Tag 768 – Tjajajaja.

War ja klar, dass ich, sobald mein Chef sagt, wir geben die Stress granules auf, schöne Bilder von Stress granules kriege, ne?

(Geiler neuer Editor, WordPress, aber wie kriege ich denn jetzt Bildunterschriften hin? Egal, also die grünen Punkte, das sind Stress granules. Je gestresster die Zelle, je mehr granules. Die hier sind an der Grenze zum Krepieren gestresst. Gesunde Zellen dieses Typs sind nämlich eigentlich zum Beispiel gar nicht rund.)

Und bevor Sie fragen: die Färbungen hier waren schon angesetzt, als mein Chef das sagte und ich mache Arbeit zu Ende.

Immer. Aber ich habe heute schon dann deswegen in eine Tüte geatmet und beschlossen, meinem Chef nichts von diesem einmaligen Zufallsfund zu erzählen.

Naja. Davon mal abgesehen, habe ich eine neue Baustelle, das ist ja jetzt auch nix neues, dass das bei Forschung nun mal so ist, aber, arrgh, kann es nicht langsam mal einfach gut sein und klappen?

Zu allem Überfluss auch noch Migräne und PMS, da macht Arbeit gleich noch mal extra Spaß, wenn man versuchen muss, die Kollegen zu deren Wohl weiträumig zu umfahren.

(Good news: neues Handy funktioniert sehr gut, Batterylife ist top, ich traue mich nur nicht, den Beitrag von gestern nochmal anzusehen, ich war unglaublich müde und ich glaube, der ist total murksig. Aber zurück zum Handy: wenn jetzt noch die Telefonnummer am 21. problemlos zum neuen Anbieter migriert wird und ich das automatische Backup des alten Handys aus der Cloud gelöscht bekomme, ist quasi alles in Butter. Sehr geschmeidig alles. Und so so so schön, wieder ein etwas handlicheres Handy zu haben.)

Tag 767 – Unverbesserlich. 

Gestern fiel mein Telefon herunter. Das passiert mir nicht gerade selten, um ehrlich zu sein, deshalb habe ich ja auch einen Bumper drum. Der half aber nicht viel, weil mir das Telefon irgendwie in ungünstigem Winkel genau auf die Kopfhörerbuchse gefallen ist, sodass die jetzt verformt ist. Man kriegt mit sanfter Gewalt noch den Klinkenstecker reingewürgt und aus dem Kopfhörer kommt dann auch noch Ton, aber so wie es sich anfühlt kann das weder für den Kopfhörer noch das Telefon so gesund sein.  Ich höre wirklich viel Musik über das Telefon, insofern wäre das schon ein Argument für einen baldigen Neukauf, es kommt aber noch ein verkratztes Display dazu, bei dem zudem die Anti-Dreck-Beschichtung fehlt, weil ich ja im letzten Herbst ein (günstiges) neues Display bekommen habe. Und weil ich niemals mehr (nienienie!) das Betriebssystem meines Telefons wechseln möchte, sollte es schon wieder ein Apfelprodukt sein. Gestern las ich dann im Internet herum, was für Optionen ich habe und strich alles größer/gleich 7 von der Liste wegen a) zu teuer und b) will ich meine normalen Kopfhörer weiter benutzen können, ohne Air und ohne Adapter. Es blieben unter den heißem Kandidaten das 6S und das SE. Mit dem SE liebäugle ich, seit ich es mal im Laden gesehen habe, weil es klein ist. Mein 6 ist, bei aller Liebe, zu groß. Recherche ergab, dass sich das SE und das 6S außer in der Größe noch in der Frontkamera und im Homebutton unterscheiden. Beides Features, die ich mir schwer vorstellen kann, das 6 hat die Frontkamera und den Honebutton vom SE, also wenn was neues jetzt *schlechter* wäre, als das, was ich habe, würde mir das sicher auffallen, aber würde ich was vermissen, was ich nie gesehen habe? Schwierige Friage. 

Deshalb schleppte ich heute die überaus wache, fröhliche und gesunde Pippimaus zum Eplehuset, iPhones streicheln. Und Fotos machen. Und Notizen schreiben (werde ich mich je wieder auf eine kleinere Tastatur einstellen können? Spoiler: ich denke, ja.). Und entschied mich fürs SE. Sicherheitshalber fragte ich nach, ob es das denn gar nicht mehr als 64 GB-Version gäbe, 128 kämen mir so unsinnig viel vor. Der nette Mann im Eplehuset schaute in seinen Computer und sagte, nein, alle abverkauft und von Apple discontinued, aber bei Lefdal oder Elkjøp könnte ich Glück haben. 

Also wieder Internet an. Und siehe da: Elkjøp hat noch ein 64 GB-SE… irgendwo ganz im Süden und nur da abholbar.  Hrmpf. Aber, was ist das? Ein 128 GB SE für 500 NOK weniger, als die 64 GB-Version? Lieferbar heute im Einkaufszentrum ums Eck? Nehme ich doch! Daten eingetuxelt, fertig. Sag noch einer, ich wäre so unspontan! 

Tja, nur das mit dem Abholen, das war halt so ne Sache, denn ich hatte Pippi dabei. Michel war bei einem Kumpel. Pippi war müde und aufgekratzt ohne Ende und dann sieht dieses Kund ja unglaublich bezaubernd aus, aber es nimmt eben trotzdem den ganzen Laden auseinander, rupft alle Handy-Hüllen von den Ständern und spielt damit „Autos“, rupft Kopfhörer von den Ständern und fummelt sie falsch wieder dran, will auf den Arm, während ich mir gerade einen neuen Vertrag, eine Displayschutzfolie und einen neuen Bumper andrehen lasse, rennt weg und kommt mit ner ganzen Schlange an Kindereinkaufseagen wieder an…  Am Ende war ich so gestresst, ich habe die neue SIM-Karte im Laden vergessen. Ich habe hier jetzt also ein niegelnagelneues iPhone SE mit Panzerglas und im echt schicken Bumper, kann es aber noch nicht benutzen, weil ich keine SIM-Karte habe. 

Jetzt bin ich vor allem gespannt, ob morgen diese SIM-Karte noch geht, bis ich die neue aktiviert habe. Stay tuned.

Edit: haha, das beste Argument für „ich brauche ein neues Telefon“ habe ich ja vergessen: ich muss nach ca. 4 Stunden den Akku laden. Von 25% auf „aus“ geht manchmal innerhalb von Sekunden. Fazit: Akku kurz vor ganz kaputt.

Tag 766 – Läuft bei uns. 

Wie soll ich das jetzt formulieren, ohne dass es schon wieder in Gemecker ausartet? Also Pippi ist offenbar doch noch oder wieder krank, ich war fünf Minuten zu spät im Kindergarten, da hatten sie gerade Fieber gemessen. 39,2. davon waren zu Hause dann nur noch 38,5 übrig, aber schön ist das ja trotzdem nicht. Aber sie ist sehr fröhlich dabei. Ich, äh, weiß das zu schätzen. Es könnte schlimmer sein. Trotzdem gehe ich glaube ich mit ihr morgen nochmal zum Arzt, das ist ja alles nicht mehr feierlich hier. Immerhin konnte ich heute ganze sechs Stunden arbeiten, wenn ich Glück habe, schaffe ich es morgen, wenn Pippi Mittagsschlaf im Kinderwagen macht, alles ganz dringliche im Turbomodus wegzuschaffen, dann muss ich nicht abends, wenn Herr Rabe gegen zehn hier eintrudelt, noch mal ins Labor fahren. Das ist doch eine Prima Aussicht! 

Überhaupt, Arbeit, so schön. Da reißt man sich ewig den Hintern auf, um blöde Dinger zu färben, es klappt alles nicht, und am Ende findet man raus, dass es daran liegt, dass die Kack-Dinger einfach gar nicht da sind. Der Kollege hat – bis auf dass er ne andere Flasche genommen hat – alles angeblich ganz genau so gemacht und es klappte. Tjanun, ich habe kapituliert. Erwartete mindestens ein Haareraufen vom Chef und was kam? „Och, nicht so schlimm, dann wird unser Modell einfacher.“ Wattsefack? Äh, well, gut, dann, äh, sind wir eigentlich quasi fertig. Oder so. Fehlen noch zwei Bilder statt… acht. Gut. Was wirklich gut ist: ich bin inzwischen ziemlich fit am Mikroskop. 

Dann habe ich ja auch noch ein großes Kind, eins, das gesund ist, obwohl es die ersten zwei Jahre seines Lebens eigentlich immer krank war, jetzt ist es robust. Muss man ja auch mal sagen. Dieses Kind ist ja gerade in einer Abnabelungsphase, so kann man es glaube ich gut nennen, es lernt viel, will viel, kann viel, traut sich viel (so wie alleine zur KiTa fahren, Update übrigens zur Versicherungsproblematik: sämtliche Norweger*Innen die ich danach gefragt habe, in der KiTa und bei der Arbeit, mussten ein bisschen lachen und meinten so Sachen wie „du bist so putzig deutsch manchmal“. Der Fahrradführerschein hat dann endgültig zu Lachanfällen geführt) und das alles ist ja auch total toll. Noch schöner wäre es nur, wenn das Kind dabei nicht total durch den Wind wäre und mich nicht abwechselnd abknutschen und anschreien würde. Wir haben hier morgens und abends im Moment immer die etwas absurde Situation, dass ich Michel ausziehe, ihm einen Schlafanzug anziehe, ihm die Zähne putze und die Haare kämme, während Pippi wütend an ihrem Reißverschluss zerrt, bis sie die Jacke aufhat, sich selbst auszieht, versucht, sich anzuziehen und wehe, ich versuche ihr die Zähne zu putzen! Nix da, das macht sie selbst (erstaunlich gut!). Ich wette, sie würde sich selbst wickeln, wenn sie könnte. Sie holt schon eine Windel und breitet sie fein säuberlich aus, dann legt sie sich drauf.  Auch Pippi schreit mich oft an, aber sie sucht keinen Streit, so wie Michel. Pippis Konflikte mit mir sind einfach: sie will was, ich sage Nein, sie schreit. Und haut und kneift, daran arbeiten wir gerade. Michel hingegen fragt absichtlich nach Sachen, von denen er weiß, dass es die (heute, jetzt, whatever) nicht gibt, holt sich sein Nein ab und rastet dann komplett aus. Mit schreien und toben und Sachen werfen und Türen knallen. Ganz die Mama. So schön. Groß werden ist schwierig. Daneben stehen, auch. 

Tag 765 – #12von12 im September ’17.

Und schon ist wieder der 12. und wie immer sammelt Caro bei Draußen nur Kännchen alle unsere 12von12 Sammlungen. 

Hier heute mit Kind (eigentlich nicht mehr) krank zu Hause und großen Schritten für kleine Leute. 

Der Tag ging los mit Fieber messen. Eigentlich hätte sie in den Kindergarten gehen können, aber sie sagte, sie will nicht (sie sagt grade zu allein erstmal nein, das ist also keine wirkliche Entscheidungshilfe) und ich fühlte mich nach der Nachtarbeit gestern auch völlig zerschlagen und so blieb Pippi also heute zu Hause. 

Nichts halbes und nichts Ganzes, aber nach der Odyssee gestern bin ich auch noch so im Eimer, dass K2 heute zu Hause bleibt. #1von12 von #12von12

Morgens so. #2von12 von #12von12


Dann kam, was sich Michel gestern gewünscht hatte: Sich selbst zum Kindergarten bringen. Alleine. Ich hab da mehrmals ordentlich geschluckt und drauf bestanden, dass ich noch bis zu der Ecke hier mitgehe, das ist nämlich, wenn er diesen Weg nimmt, die einzige Straße, die er überqueren muss. Ich gestehe, über Versicherung und Fahrrad und so Zeug habe ich mir die allerwenigsten Gedanken gemacht. Ich hab nur die KiTa angerufen, dass Pippi nicht kommt und sie mich bitte anrufen sollen, wenn er angekommen ist. Haben sie auch gemacht. 

Michel war übrigens genauso aufgeregt wie ich und musste mir noch dreimal von der anderen Straßenseite aus Dinge zurufen. Aber es stimmt schon: wenn man Kinder hat, läuft auf ewig ein Stück vom eigenen Herzen draußen herum. Und irgendwann muss man dem Herzen einen Helm aufsetzen und lächeln und winken und Vertrauen haben. Puh. 

Wieviel Helikoptermama in einem steckt, merkt man, wenn das Kind plötzlich sagt: „Ich will alleine zum Kindergarten fahren.“ #3von12 von #12von12 #Schluck #VergissesichwerddichauchnochzurUnibringen #siewerdensoschnellgroß #winkewinke #istschonangekommen #ichsteheauchgarnichtimmernochanderStraße #erstemale


Dann gab es für Pippi ein zweites und für mich das erste Frühstück. 

K2 hat ihre Essgewohnheiten 1:1 von K1 übernommen. Auf Grøt muss „Käuasall“ (Kräutersalz, aber sie meinen damit Zimtzucker #mussmanwissen) und dazu gibt’s „Abfall satt mit Bu-assa“ (Apfelsaft mit Blubberwasser). #4von12 von #12von12


Ich habe dann Wäsche angestellt, Pippi war mit im Bad und… naja. 

K2 hat Creme gefunden und sich eingecremt. Sie wollte lieber sauber gemacht als fotografiert werden, aber meine Jacke trägt noch die Spuren. #5von12 von #12von12


Es folgte ein sehr langer Mittagsschlaf. War wohl nötig, sowohl bei Pippi als auch bei mir. Die Jacke sollte in die Wäsche und deshalb räumte ich die Taschen aus und fand… mounting medium. Sowas kommt von Nachtarbeit. 

Was man so in seinen Taschen findet. Hupsi. #6von12 von #12von12


Gerade als wir aufbrechen wollten, Michel abzuholen, bekam ich eine SMS von der Mutter von Michels Kumpel, ob er mit zu denen dürfte. Klar durfte er. Pippi und ich beschlossen, einzukaufen und gingen auf dem Weg noch auf den Spielplatz um Pippi ordentlich zu lüften. 

Diese Haare 😍#7von12 von #12von12

Wieder zu Hause angekommen hörte ich einen Podcast, räumte in der Küche herum, hängte Wäsche auf und Pippi dürfte etwas Peppa Wutz gucken. Sie grunzt jetzt manchmal ganz bezaubernd. Dann aß ich Nudeln mit und Pippi Nudeln ohne Sauce (die Herr Rabe gestern gemacht hat). Die Blubberwasserpatrone ist leer und im „Keller“ haben wir auch keine volle mehr, sondern nur eine weitere leere. Da muss wohl mal wer (ich) zu Jula fahren. 

Obligatorisches Essensbild. An Wasser ohne Blubber. #8von12 von #12von12


Nach dem Essen holte ich Michel von seinem Freund ab und dann machten wir gemeinsam den Briefkasten auf – das ist gerade immer sehr aufregend und toll für ihn. 

Das Kind und seine Korrespondenz. <3 #9von12 von #12von12


Ich zog mein Ass aus dem Ärmel: um ein bisschen zu feiern, dass er das heute früh wirklich super gemacht hat (und ich auch), habe ich uns „richtiges“ Eis gekauft. Pippi aß derweil ein kleines Milcheis und war danach überaus empört, als es kein zweites gab. 

Wir stoßen auf den Entwicklungsschritt an. #10von12 von #12von12


Ich ließ mich von den Rübennasen breitschlagen, dass sie in meinem Bett schlafen dürfen. Nach Zähneputzen und Schlafi anziehen las ich ihnen da „Folk og røvere i Kardemommeby“, einen norwegischen Kinderbuchklassikef, vor, wir machten das Licht aus und nach nur einer halben Stunde „Bjørnen sover“-Gesinge von Pippi schlief auch sie ein. 

Ich rappelte mich nochmal auf, räumte auf und machte die Brotdosen für morgen fertig (auch für mich, nicht im Bild: mehr Nudeln mit Sauce, Herr Rabe hat für ne ganze Kompanie gekocht).

Mittwoch ist Matboks-Tag. #11von12 von #12von12


Und jetzt ist auch für mich Bettzeit. Mit Banane für Pippi und Wasser für mich. 

Mit Banane ins Bett. Gute Nacht! #12von12 von #12von12


Blabla

Tag 763 – Was wäre, wenn?

Die hoch geschätzte Little B. hat mir einige (wie ich finde) sehr schlaue Fragen gestellt, über das Alleinerziehendendasein, also, wie man sich das so vorstellt, während man ja glücklich verpartnert ist. Ich gestehe, ich fühlte mich fast ein bisschen ertappt, weil ich sowas gerne verdränge, dabei sollte man sowas vermutlich in jeder Beziehung ruhig mal durchdenken, solange es gut läuft und keine verletzten Eitelkeiten, offenen Wunden, schlechten Erfahrungen und unausgetragenen sowie zurückliegenden Konflikte mit reinfunken. Also habe ich das gemacht. Versucht. Hier lesen Sie also über mein hypothetisches Leben nach einer hypothetischen Trennung.

1. Wie war Deine Vorstellung von Familie vor Familie? Wieviel ist wahr? Was ist komplett anders geworden?

Puh, äh, Ich hatte gar nicht so konkrete Vorstellungen. Ich wollte sowas wie in den skandinavischen Krimis (minus Ritualmorde und so Zeug), also: viele Kinder, gerne auch schon in (halbwegs) jungen Jahren bekommen, beide kümmern sich drum, trotzdem machen beide Karriere. Oder arbeiten zumindest. Nennenswert. Naja, hier in Skandinavien und mit meinem Mann geht das halt auch ganz gut, wie das in Deutschland wäre, weiß ich nicht, dazu war ich mit Kind zu kurz da, ich stelle es mir aber schwieriger vor. (In den skandinavischen Krimis trennen die sich auch dauernd, das habe ich irgendwie verdrängt.) Generell ist es sehr viel anstrengender, als ich es mir vorgestellt hatte.

2. Wie ist das Familien- und Arbeitsleben bei Dir aufgeteilt? Wer leistet wieviel in welchem Bereich: Haushalt, Kinder (Begleitung / Bringen zu Aktivitäten, Arztbesuche etc), technische Aufgaben (Auto, Reperaturen), Kochen?

Wir arbeiten beide Vollzeit und Herr Rabe verdient nur ein bisschen (ok, fast 30%, weil er grade eine recht saftige Gehaltserhöhung bekommen hat) mehr als ich. Im Normalfall bringt Herr Rabe die Kinder zur KiTa, ich hole sie ab. Aktivitäten außer KiTa haben die Kinder grade nicht, vorm Sommer den Schwimmkurs haben wir aber auch ca. (Also ca. Weil nicht nachgezählt) 50/50 aufgeteilt. Arztbesuche und Kind krank-Tage teilen wir auf, normalerweise abwechselnd, mit Diskussionsspielraum wie „Ich hab aber morgen ein wichtiges meeting.“ Herr Rabe hat allerdings seine 10 Tage kind krank schon aufgebraucht, für den Rest des Jahres muss also diejenige ran, die selbst viel krank geschrieben war und dementsprechend einige Tage übrig hat. Das Auto gehört ja eigentlich mir (MIR GANZ ALLEIN! MUHAHAHA!), wir kümmern uns aber trotzdem Gl gleichermaßen drum, wobei ich mich nicht gerade drum reiße, die Reifen wechseln zu lassen, weil die ja ungefähr sechs Tonnen wiegen. Überhaupt sourcen wir beim Auto viel aus, Reifenwechsel, Ölwechsel, Reparaturen, selbst waschen machen wir nur alle Jubeljahre selbst. Gleiches gilt ja glücklicherweise inzwischen für den wöchentlichen Wohnungsputz. Alles was zwischendrin anfällt (mal Saugen, täglich spülen, Wäsche waschen) machen wir zu ungefähr 50% jeweils, Herr Rabe tendenziell grade etwas mehr wegen der höllischen Dissendphase. Deshalb kocht er auch gerade fast immer. Und eh macht er alle Reparaturen in der Wohnung, ich halte ihm gerne den Staubsauger beim Löcher bohren, aber wenn ich das nicht muss, mache ich das lieber nicht, hab ich probiert und kann ich einfach nicht gut. Vor Elektrizität habe ich Angst, mehr als ne Glühbirne wechseln tue ich da also auch nicht. Mit Holz arbeite ich eigentlich ganz gern aber seit den Kindern ist das werkeln da auch eher wenig geworden. Dafür backe ich.

3. Entspricht das aktuelle Familienleben Deiner „Wunschvorstellung“?

Siehe oben. Im Grunde ja, jetzt gerade (mit absehbarem Ende) gehe ich ein bisschen auf dem Zahnfleisch wegen der Doppelbelastung (weil die Diss eben jetzt gerade nicht 100% sondern 150-200% Einsatz fordert) und generell hatte ich mir mich als Mutter nicht ganz so… müde und geschlaucht vorgestellt. Aber ja, im Prinzip schon. In meiner Wunschvorstellung wohnen wir halt auf Södermalm in Stockholm.

4. Ab wann würdest Du Dich „alleinerziehend“ bezeichnen?

Gute Frage. Wenn ich deutlich überwiegend alleine verantwortlich für die Kinder bin. Wenn ich die deutlich überwiegende Zahl der Entscheidungen alleine treffen müsste. Wenn ich keinen Partner hätte, mit dem ich all diesen Kram bekakeln könnte, ob es wirklich die 80€-Schuhe für den Fünfjährigen sein müssen, oder ob nicht auch die für 35€ reichen, weil da einfach niemand ist oder keine Antwort kommt. Wenn einem niemand selbst so banale Entscheidungen mal abnimmt, von den großen mal ganz zu schweigen. Dann, denke ich. Ich hoffe, ich muss mich nie so bezeichnen, sondern bestenfalls als „getrennt erziehend“.

5. Zu Zweit schafft man mehr, und es bleibt – im besten Fall – auch mehr Zeit für einen selbst übrig: Was würdest Du als erstes streichen (müssen), wenn als Single-Elter die Zeit nicht mehr reicht? Wo wärst Du am ehesten bereit Abstriche zu machen?

Sport. Ist bei mir immer das erste, was hinten runter fällt, wäre auch dann so, bin ich ganz sicher. Da bin ich auch am ehesten bereit, Abstriche zu machen, haha, sonst würde ich’s ja nicht tun.

6. Müsstest Du als Single-Elter Abstriche beim Job machen (z.B. wegen Kinderbetreuung)?

Hmmm, eigentlich nicht. Wir müssten uns komplett neu organisieren, die Kinder müssten eben wirklich von 07:45 bis 16:15 in der KiTa sein, aber es wäre machbar.

7. Wo werden die Kinder im Fall einer Trennung bleiben? Mutter oder Vater? Welches Modell (Wechsel, Nest, Ferien) wünschst Du Dir?

Waaahhh, super schwere Frage. Keine Ahnung. Ich denke, wir würden versuchen, ein funktionierendes Wechsel- oder Nestmodell zu fahren. Was aber nur geht (meiner Meinung nach) wenn sich ansonsten möglichst wenig für die Kinder ändert, beim Nestmodell ja eh, aber auch beim Wechselmodell würde ich dann versuchen wollen, dass alle relativ nah beieinander wohnen, sodass Schule/KiTa/Sportverein noch ähnlich gut erreichbar sind. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, meine Kinder regelmäßig wochenlang nicht zu sehen und dann mal für ein Wochenende. Äh. Nein. Wenn überhaupt, dann jedes Wochenende, Freitag bis Montag. Aber so richtig Alltag und Erziehung ist das natürlich auch nicht. Ich habe allerdings null Zweifel dran, dass Herr Rabe im Zweifel (ich könnte ja beispielsweise auch morgen vom Bus überfahren werden oder mit meinem 20jährigen Lover in die Karibik durchbrennen) ein prima alleinerziehender Papa wäre, jedenfalls nicht schlechter als ich eine alleinerziehende Mama wäre.

8. Wie würde sich das Alleinerziehend sein auf die Finanzen auswirken? Hast du Angst, finanziell „abzurutschen“ als Single-Elter?

Ich habe absolut immer Angst, finanziell abzurutschen, das kommt davon, wenn man mit wenig Geld bei einer alleinerziehenden Mutter groß wird ;). Klar, wenn wir mit unseren Gehältern noch mindestens eine weitere Wohnung finanzieren müssen, wirds schon eng. Da muss dann umgeschichtet werden, wäre aber (mit Abstrichen bei einigem nicht wirklich notwendigem) grundsätzlich möglich. Denke ich.

9. Was ist mit Kindesunterhalt? Würdest Du anstandslos zahlen bzw. würde es anstandslos gezahlt?

Wenn die Kinder die überwiegende Zeit bei Herrn Rabe wären, würde ich natürlich Unterhalt zahlen. Ich weiß ja, was die kosten. Umgekehrt sähe es genauso aus. Was bei einem echten 50/50-Wechselmodell oder einem Nestmodell wäre, ist schwer vorstellbar. Ich schätze, wir würden die Kinderkosten (also die gesamten! Da braucht dann ja jeder eine relativ große Wohnung (oder eben die Kinder eine große und wir jeweils kleine…) und so weiter) ausrechnen und dann unseren Gehältern entsprechend anteilig zahlen, so wie wir das jetzt ja auch machen (was übrigens, das hat meine Rechnerei mit der potentiellen halben Vergütung für ein paar Monate ergeben, bei sehr großen Differenzen und gleichbleibenden persönlichen Fixkosten (Altersvorsorge etc.) nicht mehr funktioniert, das war mir so auch nicht klar).

10. Wenn der zahlungspflichtige Elter nicht zahlt: Gang zum JA für Unterhaltsvorauszahlung?

Wenn es sich vermeiden lässt, nicht. Nicht weil es mir wie betteln vorkäme, sondern weil ich nicht will, dass meine Kinder irgendwann ihre eigenen Unterhaltsschulden erben. Das ist ein Gesetz, das wegkann. Aber das wäre natürlich vorausgesetzt einer gewissen Luxusposition, mit einem Gehalt alle Kinderkosten mitbestreiten zu können.

11. Vorausgesetzt ihr seid verheiratet: Würdest Du Trennungsunterhalt verlangen/ zahlen?

Nein und nein. Der Vorteil am „2 Vollzeitsjobs“-Modell.

12. Müsstet ihr umziehen?

Ja, unsere Wohnung wäre dann erstens echt blödsinnig geschnitten und auch zu teuer.

13. Was glaubst Du, wie schnell schafft Ihr es, von der Paar-Ebene auf die reine Eltern-Ebene zu wechseln? Wie gut würde es Dir gelingen und wie gut Deiner*m Partner*in?

Puhhhhhh. Ich glaube, da wären wir beide denkbar schlecht drin *schielt auf die lange Reihe an Ex-Beziehungen, zu denen kein Kontakt mehr besteht*. Ich sehe da ehrlich gesagt keine easy peasy Trennung vor mir, sondern sehr viele Emotionen und wie gut wir es schaffen würden, die Kinder da rauszuhalten, will ich mir lieber nicht ausmalen.

14. Sorgerecht ist ja – sofern nicht Schlimmes vorgefallen ist – unkritisch, also nicht wirklich verhandelbar. Wie würdest Du das Umgangsrecht regeln wollen: Vereinbarung unter Eltern, in Absprache mit dem JA, in Absprache mit einem Anwalt, gerichtlich?

Herr Rabe und ich haben darüber gesprochen (über den ganzen Fragebogen, wohlgemerkt!) und uns auf „irgendwas zwischen Jugendamt und Anwalt“ geeinigt, je nachdem, wie halt zum Beispiel die Trennung so lief. Man trennt sich ja meist nicht wegen nichts, da will man vermutlich dann gerne ne neutrale Partei mit dabei haben, wenn so weitreichende Entscheidungen getroffen werden.

15. Würdest Du das alleinige Sorgerecht wollen, wenn die Kinder bei Dir bleiben? Würdest Du es dem anderen Elter „zugestehen“? (sehr hypothetische Frage)

Hmmmm, kommt voll drauf an, was vorgefallen ist oder vorfällt. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass einige Alleinerziehende das gerne möchten und versuchen, zu erstreiten, wenn sich der Expartner zum Beispiel wegen jedem Papierfitzel und jeder Unterschrift ewig bitten lässt und das Sorgerecht nur als Druckmittel einsetzt. Ich hoffe, wir kämen ohne Sorgerechtsabgabe aus. Ich hoffe ja auch auf ein funktionierendes Wechselmodell :).

16. Weißt Du, was eine Sorgerechtsvollmacht ist?

Ja, und finde ich eine gute Sache, wenn die Kinder deutlich überwiegend bei einem Elternteil sind, man sich nicht einbringen will, kann, oder sich sonst wegen jedem Pups in die Haare kriegt. Kann man ja auch für Teilbereiche vergeben, falls nun wirklich alles ganz schlimm sein sollte und man fürchtet, der Expartner zöge sonst sofort mit den Kindern nach Timbuktu.

17. Was sind generell Deine größten Ängste hinsichtlich des Ein-Elter-Daseins (z.B. finanziell/ Job), organisatorisch, bzgl. der Kinder, Selfcare)?

Meine allergrößte Angst ist, dass die Kinder nen Knacks kriegen. Dann folgt Geld (keine Überraschung) und das Organisatorische. Mein Leben wäre dann ungleich anstrengender, da mache ich mir gar keine Illusionen.

PUHH. Das waren echt unbequeme Fragen. Aber es stimmt schon, man sollte sich über sowas wirklich mal Gedanken gemacht haben. Insofern: wenn Ihr euch jetzt das Blogstöckchen schnappen möchtet, freue ich mich auf Eure Antworten!

Tag 762 – Kachaow!

Michel und ich waren heute in Cars 3. Es war das erste mal Kino für ihn und das erste mal mit dem Fahrrad in die Stadt, das war alles sehr sehr aufregend, aber auch sehr lustig und schön. 

Erstmal: mit dem Rad in die Stadt ist für mich eine Sache von 5-7 Minuten, ich hätte das Doppelte angenommen, also 15 Minuten eingeplant und dann noch einen extra Puffer von 10 Minuten dazugezählt für Popcorn kaufen und nochmal pullern. Um halb vier sollte der Film losgehen, plus Werbung und Zeug natürlich. 

Wir kamen sogar halbwegs pünktlich los, obwohl Michel noch zwei Kuscheltiere mitnehmen musste und es lief auch im Straßenverkehr alles soweit ok, obwohl viele Fußgänger auf den Radwegen herumlatschten und Michel ja auch noch nicht ganz so pfeilgerade Fahrrad fährt. Dann vergaß ich leider WIEDER, dass die Brattørbrua gesperrt ist, wie ca. sieben Mal in der letzten Woche und wir mussten einen Umweg fahren und dann zwischen Leuten auf dem Gehweg lang und, ach, also so gut die ersten 7 Minuten Weg gelaufen waren, so bescheiden liefen dann die letzten 13 (!). Nervig, aber um 15:28 schlossen wir endlich die Fahrräder ab… und standen vor verschlossener Tür. Im Foyer des Kinos hat es nämlich vor ein paar Monaten gebrannt und es ist noch nicht fertig renoviert, deshalb muss man jetzt einmal um das komplette Gebäude rum. Naja, um 15:32 waren wir endlich im Kino und trafen Michels Freund H. und M., seine Mutter, die schon die vorab online gekauften Tickets geholt hatten. Michel ging dann mit H. Und M. schon mal in den Saal, während ich noch Popcorn holen wollte, dann doch Saure-Sahne-Chips kaufte. Nun ja. 

Als ich in den Kinosaal kam, saßen H. und Michel schon auf Sitzerhöhern und Michel hielt sich die Ohren zu. Die Werbung lief – für den Film „Askeladden“, ich habe jetzt keine Lust, das zu googeln, es hatte jedenfalls eine Herr der Ringe-Optik, war sehr düster und UNGLAUBLICH LAUT. Was ist denn das, dass Kinos immer lauter werden müssen? Und dann noch bei nem Kinderfilm um 15:30?!? Michel hielt sich jedenfalls die Ohren zu und ließ auch erst davon ab, als ich ihm aus Taschentuchstreifen Ohrenstöpsel gebaut hatte. Dann mampfte er Chips und hielt immer wieder die Ohrenstöpsel fest. Und war total gebannt. 

Es ist ja unglaublich süß, wie kleine Kinder bei Filmen mitgehen! Da wurde mitgefiebert, gespannt an den Fingern gekaut, gerufen, geschrien, sehr laut gelacht. So toll! Ich fragte ab und zu mal, ob er aufs Klo müsse, erklärte Kleinigkeiten („Weißt du, wer das ist?“ – „*Kopfschütteln*“ – „Das ist Chick Hicks.“) und genoss ansonsten den Film*. Bis Michel dann vor lauter Spannung von Stuhl fiel, auf seinen Kopf und mit den Beinen über den Sitz vom Vordermann, da war meine Aufmerksamkeit kurz unterbrochen, weil ich mich kaputt lachen e um ihn kümmern musste. Ist aber nicht passiert und ab da blieb er wenigstens halbwegs ruhig sitzen. 

Hinterher hatte ich dann ein aufgekratztes, Chipsverschmiertes Kind mit Beule, das mit leuchtenden Augen sagte: „Ich mag den Film. Ich mag das Kino. Das ist mein Lieblingsfilm!“‚. Und dafür haben sich die 350 NOK für das Gesamterlebnis doch schon mehr als gelohnt. 

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Ich will ja nicht Spoilern, vielleicht ist hier ja jemand so Cars-Fan, dass er/sie gar nicht ertragen würde, etwas über den Plot zu erfahren. Aber ich finde Cars ja eh gut und den 3. Teil am besten. So. 

Tag 761 – Hält der denn wirklich so lange?

Ja. 

Lyin‘ King Ultra Satin Lip. Aufgetragen um acht. Dieses Bild entstand um halb zehn, als die Titel-Frage in mein Handy plüngelte und ich beschloss, heute eine Bilderreihe _ohne_ Nachziehen zu machen.


17:00. Das Puder schwächelt. Lippenstift (und auch Lidschatten) sind da, wo sie sollen. Ich hatte in der Zwischenzeit 2 Kaffee, 4 Glas Wasser, Mittagessen (Nudeln mit, haha, roter Beete) und Kuchen im Gruppenmeeting.


21:00 Auch Pfannkuchen konnten dem Lippenstift nichts anhaben. Verkniffener Gesichtsausdruck, weil Herr Rabe grad versucht, mich beim Fotografieren zu fotografieren. Weil ich, der Beleuchtung wegen, auf unserem „Wohnzimmertisch“-Hocker liege.


So, abschließend hier das Abschminkprozedere: 1 Stritzer Reinigungsöl (von Balea) direkt auf die Lippen rubbeln und mit viel lauwarmem Wasser abwaschen. Zwischendurch Faxen im Spiegel machen, weil man wahlweise aussieht wie ein Clown oder ein Vampir. Auf eine ganz weiche Zahnbürste (ich benutze ja eh zum Zähne putzen diese „Super Sensitive“ oder wie die heißen von der dm Eigenmarken) eine „mein Baby hat nur drei Zähne“-große Portion Zahnpasta machen und den Rest des Lippenstifts abrubbeln. Drei weitere Stritzer Reinigungsöl im Gesicht verteilen und alles mit warmem Wasser abwaschen. Eventuell BHA-Peeling auftragen (meiner Haut reicht jeden 2. Tag, bei öfter fängt sie an zu protestierend), dann Nachtcreme und für die Lippen ne ordentliche Portion Lippenpflege (ich benutze das laut Paula’s Choice unglaublich schlimme Carmex, schon seit Jahren, meine Lippen können offenbar viel fieseres Zeug ab, als der Rest von meinem Gesicht). Zähneputzenabinsbett. 
(Übrigens hielt auch der Lidschatten wirklich Bombe, der sah genauso aus wie morgens, (auch) dank der Lidschattenbase, die mir Frollein Polly geschickt hat, nur: haben Sie schon mal versucht, ihre eigenen, geschlossenen Augenlider zu fotografieren? Ich schon und… naja. Funktioniert nicht soooo gut.)

Tag 760 – Kuschlige Kinder. So schön. 

Spoiler: nicht. Jedenfalls nicht immer. Nicht jetzt gerade. Nicht, wenn man nach mal wieder mehreren Nächten auf der äußersten Bettkante beim Ins-Bett-Bringen in Michels Bett mit eingeschlafen ist und da auch nach zwei Stunden nur raus ist, weil es zu warm und viel zu eng war. Und dann – die Zeit reichte genau für eineDusche – steht das Kind da schon wieder und muss aufs Klo. Und will danach natürlich wieder kuscheln. Dann denkt man, es ist eingeschlafen und will sich davon stehlen, aber nein, man kommt nicht mal bis ins eigene Bett, bevor man vom Kind verfolgt wird, das ja „nicht allein sein will“ und „jemanden zum kuscheln“ braucht. Und ich kriege echt zu viel, nicht mal im eigenen Bett in Ruhe einschlafen darf ich, ich schätze nämlich „alleine sein“ in meinem Bett ganz außerordentlich und mit einem mehr als aufdringlichen fast Fünfjährigen wrestlen kuscheln ist jetzt eher nicht erholsam. (Passender weise fängt er genau in diesem Moment auch noch an, mit den Zähnen zu knirschen und ich warte nur darauf, dass ich mich in sein Bett legen kann, das ist ja jetzt frei.)

Tag 759 – Dear @ColourPopCo,

I am writing you, because I want to ask you a favor. But, well, this is a blog, I cannot write only one sentence, that would be blunt and boring anyway, so let me tell you my make-up story first.

Uh, now that I come to think of it: it’s ridiculously short. Because I started using make-up regularly, umm, this year. The only cosmetics product that I used daily before then was mascara. Sometimes powder. Lipstick, eyeshadow and so on were mainly for parties and business occasions, and it always annoyed me that literally all of my lipsticks would transfer everywhere and not stay on the lips, and that eyeshadow always ran into the crease and crumbled there, giving any eye make-up a very… worn look after just two, three hours. That sucked, and it kept me from using make-up more frequently and in everyday life, where I couldn’t rely on „everyone who saw me was drunk anyway, haha“. But I always had the idea, that it has to be possible to have long-lasting make-up, other people can do it, too, why not me? And when I moved from Germany to Norway, where all cosmetics are horribly expensive, I thought, I could just as well go all-in and invest in some really good stuff. 

But when I asked on Twitter (in my German bubble, that is) if people would recommend any cosmetics brand for lipstick and eye-shadow, a friend recommended your products to me and I found them at least affordable (given that I was prepared to pay a fortune), so I ordered a „trial package“ with one foursome Super Shock Shadows, and one Ultra Satin Lip and one Matte Lippie Stix, with a Pencil that fits both colors. And I was completely flashed! The colors! The consistency! And they last, and last, and last, on the lips, the eyes, just where they are supposed to stay! It was like a revelation! Consequently it did not take a long time to my next order, with more Super Shock Shadows, lip colors, blushes and highlighters. And I love them all! In a third order I got a palette of blotted lips, which have become my absolute favorite every day lipsticks.

In the last months, I have learned a lot about what suits me, by trial (and error). I would never have anticipated, that greens, gold(-ish) and browns match my blue eyes much better that blues. Or that highlighter is the best invention ever. Because I really like some glitter. Of course, whenever people ask (and they do a lot!) how I make my lipstick stay the entire day and through several meals, I tell them that it’s from ColourPop and add som extra enthusiasm and exclamation marks!!!1! And I now that several friends have become addicted to your products as well.

But then you always have so many new products, it’s awesome and great and super smart of you, because people like me who don’t really know (yet) what they like probably order all the time. So I really understand if your reaction to my letter is a mere „bwaaahahaha!“. And it won’t keep me from ordering, anyway. 

My question is: Would you marry me make a Christmas calendar? Pretty please? With sugar on top? That would be the best (early) Christmas gift ever, I imagine trial-size goodies and some of those new, fancy products, and maybe some crazy colors that I’d never buy, and… but well. You have the picture.

Think about it. You would make a fan very happy (and I’m sure, not only one).

<3 –

R. Rabe