Mahlzeit! KW 5

Mo 1.2. Reispfanne mit Fenchel und Möhren

Di 2.2. Nudeln mit Lachs-Sahne-Soße

Mi 3.2. Brokkoli-Suppe

Do 4.2. Nudeln mit Paprika-Zucchini-Tomaten-Soße

Fr 5.2. Mit Hirse gefüllte Paprika und Reis

Sa 6.2. Salat, Brot und Reste

So 7.2. (fällt aus, weil eingeladen zu einem Kindergeburtstag)

Mahlzeit! KW 3

Mo 18.1. Blumenkohl-Quiche

Di 19.1. Nudeln mit Räuchertofu-Käse-Sahne-Soße

Mi 20.1. Milchreis mit Apfelmus

Do 21.1. Ofengemüse (Kartoffeln, Möhren, Fenchel, Süßkartoffeln)

Fr 22.1. Bratnudeln mit Ei

Sa 23.1. Kartoffeln und Ofen-Lachs

So 24.1. Veggie-Burger

Tag 167 – Schnauf, schnauf

Ich bin sehr geräuschempfindlich. Nich lärmempfindlich, Lärm geht klar, außer es ist zu viel unterschiedlicher Lärm (Kind labert, Radio dudelt, Baby haut mit irgendwas auf den Boden und das ganze während ich versuche, mit Herrn Rabe den Einkaufszettel abzustimmen), da setzt mein Gehirn aus. Nein, es sind spezielle Geräusche, die mich wahnsinnig machen. Essgeräusche zum Beispiel. Schmatzen und Schlürfen geht überhaupt gar nicht, aber glücklicherweise untersagen das ja auch die (europäischen) Tischmanieren. Was nicht ganz so Gesellschaftskompatibel ist, ist dass ich auch normale Kaugeräusche kaum ertragen kann. Fast hätte ich mal eine Klassenkameradin umgebracht, weil die in der Bio-LK-Abiklausur meinte, rohe Möhren essen zu müssen. Inzwischen hab ich das meistens einigermaßen im Griff und alle die mich gut kennen, wissen auch, dass man nicht unbedingt direkt neben meinem Ohr Tortillachips essen sollte. Als eh wütender Teenie war es aber zeitweise so schlimm, dass ich rasend vor Zorn (ja, die Essgeräusche anderer machen mich richtiggehend aggressiv) vom Familienesstisch aufgesprungen bin, mein Essen gepackt hab, irgendwas von „total ekelhaft, wie ihr alle ESST!!!“ gebrüllt hab und in meinem Zimmer fertig gegessen hab. Sie können sich vorstellen, dass meine Toleranz in einem Land, in dem tatsächlich sehr viel Knäckebrot gegessen wird, jeden Tag auf die Probe gestellt wird. 

Was allerdings relativ neu ist, ist meine Abneigung gegenüber Atemgeräuschen. Ich meine, klar, Schnarchen kann ich nicht gut ab, aber wer kann das schon. Herr Rabe schnarcht eh nur, wenn er erkältet ist, sonst schnauft er eher, oder eher: er atmet laut durch dem Mund mit sehr losen Lippen. Aber da weiß ich, wie ich das ändern kann und dann ist Ruhe. Blöd finde ich Orte des kollektiven Geschnaufes: Sauna und Yoga (und Geburtsvorbereitungskurse). Ich verstehe ja, dass Atemübungen total gut sind für die Entspannung und so, leider brauche ich zum Entspannen dann eine schallisolierte Kammer in der ich die ujjayi-Atmung der anderen nicht hören kann. Oder ich versuche, durch eigenes Geschnaufe das Atmen der Anderen zu übertönen. Unvergessen die Yoga-Stunde, in der der Yogalehrer sagte „wer jetzt so n bisschen Schnupfen hat, das kommt gleich wahrscheinlich raus, nicht wundern. Frau Rabe ist ja schwanger, die darf das leider nicht mitmachen.“. Ich wünschte mir damals sehr plötzlich einsetzende und vorübergehende Taubheit. Aber gut. Zum Yoga gehört das halt dazu. 

ABER NICHT ZUM BALLETT! Heute war endlich wieder Ballett und ein Mädel hat mir die ersten 15 Minuten echt gründlich durch übertriebenes Geschnaufe versaut. Schon während der ersten Übung – demi Plié *Fffffffff* – hab ich ca 17 mal – demi Plié *Ppfffffffttttttttt* – überlegt, ob ich diese Tussi – grande Plié *FFFFFFFFSSSSSSSSSS* – mit meinem Pulli strangulieren soll. Einzig und allein die Schwierigkeit der nachfolgenden Übungen und mein Fokus darauf hat der das Leben gerettet. 

Und dann auch noch das hier, aber das war ne andere Trulla mit ihrer doofen Bling-Bling-Svarovskisteinchen-Armbanduhr. SOWAS NIMMT MAN ZUM SPORT AB, ALTER! Grrrrrr. 

  
Sonst war übrigens gut. Aber davon berichte ich morgen mehr, wenn ich mich abgeregt habe. Durch Atemübungen.

UPDATE: es hat einen Namen und ich bin nicht allein. Dafür ist mein Gehirn anormal: Misophonie. 

Mahlzeit! KW 4

Mo. 25.1. Pizza-Schnecken

Di 26.1. Nudeln mit Paprika-Zucchini-Tomaten-Soße

Mi 27.1. Backkartoffeln und Falafel mit Kräuterquark

Do 28.1. Brokkoli-Kokos-Curry ala Herr Paul mit Reis

Fr 29.1. Nudelauflauf

Sa 30.1. Kartoffeln/Süßkartoffeln und Fischstäbchen

So 31.1. Apfelpfannkuchen

Tag 166 – Schlittenfahren für Anfänger und Fortgeschrittene

Wir sind heute zum See gefahren, also zu einem der drölfzig Seen hier in der Nähe, die Wahl fiel auf den mit dem Schlittenhügel. Außerdem kommt man da gut hin, man muss nämlich nur mit der Trikk bis zum Ende fahren und dann ist man da. 

Leider war das Wetter ziemlich bescheiden, es regnete ein bisschen aber wir zogen trotzdem los in der Hoffnung, dass es auf dem Berg etwas weniger regnen und dafür vielleicht schneien würde. Dann mussten wir doch tatsächlich 10 Minuten auf einen Bus in die Stadt warten und danach auch noch zur Trikk hasten. Was passiert, wenn man das Kind hetzt? Genau. Es wird immer langsamer. Witzig, dass ausgerechnet Herr Rabe, der mitunter sehr ähnliche Tendenzen hat, das scheinbar nicht weiß (ab jetzt dann schon). Nun ja, wir erwischten die Trikk. Nur um drei Minuten später für 15 Minuten in selbiger herumzusitzen und einem Rudel aufgescheuchter Autofahrer beim verzweifelten Versuch zuzuschauen, ihr Auto mit Achsbruch von den Schienen zu bekommen. Für das Kind natürlich ein unerwartetes Highlight, denn die Automenschen (da saßen echt mindestens sechs Leute drin, war aber auch ein LandRover) versuchten zunächst, das abgefallene (?) Rad wieder dranzubekommen. Das Kind meint ja eh immer, Autos gehen bevorzugt an den Rädern kaputt, deshalb war das für ihn nur logisch. Die Automenschen scheiterten allerdings schon am Aufbocken des Autos und im Endeffekt musste so ein norwegisches-ADAC-Äquivalent-Heini kommen und die Anweisung geben, das Auto doch einfach auf den drei verbliebenen Reifen etwas beiseite zu rollen. 

Irgendwann waren wir dann aber doch am See, es regnete auch hier, aber wir und ca. 150 andere Menschen ließen uns davon nicht beeindrucken. Das Kind wollte direkt den großen Hügel runter, Herr Rabe meinte, das geht schon, ließ sich aber durch den Anblick einiger Eltern, die mitsamt ihren Kindern und Rodelgeräten sehr schnell und unsanft im Schnee landeten eines besseren belehren. Ich suchte den Idiotenhügel, fand aber keinen. Herr Rabe handelte derweil das Kind auf den halben großen Hügel runter. Nun gut, wissend, wie das enden würde, stellte ich mich schon mal unten hin (ich habe es geschafft, dem Mann zu vertrauen, dass er sicher nicht mal auf die Idee kommen würde, sich mit dem Baby in der Trage auf den Schlitten zu setzen), der Mann wies das Kind ein und ab ging die Post. Der Schlitten hat einen Lenker. Das Kind kann aber nicht lenken und lenkte direkt scharf nach rechts, sodass es quer über die gesamte Rodelbahn schoss. Dabei wurde es immer schneller und sein Gesichtsausdruck immer panischer, bis es nach ein paar Sekunden schließlich kopfüber im Schnee landete. Der Schreck war natürlich groß, aber nach Pusten, Trösten und „Ganz schnell eflogt, Mama, Schlitten runter fallt!“ war es dann schnell wieder gut. Inzwischen hatte ich auch sowas wie einen Idiotenhügel entdeckt: an einer Stelle übten norwegische Eltern mit ihren (Klein-)Kindern das Hügelhochklettern mit Langlaufskiern. Norweger werden wirklich mit Skiern an den Füßen geboren und verstehen auch nicht, wieso andernorts so viel Abfahrt gemacht wird. Langlauf ist das einzig wahre, halbwegs ok ist noch Skispringen. Aber das nur am Rande. 

Den Idiotenhügel traute sich das Kind zuerst nicht alleine runter, also quetschte ich mich zum Kind auf den Schlitten und wir rodelten gaaaaanz laaaaangsam den Hügel runter. Dabei schafften wir es, niemanden umzufahren und auch nicht umzufallen. Das Kind hatte sein Vertrauen in den Schlitten, die Technik und seine Rodelfähigkeiten dann auch zurück und Herr Rabe hatte eine wenig benutzte Strecke entdeckt, die vom Steilheitsgrad her ein Mittelding zwischen dem Großen und dem superkleinen Hügel war. Da rodelte das Kind dann ein paar mal alleine und ein paar mal mit mir runter und es hat super Spaß gemacht, also mir zumindest, dem Kind glaube ich auch. 

Danach sind wir dann ziemlich nass nach Hause gefahren, haben Kekse in der Trikk gegessen (in der Trikk sah es aus wie in einem Skierwald) und auf dem Weg noch ein David Bowie-Plakat bewundert:

Kind: „Mama, der Mann hat Esicht annemalt!“

Ich: „Ja, das stimmt. Der hat sich immer gerne das Gesicht angemalt.“

Kind: „Sieht schön aus!“

Ich: „Ja, das fand der sicher auch schön.“

Kind: „Augen auch zu, auch annemalt.“

Ich: „Der hat die Augen bestimmt zu, damit man noch besser sieht, wie schön der sich angemalt hat.“

Kind: „Aber nich vergessen abwaschen, rausgeht. Geht weg sonst.“

Das hat er sich also gemerkt. Wenn man raus geht, muss man die Schminke vorher abmachen, weil die sonst im Regen oder Schnee abgehen könnte. Hoffentlich wusste David Bowie das auch. 

Tag 165 – Ernste Gespräche

Herr Rabe und ich haben geredet. 

Wir werden unser kindisches, passiv-aggressives Heizung-an-Heizung-aus-Spielchen in Zukunft sein lassen und einfach bei ausgeschalteter Heizung die Schlafzimmertüren schließen, damit nicht die ganze Wohnung kalt wird. 

Ich erwarte mindestens eine Halbierung unserer Heizkosten. 

Außerdem gehen wir jetzt ernsthaft die Urlaubsplanung an. Sind ja auch irgendwie nur noch 2 Monate bis Ostern. (Tipps, anyone? Es sollte warm sein (im April), grob Canaren/Balearen/Mittelmeerinseln, Wasser sollte da sein und keine Fantastillarde Euros kosten…)

Tag 164 – Ein halbes Jahr

Ein halbes Jahr bist du jetzt alt, kleines Mäuschen. Das ist für mich ganz unfassbar, denn einerseits warst du gestern noch ganz miniklein, hattest keinen Hals*, dünne Beinchen und nen dicken, schwarzen Haarschopf, andererseits weiß ich fast gar nicht mehr, wie das war, als du noch nicht da warst. Ich weiß noch, dass ich mir große Sorgen gemacht hab, ob ich wirklich noch ein Kind so lieb haben kann wie deinen großen Bruder. Und ja, doch, das kann ich. Ich kann euch beide unendlich doll liebhaben und ich kann auch von euch beiden genervt sein. Wenn dein Bruder weinerlich ist, weil er Hunger hat und es nicht schnell genug geht mit dem Essen. Wenn du nachts brüllst und durch absolut nichts zu beruhigen bist. Wenn du meckerst, sobald ich dich irgendwo kurz ablege, um irgendwas zu tun, was eben nicht so gut mit Baby auf dem Arm geht. Wenn dein Bruder zum drölfzigsten Mal brüllt: „Æ hab Käääääse esacht, WEISST DU???“. Aber weißt du was mich sofort wieder runterholt und es mir ganz warm ums Herz werden lässt? Wenn dein Bruder nachts im Halbschlaf fragt „Baby is?“ und nur wieder einschläft, nachdem ich ihm versichert hab, dass du auch schläfst. Wenn du morgens aufwachst und erst mich angrinst und dann anfängst, dich nach deinem Bruder umzusehen. Wenn ihr zusammen spielt. Wenn dein Bruder dir die Welt erklärt („Ikke wegnehmen hier Puschen, Baby, Tür zufällt dann, weißt du?“) oder dich unter dem Badezimmerschrank hervorzieht. Wenn du ihn beim Essen ansiehst und man quasi sehen kann, wie Millionen Synapsen in deinem Kopf entstehen. Wenn du wieder irgendwas neues tolles machst und dein Bruder ganz aufgeregt rumhopst „Baby klarte det!“. Neulich morgens habe ich dich aus dem Bett geholt, du warst noch ganz verschlafen. Und das Kind sagte: „Baby drücken will!“, drückte dich ganz fest und murmelte in deine Schulter „Baby lieb hab.“ Da platzte mein Herz in tausend kleine Herzsplitterchen und diese verwandelten sich in Schmetterlinge die in den Regenbogen… Nein, jetzt geht’s mit mir durch, aber ich war wirklich zu Tränen gerührt. Das hat das Kind nämlich noch nie zu irgendwem gesagt. Nur zu dir. 

Kann man Liebe lieben? Ich glaube jedenfalls, die Geschwisterliebe zwischen euch, die kann ich lieben. 

Murch :* –

Deine Mama
* Die wohl lustigste Aussage, die ich je von jemandem über ein neugeborenes Baby gehört habe. „Oh! Kein Hals!“

Tag 163 – Warum bin ich so müde?

Muhahaha, die Antwort ist ca 70 cm groß, knapp 8 Kilo schwer und schläft grade auf meinem Arm, ganz im Gegensatz zu letzter Nacht, als sie lieber mal anderthalb Stunden wie am Spieß herumbrüllte und nur nach ewigem Herumgeschleppe schluchzend wieder einschlafen konnte. 

Aber es hat auch was gutes, zum Umfallen müde zu sein: so rege ich mich viel weniger darüber auf, dass das Bundesamt für Ausbildungsförderung letztes Jahr meine Darlehensschuld falsch berechnet hat und mir heute einen neuen Bescheid mit Rückzahlungsforderung über gut 700 € zugestellt hat. Wenn ich bis Ende Februar überweise, knapp 500. Hrmpf. (Ich wollte für einen neuen Computer nächstes Jahr sparen. Dann kaufte ich mir ein Paar Schuhe (Hupsi), ein Paar Schlittschuhe (brauche ich, fragen Sie mal das Kind!) und jetzt das. Fängt voll gut an mit dem Sparen.)

Tag 162 – und es schneit, und schneit, und schneit…

Es hört sozusagen gar nicht mehr auf. Genau genommen hat es heute für die zweimal kurz aufgehört, die ich aus Häusern gegangen bin, aus denen ich theoretisch Schirme hätte mitnehmen können, dies aber nicht tat, weil es ja aufgehört hatte. Beide Male schneite es nach zwei Minuten wieder wie verrückt. Mir ist das ja egal, dem Baby aber nicht, denn das mit dem Kinderwagen hat sich bei dem Wetter auch erledigt, da bräuchte ich eher ne Planierraupe. Also sitzt das Baby in der Trage unter der Jackenerweiterung, das ist schön warm, aber gegen oben reinfallende Schneeflocken hilft das auch nicht. Also Gemecker oder ich mache oben die Jackenerweiterung drüber, aber dann hab ich echt Angst, dass zu wenig Luft reinkommt. Morgen nehme ich nen Schirm mit. Aber wenigstens hab ich ein paar Fotos gemacht (auf dem Weg zum Kindergarten um das Kind abzuholen, wir haben heute morgen wegen Migräneanfall getauscht).


Das ist der Park mit der Kirche quasi direkt vor unserem Haus. Weiter in den Park rein kam ich nicht, der Schnee ging mir ca. bis Mitte der Oberschenkel.

Diebstahlsicherung norwegische Art.

Auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause (mit dem neuen Schlitten) wollte das Kind dann natürlich unbedingt auf den Spielplatz und da Schlitten fahren. Aber wie gesagt, Schnee, Mitte Oberschenkel, das Kind geht mir bis zur Hüfte, das war alles etwas schwierig.


Herr Rabe ist dann noch mit dem Kind losgezogen und ordentlich Schlitten gefahren, während das Baby und ich zu Hause Milchreis kochten. Und am Wochenende fahren wir zum See und fahren Schlitten und vielleicht probieren wir auch unsere neuen (Kind und ich) bzw. alten (Herr Rabe) Schlittschuhe aus. Das wird fein.

Mahlzeit! KW 2

Mo 11.1. Reis mit Scheiß (so heißt unser Hausrezept für Ratatouille)

Di 12.1. Neuer Reis mit altem Scheiß von gestern

Mi 13.1. Sveler (Pfannkuchen norwegischer Art)

Do 14.1. Zucchinipuffer und Polenta

Fr 15.1. Backkartoffeln auf Sesam mit Dip

Sa 16.1. Nudeln mit Pilzsoße

So 17.1. Lammrippe mit Kartoffeln und gemischtem Gemüse