Tag 1254 – Dies und das geschafft.

Bin platt, aber heute war ein guter Tag. Viel gelernt. Michel und Pippi morgens gebracht, um 06:58 mit allen und allem im Auto gesessen. Um 07:30 im Zug gesessen und um 08:20 gearbeitet.

Abends Brot gebacken, aus morgens angesetztem Teig. Einkaufen lassen* und ein Essen gekocht, das beiden Kindern geschmeckt hat (es war eine süße Mehlspeise, also keine Kunst, dass es ihnen geschmeckt hat). Michel aus dem „tøffe guttene“** (toughe Jungs)-Buch vorgelesen und etwas über Arthur Rimbault gelernt.

Mit Herrn Rabe die erste Folge der 2. Staffel von Star Trek Discovery geguckt.

Doch, ein guter Tag.

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*läuft bisher super, das mit dem Einkaufsservice, dazu muss ich mal mehr aufschreiben.

**Boys who dare to be different, googeln sie das ruhig und dann kaufen Sie es, wenn Sie mögen, es ist sehr gut.

Tag 1253 – Heute aber!

Heute gehe ich früher ins Bett.

Das denke ich jeden Morgen wenn der Wecker mich aus dem Tiefschlaf reißt, den ich nun mal um 5 Uhr habe. Ich quäle mich dann mit Mühe aus dem Bett und heute war ich auch zu knapp dran zum Duschen, das ist nicht schön (und die Zeitersparnis auch eher eine gefühlte, weil ich trotzdem Haare waschen muss).

Heute könnte es aber echt was werden, denn es ist nichts mehr zu tun. Die Brotdosen für morgen sind gepackt und im Kühlschrank, alle möglichen Anträge liegen auf dem Schreibtisch, der Arbeitsrechner ist im Büro. Das ist eine doofe Geschichte, mein Rechner sponn von Anfang an vor sich hin und hängte sich zum Beispiel in den Meetingräumen wegen wasweißich ständig auf. Gestern wollte er dann plötzlich einen Recovery Key haben, den ich heute früh im Beisein der IT-Frau anforderte und der, ich habe nachgezählt, 55 Zeichen lang ist. Danach ging er wieder, aber wie ich so bei der IT-Frau stand, erzählte ich das mit dem Aufhängen und sie meinte, sie mache mal über Mittag eine Runde Updates, vielleicht helfe das. Dann bekam ich aber in meine Mittagspause (die ich mit Herrn Rabe außerhäusig mit Thai-Essen verbrachte, das war ganz großartig und das machen wir jetzt so ein Mal im Monat) eine Mail von der IT-Frau, dass es bei den Updates ein paar Probleme gegeben habe, sie da noch mal genauer nachgucken würde und für die Zwischenzeit bekäme ich einen Leihrechner. Und der Leihrechner ist kein handliches Inspektørinnen-Notebook sondern ein riesiges Teil, das passt natürlich nicht in meine Tasche. Deshalb habe ich also meinen Arbeitsrechner nicht hier und kann gar nicht weiter total nervös werden über den Vorbereitungen für meine allererste Inspektion nächste Woche. Meine Patin lachte heute schon ein bisschen, weil ich, nachdem ich die vom Hersteller geschickten Unterlagen durchgegangen war, die Abschnitte aus der European Pharmakopoeia zu den beim Hersteller durchgeführten Analysen las. In der Print-Version. Die in der „Bibliothek“ steht (also sogar auf unserer Etage). Was meine Patin noch nicht mal wusste, weil jeder Band (von 4) davon so… 3000 Seiten hat, auf so super dünnem Bibelpapier, aber in A4, es ist dröge und sperrig und wirklich sehr dröge, erwähnte ich dröge? Es ist dröge. Und das gibt es viel übersichtlicher halt auch alles im Internet, wieso also das Buch? Weil ich am Bildschirm nicht gut lange lesen kann, deshalb. Und warum lesen? Zum Beispiel, weil ich jetzt sagen kann, dass der Hersteller unter „Endotoxine“ nur „Ph. Eur.“ geschrieben hat, in der Pharmakopoeia aber drei unterschiedliche Methoden zur Endotoxintestung stehen. Also ein bisschen genauer wär halt schon fein.

Insgesamt also: ich bin nervös und übertreibe es möglicherweise mit der Vorbereitung, ich hoffe ich krieg meinen kleinen Computer bis Dienstag Nachmittag zurück und weil ich nix besseres zu tun hab, gehe ich jetzt tatsächlich mal früher ins Bett und kriege so hoffentlich mal etwas mehr als 6 Stunden Schlaf.

Tag 1251 – Zu müde…

… für alles. Für Konzentration jedenfalls. Deshalb habe ich dann lieber statt noch SOPs zu lesen

  • Ein Brot gebacken
  • Michels Skihose gewaschen
  • Brotdosen gemacht
  • Den Weihnachtsbaum endlich abgeschmückt und auf die Terrasse verfrachtet, da kann er von mir aus rumnadeln bis irgendwer Lust hat, ihn 20 Minuten zwecks Entsorgung durch die Gegend zu fahren (und danach das Auto grundzureinigen)
  • Die Harzflecken vom Parkett geschrubbt
  • Eine halbe Tonne Tannennadeln aufgefegt und aufgesaugt

Und wie ich hier so liege, merke ich, dass ich so müde und unkonzentriert bin, dass ich vergessen hab, meinen BH auszuziehen. Immer mal was neues. In diesem Sinne – Gute Nacht!

Tag 1244 – Hopps!

Michel ist heute beim Skitraining das erste mal gesprungen. Ich war drinnen in der Skihütte und habe versucht, Guidelines zu lesen*, deshalb habe ich das nicht gesehen. Was wohl gut ist, weil ich gar nicht weiß, wie begeistert ich davon wäre, würde mein Kind Skispringer. Bei den Profis sieht das hinreichend sicher aus, aber ich bin sicher, deren Eltern mussten in jüngeren Jahren öfter mal diverse Blessuren versorgen und haben vermutlich auch das ein oder andere mal in der Notfallpraxis gewartet, während drinnen das angehende-Skisprung-Profikind genäht oder gegipst wurde. Da denkt man, Langlauf sei harmlos und dann kommt der Sechsjährige mit rot glühenden Wangen angelaufen und erzählt von seinen Sprüngen. Aber Hauptsache, er hat Spaß, ne?

Und den hat er und das ist alle absurden Sorgen um ungelegte Skisprungeier allemal wert. Und auch, dass er unbedingt am Wochenende Skilaufen will, kann ich verkraften, aber wo kriege ich denn nun so schnell Ski her? Und lerne Skilaufen?

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Ich bin todmüde. Und habe heute nach einer… ich nehme mal an einfach unbedachten Bemerkung mir gegenüber der hässlichen Fratze des Impostorsyndroms direkt wieder ins Gesicht geblickt. Aber nur kurz, dann überwog schnell der Ehrgeiz, es nun allen zu zeigen. Das ist mal ein Fortschritt seit dem PhD, da war mir der echte Ehrgeiz, der, der es nicht nur irgendwie über die Ziellinie schaffen will, sondern der schon mal die Fanfaren poliert und die Flaggen bügelt, der war mir da abhanden gekommen und jetzt ist er wieder da, mein alter Freund.

Trotzdem müde. Morgens um viertel nach fünf bläst hier leider keine Fanfare.

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Steuerkarte abgerufen und Schreck bekommen: der Lohnsteuersatz war routinemäßig auf das Letztjahres-Einkommen berechnet worden. Würde ich nur diese Steuern zahlen, käme mit dem Steuerbescheid nächstes Jahr eine wirklich schmerzhafte Nachzahlung auf mich zu. Was lobe ich mir in solchen Fällen Norwegen: einmal eingeloggt lässt sich einfach unter Angabe des neuen Einkommens eine neue Steuerkarte beantragen. Das tat ich heute am frühen Nachmittag als Kaffeepausenbeschäftigung und heute Abend kam die neue Steuerkarte. Was das für ein Aufriss mit Post und Zeug in Deutschland wäre, will ich mir gar nicht vorstellen.

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*ohne Erfolg, ich döste über Partikelgrenzwerten verschiedener Reinraumklassen ein.

Tag 1233 – Platt.

M. und H. sind heute Mittag wieder (bzw. weiter) nach Hause gefahren und obwohl das wirklich alles tolle Besuche waren, die ich sehr genossen hab, war ich danach platt wie ein Brötchen. Schlafmangel und sehr leckerer Wein und halt Besuch, hui. War ein bisschen viel und ich hab dann auch vernünftiger Weise einen Mittagsschlaf gemacht, alternativ hätte ich mit schlimmer Laune allen dieselbe versauen können, das bringt ja auch keinem was.

Abends dann noch den Backofen gereinigt, der sah nach dem Krustenbraten nicht mehr so hübsch aus wie vorher. Ich liebe übrigens unseren neuen Backofen und auch den Herd, das kam ja beides mit der Küche. Beides ist von der großen Haushaltsgerätemarke aus Gütersloh, das heißt, man kann im Backofen zum Beispiel echt einfach alles ab- und ausbauen, ohne Werkzeug und Tralala, und dann kann man das alles super sauber machen. Und der Herd ist ein Induktionsherd, obwohl das hieß, dass wir einige (sehr wenige) Kochgefäße darauf nicht mehr benutzen können, und obwohl ich der Besten recht gebe, dass die Temperaturregelung bei den unteren Stufen etwas schwierig ist, liebe ich das Ding einfach. Mit Turbo-Stufe kocht Wasser für Nudeln etc. ultra schnell. Aber was ich am besten finde, ist dass nichts am Herd anbrennt. Wenn mal was überkocht, brennt es maximal am Rand des Topfbodens fest, aber weil die Platte an sich nicht heiß wird, kann man, sobald man sich wegen der passiven Hitze traut, alles einfach wegwischen ohne schrubben zu müssen. Tschüss, Ceranfeld-Politur! Auch sehr praktisch ist, dass man sehr schnell die Platten wechseln kann, weil eben nicht erst die Platte heiß werden muss. Und aus heißt aus, kein Nachwärmen und träges Runterkühlen der Platte. Hach! Ich sag es Ihnen. Induktion. In Bielefeld hatten wir ja einen Gasherd Und bisher schwor ich wirklich auf Gas zum Kochen, aber da kommt Induktion von der Kochleistung her fast ran, ist dazu aber wesentlich einfacher zu reinigen und viel, viel sicherer. Wenn kein Metall drauf steht, geht der Herd halt nicht an. Grade mit Kindern ist das ja auch noch mal ein Aspekt.

Ok, ich merke, dass ich hausfräulich abschweife. Im Grunde hab ich nur prokrastiniert, den Mantel zu nähen. Ich hab nämlich ein bisschen Angst, dass ich mich da übernommen hab, oder der Stoff doch zu dünn ist oder der Schnitt doof oder oder oder. Ich hab schon bestürzt festgestellt, dass da keine Taschen vorgesehen sind und ich da wohl selbst was basteln muss, eieiei, es stresst mich jetzt schon. Vom Futter, das im Schnitt nicht vorgesehen ist und von dem ich auch keine Ahnung hab, wie ich’s reinmache oder auch nur, welchen Stoff ich dafür nun wieder kaufen soll (und wären Taschen innen nicht auch vielleicht ganz nett?), mal ganz abgesehen. Es ist also schwierig. Aber immerhin hab ich jetzt das Schnittmuster fertig ausgeschnitten. Ohne Taschen.

Tag 1229 – Frohe Weihnachten!

Ich lasse hier mal Bilder sprechen. Wir hatten alle 5 einen ganz wunderbaren Tag und Abend und sind jetzt rechtschaffen im Eimer. Und vollgefuttert.

Alberner Mann.

Bestes Geschenk: endlich fertig! (Bis auf den einen Würfel, der ausverkauft war)

Absoluter Hammer. Wenn Sie mal Krustenbraten machen wollen und es noch nicht kennen, Frau Brüllens Rezept ist echt uneingeschränkt super. Vor allem die Soße. Und falls Sie sich mal unklar ausgedrückt haben sollten und in der Küche plötzlich feststellen, dass da in ihrem Braten noch Knochen sind, und auf dem Kassenzettel stehen auch „1,5 kg Kotelett“ – keine Panik, einfach machen wie geplant, wenn der Braten gar ist, geht der Knochen gut raus und das Fleisch bleibt unglaublich saftig.

Die Kinder haben halt den Weihnachtsbaum geschmückt. Dieses Jahr ohne echte Kerzen, zum ersten Mal, denn der Baum ist einfach zu dicht und die Zweige zu dünn.

Weihnachtszeit ist Schichtdessertzeit! Hier: Creme aus Mascarpone, Magerquark, Schlagsahne und Baileys, Kirschen und zerbröselten Keksen Marke Wasdais. Sehr lecker, sehr mächtig. (Und für Kinder eine Portion Creme abnehmen, bevor der Baileys reingekippt wird!)

Feiern Sie alle schön oder genießen Sie die freien Tage (falls sie denn frei sind), ganz wie Sie mögen!

Tag 1219 – Ärmel vs. Rabe.

Ich habe ja, vielleicht habe ich es schon mal erwähnt, ein paar Probleme damit, Anweisungen nicht zu befolgen. Deshalb sitze ich nun hier, werde bis zu 8 Monate auf das Geld von der Chipsfabrik warten, weil ich den Antrag mit all seinen Unklarheiten gestellt habe, statt einfach zu sagen, ach, komm, ich war eben nie mit Pippi nach der OP zu Hause, nie passiert, Fall klar. Ich schaue auch nicht The Handmaids Tale über einen VPN-Client, weil das wäre ja illegal und hat nicht grad erst die EU gesagt, dass dieser Geoblocking-Blödsinn aufhören soll, aber das ist dann vermutlich die kack Ausnahme, ich kann also zwar bei Amazon Prime mit meiner deutschen Kreditkarte eine amerikanische Serie kaufen, aber dann kann ich sie hier nicht legal anschauen. What the fuck, mal echt.

Außerdem habe ich hier ein fertig genähtes Oberteil und zwei fertig genähte Ärmel, die jetzt irgendwie zusammen passen sollen, aber der Ärmel hat etwa 5 cm mehr Umfang als das Armloch. Im ersten Anlauf dachte ich, ach, das geht, ich mach den Ärmel enger. Naja. Es ging, aber dann ging mein Arm nicht mehr rein. Also aufgetrennt. Ärmel höher ging nicht, da wär ich irgendwo am Ellenbogen angekommen. Ich fragte bei Twitter. Da waren die Vorschläge: einraffen oder Ärmel enger. Letzteres hatte ich ja schon probiert, ersteres würde wohl zu massiven Puffärmelchen führen, das finde ich schrecklich, ich bin ja keine Prinzessin und das steht mir auch nicht, das macht mich sehr breit. Der letzte Tipp war: mit ganz vielen Nadeln so abstecken, dass ich den Ärmel quasi über die ganze Strecke aber dafür minimal einraffe. Und das ging tatsächlich! Am Ende hatte ich den ganzen Stoff untergebracht! Tadaa! Also nähte ich drauf los, total froh und stolz auf mich, es geschafft zu haben. Weil ich ja dazulerne, nähte ich erstmal mit einem recht langen Stich.

Und als ich fertig war, merkte ich, dass ich den Ärmel auf links eingesetzt hatte.

Ich geh dann mal lieber schlafen. Mir scheint, ich bin müder als ich wahrhaben möchte.

Tag 1218 – Happy, happy!

Nun. Schon wieder ist es total spät, aber ich habe es aufgegeben, früh ins Bett zu gehen. Ich bin einfach nicht müde, so what. Wenn ich wirklich früh aufstehen muss, wird es schon gehen. Solange ich nicht muss, gebe ich mein Bestes, es trotzdem zu tun, und wenn’s nicht klappt, dann klappt es eben nicht, ist ja grad noch egal. Dafür habe ich abends all die Energie, die mir morgens abgeht und dann ist es doch schön, wenn ich noch friedlich zwei Stunden Nähen kann, während die Kinder schlafen.

Überhaupt, die Kinder. Ich hab die sehr lieb. Sage ich vielleicht nicht häufig genug, also zu ihnen schon, aber nicht „über“ sie, zu anderen. Michel zum Beispiel, der große kleine Zwerg, wenn der morgens vom Parkplatz zur Schule stapft und so kleingroß ist, wie es halt nur Erstklässler sein können, da geht mir das Herz auf. Und wenn ich dann sehe, dass die Opis, die Schülerlotsenmäßig den Schulweg bewachen, schon ihre Posten verlassen, weil es ja schon zum ersten Mal geklingelt hat (15 Minuten vor Schulbeginn), dann fahre ich auch ein bisschen Helikopternd einmal um den Block und wieder an der Schule vorbei, wo ich den knallgelben Trondheimer Kommunenrucksack grad noch auf den Schulhof einbiegen sehe. Nach der Schule dann erzählte er mir, dass ihn ein Kind geschubst hat und ein anderes hat ihm einen Schneeball (mit Steinen drin! Und mit Absicht!) voll ins Gesicht geworfen. Meine Reflexe sind dann ja direkt auf WAAAAAS??? ICH RUF DIREKT DIE ELTERN AN WAS SIND DENN DAS FÜR ARSCHLÖCHER?, aber ich fragte erstmal nach, was Michel dann gemacht hätte, und ob das wer vom Hort gesehen hätte (nein), und Michel sagte, er sei dann einfach weggegangen und er habe auch eh keine Lust, mit den entsprechenden Kindern zu spielen. Er scheint es also ganz klug zu lösen und solange das klappt ist ja alles in Butter. (Ich finde das extra gut, dass er das so macht und nicht, wie ich als Kind und zum Teil noch echt lange, ausgerechnet mit denen, die mich am meisten ablehnten, best buddies sein will.) Fruchtet das viele Erklären, was Freunde tun und was nicht, ja vielleicht doch, ich wünsche es mir für ihn. Und ich wünsche ihm Freunde, die auch „blöde Wollsachen“ anhaben und deren Eltern Schießspielzeug konfiszieren. Bei denen er „uncool“ und phantasievoll und lieb und aktiv, aber nicht wild sein kann, wie er halt so ist. Hachz. Pippi ist natürlich auch prima, ganz anders, klar, sie ist auch noch jünger, aber die wird vermutlich eher die Bandenchefin werden, in der neuen KiTa-Gruppe setzt sie sich jedenfalls schon sehr gut durch. Und weil sie in ihrer Gruppe nun fast die älteste ist, statt wie sonst immer die jüngste und kleinste, zählt der „Ich bin so süüüüß“-Faktor nicht mehr. Trotzdem hat sie in der Gruppe ziemlich oft das Sagen, wenn sie da ist, wie sie zu Hause ist, kann ich mir ungefähr vorstellen, wieso. Bestimmerin by nature. Hoffentlich bleibt sie so.

Was war sonst so? Etwas genäht, Schuhe gekauft, Herr Rabe ist nicht da. Genäht habe ich das Oberteil vom Bettbezug-Kleid. Es scheint ein gutes Verfahren für mich zu sein, immer eine Größe kleiner zu nehmen, als die Größentabelle für mich vorsieht. Ich verstehe das ja nicht. Da nähe ich ein Kleid, das aus (festem) Jersey sein soll, aus gewebtem, gar nicht elastischem Stoff (dann eben mit Reißverschluss) und Größe 38 passt und sitzt super, wo die Größentabelle meint, zwischen 40 (Hüfte) und 42 (Taille) müsste es schon sein. 42 („wenn Sie zwischen 2 Größen liegen, nehmen Sie die kleinere“) säße da wie ein Sack. Und auch dieses Mal habe ich übrigens weniger Stoff gebraucht. Auch so’n Ding. Ist mir bei nem Bettbezug egal, aber bei richtig teuren Stoffen will ich nicht hinterher 25 cm übrig haben.

Schuhe gekauft. Das kam so: der örtliche Schuhhändler, der mir schon wegen überaus großer Auswahl an sehr geschmackvollen Stiefeletten aufgefallen ist, hat draußen Schilder mit 40% auf alles hängen. Und ich brauchte (tatsächlich) schwarze Stiefeletten. Die habe ich jetzt. Zwei Paar. Hups. Dafür habe ich weder Wildlederstiefel noch Pumps noch so Lumberjack-Schuhe gekauft.

Herr Rabe ist in Trondheim, mal wieder, morgen ist da auch noch Weihnachtsfeier. Ich möchte auch auf eine Weihnachtsfeier, mich aufbrezeln und so. Naja, nächstes Jahr. Herr Rabe möchte vielleicht auch noch mal in den Schuhladen, könnte ich mir vorstellen.

Jetzt, endlich, werde ich müde. In diesem Sinne: gute Nacht!

Tag 1216 – Schnipsel.

Bis jetzt noch ein Schnittmuster zusammengeklebt und ausgeschnitten (habe jetzt viele, hahaha, Schnipsel). Ich hasse das. Aber abpausen und dann ausschneiden ist auch ätzend. Es ist wohl gehupft wie gehoppelt.

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Weihnachtsfeier der Grundschulklassen 1A und 1B. In der Turnhalle. Es war furchtbar. Gut, dass ich schon Triptane intus hatte, als ich ankam, denn da hätte ich sicher Migräne bekommen. Hatte ich aber schon mittags.

Aber (mit ihrer Erlaubnis!): das ist, weshalb ich Michels Klassenlehrerin so mag.

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Beobachte sehr gespannt meinen Körper. Es wäre jetzt langsam so die Zeit, wo ein neuer Zyklus anfangen müsste, ich hatte auch PMS (aber nicht so schlimm wie auch schon) und eben heute Migräne, manche Signale, die ich gewohnt bin, sind da wie immer, manche fehlen aber völlig. Es ist spannend.

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Heute eine lange Mail bekommen, von der neuen Arbeit. Ehrlich gesagt mache ich jede neue Mail von deren HR mit Herzklopfen und dem ganz kurzen Gedanken „jetzt bin ich aufgeflogen und sie wollen nun doch nicht mehr!“ auf. Impostor-Syndrom geh kacken, ey. Es war aber dann eine Willkommens-Mail, mit ganz viel Information, was zu der „Vorher“-Phase des dreiphasigen Einstiegsprogramms gehört. Ich weiß jetzt also, wann mein Gehalt gezahlt wird, wieviele Urlaubstage ich hab und welche Tage ganze und halbe Feiertage sind, was es so für Sport- und soziale Aktivitäten gibt, an denen ich teilnehmen kann und wo ich überall Rabatt bekomme, wenn ich meinen Ausweis, den ich dann auch bekommen werde, dort vorzeige. Dann wurde ich noch gebeten, allen möglichen Kram zu unterschreiben (unter anderem, dass ich keine Aktien bei Pharmaunternehmen habe) und mir ein Handy auszusuchen. Hammer. Laptop, Handy und Rabatt bei ner Reinigung. Wie so eine richtige Erwachsene! Ich freue mich immer noch so tierisch doll auf und über den Job! Hach.

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Morgen ist der Termin mit dem Insolvenzverwalter. Morgen _erst_ muss man sagen, denn am Freitag ist die Verhandlung, alle Ansprüche müssen bis dahin gestellt sein. Ich vermute ja, dass der Chipsmann schon ganz viel über mich und den Techniker erzählt hat, was wir für schlechte Menschen sind und dass der Insolvenzverwalter deshalb erst jetzt Zeit für uns hat. Ist mir egal, ich habe heute alle Unterlagen fertig gemacht, alles noch mal kopiert und dann noch so Sachen ausgedruckt, die den Chipsmann selbst mal von seinen unrühmlichen, unangenehmen und nicht unbedingt gesetzestreuen Seiten zeigen. Ich bin sehr froh, da nicht allein hin zu müssen, sondern dass der Techniker da sein wird. Wenn der Chipsmann da ist, kriegen die ne Szene, die sich gewaschen hat, egal ob er da ist oder nicht, hoffe ich, nicht in Tränen auszubrechen. Das ganze Thema macht mich nach wie vor sehr emotional und allein das Ausfüllen der Anträge und das Zusammensammeln der Krankschreibungen etc katapultiert mich in diesen ganzen Wahnsinn zurück, inklusive der Schlafstörungen und der permanenten Angst vor allem und jedem. Hoffentlich hört das bald auf.

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Babysitter-Suche gestaltet sich schwieriger als ich gehofft hatte. Das ist nicht schön und ich will das nicht!

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Jetzt aber ab ins Bett. Weil müdemüdemüde und morgen geht unser neues, smartes Licht nun wieder um sechs Uhr auf, das tut ein wenig weh.