Ich bin zum Umfallen müde. Wirklich. Nix geht mehr. So viel schon mal: wir hatten einen schönen Tag, allesamt. Herzlichen Glückwunsch, kleiner Murch! <3
Geburtstag
Tag 427 – Wie krass ist das denn?
Vor Monaten sagten hier Menschen, ich solle doch den Montag nach Portugal frei nehmen, damit ich Zeit hätte, Michels Geburtstag vorzubereiten. Hätte ich mal auf Sie da draußen gehört! Stattdessen war ich natürlich heute arbeiten, machte natürlich jede Menge Zeug und zwei Überstunden, um dann schon total gerädert hier noch Kuchen zu backen, zu dekorieren und Herrn Rabe für seine Einpackkünste zu bewundern.
Tja, und jetzt wird morgen mein Baby schon vier, ich kann es selbst kaum glauben, aber es ist wohl so. Vor vier Jahren um diese Zeit wartete ich immer noch auf irgendein Zeichen, dass es bald losgehen würde, es passierte aber einfach nix und ich fürchtete mich schon ein bisschen vor dem Frauenarzttermin am nächsten Morgen um acht, bei 41+0, weil ich nicht wirklich scharf auf eine Einleitung war. Tja, und dann war Michel plötzlich doch noch vor acht da, also rief Herr Rabe erst seine Eltern, dann meine Mutter und dann den Frauenarzt an und dann stießen wir mit der Besten auf das alles an, den ganzen verrückten Scheiß, der in den letzten paar Stunden passiert war, ich legte Michel das erste Mal an, er saugte direkt und sie sagte zu mir: Jetzt kriegst du so richtige Muttinippel.
Damit hatte sie Recht.
Und damit, was sie zwischen zwei Presswehen zu mir sagte, auch.
Gleich bist du Mama! Wie krass ist das denn?
Tag 372 – Kleine Wanderung.
Heute war der „richtige“ Geburtstag der Besten. Gestern war ja nur Reinfeiern, von dem wir den obligatorischen Part wegen alle müde verpasst haben. Das war auch ganz in Ordnung so, denn so waren wir ein paar der Wenigen, die heute keinen Mordskater hatten.
Wir trafen uns theoretisch um 14:50 an der Endhaltestelle einer S-Bahn-Linie. Theoretisch, weil wir, wie immer leicht zu spät, erst um 14:50 überhaupt in die S-Bahn einstiegen. Ich schrieb noch an der Wir-sind-zu-spät-Nachricht, sagte Herr Rabe: „Guck mal, wer auch zu spät ist!“ und zeigt in den Waggon vor uns. Da waren sie dann alle, inklusive der Besten.
An der Endhaltestelle dann also Begrüßung und Glückwunsch und so, die Beste eben total schlimm verkatert. Und dann: Abmarsch. Geplant war nämlich eine „kleine Wanderung von vielleicht 2,5 aber viel eher nur 1,5 Stunden auf Kinderwagengeeignetem Terrain zum Heurigen“. Außerdem hatte der Freund der Besten versprochen, den Kinderwagen auch mitzuschieben oder zu tragen, sollte dies nötig sein.
Die Wanderung war dann satte 2 Stunden in relativ flottem Tempo nur bergauf, dann bissl gucken von einer Aussichtsterasse, Gruppenfoto, und dann nochmal 30 Minuten teils sehr steil bergab. Die ersten und die letzten 10 Minuten lief Michel selbst, den Rest wurde er geschoben, vom Freund der Besten, von einer Freundin der Besten und vom Freund einer Freundin der Besten. Herr Rabe schleppte Pippi in der Trage, ich schleppte Kram. Die Kinder verschliefen das Meiste, zum Beispiel die SchotterwurzelüberhauptnichtKinderwagengeeigneten Wege kurz vor der Aussichtsterrasse, als zwei Leute den Kinderwagen samt schlafendem Michel drin tragen mussten. Als wir ankamen beim Heurigen waren wir jedenfalls alle gut durchgeschwitzt, mein schickes Kleid, Pippis schickes Kleid, Herr Rabes T-Shirt. Der Freund der Besten hatte schlauerweise Ersatzklamotten dabei, der Rest musste eben schwitzig Wein trinken.
Mir tut jetzt noch oder schon alles weh, mein Körper fühlt sich an wie einmal komplett durch die Mangel gedreht. Um neun konnte ich nicht mehr und wollte nach Hause. Aber sonst wars super schön: gutes Essen, okayer (aber günstiger) Wein, sehr guter Traubensaft, reichlich Wasser für die Dehydrierten und Verkaterten. Die Kinder haben alle bezirzt mit ihrer Niedlichkeit, das Geschenk (Ich kann nicht gut schenken, sie bekam ein Familienfoto von uns, das hatte sie sich mal gewünscht) kam gut an, alle waren happy, sehr schöner Abend.
Dann wieder runter vom Berg, Bus, U-Bahn, Bett.
Tag 345 – Ein Jahr.
Hallo,
Mama sagt, sie ist heute zu emotional, deshalb schreibe ich heute mal selbst.
Ich bin jetzt ein Jahr alt. Ein Jahr alt sein ist schon cool, glaube ich. Heute zum Beispiel gab es sehr viel Kuchen zu essen. Und Eis. Und ich durfte so viel Käse essen, wie ich wollte. Ich glaube, dass ist so, wenn man eins ist, dann ist das Leben nur noch Kuchen und Käse.
Überhaupt war heute toll. Alle haben gesungen. Ich mag das, wenn gesungen wird und tanze dann auch gerne mal wild dazu. Und es gab Geschenke! Ich habe jetzt eine Spielküche und ganz viel Holzgemüse und jede Menge neue Anziehsachen. Aber die Küche ist schon einfach der Hammer. Da kann man nämlich die Türen auf und zu machen und das Holzgemüse reinlegen und rausnehmen und reinlegen und rausnehmen und immer so weiter. Leider schmeckt das Holzgemüse nicht so gut, aber man kann ja nicht alles haben.
Was man zum Beispiel nicht gleichzeitig haben kann: Finger zum dran festhalten und frei laufen. Damit die anderen nicht merken, dass ich in echt schon ganz selbst laufen kann, tue ich so, als könnte ich das nicht. Manchmal vergesse ich, dass ich ja so tun will, und dann mache ich ein, zwei, drei Schritte. Aber sobald wer guckt, fällt mir mein Plan wieder ein und ich lasse mich auf den Po plumpsen und weine laut, um von den Schritten abzulenken. Warum ich lieber an den Händen laufen will ist doch klar: das geht viel schneller, als alleine! Das geht sogar schneller als Krabbeln und vor allem tut das dann auch draußen nicht so weh an den Knien. Schlau von mir, oder?
Ich kann auch schon zweieinhalb Sachen sagen. ‚Mamamamamama‘, das heißt Essen. So wie ‚Hamm‘ und ‚hmmmmmhmmmmhmmmm‘. Ein wichtiges Wort ist auch ‚Nane‘. Es heißt Banane und das ist ja auch Essen. Essen ist wichtig. Ich kann auch ‚Das‘ sagen und dabei auf Sachen zeigen. So richtig mit dem Zeigefinger. Dann krieg ich das meistens. So geht das nämlich. Und für den ganzen Rest hab ich die Universalworte ‚Da‘, ‚Dei‘ und ‚Gödeldödeldö‘. Da müssen die großen Leute eben mal ein bisschen nachdenken, was ich meine.
Ich bin eigentlich immer gut drauf, außer wenn ich nachts aufwache oder ganz müde bin oder voll Hunger hab. Aber sonst hab ich echt immer gute Laune. Klar, am besten ist es, wenn alle da sind und sich um mich kümmern. Aber wenn nur alle da sind, ist auch schon gut. Mama hab ich ganz besonders lieb, weil die kuschelig ist und Milch macht und schön singt. Michel habe ich ganz besonders lieb, weil der ganz viel Quatsch mit mir macht und tolle Spielzeuge hat und mich ganz oft von seinem Eis probieren lässt. Papa hab ich ganz besonders lieb, weil der so eine große Nase hat, in die ich gerne morgens reinkneife, weil der so schön beim Kuscheln brummt und weil der die besten Bauchpupse macht, das kitzelt so schön. Außer Mama, Papa und Michel mag ich noch meine Kaubürste, Duplomännchen und Baden. Baden ist das allertollste. Ich fand Baden lange total kacke, aber jetzt finde ich das richtig gut und will niiieee mehr aus der Badewanne raus. Wieso war ich eigentlich heute noch nicht Baden? Vielleicht sollte ich nochmal Himbeeren „essen“, dann haben sie keine Wahl, hehe.
Ich glaube, ich muss jetzt Schluss machen. Vielleicht ein paar Himbeeren essen *zwinker* und danach von Käse und Kuchen träumen. Käsekuchen, hat das eigentlich schon mal wer erfunden? Das wäre großartig.
In diesem Sinne, herzliche Grüße –
Eure Pippi
Tag 213 – Vergessenes nachgereicht
Also erstmal die Bilder. Haha. Voll vergessen, die Bilder hochzuladen in meiner Sektdödeligen Laune gestern.
Und dann das Kuchenrezept. Also das war ja so:
*Tuuut, tuuuut* „Helga Schulz?*“
„Hallo Oma, ich bins! Naaaa, wie is?“
„Ach *Vorname Frau Rabe*, wie schön! Ja, ach, es muss ja. Und selbst?“
„Ja, ach, ich bin grad arbeiten und mache ganz langweilige Sachen, da kann ich nebenher telefonieren. Aber ich ruf eigentlich an wegen dem Rezept für den Schichtkuchen. Ich wollte den für meinen Geburtstag backen, ich weiß ja dass ihr nich mehr so gut in der Küche stehen könnt…“
„Ich würd dir den aber auch backen!“
„Nee lass ma, wenn du mir das Rezept gibst ist das schon ok.“
„Ja, also da machste nen Pfundsteig.“
„???“
„Ein Pfund Butter, ein Pfund Eier, ein Pfund Zucker, das rührste schaumig, dann noch ein Pfund Mehl.“
„Ein Pfund Eier??? Mit oder ohne Schale?“
„Hehe, ohne. Das ist so ungefähr ein Dutzend. Und dann streichste das aufs Blech, das werden vier Bleche. Und dann backste das.“
„Hmhm, bei wieviel Grad?“
„Ach, so hundertachtzig, da kommts nicht so drauf an. So zehn Minuten ungefähr. Dass der Rand nicht zu braun wird.“
„Ok, und dann kommt da Holundergelée zwischen, und dann Dritteln und stapeln und so und wie lange lässt man das dann stehen?“
„Das machste am besten mit nem schweren Topf voll Wasser über Nacht. Das reicht. Der Holundergelée muss auf die heißen Platten, dann zieht der gut ein. Und am nächsten Tag machste Kuvertüre drauf. Musste natürlich vorher den Rand abschneiden.“
„Hmhm. Ok, das krieg ich hin. Danke Dir!“
„Ach, das freut mich ja, dass du den Kuchen backen willst. Den mochtest du ja immer schon so gerne. Du bist eine ganz tolle Frau geworden. Wirklich, eine tolle Frau!**“
„Ähhhh… Danke! Dann machts ma gut, ne? Grüß Opa schön von mir! Und wir sehen uns dann ja am Samstag***.“
„Das machen wa. Tschüss!“
„Tschüss!“
Hach ja. Ich vermiss dich, Oma.
*So hieß sie wirklich. Mein Opa hieß Karl. Karl und Helga Schulz, Namen wie aus ner Karikatur über deutsche Rentner.
**Warum auch immer sie das damals sagte, sah ihr eigentlich nicht so ähnlich. Aber vergessen werde ich es wohl nie, denn es war das letzte, was sie zu mir sagte.
***Leider kam es dazu dann ja nicht.
Tag 212 – Hicks!
Ich hatte ein ganzes Glas Sekt, ergo bin ich jetzt etwas beschwipst. Falls ich Quatsch schreibe, verzeihen Sie bitte.
Wheeeee Geburtstag! Ich hab ein Pony bekommen (ein sehr kleines zwar und gerade schläft es mit Michel im Bett, aber immerhin!), eine Krone, einen Korfu-Reiseführer, ein Buch, das mir als „extrem hart aber auch extrem gut“ angepriesen wurde (ich werde berichten), eine gemalte Rakete, eine ausgelaufene Windel und (da hatte ich vor Freude Pipi in den Augen) eine Spende an eine syrische Organisation, die Kindern auf der Flucht hilft.
Die Gefühle waren über den Tag sehr gemischt, heute morgen habe ich die Beste Freundin zum Flughafen gebracht, das war recht traurig und ich danach auch eigentlich bedient, aber dann schickte mir Herr Rabe ein Bild von einem lustigen Spruch bei Facebook von einer Person namens @Rabensalat, da musste ich dann doch lachen, und dann lud mich Herr Rabe auch noch zum Mittagessen in das einzige vegetarisch-vegane Restaurant der Stadt ein, das war alles sehr schön und feierlich. Dann nähte ich ein bisschen an meinem Kleid rum, das war mäßig spannend aber befriedigend für mich. Lediglich als ich einen total aufgekratzten und quatschigen Michelaus dem Kindergarten abholte, bekam die Laune einen Dämpfer (ey, der hat da einfach ne Schokiecke abgebrochen von MEINEM Kuchen! Weil er nur die Schoki wollte!) und als Herr Rabe endlich zu Hause war, mich die Kinder zu Tode genervt hatten UND meine Mutter bereits zweimal versucht hatte, mich anzurufen und beide Male etwas seltsame Nachrichteb auf der Mailbox hinterlassen hatte, war ich echt bedient.
Als dann aber irgendwann Michel ganz niedlich mit Maus und Pferd eingeschlafen war und viele viele Menschen aus diesem Internet und per WhatsApp und so mir gratulierten, wurde es etwas besser, mit Sekt im Glas und Kuchen auf dem Teller noch ein bisschen mehr und dann Skypte ich noch mit meiner Mutter, was… absurd war. Kostprobe gefällig?
Sie: „Ich soll dich von ganz vielen Leuten grüßen und gratulieren und so.“
Ich: „Hmhm.“
Sie: „Aaaaaaalso, da war der Frank Sowienoch, unbekannter Weise, und mein kleiner Chef, auch unbekannter Weise. Dann haben wir den *Uralt-Spitzname von Schulfreund, zu dem seit Jahren kein Kontakt besteht*, und dann *Exfreund, mit dem ich lange zusammen war*, aber nur wenn du ihn nicht haust?“
Ich: „Wieso sollte ich ihn denn hauen? Bin ja auch ganz schön weit weg, nä?“
Sie: „Nee, ach, weißte schon wie ich das meine!“
Ich: „…“
Sie: „Ja und hmmmmmm wer war da noch, also der *Exfreund, mit dem ich unrühmlicher Weise wegen Herrn Rabe Schluss machte*, der NICHT, hmmmmm, wer war das denn?“
Ich: *twittert heimlich*
Sie: „Ahhhhh, ich weiß, der D.! Da war ich nämlich heute!“
Ich: „Ja dann sag mal Dankeschön!“
Ja. Das hob die Laune auf einer Metaebene, auf der ich unser Gespräch von außen betrachtete (macht der Sekt, dass man das kann?) doch ungemein.
Jetzt Bett und Zufriedenheit.
31.
Ist ok.
Tag 211 – Sooo müde (*Pröööt*)
Eigentlich wollten wir reinfeiern. Stattdessen fallen mir gerade die Augen zu und ich vertippe mich am laufenden Band. Deshalb: Gute Nacht. Morgen ist auch noch ein Tag für Sekt und Kuchen.
Tag 84 – Weiter wachsen
Mein liebes großes Kind,
drei Jahre. Sogar schon drei Jahre und drei Wochen bist du jetzt alt. Das letzte Jahr ist wie im Flug vergangen. An deinem zweiten Geburtstag waren wir am Meer, das Wetter war grau aber wir hatten uns und mitgebrachte Muffins und Spaß. Du hast deine ersten ernsthaften Versuche mit richtigen Klos gemacht zu dieser Zeit. Gestern bist du das erste mal ohne eine Schlüpferwindel ins Bett gegangen – weil du das so wolltest. Ich habe dich gefragt, zum ersten mal, ob du überhaupt eine Windel anziehen willst, und du sagtest nein. Ohne zu überlegen. Und ich sagte ok, dachte aber ehrlich gesagt „Ach du scheiße!“. Aber ich hab dir vertraut, noch nicht aus tiefer Überzeugung heraus aber ich habe mir gedacht, wenn du das entscheidest, wird es wohl klappen. Und das tat es auch. Heute bist du wieder ohne Windel ins Bett gegangen. Du hast gesagt, du bist schon ein großer Junge. Und das stimmt. Du machst so vieles schon alleine. Heute bist du auf den Klositz geklettert, weil du an die Klobürste wolltest. Mein erster Impuls war „Waaahhhhh“, aber du wolltest unbedingt und ich hab dich gelassen. Du hast super gut das Klo saubergemacht, genau wie ich das machen würde. Als du danach den Bürstenteil angefasst hast und ich gesagt habe, du musst dann jetzt Hände waschen, hast du das sofort gemacht. Wir sind ein gutes Team.
Meistens. Manchmal weigerst du dich auch standhaft, Dinge zu tun, die du eigentlich schon kannst. Du sagst dann, du musst noch weiter wachsen, du bist noch nicht groß. Und auch das stimmt. Bei vielen Sachen brauchst du einfach noch Hilfe oder möchtest Hilfe haben. Reißverschlüsse sind zum Beispiel oft noch schwierig zusammenzufummeln, hoch und runter ziehen geht aber schon alleine. Du kannst auch deine Schuhe selbst anziehen, aber wenn der Klettverschluss wirklich fest geschlossen sein soll, damit der Schuh nicht vom Fuß rutscht, brauchst du Hilfe. Morgens willst du am liebsten behandelt werden wie ein kleines Baby, und das ist auch meistens ok. Dann sitzt du auf meinem Schoß und ich puste jeden Löffel von deinem Frühstück kalt. Ich muss dich aus- und anziehen, obwohl das zu jeder anderen Tageszeit prima alleine klappt. Und irgendwie genieße ich das sogar ein bisschen. Denn dass du schon so groß bist ist auch für mich oft toll und manchmal ein bisschen doof.
<3 –
Deine Mama
Tag 83 – Wochenende in (sehr wenigen) Bildern 31.10./01.11.
Dieses Wochenende habe ich eher halbherzig ein paar Fotos gemacht, die schönsten Momente (und Fotos) sind leider unveröffentlichbar, weil das Kind einfach sosososo niedlich war in seinem Piratenkostüm heute, aber natürlich ist da überall das Kind im Porträt auf den Bildern. Aber langer Rede kurzer Sinn, hier sind Bilder:

Das Wochenende fing mit Kindertanzen an, das Tanzen fängt immer mit Singen an. Das Kind studiert schon mal den Text. Ganz links im Bild: die Füße von Kumpel E., der sehr neidisch das schicke Kleid des Kindes anschielte und dann seiner Mutter das Versprechen abrang, dass er das nächste mal auch ein Kleid anziehen darf.
Nach dem Tanzen gab es Frühstück, dann haben wir drinnen gespielt weil das Wetter dieses Wochenende echt nicht zu irgendwas anderem als im Bett liegen einlud. Dann waren wir einkaufen, das Kind brauchte (schon wieder) neue Gummistiefel und für den Geburtstag am Sonntag noch ein Geschenk. Außerdem hatten wir vergessen, Halloween-Süßkram einzukaufen.
Ja. Hmm. Niemand war da wegen Halloween. Nun gut.

Super leckeres Lammkotelett mit Parmesan-Rosmarin-Kruste, Bohnen und Kartoffeln. Das Kind hat ca. 2 Tonnen Kartoffeln gegessen, aber ohne „das da“ (Rosmarin). Fleisch? Bäh. Bohnen? Mal probieren… Bäh. (Ich: Seufz.)

Sonntag morgen. Ich so: Ey Kind, nicht in der Küche spielen bitte, hier ist es so eng, wenn du hier alles verteilst falle ich da noch drüber und *blablablablablablablabla*. Aber schicker Schlafi. #Dinovember und so!

Kindergeburtstag von M., 4 Jahre. Auch hier #Dinovember. Feier war mit Verkleiden, deshalb auch das Piratenkostüm, das Kind war einer von drei Piraten, dann waren da noch Superman, ne (hübsche) Hexe, Minnie Maus und ne Elsa.
Die Leiterin des Kindergartens hat auch ein Kind im Kindergarten (Minnie Maus), war also auch auf dem Geburtstag. Und die hat mich tatsächlich gelobt für meine Kreativität, weil wir den Säbel und die Augenklappe des Kindes selbst gebastelt hatten. Ich habe jetzt das dringende Bedürfnis, meine damaligen Kindergärtnerinnen anzurufen und zu sagen: HA! (Und vielleicht hab ich da ein klitzekleines Basteltrauma nicht verarbeitet.)
Nach der Feier war unsere Babysitterin da und hat mit dem Kind gespielt, während wir geputzt und aufgeräumt haben. Am Ende hatte das Kind dann noch ne Katzennase ins Gesicht gemalt, was sehr niedlich war, aber leider unfassbares Theater gab, als ich dem Kind eröffnete, dass zum Schminken auch das Abschminken gehört. Eieiei. Glücklicherweise (muss man echt so sagen) waren meine Abschminktücher wegen Nichtbenutzung* eingetrocknet und mit dem Feuchttuch ging nicht alles ab, sodass das Kind halbwegs beruhigt mit den noch sichtbaren Resten der Katzenschnurrhaare ins Bett gehen konnte. Und es wollte keine Schlüpferwindel anziehen. Ich Idiot, was frag ich auch. Jetzt bin ich ganz ganz ganz nervös und hoffe inständig, dass das Kind sich nicht einpullert heute Nacht.
Herr Rabe hat dann noch sehr (ungewollt) witzige Videos geschaut, wie man seinen Kamin richtig anfeuert. Jetzt sitzen wir vor unserem Kamin, in dem das Feuer prasselt. Schön.
Andere WiBs (und man muss sagen, die meisten machen bessere Bilder als ich, und machen überhaupt auch viel tollere Sachen mit ihren Kindern, also schauen Sie sich da ruhig mal um!) finden Sie wie immer bei Geborgen-Wachsen.
*Nicht, dass ich mich nie Abschminken würde. Aber ich hab seit einiger Zeit so einen 38°C-Mascara, der ist absolut Regen- und Tränen- und Schwitzefest, aber zum Abschminken brauchts nur warmes Wasser. Beste Erfindung ever! Und mehr als Mascara benutze ich selten, und nie wasserfeste Varianten.
Tag 62 – WiB 10./11.10.
Zuallererst mal: Alter, ist das schwer, akzeptable Fotos von Menschen zu machen, ohne dass die gucken! Und erst mal dran zu denken, alles zu fotografieren! Und hinterher hier nicht 1000 Fotos hochzuladen! Und überhaupt! Alter.
Nichtsdestotrotz, hier mein 1. WiB (was das ist können Sie Hier nachlesen. Da gibt es auch weitere WiBs von vielen Menschen. Aber Vorsicht: es besteht gewisse Suchtgefahr!)

Wenn man ein sehr kleines Baby dabei hat und um ein Glas Wasser bittet, kriegt man einen Riesenhumpen.

Abendessen mit Oma und Opa und Linsensuppe. Linsensuppe ftw (und wenn mans den Großeltern nicht auf die Nase bindet, merken die gar nicht dass wir super oft vegan essen).

How to fake a clean home, lesson 1: Einen Raum als Todeszone deklarieren, die niemand unter keinen Umständen während der Feier betreten darf. Da alles hinschmeißen.
Dann war Kindergeburtstag, es war sehr sehr schön, aber völlig unmöglich Fotos ohne Gesichter zu machen. Stellen Sie sich fünf Kinder vor, die alles an Spielzeug ausleeren und durch die Gegend schmeißen, Kuchen essen und alles vollkrümeln und eine tolle Zeit haben.

Noch mal das Kickboard ausführen. Nebel. Der Flughafen wurde inzwischen wegen Nebel geschlossen. Jieha, Norwegen.
Es war ein schönes Wochenende, der Samstag sehr typisch für uns, der Sonntag sehr sehr untypisch. Und jetzt ist mein Akku so dermaßen leer, dass ich gleich mit dem Kopf auf die Tastatbcdjskövnefaokno





























