Tag 727 – WmDedgT August ’17. 

Heute ist der fünfte, das heißt, Frau Brüllen will wissen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Erstmal durfte ich verhältnismäßig lange schlafen, nachdem ich Pippi um halb acht noch eine Banane geholt hatte, war sie natürlich wach, aber Herr Rabe stand mit ihr auf. Dann weckten sie mich wieder um viertel nach neun. Mit Kaffee. So lobe ich mir das. Ich schrieb dann direkt eine SMS an unsere Freundin M., die ihren Sohn (Michels besten Kumpel) vormittags vorbeibringen wollte. 

Dann Frühstück und nach dem Frühstück standen auch schon M. und H. vor der Tür. Pippi war ganz aus dem Häuschen, durfte aber nur mittelviel mitspielen. Michel und H. verschwanden quasi sofort und ich konnte duschen. 

Es ist viertel vor drei. Deshalb: fast forward

  • Nägel lackiert (rosa)
  • Michel Nägel lackiert (blau und Gold)
  • Pippi zum Mittagsschlaf hingelegt
  • Michels Innenbeinlänge ausgemessen (48 cm bis zum Knöchel)
  • Losgefahren und Dinge gekauft:
  1. Hosen für Michel (Größe 122)
  2. Ein Geschenk für das frisch geborene Baby meiner Cousine
  3. Wollunterwäsche für Michel (Größe: 6 Jahre)
  4. Gratulationskarten für das Cousinenbaby und I.
  5. Vier Bücher für mich (Hupsi, naja, war halt im Angebot)
  6. Einen Farn
  7. Nach elendig langer Suche in zwei Plantasjen-Filialen: einen Sack nicht mineralisch* gedüngte Blumenerde und das kleinste erhältliche Gebinde Kalk (25 kg), ohne Wagen, weil keine Münze dabei, zur Kasse und zum Auto geschleppt, ich sach mal so: ungeil. 
  • Nach Hause gefahren, Zeug ausgeladen, Zeug für I. und das Cousinenbaby eingepackt, Karten  geschrieben, alles in zwei Päckchen verpackt
  • Mit Pippi und Herrn Rabe (Michel war mit zum besten Freund gegangen) zu Clas Ohlsson getrabt
  • Gepresste Kokosfasern* gekauft
  • Festgestellt, dass es die Post im Meny Solsiden nicht mehr gibt
  • Zum Rema gegangen, dabei ca. 50 mal Pippi fliegen lassen
  • Zwei Paprika gekauft, weil Michel und H. die aufgegessen haben
  • Zum Bunnpris gegangen und das Cousinenbabypäckchen und das an I. aufgegeben, dabei aufgepasst, dass Pippi „Ich kann meinen Kinderwagen selbst schieben!“-Rübennase selbigen nicht auf die Straße oder in anderer Leute Hacken schiebt
  • Nach Hause gegangen, auf dem Weg noch Löwenzahn für die Schnecken gepflückt
  • Aufs Essen gewartet (das Herr Rabe kochte), derweil
  • Terrarienzeug wegen Schimmel in den Backofen gestellt
  • Farn geteilt
  • Gepresste Kokosfaser mit Wasser begossen
  • Gegessen (Nudeln mit Lachssauce)
  • Aufgeräumt (die Wohnung sah nach dem Kinderbesuch aus wie ein Schlachtfeld inklusive Lazarett)
  • Einen Eimer geschnappt und mit Pippi und Herrn Rabe losgefahren, Michel abzuholen. 

Und dann begann der Teil des Abends, der dazu führte, dass ich jetzt ein bisschen tüderich bin. Ich blieb nämlich einfach bei M., um Wein zu trinken und Johannisbeeren zu ernten. Ich erntete einen Teil von 2 ihrer 12 (!!!) Sträucher. Danach war mein Eimer zu drei Vierteln voll. M. findet die ganze Sache mit „Arme zwischen Zweige stecken, dahin, wo man nicht mehr gut gucken kann“ ziemlich eklig und deshalb hat sie auch nur ein paar gut zugängliche Alibi-Beeren geerntet. Meine Fotos von auf dem Busch gefundenen Weichtieren waren da wohl auch nicht so recht hilfreich. Als sie H. ins Bett brachte, erntete ich noch ein bisschen und fing dann den Beitrag hier an. 


Im Anschluss saßen wir noch sehr lange auf der Terrasse, reinigten den Haufen Johannisbeeren, tranken Wein, aßen Käse, Schokolade, Chips und Johannisbeeren und unterhielten uns. Ich weiß jetzt einiges über ihren neuen Job, ihren Freund, ihren Ex und sie**, was ich vorher nicht wusste. Und umgekehrt. Irgendwann kam dann noch ihr Freund vorbei und ich weiß jetzt, was das Wort „Klemmekar“*** bedeutet. Irgendwann noch später war es sehr spät, der Freund im Bett, die Johannisbeeren im Kühlschrank und ich sehr müde, da brachte mich M. noch zur Straße, weil sie nicht wollte, dass ich des Nachts alleine am Friedhof lang gehe und von da wanderte ich, immer wieder reichlich verzaubertem Jungfolk ausweichend, in 10 Minuten nach Hause. 


Doch, es war ein richtig gelungener Tag. 

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*Terrariensubstrat. Eine Wissenschaft für sich. 

**zum Beispiel ekelt sie sich noch mehr vor Spinnen, als ich. 

***Umarmungskerl

Tag 726 – Verschenkt. 

Tjaja. Natürlich werde ich das irgendwie alles schaffen. Weil ich ja immer alles schaffe. 

No pressure und so. Aber ich schaffe doch immer alles. Hab ich schon immer und deshalb wird es auch immer so sein*. 

Trotzdem fühlt es sich grad scheiße an und raubt so viel Kraft, dass ich mich heute Mittag einfach nicht mehr auf den Beinen halten konnte und erst drei Stunden später vor Hunger wieder wach wurde. „Homeoffice“.

Es war auch früher schon nicht so, als hätte ich immer alles locker geschafft. Geschafft, ja, aber locker war daran wenig. Aber gemeckert habe ich ja auch selten, also muss es wohl locker gewesen sein. Zumindest sah es so aus. 

Vielleicht sollte ich mehr meckern. 

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*meint meine Mutter jedenfalls. Alles Gute zum Geburtstag!

Tag 725 – Gedanken zum Tag. 

Den Schock vom Dienstag habe ich einigermaßen verdaut. Ich bin immernoch sauer, aber nicht mehr unproduktiv-blockiert. Vorherrschendes Gefühl da: fuck it. War jetzt kacke, ham‘ wa draus gelernt (Zeug muss raus, nen dreiviertel Jahr auf eine einzige Analyse warten ist absurd.), jetzt weiter rumheulen bringt aber auch niemanden weiter. 

Trotzdem mache ich morgen Homeoffice. Oder „Homeoffice“. Mal sehen. Aber ich muss nichts vor Ort im Büro oder Labor machen, meine Lieblingskollegin ist nicht da, alles dauert schon wieder ewig, ich mag nicht mehr. Und der Chef ist ja auch nicht da, denn…

… er versteckt sich vor mir. Nennen Sie das vermessen, aber ich glaube, er geht mir aktiv aus dem Weg. Konflikte sind offenbar nicht so seins, mit Ansage („Wir müssen reden.“-Mail vom Montag) schon mal gar nicht und dann noch mit einer potentiell (ok, ganz sicher) emotionalen Frau, da macht der gemeine Norweger gern mal den Vogel Strauß. Und reagiert nicht auf SMS oder mail. 

Man sollte öfter einfach Besuch einladen. Vor allem, wenn nette Menschen, die kluge Bücher schreiben, auf der Durchreise von den Lofoten wieder gen Süden sind. Es war ein total netter (früher) Abend, mit vielen interessanten Gesprächen und leckerem Essen. Niemand hat gebissen, und ich bin nur ganz kurz fast unterm Tisch versunken, als Herr Rabe unser Buch zum Signieren holte. Trotzdem sollte man wirklich einfach öfter mal Leute auch zu sich nach Hause einladen, die man eh nett findet. Was soll passieren? Also außer das mit dem Signieren. Ich wünsche jedenfalls Almut, Sascha und den Kindern noch eine gute Weiterreise und gutes Wetter zum Fjorde  anschauen!

Viel über Netflix und ein wenig über Birgit Kelle nachgedacht. Vielleicht sollte Birgit Kelle öfter mal netflixen, dann hätte sie weniger Zeit und würde nicht so schwurbeliges, in sich widersprüchliches Zeugs verzapfen. (Ich verlinke das nicht. Keine Gratis-Klicks für Mist!)

Die Schnecken brauchen, glaube ich, mehr Kalk (also zugesetzten Kalk in der Erde) und bei der Gelegenhei werde ich auch einen Farn ins Terrarium pflanzen. Auf das selbiges die Feuchtigkeit besser halte und etwas hübscher aussehe. 

Tag 724 – Riesenschnecken sind halt auch… Riesenschnecken. 

Ich wurde gebeten, mal Schneckenbilder mit Größenverhältnis zu machen. Ich habe es also riskiert, von „Papa-Schnecke“ Sasha gefressen zu werden. Sie hat es auch probiert, aber mit so einer Raspelzunge kann man höchstens ein bisschen kitzeln, mehr nicht. 





Doch, schon weiterhin ziemlich coole Haustiere. Die übrigens seit Mai hauptsächlich Löwenzahn, Breitwegerich, Giersch und anderes Gedöns von draußen fressen. Und das Erdmückenproblem hat sich dadurch gelöst, dass ich die (mit Eiern durchseuchte) Blumenerde jetzt immer einmal durchbacke (wenn ich eh backe und der Ofen noch heiß ist), bevor ich sie ins Terrarium tue. Ich mag die. Michel mag die wohl auch: der hat ihnen in Brighton am Strand Sepia-Schalen gesammelt. 

Tag 723 – The day I got scooped. 

Tag kann weg. Komplett. 

Heute morgen las ich den Anhang einer Mail, die wir (mein Chef, meine Kollegin und ich) gestern schon von einem Collaborator mit den Worten „I guess you have noticed this article, if not, here it is“ bekommen hatten. Im Anhang ein Artikel einer Gruppe, vom 29.6., in dem unsere bahnbrechenden Ergebnisse stehen. Also, die haben das natürlich nicht geklaut, die sind da schon selbst drauf gekommen, aber jetzt sind unsere Ergebnisse eben nicht mehr bahnbrechend, sondern… ein müder Pups. Blockflöte statt Fanfare. Das wäre ja alles schon scheiße genug, wenn nicht auch noch zwei ärgerliche Randbedingungen dazu kämen:

  1. Unser Artikel dazu sollte schon Ende letzten Jahres eingereicht werden, es fehlten nur noch zwei Bilder. Die fehlen bis heute und das ist nicht meine Schuld, sondern ne Mischung aus „der einzige Typ DER WELT, der das kann, hat wenig Zeit“ und „der priorisiert uns aber auch nicht, weil, ach, es eilt ja nicht“. 
  2. Einer der Co-Autoren war auf der Konferenz in den USA an meinem Poster und tat ganz interessiert. Der jetzt publizierte Artikel wirkt sehr wie „Oha, das muss schnell raus, sonst sind die Norweger schneller“. 

Wenn es irgendwas gebraucht hat, um meine Entscheidung gegen Academia zu zementieren, war’s das. Ich hab so die Schnauze voll. 

(Bevor sie fragen: natürlich geht’s weiter. Krönchen richten und so. Aber es ist so SO SO!!! ärgerlich, ich finde eine Runde heulen und eine Runde Schnaps da durchaus legitim.)

Tag 722 – Schlabberbuksen ftw. 

Ich war gestern und heute (während Pippi, die irgendwie mal wieder merkwürdig krank ist, Mittagsschlaf machte) an der Nähmaschine produktiv. Neu in meinem Schrank sind jetzt: ein T-Shirt (Schnittmuster Shelly, immer wieder gut) und zwei Hosen, nämlich eine, die ich mit einem Ausverkauf-Stoff mal ausprobieren wollte, nach einem Schnittmuster, das es dann nur in Größe 42 gab und das ich aber eh ändern wollte und dann halt auch noch wesentlich enger machte und eine andere, weil ich seit Jahren nach einer Leinenhose suche und keine finde, die mir gefällt. Auch mit geändertem Schnittmuster (das, wenn ich es so genäht hätte, wie es vorgesehen war, komplett beschissen gesessen hätte). 

Ich bin in sofern total zufrieden, weil die zwei Hosen alles haben, was ich will: sie sind bequem, sie haben Taschen (die an der Blümchenhose sind mir noch zu klein, aber hey, besser kleine Taschen als gar keine!), man kann die Beine hochbinden und sie sind nicht beige oder mit neonfarbenem Zickzackmuster versehen. 

(Ja, ich trage sowas unironisch im Alltag.)

Was man nicht sieht: die Hosenbeine haben unten einen Kordelzug.


Taschendetail, weil ich so stolz bin, dass sich das Türkis vom Bündchen im Karomuster wiederholt.




Das sieht nur so aus, als wär das Halsbündchen ganz ungleichmäßig, ’schwör!

Ich erzähle Ihnen auch gerne mal, wie ich zum Nähen kam, aber das dann an einem anderen Tag, wenn hier nicht noch ein aufgekratztes, eigentlich halbkrankes Kind rumturnt. 

Tag 721 – Sie sind wieder da <3

Ich habe meine Familie zurück. Das ist sehr sehr schön. 

Und nach der Zeit, in der es immer irgendwie hell ist, kommt die Zeit mit den fantastischen Sonnenuntergängen. 

In diesem Sinne: gute Nacht! 

Tag 720 – Allein Daheim Tag 6. 

Wissen Sie noch, der Prototyp?

Heute habe ich mir mal die Zeit genommen, die seit Monaten fertig zugeschnittenen Teile für das eigentliche Stück zusammenzusetzen. Und dann habe ich mir fast den Arm ausgerissen und diverse Wirbel verrenkt, um Fotos davon zu machen. Hat nur so mittel geklappt, damit müssen Sie jetzt leben. 

Ich bin jedenfalls sehr zufrieden. Herbst kann kommen. 

Selfie-Arm. Ach wäre mein Arm doch ein biiiiischen länger.

Locker aus der Hüfte.


Selbstauslöser.

Tag 719 – Allein daheim Tag 5.

Ich bin gar nicht zu Hause. Ich sitze in meinem Lieblingsrestaurant. Alleine. Also natürlich sitze ich hier nicht alleine, es ist sogar ziemlich voll, aber an meinem Tisch, da sitze nur ich. Und auch wenn mich die Ahnung beschleicht, dass das hauptsächlich der vorübergehenden Natur meines Alleinseins geschuldet ist, finde ich das ganz großartig. 

Hinter mir sitzt eine Geburtstagsgesellschaft. Die reden laut und sind wohl auch schon eine Weile hier, auf jeden Fall hat die Gastgeberin eben die letzte Runde ausgerufen, danach sollen die Gäste selbst zahlen. Daraus, dass fast keiner sofort zum Bestellen aufsprang, ließe sich vieles schließen, aber ich lasse das einfach. Die haben alle Spaß und bestimmt bin ich jetzt alleine und mit meiner Rentierpizza indirekt auf ganz vielen Fotos. 

Ein paar Tische weiter sitzt unsere Nachbarin von oben. Mit ihrem Freund. Den kannte ich bisher nur akustisch. Auch da: ich lasse das einfach. Das Starren und das Spekulieren. 

Mir gegenüber hängt ein Bild vom Trondheimer Leuchtturm. Offenbar ist der etwas schief. Ist mir in echt noch nie aufgefallen. Aber eine kleine Kontrolle in der Fotomediathek ergibt: doch, ist schief. 

Links von mir hängt auch ein Bild, aber das ist gemalt. Ich habe sehr viele Fragen zu diesem Bild. Darauf ist (von unten nach oben): eine schemenhaft angedeutete Frau, die etwas wedelt, was aussieht wie so ein Band von der Rhythmischen Sportgymnastik. Aber mit mehreren Enden. Das Band ist rosa. Ein schemenhaft angedeuteter Mann (blau), der eine Glaskugel in der Hand hält. Irgendwelche Dinger, die ein bisschen aussehen, wie Eisskulpturen. Dinge, die aussehen wie Blumenranken, aber in blau. Das zentrale Element ist eine Art verästelte Wurzel, hinter der ein überdimensionales Katzengesicht abgebildet ist. Oben mündet die Wurzel in… nichts, nur mehr Wurzel, die dann an der Oberfläche, die eher Wolke als Erde ist, sich flach ausbreitet. Das Katzengesicht hat keine Schnurrhaare und das irritiert mich wohl am meisten. Über dem Ganzen thront in einer Ecke ein märchenhaft anmutendes Schloss mit vielen Türmchen. 

Rechts von mir hängt eine Fotografie von den Häusern am Fluss, die man von der Gamle Bybro aus sieht. Bei Nacht und mit hübscher Spiegelung der Häuser und Lichter im Wasser. Ich witzele gerne mal, dass das Trondheims einziger schöner Spot ist, weshalb er auch auf 90% der Postkarten abgebildet ist. Das Bild kostet 7900 NOK. Aber dafür ist es vom Fotografen signiert. Signiert man üblicherweise Fotografien? Offenbar. Zumindest dieser Fotograf tut das. Ich schmunzle kurz über den Gedanken, mir dieses Bild zu kaufen und dann irgendwo hin zu hängen, wenn wir mal nicht mehr hier wohnen. Den einzigen schönen Spot Trondheims. 

Auf der anderen Straßenseite ist ein Haus, in dem viele Geflüchtete wohnen. Viele improvisierte Gardinen hängen da, damit die Leute vom Restaurant gegenüber nicht direkt in die Wohnung gucken können. In ein Fenster hat jemand ein billiges Metalldekodings gestellt, in ungleichmäßig großen Buchstaben steht da „HOME“. 

Tag 718 – Allein Daheim Tag 4. 

Es geht mir sehr gut. Ich arbeite viel, aber in meinem Tempo, hier ist es sauber und ordentlich, ich muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich erst spät nach Hause komme. Die Sonne scheint, ich kann jeden Tag zu Fuß gehen, die Blasen an meinen Füßen heilen auch langsam. Ich gucke Fernsehen, alles nötige (und ein bisschen mehr) ist fertig geölt, das Öl ist jetzt auch fast leer. Ich esse einen Haufen getrocknete Tomaten zu allem und wenn das nicht reicht*, kippe ich noch selbstgemachten Ketchup drüber. Außerdem esse ich einen Haufen Erdbeeren. Heute habe ich drei Kilo gekauft, um nochmal Marmelade zu kochen. Außerdem habe ich heute die Anmerkungen vom Chef in die Diss fertig eingearbeitet und die Abschnitte, bei denen noch Referenzen fehlten, mit diesen gefüllt. Damit bin ich jetzt – soweit – fertig, es fehlen noch Tabellen, Abbildungen und ein wenig Prosa. Ich habe auch bei jemandem nochmal angerufen, dessen Firma ich gestern eine Bewerbung geschickt habe, nur um zu sagen, dass die Bewerbung da sein müsste und hoffentlich bald auf seinem Tisch landen wird. „It’s good that you follow up!“. 

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich freue mich sehr darauf, dass Herr Rabe und die Kinder bald wieder da sind. Ich vermisse sie auch wirklich doll. Als wir heute telefoniert haben, hatte ich das Gefühl, Pippi spricht plötzlich viel mehr und ich verpasse alles. Und als sich Michel dann wehtat, wollte ich so gerne was tun können. Aber nichtsdestotrotz genieße ich gerade die Zeit alleine auch in vollen Zügen. Ich überlege sogar, ob ich morgen Abend einfach so alleine ein Bier trinken gehe. Weil ich’s kann.

 Dochdoch. Es ist schon alles in Ordnung so. 

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*Heißhunger auf Tomaten, ist doch bestimmt irgendein Mangel. Vitamin K? Ist aber eigentlich auch egal.