Tag 1116 – GÄNSEFÜSSCHEN Vereinbarkeit GÄNSEFÜSSCHEN.

Heute mal kein Gemecker über meinen aktuellen oder generell Arbeitgeber. Sondern Gemecker über Kraftgrenzen und Elternakkus und Geduldsfäden.

Ich bin hundemüde. Ich weiß, vier Wochen sind noch nicht genug, um darüber eine definitive Aussage zu treffen, aber das Pendeln und die Vollzeit und die dadurch langen Tage, das ist für mich tierisch anstrengend. Ich bin kein Morgenmensch, das ist ja nun auch kein Geheimnis, aber wenn ich um acht bei der Arbeit sein will, müssen Pippi und ich eigentlich um zehn nach sieben das Haus verlassen. 3 Minuten um alles im Auto und angeschnallt zu haben, 25 Minuten zum Kindergarten, 10 Minuten um Pippi abzuliefern, 12 Minuten zur Arbeit. Um das zu schaffen, weil ich morgens die lahmste Ente der Welt bin, muss ich eigentlich um viertel vor sechs aufstehen. Sechs würde auch nich reichen, wenn ich dann denn auch echt sofort aufstehen würde. Was ich nie tue. Was scheiße ist, aber der Geist und das Fleisch und überhaupt alles ist morgens sehr schwach. Ich mache mich dann fertig, Herr Rabe macht die Kinder fertig, einer von uns macht Kaffee und zum ersten Mal seit wir sie haben, finde ich, die Kaffeemaschine frisst morgens zu viel Zeit. Jedenfalls reichen die anderthalb Stunden nie. Irgendwas fällt immer hinten rüber. Ich muss mein Make-up mitnehmen, weil ich es nicht mehr schaffe, mich zu schminken. Ich kriege kein Frühstück. Der zweite Kaffee wird halt nicht im Auto getrunken, weil ich nicht mehr schaffe, einen weiteren Kaffee zu machen. Oder ich komme halt zu spät. Und muss dann eben länger bleiben, was ja kein großes Problem ist, der Kindergarten hat ja bis viertel nach fünf auf. ABER. Pippi schläft immer auf dem Rückweg ein. Je später das ist, je schwieriger wird es, sie noch mal aufzuwecken, wenn wir dann irgendwann zwischen viertel vor fünf (gut!) und viertel vor sechs (richtig schlecht) wieder zu Hause sind. Dann ist irgendwie kochen und Essen und dann müssen die Kinder eigentlich auch schon wieder ins Bett, weil sie sonst nämlich morgens nicht aus den Federn kommen, weshalb wir dann morgens wieder alle extra gestresst sind und… arrrrgh. Jedenfalls sehen die Kinder das meist gar nicht ein und es wird immer zu spät. Wir Erwachsenen sind nach dem Tag auch so platt, dass außer vielleicht noch ne Maschine Wäsche anstellen und die Spülmaschine versorgen nicht mehr viel geht. Meist ist es sogar zu spät für Netflix. Oder wäre es, wenn wir vernünftig wären. Und ach ja, bald kommt ja abends noch das Bewerbungen schreiben dazu. Wie schön.

Und dann ist Wochenende. Und so viel Haushalt ist liegen geblieben. Ab und an muss man auch Einkaufen. Vier Menschen leben auch hier und die brauchen irgendwie dauernd irgendwas, von Unterhosen bis Blumenerde, für das man halt dank neuem Dorfleben irgendwo hingurken muss. Die Kinder finden aber (zurecht), dass sie uns unter der Woche kaum gesehen haben und drehen frei. Alle drehen dann frei. Am Ende heulen die Kinder weil wir gesagt haben, sie dürfen zum Einkaufen nicht mehr mitkommen, wenn sie so UNGLAUBLICH RUMNERVEN. Die Kinder finden das und generell uns dann natürlich gemein. Aber herrje. Morgen stehen schon wieder 2 Brote und der Haushalt* an, wir wollen zum Bauernhof und eventuell nochmal zum Gartencenter, weil das so hübsche Gartenmöbel zu gar nicht mal so absurden Preisen (und morgen auf) hat, wir alle wollen schlafen und ich würd auch gern in Frieden einen Podcast hören, ohne dass neben mir lautstark bis 366 gezählt wird. Ich mag nicht die Kinder noch mehr abschieben, aber es geht echt nicht, die zum Einkaufen mitzunehmen, dann zerfleischen wir uns alle am Ende.

Ohne Witz: die Aussicht darauf, vielleicht bald wieder sehr viel Zeit zu Hause zu verbringen, finde ich grad ganz verlockend. Dann kann ich wenigstens schon unter der Woche Backen, oder auch putzen, oder den Wocheneinkauf machen. Alternativ wäre ein ausreichend gut bezahlter Job auch eine Hilfe, denn dann könnten wir immerhin eine Putzhilfe engagieren und müssten nicht beim Einkaufen drauf achten, im günstigen Supermarkt die günstigen Sachen zu kaufen, sondern könnten halt mal was vom Weg mitbringen, auch wenn da halt nur ein Meny ist und da die Milch 22 Kronen kostet.

Aber eigentlich kann’s das doch auch nicht sein, dass man halt entweder Vollzeit arbeitet, um genug Geld zu verdienen, damit man sich dann Personal und Dienstleistungen kaufen kann, damit man neben der Vollzeit-Erwerbsarbeit noch irgendwas anderes als Essenputzenschlafen schafft, oder es kann halt nur einer pro Paar arbeiten, pendeln, müde sein usw.

Ich jedenfalls finde das kacke. Aber vielleicht** ist es ja einfach nur die blöde Situation bei der Arbeit, die mich grad alles kacke finden lässt. Hoffen wir’s.

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Auto-Lobhudelei: weder Gartensitzgruppe, noch Gewächshaus spontan gekauft. Und auch nur die zwei Paar Schuhe***, die die zwei Paar Schuhe ersetzen werden, die nach diesem Sommer leider aber eindeutig ein Fall für die Mülltonne sind.

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*wenigstens nicht so schlimm wie letzte Woche, weil es recht aufgeräumt ist und wir letzte Woche wirklich gründlich waren. Außerdem habe ich Rexto Plexto heute endlich ausgepackt und werde sie jetzt gleich noch durchs Wohnzimmer rödeln lassen.

**gaaaaaanz bestimmt. Nicht.

***im „50% noch mal auf den Sale-Preis, echt, wir schmeißen die sonst weg, komm, du kriegst noch Schuhcreme und nen Lolli dazu, ich Schenk dir sogar die Tüte, Hauptsache du nimmst diese Schuhe mit!“-Sale. Sonst ist der Geiz grad sehr stark in mir.

Tag 1111 – Schnaps! Schnaaahaps!

(Und bis zur nächsten Schnapszahl dauert es wieder über drei Jahre! Kinder, wie die Zeit vergeht!)

Bei der Arbeit läuft alles seinen gewohnt absurden Gang, außer dass der Kollege ob seiner nächste Woche anstehenden Prüfung immer nervöser und dadurch reizbarer wird. Das überträgt sich auch auf mich und ich bin eh vielleicht grad etwas reizbar, das ist keine so gute Kombi. Aber so ist es eben jetzt, wir haben uns bis zum Hals in Artikeln eingegraben, damit wir besser einschätzen können, ob es das wert wäre, den einen oder anderen Prozess eingehender zu untersuchen und morgen früh sollen wir das dem Chipsmann dann präsentieren. Ähäm. Okay. Der Chipsmann selbst versucht Loyalitäten auszuloten und wenn ich was nicht leiden kann, dann wenn man versucht, mich zu manipulieren, ich bin dagegen, wie Michel sagen würde, allergisch, denn ich kriege Kopfschmerzen von diesem vielen Gedenke und nicht-Aussprechen und Geheimnisse haben. Urgs. Schreckliche Situation.

Apropos Michel: der meint auch, er sei allergisch gegen Licht, weil er morgens schlechte Laune und manchmal Kopfschmerzen hat. Ich denke ja, das liegt am Schlafmangel, genau wie Dauergeheul am Nachmittag/Abend. Leider hab ich heute auch wieder unter Beweis gestellt, das meine Mutter-Skills nicht so auf der Höhe sind, weil ich das mit dem Schlafmangel und „es ist eigentlich auch schon wieder Bettzeit“ ausgesprochen habe (–> mehr Geheul) und mir dann bei Michels Aufzählung, wie lange er sparen muss um sich irgendein Objekt der Begierde zu kaufen, nämlich „UND WIE LANGE SOLL DAS DAUERN, HÄH? SIEBEN UND SIEBEN UND SIEBEN UND SIEBEN UND SIEBEN MAL? UND SIEBEN UND SIEBEN…“ ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte –> „MAMA LACHT ÜBER MICH!!! WÄÄÄHÄHÄHÄHÄHÄ!“.

Tjanun. Muss alles, wird alles werden, irgendwie. (Heute für mich keinen Schnaps, morgen klingelt der Wecker auch wieder früh.)

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Auto-Lobhudelei: Ich werd durch den Job noch sowas wie diplomatisch.

Tag 1108 – Feierabend.

Herr Rabe weilt auf dem Sommerfest seiner Firma, deshalb habe ich heute beide Kinder von ihren Einrichtungen abgeholt, mit Michel Hausaufgaben gemacht (weil er wollte, nicht weil er musste, er wollte wirklich unbedingt und naja, Bögen malen und Worte die mit S anfangen markieren, das kann man auch von den Hausaufgaben der nächsten Woche vorziehen. Überhaupt meckert Michel ein bisschen über den langsamen Lern- und Lehrfortschritt, das gibt sich hoffentlich noch.), habe gekocht und wir haben zusammen gegessen, dann habe ich beide Kinder ins Bett gebracht, die Küche aufgeräumt und dann stand ich vor der Entscheidung, direkt ins Bett zu gehen oder halt nicht. Nach der Woche wäre ersteres vermutlich klug, aber herrje, es ist Freitag und ich gucke jetzt einen Film, den Herr Rabe wohl eh eher nicht sehen wollen würde (The Hunger Games, ganz was erbauliches) und dabei esse ich Trauben-Nuss-Schoko, die Herr Rabe wegen der Trauben auch nicht mag und genieße, dass ich morgen nicht früh aufstehen muss. Ich hab auch echt genug von Tabellen und Artikeln und für jemanden, der nicht gern telefoniert, habe ich in den letzten Tagen sehr viele Menschen, die ich überhaupt nicht kenne, wegen echt wichtiger Dinge angerufen. Ja, ich bin echt gar. Aber ich brauch auch noch ein bisschen zum runterkommen.

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Auto-Lobhudelei: den Nachmittag mit den Kindern wirklich entspannt verbracht, sogar Michels Hausaufgaben-Übermut in konzentrierte Bahnen gelenkt.

Tag 1103 – Ordentlich platt.

Man verlernt das mit dem Tanzen ja nicht und ich hatte gestern wirklich sehr viel Spaß. Völlig nüchtern, denn ich bin gefahren. Der letzte Zug von Oslo nach Eidsvoll geht nämlich um 0:44 Uhr, das ist für einen Club ja nix. Aber von Ankunft bis Laden schließt habe ich die 2,5 Stunden eigentlich konstant durchgetanzt, mit einer Pinkelpause auf dem Unisex-pro-Kabine-nur-eine-Person-sonst-fliegste-raus-Klo. Hachja. Doch, das war sehr schön. Trotzdem war heute ein recht gammeliger Tag, ich war eben erst um fünf im Bett und außerdem habe ich furchtbaren Muskelkater.

Die Kinder haben sich weiter mit den Nachbarsmädchen angefreundet, die klingelten einfach an der Tür und dann tobten sie hier zu viert durchs Haus und die Gärten, das freut mich nach fünf Jahren Norwegen mehr als ich gedacht hätte. Ich bin ein Einsiedler geworden hier, der sich beim Klang der Klingel* fast erschreckt und dann fragt, ob sie was bestellt hat, aber es ist ja Sonntag und…? Und dann stehen da zwei Mädels und fragen „Kann Michel zum Spielen rauskommen?“ Hachz. Michel hat die zwei dann übrigens schwer beeindruckt, indem er sich einen Eimer kaltes Wasser übergegossen hat. Wir haben Videos, das wird ein schöner 18. Geburtstag. Besonders schön auch in Kombination mit dem Video von Pippi: während Michel nach dem Gießen herumspringt wie ein Frettchen auf Speed, gackert wie ein Huhn und lautstark kundtut, wie kalt das ist, gießt Pippi einfach und antwortet auf Nachfrage, ob das kalt ist: „Joa.“ Ich habe mich darüber sehr amüsiert.

Jetzt Bett, morgen müssen wir dem Chipsmann sagen, was Sache ist. Das wird… nicht so schön.

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*sie klingt sehr schön. Überhaupt finde ich unser Haus nach wie vor sehr sehr schön. Hachz.

Tag 1100 – Eingeschult!

Michel ist jetzt ein richtiges Schulkind.

Wir haben auch direkt einen Haufen Zettel zum Ausfüllen bekommen (zum Beispiel wird das Kind furchtbar schädliche 9 Stunden am Tag in der Schule verbringen, man stelle sich das vor, das arme Kind, hätten wir uns das mal eher überlegt, dann hätten wir den eben nicht bekommen, weil wir uns nicht leisten können, beide Teilzeit zu arbeiten*) und Michels Name wurde, da bin ich sehr sicher, beim Vorlesen vergessen. Aber das ist alles nicht so wichtig, wichtig ist das Ausflippen vor Freude über den Spidermanpulli und das „Danke, Mama!“.

Ein richtiges Schulkind. Hachseufz.

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Mein Meeting war leider ziemlich furchtbar, sie haben mich nach meiner Meinung zu Sachen gefragt, was soll ich da machen, lügen? Hab also meine Meinung gesagt, alles an der Tafel vorgerechnet und befürchte jetzt, dass es eher eine Frage von Wochen als Monaten ist, bis Konkurs angemeldet wird. Vielleicht sind’s auch nur Tage. Es ist alles nicht so sehr erfreulich.

Tag 1099 – Der Ernst des Lebens.

So wurde mir das damals verkauft. Die Schule geht los und damit der Ernst des Lebens. Ich bin ja allgemein wirklich kein Freund von „und uns hat das auch nicht geschadet!“, aber ich bin im Nachhinein schon sehr froh, dass mir die Unkenrufe weder die Vorfreude auf die, noch die Freude an der Schule vermiesen konnten. Ich war so heiß auf Schule, ich nervte sämtliches Lehrpersonal das ganze erste Jahr massiv, weil ich alles schon wusste und konnte und WO IST DENN DA DIE HERAUSFORDERUNG BITTE HALLO ICH BIN ZUM LERNEN GEKOMMEN!!! Ich war dann auch nicht soooo beliebt, sag ich mal.

Michel freut sich auch sehr auf die Schule. Er freut sich aufs Lernen, er übt gern mit seiner Uhr, wir zählen jedes Wochenende das Taschengeld durch und wenn er fragt, was drei und zwei ist, ermutige ich ihn, es doch mit den Fingern zu probieren*. Meistens klappt es dann und das Ergebnis ist ein sehr stolzes Kind. Aber ein bisschen bin ich schon froh, dass er nicht schon alles perfekt kann, denn dann bleibt ihm vielleicht wenigstens die Langeweile** erspart.

Hach, mein großer kleiner Zwerg, da fängt er schon in der Schule an. So schnell kann das also gehen***. Hachseufz.

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(Mein höchst eigener Ernst des Lebens ist morgen ja die Challenge, dem Finanzmann und dem Geschäftsführer klarzumachen, dass wir eklatante Sicherheitsmängel haben, jede Menge Ausstattung brauchen und für einen Verkauf unserer Produkte erstmal als Hersteller zugelassen werden müssen, ohne dabei durchblicken zu lassen, dass ich es für das Beste halten würde, den Laden zu schließen, bevor noch mehr Geld verbrannt wird. Das möchte ich nämlich lieber dem Chipsmann schonend beibringen, wenn er aus dem Urlaub kommt.)

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*Ist bestimmt didaktisch ganz schlimm, mir egal.

**Ich nehme mal an, von außen Klinke runterdrücken gehört nicht zum Standardrepertoire einer norwegischen Grundschule 2018. ich hoffe es.

***Naja, in Bielefeld hätten wir es für dieses Jahr noch wählen können, denn schulpflichtig wäre er da erst ab 2019.

Tag 1097 – Alles so spannend!

Meine beiden Kollegen und ich haben heute den Pilotreaktor in Betrieb genommen. Das ist ja schon ziemlich spannend, auch wenn das alles quick and dirty und genau genommen sehr Fußnagelhochrollend unsauber geschehen ist, aber wir haben ja nix und es ist eh nur um dem CEO und dem CFO, die am Donnerstag vorbei kommen wollen, zu zeigen, dass wir was tun. Bisschen ungünstig halt, dass der Chef (CTO, wobei, vielleicht bin das auch ich, man weiß es nicht so genau bei dem Laden) locker flockig durch die Berge wandert und der Rest die geballte Kompetenz von einem Maschinenbauer (in den Endzügen des Bachelors), einem Biotechnologen (in den Endzügen des Masters) und mir halt (noch nie mit Mikroalgen gearbeitet, aber einen PhD, immerhin, und Grundschulmathematik kann ich auch*) besitzen, was nicht viel ist. Aber egal. Alles für den Vorstand, alles für den Club.

Apropos Donnerstag: da wird ja Michel eingeschult und deshalb habe ich heute Zeug für die Schultüte besorgt. Jaja, nicht grad früh. Zum Ausgleich bekommt er auch keine mega fancy Sachen** sondern etwas besondere Stifte, Erstklässlerhefte zum Schreiben/Zahlen/Uhrzeit üben, einen Kinderkrimi aus seiner Lieblingsreihe und Anziehsachen. Ein bisschen Schlickerkram und, stimmt, ein Zip-Licht. Pippi kriegt auch eine kleine „Schul-„Tüte mit einem Ziplicht und einem Zahlenbuch, weil ich grad die Nerven einfach gar nicht habe, um empörtes Geheul während der Einschulung des großen Bruders aufzufangen. Meine Nerven werden ja damit beschäftigt sein, rechtzeitig beim Meeting aufzulaufen und dann einen, äh, souveränen Eindruck zu machen und nicht durchblicken zu lassen, dass ich am liebsten schreiend vor der Firma davonrennen würde.

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Auto-Lobhudelei: ganz viel Sachen entschieden, einige Sachen auch gegen leichten Widerstand durchgedrückt, nur wenig Haare gerauft bei „Warum hat denn niemand das Medium aus dem Kühlschrank geholt?“ und ich weiß seit heute dann auch, wie man mit dem Prius einem anderen Auto Starthilfe gibt. Und schamlos die neue Stelle in neue Bewerbungen eingearbeitet (Sachen entscheiden! Sachen durchdrücken! Sachen planen! Budgets ausrechnen!).

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*kleine Spitze, aus Gründen

**Ich bekam damals einen Anspitzer, das weiß ich noch, der war so schön. Aber es gab heute keine schönen. Ich bekam auch damals so dicke Buntstifte, die Stummel davon habe ich heute noch. Und eine Uhr, die habe ich aber irgendwann in der Schwimmbadumkleide verloren, irgendwie.

Tag 1087 – Nix mit ausschlafen.

Mit dem Schlafen klappt es bei mir grad eh wieder nicht so super, aber heute mussten wir tatsächlich auch noch beide Kinder wecken, um nämlich deren neue Schule bzw. Kindergarten anzuschauen. Michels neue Schule ist recht nah und 2/3 des Wegs liegen mit Herrn Rabes Weg zum Zug zusammen. Noch ist ja keine Schule sondern Ferienbetreuung, aber wenigstens haben wir schon mal ein paar Kinder gesehen und in Erfahrung gebracht, welche Art Brotdose Michel am Montag braucht. Frühstück nämlich wenn er sehr früh kommt, sonst eigentlich nichts. Ansonsten gibt es über die Ferienbetreuung nicht viel zu sagen. Angenehm finde ich, dass hier alle auf Pendler*Innen eingestellt sind und recht lange Betreuungszeiten anbieten. Das erleichtert uns vieles. Michel freut sich ein bisschen und ein bisschen geht ihm auch die Düse, das ist also auch alles ganz ok.

Pippis neuer Kindergarten hingegen ist halt echt weit weg. Mit einem kleinen Umweg liegt er auf meinem Arbeitsweg, anders würde es echt nicht gehen. Aber dafür ist das mal der krasseste Kindergarten, den ich bisher gesehen habe. Er wurde erst im Februar eröffnet, es ist also alles ganz neu. Ganz ganz neu. Es gibt gefühlte 30 Gruppen mit jeweils 20 Kindern, Pippi ist jetzt in der Türkisen Gruppe. Zwei der Betreuerinnen sind eher im Oma-Alter, das finde ich ja recht sympathisch. Und ganz anders als vor zwei Jahren bei der Eingewöhnung aus der Hölle fing Pippi direkt an mit den anderen Kindern, den Spielsachen und den Betreuerinnen zu spielen. Yeah! Als wir den Rest des Kindergartens anschauen wollten, blieb sie sogar auf eigenen Wunsch hin in der Gruppe und verpasste so eigentlich das beste. Nach Mal- und Bastelraum, Bibliothek, Turnraum und Küche wurde uns nämlich der „Wasserspielraum“ gezeigt. Ein Kindergartenspa. Eine große, aber flache Wanne, in der jeweils zwei bis drei Kinder planschen können. Pippi wird AUS-RAS-TEN! Ein Kindergarten mit Badebecken.

Auch draußen ließ der Kindergarten absolut keine Wünsche offen (außer grünes Gras vielleicht, aber was willste machen bei totalem Bewässerungsverbot) und wenn das so gut weiterläuft, wie es sich angedeutet hat, haben wir da wirklich Glück im Unglück gehabt, dass alle Kindergärten in der Nähe von unserem neuen Wohnort voll waren.

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Auto-Lobhudelei: nach 4 Schubladen die restlichen 4 in Rekordzeit zusammengebaut. Und endlich Klamotten ausgepackt.

Tag 1086 – Eine Shoppingtour für die Tonne.

Wir waren heute beim Möbelschweden und dass es den Tisch, den wir gerne als Zweitesstisch für die Küche gehabt hätten, nicht gab war im Endeffekt irgendwie fast noch am Besten. Aber fangen wir vorne an, bzw. zu Hause. Da machten Herr Rabe und ich eine lange, laaaaaange Liste mit Dingen, die wir noch brauchen. Da stand dann von Klobürsten bis Sofa alles drauf. Wir maßen nochmal die Sofaecke aus und die Garderobe auch, da muss ja auch irgendwas hin. Wir schauten nochmal online und im Papierkatalog nach Garderobenlösungen und einigten uns schlussendlich auf eine Elvarli-Lösung. Die wir dann auch komplett per Elvarli-Planer durchplanten und Codes generierten, die man, laut Internet, einfach am Infodesk aufruft und sich die Liste mit Regalen ausdruckt, in denen die Teile liegen. So fanden wir uns recht gut vorbereitet. Und fuhren los, nach Oslo. Wir wohnen ja jetzt quasi zwischen 2 Möbelschweden, aber wir dachten, Oslo wäre eine gute Idee.

Tja, wäre es eventuell auch gewesen, wären wir früher losgekommen. So waren wir um halb fünf da, zusammen mit halb Oslo. Schon allein die Parkplatzsuche war… unspaßig. Und so schmale Parkplätze. Meh. Als wir die Kinder aus dem Auto holten, fiel auf, dass wir für keines Schuhe dabei hatten. Hupsi. Aber egal, die sollten ja eh ins Småland. Hahaha. Das war natürlich voll, außerdem ist das da eh nur ein Spielraum, mit 1 Stunde (EINER!) Zeitbegrenzung. Ähhhh, ok. Also erstmal Kaffee und Kuchen. Im ultra vollen Restaurant, in dem grad alle Familien zu Abend aßen. Wir standen so lange an, dass nicht viel gefehlt hätte, dass ich Leute gebissen hätte, aus Hangryness und schierem Hunger. Dann suchten wir einen Tisch, was auch nicht einfach war und als wir an einem schon angestanden (!) hatten, quetschte sich blitzschnell ein Mädel, nennen wir sie aus Gründen einfach Cakey McCakeface, auf die Bank und glotzte mich blöd an, als ich überlaut zu den Kindern sagte „Oh, da war jetzt wer schneller, da müssen wir wohl weitersuchen“. Ich weiß dass sowas unfair ist, aber in 10 Jahren steht sie da mit 2 hungrigen Kindern und sucht nen Sitzplatz und dann werd ich da sitzen mit meinem Mittvierzigerarsch und ohne cakey Makeup und dann kommt meine Rache, wenn ich mir in Zeitlupe den Daimkuchen… aber ich schweife ab. Jedenfalls sagten wir etwa 2000 mal „Nimm die dreckigen Füße von der Bank!“ und dann waren wir auch fertig mit Essen. Wir teilten uns auf: ich und die Kinder warteten auf Plätze im Spielraum, Herr Rabe versuchte sich für die Leihwagen zu registrieren. Beides dauerte ca. ewig, war aber schlussendlich erfolgreich.

Dann: Sofa. Ich versuchte probesitzend, mich am Handy für eine Bezahlkarte zu registrieren, was voll easy ging, bis zu dem Punkt „Wenn Sie die Karte heute schon benutzen wollen, müssen Sie am Desk ihren Ausweis vorzeigen.“. Den hatte ich nicht dabei. Also versuchte Herr Rabe, der immer seinen Ausweis dabei hat, sein Glück. Herr Rabe aber scheiterte an der Signatur per BankID, die App streikte. Naja, dachte ich, vielleicht können wir aus zwei halben Registrierungen eine machen, das müsste ja vielleicht… NEIN! Natürlich nicht. Und ich sag mal so: das kann man mit weniger Überlegenheit kommunizieren, liebe Verkäuferin, und überhaupt ist deine eine Wimper schief.

Beim hunderttausendsten Versuch ging es dann endlich, außerdem mussten wir das Sofa bestellen. Also zurück zur Wimpernfrau, wieder Nummer ziehen, jaaaa, wollen Sie das denn jetzt mitnehmen oder liefern lassen, aber das dauert zwei Wochen, schauen Sie doch mal ob Sie einen Leihwagen kriegen. Ich dachte ja, Herr Rabe hätte das schon gemacht, aber nein, das ging auch nicht per Handy, weil die App… ok. Und da bin ich dann wütend abgerauscht Richtung TV-Möbel. Mit noch 20 Minuten der Kinderfreizeit auf dem Tacho. Ohne irgendwas überhaupt bisher vollbracht zu haben.

10 Minuten später war Herr Rabe dann bei mir und fand alles blöd was ich gut fand, aber er hatte ein Auto für 19:30 gebucht. Bis dahin waren es noch eineinhalb Stunden, das sollte ja machbar sein. Aber erstmal Kinder abholen, weil Stunde abgelaufen. Die Kinder hatten die Stunde vor der Glotze verbracht.

Zurück in der TV-Möbel-Abteilung. Michel will, dass wir ihm Zahlen malen, Herr Rabe und ich versuchen uns auf irgendwas zu einigen, Pippi sitzt auf dem Boden und malt in ihr Aktivitätsheft. Ich zeige Herrn Rabe den Unterschied zwischen Blau und Türkis, Michel nölt und Pippi… ist weg. Hinterm Regal? Nein. Hinter dem Regal? Nein. PIPPI! Brülle ich in meiner besten Mama-Stimme, der ganze Stock hat’s gehört, da bin ich sicher. Aber sie kommt nicht. Sie ist weg. Herr Rabe sucht zwischen sämtlichen TV-Möbeln aber PIPPI IST WEG! Panik steigt in mir auf. Kalte, ekelhafte Angst. Mama, mal mir eine 2. JETZT NICHT MICHEL, PIPPI IST WEG! Wir müssen sie suchen. Aber was soll ich dann machen? DU KOMMST MIT! Am Kragen mein eines verbliebenes Kind packend suche ich das zweite, beim vierten Mal rufen schnappt meine Stimme über und hinter der dritten Ecke fange ich haltlos und panisch an zu schluchzen. Ich kann auch kein Norwegisch mehr und stammele herum und merke, dass mein Atem aus dem Takt gerät und ich hyperventilire. Irgendwer holt einen Mitarbeiter, ich weiß nicht mehr was dann war, plötzlich sagen Leute, da hinten ist das Kind und ich renne da hin (Michel schleifend) und Pippi kommt aus der nächsten Abteilung und guckt ganz verdattert, dass Mama so hysterisch ist. Vor lauter Schreck weint sie dann auch und ich kann kaum mein Handy halten um Herrn Rabe anzurufen, dass sie da ist.

Zehn Minuten später bestellen wir bei dem Mitarbeiter, der geholt wurde, ein TV-Möbel und das Sofa (zu der Wimpernfrau gehe ich nicht mehr zurück).

Die Kinder drehen frei und wir versuchen so gut es geht Zeug auszusuchen. Tisch, Stühle, Kinderschreibtisch, Gästebett, dies, das. Unser toller Elvarli-Code funktioniert natürlich nicht, es gibt auch keinen Planer und generell scheint niemand daran interessiert, dieses System zu verkaufen. DANN NICHT. Wir haben ja keine Zeit. Es ist immernoch sehr sehr voll und ich habe schon lange keine Lust mehr. Wir gehen im Stechschritt durch die Markthalle und sammeln Kleinkram. Die Mülleimer haben wir in der Küchenabteilung wohl verpasst. Ebenso die Kellerregale. DANN NICHT. Um sieben sind wir im Lager. Besser gesagt: in Lager Nummer eins, denn dieses Möbelhaus hat drei! Lager. Das am Ausstellungshaus selbst, eins über die Straße (in dem man gesondert bezahlen muss) und die Warenausgabe in fünf Minuten Autofahrtentfernung. Suuuuper.

Um zehn nach acht haben wir alles aus Lager 1 zusammengesammelt, der erste Wagen ist schon mal voll, es soll sich ja lohnen mit dem Mietwagen.

Um viertel vor acht (!!!) hat es Herr Rabe durch die Kasse geschafft. Er geht direkt zum Servicedesk, das Auto „verlängern“. Wenigstens geht das problemlos, allerdings müssen wir natürlich wieder anstehen.

Wir holen das Mietauto, es hat eine Macke. Telefonieren. Warten. Um viertel nach acht sind wir an Lager 2. Pippi plumpst vom Wagen und hat eine Beule. Beide Kinder sind inzwischen so drauf, dass ich sie aussetzen möchte (ja, zwei Stunden nach der Pippi-Weg-Panik), sie hauen sich, stehen im Weg, machen nicht mit.

Der Tisch ist ausverkauft. DANN NICHT! Um viertel vor neun sind wir endlich aus Lager 2 raus, mit einem weiteren komplett vollen Wagen mit großen Paketen.

Noch zur Warenausgabe, das Sofa abholen. Den Zettel brauche ich dafür, die Quittung kannst du ja schon mal einstecken. Das Sofa soll 2,5 Kubikmeter Platz brauchen. Ich baue auf Herrn Rabes Tetriskünste. Bei der Warenausgabe steht schon vorne, dass es heute längere Wartezeiten gibt. Unser Sofa, vor 45 Minuten bezahlt, ist noch nicht mal in Bearbeitung.

Nach 20 Minuten Warterei springt es auf Abholbereit. Und wieder zurück zu in Bearbeitung. WTF?

Nach weiteren 10 Minuten Warterei (3 Pakete, sorry, wie lang kann das dauern, wenn es schon in Bearbeitung ist?) gebe ich auf. Ich fahre mit den Kindern schon mal los nach Hause. Es ist zwanzig vor zehn und die Kinder kippen sonst bald aus den Latschen oder zünden aus Quatschigkeit die Bude an.

Zehn Minuten später. Mein Telefon klingelt. Die brauchen die Quittung. Du musst zurückkommen.

Es kommt keine Ausfahrt. Reicht es, wenn ich dir ein Bild schicke? Nein, die müssen die stempeln. SERIOUSLY DANN TACKERT DIE DRECKSBESCHISSENE QUITTUNG AN DEN VERKACKTEN LIEFERSCHEIN IHR KACKWÜRSTE!

Herr Rabe wartet vor der Warenausgabe auf mich. Ich glaube, er hat Angst, dass ich sonst wem ernstlich Gewalt antue. Immerhin sind beide Kinder eingeschlafen, aber in komischen Positionen, das geht so nicht, mal anders… hups, Michel wieder wach.

Ich werde die ganze Rückfahrt zugeschwallt. Zwischendurch bekomme ich eine Nachricht, dass Herr Rabe das ganze Auto umpacken musste, jetzt aber unterwegs ist.

Um viertel vor elf bin ich mit den Kindern zu Hause. Pippi wird wach und muss aufs Klo, ich ziehe ihr auch direkt den Schlafanzug an und lege sie dann in ihr Bett. Michel hat Hunger und ich auch und deshalb mache ich uns ein Spiegelei, für mich mit Brot und Käse und Ketchup, für Michel auf seinen Wunsch hin einfach so.

Herr Rabe kommt. Ich mache ihm auch noch ein Spiegelei auf Brot, er trägt rein was er kann. Also das meiste. Ich gebe ihm sein Ei und es fällt ihm runter, auf die Dotterseite natürlich. Ich putze Dotter von der Türschwelle.

Wir tragen das Sofa rein. Es ist wirklich schwer und unhandlich. Dann holen wir Pippi aus dem Bett, ich hole Michel das iPad, damit er mal Ruhe gibt, ich spüle noch einen ganz plötzlich dahingefallenen Nasenbluten-Fleck vom Pflaster und dann geht es wieder los: das Auto zurückbringen.

Der iPad-Akkuist leer.

Als der Akku voll genug ist, bin ich froh drum, erwachsenenmusik hören zu können.

Halb eins. Ich sammle Herrn Rabe ein. Er möchte fahren, soll mir recht sein, ich bin sooooo müde.

Viertel nach eins. Endlich zu Hause. Beide Kinder wach. Aber jetzt schlafen alle.

Tag 1081 – Da isser raus.

Michel kam heute ganz hektisch angerannt. „Ähhhh äh!“ Machte er und wedelte mit den Armen und zeigte auf seinen Mund. Ich sah nur Blut und schluckte kurz, aber da er eher aufgeregt als schmerzerfüllt wirkte, fragte ich, ob der Zahn endlich raus ist. „Äh äh!“ Machte er und schüttelte den Kopf. Er riss den Mund auf und inmitten des Blutsees sah ich den Zahn sehr unnatürlich um 90 Grad nach vorne gekippt, mit der Wurzel Richtung Zunge. Hmmlecker. „Oi!“ Sagte ich, aus Ermangelung an tiefsinnigeren Ideen. Michel spielte mit der Zunge an dem Zahn und flipschte ihn hin und her. „Der hängt noch an einer Ecke fest… wenn du willst, zieh ich ihn raus.“ hörte ich mich sagen, aber Michel schüttelte den Kopf und hopste davon.

Zwei Stunden später hatte Michel Hunger und ich machte ihm eine Lompe* mit Gurkenscheiben und Pfeffer. Er aß vor dem Fernseher** und mit einem Mal hörte ich ihn quieken wie ein Ferkel. Dann kam er wie der Blitz angerannt. „Ääähhhhhh!“ Machte er und ich sah die Zahnlücke für etwa eine Nanosekunde, da drehte er schon wieder rum und rannte zurück. „Ääähhhh!“ machte er und zeigte auf den Teller. Da lag der Zahn. Endlich. Die erste Zahnlücke. Natürlich wurde die erstmal fotografiert und an die Verwandschaft geschickt***, Michel war natürlich stolz wie Oskar, als wir den Zahn in die Krokodildose legten, mit einem liebevollen Bett aus Zewa, weil alles andere halt schon in Kisten ist. Und weil die Zahnfee ja nur beim 1. Zahn kommt, das aber ja erklärt werden musste, bastelte ich eben noch eine Karte****, während Herr Rabe ein kleines Geschenk verpackte*****.

(Ich kann echt nicht so gut zeichnen. Und das Licht war auch nicht gut zum Fotografieren. Aber die Geste zählt, ne?)

Hachseufz. Jetzt hat der Große also den ersten Zahn verloren. Neulich noch was er so unglaublich niedlichkleinspeckig und wir hatten ihm aus schierer Verzweiflung ob der Dauernöligkeit wegen durchbrechender Zähne (immer im Doppelpack, deshalb gibt es auch kein Foto mit nur einem Zahn) sogar so eine wirkungslose Bernsteinkette umgehängt. Ähäm. Wir waren jung und beeinflussbar. Und verzweifelt. Aber schauen Sie mal, wie putzig.

Und jetzt schon bald ein Schulkind mit Zahnlücken. Hachhachhach. Seufz. Hach******.

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Auto-Lobhudelei: nur ein bisschen gelacht, als Michel mit dem super losen Zahn redete und der Zahn die ganze Zeit in alle Richtungen winkte.

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*So ein Teigfladen aus Dinkel, die Kinder wickeln da gerne Würstchen drin ein und davon war es auch noch übrig.

**Die Kinder lieben Umzug. Fernsehen bis zum Abwinken, weil Mama und Papa sonst zu nichts kommen. (So be it. Von den drei Tagen werden sie auch nicht dümmer.)

***Und Herr Rabe und ich wählten genau die Formulierung, die im Titel aufgegriffen wurde. Ohne Absprache. Wir kennen uns halt gut.

****Auch alles Bastelmaterial bis auf Papier und Buntstifte ist schon eingepackt, die Karte ist also eher plain.

*****Einpackpapier war noch nicht verpackt, aber auch nur weil die Rollen zu lang für jeden Umzugskarton sind.

******Beim Essen musste ich ihn auch ziemlich anhachzen, irgendwann fand er’s glaube ich schon unangenehm. Aber echt mal: Mein Baby!