor der Pandemie. Auch der Pendlerparkplatz ist wieder voll und man muss schon vor sieben ziemlich weit hinten parken. Vielleicht ist „alle machen jetzt viel mehr Homeoffice“ nur Wunschdenken gewesen? Ich find‘s kacke, ehrlich gesagt. Können wir nicht mal das, was gut war, bewahren? Müssen wir echt zurück zu 2019, mit einem Spritzer Handdesinfektionsmittel hier und da? Ich möchte teilweises Homeoffice behalten, ich habe eigentlich keine große Lust, wieder zwei Vollzeitjobs, Kinder, Hobbies der Kinder, eigene Hobbies und pro Erwachsenem zwei Stunden pendeln JEDEN TAG unter einen Hut quetschen müssen. Es ist unnötig, das zu tun, das haben wir jetzt zwei Jahre lang gezeigt.

Aber eigentlich will ich mich heute nicht ärgern. Denn draußen riecht es nach Frühling.

Tag 2369 – Zu Hause ist es auch (überraschend) warm!

Wir sind wieder zu Hause. Seit 5 Uhr (englischer Zeit) wach und auf den Beinen, wieder tausend Schlangen aber wenigstens keine fallenden älteren Leute. Ein ruhiger und pünktlicher Flug. Zu Hause erwarteten uns überraschend viele Plusgrade draußen, ein relativ kaltes Haus drinnen (aber gut gelagertes Feuerholz, damit wird es zumindest im Wohnzimmer schnell wieder warm), nach wie vor null grüne Pflanzen draußen und zwei aufgeregte Schweinchen, die froh sind, dass hier wieder Leben in der Bude ist.

Die ersten zwei Maschinen Wäsche sind bereits gelaufen, wobei eine die Schweinchenwäsche war, die zählt nicht richtig. Herr Rabe macht aber morgen Homeoffice, da kann er weitere Wäsche waschen.

Ich muss aus Gründen morgen ins Büro und möchte das nicht, überhaupt möchte ich noch nicht direkt wieder arbeiten müssen, mimimi.

Deshalb (und weil der Tag schon lang und anstrengend genug war), mache ich jetzt auch einfach die Augen zu.

Tag 2366 – Sheffield Park & Garden.

Wir haben heute einen Ausflug mit Picknick gemacht, in den Sheffield Park, wo die Kinder einen Naturlehrpfad mit Ostereiprämie machen konnten. Pippi fand das auch ganz toll, suchte begeistert und lernte ein paar neue englische Wörter, butterfly zum Beispiel. Michel fand das insgesamt alles eine Zumutung, war dann aber einigermaßen zufrieden damit, auf einem alten, toten Baum(-stumpf) herumzuklettern. So lange jedenfalls, bis er bemerkte, dass er nicht wieder herunter kam. Es ging alles gut aus, ich half ihm runter und anschließend halfen wir auch Pippi noch mehrmals da runter, die gar nicht glauben wollte, dass sich Michel nicht nur anstellt. I

m Garten war es sehr schön:

… und man konnte sehr sehr alte, riesige Bäume und Rhododendren bewundern.

Wie man an den Bildern erahnen kann, ist es wirklich warm, 23 Grad im Schatten. Dafür haben wir nicht gepackt, das sind ja sommerliche Temperaturen für uns. Mit von der Schwägerin geliehener Sonnencreme eingeschmiert ging es, ohne es den Einheimischen gleich zu tun und fetten Sonnenbrand zu bekommen. Michel fragte mich anfangs, warum er so weiß sei, gab sich dann zuerst mit der Antwort „ich bin auch so weiß, das hast du wohl von mir geerbt“ zufrieden, meinte aber später, er würde ja schon gern etwas Farbe bekommen, weil er ja sozusagen im Dunkeln leuchte. Vielleicht kriegen wir ihn ja mit dem Argument öfter mal nach draußen. (Sagen Sie ihm das nicht, aber braun werden wir ja nun eher nicht.)

Hier noch ein social media-freundliches Bild von Pippi in einem der Bäume, in denen man klettern durfte:

Tag 2365 – Pärchenkackscheiß.

Wir hatten heute ein paar Stunden Kinderfrei, nämlich zwischen Schwimmen gehen (King Alfred Leisure Center… war jetzt eher so naja. Zum Thema „aber man duscht doch überall vorm Schwimmen nackt mit Duschgel und Haare waschen!!!“ [was ja in Skandinavien eiserne Regel inklusive Erwähnung in Kinderbüchern ist] – nicht bei König Alfred. Da gibts Gemeinschaftsduschen [und ein paar wenige Kabinen] und die Duschen sind kalt [Techniker ist informiert!], was nicht grad zum gründlichen Duschen animiert und es gingen auch einfach alle trocken ins Wasser. Bei König Alfred soll man halt Sport treiben, Punkt. Rutsche ist auch kaputt, Sprungturm gibts nicht. Aber dafür ist es relativ günstig) und Bettzeit. Wir gingen in Brighton eine ausgiebige Runde bummeln, das haben wir schon ewig nicht gemacht. Schaufenster gucken, auch mal wo rein gehen, und wenn uns was wirklich toll gefallen *und* es das in unserer jeweiligen Größe gegeben hätte (looking at you, gelbe Schuhe und blaues Kleid) *und* das dann auch noch gepasst hätte (looking at you, türkise Stiefeletten) wären wir durchaus in Kauflaune gewesen. Leider trafen die drei Punkte bei nichts zu. Rote Schuhe für Herrn Rabe haben wir auch nicht gefunden. Tjanun. Im Anschluss an die Bummelrunde gingen wir noch essen, nach zwei vergeblichen Anläufen („Tisch für zwei? Ja, kein Problem, in 45 Minuten ist was frei für euch!“) wurde es Thai und war sehr lecker. Es ist ja durchaus einfach auch mal schön, irgendwo hin gehen zu können, wo keine Pommes auf der Karte stehen. Insgesamt waren diese paar Stunden sehr schön, meine Schultern hängen jetzt wieder ein paar cm tiefer und ich merke auch, dass ich viel weniger Geräuschempfindlich bin, wenn ich nicht noch für die Emotionen zwei weiterer Menschen zuständig bin. Außerdem kann man mit Herrn Rabe sehr gut bummeln und shoppen.

Danach fuhren wir mit dem Bus zur Schwägerin und hatten das sehr zweifelhafte Vergnügen, den Bus mit einer Horde Teenager mit Hormonstau auf dem Weg zu irgendwelchen sozialen Abendaktivitäten zu teilen. Einige dieser Teenager waren deutsch und ich war zwischenzeitlich kurz davor, einem jungen Mann sowas wie „Das sag ich deiner Mama!“ zu sagen, nachdem er sich wiederholt sehr respektlos über Frauen geäußert hatte. Grundgütiger. Waren wir auch so? (Ich fürchte es.) Werden unsere Kinder auch so? (Ich fürchte es, werde aber mein bestes tun, damit sie es nicht werden.)

Ich möchte bissig anmerken, dass die Teenager vermutlich einfach gar nicht wussten, wie man sich benimmt, weil im Bus keine Schilder waren, auf denen stand „Please don‘t call anyone a MILF“. Engländer scheinen ein inniges Verhältnis zu Schildern zu pflegen, überall sind Schilder, was man soll und was man alles nicht darf. Immer höflich, aber bestimmt. Aber das waren ja eben gar keine englischen Teenager.

Tag 2364 – Die Markgräfin.

Heute waren wir beim Lewes Castle, wo eigentlich ein Kinder-Flintstone-Event sein sollte, aber irgendwie dann doch nicht war. Es war da trotzdem sehr schön.

Suchbild mit Herrn Rabe und Pippi.
Blümels!

Lewes Castle ist eine mittelalterliche Burg aus (lokaltypischem) Feuerstein. Liebevoll bewahrt und eigentlich für Kinder auch sehr interessant gestaltet, unter anderem durch Verkleidungsmöglichkeiten. Dazu gibt es Informationstafeln zu mittelalterlichen Adelsscharmützeln. Michel fand trotzdem alles scheiße, Burg, Ort, Sonne, Wärme, Allergie (vielleicht müssen wir noch mal nach neuen Kreuzallergien auf irgendwelche Pollen schauen lassen) und Erkältung. Woozaa, bestimmt nur eine Phase (haha).

Wegen Ausflug und Nachbarn, die ungestört essen wollen (und der Schwägerin, die gern ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn behalten will) blieb eine knappe halbe Stunde, um mich für einen Bogen zu entscheiden. Mit viel Durchringung durfte erst Herr Rabe und dann die Schwägerin was dazu sagen, und es wurde:

Die Markgräfin.

Die Müsing-Bögen wollte ich so gerne mögen und die haben auch durchaus Qualitäten (Herr Rabe beschrieb den C5 als klar(er) und die Bogenwechsel als weich(er) und überaus angenehm zu spielen sind sie durch das geringere Gewicht wirklich) aber der Marquise ist einfach insgesamt runder und voller. DISCLAIMER: Für mich. Mit meiner Spielweise, auf meinem Instrument, mit den Saiten, die da jetzt gerade drauf sind. Ich komme mit dem Marquise besser klar, weil er ist wie ein Holzbogen. Ich könnte mich an die Müsing-Bögen sicher auch gewöhnen, aber wenn ich nicht muss, muss ich ja nicht, ne? Müsing C5 (ein wirklich toller Bogen, nur eben nicht für mich) und C4 (ebenso, wenn auch tatsächlich ein deutlicher Unterschied zum C5 besteht, nicht in der Handhabung, aber im Klang) gehen zurück. Ebenfalls zurück geht doch der Coda Bow Luma. Der ist zwar wunderbar in der Handhabung, macht aber ein Nebengeräusch, was mich schnell nervt, ist mir bei kurzen, knackigen Noten zu weich in der Ansprache und klingt auch nicht so gut sobald man mit dem Ohr mehr als 15 cm von der Quelle weg ist, sagt das Publikum (N=2). Und für einfach so weil er mir sympathisch ist, ist er dann doch zu teuer, obwohl ich das ernsthaft erwägt hatte, ihn auch zu behalten. Es braucht auch niemand (der kein*e professionelle*r Musiker*In ist) drei Bögen. Alle probierten Bögen waren übrigens einfacher zu handhaben, als mein vermutlich billiger Holzbogen, obwohl ich den ja sehr gewöhnt bin. Ich hege die leise Hoffnung, dass der unbeabsichtigt hüpfende Bogen (beim Abstrich leicht oberhalb der Mitte, wenn ich mich nicht voll drauf konzentriere, das zu kontrollieren, was dann Schludrigkeiten an anderen Stellen mit sich bringt) der Vergangenheit angehört.

Und damit schließen wir das Kapitel Bogensuche ab.

Abends gab es noch einen eskalierenden Streit mit Michel und eine neue Episode in der Erfolgsserie „Frau Rabe verblutet durch die Nase“, aber beides ging gut aus, puh. Nervig ist es trotzdem beides.

Tag 2363 – Frühling, He Who Must Not Be Named und Erkältung.

Hier ist alles grün und blüht! Für uns aus dem hohen Norden ist das höchst faszinierend, bei uns ist alles braun und tot. Ich wünschte, ich würde übertreiben, aber die norwegische Natur sieht, wenn der Schnee wegtaut, jedes Jahr aus als würde nie wieder irgendwas da wachsen. Zur gleichen Zeit sind Wiesen in Deutschland grün. Hier fängt der Raps an zu blühen, die Osterglocken und Tulpen blühen, es gibt Gänseblümchen und Butterblumen und die Bäume blühen. (Schwenk nach Norwegen, am Sonntag hatten die Erdbeeren ca. 3 grünliche Blättchen, sie leben also, schön.)

Gestern waren wir mit Pippi am Strand und Pippi ist endlich der schon seit Tagen überreife zweite obere Schneidezahn ausgefallen. Jetzt hat sie also eine beeindruckend große Zahnlücke und kann wieder essen ohne zu meckern, dass der Wackelzahn dann wehtue. Abends waren wir noch shoppen, denn manche von uns (ich) haben ihre Schlafanzüge zu Hause vergessen, andere (Herr Rabe) haben den Kindern für den englischen Frühling norwegische Winterstiefel angezogen und keine Turnschuhe eingepackt und wieder andere (Michel) haben einen enormen Jogginghosenverschleiß durch Längenwachstum und unbewusstes Friemeln und Popeln an kleinen Löchlein, die dann schnell zu riesigen Löchern werden. Danach waren Kinder und Erwachsene wieder zu spät im Bett.

Heute waren wir in einem Shop namens Oliver‘s Brighton, das kann ich sehr empfehlen, wenn man Harry Potter mag, J.K. Rowling noch (wenn auch über einige Umwege und sicherlich anteilsmäßig nicht sonderlich viel) Geld in den Hals werfen mag oder Kinder hat, die trotz aller Toleranz nur ganz wenig Verständnis dafür haben, wenn man das eigentlich überhaupt nicht mehr will.

Geheim, geheim!

Das ist ein ganz liebevoll gemachter, kleiner Shop, in dem man hochwertigen Harry Potter-Krams kaufen kann. Unter anderem gibt es Nachbildungen der Film-Zauberstäbe, und zwar allen. Schwer sind die, wie die Film-Requisiten auch, kein Plastik. Michels erste Frage an den Shop-Besitzer (Oliver) dazu (nach schlechten Erfahrungen mit einem billigeren Plastik-Stab), in astreinem Englisch: Sind die hohl innendrin? Nein, sind sie nicht, die haben einen Metallkern, da drum ist ein „Resin“ und dann sind sie handbemalt. Also falls Sie mal in Brighton sein sollten, und, sagen wir mal, Molly Weasleys oder Katie Bells Zauberstab haben wollen, buchen Sie ruhig einen Termin bei Oliver. Man kann auch Butterbeer kaufen, die Marauders Map, Death Eater Masks oder oder oder. Was das Herz begehrt. Dabei kann man außerdem Oliver treffen, was ein Anlass für sich sein dürfte.

Leider plagt uns (Herrn Rabe, Michel und mich) weiterhin die Erkältung, aber ich habe das Gefühl, es geht jetzt wieder bergauf. Michel plagt außerdem Allergie. Gut, dass ich eine halbe Apotheke dabei habe.

Morgen, allerspätestens übermorgen, muss ich mich für einen Bogen entscheiden. Zwei (die, die vom anderen Laden in der Cello-Version ankamen) hatte ich über ein Trial-Program hier her bestellt und spätestens Donnerstag muss ich die zurückschicken, wenn ich sie nicht haben will. Ich möchte die gerne mögen, aber inzwischen bilde ich mir bei allen Bögen Nebengeräusche ein, die da vermutlich gar nicht sind oder sich mit optimalisiertem Kolophonieren beheben ließen und macht nicht der eine, dass die Geige auf den höheren Saiten metallisch und schrill klingt??? Ahhhhh. Vielleicht müssen morgen wirklich Herr Rabe und die Schwägerin was dazu sagen, aber dann müssen sie ja zuhören und über das nicht-Solisten-Qualität-spiel hinweghören… ahhhhh.