Tag 76 – WiB 24./25. Oktober

So, dieses Wochenende hab ich mal wieder viele Fotos gemacht. Also hier, unser unspektakuläres Wochenende in Bildern. Was das Wochenende in Bildern ist und viele viele mehr davon finden Sie wie immer bei Geborgen wachsen.

Frühstück. Ahhhh, mein Brötchen ist heiß! (Ach. wer hätte das gedacht, so frisch aus dem Ofen.)

Frühstück. Ahhhh, mein Brötchen ist heiß! (Ach. wer hätte das gedacht, so frisch aus dem Ofen.)

Direkt nach dem Frühstück erstmal ein Brot in den Ofen. Zum ersten mal lange, kalte Gare.

Direkt nach dem Frühstück erstmal ein Brot in den Ofen. Zum ersten mal lange, kalte Gare.

Herr Rabe ist hier der Kinderfrisör. Ich hab das auch mal probiert. Ein mal. Das Kind wird derweil mit

Herr Rabe ist hier der Kinderfrisör. Ich hab das auch mal probiert. Ein mal. Das Kind wird derweil mit „Planes“ sediert hypnotisiert.

Das Brot ist fertig.

Das Brot ist fertig.

Abends angeschnitten: Sieht super aus. Riecht super. Schmeckt super. Leider ist der Teig eine Pest. Wers trotzdem mal probieren will: .

Abends angeschnitten: Sieht super aus. Riecht super. Schmeckt super. Leider ist der Teig eine Pest. Wers trotzdem mal probieren will: Rezept.

Herr Rabe schnippelt Äpfel fürs Apfelmus. Die guten norwegischen. Sind ordentlich sauer, ich finde sie köstlich. Das Kind auch. Klaut dauernd Äpfel aus dem Topf.

Herr Rabe schnippelt Äpfel fürs Apfelmus. Die guten norwegischen. Sind ordentlich sauer, ich finde sie köstlich. Das Kind auch. Klaut dauernd Äpfel aus dem Topf. Ich trage in der Zwischenzeit das Nöckelbaby herum.

Gut, dass ich noch ein Brot gebacken hab, das hier ist ja eher so ein Brotlein. Aber köstlich. () Die eine Hälfte ist nach

Gut, dass ich noch ein Brot gebacken hab, das hier ist ja eher so ein Brotlein. Aber köstlich. (Kürbiskernvollkornbrot) Die eine Hälfte ist nach „Einmal Käsebrot für alle, die Zähne haben“ dann auch alle.

2015-10-24 14.22.23

Ausflug zum tollen Spielplatz mit der Seilbahn. Und der Feuerwehrstange. Und der Spiralrutsche. Und man muss mit dem Bus hinfahren. Ein perfekter Ausflug, hätten wir nicht die Äpfel zu Hause vergessen.

Ausflug zum tollen Spielplatz mit der Seilbahn. Und der Feuerwehrstange. Und der Spiralrutsche. Und man muss mit dem Bus hinfahren. Ein perfekter Ausflug, hätten wir nicht die Äpfel zu Hause vergessen.

Wegen der vergessenen Äpfel musste Herr Rabe dann Brötchen vom Kind erwerben. Und Kaffee.

Wegen der vergessenen Äpfel musste Herr Rabe dann Brötchen vom Kind erwerben. Und Kaffee.

Herr Rabe kocht, das Kind puzzelt, ich lege Wäsche zusammen, das Baby arbeitet.

Herr Rabe kocht, das Kind puzzelt, ich lege Wäsche zusammen, das Baby arbeitet.

Seelenessen für Kackwettertage: Milchreis mit Apfelmus. Mjamjamjamjamjamjamjam.

Seelenessen für Kackwettertage: Milchreis mit Apfelmus. Mjamjamjamjamjamjamjam.

Kind im Bett, der Rest der Familie schaut endlich den Tatort von letzter Woche. Es sind sogar Kerzen an. Hachz.

Kind im Bett, der Rest der Familie schaut endlich den Tatort von letzter Woche. Es sind sogar Kerzen an. Hachz.

Sonntagmorgenfrühstück mit gieriger Kinderhand.

Sonntagmorgenfrühstück mit gieriger Kinderhand.

Danach erstmal Zug bauen. Mit Weichen (gabs zum Geburtstag von Tante H.) kann man Papa echt fancy shit aufbauen.

Danach erstmal Zug bauen. Mit Weichen (gabs zum Geburtstag von Tante H.) kann man Papa echt fancy shit aufbauen.

Zum See mit der Bimmelbahn fahren. Durch den Regen, aber trotzdem voller Begeisterung, weil Bimmelbahn. Das Kind liebt ÖPNV.

Zum See mit der Bimmelbahn fahren. Durch den Regen, aber trotzdem voller Begeisterung, weil Bimmelbahn. Das Kind liebt ÖPNV.

Spaziergang um den See. Der Regen hat dann doch noch aufgehört. Es riecht nach nassem Wald und Herbst.

Spaziergang um den See. Der Regen hat dann doch noch aufgehört. Es riecht nach nassem Wald und Herbst.

Baby ist versteckt und verschläft den Ausflug quasi komplett (und nicht an mir dran. Ich frohlocke.)

Baby ist versteckt und verschläft den Ausflug quasi komplett (und nicht an mir dran. Ich frohlocke.)

Sachen ins Wasser schmeißen verliert für dreijährige nie an Reiz. Vor allem nicht auf Brücken, wo man auf der anderen Seite gucken kann, wie sie wieder auftauchen.

Sachen ins Wasser schmeißen verliert für Dreijährige nie an Reiz. Vor allem nicht auf Brücken, wo man auf der anderen Seite gucken kann, wie sie wieder auftauchen.

Oh pornöse norwegische Natur.

Oh pornöse norwegische Natur.

Auf dem Rückweg. Der Kaffee von 7-Eleven ist echt gut und ich bin auch nur ein bisschen Kaffeesüchtig.

Auf dem Rückweg. Der Kaffee von 7-Eleven ist echt gut und ich bin auch nur ein bisschen Kaffeesüchtig.

Das Kind ist total erledigt und guckt Maus. In einer Kiste sitzend.

Das Kind ist total erledigt und guckt Maus. In einer Kiste sitzend.

Bisher vergessen: Uhren umstellen. Baby in Trage pennt vor sich hin.

Bisher vergessen: Uhren umstellen. Baby in Trage pennt vor sich hin.

Aufräumen und Putzen. Ich sinniere darüber, ob die Welt wohl ein besserer Ort wäre, wenn alle nur noch mit Luftballons, die überm Staubsauger schweben, saugen würden. Also alle, auch kinderlose Singles. Vor allem die, eigentlich.

Aufräumen und Putzen. Ich sinniere darüber, ob die Welt wohl ein besserer Ort wäre, wenn alle nur noch mit Luftballons, die überm Staubsauger schweben, saugen würden. Also alle, auch kinderlose Singles. Vor allem die, eigentlich.

Serviervorschlag Mutter und Serviervorschlag Kind. Wir feiern nochmal Geburtstag, hat das Kind beim Aufräumen beschlossen.

Serviervorschlag Eltern vs. Serviervorschlag Kind. Wir feiern nochmal Geburtstag, hat das Kind beim Aufräumen beschlossen.

Tag 75 – Wir drehen an der Uhr herum

Juppheidi, endlich wird die Uhr wieder auf Normal gestellt. Wir sind ja allesamt Eulen und finden nichts furchtbarer als frühes Aufstehen, deshalb kommt uns das sehr entgegen. Dafür krieg ich jedes Jahr schon im Februar die Krise, dass ja bald wieder die Sommerzeit anfängt und fange dann Anfang März damit an, meine Aufstehzeit sukzessive so zu verschieben, dass ich quasi viele kleine Umstellungen hab, statt einmal eine komplette Stunde, die mir meinen Biorhythmus versaut. Trotzdem fühlt sich die Sommerzeit für mich falsch an. IMMER. BIS OKTOBER.

Ab morgen ist alles wieder gut, denn
– Die Zeit, zu der wir gut aufstehen können, heißt nicht mehr 10 Uhr, sondern 9 Uhr (und das klingt schon viel weniger Assimäßig)
– Die Zeit, zu der wir (Erwachsenen und Baby) müde und bettschwer sind, heißt nicht mehr 23 Uhr sondern 22 Uhr (und das klingt schon viel weniger verantwortungslos)
– Die Zeit, zu der wir das Kind ohne Theater ins Bett bekommen, heißt nicht mehr 20 Uhr, sondern 19 Uhr (und das klingt nach weniger Stress am nächsten Morgen, zumal ja auch gilt:)
– Die Zeit, zu der wir das Kind wecken müssen, heißt zwar weiterhin 7 Uhr, ist aber ja quasi 8 Uhr

Insgesamt: Voll geil.

Trotzdem habe ich keinerlei Verständnis dafür, dass etwas das eine große Mehrheit der Deutschen nicht will und das auch nachweislich keine Stromersparnis bringt, wie ursprünglich beabsichtigt war, trotzdem beibehalten wird. Es ist doch Bullshit, dass „einheitliche Uhrzeiten für die reibungslose Abwicklung des Binnenmarktes [in Europa] unerlässlich sind“ (wikipedia sagt, dass das beim letzten Mal der Grund für die Ablehnung eines Alleingangs war). Oder ist der Handel mit Großbritannien irgendwie gestört, weil die ne andere Zeit haben? Finden denn die Leute in, sagen wir mal, Spanien die Zeitumstellung so geil? Kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht wärs ja gar kein Alleingang? Brüssel? Hallo? Kann mal bitte einer den Quatsch abschaffen???

Ach ja, noch was: Nein, die Sonne geht nicht früher unter morgen. Also ja, schon, irgendwas um die zwei Minuten oder so. Aber es heißt nur die Uhrzeit anders. Wir stellen auch nicht die Zeit um. Sondern die Uhr. Die Kinder wecken uns nicht ne Stunde früher. Neinneinnein, die Uhrzeit HEIßT NUR ANDERS! (Sehen Sie, ich fange schon an zu schreien, das ist ein emotional sehr stark belastetes Thema für mich!)


Was völlig anderes: Das Baby ist jetzt in der Stan-Phase. Es sieht, wenn es erzählt, ganz exakt so aus:
Stan(M2)*
und bald werden wir alle Piratenschiffe besitzen.

*(Quelle: http://monkeyisland.wikia.com/wiki/File:Stan(M2).gif)

Tag 74 – Ahhhrrgggg!

Das… muss… doch… irgendwie… gehen! Verdammte Kacke, wieso geht das denn nicht? Ahhhhrrrrrrgggggg!
Noch mal von vorne: Also erst Beine anwinkeln und und Arme anziehen, ganz klein machen. Jetzt die Beine auf die eine Seite… geschafft! Jetzt lieg ich schon mal auf der Seite. Jetzt die Hüfte noch ein bisschen weiter… ja… noch ein GESCHAFFT! Alles vom Bauchnabel abwärts liegt auf dem Bauch! Aber hier die Schultern, die kommen noch nicht mit. Der kack Arm ist immer im Weg! Milchmeeeensch! Hilf mir!!! Verdammt, wieso kommt die denn nich??? Ah, da isse ja. Ey, nee, du sollst mir helfen, nich „Das schaffst du schon!“ sagen! Schaff ich ja eben nich, siehste nich, dass ich mich hier voll abracker? Orrrrr… Ok, ich bohr noch ein bisschen mit dem Kopf rum, aber das hilft ja auch nich, wenn der scheiß Arm immer im Weg ist!!! So, jetzt ess ich den auf, an der Hand fang ich an. Kann er ja mal sehen, was er davon hat. Und falls ers immer noch nich rafft, motz ich ihn einfach voll. Ha! Oh, das hat der Milchmensch falsch verstanden, jetzt hält sie doch die Hand hin. Egal, solche Gelegenheiten darf man nicht ungenutzt verstreichen lassen. Zack, Finger gepackt und einmal beherzt ziehen und… RUM! Ich lieg auf dem Bauch! Hahaha, ich habs geschafft! Aber ich lieg schon wieder auf dem Arm, das darf doch nicht wahr sein! So ein Mist, wie soll ich den da jetzt wegkriegen??? Vielleicht so ein bisschen schaukeln und am Arm ziehen? Ich probiere mal… NEEEEIIIIN! Jetzt bin ich aus Versehen weiter gerollt und lieg wieder auf dem Rücken! Ey, mir reicht jetzt aber mal sowas von, ich ruf jetzt den Milchmenschen und mach solange Terror, bis sie mich auf sich schlafen lässt.

MfG –

Baby (angepisst)

Tag 73 – Gehacktes

Der Tag war so lang und ich so müde dass ichs fast nicht zum Ballett geschafft hätte wegen fehlender Motivation. Ich war aber doch da und es war super gut. Werde sicher Muskelkater haben morgen, aber egal, wir haben heute 45 Minuten an der Stange gearbeitet und dann noch mal 45 Minuten nur an der Choreografie. Ich tanze zwar bei der Show nicht mit, aber so ein intensives Arbeiten an einem Stück finde ich nach wie vor gut. Und auch, das dann am Ende ca. tausend mal durchzuorgeln, bis einem der Schweiß richtig läuft. Wunderbar.


Das Kind fand es ganz und gar nicht gut, dass ich zum Tanzen wollte, weil es dachte (glaube ich jedenfalls), dass ich nicht wiederkomme. Das ist natürlich absurd, aber für das Kind deshalb ja nicht weniger schrecklich. Es war dann halbwegs ok, nachdem ich ihm versichert habe, dass ich ihm noch nen Gute-Nacht-Kuss gebe, wenn ich wiederkomme. Hab ich natürlich dann auch gemacht, aber es hat schon geschlafen, zählt das trotzdem?


Beim Statistikkursübungaufgabenbesprechungstermin festgestellt, dass ich nicht der einzige Idiot bin, der an der ein oder anderen Stelle einen Hirnknoten bekommt. Gleichzeitig festgestellt, dass meine Ergebnisse nur deshalb falsch waren, weil ich eine falsche Taste am Taschenrechner gedrückt hatte. Ich bin also Schrödingers Idiot: Doch nicht doof (weil im Prinzip der Lösungsweg ja richtig war) und doch doof (weil falsche Taste gedrückt). Hmm.


Mit Baby beim Baby-TÜV gewesen. Es hat die 95er-Perzentilkurve fürs Gewicht verlassen und ist jetzt „nur noch“ zwischen der 75er und 90er, was laut der Gesundheitsschwester „kein Grund zur Besorgnis“ ist. Ich soll trotzdem einmal extra fürs Wiegen kommen und blablabla. Wärs mein erstes Kind, würde ich mir jetzt Sorgen machen. Blöde Kuh. Außerdem hat die auch die Impfspritzen quasi in Zeitlupe ins Baby geschoben. Blöde Doofkuh. Sonst ist das Baby aber top entwickelt, super stark (wusste ich ja schon) und super fokussiert (wusste ich auch schon).


Im Kindergarten beim Abliefern des Kindes zur Unterschrift auf einem Zettel genötigt worden. Den Zettel hatte ich seit drei Tagen zu Hause vergessen, unterschrieben hatte ich auch noch nix, hatte das aber vor, ehrlich! Es geht drum, dass der Kindergarten eine heimliche, geschlossene Facebookgruppe hat, in der bisher Fotos vom Kindergartentag der Kinder geteilt wurden. Und jetzt hat jemand entdeckt, dass man Facebook ja hacken kann!!! Und dann könnte jemand, der „Facebook hackt“, ja die Bilder von (dreckigen, in Regenkleidung im Matsch spielenden) Kindern verkaufen und dann könnte der Käufer damit schlimmen Schindluder treiben! So wurde es uns jedenfalls auf dem Elternabend gesagt. Ich konnte mich grade noch so zusammenreißen, meine Hand nicht laut in mein Gesicht klatschen zu lassen. (Also wenn Sie jetzt unbedingt Bilder vom Kind  sehen wollen, müssen Sie nur Facebook hacken, ich hab das jetzt unterschrieben, dass ich mir des Risikos bewusst bin.)

Tag 72

Ich gebs auf. Morgen ist Statistikkurs-Übungsaufgaben-Besprechungstag und die eine Teilaufgabe kriege ich nicht hin. Und wozu diesen Quatsch lernen, wenn es Wolfram-Alpha gibt? Außerdem ist es schon spät und ich muss dem Baby jetzt noch mal ne neue Nachtwindel ummachen, die nicht mit dem Waschmittel des Todes (gegen das das Baby scheinbar allergisch ist) gewaschen wurde. Morgen ist nämlich Baby-TÜV und da hab ich keinen Bock auf ne Kontaktallergiediskussion.

Tag 71 – Stimmungsschwankungen

Heute morgen hatte ich keine Lust aufzustehen, es war so gemütlich im Bett mit den zwei Kuschelkindern, also las ich ein bisschen im Internet herum. Das Handylicht weckte allerdings das Kind. Das wiederum wollte aber mitnichten aufstehen, sondern kuschelte sich ganz nah an mich und murmelte „Mama kuscheln!“. Und so kuschelten wir und erzählten uns was und hatten uns lieb. Das war ganz wunderbar.

Als ich das Kind dann heute Abend bettfertig machen wollte, fing es schon bei „Komm, wir gehen ins Bad!“ an, einen Wutausbruch allererster Güte hinzulegen. Ganz zu schweigen vom Ausziehen („Nein, nein!!!“), Anziehen („Lass mich los!!! Wäääähhhhhh!“) und Zähneputzen („Neeeeiiiiin! Aua! Aua! Hiiiiilfeeeee!!!“). Das war ganz furchtbar.

Nach dem Vorlesen musste ich dann noch ganz lange neben dem Bett sitzen bleiben und seine Hand halten und singen, bis es eingeschlafen war. Und dann hab ich noch eine Weile das schlafende Kind betrachtet. Das war wieder ganz wunderbar.

Tag 70 – Update-Tag

Es ist Zeit, mal ein paar lose Erzählsprünge wieder aufzugreifen:

  1. Die eingelaufene Wolle. Ich habe panikartig das Internet nach Tips durchforstet und dann meine eigene Version eines Rettungsplans zusammengebastelt. Der ging so:
    – Einen Eimer mit lauwarmem Wasser füllen. Darin den letzten Rest Haarkur im Hause Rabe auflösen. Dann noch ca. 10 Hübe aus der Flasche „Mildes Waschgel Kopf bis Fuß“ für Babies. Es soll eine ordentlich seifige Soße sein.
    – Die Wollsachen reintun und ca. 45 min drin lassen.
    – Die Sachen auswringen, nicht ausspülen und dann mit Handtüchern ausstopfen. Es sollte so in etwa die Form haben, die es hinterher (wieder) haben soll:
    2015-10-15 22.27.18
    (Das Platzieren neben Puzzles ist nicht essentiell für den Erfolg.)
    – Komplett trocknen lassen. Dauert relativ lange.
    – Testen, obs wieder passt. Dann mit wenig (gutem) Wollwaschmittel waschen und zwar NICHT IM SYNTHETIKPROGRAMM!!Einself!
    Beim Schlafi hats geklappt, durch das Verfilzen ist er jetzt aber noch wärmer geworden und auch etwas kratzig. Aber als schön warme Schicht in Trage oder Kinderwagen geht er auf jeden Fall noch. Die Strumpfhose hats nicht gerettet :(
    2015-10-18 13.40.10
  2. Das Baby braucht zum Rumdrehen nur noch minimale Hilfestellung. Also man muss ihm einen Finger hinhalten, dann zieht es sich daran rum. Das ist sehr putzig, es ist ja noch sehr klein, also noch nicht mal drei Monate, und dann liegt da dieses Minibaby und reckt den Kopf in die Höhe und freut sich nen Ast. Es versucht auch direkt, vorwärts zu kommen. Hachz. Heute ist es dann so halb aus Versehen aus der Bauchlage wieder auf den Rücken zurückgerollt. Ein kurzer erschrockener Blick, dann halb kaputtgelacht. (jetzt wo das besser geht, muss das Baby auch nicht mehr nachts Dauerstillen. Das finde ich sehr angenehm.)
    2.1 Habe Bahntickets bekommen. Sogar im Kleinkindabteil. Fehlt nur noch wer, der mich und die Kinder vom Flughafen zum Berliner Hbf begleitet mit all unserem Geraffel…
  3. Es blieb scheinbar bei der einen Panikattacke meiner Mutter. Vorerst.
  4. Wir haben inzwischen herausgefunden, dass das Baby es gerne sehr warm hat und deshalb wohl im Beistellbett schlechter schläft als direkt in meinem Arm. Jetzt haben wir den warmen Winterschlafsack für den Kinderwagen ins Beistellbett gelegt, das Kopfteil soweit zugeschnürt, dass es auch am Kopf schön muckelig ist und so kann das Baby bis zum ersten Stillen zumindest gut schlafen. Gestern nacht konnte ich es sogar nach dem ersten Stillen wieder zurücklegen und es schlief dann nochmal bis 5:30 Uhr so. Unfassbar, was das für meinen Schlaf für einen Unterschied macht!
  5. Das Kind war beim Zahnarzt, allerdings mit Herrn Rabe weil ich während der verwirrenden Telefoniererei meinen Statistikkurs vergessen hatte. Das Kind machte bei der Ärztin erstmal 10 Minuten den Mund nicht auf. Irgendwann dann doch, alle Zähne da, alle Zähne ok, Schnuller bitte nur zum Einschlafen wegen Überbiss, Wasser ist das beste Getränk überhaupt. Dann hat das Kind einen Elefanten bekommen und war sehr stolz.

So, ich glaube, das wars, oder möchten Sie noch was wissen? Nur zu, fragen Sie ruhig!

Tag 69 – Hello, IT?

Ich habe grade gar keine Lust zu bloggen, aber ich hab Herr Rabe versprochen, dass ich ihm ein bisschen öffentlich huldige und versprochen ist ja versprochen.

Man mag es schon vermutet haben: Herr Rabe ist der Lieblingstechniker. Ich meine, der hat das ja im Grunde auch studiert, also Informatik und schnubbeldibupp aber ganz sicher gab es im Studium keine Veranstaltung namens „Angewandte Aura-Reparatur“. Und das ist, was Herr Rabe besonders gut kann: einfach weil er da ist, erledigen sich viele Computerprobleme wie von selbst. Ich nehme an, die Probleme haben Angst vor ihm, denn wenn mal eine Macke seiner bloßen Anwesenheit trotzt, wird sie gründlichst ausgemerzt und zwar minimalinvasiv. Bevor ich Herrn Rabe kannte, dachte ich (Exfreund-bedingt) es gäbe bei ersthaften Computerproblemen nur zwei Lösungswege: a) Problem ignorieren und b) Festplatte formatieren. Das ist dann eher so die Schrotschuss-Methode. Inzwischen weiß ich aber, dass es durchaus möglich ist, ein Problem an der Wurzel zu entfernen ohne dabei mit der Datenaxt eine riesige Schneise zu ziehen. Man muss nur wissen wie, und ich hab da zwei linke Hände mit jeweils fünf Daumen dran. Herr Rabe hat mich immerhin soweit erzogen, dass ich einen wartungsarmen Computer besitze, alle verfügbaren Updates zeitnah mache und regelmäßig *hust* ein Backup erstelle. Falls ich doch mal ein Problem bekomme, so wie jetzt halt, muss er mir trotzdem helfen, weil wir verheiratet sind hilft er mir natürlich gerne. Das Problem mit der FileVault-Verschlüsselung war wohl ein ziemlich komplexes, was einer ausgefuchsten Lösungsstrategie bedurfte, aber wieder einmal hat Herr Rabe es tadellos hinbekommen: Er hat alle Daten erhalten können, selbst die kaputten, und die hat er sogar heile gemacht. Alles ist jetzt verschlüsselt. Nebenbei hat er meine Festplatte von Müllquatsch befreit und die Reste eines eigentlich schon lange deinstallierten Programms entfernt, sodass da jetzt nicht mehr dauernd Fehlermeldungen auflaufen. Dann habe ich (das hab ich dann wieder alleine hinbekommen) El Capitan installiert und im Zuge dessen ging irgendwas mit meinem Email-account kaputt, und auch das hat er wieder hingebogen. Insgesamt hab ich also jetzt das fresheste Betriebssystem, mehr Platz auf meiner Festplatte als vorher, habe weiterhin Zugriff auf meine mails und musste dafür nur diesen Text schreiben und Nudelauflauf machen.

Murch :* *

*Das müssen Sie nicht verstehen.

Tag 68

Mein Lieblingstechniker repariert gerade meinen Computer. Das ist wohl ein ziemlicher Krampf. Kaputte Dateien und gelöschte Programme die trotzdem  noch Quatsch machen und den Rest hab ich nicht verstanden. Seit ich aber mal vor vielen Jahren dachte, ich könne meine Festplatte selbst partitionieren und danach gar nix mehr ging und ich einen Heulanfall bekam und zum Lieblingstechniker gehen musste, der dann den Rechner auf Kühlakkus stellen musste, weil sonst die CPU (?) überheizte, weil nicht mal mehr der Lüfter ging, seitdem mache ich absolut nüscht mehr an meinem Computer wo auch nur eine geringe Gefahr besteht, dass was kaputt gehen könnte. Schreiben am Handy geht aber auch nur so halbgut, zumal ich vom Baby belagert werde, deshalb wars das auch schon fast für heute.


Wir haben erfolgreich unseren Keller Flur umgeräumt. Das war sehr nötig und die Gelegenheit günstig. Wir sind zufrieden.


Mit dem Kind beim Kindertanz gewesen. 19 Kinder da. 13 Mädchen. 6 in Tutus. Eins nicht in rosa. Seufz.


Kurz beim Supersaletag gewesen (Toilldag für die Locals) und dem Kind Winterstiefel gekauft für 199 NOK (Wheeeeee!!!) und auf gut Glück zwei Paar Turnschuhe Größe 27 für nächstes Jahr für 99 NOK jeweils. Gesehen, dass ein Moods-of-Norway Pop-up-Store für die nächsten zwei Wochen da ist. Kann man mal hingehen.


Wir sollten ja alle viel viel mehr Essential Unfairness lesen. Auch wenn ich mich beim lesen des heutigen Posts wie einen eiskalten, gefühllosen Klotz gefühlt hab, weil ich sowohl den Schwangerschaftstest vom Baby (beim Kind hab ich keinen eigenen gemacht) als auch den ersten (durchgekauten und klebrigen) Schnuller vom Kind ganz unsentimental weggeschmissen hab.

Tag 67 – Fünffachopa

Heute war ich ja bei dem Projektmeeting. Mit Baby. Natürlich war das Baby zunächst mal ein Hingucker, dann sagte mein Chef auch noch „You don’t look too tired!“ und ich entgegnete ein trockenes „Jaha, well, fake it ‚til you make it!“ und hatte dann auch die Lacher auf meiner Seite. Bei dem Meeting waren sechs Leute außer mir, von denen haben fünf Kinder. Das ist, was ich an Norwegen so mag: Hier haben alle Kinder und die meisten haben mehrere. Viele kriegen auch relativ jung Kinder. Die meisten Mütter nehmen ca. 10 Monate Elternzeit und kommen dann Vollzeit zurück. Die meisten Väter nehmen 10 Wochen, aber viele auch mehr. Manche Eltern reduzieren dann ihre Arbeitszeit auf 80 %, manche nicht. Aber niemand käme auf die Idee, ein Vollzeit arbeitendes Elter als Rabenelter zu betiteln. Und weil halt alle Kinder haben, wird SELBSTVERSTÄNDLICH kein Meeting auf irgend eine komische Zeit gelegt, sondern man schafft es danach immer noch bequem zum Kindergarten oder zur Schule zum Abholen. Und weil halt auch alle mal Babys hatten, ist so ein Baby im Meeting (nach der ersten Oh-Gott-ist-das-süüüüß-Euphorie) auch nichts besonderes. Auch nicht, dass man mal zwischendurch Stillen muss oder das Baby quakt. Lediglich als das Baby sehr geräuschvoll die Windel füllte, erntete es kurze Lacher und ich bekam (vom Vater dreier Söhne) einen wissenden Schmunzelblick zugeworfen. Leider ist mein Hirn tatsächlich etwas Babymatschig geworden, sodass ich relativ lange brauchte, um wieder ins Thema zu kommen. Aber egal, das kommt auch alles wieder. Bekomme jetzt erst mal von meinem Chef die Dissertation eines Kollegen geschickt, die ich dann auch nicht lese.

Nach dem Meeting trank ich noch einen Kaffee mit meinem Chef, der mir dabei die amüsante Geschichte erzählte, wie er auf seine Enkelkinder aufpasste. Er ist nämlich gestern zum fünften Mal Opa geworden, weil eine seiner Töchter ihr viertes Kind bekommen hat. Er hatte wohl im Zuge dessen versprochen, zur Geburt auf die drei älteren Kinder aufzupassen. Er hat einen super Draht zu seinen Enkelkindern, nimmt sie oft mit in den Urlaub, in die Wochenendhütte oder zu sich nach Hause. Manchmal sind auch welche bei uns bei der Arbeit, wenn irgend ein „Opa-Tag“ in der Schule ist. Ich möchte bitte für meine Kinder auch so nen tollen Opa in der Nähe haben! Aber ich schweife ab. Jedenfalls ist seine Tochter samt Schwiegersohn am Dienstag um zwei ins Krankenhaus gefahren und hat ihn benachrichtigt, dass er bitte die Kinder von Schule und Kindergarten abholen solle. Mein Chef verließ daraufhin etwas panisch die Arbeit und sammelte alle Kinder ein. Fuhr zu den Kindern nach Hause, machte Essen. Dann war es wohl recht spät und die Kinder natürlich einigermaßen aufgeregt, bis alle mit geputzten Zähnen im Bett lagen war es ein mittlerer Kampf mit, Zitat, „unerträglicher Geräuschkulisse“. Und dann erst der nächste Morgen. „Die müssen ja alle wieder um acht in der Schule und im Kindergarten sein! Mit Brotdosen und allem und ich weiß nicht mal wo alles ist! Und dann sind die unorganisiert, und jeder muss noch kurz was spielen und alle laufen durcheinander! Ich weiß nicht, wie meine Tochter und ihr Mann das sonst machen, ich war um acht dann völlig fertig und wollte eigentlich wieder ins Bett. Das war die Hölle!“
Und zu dem Zeitpunkt dachte er noch, damit wäre es getan, aber das Baby ließ auf sich warten und so durfte er nachmittags wieder ran. Am Wochenende fährt er jetzt alleine zu seiner Hütte: „Ich brauch jetzt mal ein paar Tage ohne Kinder!“.