Tag 613 – Drei mal vier Stunden. 

So lange Zusammensein mit meiner Mutter und meinen Großeltern braucht es, bis ich mich mit Selbstvorwürfen from hell* und Kopfschmerzen von ebenda für immer im Bett zusammenrollen will. 

Ich will nach Hause. 

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*Auszug: wieso kann ich mich nicht einfach freuen, dass sie noch leben (Großeltern), körperlich relativ fit sind (Omi) und sich um eine gute Beziehung zu den Enkeln bemühen (meine Mutter)? 

Tag 612 – Die supersten. 

Meine Kinder sind die allerbesten. So. Warum?

Pippi hört meinem Opa andächtig beim Mundharmonika spielen zu, am Ende klatscht sie, ruft „Yeah!“ und fordert mehr. 

Michel ist der Held des Osterfeuers, hilft den Großen dabei, Holz und Zeug aufs Feuer zu schichten und nickt jedes Lob einfach cool ab. 

Pippi will die ganze Zeit das Auto meines Onkels angucken. Sie sagt dazu abwechselnd „Dino“ (warum auch immer*) oder „Porsche“. „Porsche. Gucken. Komm!“ (Ich habe ihr daraufhin beigebracht, Tesla zu sagen, weil halt. Und auch „Tesla“ klingt aus ihrem Mund unglaublich niedlich.)

Michel erzählt allen und jedem von Dinotrux. Auf Norwegisch. Aber von der Begeisterung kann man sich nur mitreißen lassen. 

Mein Opa hat Michel einen Geldschein zugesteckt. Michel (bargeldlos aufwachsendes Norwegerkind) kam daraufhin an und sagte „Uropa hat mir so einen Zettel gegeben. Weil der nett zu mir ist.“ (Ich hab den Zettel vorerst konfisziert, mit Feuer daneben war mir das zu heikel.)

Michel hat gestern ein Paar Sandalen bekommen, für den Sommer. Er wird sie nie wieder ausziehen. Mit den Sandalen an kann man auch prima in der feuchten Wiese Kopsterbolter (Purzelbaum) üben. 

Und erst das Geschnaufe nachts…

* möööööglicherweise guckt sie bei Michel zu viel Dinotrux mit. 

Tag 610 – #12von12 im April ’17

Hurra, es ist der 12. und das heißt, wir machen alle fleißig 12 Bilder von unserem Tag und verlinken uns beim Kännchen-Blog!

#1von12 von #12von12 Ich frage mich ja, wie man Milch nicht traditionell herstellen kann. Nicht in Kühen? Wird die Milch aus dem Euter rausgebeamt?


Als erstes eine Frühstücksimpression. Es wird mir dann noch erklärt, dass ‚traditionell hergestellt‘ mit der Pasteurisierungsart zusammenhängt, diese Milch ist dementsprechend nicht „extra lange haltbar“ vor lauter Tradition. Mir egal, mir schmeckt diese Milch nämlich einfach gut. Trotz dämlichem Traditionsbeweihräuchere. 

#2von12 von #12von12 K2 hat sich zum Lesen ins Bett gelegt und irgendwann fresse ich die wirklich auf.


Irgendwann musste ich das Lesen beenden, denn wir hatten ja einen Familien-Friseurtermin. Bei der allerbesten Friseurin der Welt, von der ich sogar Nagellackentferner schnorren konnte. Bei der ganzen Familie kam ganz schön was runter, sogar bei mir, obwohl ich einen Teil meines Haares spontan etwas wachsen lassen möchte. 

#3von12 von #12von12 Familie Rabe ist geschoren.


Am Nachmittag wollten wir uns dann mit sehr guten Freunden treffen. Leider fühlte sich Herr Rabe nicht so recht wohl und blieb lieber daheim, also brach ich mit den zwei Rübennasen alleine auf. Mehr Kuchen für uns!

#4von12 von #12von12 Drei Personen essen Kuchen für 6.

#5von12 von #12von12 Kurzer Moment des Friedens.

Michel und die Tochter unserer Freunde spielen mit den Magnetlabyrinthen. Das war schon sehr putzig. Man sieht auch ein bisschen, dass auch Michel nicht komplett kurz geschnitten wurde, sondern oben etwas länger belassen wurde. Unser Kompromiss zwischen „meine Güte, das ist doch keine Frisur!“ und „aber die Löckchen 😍“.

Nach Kaffee und Kuchen wollten die Kinder trotz Bielefelder Mistwetters unbedingt noch draußen auf dem Spielplatz spielen. 

#6von12 von #12von12 Awwwww. Geschwisterplüsch. (Ton dazu: „Mamaaaaaa, die macht meinen Tunnel kapuuuuutt!!!1!elf1!“.)

Naja, nach dem Sandkasten kommt das Ausziehen, in diesem Fall am/im Kofferraum des gestern gewaschenen Autos. Seufz. 

#7von12 von #12von12 Gestern gewaschen. #mimimi


Danach waren wir noch schnell was einkaufen und führen dann wieder zum Opa, wo es quasi direkt Abendbrot gab. Uffz. 

Ich fühl mich, als hätte ich nen Marathon hinter mir, dabei ist erst #8von12 von #12von12


Und nach dem Abendessen war eigentlich auch direkt Bettzeit. Gut, dass Pippi das auch gut selbst erkennt und dann schon mal losläuft. Schlecht, dass sie dann im Bad aber erstmal rumalbert und sich nicht umziehen lassen will. 

#9von12 von #12von12 „Mama, Gocka aus. Gocka!!! Mama Gocka!“ Jo. Größe 37-39 passt fast.


Irgendwann obsiege ich aber unter in Aussichtstellung der Flourtablette doch. Nach Eule und ein bisschen rumwühlen (Pippi) und Lachen (Pippi) und Singen (ich) schläft Pippi aber doch recht fix ein. 

Hoch die Hände, Ferien. #10von12 von #12von12

Das Bier schmeckt… interessant. Das Babyphone hat nen Hau (kein Wunder vermutlich, nach drei Jahren Nichtbenutzung) und geht dauernd aus. Naja. Bettzeit wird recht bald auch für die Großen eingeläutet. Wir handeln aus, wer bei welchem Kind schläft. 

Hmmm, welches Kind nehme ich als Schlafpartner? #11von12 von #12von12


Na gut, dieses. #12von12 von #12von12

Ich bekomme, weil Herr Rabe den Schlaf nötiger hat, Pippi. Mit der ich seither auch schon eine Banane gegessen und einen Becher Wasser getrunken habe. Und gekuschelt natürlich. 

Tag 609 – Komme ich hier in mein Zimmer?

Wir haben heute die Oma im Pflegeheim besucht. Es gibt da sieben Demenz-WGs, alle mit jeweils ca. 12 Bewohnerinnen (und hier kann man ruhig mal das generische Femininum bemühen, die paar Männer in der Einrichtung sind natürlich mitgemeint). Die Einrichtung wirkte zumindest auf mich offen und freundlich und sauber und die Bewohnerinnen gut gepflegt, da hört man ja so einiges und das traf schon mal (augenscheinlich) hier nicht zu. Je mehr Zeit wir da verbrachten, desto mehr fielen mir starke Parallelen zur Betreuung von Menschen am anderen Ende ihrer Lebenszeit auf.

  • Alles war hübsch dekoriert mit von den Bewohnerinnen selbst gebastelten Herzen und Blumen aus Tonpapier.
  • An der Wand ein Kalender, der in sehr großen Buchstaben und Lettern nicht nur Datum, Wochentag, Monat und Jahr anzeigte, sondern auch noch „Frühling“ mit einem bunten Frühlingsbild dazu.
  • Als wir kamen waren die Bewohnerinnen gerade in der Kaffeepause versunken und wir wurden gar nicht bemerkt.
  • An den Zimmern der Bewohnerinnen steht in sehr großer Schrift der jeweilige Name und manche haben auch noch ein Bild von sich da hängen, um sich besser zurechtzufinden. 
  • Als die Bewohnerinnen uns dann bemerkten, hatten einige noch Kaffepausenkrümel und -flecken überall, störte sie aber nicht im Geringsten, weil „OH MEIN GOTT IST DIE* NIEDLICH!!!“ (*Pippi).
  • Die Pflegerinnen wurden von den Bewohnerinnen „große Kinder“ genannt.
  • Die Pflegerinnen müssen alles drei- bis hundertmal sagen. 
  • Manche Bewohnerinnen hatten sehr gute, andere ausgesprochen schlechte Laune. Allen sah man die Stimmung sofort an. 
  • Was weg (=verlegt) ist, wurde ganz sicher von irgend jemandem fies weggenommen. Oder ist noch „in Werther“ (da ist meine Schwiegermutter aufgewachsen).
  • Als wir gehen wollten, saß eine Gruppe im Flur und spielte mit einer Pflegerin ein Quiz. Für 6-7 Jährige.
  • Wenn ein Baby (=Pippi) da ist, wird alles stehen und liegen gelassen, da ist dann auch das Quiz egal.
  • Offenbar kann man den Bewohnerinnen relativ einfach weismachen, der Türöffner sei ein Lichtschalter. Mein Schwiegervater meinte, die hauen nicht ab, weil sie nicht wissen, wie. Es ist aber keine Tür abgeschlossen, die Türöffner reichen als „Barriere“.
  • Wenn es doch mal eine Bewohnerin in den Hausflur schafft, verstehen sie anscheinend nicht, wie der Fahrstuhl funktioniert. Und an der Feuertreppe ist auf die Tür ein Bücherregal aufgedruckt. (Unser Kindergarten hat an der Tür zum Keller, wo die Kinder nicht hinsollen, ein Schuhregal angebracht.)
  • Wenn Bewohnerinnen an einen Rollschrank nicht dran gehen sollen, reicht es, ihn umzudrehen.
  • Obwohl die Flure im Kreis führen, man sich also innerhalb einer Wohngruppe nicht verlaufen kann, ist die größte Sorge der Bewohnerinnen wohl, sich zu verlaufen. 

Tja. Ich glaube, meiner Schwiegermutter geht es da so gut es einer in der Situation gehen kann. Aber die Situation ist und bleibt echt beschissen.

Tag 608 – Wir sind da!

Yeah!

Wir sind in Bielefeld angekommen. Die Fahrt von Kiel nach Bielefeld war… interessant. Ich bin nichts mehr gewohnt und starb auf der Autobahn tausend Tode, weil dauernd Leute plötzlich von rechts rüber ziehen, von hinten angebraust kommen, vor einem bremsen oder alles das gleichzeitig passiert. Ich bin eigentlich keine ängstliche Beifahrerin, aber heute das war anstrengend. Sehr. Da kam es doch sehr gelegen, dass wir auf dem Weg noch in Hamburg etwas ablieferten und ein längeres  und sehr nettes Päuschen einlegten. 

In Bielefeld dann alles wie immer. Erschreckend so. Die Kinder jagten wir wegen Hummeln im Hintern noch ausgiebig auf den Spielplatz vor Opas Haustür, ich ging mit Opa in den Rewe um Milch zu kaufen (Pippi wird sich demnächst in eine Kuh verwandeln, wenn der Spruch „Du bist was du isst“ stimmt.) und bekam derweil das Update zu meiner Schwiegermutter und Opas Hausschuhen und überhaupt allem. Nach dem Abendbrot fielen die Kinder quasi einfach ins Bett und schlafen seither wie die Steine, hoffen wir mal, dass das so bleibt. Wie auch schon gestern haben wir sie zusammen in ein Bett gelegt.

Mit Fährengebrumme und leichtem Geschaukel schläft es sich gut. (Wenn man die Klimaanlage runter dreht.)


Danach noch ein bisschen in eine Tüte geatmet mit dem Opa gesprochen über ein paar Oma-Unterbringungs-Formalitäten. Als jemand, für dessen Kernfamilie eine private Krankenversicherung nienienienicht erreichbar war, ist es schwer zu ertragen, was da alles einer verbeamteten Person in den Hintern geblasen wird vergönnt ist. Ehrlich: für die ist es toll. Richtig toll. Und ich freue mich für meine Schwiegereltern, dass es dank der Beihilfe und drölfzig Zuschüssen alles für sie gut finanzierbar ist und eben keinen Ruin bedeutet, sollte meine Schwiegermutter noch 20 Jahre oder länger in dem Heim leben. Für alle anderen Menschen in diesem Land, die das mitfinanzieren, ohne auch nur in den Hauch des gleichen Genusses zu kommen (sofern sie nicht zusätzlich zu Sozialabgaben, Steuern und co. Umfangreich privat vorgesorgt haben, wozu man ja auch wieder das Geld haben muss…), ist es… ja, was? Ein Schlag ins Gesicht vermutlich. Ich möchte mir jedenfalls bei solchen Gesprächen die Finger in die Ohren stecken und laut LALALA singen, weil ich sonst leider mit der Ungerechtigkeit nicht klar komme. Hoffentlich muss meine Mutter nie in ein Heim.

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Überhaupt Nachtrag zur Bootsfahrt: Total super! Wir waren ca. Anderthalb Stunden vor Abfahrt da, bekamen einen Platz „unten“ im Fahrzeugdeck, weil wir ja potentiell mit Kinderwagen reisten und deshalb irgendwie an einem Fahrstuhl rauskommen müssten. Aufs Boot durften wir dann nach etwa einer halben Stunde Warterei und der einzige Stressmoment war es dann, das ganze Geraffel (kleiner Koffer, zwei Rucksäcke, eine Tasche und eine Kühltasche mit Proviant, eine Tasche mit Regensachen, der Kinderkoffer und zwei Kinder, die sich um den Kinderkoffer stritten) auf einmal in die Kabine zu bekommen, zumal Michel in dem Fahrstuhl leicht klaustrophobisch wurde. Danach war alles ganz prima. Das Essen auf der Fähre hatten wir für abends schon vorbestellt und dadurch etwas Geld gespart. Bis 17 Uhr mussten wir uns die Zeit vertreiben, aber das geht ja ganz einfach auf so einem Boot, auf dem es einfach alles gibt. Wir tranken einen recht ordentlichen Kaffee im „Orient-Café“ und Michel und Pippi teilten sich (total friedlich!!1elf!) ein Eis auf dem Sonnendeck, wir sahen kurz und allesamt reichlich schockiert der Käpt’n Kid Clown Show zu (ich kann sowas ganz schlecht ertragen, aus vielen verschiedenen Gründen), Michel guckte noch eine halbe Folge Dinotrux, weil er damit im Auto nicht fertig geworden war und dann war es auch schon Zeit zu essen. Wir hatten das Buffet gewählt, das Essen war gut (frisch, genug da und die Auswahl war riesig, man musste sich wirklich keine Mühe geben um was zu finden, was man mag) und der Service schnell und freundlich. Für die Kinder gab es Kinderbuffet mit Kinderquatschessen und hätten wir nicht Michel kurz verloren wäre das Essen eine rundum positive Erfahrung geworden, so war es eben nur zu 95% positiv. Und nach dem Essen waren die Kinder so hundemüde, dass sie um 19:12 Uhr beide schliefen. EIgentlich hatten wir noch Schwimmbad geplant, aber das machen wir dann eben auf der Rückreise. 

Hier noch ein paar Impressionen von der Fahrt.

Michels neuer Schatz: der Kopfhörer.


Machte kurz vorher noch Theater und hatte sich aus dem Anschnallgurt gewurstet.


Nach dem Besuch bei unseren Osloer Freunden.


Meine Kinder spielen gerne großflächig.


… und alles was ist, dauert drei Sekunden: eine Sekunde für vorher, eine für nachher und eine für mittendrin.


In Hamburg musste erstmal in wechselnder Besetzung geschaukelt werden. Pippi kann schon sehr gut alleine schaukeln, sagt aber irgendwann einfach „fertig!“ und lässt im selben Moment los.

Tag 606 – Erste Etappe geschafft. 

Hurra, wir sind in Oslo! Natürlich kamen wir nicht ganz so früh von zu Hause los wie geplant, aber immer noch früh genug. Auch das Fahren war weitgehend problemlos, aber auch unendlich öde. 600 km durch den Wald. Mit 80 km/h. Schnaaaaaaaaaaaarch. Die Kinder verhielten sich altersentsprechend, Michel guckte auf dem iPad heruntergeladene Maus/Elefant/Dinotrux-Folgen bis er viereckige Augen hatte, Pippi schlief erst lange, sah sich dann lange und niedlich laut kommentierend ihre Bücher an und verkrümelte Unmengen Kekse in ihrem Sitz. Dann wurde sie zunehmend ungehalten. Die letzte Dreiviertel Stunde war dann deswegen nicht mehr ganz so schön. 

Was aber sehr schön war, war dann in Oslo direkt bei Freunden anzukommen und mit warmem Essen empfangen zu werden. Noch dazu mit unfassbar niedlichem fast Einjährigem, den wir das letzte Mal als neu geborenes Minibaby gesehen haben. Heute lernte er während wir da waren (!!!) Laufen. Pippi und Michel waren wohl Ansporn genug um mal damit loszulegen. Unsere Kinder hatten auch noch genug Möglichkeit sich nach dem Sitz-Tag noch richtig auszutoben und waren entgegen meiner Befürchtungen nicht überreizt-nervig sondern aktiv und putzig. Und auf dem Weg in die Wohnung, in der wir übernachten (die unserer Freunde, die aber noch im Urlaub sind) schliefen beide sang- und klanglos im Auto ein und ließen sich auch problemlos schlafend ins Bett verfrachten. 

Langsam kommt sogar bei mir Urlaubsstimmung auf! Der Stress lässt nach, das Hachz setzt ein. Hachz. 

(Ach ja: morgen auf dem Boot gibt’s wohl kein oder nur sehr teures W-LAN. Und vielleicht sehr schlechten Mobil-Empfang. Wenn Sie also nichts hören sind wir vielleicht abgesoffen, vermutlich aber nicht.)

Tag 605 – Und jetzt Sie. 

Ich hab heute den Großteil des (Arbeits-)Tages damit zugebracht, den Reisebericht für das Stipendium zu schreiben. Erst wusste ich nicht, wie zur Hölle ich 5000 Zeichen zusammen bekommen soll, dann wurden es doch über 8000. Ich sag Ihnen mal erst die Bedingungen, die ich fand:

  • Mindestens 5000 Zeichen mit Leerzeichen
  • Einleitung muss da sein
  • Sowas wie ein Abstract auch
  • Bilder (Tjanun. Ein Portrait von mir werde ich schon noch irgendwo auftreiben und dann halt die Pelitrosse oder das Gruppenfoto.).
  • Zielgruppe sind Biochemiker*Innen mit sehr unterschiedlichem Ausbildungshintergrund. Grobe Richtline: eine frisch fertige Masterabsolventin im Bereich „irgendwas mit Molekular-“ sollte es verstehen können. 
  • Der Fokus soll auf dem Fachlichen liegen. (Das ist meine größte Schwierigkeit dabei, wegen der Geheimhaltung darf ich nichts über die tollen Sachen sagen, die ich da gehört hab…)

Das Ganze wird dann veröffentlicht im Käseblatt in der Zeitschrift der Norwegischen Vereinigung der Biochemiker*Innen und die meisten der Reiseberichte die ich da so zu Inspirationszwecken gelesen habe fand ich arschlangweilig. Weil langweilig geschrieben. Das ist nicht so mein Fall und, also, Ich habe versucht das etwas anders zu machen. Nach reiflichem Überlegen ob ich wirklich mich nackt ausziehen will das Risiko eingehen will, dass Sie alle lachen und nachdem ich überprüft habe ob preprints für das Käseblatt die Zeitschrift in Ordnung gehen (Antwort: es gibt keine Antwort, in Internetsprech: sie verstehen die Frage nicht. Ich glaube, die haben sich da noch nie Gedanken drum gemacht.) habe ich mich deshalb dazu durchgerungen, Ihnen das mal zu zeigen. Bevor ca. 1000 Norwegische Biochemiker*Innen das im Briefkasten haben. Die sich das dann eh nicht durchlesen. Aber egal. Also. *hüstel* Ach so: sorry, is in inglisch! *hüstel*

20th RNA Editing Gordon Research Conference

The 20th Gordon Research Conference on RNA Editing was hold in Ventura, California, from 12th to 17th of March 2017. Thanks to financial support from the NBS I could attend the conference, get in touch with world leading scientists and present our groups work.

Epigenetics – modifications on the genome that change the cells or entire organisms phenotype without altering the genetic sequence itself – has been extensively studied over the past decades. The mechanisms of epigenetic modification include amongst others histone methylation, non-coding RNA associated gene silencing, chromatin remodelling and cytosine methylation, in which the latter is best characterized. The existence of similar methylations and other modifications in RNA has also been described as early as in the 1970s. However, it took until 2011 to discover that targeted and sequence-dependent enzymatic methylation on the N6-position of adenosine (m6A) in mRNA has regulatory effects on the translational level. Due to the intriguing parallels to DNA methylation and its effect on transcription, RNA methylation was soon termed ”Epitranscriptomics”. Since the characterization of m6A as an epitranscriptomic factor the field has emerged, now including N1-methyladenine (m1A) and 5-methylcytosine (m5C). Chances are that of the over 100 described modifications on RNA there are other, yet undiscovered modifications with regulatory functions on translation or RNA stability.

RNA Editing, on the other hand, has sequence-altering consequences on the transcript and is thus not included in the definition of epitranscriptomics. Nevertheless, RNA editing events are just as interesting to researchers, as targeted posttranscriptional editing adds another level to genetic regulation. RNA deamination of adenosine to inosine by ADARs and cytosine to uracil by the APOBEC family of deaminases has effects on RNA secondary structures, splicing, stability and localization. Furthermore, as inosine reads as guanosine in translation, the effects on gene expression can be substantial. Posttrancriptional deletion or insertion of nucleotides will also dramatically affect the fate of a RNA molecule

The biannual Gordon Research Conference on RNA Editing was established in 1997 and is the only scientific meeting dedicated solely to this subject. The relatively small number of participants, comprised of leading experts and young scientists, makes it easy to come in contact with other scientists working on RNA editing and epitranscriptomics, to discuss novel research findings, experimental strategies and to initiate collaborations with research groups from all over the world. For this purpose, poster sessions, meals and recreational times offer a good amount of time, while presentations are hold in sessions throughout the morning and evening. To get in touch with other PhD students and fresh PostDocs a seminar precedes the conference. So far for the theory.

In practice, I found it to be just as it sounded on the conferences webpage. The site of the conference near Ventura harbor was really beautiful and apart from the bonus effect of getting away from Norwegian winter for a week and enjoy spring in California the program offered good time to explore the sites surroundings and enjoy the social activities. Researchers who spend their life looking on tiny molecules seem to especially enjoy to watch slightly bigger things for a change. Like whales.

The Gordon Research Seminar, which took place on the afternoon of the 11th and the morning of the 12th of march, really was the ideal warm up for a freshly arrived PhD student travelling without her supervisor (me). On the seminar, PhD students and PostDocs will give presentations of their work, there is room for discussion with peers and – scary but useful – presenting at least a poster is obligatory for attendees. After presenting my poster right after my arrival (after 16 hours of travelling and still in the same clothes) to the other students, the poster sessions on the conference lost all of their intimidation on me. Very fruitful discussions evolved around the poster presentations and my special thanks go out to the student who pointed out a confusing typo to me, so that I could correct it before someone with a less benevolent attitude would have a look at it. In the conclusions of the seminar we also selected two presentations to be presented on Monday evening of the conference. Yes, that is in front of all those professors and intimidatingly smart people.

The conference began on Sunday evening with the obligatory introductory remarks. Unfortunally for me as the author of this article and you as the reader, Gordon Research Conferences are supposed to be a forum for discussion of novel and in part even unpublished research and thus the information received there is confidential. I’ll do my very best to report on the scientific contents without revealing any scientific secrets.

In the first session, titled “Frontiers in Editing”, a good overview was given about what we could expect from the conference: a broad variety of topics would be presented to us, pushing the boarder of knowledge. Jane Jackman gave a presentation on the 3’-modification in tRNAs; Joshua Rosenthal talked about A-to-I editing in squid and its impact on protein encoding; Eric Greer showed data on m6A and transgenerational epigenetic inheritance in C. elegans; Erez Levanon talked about APOBECs and Retrotransposons and Sebastian Leidel presented his work on tRNA anticodon modifications at the wobble base position in pathogenic yeast. With my head spinning from jet lag and information overload I went to bed without even glancing at the wine offered at the bar.

After this first day the sessions were more focused on special topics, namely ‘Physiological Functions for Editing and Modification’, ‘Regulation of RNA Editing and Modification’, ‘Editing in Immunity’, ‘Epitranscriptomics’, ‘Molecular Mechanisms of Editing Machines’, ‘Genome and Transcriptome Engineering Technologies’, ‘RNA and DNA Modifications in Cancer’, and ‘Neuro-Editing’. My personal highlights were the entire epitranscriptomics session (especially the presentations by Samie Jaffrey and Mark Helm) along with the talks by Chuan He, Jody Puglisi, and Shalini Oberdoerffer, because these talks focused on topics that are highly relevant to my own PhD research. I work on small modifications in mRNA and the clearance of aberrantly alkylated bases from the RNA pool, with a special focus on the anticancer drug methyl methanesulfonate and its impact on RNA alkylation. But apart from that I enjoyed all of the sessions, because the short talks and familial atmosphere during the discussions really made it easy to follow the sessions, even if the talks were about topics I had never heard of before. After all, I learned about as much from attending the five days conference as I would have from doing four weeks of literature research.

The poster sessions were divided into two groups and each group had to be present at the poster twice. It was about 50 posters crammed into a not too large room, and after two hours of constant talking in a room full of people everyone was both hoarse and deaf. Nevertheless I had very interesting discussions on my poster and I got a lot of useful comments which I will now implement in the next experiments. As all of the conference speakers had to evaluate the posters, it was a good opportunity to get highly qualified comments on ones work.

To sum up: It was a really great experience to visit the GRC on RNA Editing. The overall atmosphere was friendly and open, despite the world leading experts attending. The research presented covered all of the diverse topics within the field, but stayed focused on it. If you are a PhD student and wondering if you should go on a GRC and if so, whether or not if you should attend the seminar also, I can only recommend you to do both! The next GRC on RNA Editing will be held in Italy in the spring of 2019.

I wish to thank the NBS greatly for funding my attendance of this conference with a travel grant.

Tadaaa! Das war’s. Lang genug ist’s auf jeden Fall. Eher zu lang. Frage ist, ob es zu Larifari ist. Oder zu persönlich. Immerhin muss ich mich vermutlich innerhalb des nächsten Jahres auf Jobs bewerben, da wäre es ungünstig, wenn ich norwegenweit verschrien wäre als „die mit dem schrecklichen Reisebericht im Käseblatt in der Zeitschrift“.

 

Tag 604 – Wiesu denn bluß?

Warum denn nur muss immer kurz vor Urlaub alles so stressig sein? Heute so

  • Kinder wegbringen
  • Blutprobe nehmen lassen 
  • Dafür erst lange mit der Gesundheitssekretärin herumdiskutieren und dann noch länger im Wartezimmer herumwarten 
  • Dann noch mit der Schwester diskutieren. Grund der Diskutiererei: die Gesundheitsbehörden haben die Bezeichnung eines Antikörpers auf ihren Formularen geändert, aus TRAS ist jetzt anti-TSH-r geworden. Das herauszufinden hat mich 10 Sekunden Google gekostet, die Schwester sah sich offenbar zu diesem Schritt nicht in der Lage.
  • Viel zu spät bei der Arbeit aufschlagen und leicht hektisch herumarbeiten
  • Nach Hause den Bus nehmen, weil keine Zeit keine Zeit, dann braucht der Bus enervierend lange
  • Auto holen, Kinder abholen (ahhhh, keine Zeit, los, zack, Pulli an, Mütze auf, komm jetzt, Pulli anziehen, Michel, hallo, den Pulli…)
  • Michel in Windeseile Geburtstagsfertig machen (saubere Klamotten, Hände waschen, Haare kämmen) und direkt wieder los
  • Michel beim Geburtstag abliefern, wieder nach Hause gurken
  • HUNGER!!! 
  • Essen
  • Löcher in den Schneckenboxdeckel prokeln, dabei ein Messer verbiegen
  • Herr Rabe holt schon mal Erde aus dem Keller
  • Herr Rabe geht zum Treffen mit den Nachbarn wegen des Umbaus
  • Ich prokele weiter und versuche auf Pippi aufzupassen
  • Schnecken umsetzen, füttern, einsprühen, Deckel drauf, los gehts
  • Oh, Pippi braucht erst noch eine frische Windel
  • Pippi braucht außerdem noch Creme auf den Po und Zuspruch und Trost
  • Ahhh, schon so spät
  • Pippi ruppig bei Herrn Rabe abliefern, Schnecken anschnallen, Michel abholen
  • Michel will, obwohl ich wegen der Wickelaktion fast 15 Minuten zu spät bin, nicht nach Hause
  • Schnecken dem Geburtstagskind zeigen, das Geburtstagskind schwer beeindrucken
  • Michel und Schnecken ins Auto und anschnallen, zur Kollegin L. Fahren
  • „Mama, ich freue mich nur ein bisschen auf Urlaub, weil in Bielefeld keiner meine Sprache spricht.“ (Sowas sagt er auf norwegisch, denn „seine“ Sprache ist: Norwegisch.)
  • Schnecken abliefern, nach Hause fahren, Michel schläft ein
  • Michel die Treppe hochschleppen und ins Bett verfrachten, umziehen, zudecken
  • Uffz
  • Rödeln in der Küche 
  • Wäsche aufhängen
  • Mit Herrn Rabe halb scherzhaft KW19-Dinge besprechen, dann rödelt Herr Rabe auf dem Dachboden und im Keller wegen des *mieeep* Umbaus (ich sagte heute schon zu Herrn Rabe, dass ich Strichliste führen sollte, wie oft mich dieser Umbau abnervt)
  • Unseren Samstag Abend in Oslo abklären
  •  Wäsche anwerfen
  • Müde, ach nee, Brotdosen machen
  • Ab ins Bett

Meh. Gefühlt nix geschafft von der tatsächlichen urlaubsvorbereitung.