Tag 66

Mannmannmann, schon wieder so spät. Wo ist denn nur der Tag hin? Ich bin auch zum Umfallen müde, gut, dass ich schon im Bett liege.

Das Baby hat gerade mal wieder irgend so einen Entwicklungsschub. Seit Montag, wo es ja überraschend versucht hat sich herumzudrehen und das auch mehrmals fast ganz alleine schaffte, will es spätestens alle zwei Stunden stillen und braucht dann ewig lang. Manchmal sogar beide Seiten, was sehr ungewöhnlich ist. Jedenfalls schläft es sich da nicht so gut, wenn man alle zwei Stunden ne halbe benuckelt wird. Mein Geisteszustand leidet extrem ein bisschen darunter. Außerdem nöckelt das Baby auch viel rum, es kaut auf meinem Finger (Kauleisten-Jucken?) und die Hand-Augen-Koordination ist sehr viel besser geworden. Eigentlich will es glaub ich am liebsten morgen loslaufen. Mir hinterher. Wenn man es auf die Beine „stellt“, freut es sich nen Ast und fängt sofort zu erzählen an. Das ist sehr niedlich, aber scheinbar sehr sehr anstrengend grad für das Baby selbst und das muss es den Eltern natürlich mitteilen. Naja. Die ersten Schübe sind ja noch kurz.


Heute früh sind die Großeltern abgereist. Das Hotel in dem sie waren liegt auf dem Weg zum Kindergarten. Um 08:30 waren wir verabredet, ich sollte erst das Kind wegbringen und dann die Großeltern vom Hotel zum Bus bringen. Um 08:02 passierte ich mit Kind das Hotel und meine Schwiegereltern lauerten mir schon auf. Hätten die Koffer schon runter gebracht und ausgecheckt. Ob ich zehn Minuten später wieder da sein könne, wegen des Busses (der Bus fährt alle 10 Minuten, braucht 30 zum Flughafen, der Flug ging um 11:30 Uhr. Denken Sie sich den Rest). Ich hab also das Kind beim Kindergarten nur über den Zaun geworfen nur sehr kurz verabschiedet und war 9 Minuten später wieder am Hotel. Also um 08:13 Uhr, immer noch 17 Minuten bevor wir ursprünglich verabredet waren. Ich sagte nichts. Dann gingen wir zum Bus, zu einer anderen Haltestelle, als ich dachte oder Sinn machte, aber ich sagte nichts. Es kam sofort ein Bus, was gut war weil viel länger hätte ich nicht nichts sagen können. Und so saßen meine Schwiegereltern dann zwei Minuten vor der Zeit, zu der wir verabredet waren, schon im Bus.


Heute mittag war auf mein Anregen hin ein Treffen der Barselgruppe, also die Muttis mit den Babys. Einige sind vielleicht doch interessanter, als bisher gedacht. Eine zum Beispiel, sie kann nicht älter sein als ich, eher jünger denke ich, hat eine 22-Jährige Stieftochter. Dafür ist die mit den Zwillingen viel älter als ich dachte (und sie aussieht, ehrlich, so will ich mit 39 bitte auch aussehen. Aber genug der Oberflächlichkeiten). Eine hat ein Familienbett und testet glaube ich auch ihre Bullshittoleranz, jedenfalls kamen von ihr so Konfliktvermeidungsallgeimeinplätze wie „Jaja, da muss jede Familie den Weg finden, der für sie passt…“. Hätte auch von mir sein können, der Satz.


Dem Baby ne neue Wollstrumpfhose gekauft. Die eingelaufene ist nicht zu retten. Die hat jetzt die Puppe an.


Heute Nachmittag war dann noch Elternabend im Kindergarten. Wir sollen den Kindern die Haare täglich prophylaktisch Läusekämmen. Jaja. Klar, mache ich*. Des Weiteren wird es weiterhin kein warmes Essen geben, sondern an den Brotdosen festgehalten. Ok für mich. Und wir mussten einen dämlichen Tanz lernen, ich wollte mir dabei gerne was in die Nase rammen, aber das ging nicht, also tanzte ich fröhlich lächelnd den doofen Kindertanz (Wenn schon Scheiße, dann Scheiße mit Schwung!).


Danach wars es zu spät für Ballett. Und fürs Kind auch, es machte ein Theater beim ins Bett bringen, als würde Herr Rabe ihm die Haut bei lebendigem Leib abziehen. Morgen bin ich wieder dran. Ich freu mich schon*.


Morgenn ist Muttisport, dann evtl Mittagessen, und dann ein berufliches Meeting zu meinem Projekt (an dem andere auch mitarbeiten, also zumindest indirekt, ist kompliziert, unser nicht vorhandenes Organigramm). Ich bin ein bisschen nervös, weil nicht ganz sicher, ob mein Hirn noch gut genug funktioniert oder vielleicht auch mit eingelaufen ist.

*ganz sicher nicht.

Tag 65

Morgen reisen meine Schwiegereltern ab.

Was ich dann nicht vermissen werde:

  • Jeden Tag überhören zu müssen, dass die Essensportionen für sie ja viel zu groß sind (sind sie nicht).
  • Jeden Tag Schokolade mitgebracht zu bekommen (läuft leider komplett konträr zu allen „Wir müssen uns gesünder ernähren“-Plänen).
  • Jeden Tag Geschenke fürs Kind.
  • Jeden Tag Schoki/Kekse/Süßes fürs Kind (aber immer betonen, dass man ja als Kind dick gewesen sei und das sei ganz schlimm gewesen).
  • Dass immer komplett alle Spielsachen im Wohnzimmer ausgeleert werden, sodass man während des Spielens kaum freien Boden für seine Füße findet.
  • Sätze (ans Kind gerichtet) wie „Wenn du schön aufisst, scheint morgen wieder die Sonne!“, „Wenn du so Theater machst, nimmt der Busfahrer dich nicht mit, dann musst du alleine nach Hause laufen!“ und „Geh jetzt mal nicht zur Mama hin, die ruht sich aus.“
  • Sätze (an uns gerichtet) wie „Wart ihr wegen xyz mal beim Arzt?“, „Mag das Kind denn Leberwurst?“ oder „Nimmt das Baby schon Tee aus der Flasche?“
  • Dass mir hektisch an den Kinderwagen gegriffen wird, weil ich ja nicht gesehen hab, dass ich da schon ganz weit links rüber…
  • Dass das Kind dauernd wegen allem behelikoptert wird („Bleib schön hier, nicht so schnell, nicht so hoch, nicht allein die Treppe runter…“)

Was ich vermissen werde:

  • Dass das Kind beim Türklingeln losrennt und aufgeregt „Opa kjem! Oma kjem*!“ ruft.
  • Dass das Kind mal jemand anderem hundert mal am Tag zuruft: „Guck maaaaal!“
  • Dass jemand sich gar nicht davon irritieren lässt, dass das Baby auf dem Arm auch mal rummeckert**.
  • Dass sie sich so sehr an ihren Enkelkindern freuen und einfach alles total süß und toll finden, was sie machen.
  • Dass sie unermüdlich mit dem Kind spielen. Und sich unermüdlich mit dem Baby unterhalten und ihm vorsingen und Musik vorspielen undundund…

* Dialekt (Wäähähä, das Kind spricht Dialekt!) für „Opa/Oma kommer“ = Opa/Oma kommt.
** Was meine Chancen, mal alleine aufs Klo zu können, erheblich steigert.

Tag 64 – Hausfrauengenie

Zur Geburt haben wir für das Baby von meiner Arbeitsgruppe einen wunderschönen, roten Wollschlafanzug bekommen. Der ist war so schön, und so dick, dass wir ihn dem Baby nie zum Schlafen, sondern einfach so als Anzug angezogen haben. Er hat Größe 68, ist war aber sehr viel größer, sodass wir immer die Ärmel und Beine umkrempeln.

Das Kind trägt im Kindergarten als unterste Schicht so dünne Merinowollsachen, für Große auch Skiunterwäsche genannt. Das Kind macht sich aber oft ziemlich dreckig und die Sachen muss man dann vor dem Waschen vorbehandeln, und selbst dann geht vieles nicht ganz raus.

Heute wollte ich spontan Wolle waschen, hatte also nichts vorbehandelt. Dachte mir, ach, Wollprogramm 30°C und 1200 rpm Schleudern, und Synthetikprogramm, 30°C und 1200 rpm Schleudern, also außer dass beim Synthetikprogramm die Sachen mehr bewegt werden und dann hoffentlich auch sauberer werden, wo soll denn da der Unterschied sein?

Der Unterschied ist: die Sachen werden mehr bewegt. Tadaaaa! Und gestrickte Wolle verfilzt dann und läuft total krass ein! Jetzt hat der schöne Schlafi ca. Größe 44 und eine Strumpfhose von dm in Größe 62/68 ist noch 10 cm lang. Auch zwei meiner Wolle/Seide Stilleinlagen haben eine sehr interessante Form bekommen, weil die Wollseite eingelaufen ist, die Seideseite aber nicht.

Ich möchte jetzt gerne auf den Arm.

(Die Merinowollsachen sind immerhin sauber geworden.)

Tag 63 – 12von12 Oktober 15

Nachtrag. Weil durch. Egal.


Frühes Aufstehen glückt nur so halb hier im Haus. Wecker klingelt 31 Minuten eher, aber da sei die Snooze-Funktion vor.


Das Kind schleicht quasi zum Kindergarten. Das Foto ist bloß unscharf, weil ich echt nicht gut fotografieren kann, nicht wegen der Fortbewegungsgeschwindigkeit. Das Baby verschläft alles. UPDATE: Heute fuhr das Kind exakt 100 m weit. Dann musste es auf dem Kiddyboard gefahren werden.


Im Hintergrund etwas Post-Geburtstags-Chaos. Und ohne Kaffee kein Spaß. Ganz unnorwegisch mit viel Milch und etwas Zucker.

Blärgs, Tran.

Muttisport und fast ganz alleine auf den Bauch gedreht.


Wir waren wohl beide gleich verwundert. Fast heißt, das Baby braucht eine Hand um sich rumzuziehen. Und manchmal einen Minitipser an der Hüfte für den letzten Millimeter. Geht aber nur in Plastikwindel, der dicke Stoffwindelpo ist da etwas hinderlich. (Das Kind hatte damals ne Technik entwickelt, mit dem Po ordentlich Schwung zu holen und sich dann einfach auf der dicken Murmel rumzurollen. Das sah sehr niedlich aus. Mal sehen, ob das Baby das auch noch rausfindet.)


Rückweg vom Muttisport. Grade noch so den Bus bekommen, bevor mein 1,5-h-Busticket abgelaufen wär.


Perfektes Essen nach dem Sport B-).

Backup, bevor der Kapitän kommt. Nebenher Statistikkurskram.

Beim Backup eingeschlafen: Baby und mein rechter Fuß.


Tja und UPDATE: hat ja auch mal so gar nicht funktioniert alles. Filevault hat sich auch nach 15 h Dauerbetrieb nicht wieder eingekriegt. Da muss wohl mein Lieblings-Techniker ran…

Reis mit Scheiß. Und Großeltern.


Lecker. Eins meiner Lieblingsessen. Das Kind isst Reis mit Schafskäse. Oma versucht, dem Kind Gemüse anzudrehen, ich lache hysterisch schmunzle ein bisschen vor mich hin.

Bekennende Bett-Blogger.


Huch, die Frontkamera von meinem Telefon ist bei schlechter Beleuchtung ja mal total schäbbig.

Wenn Sie wissen wollen, was Herr Rabe so den ganzen Tag macht: Hier ist sein 12von12. Und wenn Sie noch mehr 12von12s sehen wollen, die gibts bei Draußen nur Kännchen. Achtung (wieder) Suchtgefahr!

12 von 12 Zusammenfassung

Heute ist ein 12. des Monats. Frau Rabe hatte mich animiert bei #12von12 mitzumachen. Hier das Ergebnis:

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Auf dem Weg.

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Die wohl nördlichste Nichtlustig Tasse der Welt?

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Anstehen an der Mikrowelle.

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Lunch-Darts.

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Das Kind hat sich nen Foto gewünscht. „Hier! Papa, auch Foto! Hier!“

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Zu Besuch bei Oma und Opa im Hotel. Zielsicher greift das Kind was Gesundes. :D

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Die Zucchini werfen – äh wenden wie ein Profi. Und mit der anderen Hand fotografieren XD

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Heute KzH statt Montags-CageBall. Naja…

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Tee.

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Ein Hoch auf die Großeltern, dass sie uns mit Schokolade versorgen!

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Habe kurz überlegt noch einen Whiskey zu trinken um ein weiteres Motiv zu erhalten, mich dann aber doch für die Zahnbürste entschieden.

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Und so beende ich meinen Tag mit zwei bezaubernden Mädels im Bett. Gute Nacht.

Hat Spaß gemacht. Nächsten Monat wieder. :)

Tag 63 – Don’t turn around

Anleitung zum Babysein, 2. Übung: Wie man sich nicht auf den Bauch dreht

  1. In Rückenlage beide Beine anwinkeln und rhythmisch hin und her schwingen. Den Kopf dabei in die jeweils andere Richtung bewegen und laut „gäääähäääähäää“ singen.
  2. Aus der Rückenlage beide Fersen und den Schultergürtel fest in den Untergrund stemmen. Hüfte leicht anheben. Rhythmisch wiederholen, dabei wegen der Anstrengung sehr bald zu meckern anfangen.
  3. In Rückenlage eine Hand mit den Augen fixeren. Jetzt die Hand in Schulterhöhe auf der Liegeunterlage immer weiter vom Körper wegschieben. Den Kopf auf die Seite drehen. Vor Aufregung alle anderen Körperteile vergessen. In dieser Position (Arm ausgestreckt, Hand zur Faust geballt, Kopf zur Seite, die Hand anstarren) möglichst lange verharren.
  4. Ähnlich wie 3. Abwandlung: Zweiter Arm und Schulter bewegen sich mit dem Kopf in Richtung der angestarrten Hand. Hüfte und Beine aber in jedem Fall unbeweglich liegen lassen.
  5. Ähnlich wie 4. Abwandlung: Hüfte in gleiche Richtung wie Kopf drehen. Beine anwinkeln. Vor Schreck aus dieser so erreichten Seitenlage sofort wieder zurückrollen und nach Betreuungspersonal Ausschau halten.
  6. Ähnlich wie 5. Abwandlung: Nicht zurückrollen sondern entschlossen weiterarbeiten. Hierzu den Kopf weiter drehen, das Gesicht in die Unterlage bohren. Beine rhythmisch strecken und wieder anziehen. Dabei nörgeln.
  7. Ebenfalls Ähnlich wie 5. Abwandlung: Nicht zurückrollen. Gesicht in Unterlage bohren, Hüfte langsam weiter in Richtung des ausgestreckten, unteren Armes rollen. Den unteren Arm langsam ausgestreckt zum Körper ziehen, bis er einen Wall am Bauch bildet. Auf dem Arm liegen bleiben und lautstark das Betreuungspersonal alarmieren.

Heute #12von12 gemacht. Ging ganz gut. Besser als #wib auf jeden Fall.


Wollte ein Update auf El Kapitän machen. Davor wollte ich aber erstmal ein Backup machen, diese Meldung „Kein Backup seit drölfzig Tagen“ klang irgendwie zunehmend vorwurfsvoll in letzter Zeit. Backup dauerte lange. Dann nicht mehr genug Platz auf der Festplatte. Erst Kram evakuieren (externe Festplatte hing ja noch dran). Dann Download des Updates: dauerte ewig lang, das Baby ist derweil auf meinem Schoß weggepennt, aber das war auch klar nach der ganzen Turnerei vorher. Dann irgendwann endlich fertig, nur noch anhaken, auf welcher Festplatte denn installiert werden soll. Ja, natürlich auf der Mac-Festplatte, jaja. Nee geht aber nicht, weil Filevault gerade Daten verschlüsselt. Aber das tut es seit, ungelogen, Monaten und ich glaube es hat sich aufgehängt oder so, der Balken wird jedenfalls auch nicht voller. Voll angepisst aufgegeben. Heute Nacht darf das Macbook dann man anbleiben, vielleicht hilfts ja was. Sonst weiß ich auch nicht.


Wollte Statistikkurs-Hausaufgaben machen. Habe aber die falsche Ausgabe vom Buch (Hardcover statt Paperback), die Nummerierung der Aufgaben ist da anders. Bin außerdem zu geizig, mir für 97,98 € das richtige Buch zu kaufen. Also Dozenten ne mail geschrieben, ob er die Nummerierung in meiner Ausgabe weiß. Bisher keine Antwort.


Muss eigentlich heute um Mitternacht die Bahntickets für den Weihnachtsurlaub buchen. Hahaha. Haha.

Tag 62 – WiB 10./11.10.

Zuallererst mal: Alter, ist das schwer, akzeptable Fotos von Menschen zu machen, ohne dass die gucken! Und erst mal dran zu denken, alles zu fotografieren! Und hinterher hier nicht 1000 Fotos hochzuladen! Und überhaupt! Alter.

Nichtsdestotrotz, hier mein 1. WiB (was das ist können Sie Hier nachlesen. Da gibt es auch weitere WiBs von vielen Menschen. Aber Vorsicht: es besteht gewisse Suchtgefahr!)

Frühstück Samstag. Man beachte den Tran-Löffel. Tran schon vor dem Frühstück. Yeah.

Frühstück Samstag. Man beachte den Tran-Löffel. Tran schon vor dem Frühstück. Yeah.

Nach dem Frühstück im Stechschritt zum Frisör. Termin gerade so geschafft.

Nach dem Frühstück im Stechschritt zum Frisör. Termin gerade so geschafft.

Wenn man ein sehr kleines Baby dabei hat und um ein glas Wasser bittet, kriegt man einen Riesenhumpen.

Wenn man ein sehr kleines Baby dabei hat und um ein Glas Wasser bittet, kriegt man einen Riesenhumpen.

Herr Rabe und das Kind haben derweil geduscht und danach durfte Elefant geguckt werden.

Herr Rabe und das Kind haben derweil geduscht und danach durfte Elefant geguckt werden.

Kind ist voll versteckt öko.

Kind ist voll versteckt öko.

Noch ein newborn-Ding das wir nicht mehr brauchen. *Schnüff*

Noch ein newborn-Ding das wir nicht mehr brauchen. *Schnüff*

Einkauf mit Superman.

Einkauf mit Superman.

Das Kind übt Schlagzeug. Ich versuche dabei zu stillen. Haha. Stillen. Ha.

Das Kind übt Schlagzeug. Ich versuche dabei zu stillen. Haha. Stillen. Ha.

Das beste am Kuchen backen.

Das beste am Kuchen backen.

Abendessen mit Oma und Opa und Linsensuppe. Linsensuppe ftw (und wenn mans den Großeltern nicht auf die Nase bindet, merken die gar nicht dass wir super oft vegan essen).

Abendessen mit Oma und Opa und Linsensuppe. Linsensuppe ftw (und wenn mans den Großeltern nicht auf die Nase bindet, merken die gar nicht dass wir super oft vegan essen).

Spääääät. Aber alle Kuchen sind fast fertig.

Spääääät. Aber alle Kuchen sind fast fertig.

Geburtstagstisch. *Schnüffschnüffschnüff*

Sonntag morgen. Geburtstagstisch. *Schnüffschnüffschnüff*

Auspackääään! Sparkesykkel auspackääään! (Heiß ersehnt seit drei Tagen.)

Auspackääään! Sparkesykkel auspackääään! (Heiß ersehnt seit drei Tagen.)

Fühstück, ähnlich wie Samstag, plus Eier und Geburtstagsmuffins. Und aufgeregtes Kind.

Fühstück, ähnlich wie Samstag, plus Eier und Geburtstagsmuffins. Und aufgeregtes Kind.

Ausflug mit Sparkesykkel. Große Liebe.

Ausflug mit Sparkesykkel. Große Liebe.

Das Kind hat sich einen Kuchen mit drei Kerzen gebacken. Und es singt auch. <3 *Mein Herz platzt*

Das Kind hat sich einen Kuchen mit drei Kerzen gebacken. Und es singt auch. *Mein Herz platzt*

How to fake a clean home, lesson 1: Einen Raum als Todeszone deklarieren, die niemand unter keinen Umständen während der Feier betreten darf. Da alles hinschmeißen.

How to fake a clean home, lesson 1: Einen Raum als Todeszone deklarieren, die niemand unter keinen Umständen während der Feier betreten darf. Da alles hinschmeißen.

Zehn Minuten vor Startschuss. Als hätte ich's geahnt.

Zehn Minuten vor Startschuss. Als hätte ich’s geahnt.

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Noch mehr Kuchen.

Noch mehr Kuchen (Ja, das hab ich alles gestern Nacht gemacht ich Bekloppte. Aber lecker.)

Dann war Kindergeburtstag, es war sehr sehr schön, aber völlig unmöglich Fotos ohne Gesichter zu machen. Stellen Sie sich fünf Kinder vor, die alles an Spielzeug ausleeren und durch die Gegend schmeißen, Kuchen essen und alles vollkrümeln und eine tolle Zeit haben.

Post-Party-Gammelei mit Baby.

Post-Party-Gammelei mit Baby.

Noch mal das Kickboard ausführen. Nebel. Der Flughafen wurde inzwischen wegen Nebel geschlossen. Jieha, Norwegen.

Noch mal das Kickboard ausführen. Nebel. Der Flughafen wurde inzwischen wegen Nebel geschlossen. Jieha, Norwegen.

Herr Rabe und ich machen Fotos davon, wie das Kind eine Spinne bewundert.

Herr Rabe und ich machen Fotos davon, wie das Kind eine Spinne bewundert.

Lieblingsessen von mir vom Kind: Bratnudeln mit Semmelbröseln und Ei und Ketchup.

Lieblingsessen von mir vom Kind: Bratnudeln mit Semmelbröseln und Ei und Ketchup.

Und wenn das Baby deine eine Schulter vollbesabbert hat, so halte ihm auch die andere hin!

Und wenn das Baby deine eine Schulter vollgesabbert hat, so halte ihm auch die andere hin!

Es war ein schönes Wochenende, der Samstag sehr typisch für uns, der Sonntag sehr sehr untypisch. Und jetzt ist mein Akku so dermaßen leer, dass ich gleich mit dem Kopf auf die Tastatbcdjskövnefaokno

Tag 61 – Mama ruft an

Ich brachte grade das Kind ins Bett, als mein Telefon klingelte. Hörte Herrn Rabe sagen „Ja, hmhm, uns geht’s gut. … Ja das geht bestimmt.“. Hörte sich also nicht wirklich dringend an. Bleib noch ein bisschen beim Kind sitzen. Ging aus dem Zimmer. Herr Rabe: „Deine Mutter hat grad angerufen. Hat ne Panikattacke oder so. Wollte wissen, obs uns gut geht.“ . Ich so: Waaaahhhh. Man muss dazu wissen, in meiner Familie sind alle bekloppt, und zwar nicht nur so ein sympathisches bisschen, sondern so richtig mit Klinikaufenthalten und starken Medikamenten und sowas. Ich bin echt die normalste psychisch gesündeste von allen und das will was heißen. Aber Panikattacken, das ist neu, das hatten wir noch nicht. Naja, Mama angerufen, erst mal hören was da los ist. Mama am Telefon völlig aufgelöst. Kann kaum sprechen, schluchzt nur. Sage ihr, dass ich sofort wieder anrufe. Rufe meine Tante an. Wecke sie. Sage ihr, sie soll nen Krankenwagen anrufen. Rufe wieder meine Mutter an. Versuche mit ihr zu reden. Versuche, Belanglosigkeiten auszutauschen (Was hast du denn heute gegessen?). Als die Feuerwehr klingelt, kriegt sie fast nen Herzinfarkt. Ich sage ich habe die benachrichtigt, ihr ist das total peinlich und sie macht die Tür auf mit den Worten „Dahahaaaas wär ahahahaber nicht nötig gewesen, schluchzschluchz mihihiaaaa gehts schon viel behehehesser!“. Werde vom Feuerwehrmann angepampt, wenn nicht Gefahr in Verzug seien sie die Falschen, blablabla. Ist mir kackegal. Feuerwehr ruft meine Tante an, sie soll kommen. Medikamente gibts keine, meine Mutter hat schon irgendwas genommen. Zehn Minuten später ruft meine Mutter wieder an. Geht schon fast, mit ihr zu reden. Feuerwehr ist wieder weg. Tante unterwegs. Sie hatte plötzlich Angst, sagt sie, dass irgendwem den sie lieb hat, was passiert sei. Panische Angst. Uns hat sie angerufen, meinen Bruder, ihren Bruder. Ihre Eltern kurioser Weise nicht. Bzw. wenn man sie kennt, ist das nicht mehr so kurios. Wir reden ca. 15 Minuten, ich backe derweil Geburtstagsmuffins für das Kind. Sie entschuldigt sich 1000 mal, dass sie so nen Wind macht. Ich sage genauso oft, dass ihr das nicht leid tun muss, oder peinlich sein. Dass sie wegen sowas immer anrufen kann. Dass sie überhaupt immer anrufen kann. Dass es uns wirklich wirklich gut geht. Nein, ich kann das schon ab, mir um sie Sorgen zu machen.

Am Ende des Gesprächs kann sie tatsächlich wieder normal reden und sich sogar ne Zigarette anzünden.

Ich backe weiter und fühle mich plötzlich un-end-lich müde.

Tag 60 – Schwiegermutterbesuch

Früher mal, da war meine Schwiegermutter ne richtige Bitch. Sie war von Anfang an unzufrieden mit der Lebenspartnerinnen-Wahl ihres Sohnes gewesen, warum auch immer, sie fand mich jedenfalls von Anfang an richtig scheiße und ich sie auch. Die Situation eskalierte denn auch in fünf Jahren zwei mal, das letzte mal so heftig dass ich mir schwor (und ihr sagte), dass ich ihr Haus nie wieder betreten würde. Ich habe immer versucht, ihr Enkelkind da raus zu halten, auch Herr Rabe hatte ja nicht das Problem mit ihr, sondern ich. Aber ich wollte mir das nicht mehr geben, dieses ständige Herabgesetztwerden von mir als Frau, Mutter, Mensch. Gepaart mit Vorwürfen, dass ich ihrem armen armen Sohn ja auf vielfältige Weise das Leben schwermachen würde. Als absolutes Minimum fand ich eine Entschuldigung angebracht, für ihr Verhalten, das letztlich den großen Streit auslöste. Es herrschte lange eisiges Schweigen zwischen uns, meine Schwiegermutter entschuldigt sich nicht und ich kann sehr verbohrt konsequent sein, wenn ich will. Keine Entschuldigung, kein Kontakt. Bumms.

Jetzt steht meine Schwiegermutter am Beginn einer Demenzerkrankung. Das heißt, sie ist über das normale Maß einer 70-Jährigen schusselig, vergisst, welcher Wochentag ist, vergisst, was sie schon erzählt hat, vergisst, wie die Mikrowelle funktioniert. Sie kommt mit dem Namen des Babys durcheinander. Verläuft sich in unserer Wohnung. Verläuft sich nachts im Hotel, will aufs Klo, landet aber auf dem Flur und sperrt sich aus.

Unseren Streit hat sie sicherlich längst vergessen.

Und ich kann ihr nicht mehr böse sein.

Und alles was ich dazu empfinde ist ein großes Tja. Eigentlich möchte ich tatsächlich gerne mein Gedächtnis löschen und (so wie sie) alles vergessen, was früher zwischen uns war. Und nur noch sehen, dass sie eine lustige Oma ist, die ständig singt, Musik macht und manchmal halt dreimal in einer Viertelstunde das selbe erzählt. Aber so ganz bekomme ich das nicht hin und das finde ich tatsächlich sehr schade. So richtig von Vorne anfangen: es wäre so schön, wenn das ginge.

Tja.

Tag 59

Kindergartenferien heute und morgen. Kind schläft bis 07:45 Uhr und will dann Action. Baby schläft bis 10 und ich jubele ein bisschen weil sonst wär ich wohl schon vor neun abgedreht. So gibts immerhin Kaffee, Klo und Frühstück für mich.

Szenenwechsel. Das Kind will unbedingt ein Kickboard zum Geburtstag. Sowas kann man schlecht ohne Ausprobieren kaufen. Entschließe mich, mit Kind und Baby zum Sportladen zu fahren, Kickboards ausprobieren. Bereite das Kind darauf vor, dass es ein eventuell erworbenes Kickboard erst am Sonntag zum Geburtstag bekommt. Das Kind täuscht Verständnis vor.

Szenenwechsel. Nach gefühlten tausend Stunden sind alle Beteiligten satt und haben saubere Pos. Wir machen uns auf den Weg zum Auto. Das Kind hopst vor Freude auf dem Gehweg. Ich will das Auto öffnen, es reicht dabei, den Griff an der Fahrer- oder Beifahrertür anzufassen („Keyless Go“). Ich fasse den Griff an. Nichts passiert. Ich fasse nochmal an. Nichts passiert. Ich reiße hektisch am Türgriff herum, das Baby japst in seinem Maxicosi wegen dem Wind, das Kind krakeelt „Mein Kindersiiiitz! Einsteigäääään!!!“. Die Tür öffnet sich nicht. Ich fluche ziemlich laut und ziemlich deutsch-fäkal-sexuell und fummel den „echten“ Schlüssel aus dem Funkschlüsselgehäuse. Damit lässt sich immerhin die Fahrertür öffnen. Ich stecke den Schlüssel ins „Schloss“ und drücke auf den Power-Knopf. Nichts passiert. (Man könnte an dieser Stelle meinen, ich fahre das Batmobil, doch weit gefehlt, es ist ein Toyota Prius II.) Ich beschließe, mich nicht aufzuregen und definitiv nicht zu heulen. Erkläre dem Kind, dass wir dann jetzt halt Bus fahren. Bringe den MaxiCosi hoch, Baby in den Kinderwagen, Herr Rabe informieren, dass irgendwas mit dem Auto oder meinem Schlüssel nicht stimmt und dann auf zum Bus.

Szenenwechsel. Dem Kind eine neue schicke Hose kaufen. Es will unbedingt eine orangene Kordhose. Von mir aus.

Szenenwechsel. Wir kaufen Batterien für den Autoschlüssel. Ich hoffe inständig, dass es nur die Batterie ist.

Szenenwechsel. Wir haben ein Kickboard gefunden, das Kind hat sofort gesagt, dass es das haben will, es ist auch recht günstig. Ich bestehe drauf, dass wir es erst probefahren. Organisiere einen ca. 20-Jährigen Verkäufer mit Freddy Mercury-Schnäuzer, der mir eins von den Dingern auspackt und zusammenbaut. Das Kind steigt auf und fährt los. Sieht super aus. Muss danach das Kind mit Gewalt wieder von dem Probekickboard losschweißen. Besteche das Kind mit Eis. Dann können wir eins von den noch eingepackten Kickboards kaufen.

Szenenwechsel. Einen Meter hinter der Kasse will das Kind das Kickboard auspacken. Diskussion. (Heißt es Diskussion, wenn die eine Seite nicht argumentiert und auch keine Argumente annimmt?) Wiederhole das Eis-Versprechen. Betone erfolglos, wie schön Vorfreude ist. Das Kind hört irgendwann auf zu schreulen und geht unter Schluchzen zum Kiosk. Wir kaufen Eis und Kaffee. Frieden.

Szenenwechsel. Wieder zu Hause. Baby hat Hunger, Kind muss aufs Klo, Kind will Kickboard auspacken, spielen, kacken, lesen, „das Baby soll jetzt nicht Milch trinken!“ und das alles gleichzeitig. Ziehe die Notbremse: Sendung mit dem Elefanten.

Szenenwechsel. Herr Rabe kommt nach Hause. Seine Diagnose des Autoproblems: Batterie leer. Jemand (Er!) hatte Montag nach dem Fußball wohl das Standlicht angelassen. Wir haben kein Batterieladegerät, noch nicht mal ein Überbrückungskabel, das haben wir alles zusammen mit dem Bulli (schnüff) verkauft. Freunde mit notorisch kaputter Karre anrufen. Ja, können das Ladegerät heute Abend abholen. Herr Rabes Eltern informieren, dass sie doch den Bus vom Flughafen nehmen müssen.

Szenenwechsel. Das Kind schläft an Herrn Rabe gelehnt einfach ein. Eigentlich wollten sie grade rausgehen und dann die Großeltern vom Bus abholen. Das Kind ist über das Aufwecken nicht erfreut.

Szenenwechsel. Schwiegerelternbesuch. Muss man sonst wohl nicht viel mehr zu sagen.

Szenenwechsel. Kind im Bett, Baby brüllt, Kind weint, Herr Rabe ist das Ladegerät abholen, mir platzt der Arsch ein bisschen und ich fange an zu flennen, weil ich sososo kaputt bin. Kind weint noch mehr. Erkläre, dass auch ich irgendwann nicht mehr kann und dass mich das doll nervt, wenn das Baby brüllt und dann noch das Kind rumheult und versucht das Baby zu übertönen. Das Kind versteht das (Halleluja!) und weint nur noch ein ganz bisschen. Ich schaukele das Baby, halte die Hand des Kindes und summe vor mich hin. Das Kind schläft ein.

Szenenwechsel. Das Baby brüllt herum. Herr Rabe versucht, die Batterie aus dem Auto auszubauen. Ich atme.

Szenenwechsel. Jetzt. Baby nörgelt, Beistellbett ist offensichtlich immer noch scheiße. Herr Rabe schläft.

Gute Nacht.